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EP 0 134 377 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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26.11.1986 Patentblatt 1986/48 |
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Anmeldetag: 01.09.1983 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)4: D03D 47/48 |
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Vorrichtung zum Einschlagen der Schussfadenenden bei einer Webmachine
Device for tucking-in the weft ends in a loom
Dispositif pour replier les bouts de fil de trame dans un métier à tisser
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Benannte Vertragsstaaten: |
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BE CH DE FR GB IT LI |
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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20.03.1985 Patentblatt 1985/12 |
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Anmelder: MASCHINENFABRIK SULZER-RÜTI AG |
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CH-8630 Rüti (Zürich) (CH) |
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Erfinder: |
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- Bertsch, Gotthilf
CH-8630 Rüti (CH)
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| (74) |
Vertreter: Gubler, Hans |
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Hochgrütstrasse 18 CH-8472 Seuzach CH-8472 Seuzach (CH) |
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Entgegenhaltungen: :
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Webmaschine mit einer während des Schusseintrages ausserhalb
des Webfaches verbleibenden Schussfaden-Vorratsspule, von der der Faden während des
Eintrags abgezogen wird, und mit einer Leistenlegernadel zum Einlegen der ausserhalb
des Faches befindlichen Schussfadenendes in ein folgendes Fach.
[0002] Bei einer bisherigen Webmaschine dieser Art (DE-C-1 710 353 wird das Schussfadenende
mittels einer Randfadenklemme gehalten, über die mit einem Haken versehene Leistenlegernadel
geführt und von ihr anschliessend in das Webfach eingelegt. Die mechanische Bewegung
der Randfadenklemme und die anschliessende Uebergabe des Schussfadenendes an die Leistenlegernadel
erfordern relativ viel Zeit innerhalb des Arbeitsspieles der Webmaschine. Einer Steigerung
der Drehzahl einer Webmaschine sind u.a. durch diesen Fadenübergabevorgang gewisse
Grenzen gesetzt.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine besonders in dieser Hinsicht verbesserte
Maschine zu schaffen.
[0004] Die Erfindung ist gekennzeichnet durch eine Luftdüse, vorzugsweise Blasdüse, zum
Ueberführen des Schussfadenendes auf die Leistenlegernadel. Wie die Versuche ergaben,
lässt sich das Schussfadenende auf diese Weise in ganz besonders kurzer Zeit der Leistenlegernadel
übergeben. Durch die Uebergabe des Schussfadenendes an die Leistenlegernadel mittels
Luft werden daher höhere Drehzahlen der Webmaschine ermöglicht.
[0005] Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen
in Verbindung mit der Zeichnung und den Ansprüchen.
Fig. 1 ist eine schematische Darstellung einer Luftstrahlwebmaschine, von der Warenseite
her gesehen,
Fig. 2 zeigt ein zugehöriges Detail im Schnitt,
Fig. 3 ist ein Schnitt nach Linie 111 - 111 in Fig. 2, teilweise in Ansicht.
Fig. 4 bis 6 sind je eine zugehörige Draufsicht auf das Gewebe, teilweise schematisiert,
in drei verschiedenen Positionen der Teile,
Fig. 7 ist eine Draufsicht auf ein abgewandeltes Ausführungsbeispiel in grösserem
Maßstab,
Fig. 8 veranschaulicht eine noch andere Bauart.
[0006] Die als Ganzes mit 31 bezeichnete Webmaschine enthält zwei Maschinenwangen 32, 33.
Dazwischen sind ein Warenbaum 34 und ein Riet 35 angeordnet. Der Schussfaden 36 wird
von einer ortsfesten Spule 37 abgezogen, durch eine Schussfadenbremse 38 geleitet
und von einer ausserhalb des Webfaches 65 (Webbreite W) befindlichen Haupteintragsdüse
39 eingeblasen. Ueber die Webbreite W verteilt sind Hilfsdüsen 1 angeordnet, die während
des Schusseintrages in das Webfach 65 hineinragen. Auf der Fangseite 41 ist eine Saugdüse
42 angeordnet.
[0007] Die Düsen 39,1,42 sind über z.B. von einer elektronischen Steuereinrichtung 43 gesteuerte
Ventile 44 an ein Luftverteilrohr 45 angeschlossen, das über eine Luftzuführungsleitung
46 von einem Druckluftbehälter (Luftquelle) 47 gespeist ist. Der Behälter 47 wird
von einem nicht dargestellten Luftkompressor unter Druck gehalten.
[0008] Auf der Schußseite 61 ist eine in Figuren 1 - 3 nach oben gerichtete Blasdüse 62
angeordnet, die auf einem gemäss Pfeil 63 hin und her . bewegten Träger 64 befestigt
ist. Das Webfach 65, in welches der Schussfaden 36 eingetragen wird, ist durch die
Hochfachkettfäden 66 und die Tieffachkettfäden 67 gebildet. Ausserdem sind eine Anzahl
Randkettfäden 68 vorhanden, durch welche die Schussfadenenden 36a festgehalten werden.
[0009] Während des Eintrages eines Schussfadens 36c wird der Träger 64 mit der Düse 62 aus
der vorderen, dem Riet 35 fernen, wirkungslosen Umkehrstellung nach Fig. 4 in die
in Fig. 5 wiedergegebene, hintere, dem Riet 35 nahe Umkehrstellung (Wirkungsstellung)
bewegt. Das freie Ende 36a des vorher eingetragenen Schussfadens 36 wird mittels der
Randkettfäden 68 festgeklemmt. Eine Leistenlegernadel 72 wird dann um den Schwenkpunkt
71 gemäss Fig. 2 von oben durch die Hochfachkettfäden 66 eingeführt. Die Spitze 73
der Nadel 72 enthält eine Oese 74, deren Durchmesser grösser ist als der Durchmesser
der Düse 62. Die Düse 62 steht nunmehr unmittelbar unter der Oese 74 der Nadel 72
gemäss Fig. 5. Der Schussfaden 36 wird dabei durch einen auf dem Träger 64 befestigten,
mitbewegten, stiftförmigen Fadenführer 76 über die Düse 62 geführt und in dieser Position
gespannt gehalten. Nunmehr wird der Schussfaden 36 durch eine Schere 77 abgeschnitten.
Zugleich erhält Düse 62 Blasluft, so dass das Schussfadenende 36b in die Oese 74 der
Leistenlegernadel 72 gemäss Fig. 2 eingeblasen wird.
[0010] Anschliessend wird die Leistenlegernadel 72 entsprechend Fig. 6 nach links bewegt,
so dass das Schussfadenende 36b in das Webfach 65 eingalegt wird. Während dieser Bewegung
wird das Fach durch die nicht dargestellten
Webschäfte geschlossen, wodurch das Ende 36b festgeklemmt wird. Zugleich wird das
Riet 35 in Fig. 3 nach rechts verschwenkt, wodurch das Ende 36b zusammen mit dem Schussfaden
36c an das Gewebe 78 beim Anschlag 79 angeschlagen wird.
[0011] Die Leistenlegernadel 72 ist inzwischen wieder aus dem Fach 65 herausgezogen, die
Blasluft in der Düse 62 ist wieder unterbrochen, der Träger 64 mit der Blasdüse 62
wird anschliessend wieder aus der hinteren Umkehrstellung (Wirkungsstellung) nach
Fig. 5,6 in die vordere Umkehrstellung (Ruhestellung) nach Fig. 4 bewegt. Die Hilfsleiste
82 kann nunmehr abgeführt werden. Die Maschine ist für den dem Eintrag des Schussfadens
36c folgenden Schusseintrag bereit. Am Gewebe 78 entsteht eine Einlegleiste 81, die
den Geweberand bildet.
[0012] Bei einer abgewandelten Ausführungsform (Fig. 8) besitzt die Leistenlegernadel 72
statt einer Oese 74 einen Haken 91, um den herum die Schussfadenenden 36b mittels
einer entsprechend angeordneten Blasdüse 62 herumgelegt werden.
[0013] Eine Blasdüse 62 für das Ueberführen des Schussfadenendes 36b auf die Leistenlegernadel
72 eignet sich naturgemäss insbesondere für Luftstrahlwebmaschinen, bei denen ohnedies
Druckluft zur Verfügung steht und bei denen besonders hohe Drehzahlen vorliegen.
[0014] Bei einer abgewandelten Ausführungsform ist auch auf der Fangseite 41 eine Blasdüse
62 zum Ueberführen der Schussfadenenden in eine Leistenlegernadel vorgesehen. Bei
einem weiteren Ausführungsbeispiel ist eine Saugdüse statt der Blasdüse 62 benutzt,
durch welche das Fadenende 36b durch die Oese 74 der Leisteniegernadel 72 hindurch
gesaugt wird.
[0015] Bei einer noch anderen Bauart ist als Blasdüse eine Mehrlochdüse 62a gemäss Fig.
7 verwendet, die eine siebartige Anordnung einer grösseren Anzahl von Elementar-Düsenlöchern
aufweist.
1. Webmaschine mit einer während des Schusseintrages ausserhalb des Webfaches (65)
verbleibenden Schussfaden-Vorratsspule (37), von der der Faden (36) während des Eintrags
abgezogen wird, und mit einer Leistenlegernadel (72) zum Einlegen der ausserhalb des
Faches (65) befindlichen Schussfadenenden (36b) in ein folgendes Fach, gekennzeichnet
durch eine Luftdüse, vorzugsweise Blasdüse (62), zum Ueberführen des Schussfadenendes
(36b) auf die Leistenlegernadel (72).
2. Webmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Leistenlegernadel
(72) an ihrem freien Ende (73) eine Oese (74) besitzt zum Einführen des Schussfadenendes
(36b).
3. Webmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Blasdüse (62) am
Geweberand (81) angeordnet ist und dass das Ende (73) der Leistenlegernadel (72) nach
Einstechen in das Fach (65) über die Blasdüse (62) heranführbar ist zur Uebernahme
des Schussfadenendes (36b).
4. Webmaschine nach einem der Ansprüche 1 - 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Blasdüse
(62) auf einem in Kettrichtung (63) hin und her verschiebbaren, im Rhythmus des Arbeitsspieles
der Webmaschine (31) gesteuerten Träger (64) angebracht ist, durch den sie bei Uebergabe
des Fadenendes (36b) an die Leistenlegernadel (72) herangeführt wird.
5. Webmaschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass auf dem Träger (64) auch
ein Schussfadenführer (76) angeordnet ist zum Führen des Schussfadens (36) zur Düse
(62).
6. Webmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
als Blasdüse eine Mehrlochdüse (62a) verwendet ist.
1. A weaving machine having a weft supply bobbin (37) which remains outside the shed
(65) during picking and from which the yarn (36) is drawn off during picking, the
machine having a selvedge needle (72) for tucking-in the weft yarn ends (36b) outside
the shed (65) into a subsequent shed, characterised by an air nozzle, preferably a
blowing nozzle (62), to transfer the weft yarn end (36b) to the selvedge needle (72).
2. A weaving machine according to claim 1, characterised in that the selvedge needle
(72) has at its free end (73) an eye (74) for the introduction , of the weft yarn
end (36b).
3. A weaving machine according to claim 1, characterised in that the blowing nozzle
(62) is disposed at the cloth edge (81) and the selvedge needle end (73), after it
has entered the shed (65), can be moved to above the blowing nozzle (66) to take over
the weft yarn end (36b).
4. A weaving machine according to any of claims 1 - 3, characterised in that the blowing
nozzle (62) is disposed on a carrier (64) which is adapted to reciprocate in the warp
direction (63), is controlled at the cadence of the operating cycle of the weaving
machine (31) and moves the blowing nozzle (62) towards the selvedge needle (72) at
transfer of the yarn end (36b).
5. A weaving machine according to claim 4, characterised in that a weft guide (76)
for guiding the weft yarn (36) to the nozzle (62) is disposed on the carrier (64).
6. A weaving machine according to any of the previous claims, characterised in that
the blowing nozzle is a multiorifice nozzle (62a).
1. Métier à tisser présentant une bobine (37) de réserve en fils de trame qui demeure
à l'extérieur de la foule (65) pendant l'insertion de la trame et dont le fil (36)
est dévidé au cours de cette insertion, ainsi qu'une aiguille (72) d'insertion de
lisières pour insérer, dans une foule suivante, les extrémités (38b) des fils de trame
situées à l'extérieur de la foule (65), caractérisé par une buse pneumatique, de préférence
une buse soufflante (62),pour transférer l'extrémité (36b) du fil de trame sur l'aiguille
(72) d'insertion de lisières.
2. Métier à tisser selon la revendication 1, caractérisé par le fait que l'aiguille
(72) d'insertion de lisières possède, à son extrémité libre (73), un oeillet(74) assurant
l'introduction de l'extrémité (36b) du fil de trame.
3. Métier à tisser selon la revendication 1, caractérisé par le fait que la buse soufflante
(62) est disposée sur la bordure (81) du tissu; et par le fait que l'extrémité (73)
de l'aiguille (72) d'insertion de lisières peut être amenée en surplomb de la buse
soufflante (62), après avoir été enfoncée dans la foule (65), en vué de prélever l'extrémité
(36b) du fil de trame.
4. Métier à tisser selon l'une des revendications 1-3, caractérisé par le fait que
la buse soufflante (62) est installée sur un support (64) qui peut effectuer un coulissement
alternatif dans la direction de la chaine (63), est commandé en synchronisme avec
le cycle de travail du métier à tisser (31), et par l'intermédiaire duquel ladite
buse est présentée, lors du transfert de l'extrémité (36b) du fil, à l'aiguille (72)
d'insertion de lisières.
5. Métier à tisser selon la revendication 4, caractérisé par le fait qu'un guide-fils
de trame (76) est également disposé sur le support (64), de façon à diriger le fil
de trame (36) vers la buse (62).
6. Métier à tisser selon l'une des revendications précédentes, caractérisé par le
fait qu'une buse (62a) à perforations multiples est utilisée en tant que buse soufflante.

