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EP 0 116 106 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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26.11.1986 Patentblatt 1986/48 |
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Anmeldetag: 11.03.1983 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)4: A47C 23/06 |
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Lattenrost mit Gurt
Slat-type mattress with webbing
Sommier à lattes avec sangle
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE FR IT LI NL |
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Priorität: |
12.02.1983 DE 8304026 U
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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22.08.1984 Patentblatt 1984/34 |
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Anmelder: Metalegno Stabilimento |
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Vaduz (LI) |
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Erfinder: |
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- Neubauer, Willi
D-7240 Horb 1 (DE)
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Vertreter: Ott, Elmar, Dipl.-Ing. |
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Kappelstrasse 8 72160 Horb 1 72160 Horb 1 (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen Lattenrost mit Gurt gemäß der Gattung des Hauptanspruchs.
[0002] Die für Liegemöbel verwendeten Lattenroste haben jeweils mehrere über die Länge des
Lattenrostes verteilte Federleisten. Der Härtegrad bzw. die Federkraft der einzelnen
Federleisten ergibt sich aus der Beschaffenheit der Federleisten. Zur Erhöhung des
Härtegrades ist es bekannt, einen Gurt zu verwenden, der in Längsrichtung des Lattenrostes
unter den Federleisten hindurchgeführt wird. Um eine bessere Lastverteilung auf den
Gurt zu erreichen, können am Gurt einzelne Laschen vorgesehen sein, in die die quer
verlaufenden Federleisten eingeschoben werden. Diese bekannten Gurte haben jedoch
den Nachteil, daß ihre Laschen jeweils an die Abstände und die Breite der Federleisten
angepaßt sein müssen. Außerdem wird durch die Laschen die Drehbeweglichkeit von drehbar
gelagerten Federleisten behindert, da die eingeschobenen Federleisten verhaltnismäßig
eng von den Laschen umschlungen werden. Ein nachträgliches Spannen ist bei diesen
bekannten Gurten nicht möglich, da sich durch das Spannen die Position der Laschen
gegenüber den eingeschobenen Federleisten verschieben würde.
[0003] Aus der DE-B-2 756 477 ist ein derartiger Lattenrost mit Gurt bekannt, bei dem die
Stützlatten in am Gurt ausgebildete Laschen hindurchgeschoben sind. Da die Abstände
der Laschen fest vorgegeben sind, ist ein nachträgliches Spannen bei diesem bekannten
Gurt unmöglich. Die Drehbeweglichkeit der als stützlatten bezeichneten Federleisten
wird durch die Laschen stark begrenzt.
[0004] Aus der DE-C-229 282 ist ein Polsterrahmen für Sitz- und Liegemöbel bekannt, bei
dem im Abstand voneinander drei unabhängige Gurte vorgesehen sind, die an den Federleisten
jeweils nur einseitig anliegen. Die gesamte Anordnung von Federleisten und Gurten
ist wie ein Geflecht ausgebildet, bei dem die Gurte für ein nachträgliches Spannen
zur Einstellung des Härtegrades nicht geeignet sind. Jeder der verwendeten Gurte ist
an seinen Enden am Rahmen des Liegemöbels befestigt.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Lattenrost zu schaffen, bei dem mittels
eines Gurtes eine individuelle Einstellung des Härtegrades auch bei unterschiedlichen
Abständen der Federleisten möglich ist.
[0006] Die Lösung dieser Aufgabe wird durch die im Hauptanspruch angegebenen Merkmale erhalten.
Der Gurt kann dabei mehr oder weniger straff gespannt sein, wodurch eine individuelle
Einstellung des Härtegrades erreicht wird. Durch die Verwendung eines an sich bekannten
Schnellspannverschlusses kann die gewünschte Spannung auf einfach Weise eingestellt
werden. Grundsätzlich besteht jedoch auch die Möglichkeit, den Gurt in gespannten
Zustand an seinen Enden zu verknoten.
[0007] Die bevorzugte Ausführungsform sieht vor, daß der Gurt abwechselnd von einen Ende
das Lattenrostes ausgehend über und unter den Federleisten liegt, daß er vom anderen
Ende das Lattenrostes entsprechend zurückgeführt wird, so daß der Gurt an jeder Federleiste
oben und unten anliegt. Es wird somit jede Federleiste vom Gurt umschlungen und je
nach Vorspannung des Gurtes mehr oder weniger vom Gurt unterstützt.
[0008] Der Gurt kann aus einem etwa 4 cm breiten, reißfesten Textilband aus Kunst- oder
Naturfasern bestehen. Als gut geeignetes Material hat sich Hanf bzw. Sisal erwiesen.
[0009] Wird für den Gurt kein spezieller Spannverschluß verwendet, so kann gemäß einer Weiterbildung
der Erfindung vorgesehen sein, daß an einem Ende des Gurtes eine Schlaufe ausgebildet
ist, durch die das andere Ende des Gurtes hindurchgeführt, gespannt und verknotet
wird. Die vorhandene Schlaufe erleichtert das Spannen und gleichzeitige Verknoten
des Gurtes.
[0010] Die Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
Figur 1 die Draufsicht auf einen erfindungsgemäßen Lattenrost mit Gurt,
Fig. 2 einen Schnitt entlang der in Fig. 1 angegebenen Schmittebene AB und
Fig. 3 zwei drehbare Federleisten mit Gurt
[0011] Der in Fig. 1 dargestellte Lattenrost 1 besitzt mehrere quer verlaufende Federleisten
2, die mit ihren Enden am Rahmen 3 des Lattenrostes 1 gelagert sind. Die Federleisten
2 können dabei so gelagert sein, daß sie um ihre Längsachse geringfügig drehbar sind.
Dadurch können sich die Federleisten beim Gebrauch besser an die unterschiedliche
Durchbiegung anpassen.
[0012] Um eine bessere Lastverteilung auf die verschiedenen Federleisten 2 zu erhalten,
besitzt der Lattenrost 1 in der Mitte einen in Längsrichtung verlaufenden Gurt 4.
Dieser umschlingt die Federleisten 2 wechselseitig, so daß sie zwischen dem Gurt 4
gehalten werden. Zu diesem Zweck wird der Gurt 4 vom einen Ende 5 des Lattenrostes
1 um die einzelnen Federleisten 2 bis zum anderen Ende 6 und von dort wieder zurück
zum Ausgangspunkt geführt. Die beiden Enden des Gurtes 4 werden mittels eines Schnellspannverschlusses
7 fest miteinander verbunden. Je straffer der Gurt 4 um die Federleisten 2 herumgeführt
wird, desto höher ist der Härtegrad des Lattenrostes 1.
[0013] Fig. 2 zeigt den Längsschnitt entlang der Schnittebene AB. Die hier verwendeten Bezugszeichen
haben dieselbe Bedeutung wie die Bezugszeichen von Fig. 1.
[0014] Die in Fig. 3 dargestellten Federleisten 2 sind jeweils auf einem hier nur schematisch
dargestellten Lager 8 drehbar gelagert und können entsprechend der Pfeilrichtung 9
um ihre Längsachse gedreht werden. Eine solche Drehung kann durch eine einseitige
Belastung bewirkt werden, bzw. wenn seitlich jeweils eine Kraft K auf die Federleisten
2 wirkt. Durch die wechselseitige Anordnung des Gurtes 4 wird die freie Drehbarkeit
der Federleisten 2 nur unwesentlich beeinträchtigt.
[0015] Der Gurt 4 ist vorzugsweise aus Hanf bzw. aus Sisal gefertigt, da dieses Material
dem Gurt 4 die gewünschte Elastizität verleiht. Außerdem läßt sich ein aus Hanf gefertigter
Gurt ohne die Gefahr einer selbsttätigen Lockerung mittels handelsüblicher Spannverschlüsse
sicher spannen. Derartige Spannverschlüsse werden beispielsweise bei Gürteln oder
Hosenträgern verwendet.1
[0016] Anstelle eines derartigen Spannverschlusses, kann an einem Ende des Gurtes 4 eine
Schlaufe ausgebildet sein, durch die das andere Ende des Gurtes 4 hindurchgeführt
wird. Das andere Ende kann dann in dem Maße angezogen und verknotet werden, daß der
Gurt 4 die gewünschte Spannung aufweist. Durch das Verknoten wird ein Schlupf sicher
vermieden.
[0017] Es wird noch angemerkt, daß der Gurt 4 auch bei einem Lattenrost mit verstellbarem
Fuß-und/oder Kopfteil verwendet werden kann.
1. Lattenrost mit Gurt (4) zur Erhöhung des Härtegrades der Federleisten (2), bei
dem ein aus einem Band bestehender Gurt (4) die Federleisten (2) vorzugsweise in der
Mitte umschlingt, dadurch gekennzeichnet, daß das Band ein Textilband ist, das die
Federleisten (2) wechselseitig umschlingt, und daß die Enden des Gurtes (4) unter
Vorspannung miteinander verbunden sind.
2. Lattenrost nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Enden des Gurtes (4)
über einen Spannverschluß (7) miteinander verbunden sind.
3. Lattenrost nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Gurt
(4) abwechselnd vom einen Ende (5) des Lattenrostes (1) ausgehend über und unter den
Federleisten (2) liegt, daß er vom anderen Ende (6) des Lattenrostes (1) entsprechend
zurückgeführt wird, so daß der Gurt (4) an jeder Federleiste (2) oben und unten anliegt.
4. Lattenrost nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
der Gurt (4) aus einem etwa 4 cm breiten, reißfesten Textilband aus Kunst- oder Naturfasern
besteht.
5. Lattenrost nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Gurt (4) aus Hanf bzw.
Sisal gefertigt ist.
6. Lattenrost nach einem der vorhergehenden Ansprüche, d adurch gekennzeichnet, daß
an einem Ende des Gurtes (4) eine Schlaufe ausgebildet ist, durch die das andere Ende
des Gurtes (4) hindurchgeführt, gespannt und verknotet wird.
7. Slatted grid with a belt (4) for increasing the degree of hardness of spring strips
(2), in which a belt (4) comprising a band is wound round the spring strips (2), preferably
in the centre thereof, characterized in that the band is a textile band, which is
alternately wound round the spring strips (2), and that the ends of the belt (4) are
interconnected under pretension.
2. Slatted grid according to claim 1, characterized in that the ends of the belt (4)
are interconnected by means of a buckle (7).
3. Slatted grid according to one of the claims 1 or 2, characterized in that, emanating
from one end (5) of the slatted grid (4), the belt (4) alternately passes over and
under the spring strips (2) and that it is correspondingly supplied from the other
end (6) of the slatted grid, so that the belt (4) engages on the top and bottom of
each spring strip (2).
4. Slatted grid according to one of the preceding claims, characterized in that the
belt (4) comprises an approximately 4 cm wide, tear- resistant textile band made from
synthetic or natural fibres.
5. Slatted grid according to claim 4, characterized in that the belt (4) is made from
hemp or sisal.
6. Slatted grid according to one of the preceding claims, characterized in that a
loop is formed at one end of belt (4) and through it is passed the other end of belt
(4) and is tensioned and knotted.
1. Sommier latté avec sangle (4) pour l'augmentation du degré de dureté des baguettes
élastiques (2), à savoir un sommier sur lequel une sangle (4) constituée par une lanière
entoure les baguettes élastiques (2) de préférence au milieu, ledit sommier latté
étant caractérisé par le fait que la lanière est une lanière en fibres textiles, que
les baguettes élastiques (2) sont entourées alternativement par la sangle en question
et que les extrémités de la sangle (4) sont reliées les unes aux autres en faisant
l'objet d'une prétension.
2. Sommier latté répondant à la revendication 1 et caractérisé par le fait que les
extrémités de la sangle (4) sont reliées ensemble par l'intermédiaire d'une fermeture
à tension rapide (7).
3. Sommier latté répondant à l'une des revendications 1 ou 2, ledit sommier étant
caractérisé par le fait que la sangle (4), en partant de l'une des extrémités (5)
du sommier latté (1), passe alternativement par-dessus et par-dessous les baguettes
élastiques (2) et qu'elle est ramenée en conséquence depuis l'autre extrémité (6)
du sommier latté (1 de manière que la sangle (4) s'appuie en haut et en bas à chacune
des baguettes élastiques (2).
4. Sommier latté répondant à l'une des revendications précitées, ledit sommier étant
caractérisé par le fait que la sangle (4) est constituée par un ruban textile résistant
à la rupture de 4 cm environ de largeur comportant des fibres artificielles ou naturelles.
5. Sommier latté répondant à la revendication 4, ledit sommier latté étant caractérisé
par le fait que la sangle (4) est exécutée en chanvre ou en sisal.
6. Sommier latté répondant à l'une des revendications mentionnées dans ce qui précède,
ledit sommier étant caractérisé par le fait qu'à l'une des extrémités de la sangle
(4) est formée une boucle à travers laquelle l'autre extrémité de la sangle (4) est
passée, tendue et pourvue de noeuds.
