[0001] Im gewerblichen und Krankenhaussektor haben sog. Alleinwaschmittel einen hohen Anteil
am Gesamtwaschmittelverbrauch. Alleinwaschmittel enthalten bis auf Bleichmittel alle
für einen optimalen Waschprozeß notwendigen Bestandteile, nämlich Tenside, Soda, Silikate,
Triphosphate, sowie Vergrauungsinhibitoren, optische Aufheller und anderes mehr. Das
bei dieser Aufzählung fehlende Bleichmittel (Perborat oder Chlorbleichlauge) wird
in der Praxis im Bedarfsfalle getrennt in den Waschprozeß eingeschleust. Alleinwaschmittel
werden je nach Betriebsgröße und Waschmaschinentyp entweder als Pulver über eine Dosiervorrichtung
direkt in den Waschprozeß eingespült oder zunächst als sog. Stammlaugen angesetzt
und dem Waschprozeß dann als Lösung zugeführt. Die Herstellung von Stammlaugen ist
heute in solchen Großbetrieben üblich, wo in Waschstraßen gewaschen wird und eine
automatische Dosierung praktisch unentbehrlich ist. Das Arbeiten mit Stammlaugen rationalisiert
den Waschprozeß erheblich, setzt aber auch beträchtliche Investitionen voraus, die
aus Kosten- und Platzgründen nicht jeder Betrieb aufwenden kann.
[0002] Unter Stammlaugen versteht man wäßrige Lösungen des Waschmittelpulvers in einer Konzentration
von üblicherweise 5 - 15 Gew.-%, meist etwa 10 Gew.-%. Sie werden in Stammlaugenbehältern
angesetzt, die in der Regel so dimensioniert sind, daß sie einen oder zwei Tagesbedarfsmenger
an Stammlauge aufnehmen können. Üblich sind dabei Fassungsvermögen von 0,5 - 2 m
3. Zu einer vorbildlichen Stammlaugenanlage gehören ein Rührer, eine indirekte Beheizung
mit Dampf sowie eine Pumpe, die die fertige Stammlauge zur Waschmaschine befördert.
Die Herstellung einer 10%igen Stammlauge wird im allgemeinen wie folgt vorgenommen:
1. In einen 1 m3 Flüssigkeit fassenden Kessel werden etwa 200 Liter enthärtetes Wasser eingeleitet.
2. Rührer und Heizung werden eingestellt; der Heizungsthermostat wird auf etwa 40
°C eingestellt.
3. Unter weiterem Wasserzulauf und Rühren werden zügig 100 kg Alleinwaschmittel (z.
B. 4 Säcke ä 25 kg) in den Kessel geschüttet.
4. Der Wasserzulauf wird gestoppt, sobald die 1000 Liter-Markierung erreicht ist.
5. Es wird noch etwa 20 Minuten lang gerührt, wobei die Temperatur der Lösung auf
bis zu 60 °C gesteigert werden kann. Dann ist die Stammlauge gebrauchsfertig und kann
mit Hilfe einer Dosierpumpe in den Waschprozeß eingespeist werden.
[0003] Die jeweilige Abforderung der Stammlauge erfolgt über das automatisch gesteuerte
Waschprogramm. Das einwandfreie Funktionieren einer solchen Stammlaugenanlage setzt
u. a. voraus, daß die Waschmittelinhaltsstoffe entweder vollständig in der Lauge gelöst
sind oder zumindest feinverteilt im Schwebezustand gehalten werden. Sowohl das Absetzen
als auch das Aufrahmen wasserunlöslicher Bestandteile stellen eine Gefahr für die
automatische Dosierung dar, weil ein dadurch verursachtes Verstopfen des Leitungssystems
der Anlage erhebliche Störungen im gesamten Waschprozeß hervorrufen kann.
[0004] Im allgemeinen werden noch solche Waschmittel als stammlaugenfähig bezeichnet, die
geringe Mengen wasserunlösliches, sehr feinteiliges Magnesiumsilikat enthalten. Offensichtlich
stören solche kleinen Mengen noch nicht,denn darauf zurückzuführende Störungen sind
bisher Ausnahmen geblieben und die eingesetzten pulverförmigen Waschmittel ließen
sich problemlos verwenden.
[0005] Nun wird bekanntlich der Phosphatgehalt von Waschmitteln allgemein von der Fachwelt
und der Öffenlichkeit in zunehmenden Maße für die Gewässereutrophierung verantwortlich
gemacht und deshalb als ein Nachteil angesehen. Man hat daher eine Reihe von Substanzen
als Ersatz für die bisher üblichen Waschmittelphosphate vorgeschlagen. Am besten bewährt
und durchgesetzt haben sich offensichtlich Natriumaluminiumsilikate in Form der synthetisch
hergestellten Zeolithe vom Typ NaA und NaX, wie sie beispielsweise in den US-amerikanischen
Patentschriften 2 882 243 und 2 882 244 beschrieben sind.
[0006] Pulverförmige Waschmittel mit derartigen Phosphataustauschstoffen wurden zum ersten
Male 1974 bekannt und in der deutschen Offenlegungsschrift 24 12 837 beschrieben.
Wegen der zunehmenden Bedeutung der Zeolithe stellte sich die Aufgabe, diese auch
in stammlaugenfähige Waschmittel einzuführen. Ihr Einsatz in stammlaugenfähigen Alleinwaschmitteln
erscheint aber wegen ihrer Sedimentationsneigung nach dem heutigen Stand der Technik
nur dann möglich, wenn folgende Voraussetzungen gegeben sind:
1. Ständiges Rühren der Stammlauge,
2 spezielle Pumpen (z. B. Hubkolbpumpen) zur Förderung der Stammlauge,
3. spezielle Konstruktion des Leitungssystems zwischen Stammlaugenbehälter und Waschmaschine,
so daß ein Absetzen der unlöslichen Gerüstsubstanzpartikeln verhindert wird.
[0007] Diese Voraussetzungen sind jedoch nur in den wenigsten Betrieben gegeben, so daß
die Entwicklung eines stärker natriumaluminiumsilikathaltigen Alleinwaschmittels für
den Einsatz in Stammlaugen bis her nicht in Angriff genommen wurde.
[0008] Aus der DE-OS 30 06 333 sind Waschmittelaufschlämmungen bekannt, die auch bis zu
30 Gew.-% Natriumaluminiumsilikat enthalten können. Als Verdickungsmittel enthalten
diese stabilisierten Suspensionen eine Kombination aus einem wasserdispergierbaren,
vernetzten Mischpolymerisat aus einer Acrylsäure und einem Polyester eines Polyols
einerseits und Natriumpolyacrylat andererseits. Diese Waschmittelaufschlämmungen werden
durch sorgfältiges Einrühren der einzelnen Bestandteile in bestimmter Reihenfolge
in das vorgelegte Wasser erhalten. Bei diesen Produkten handelt es sich um relativ
wasserarme, dickflüssige Suspensionen; ihre komplizierte Herstellung macht sie aber
auch schon deswegen für den Einsatz in Großwäschereien uninteressant, weil der Fachmann
gewohnt ist, die Stammlauge aus einem Vorratswaschmittel in Pulverform durch Einrühren
in Wasser und nicht durch Verdünnen einer Suspension herzustellen.
[0009] Lagerstabile und pumpbare wäßrige Suspensionen von Natriumaluminiumsilikaten, die
durch Zusatz eines Dispergiermittels stabilisiert sind, werden in zahlreichen Veröffentlichungen,
beispielsweise in der deutschen Offenlegungsschrift 25 27 388, beschrieben. Diese
stabilen Suspensionen sind möglichst hochkonzentriert an Natriumaluminiumsilikat;
sie werden für die großtechnische Herstellung von Natriumaluminiumsilikat-haltigen
Waschmittelpulvern eingesetzt und dabei dem getrockneten Natriumaluminiumsilikat-Pulver
vorgezogen.
[0010] Aus diesem Stand der Technik konnte der Fachmann zur Lösung des hier vorgegebenen
Problems keine brauchbaren Anregungen entnehmen: Bei einer Stammlauge handelt es sich
um die verdünnte wäßrige Lösung oder Suspension eines Waschmittels, so daß die bekannten
Lehren zur Herstellung von konzentrierten Suspensionen nicht ohne weiteres auch auf
die Herstellung von verdünnten Suspensionen anwendbar sind. Tatsächlich hat sich auch
keiner der für konzentrierte Natriumaluminiumsilikat-Suspensionen beschriebenen Stabilisatoren
für die Stabilisierung einer Natriumaluminiumsilikat-haltigen Stammlauge geeignet.
[0011] Es war daher völlig überraschend, daß sich Xanthangummi als ein Dispersionsmittel
erwies, das als Zusatz in Mengen von 0,5 bis 2,5 Gew.-% zu pulverförmigen, Vollwaschmitteln
mit einem Gehalt an 10 bis zu 40 Gew.-% wasserunlöslichem Alkalialuminiumsilikat zu
Alleinwaschmitteln führte, die sich als solche handeln und vertreiben lassen und sich
wie die bisher bekannten Mittel auf Tripolyphosphatbasis ohne Probleme in Stammlaugenanlagen
einsetzen und zu etwa 10%igen Laugen verwandeln lassen.
[0012] Die vorliegende Erfindung betrifft daher pulverförmige, stammlaugenfähige, alkalisch
reagierende Wasch-und Reinigungsmittel mit einem Gehalt an synthetischen Tensiden,
Alkalialuminiumsilikaten und vorzugsweise weiteren Bestandteilen aus der Gruppe der
Alkalicarbonate, Alkalisilikate, Alkalisulfate, wasserlöslichen organischen oder anorganischen
Komplexierungsmittel, optischen Aufheller und kleineren Mengen sonstiger üblicher
Zusätze, die dadurch gekennzeichnet sind, daß sie a) 10 bis 40, vorzugsweise 15 bis
25 Gew.-% feinteilige Zeolithe vom Typ NaA oder NaX bzw. deren Gemische und b) 0,5
bis 2,5, vorzugsweise 1,0 bis 2,0 Gew.-% Xanthangummi enthalten, wobei das Gew.-verhältnis
von a: b 5: 1 bis 25: 1, vorzugsweise 10: 1 bis 20: 1 beträgt, und die sich durch
Vermischen mit Wasser zu etwa 10 Gew.-%igen stabilen Suspensionen umwandeln lassen.
[0013] Die Zusammensetzung der erfindungsgemäßen pulverförmigen Präparate liegt vorzugsweise
im Bereich der folgenden Rezeptur:
2 bis 40, insbesondere 5 - 15 Gew.-% einer Tensidkomponente aus anionischen und/oder
nichtionischen Tensiden,
10 - 40, insbesondere 15 - 25 Gew.-% Zeolithe vom Typ NaA oder NaX bzw. deren Gemische,
0,5 - 2,5, insbesondere 0,5 - 2,0 Gew.-% Xanthangummi, wobei das Gew.-Verhältnis von
Aluminiumsilikat zu Xanthangummi 5: bis 25: 1, vorzugsweise 10:1 bis 20:1 beträgt,
0 - 60, insbesondere 0,5 - 50 Gew.-% wasserlösliche organische oder anorganische Komplexierungsmittel,
Alkalicarbonate, Alkalisilikate, Alkalisulfate sowie sonstige übliche Bestandteile
pulverförmiger Wasch- und Reinigungsmittel, Rest bis 100 Gew.-%, höchstens jedoch
20 Gew.-%, freies Wasser.
[0014] Die Erfindung betrifft weiterhin die Verwendung von b) 0,5 bis 2,5 Gew.-% Xanthangummi,
bezogen auf das Gesamtgewicht des trockenen Wasch- und Reinigungsmittelpulvers mit
einem Gehalt an a) 10 bis 40 Gew.-% Zeolithe vom Typ NaA oder NaX bzw. deren Gemischen,
ebenfalls bezogen auf das trockene Pulver, als Dispersionsmittelzusatz zur Herstellung
von 10 Gew.-%igen wäßrigen stabilen Stammlaugensuspensionen, wobei das Verhältnis
von a: b 5: 1 bis 25 : 1 beträgt.
[0015] Unter "Xanthangummi" wird hier in Anlehnung an Römpps Chemie-Lexikon, 7. Auflage
(1973), Seiten 1355 und 1356 ein Produkt verstanden, das unter der angelsächsischen
Bezeichnung "Xanthan Gum" bekannt ist. Xanthangummi ist ein hochmolekulares Polysaccharid,
d. h. ein exozellulares Heteropolysaccharid, das von verschiedenen Xanthomonasarten,
z. B. Xanthomonas campestris, produziert wird. Es sind hydrophile Kolloide. Zahlreiche
Veröffentlichungen befassen sich mit ihrer Herstellung durch die aerobe Vermehrung
und Züchtung von Bakterien der Gattung Xanthomonas in wäßrigen Nährmedien. Die grundlegenden
Arbeiten sind in der US-PS 3.000.790 beschrieben. Abwandlungen des Fermentationsverfahrens
sind beispielsweise in den US-PSS 3.020.206, 3.391.060, 3.427.226, 3.433.708, 3.271.267,
3.251.749, 3.281.329, 3.455.786, 3.565.763, 3.594.280, 3 391.061 und 4.119.546 sowie
in den DE-OSS 29 47 740 und 31 05 556 beschrieben.
[0016] Die von Xanthomonas campestris produzierten hydrophilen Kolloide sind Polysaccharide,
die Mannose, Glucose, Glucuronsäure, 0-Acetyl-Reste und acetyl-verknüpfte Brenztraubensäure
enthalten. Sie entstehen als exozelluläres Reaktionsprodukt der genannten Bakterienarten
bei deren aeroben Züchtung in wäßrigen Nährlösungen, die neben den üblichen wachstumsfördernden
Komponenten insbesondere wasserlösliche Kohlenhydratverbindungen als Kohlenstoffquelle
enthalten. In der Praxis wird insbesondere Glucose als Quelle assimilierbaren Kohlenstoffs
eingesetzt.
[0017] Derartige Produkte sind handelsüblich und werden beispielsweise von der Firma Kelco
Comp. Oklahoma/USA unter dem Namen KELZAN
* vertrieben. Dafür wird folgende Formel angegeben:

[0018] Als synthetische Tenside kommen etwa anionische Tenside vom Sulfonattyp wie Alkylbenzolsulfonate
(C
8-15-Alkyl), Olefinsulfonate, d. h. Gemische aus Alken- und Hydroxyalkansulfonaten sowie
Disulfonaten, wie man sie beispielsweise aus C
12-C
18- Monoolefinen mit end- oder innenständiger Doppelbindung durch Sulfonieren mit gasförmigem
Schwefeltrioxid und anschliegende alkalische oder saure Hydrolyse der Sulfonierungsprodukte
erhält, in Betracht. Geeignet sind auch die Alkansulfonate, die aus C
12-C
18 -Alkanen durch Sulfochlorierung oder Sulfoxydation und anschließende Hydrolyse bzw.
Neutralisation bzw. durch Bisulfitaddition an Olefine erhältlich sind, sowie die Ester
der a-Sulfofettsäuren, z. B. die a-Sulfonsäuren aus Methyl- oder Ethylestern der hydrierten
Kokos-, Palmkern- oder Talgfettsäuren.
[0019] Geeignete anionische Tenside vom Sulfattyp sind die Schwefelsäuremonoester primärer
aliphatischer C
10-C
2o-AI kohole (z. B. aus Kokosfettalkoholen, Talgfettalkoholen oder Oleylalkohol) und
diejenigen sekundärer aliphatischer C
10-C
20 -Alkohole. Weiterhin eignen sich sulfatierte Fettsäurealkanolamide, Fettsäuremonoglyceride
mit C
10 C2o-Fettsäuren und die Sulfate der mit 1 - 6 Mol Ethylenoxid-umgesetzten primären
oder sekundären aliphatischen C
10 -C
20 -Alkohole.
[0020] Diese Tenside mit anionischen Gruppen können in Form ihrer Natrium-, Kalium- und
Ammoniumsalz sowie als lösliche Salze organischer Basen, wie Mono-, Di- oder Triethanolamin
vorliegen.
[0021] Geeignete Tenside sind auch nichtionische Tenside, in erster Linie die bei Raumtemperatur
praktisch wasserlöslichen Anlagerungsprodukte von 7 - 20 Mol Ethylenoxid an 1 Mol
eines aliphatischen C
1O-C
20-Alkohols, bzw. eines Alkylphenols, Fettamine oder einer Fettsäure. Besonders wichtig
sind die Ethoxylierungsprodukte der aliphatischen Alkohole, insbesondere der Kokos-
oder Talgfettalkohole, des Oleylalkohols, der C
10-C
20-Oxoalkohole und der sekundären aliphatischen Alkohole mit im wesentlichen 12 - 18
C-Atomen. Neben diesen wasserlöslichen nichtionischen Tensiden sind aber auch die
entsprechenden nicht bzw. nicht vollständig wasserlöslichen Ethoxylierungsprodukte
mit 2 - 6 Ethylenglykoletherresten im Molekül von Interesse, wenn sie zusammen mit
den wasserlöslichen Ethoxylierungsprodukten eingesetzt werden. Geeignete nichtionische
Tenside sind auch die Fettsäurealkanolamide, wie z. B. die Verbindungen Kokos- oder
Talgfettsäureethanolamid und -diethanolamid, Ölsäurediethanolamid usw.
[0022] Zu den brauchbaren nichtionischen Tensiden gehören auch die oberflächenaktiven Aminoxide,
die sich meist von tertiären Aminen mit einer hydrophoben C
10-C
20-Alkylgruppe und zwei kürzeren, bis zu je 4 C-Atome enthaltenden Alkyl- und/oder Alkylolgruppen
ableiten. Typische Vertreter sind beispielsweise die Verbindungen N-Dodecyl-N,N-dimethylaminoxid,
N-Tetradecyl-N,N-dihydroxyethylaminoxid bzw. N-Hexadecyl-N,N-bis(2,3-dihydroxypropyl)-aminoxid..
[0023] Die wasserlöslichen organischen oder anorganischen Komplexierungsmittel für Calcium
finden sich unter den Polycarbonsäuren, Hydroxycarbonsäuren, Aminocarbonsäuren, Carhoxyalkylethern,
polyanionischen polymeren Carbonsäuren, Phosphonsäuren und den Polyphosphorsäuren,
wobei diese Verbindungen meist in Form ihrer wasserlöslichen Salze eingesetzt werden.
Spezifische Beispiele sind Citronensäure, Carboxymethyltartronsäure, Mellithsäure,
Polyacrylsäure, Poly-a-hydroxyacrylsäure, Carboxymethyläpfelsäure, Nitrilotriessigsäure,
1-Hydroxy-äthan-1,1-di-phosphonsäure und die Alkalipyrophoaphate, -tripolyphosphate
sowie die Alkalisalze höherer Polyphosphorsäuren und der Metaphosphorsäure.
[0024] Als sonstige übliche Bestandteile derartiger Mittel werden neben Komplexierungsmitteln
in erster Linie Alkalien wie Alkalisilikate, insbesondere Alkalimetasilikate und anorganische
Füllstoffe wie Natriumcarbonat oder Natriumsulfat eingesetzt, weiterhin können geringe
Mengen beispielsweise an Schmutzträgern enthalten sein, die den von der Faser abgelösten
Schmutz in der Flotte suspendieren und so das Vergrauen verhindern. Hierzu sind wasserlösliche
Kolloide meist organischer Natur geeignet, wie beispielsweise die wasserlöslichen
Salze polymerer Carbonsäuren, Leim, Gelatine, Salze von Ethercarbonsäuren oder Ethersulfonsäuren
der Stärke oder der Cellulose wie Carboxymethylcellulose oder Methylcellulose, insbesondere
deren Gemische oder Salze von sauren Schwefelsäureestern der Cellulose oder der Stärke.
Auch wass
brlösliche, saure Gruppen enthaltende Polyamide sind für diesen Zweck geeignet. Weiterhin
lassen sich lösliche Stärkepräparate und andere als die oben genannten Stärkeprodukte
verwenden, wie z. B. abgebaute Stärke, Aldehydstärken usw. Auch Polyvinylpyrrolidon
ist brauchbar.
[0025] Korrosionsinhibitoren, Schaumregulatoren, Duft- und Farbstoffe gehören ebenfalls
zu den sonstigen üblichen Bestandteilen der erfindungsgemäßen Mittel.
[0026] Die nachfolgenden Beispiele erläutern den Gegenstand der Erfindung ohne ihn einzuschränken.
Beispiele
[0027] Die Bestandteile der pulverförmigen Alleinwaschmittel wurden jeweils in einem Lödigemischer
gemischt. Xanthangummi und Duftstoffe wurden zuletzt untergemischt. Man kann aber
auch die wasser- und temperaturstabilen Bestandteile zu einem sogenannten Slurry verarbeiten
und als Gemisch versprühen Das erhaltene Pulver wird dann ebenfalls mit Xanthangummi
und Duftstoffen vermischt. Die nachfolgenden Tabellen zeigen neben der xanthangummifreien
Ausgangsrezeptur 15 Beispiele von Mitteln nach der vorliegenden Erfindung, die zu
stammlaugenfähigen pulverförmigen Alleinwaschmitteln führten.
[0028] Für die Versuche wurden praxisrelevant 50 g dieser Waschmittel in 500 ml enthärtetes
Wasser eingerührt und dabei zunächst auf 40°C, dann auf 60 °C erwärmt, obgleich für
diese Versuchsansätze ein stufenweises Erwärmen nicht nötig ist. Es wurde 30 Minuten
lang bei 60°C weitergerührt, wobei die Rührergeschwindigkeit 500 Umdrehungen pro Minute
betrug. Nach 1 Stunde, während der auch eine Abkühlung erfolgte, wurde die Stammlauge
subjektiv optisch in bezug Aufrahmung und Bodensatz beurteilt. Eine zweite Beurteilung
erfolgte nach 24 Stunden auf gleiche Weise.
[0029] In den Tabellen bedeutet "EO" Ethylenoxid und z. B. "8 EO" das Anlagerungsprodukt
von 8 Mol Ethylenoxid an die unmittelbar davorstehende Verbindung. Als Xanthangummi
wurde das Produkt Kelzan
® der Fa. Kelco Comp. verwendet.
[0030] Als Natriumaluminiumsilikat diente das Produkt SASIL
0 der Fa. Henkel KGaA, d. h. ein Zeolith vom Typ NaA, mit folgenden Kenndaten:
Zusammensetzung; 1,04 Na2C- 1 A12C3 - 2,05 Si02, Wassergehalt 21,2 %,
Struktur: NaA, hochkristallin, kubisch mit abgerundeten Ecken und Kanten;
Teilchengröße (Coulter Counter, Volumenverteilung); mittlerer Teilchengröße 4,8 µm;
100 % der Teilchen kleiner als 15 um;
Calciumbindevermögen bei 22°C: 170 mg CaO/g.
[0032] Vergleichsbeispiele zu Beispiel 5 mit (a) Natriumpolyacrylat (Pigmentverteiler N
der Fa. BASF) und (b) gereinigter Natriumcarboxymethylcellulose (Relatin 7000 P der
Fa. Henkel KGaA):

1. Pulverförmige, stammtaugenfähige, alkalisch reagierende Wasch- und Reinigungsmittel
mit einem Gehalt an synthetischen Tensiden, Alkalialuminiumsilikaten und vorzugsweise
weiteren Bestandteilen aus der Gruppe der Alkalicarbonate, Alkalisilikate, Alkalisulfate,
wasserlöslichen, organischen oder anorganischen Komplexierungsmittel, optischen Aufheller
und kleineren Mengen sonstiger üblicher Zusätze, die dadurch gekennzeichnet sind,
daß sie a) 10 bis 40 Gew.-% feinteilige Zeolithe vom Typ NaA oder NaX bzw. deren Gemische
und b) 0,5 bis 2,5 Gew.-% Xanthangummi enthalten, wobei das Gew.-Verhältnis von a:
b 5: 1 bis 25: 1 beträgt, und die sich durch Vermischen mit Wasser zu etwa 10 Gew.-%igen
stabilen Suspensionen umwandeln lassen.
2. Mittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie a) 15 bis 25 Gew.-% Zeolithe
enthalten.
3. Mittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie b) 1,0 bis 2,0 Gew.-% Xanthangummi
enhalten.
4. Mittel nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Gew.-Verhältnis
von a: b 10: 1 bis 20 : beträgt.
5. Verwendung von b) 0,5 bis 2,5 Gew.-% Xanthangummi, bezogen auf das Gesamtgewicht
des trockenen Wasch- und Reinigungsmittelpulvers mit einem Gehalt an a) 10 bis 40
Gew.-% Zeolithe vom Typ NaA oder NaX bzw. deren Gemischen, ebenfalls bezogen auf das
trockene Pulver, als Dispersionsmittelzusatz zur Herstellung von 10 Gew.-%igen wäßrigen
stabilen Stammlaugensuspensionen, wobei das Verhältnis von a: b 5: 1 bis 25: 1 beträgt.
1. Powder-form, alkaline-reacting detergents and cleaning preparations capable of
being made into stock liquors, containing synthetic surfactants, alkali aluminium
silicates and, preferably, other constituents from the group comprising alkali carbonates,
alkali silicates, alkali sulfates, water-soluble, organic or inorganic complexing
agents, optical brighteners and relatively small quantities of other standard additives,
characterized in that they contain a) from 10 to 40% by weight finely divided zeolites
of the NaA or NaX type or mixtures thereof and b) from 0.5 to 2.5% by weight xanthan
gum, the ratio by weight of a) to b) being from 5:1 to 25:1, and may be converted
by mixing with water into approximately 10% by weight stable suspensions.
2. Detergents and cleaning preparations as claimed in Claim 1, characterized in that
they contain a) from 15 to 25% by weight zeolites.
3. Detergents and cleaning preparations as claimed in Claim 1, characterized in that
they contain b) from 1.0 to 2.0% by weight xanthan gum.
4. Detergents and cleaning preparations as claimed in Claims 1 and 2, characterized
in that the ratio by weight of a) to b) is from 10:1 to 20:1.
5. The use of b) from 0.5 to 2.5% by weight xanthan gum, based on the total weight
of the dry powder-form detergent and cleaning preparation containing a) from 10 to
40% by weight zeolites of the NaA or NaX type or mixtures thereof, again based on
the dry powder, as a dispersion additive for the preparation of 10% by weight aqueous,
stable stock liquor suspensions, the ratio of a) to b) being from 5:1 to 25:1.
1°) Produits de lavage et de nettoyage en poudre, à réaction alcaline, apte à former
des lessives mères, presentant une certaine teneur en agents tensio-actifs synthetiques,
en silicates de métaux alcalins-aluminium et de préférence en d'autres parties constituantes
du groupe des carbonates, silicates, sulfates de métaux alcalins, des agents complexants
organiques ou minéraux, solubles à l'eau, un agent de blanchiment optique et de faibles
proportions d'autres additifs usuels de ce genre, produits qui sont caractérisés en
ce qu'ils contiennent:
a) -10 à 40% en poids de zéolithes finement divisées du type NaA ou NaX ou de leurs
mélanges, et
b) - 0,5 a 2,5% en poids de gomme xanthane, le rapport en poids, entre a et b, se
montant entre 5: 1 et 25: 1, et qui se laissent transformer, par mélange avec de l'eau
en dispersions stables à environ 10% en poids.
2°) Produits suivant la revendication 1; caractérisés en ce que sous a), ils contiennent
15 à 25% de zéolithe.
3°) Produits suivant la revendication 1, caractérisés en ce qu'ils contiennent sous
b) 1 à 2% de gomme xanthane.
4°) Produits suivant les revendications 1 et 2, caractérisés en ce que le rapport
en poids se monte de a) à b), à 10:1 à 20: 1.
5°) Utilisation en b) de 0,5 à 2,5% en poids de gomme xanthane, calculé sur le poids
total du produit de lavage et de nettoyage à sec, en poudre, avec une teneur en a)
de 10 à 40% en poids de zéolithe du type NaA ou NaX, ou des mélanges de ces dernières,
calculé également sur la poudre sèche, comme agent de dispersion supplémentaire, pour
la préparation de suspensions constituant une lessive-mère stable, aqueuse, a 10%
en poids, le rapport a: b se montant à 5: 1 à 25: 1.