(19)
(11) EP 0 202 524 A2

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
26.11.1986  Patentblatt  1986/48

(21) Anmeldenummer: 86106097.8

(22) Anmeldetag:  03.05.1986
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)4E01C 19/48, E01B 27/02
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH DE FR GB IT LI LU NL SE

(30) Priorität: 24.05.1985 DE 8515355 U

(71) Anmelder: ABG-WERKE GmbH
D-31785 Hameln (DE)

(72) Erfinder:
  • Ottermann, Hans-Gerd
    D-3250 Hameln 1 (DE)

(74) Vertreter: Sparing Röhl Henseler Patentanwälte 
Postfach 14 04 43
40074 Düsseldorf
40074 Düsseldorf (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Maschine zum Ausbringen und Verteilen von Strassen- oder Gleisbaumaterial


    (57) Die Erfindung betrifft eine Maschine zum Ausbringen und Verteilen von Straßen- oder GeisbaumateriaL mit wenigstens einer Verteilerschnecke (14) an einem Maschinenende und wenigstens einer seitlich beschickbaren Schurre (24. 26) am anderen Maschinenende sowie mit einem zwischen der oder den Verteilerschnecke(n) (14) und der oder den Schurre(n) (24,26) vorgesehenen Kübel (10) und einem sich an den Kübel (10) anschließenden Förderschacht (21), an dessen Boden Förderer (20) für das Material (16) angeordnet sind. Damit die Beschickung nicht abbricht und das Material möglichst gleichmäßig zum Einbau zugeführt wird, sind an der Schurre (24,26) mindestens ein Vibrator (30) und innerhalb des Förderschachtes (21) oberhalb der Förderer (20) ein einstellbarer Materialzuweiser (22) angeordnet.




    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft eine Maschine zum Ausbringen und Verteilen von Straßen- oder Gleisbaumaterial.

    [0002] Es sind Maschinen zum Ausbringen und Verteilen von Straßen- oder Gleisbaumaterial bekannt, wobei wenigstens eine Verteilerschnecke an einem Maschinenende und wenigstens eine seitlich beschickbare Schurre am anderen Maschinenende vorgesehen sind, wobei die Schurre oder zumindest ein Teil hiervon an ein Maschinenchassis angelenkt ist, so daß dieser Teil je nach der Entfernung der Beschickungsvorrichtung mehr oder weniger weit ausstellbar ist. Zwischen Schurre und Verteilerschnecke ist ein Kübel und ein sich daran anschließender Förderschacht angeordnet, an dessen Boden Förderer für das Material vorgesehen sind. Nähert sich beim Einbau der Neigungswinkel gegen die Horizontale dem Böschungswinkel des auszubringenden Materials, das längs der Schurre in den Kübel rutschen soll, so kommt dieser Vorgang zum Stillstand. Ferner besteht bei seitlicher Beschickung die Gefahr, daß das Material den Verteilerschnecken ungleichförmig zugeführt wird.

    [0003] Aufgabe der Erfindung ist es, die Maschine zum Ausbringen und Verteilen von Straßen- oder Gleisbaumaterial zu schaffen, bei der die Beschickung nicht abbricht und das Material möglichst gleichmäßig zum Einbau zugeführt wird.

    [0004] Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß an der Schurre mindestens ein Vibrator und innerhalb des Förderschachtes oberhalb der Förderer ein einstellbarer Materialzuweiser angeordnet sind.

    [0005] Der Vibrator kann bezüglich seiner Vibrationsfrequenz und/oder Vibrationsamplitude einstellbar sein, diese Einstellbarkeit kann stufenlos sein.

    [0006] Der Materialzuweiser kann höhen- und/oder seitlich verstellbar sein. Der Materialzuweiser kann mit seinem in Förderrichtung der Förderer hinteren Ende zwischen den Seitenwänden des Förderschachtes verschwenkbar und ferner mit seinem in Förderrichtung vorderen Ende etwa in der Mitte des Förderschachtes angelenkt sein.

    [0007] Die Erfindung wird nachstehend anhand eines schematisch in den beigefügten Abbildungen dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert.

    [0008] 

    Fig. 1 zeigt eine Maschine zum Ausbringen und Verteilen von Einbaumaterial in Frontansicht.

    Fig. 2 ist eine Draufsicht auf die Maschine von Fig. 1, wobei die Kabine des Maschinenführers weggelassen ist.

    Fig. 3 zeigt einen Schnitt längs der Linie A-B von Fig. 2.



    [0009] Auf einem Raupenfahrwerk mit Raupen 12 ist ein Kübel 10 abgestützt. Horizontal angeordnete Verteilerschnecken 14 am rückwärtigen Ende der Maschine sich quer zu deren Bewegungsrichtung erstreckend sind zum Umlauf antreibbar und verteilen Straßen:" oder Gleisbaumaterial 16 vor einer verstellbaren Einbaubohle 18. Zwei parallele sich in Bewegungsrichtung der Maschine erstreckende, benachbarte Gurtförderer 20 fördern das Material 16 aus dem Kübel 10 zu den Verteilerschnecken 14. Über den Gurtförderern 20 ist in einem sich an den Kübel 10 anschließenden horizontalen Förderschacht 21 für das Material 16 vom Kübel 10 zu den Verteilerschnecken 14 ein Materialzuweiser 22 in Form einer Blechkonstruktion angeordnet; der Materialzuweiser 22 ist höhen- und seitenverstellbar, um die Materialzufuhr zu den Verteilerschnecken 14 beeinflussen zu können. Dies ist insbesondere dann erforderlich, wenn - wie in Fig. 1 angedeutet - die Einbautiefe des Materials 16 über die Breite der Maschine unterschiedlich ist, und/oder wenn das Material 16 ungleichförmig in den Kübel 10 eingesetzt wird.

    [0010] Dieser Fall tritt bei seitlicher Beschickung auf. Für die seitliche Beschickung sind Schurren 24, 26 vorgesehen, die einen ausklappbaren Abschnitt 24A bzw. 26A umfassen. In Fig. 1 ist das Einsetzen des Materials angedeutet. Über dem ausgeklappten Schurrenabschnitt 26A, der z.B. hydraulisch betätigbar ist, wird das von einem Vorratsbehälter 28 aufgegebene Material in den Kübel 10 geleitet. Wenn hierfür die Schurrenneigung zu klein wird, so daß das Material schlecht oder gar nicht fließt, kann mindestens ein Vibrator 30 in Betrieb genommen werden, der hier am chassisfesten Abschnitt 26B der Schurre 26 unten angebracht ist. Bevorzugt ist ein Vibrator 30, dessen Frequenz und/oder Amplitude stufenlos verstellbar ist; hierfür kommt z.B. ein Unwuchtrüttler infrage:

    Der Materialzuweiser 22 ist unter der oberen Wand des Förderschachtes 21 befestigt und erstreckt sich schräg zur Transportrichtung der Gurtförderer 20 von der Seitenwandung des Förderschachtes 21 benachbart zur Eintrittsseite des Materials bis etwa zur Mitte des Förderschachtes (bzw. der parallelen Gurtförderer 20) an dessen Austrittsseite benachbart zu den Verteilerschnecken 14. Der Materialzuweiser 22 besitzt ein insbesondere in einem stumpfen Winkel zur Ebene der Gurtförderer 20 gegen die Förderrichtung des Materials 16 angestelltes Ablenkblech 22a, das an einer Aufhängung 22b befestigt ist. Die Aufhängung 22b besitzt beispielsweise Langlöcher, über die das Ablenkblech 22a mit der Aufhängung 22b über Schrauben derart verbunden ist, daß die Höhe der Unterkante des Ablenkbleches 22a über den Gurtförderern 20 zur Materialdosierung eingestellt werden kann. Ferner ist in der oberen Wandung des Förderschachtes 21 benachbart zum Kübel 10 ein kreisbogenförmiges Langloch vorgesehen, so daß das in Förderrichtung hintere Ende des Materialzuweisers 22 bis zur anderen Seitenwand des Förderschachtes 21 seitlich verschwenkt und über dieses Langloch mittels entsprechender Schraubbolzen festgestellt werden kann, etwa wenn anstelle der Schurre 26 die Schurre 24 zur Beschickung verwendet wird.



    [0011] Zum seitlichen Verschwenken sowie zum Halten des Materialzuweisers 22 in einer vorbestimmten Position kann auch eine Kolben-ZylinderEinheit verwendet werden, wobei dann das kreisbogenförmige Langloch als Führung dient. Entsprechendes kann für die Höhenverstellung vorgesehen sein.


    Ansprüche

    1. Maschine zum Ausbringen und Verteilen von Straßen- oder Gleisbaumaterial, mit wenigstens einer Verteilerschnecke (14) an einem Maschinenende und wenigstens einer seitlich beschickbaren Schurre (24, 26) am anderen Maschinenende sowie mit einem zwischen der oder den Verteilerschnecke(n) (14) und der oder den Schurre(n) (24, 26) vorgesehenen Kübel (10) und einem sich an den Kübel (10) anschließenden Förderschacht (21), an dessen Boden Förderer (20) für das Material angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, daß an der Schurre (24, 26) mindestens ein Vibrator (30) und innerhalb des Förderschachtes (21) oberhalb der Förderer (20) ein einstellbarer Materialzuweiser (22) angeordnet sind.
     
    2. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Vibrator (30) bezüglich seiner Vibrationsfrequenz und/oder Vibrationsamplitude einstellbar ist.
     
    3. Maschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Vibrator (30) stufenlos einstellbar ist.
     
    4. Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Materialzuweiser (22) höhenverstellbar ist.
     
    5. Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Materialzuweiser (22) seitlich verstellbar ist.
     
    6. Maschine nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Materialzuweiser (22) mit seinem in Förderrichtung hinteren Ende zwischen den Seitenwänden des Förderschachtes (21) verschwenkbar ist.
     
    7. Maschine nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Materialzuweiser (22) mit seinem in Förderrichtung vorderen Ende etwa in der Mitte des Förderschachtes (21) angelenkt ist.
     




    Zeichnung