[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Aufbereitung von Chlorierungsrückständen.
[0002] Insbesondere bei HochtemperaturChlorierungen, wie sie z.B. zur Herstellung von Tetrachlorkohlenstoff
und/oder Perchlorethylen aus C
1 bis C
3 Kohlenwasserstoffen bzw. teilweise chlorierten Kohlenwasserstoffen mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen
angewandt werden, fallen als unerwünschte Rückstände Gemische an, die im wesentlichen
perchlorierte Verbindungen, insbesondere Hexachlorbenzol, sowie Hexachlorethan und
Hexachlorbutadien enthalten.
[0003] Die Entsorgung dieser Rückstände ist sowohl aus Gründen des Umweltschutzes, als auch
unter technischen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten problematisch: Hexachlorbenzol,
der Hauptbestandteil dieser Rückstände, ist persistenzfähig und würde sich, an die
Umwelt abgegeben, durch Bioakkumulation anreichern. Häufig werden diese Rückstände
deshalb in behördlich genehmigten Untertage-Deponien abgelagert. Diese Entsorgungsart
ist jedoch schon deshalb unbefriedigend, weil mit diesen Rückständen, je nach Reaktionsführung
beim Chlorierungsprozeß 5 - 20 Gew.-% des eingesetzten Chlors verlorengehen.
[0004] Die Entsorgung dieser Rückstände durch Verbrennen, möglichst unter Rückgewinnung
des Chloranteils, bereitet andererseits erhebliche technische Schwierigkeiten. Sie
setzt einen gut dosierbaren und damit fließfähigen Zustand dieser Rückstände voraus.
Schmelzen dieser Rückstände werden erst bei Temperaturen ab ca. 230 °C erhalten. Sie
sind äußerst korrosiv und darüberhinaus auch wegen ihres hohen Schmelzpunktes schwer
handhabbar. Versuchen, diese Rückstände in Lösung zu bringen, sind enge Grenzen gesetzt,
da eine derartige Aufbereitung nur dann sinnvoll ist, wenn als Verbrennungsprodukt
neben dem erwünschten Chlorwasserstoff nicht noch allzu große Mengen Wasser entstehen,
wodurch der Chlorwasserstoff lediglich als relativ wertlose Salzsäure anfiele. Ferner
sind hohe Anteile an Kohlendioxid sowie Kohlenmonoxid oder gar Ruß als Verbrennungsprodukte
unerwünscht und würden ein Entsorgungsverfahren durch Verbrennen unwirtschaftlich
machen.
[0005] Diese Chlorierungsabfälle sind zudem auch noch schwer löslich. So löst sich beispielsweise
ein Chlorierungsrückstand mit einer typischen Zusammensetzung von etwa zwei Dritteln
Hexachlorbenzol und ein Viertel Hexachlorbutadien in dem an sich von der chemischen
Konstitution her geeigneten Lösemittel Benzol lediglich zu 7,5 Gew.-%. In 1.2-Dichlorethan
sind sogar nur ca. 1 Gew.-% löslich.
[0006] In der DE-B-1228232 wird ein Verfahren vorgeschlagen, bei dem chlorierte Kohlenwasserstoffrückstände
zunächst in einem geeigneten chlorfreien oder chlorärmeren Kohlenwasserstoff gelöst
werden und das Gemisch dann in einem aufgeheizten Verbrennungsofen zerstäubt wird.
Dieses Verfahren wird auch in der DE-B-2540178 referiert. Dort wird darauf verwiesen,
daß dieses und andere Verbrennungsverfahren, die z.B. die Mitverweαdung von Heizöl
zur Erhöhung der Brennbarkeit empfehlen, nur für flüssige und damit natürlich gut
dosierbare Produkte geeignet sind, die keine nennenswerten Feststoffanteile enthalten
und auch nicht zum Anbacken und Verharzen neigen.
[0007] Aufgabe der Erfindung war es, ein Verfahren zur Aufbereitung von Chlorierungsrückständen
zu finden wobei die Chlorierungsrückstände bei moderateren Temperaturen als sie zum
Schmelzen dieser Rückstände erforderlich wären, in einen fließfähigen Zustand gebracht
werden sollen. Ferner war es Aufgabe der Erfindung, Zubereitungen zu erhalten, die
so verbrannt werden können, daß die Belange des Umweltschutzes gewahrt bleiben und
zumindest der Hauptanteil des Chlors unter vertretbarem Aufwand als trockener, beispielsweise
für eine Oxichlorierung geeigneter Chlorwasserstoff gewonnen werden kann.
[0008] Es wurde nun gefunden, daß teerartige Chlorkohlenwasserstoffe, die als Nebenprodukte
bei der Pyrolyse von Dichlorethan zu monomerem Vinylchlorid sowie bei der Aufarbeitung
der Pyrolyseprodukte bzw. von rohem 1.2-Dichlorethan aus der Direkt- und/oder Oxichlorierung
von Ethylen anfallen, als Lösungsmittel zu einer, der Aufgabenstellung gerechten Aufbereitung
von Chlorierungsrückständen geeignet sind. Als alternative Lösungsmittel wurden weiterhin
Kohlenwasserstoffe mit geringem Aromatenanteil vom Siedebereich 160 bis 300 °C gefunden.
[0009] Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Aufbereitung von Chlorierungsrückständen
der Summenformel C
S-
ö Cl
5.8.6.0 dadurch gekennzeichnet, daß diese Chlorierungsrückstände bei Temperaturen von 100
bis 180° C in Lösung gebracht werden in Chlor und Sauerstoff enthaltenden Kohlenwasserstoffen,
die ein Gewichtsverhältnis von Wasserstoff : Chlor 0,028 bis 0,06 : 1, ein Gewichtsverhältnis
von Sauerstoff : Kohlenstoff von 0,0038 bis 0,0089 ; 1 und ein Atomverhältnis von
Kohlenstoff : Wasserstoff von 1 : 1,1 bis 1,9 aufweisen und/oder in Kohlenwasserstoffen,
die im Bereich von 160 bis 380°C bei 0,1 MPa absolut sieden und ein Atomverhältnis
von Kohlenstoff : Wasserstoff von 1 : 1,85 bis 2,0 aufweisen, wobei die Hengenverhältnisse
so gewählt werden, daß eine flüssige Zubereitung erhalten wird, die ein Gewichtsverhältnis
von Wasserstoff: Chlor von 0,028 bis 0,05 1 aufweist.
[0010] Vorzugsweise beträgt der Anteil an Chlorierungsrückständen in der Zubereitung 20
bis 50 Gew.-%.
[0011] Es ist weiterhin bevorzugt, die Temperatur beim Aufbereitungsprozeß so einzustellen,
daß sie der Beziehung

genügt, wobei t die Temperatur in °C ist und x den Anteil an Chlorierungsrückständen,
ausgedrückt in Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zubereitung, bedeutet. Das
Korrekturglied ± 5 gibt die Toleranzgrenze für die optimale Temperaturführung wieder.
[0012] Ferner beträgt das Verhältnis von Wasserstoff zu Chlor in der Zubereitung bevorzugt
0,028 bis 0,04: 1.
[0013] Die Aufbereitung wird im technisch sinnvollen Bereich von 0,12 bis 0,5 MPa abs. durchgeführt.
Falls erwünscht können jedoch auch höhere Drücke angewendet werden.
[0014] Bei den erfindungsgemäß aufzubereitenden Rückständen handelt es sich um an sich unerwünschte
Nebenprodukte, die bei Chlorierungsprozessen, insbesondere bei Hochtemperaturchlorierungen,
wie sie vorstehend beschrieben wurden, anfallen. Es sind dies Gemische, die zumindest
zu 95 Gew.-%, zumeist jedoch praktisch zu 100 Gew.-%, aus perchlorierten Produkten
bestehen. Die wesentlichen Bestandteile sind Hexachlorbenzol, Hexachlorbutadien und
Hexachlorethan. Ferner können auch noch in geringem Haße die an sich im Chlorierungsprozeß
erwünschten Chlorkohlenwasserstoffe im Gemisch anwesend sein. Entsprechend weisen
diese Chiorierungsrückstände eine chemische Zusammensetzung auf, die sich in guter
Näherung durch die Summenformel
C5-6Cl5,8-6,0
darstellen lassen. Ein Wasserstoffanteil, der bei der erfindungsgemäßen Zubereitung
in Rechnung zu stellen wäre, fehlt praktisch vollständig.
[0015] Die als erfindungsgemäß zur Aufbereitung der Chlorierungsrückstände eingesetzten,
Sauerstoff und Chlor enthaltenden Kohlenwasserstoffe fallen bei der Pyrolyse von Dichlorethan
bzw. bei der Aufbereitung der Pyrolyseprodukte sowie von rohem 1.2-Dichlorethan aus
der Direkt- und/oder Oxichlorierung von Ethylen an. Es handelt sich um teerartige
Gemische deren chemische Zusammensetzung durch die Summenformel
I C3.0-3,5H4,0-5,5Cl2,6-3,6O0,01-0,02
sowie durch die Summenformel
11 C2,0-2.5H3,0-3,5Cl2,4-3,0O0,01-0.015
wiedergegeben werden. Entsprechend weisen diese Chlorierungsrückstände ein Gewichtsverhältnis
von Wasserstoff : Chlor von 0,028 bis 0,06 : 1, ein Gewichtsverhältnis von Sauerstoff
: Kohlenstoff von 0,0038 bis 0,0089 : 1 und ein Atomverhältnis von Kohlenstoff : Wasserstoff
von 1 : 1,1 bis 1,9 auf.
[0016] Die teerartigen Zusammensetzungen der Formel 1 fallen in der ersten Aufbereitungsstufe
der Pyrolyseprodukte an, in denen die Pyrolyseprodukte nach Verlassen des Pyrolyseofens
abgeschreckt werden. Die kohlenstoffärmeren Zusammensetzungen der Formel werden als
Destillationsrückstände in jener Aufbereitungsstufe erhalten, in der nach Abtrennen
der Leichtsieder und des erwünschten monomeren Vinylchlorids das bei der Pyrolyse
nicht umgesetzte 1.2-Dichlorethan zusammen mit rohem 1.2-Dichlorethan aus der Direkt-
und/oder Oxichlorierung von Ethylen reingewonnen wird.
[0017] Die genannten teerartigen Gemische enthalten oftmals noch Feststoffe, wie Koks und
Metallchloride. Es ist deshalb zweckmäßig, sie vor dem erfindungsgemäßen Einsatz beispielsweise
über beheizte Feinfilter zu filtrieren. Alternativ dazu können auch die bereits die
aufzubereitenden Chlorierungsrückstände enthaltenden Zubereitungen vor dem Eindosieren
in die Verbrennungsanlage filtriert werden.
[0018] Beispiele füt die alternativ einzusetzenden Chlorkohlenwasserstoffe vom Siedebereich
160 bis 380°C bei 0,1 MPa abs., die weiterhin ein Kohlenstoff Wasserstoff-Atomverhältnis
von 1 : 1,85 bis 2,0 aufweisen, sind Kerosin sowie schwere und leichte Heizöle, deren
Aromatenanteil unter 10 Gew.-% liegt.
[0019] Die vorstehend genannten Aufbereitungsmittel können einzeln oder im Gemisch eingesetzt
werden. Da es sich bei den teerartigen Aufbereitungsmitteln um an sich unerwünschte
Nebenprodukte bei der Herstellung von Honomervinylchlorid handelt, die ohnehin am
besten durch Verbrennen entsorgt werden, ist es bevorzugt, diese teerartigen Gemische
als Aufbereitungsmittel einzusetzen. Dabei ist es innerhalb dieser vorzugsweisen Ausführungsform
des Verfahrens möglich, z.B. zum Ausgleich der Kohlenstoff/Wasserstoff/Chlor-Bilanz
der Zubereitung geringere Mengen an Kohlenwasserstoffen vom Siedebereich 160 bis 380°C
mitzuverwenden.
[0020] Das in Lösungbringen der Chlorierungsrückstände kann in an sich bekannter Weise,
beispielsweise in Druckbehältern, die mit Rückwerken versehen sind, erfolgen. Dabei
ist es im Prinzip gleichgültig, in welcher Reihenfolge die Komponenten zugegeben werden.
Die Verweilzeit der Zubereitungen sollte zweckmäßigerweise auf ca. 10 Stunden begrenzt
werden da sonst durch Chlorwasserstoffabspaltung Druckanstiege in den Behältern entstehen
können, die den sinnvollen Bereich von ca. 0,5 MPa absolut überschreiten. Grundsätzlich
kann sowohl kontinuierlich als auch diskontinuierlich gearbeitet werden.
[0021] Die erfindungsgemäß aufbereiteten Chlorierungsrückstände können schließlich an sich
bekannten Verbrennungsvorrichtungen zugeführt werden. Ein geeignetes Verbrennungsverfahren
ist beispielsweise gemäß DE-OS 28 27 761 beschrieben.
[0022] Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren gelingt es, Chlorierungsrückstände, insbesondere
solche, die bei Hochtemperaturchlorierungsverfahren anfallen, so aufzubereiten, daß
sie umweltfreundlich verbrannt werden können. Weiterhin kann der in den Rückständen
vorhandene Chloranteil zumindest zum größten Teil als wieder verwertbarer trockener
Chlorwasserstoff erhalten werden, der beispielsweise einer Oxichlorierung zugeführt
werden kann. Das erfindungsgemäße Verfahren ist insbesondere wertvoll als Entsorgungsverfahren
innerhalb der in der chemischen Industrie angewandten Verbundproduktionstechnik, da
neben den genannten Chlorierungsrückständen gleichzeitig auch die bei der Herstellung
von Vinylchlorid anfallenden Teere entsorgt werden können.
[0023] Die Erfindung wird nun anhand von Beispielen und Vergleichsbeispielen näher erläutert:
Beispiel 1
[0024] In einem Hochtemperaturchlorierungsprozeß zur Herstellung von Perchlorethylen fielen
stündlich 125 kg Rückstände der folgenden Zusammensetzung an:.
2,0 Gew.-% Perchlorethylen
4,7 Gew.-% Hexachlorethan
23,9 Gew.-% Hexachlorbutadien
69,4 Gew.-% Hexachlorbenzol
[0025] Diese Chlorierungsrückstände fielen unter Betriebsbedingungen im Rückstandskonzentrierer
bei 270°C und 0,26 MPa abs. Druck in schmelzförmigem Zustand an. Sie enthielten 22,7
Gew.-% Kohlenstoff und 77,3 Gew.-% Chlor. Alle 8 Stunden wurden 1000 kg dieser Rückstände
in einen ca. 4 m
3 fassenden Transportwagen entleert, der mit 0,6 MPa-Dampf beheizt und mit einem Preßluft
angetriebenen Propellerrührer ausgerüstet war. Alle produktberührten Teile waren aus
Edelstahl gefertigt.
[0026] Während des 20 Minuten andauernden Abfüllvorganges strömten die schmelzflüssigen
Rückstände über ein Rohr mit einem Durchsatz von 3000 kg/Stunde in diesen Wagen. Die
Chlorierungsrückstände wurden dabei im Abfüllrohr mit 3600 kg einer flüssigen, aus
einer Vinylchlorid-Produktion stammenden teerartigen Zusammensetzung, die folgende
analytische Daten aufwies:
28,58 Gew:-% Kohlenstoff
3,67 Gew.-% Wasserstoff
67,64 Gew.-% Chlor
0,11 Gew.-% Sauerstoff und
250 kg eines Kohlenwasserstoffs der Siedefraktion 180 bis 220° C mit einem Atomverhältnis
Kohlenstoff: Wasserstoff = 1 : 1,95 versetzt. Die beiden letztgenannten Zusätze wiesen
die Temperatur der umgebenden Atmosphäre auf, während die Gesamtzubereitung auf einer
Temperatur von 150°C gehalten wurde. Am Ende des Abfüllvorganges befanden sich im
Wagen 2233 kg eines Gesamtgemisches, dessen Anteil an Chlorierungsrückständen 43,8
Gew.-% betrug. Das Gewichtsverhältnis von Wasserstoff : Chlor betrug 0,035 : 1. Der
Druck über dem Gemisch lag anfänglich bei etwa 1 050 MPa und stieg bis zur Beendigung
des Abfüllvorganges auf ca. 0,22 MPa absolut an. Es wurde eine Lösung erhalten, wobei
der Lösevorgang sich zeitlich im gleichen Rahmen abspielte, wie das Zusammenfließenlassen
der Komponenten.
[0027] Die derart aufbereiteten Chlorierungsrückstände konnten anschließend, gut dosierbar,
einer Verbrennungsanlage aufgegeben werden.
Beispiel 2
[0028] Es wurde die Arbeitsweise gemäß Beispiel 1 wiederholt, mit den folgenden Abänderungen:
Die Beheizung des Transportwagens wurde mit 0,22 MPa abs. Dampf betrieben. Zu 1000
kg Chlorierungsrückständen der gemäß Beispiel 1 beschriebenen Zusammensetzung wurden
mit einem Durchsatz von 3000 kg/Stunde 9000 kg eines flüssigen, aus einer Vinylchlorid-Produktion
stammenden, teerartigen Gemisches der folgenden Zusammensetzung:
24,49 Gew.-% Kohlenstoff
2,86 Gew.-% Wasserstoff
72,45 Gew.-% Chlor
0,20 Gew.-% Sauerstoff
gegeben. Nach ca. 20 Minuten wurde eine Lösung erhalten, deren Anteil an Chlorierungsrückständen
25 Gew.-% betrug. Die Temperatur der Zubereitung wurde auf 121°C gehalten. Das Gewichtsverhältnis
von Wasserstoff: Chlor in der Zubereitung betrug 0,029 : 1. Der Druck über der Zubereitung
stieg von anfänglich 1 bar absolut auf 0,3 MPa absolut an.
[0029] Es wurde eine gut dosierbare Zubereitung erhalten, die einer Verbrennungsanlage aufgegeben
wurde.
Vergleichsbeispiel 1
[0030] In einem Bombenrohr aus Glas wurden 10 g Chlorierungsrückstand der gemäß Beispiel
1 beschriebenen Zusammensetzung und 10 g Kohlenwasserstoff, dessen Atomverhältnis
Kohlenstoff : Wasserstoff 1 : 1,33 betrug, eingefüllt. Nach dem Abschmelzen wurde
auf eine Temperatur von 200°C erhitzt. Es trat keine Auflösung des Gemisches ein.
Beispiel 3
[0031] In ein gläsernes Bombenrohr (analog Vergleichsbeispiel 1) wurden 10 g - Chlorierungsrückstände
der gemäß Beispiel 1 beschriebenen Zusammensetzung und 40 g des gemäß Beispiel 1 beschriebenen
teerartigen, aus einer Vinylchlorid-Produktion stammenden Gemisches gefüllt. Nach
Abschmelzen des Bombenrohres wurde auf einen Temperatur von 110°C erhitzt. Es trat
einen völlige Auflösung der Chlorierungsrückstände ein.
1. Verfahren zur Aufbereitung von Chlorierungsrückständen der Summenformel C5-6Cl5.8-6.0 dadurch gekennzeichnet, daß diese Chlorierungsrückstände bei Temperaturen von 100
bis 180°C in Lösung gebracht werden in Chlor und Sauerstoff enthaltenden Kohlenwasserstoffen,
die ein Gewichtsverhältnis von Wasserstoff: Chlor 0,028 bis 0,06 : 1, ein Gewichtsverhältnis
von Sauerstoff : Kohlenstoff von 0,0038 bis 0,0089 : 1 und ein Atomverhältnis von
Kohlenstoff : Wasserstoff von 1 : 1,1 bis 1,9 aufweisen und/oder in Kohlenwasserstoffen,
die im Bereich von 160 bis 380°C bei 0,1 MPa absolut sieden und ein Atomverhältnis
von Kohlenstoff : Wasserstoff von 1 : 1,85 bis 2,0 aufweisen, wobei die Mengenverhältnisse
so gewählt werden, daß eine flüssige Zubereitung erhalten wird, die ein Gewichtsverhältnis
von Wasserstoff : Chlor von 0,028 bis 0,05 : 1 aufweist. 2. Verfahren nach Anspruch
1, dadurch gekennzeichnet, daß der Anteil an Chlorierungsrückständen in der Zubereitung
20 bis 50 Gew.-% beträgt.
3. Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche 1 und 2 dadurch gekennzeichnet, daß
das Gewichtsverhältnis von Wasserstoff : Chlor in der Zubereitung 0,028 bis 0,04 :
1 beträgt.
4. Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche 1,2 und 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die Temperatur bei der Aufbereitung so eingestellt wird daß sie der Beziehung

genügt, wobei t die Temperatur in °C und x der Anteil an Chlorierungsrüchständen,
ausgedrückt in Gewichtsprozent, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zubereitung, ist.
1. Procédé pour le traitement de résidus de chloration de formule brute C5-6Cl5,8-6.0, caractérisé en ce que ces résidus de chloration sont mis en solution, à des températures
de 100 à 180°C, dans des hydrocarbures contenant du chlore et de l'oxygène et présentant
un rapport pondéral hydrogène:chlore de 0,028 à 0,06:1, un rapport pondéral oxygène:carbone
de 0,0038 à O.OOB9:1 et un rapport atomique carbone:hydrogène de 1:1,1 à 1,9, et/ou
dans des hydrocarbures présentant un intervalle d'ébullition de 160 à 380°C sous une
pression absolue de 0,1 MPa, avec un rapport atomique carbone:hydrogène de 1:1,85
à 2,0, les proportions quantitatives étant choisies de façon à obtenir une préparation
liquide présentant un rapport pondéral hydrogène: chlore de 0,028 à 0,05:1.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce gue le pourcentage de résidus
de chloration dans la préparation est de 20 à 50 % en poids.
. Procédé selon au moins l'une des revendications 1 et 2, caractérisé en ce que le
rapport pondéral hydrogène: chlore dans la préparation est de 0,028 à 0,04:1.
4. Procédé selon au moins l'une des revendications 1, 2 et 3, caractérisé en ce qu'on
ajuste la température, lors du traitement, de façon à satisfaire à la relation

dans laquelle t est la température en °C et x est le pourcentage de résidus de chloration,
exprimé en pourcent-poids, par rapport au poids total de la préparation.