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(11) |
EP 0 096 216 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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14.01.1987 Patentblatt 1987/03 |
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Anmeldetag: 02.05.1983 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)4: A63C 19/10 |
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Verfahren zur Ausübung von Wassergleitsportarten, bei dem Wasser über eine ansteigende
Bodenfläche aufwärts geleitet wird, und Wassersporteinrichtung zu dessen Durchführung
Method for the practice of watersports in which water is directed upwardly over an
inclined surface and watersport equipment for carrying out such a method
Procédé pour la pratique de sport nautique, dans lequel de l'eau est dirigée vers
le haut sur une surface inclinée, et installation pour la mise en oeuvre du procédé
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Benannte Vertragsstaaten: |
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BE CH DE FR GB IT LI NL SE |
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Priorität: |
07.06.1982 AT 2191/82
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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21.12.1983 Patentblatt 1983/51 |
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Anmelder: Frenzl, Otto |
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A-6080 Innsbruck-Igls (AT) |
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Erfinder: |
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- Frenzl, Otto
A-6080 Innsbruck-Igls (AT)
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Vertreter: Hofinger, Engelbert, DDr. et al |
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Patentanwälte Torggler & Hofinger
Wilhelm-Greil-Strasse 16 6020 Innsbruck 6020 Innsbruck (AT) |
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Entgegenhaltungen: :
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren, das die Ausübung von Wassergleitsportarten
erlaubt, bei dem Wasser über eine ansteigende Bodenfläche mit einer Stromungsgeschwindigkeit
aufwärts geleitet wird, die größer als die Grundwellengeschwindigkeit ist und eine
Wassersporteinrichtung zur Durchführung des Verfahrens.
[0002] In der DE-C- 17 03 746 ist eine Wassersporteinrichtung dieser Art beschrieben, die
insbesondere zur Ausübung von Gleitsportarten, wie Wellenreiten, Wasserschilauf usw.
geeignet ist.
[0003] Die Wassersportanlage weist einen Wasserbehälter auf, in dem das Wasser über den
ansteigenden Boden mit einer Strömungsgeschwindigkeit aufwärts geleitet wird, die
größer als die Grundwellengeschwindigkeit ist, wobei durch die schräg nach unten gerichtete,
durch Schwerpunktverlagerung veränderbare Gewichtskomponente des Sportlers auf dem
Gleitsportgerät der entgegengesetzt gerichtete Strömungswiderstand zumindest teilweise
kompensiert wird. Es ist daher auch die freihändige, länger andauernde Ausübung der
Sportarten möglich. Bevorzugt wird das Wasser dabei im Kraislauf von einer unteren
Zuflußdüse aus über die ansteigende Bodanfläche nach oben in schießender Strömung
und über einen entlang das oberen Randes vorgesehenen Überlauf sowie einen Rücklaufkanal
zur unteren Zuflußdüse zurückgeführt. Ein wesentliches Merkmal ist dabei, daß die
beim Austreten aus der Zuflußdüse hohe kinatische Energie des Wassers während das
Hochschiaßens großteils in potentielle Energie umgewendelt wird, die dank des gaschlossenen
Rücklaufkanals wiederverwertet werden kann. Zur Förderung des Wassers im Kreislauf
ist daher nur eine geringe Energiezufuhr nötig, da diese nur die Strömungsverluste
decken muß.
[0004] Mit zunehmander Beherrschung der Sportarten wird die Vergrößerung das Neigungswinkels
der Bodenfläche wünschenswert. Bevorzugt ist diese daher verstellbar, wobei jedoch
Grenzen durch die Reibung an den Begrenzungsflächen (Boden-und Seitanflächen) gesetzt
sind, die eine Abbremsung der wandungsnahen Wasserschichten oder Wasserteilmengen
bewirken.
[0005] insbesondere bei konkav gewölbten Bodenflächen und in den Kantenbereichen zu den
Seitenflächen bilden sich bei einem großer Neigungswinkel etwa keilförmigs Ansammlungen
von abgebremstem Wasser, und diese Wasserteilmengen streben zufolge ihres Gewichtes
nach unten. Die hochströmende Wassermenge wird durch die Keilbildung im Neigungswinkel
nochmals verqrößert, erleidet dadurch einen weiteren Strömungsverlust, wodurch sich
die abgebremste Wasserteilmenge wieder vergrößert. Diese Vorgänge kumulieren in einen
Zusammenbruch der schießenden Strömung, dem nur durch eine vermehrte Energiezufuhr
entgegengewirkt werden kann.
[0006] Die Erfindung hat es sich nun zur Aufgabe gestellt, in einer derartigen Wassersporteinrichtung
den Ausnützungsgrad der zugeführten Energie zu verbessern. Dies bedeutet, daß bei
unveränderbarer Energiezufuhr eine Erhöhung des erreichbaren Wasserniveaus, insbesondere
eine Vergrößerung des maximalen Neigungswinkels möglich, und gegebenenfalls aber auch
bei unverändertem Niveau bzw. maximalem Neigungswinkel eine verringerte Energiezufuhr
notwendig sein soll.
[0007] Erfindungsgemäß werden zur Lösung dieser Aufgabe zumindest Wasserteilmengen, die
im Bereich von Begrenzungsflächen durch Reibung erhöht gebremst werden, aus der Aufwärtsströmung
abgeführt und/oder durch Zuführung von Wasser mit erhöhter Strömungsgeschwindigkeit
beschleunigt. Ein Teil der gebremsten Wasserteilmengen kann beispielsweise durch Pumpen
abgesaugt, beschleunigt und anderen Wasserteilmengen wieder zugeführt werden.
[0008] Eine bevorzugte Wassersporteinrichtung zur Durchführung des Verfahrens mit einem
Wasserbehälter, mit einer ansteigenden Bodenfläche, in dem Wasser aus einer Zuflußdüse
entlang des unteren Randes der Bodenfläche zu einem Überlauf entlang des oberen Randes
der Bodenfläche aufwärts geleitet wird, ist dadurch gekennzeichnet, daß der Wasserbehälter
zumindest in den Bereichen jeder Begrenzungsfläche, in denen die aufwärts strömenden
Wasserteilmengen durch Reibung erhöht gebremst werden, Offnungen aufweist, die die
Mündungen von Abflußleitungen für die Abführung gebremster Wasserteilmengen oder Zuflußleitungen
für die Zuführung von Wasser mit erhöhter Strömungsgeschwindigkeit zur Beschleunigung
der gebremsten Wasserteilmengen bilden.
[0009] Die Erfindung wird nachstehend anhand der Figuren der beiliegenden Zeichnungen näher
erläutert, ohne darauf beschränkt zu sein.
[0010] Die Fig. 1 bis 3 zeigen gemäß dem Stand der Technik eine Wassersporteinrichtung im
Vertikalschnitt (Fig. 1) sowie vergrößert einen Ausschnitt I (Fig. 2) und den Schnitt
nach der Linie 111-111 (Fig. 3).
[0011] Den Ausschnitt I aus Fig. 1 und den Schnitt nach der Linie 111-111 zeigen in erfindungsgemäßer
Ausführung die Fig. 4 und 5, wobei Fig. 5 gleichzeitig auch ein Schnitt nach der Linie
V-V der Fig. 6 ist. Fig. 6 zeigt eine Draufsicht auf einen Seitenwandbereich einer
erfindungsgemäßen Ausführung, die Fig. 7 einen Schnitt nach einer Linie VII-VII der
Fig. 6, die Fig. 8 einen Schnitt durch eine seitenwandfreie Ausführungsform, wobei
die rechte Hälfte die Ruhe- oder Ausgangsstellung und die linke Hälfte die Betriebsstellung
zeigt.
[0012] Eine Wassersporteinrichtung nach dem Stand der Technik zeigen die Fig. 1 - 3. In
einem Wasserbehälter 12 ist eine schräg aufwärts verlaufende, insbesondere konkave
Bodenfläche 1 angeordnet, die von zwei Seitenwänden 4 und einer oberen und einer unteren
Wand 16 umgeben ist. Entlang des unteren Randes der Bodenfläche 1 erstreckt sich eine
meist mehrteilige Düse 2, durch die Wasser 3 in schießender Strömung Parallel zu den
Seitenwänden 4 nach oben geleitet wird. Das Wasser 3 fließt über den überlaufseitigen
Bereich 7 der Bodenfläche 1 und einen Rücklaufkanal wieder zurück zur Düse 2. Die
Dicke der Wasserschicht 3 über der ansteigenden Bodenfläche 1 nimmt von unten nach
oben zum überlaufseitigen Bereich 7 hin zu, da sich die Strömungsgeschwindigkeit V
mit zunehmender Höhe verringert. Der Großteil der kinetischen Energie des Wassers
verwandelt sich dabei in Potentielle Energie. Es bedarf daher zur Erzeugung eines
Kreislaufes nur einer verhältnismäßig geringen Energiezufuhr zum Ausgleich der Strömungsverluste,
die durch eine oder mehrere Wasserschrauben 6 eingebracht wird.
[0013] Der Hauptanteil dieser Verluste tritt durch Reibung zwischen dem schießenden Wasser
3 und der Bodenfläche 1 auf. In Fig. 2, die den Ausschnitt I der Fig. 1 zeigt, bedeutet
3' eine durch Reibung verzögerte Wasserteilmenge und 3 den mit ungestörter Geschwindigkeit
V hochschießenden Hauptanteil des Wassers. In der Wasserteilmenge 3' nimmt die Geschwindigkeit
von Null an der Bodenfläche 1 bis auf V an der flüssigen Gebietsgrenze zu.
[0014] Wegen der kleinen Geschwindigkeit der Wasserteilmenge 3' hat diese die Tendenz, längs
der Bodenfläche 1 nach unten zu strömen. In dieser Richtung wirkt ja seine Gewichtskomponente
W
t und auch die Differenz der Wasserkräfte auf die senkrecht zum Boden stehenden Begrenzungsflächen
f
2 und f,. Wird einfachheitshalber angenommen, daß die eigentliche Reibungskraft zwischen
der Bodenfläche 1 und der bereits gebremsten Wasserteilmenge 3' mit zunehmender Verzögerung
gegen Null geht und näherungsweise f
2=f, =f ist, so ist die wirkende Kraft =
Wt + f. Y .(h
2-h
l), wobei h
2 und h, die Tiefe der gesamten Wasserschicht in den Punkten C und D ist. (y = spezifisches
Gewicht vom Wasser). Diese Kraft steigt also mit größer werdender Bodenneigung wegen
einer größer werdenden Gewichtskomponente der Wasserteilmenge 3' und wegen einer größer
werdenden Differenz der Tiefen h
2-h
l. Dem entgegen wirkt die mit kleiner werdender Geschwindigkeit V immer kleiner werdende
Schubkraft, die vom Hauptanteil des Wassers 3 auf die Wasserteilmenge 3' ausgeübt
wird. Es kann daher im oberen, steilsten Teil der konkaven Bodenfläche 1 zu einer
keilartigen Verqrößerung der abgebremsten Wasserteilmenge kommen, die mit 3" bezeichnet
ist. Die Dicke der angesammelten Wasserteilmenge 3" steigt übermäßig zufolge Rückströmung
und erhöht die Steigung und die Verluste der darüberliegenden Strömung des Wassers
3 zusätzlich. Die schießende Strömung bricht daher ab einer bestimmten Höhe bzw. einem
bestimmten Neigungswinkel zusammen, wie rechts in Fig. 2 ersichtlich ist. Fig. 3 zeigt,
daß dieser vorzeitige Zusammenbruch der Umlaufströmung in der Nähe der Seitenwand
4 im Kantenbereich 8 beginnen wird, da sich dort eine größere, abgebremste Wassertellmenge
3"' befindet. Uberdies kann noch gegebenenfalls eineWasserteilmenge 3", die vom Wassersportler
an die Wand gespritzt wird und dort herunterfällt, bremsend auf den Hauptanteil des
Wassers 3 wirken. Eine Aufrechterhaltung der Strömung wäre bis zu einem gewissen Ausmaß
nur durch erhöhte Energiezufuhr zu erreichen, was hauptsächlich die Betriebskosten
steigern würde.
[0015] In Fig. 4 ist nun eine Fig. 2 entsprechende Darstellung eines Ausschnittes I in einer
ersten erfindungsgemäßen Ausführung gezeigt. Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren
werden zumindest die größten durch Reibung stark gebremsten Wasserteilmengen 3", 3"'
entweder abgeleitet oder beschleunigt. Der Bildung einer Wasseransammlung wird vorgebeugt
und dadurch die Bildung einer nach unten, also entgegengesetzt zur Strömungsrichtung
sich bewegenden, keilförmigen Wasserteilmenge 3" verhindert. Vorzugsweise werden die
Wasserteilmengen 3", 3"' dabei durch öffnungen 13 abgesaugt, die die Mündungen von
Abflußleitungen 14 im überlaufnahen Bereich 7 der Bodenfläche 1 oder im Kantenbereich
8 bilden. Wie in Fig. 4 schematisch dargestellt, ist nach Beseitigung der Wasserteilmenge
3" die verbleibende Wasserteilmenge 3' klein, sodaß sie keine nennenswerte Störung
der Strömung bewirken kann.
[0016] Die Abführung bzw. Absaugung von Wasser ist in diesen Bereichen ohne weiters möglich,
ohne die Benützbarkeit zu beeinträchtigen, da sie ja vor allem in jenen Bereichen
durchqeführt wird, in denen aufgrund der verringerten Strömung eine größere Tiefe
ohnedies vorliegtund die abgeführte Wasserteilmenge 3" klein gegenüber der mit der
Geschwindigkeit V hochschießenden Wassermenge 3 ist. Der Neigungswinkel der Bodenfläche
1 oder deren Länge und damit die erreichbare Höhe wird dadurch vergrößert, ohne daß
eine wesentliche Steigerung der Energiezufuhr notwendig wird. Ist die Neigung der
Bodenfläche 1 sehr stark verstellbar, so wird bevorzugt auch die Saugleistung der
Abflußleitungen 14 veränderbar vorgesehen. Bei gleichbleibender Neigung der Bodenfläche
1 ist gegenüber dem Stand der Technik eine geringere Antriebsleistung der Wasserschrauben
6 erforderlich, um den Kreislauf aufrecht zu erhalten.
[0017] Zusätzlich zur Abführung gebremster Wasserteilmengen 3", 3"', gegebenenfalls auch
anstelle der Abführung, ist auch deren Beschleuniqung möglich. Auch hier tritt ein
ähnlicher Effekt ein, indem Wasser mit erhöhter Strömungsgeschwindigkeit durch Öffnungen
20 (Fig. 6, 7) in die abgebremsten Wasserteilmengen 3", 3" eingebracht wird. Auch
auf diese Weise kann ein rückfließender, die Strömung unterbrechender Wasserkeil vermieden
werden. Eine Ausführungsmöglichkeit zeigen beispielsweise die Fig. 5 bis 7 für den
Kantenbereich 8 zwischen einer Seitenwand 4 und der Bodenfläche 1. Im Vergleich mit
Fig. 3 kann eine erste Reduzierung der Reibung durch Rundung des Kantenbereiches 8,
beispielsweise durch Einpassung einer Hohlkehle 18 erfolgen. Wie die Fig. 5 und 6
zeigen, ist im Mündungsbereich einer Abflußleitung 14 eine Reihe von öffnungen 13
in der Hohlkehle 18 vorgesehen, durch die das Wasser abgeführt, insbesondere abgesaugt
wird. Stromabwärts ist die Hohlkehle 18 unterbrochen. Diese Unterbrechung stellt eine
Öffnung 20 dar, durch die Wasser aus der Zuflußleitung 19 mit erhöhter Geschwindigkeit
eingebracht wird. Dieses beschleunigte Wasser dient zur Beschleunigung der im Kantenbereich
8 abgebremsten Wasserteilmenge 3'" (Fig. 3), die sich nach den Abführungsöffnungen
13 neu bildet, sowie auch zur Beschleunigung der zeitweilig auftretenden Spritzwassermenge
3". Wird das Wasser 3 der Wassersporteinrichtung im Kreislauf geführt, so ist bevorzugt
vorgesehen, wie in Fig. 8 angedeutet daß das Zurch die Öffnungen 13 und die mit Ventilen
15 versehenen Abflußleitungen 14 abgeführte Wasser in den Rücklaufkanal S wieder eingespeist
wird.
[0018] Alternativ kann das durch eine Abflußleitung 14 abgeführte Wasser an anderen Stellen,
beispielsweise stromabwärts, mit erhöhter Geschwindigkeit wieder zur Beschleunigung
der Wassermengen über die Zuflußleitung 19 eingebracht werden (Fig. 8). Bei dieser
Ausführung ist also zwischen den Öffnungen 13 und 20 eine gemeinsame Leitung 21 vorgesehen,
in die eine Pumpe 17, etwa die der Filteranlage, eingesetzt ist, wie sie zur üasserreinigung
in Wassersporteinrichtungen häufig vorgeschrieben ist.
[0019] Die Ausführung nach Fig. 8 weist gegenüber dem Stand der Technik gemäß Fig. 1 noch
eine weitere Besonderheit auf. Der Wasserbehälter 12 ist rund oder polygonal ausgebildet,
wobei die geneigte Bodenfläche 1 ringähnlich ist. Sie stellt die Mantelfläche eines
Kegelstumpfes oder Pyramidenstumpfes dar, wobei die Erzeugende vorzugsweise konkav
ist. Bei dieser Ausführung ist nicht nur die Ausübung der Sportart im Kreis, also
unendlich möglich, sondern es werden Wasserteilmengen 3' 3" ohne Abführung oder Beschleunigung
bereits von vornherein dadurch vermieden, daß die Bodenflächen keine parallel zur
Strömungsrichtung sich erstreckende Seitenwände 4 begrenzen. Mangels eines Kantenbereiches
8 kann die Bodenfläche 1 bei gleicher Energiezufuhr bereits stärker geneigt sein als
in einem durch Seitenwände begrenzten Wasserbehälter gemäß Fig. 1.
[0020] In der Ausführung nach Fig. 8 ist zentral ein Hochbehälter 11 vorgesehen, der für
den Start der Strömung dient (rechte Hälfte von Fig. 8). Die periphere Düse 2' ist
geschlossen, der Hochbehälter bis zum Niveau n
2, und der Rücklaufkanal 5 mit Wasser 3 gefüllt. Letzteres wurde zuvor durch die Bodenöffnungen
22 mittels der Pumpe 17 abgesaugt in den Hochbehälter 11 gefördert. Im überlaufseitigen
Bereich 7, der durch einen Rost 9 gesichert ist, liegt eine Folie oder Klappe 10 am
Rost 0 von hinten ar, wodurch der Hochbehälter 11 im wesentlichen dicht ist. Bei laufender
Wasserschraube 8 wird nun die Düse 2 rasch geöffnet, sodaß das Wasser 3 hochgeschossen
wird. Die Folien 10 geben dabei auch den Durchtritt auf den Rost 9 frei, da der Totaldruck
des anfänglich hochschießenden Wassers etwa dem Niveau n
2 entspricht, aber der Wasserstand im Hochbehälter 11 inzwischen fast auf das Niveau
n abgesunken ist. Die durch die Reibung gebremsten Wasserteilmengen 3" werden dann
durch die Öffnungen 13, die beispielsweise einen Ringspalt bilden, zum Teil abgesaugt
und über die nunmehr geöffneten Leitungen 14 in den Rücklaufkanal 5 eingespeist.
[0021] Analoges gilt auch für eine Wassersporteinrichtung mit ebenfalls etwa kreisförmigem
Grundriß, bei der das Wasser nicht, wie in Fig. 8, aus der außen liegenden Düse 2
radial nach innen, sondern aus einer zentral gelegenen-ringartiqen Düse radial nach
außen hochschießt.
[0022] Nutzt die Wassersporteinrichtung als Antrieb direkt die Gefällestufe eines Flusses
aus und hat daher keine Wasserschrauben 6 und keine Wasserfilterpumpe, so kann die
Pumpe 17 eine Wasserstrahlpumpe sein oder kann durch ein noch einfacheres barometrisches
Fallrohr ersetzt werden.
[0023] In allen Fällen ist daher bevorzugt der apparative Aufwand zur Realisierung der Erfindung
gering, da die Pumpvorrichtung entweder diejenige der obligaten Wasserreiniqung ist
oder aber sich durch große Einfachheit auszeichnet.
1. Verfahren, das die Ausübung von Wassergleitsportarten erlaubt, bei dem Wasser über
eine ansteigende Bodenfläche (1) mit einer Strömungsgeschwindigkeit aufwärts geleitet
wird, die größer als die Grundwellengeschwindigkeit ist, dadurch gekennzeichnet, daß
zumindest Wasserteilmengen (3", 3"'), die im Bereich von Begrenzungsflächen durch
Reibung erhöht gebremst werden, aus der Aufwärtsströmung abgeführt und/oder durch
Zuführung von Wasser mit erhöhter Strömungsgeschwindigkeit beschleunigt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, bei dem das Wasser im Kreislauf umgewälzt wird, dadurch
gekennzeichnet, daß Wasserteilmengen entnommen und in den Rücklauf wieder eingespeist
werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß abgeführte oder abgesaugte
Wasserteilmengen mit erhöhter Strömungsgeschwindigkeit anderen gebremsten Wasserteilmengen
wieder zugeführt und dabei diese beschleunigt werden.
4. Wassersporteinrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche
1 bis 3, mit einem Wasserbehälter (12) mit einer beispielsweise konkav ansteigenden
Bodenfläche (1), in dem Wasser.(3) aus einer Zuflußdüse (2) entlang des unteren zu
einem Überlauf entlang des oberen Randes der Bodenfläche (1) aufwärts geleitet wird,
dadurch gekennzeichnet, daß der Wasserbehälter (12) zumindest in den Bereichen jeder
Begrenzungsfläche, in denen die aufwärts strömenden Wasserteilmengen durch Reibung
erhöht gebremst werden, Offnungen (13, 20) aufweist, die die Mündungen von Abflußleitungen
(14) für die Abführung gebremster Wasserteilmengen (3',3", 3"',3"") oder Zuflußleitungen
(19) für die Zuführung von Wasser mit erhöhter Strömungsgeschwindigkeit zur Beschleunigung
der gebremsten Wasserteilmengen (3', 3", 3"', 3"" bilden.
5. Wassersporteinrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest eine
öffnung (13, 20) im überlaufseitigen Bereich (7) der den Boden (1) bildenden Begrenzungsfläche
vorgesehen ist.
6. Wassersporteinrichtung nach Ansnruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest
eine Öffnung (13) im vorzugsweise gerundeten Kantenbereich (8) zwischen Begrenzunqsflächen
vorgesehen ist, die den Boden (1) und eine sich parallel zur Strömungsrichtung erstreckende
seitliche Wand (4) bilden.
7. Wassersporteinrichtung nach einem der Ansprüche 4 - 6, dadurch gekennzeichnet,
daß zwei Öffnungen (13, 20) die Mündungen einer gemeinsamen Leitung (21) bilden, der
eine Vorrichtung (17), insbesondere eine angetriebene Pumpe, zugeordnet ist, die gebremste
Wasserteilmengen durch die Öffnung (13) abführt oder absaugt und mit erhöhter Strömungsgeschwindigkeit
anderen gebremsten Wasserteilmengen durch die Öffnung (20) wieder zuführt.
8. Wassersporteinrichtung nach einem der Ansprüche 4 - 6, bei der das Wasser im Kreislauf
über die ansteigende Bodenfläche (1) aufwärts und unter der Bodenfläche zur Zuflußdüse
(2) zurückgeführt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Wasserteilmengen abführenden
Abflußleitungen (14) in den Rücklaufkanal (5) der Wassersporteinrichtunqen münden
und eine Vorrichtung (17), insbesondere eine angetriebene Pumpe, zur Erhöhung der
Strömungsqeschwindigkeit des durchfließenden Wassers aufweisen.
9. Wassersporteinrichtung nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß die
Vorrichtung (17) die der Förderung des Wassers (3) durch die Wasserreiniqungsanlage
dienende Umwälzpumpe ist.
10. Wassersnorteinrichtung nach einem der Ansprüche 4, 5 oder 8, dadurch gekennzeichnet,
daß alle Öffnungen (13, 20) in der den Boden (1) bildenden Begrenzungsfläche vorgesehen
sind, die zur Verringerung der Reibung unZ der Pumpenleistung im wesentlichen der
Mantelfläche eines Kegel- oder Pyramidenstumpfes entspricht.
1. A method permitting the practicing of water sliding sports, in which water is passed
upwardly over a sloped bottom surface (1) at a flow velocity which is greater than
the velocity of the fundamental wave, characterized in that at least water portions
(3", 3"'), which are increasingly slowed down by friction in the region of boundary
surfaces, are discharged out of the upward flow and/or accelerated by feeding water
at an increased flow velocity.
2. A method according to claim 1, in which the water is circulated, characterized
in that water portions are discharged and refed into the return flow.
3. A method according to claim 1 or 2, characterized in that discharged or sucked-off
water portions are refed at an increased flow velocity to other slowed down water
portions, thereby accelerating the lattermentioned.
4. An appliance for water sports for carrying out the method according to one of claims
1 to 3, comprising a water reservoir (12) having a bottom surface-(l) being, for example,
concave and upwardly extending, in which water (3) is passed from a feed nozzle (2)
along the lower rim to an overflow along the upper rim of the bottom surface (1),
characterized in that the water reservoir (12) has, at least in the regions of each
boundary surface in which the upwards flowing water portions are increasingly slowed
down by friction, apertures (13, 20) which form the mouths of discharge pipes (14)
for the discharge of slowed down water portions (3', 3", 3"', 3"") or of feed pipes
(19) for feeding water at an increased flow velocity to accelerate slowed down water
portions (3', 3", 3"', 3"").
5. An appliance for water sports according to claim 4, characterized in that at least
one aperture (13, 20) is provided in the region (7), at the side of the overflow,
of the boundary surface forming the bottom (1).
6. An appliance for water sports according to claim 4 or 5, characterized in that
at least one aperture (13) is provided in the preferably round rim region (8) between
boundary surfaces which form the bottom (1) and a side wall (4) extending parallel
to the flow direction.
7. An appliance for water sports according to one of claims 4 to 6, characterized
in that two apertures (13,20) form the mouths of a common pipe (21) being associated
with means (17), in particular a driven pump, which discharges or sucks slowed down
water portions through the opening (13) and refeds them at an increased flow velocity
to other slowed down water portions through the opening (20).
8. An appliance for water sports according to one of claims 4 to 6, in which the water
in a circuit is fed upwardly over the sloping bottom surface (1) and refed to the
feed nozzle (2) below the bottom surface, characterized in that the discharge pipes
(14) discharging water portions extend into the return channel (5) of the water sports
appliances and have means (17), in particular a driven pump, for increasing the flow
rate of the water flowing through.
9. An appliance for water sports according to claim 7 or 8, characterized in that
the means (17) is the circulating pump serving for the transport of the water (3)
through the apparatus purifying the water.
10. An appliance for water sports according to one of claims 4, 5 or B, characterized
in that all apertures (13,20) are provided in a boundary surface which forms the bottom
(1) and corresponds substantially to the superficies of a truncated cone or truncated
pyramid for the reduction of the friction and the pump power.
1. Procédé permettant l'exercice de sports nautiques de glisse, dans lequel de l'eau
est dirigée vers le haut, par l'intermédiaire d'une surface de fond ascendante (1),
avec une vitesse d'écoulement supérieure à la vitesse de l'onde de base, procédé caractérisé
par le fait qu'au moins des quantités partielles d'eau (3", 3"'), soumises par frottement
à un freinage accru au voisinage de surfaces de délimitation, sont évacuées du flux
s'écoulant vers le haut et/ou sont accélérées par apport d'eau à une vitesse d'écoulement
accrue.
2. Procédé selon la revendication 1, dans lequel l'eau est remise en circulation,
procédé caractérisé par le fait que des quantités partielles d'eau sont prélevées
et réintroduites dans le flux de retour.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caracterisé par le fait que des quantités
partielles d'eau évacuées ou aspirées sont de nouveau ajoutées avec une vitesse d'écoulement
accrue à d'autres quantités partielles d'eau freinées, ces dernieres étant alors accélérées.
4. Dispositif pour sports nautiques, pour la mise en oeuvre du procédé selon l'une
des revendications 1 à 3, présentant un réservoir d'eau (12) muni d'une surface de
fond (1) accusant par exemple une pente ascendante avec concavité, dans lequel de
l'eau (3) est guidée vers le haut à partir d'une buse d'arrivée (2), en longeant le
bord inférieur de la surface de fond (1) jusqu'à un tropplein le long du bord supérieur
de cette surface de fond, dispositif caractérisé par le fait que le réservoir d'eau
(12) comporte, au moins dans les régions de chaque surface de délimitation dans lesquelles
les quantités partielles d'eau s'écoulant vers le haut sont soumises par frottement
à un freinage accru, des orifices (13, 20) qui forment les embouchures de conduits
de sortie (14) pour l'évacuation de quantités partielles d'eau freinées (3', 3", 3"',
3"") ou de conduits d'arrivée (19) pour l'admission d'eau à une vitesse d'écoulement
accrue, en vue de l'accélération des quantités partielles d'eau freinées (3', 3",
3"', 3"").
5. Dispositif pour sports nautiques selon la revendication 4, caractérisé par le fait
qu'au moins un orifice (13, 20) est prévu dans la région (7), située côté trop-plein,
de la surface de délimitation formant le fond (1).
6. Dispositif pour sports nautiques selon la revendication 4 ou 5, caractérisé par
le fait qu'au moins un orifice (13) est prévu dans la région marginale (8), de préférence
arrondie, entre des surfaces de délimitation qui forment le fond (1) et une paroi
latérale (4) s'étendant parallèlement à la direction de l'écoulement.
7. Dispositif pour sports nautiques selon l'une des revendications 4 à 6, caractérisé
par le fait que deux orifices (13, 20) forment les embouchures d'un conduit commun
(21) auquel est associé un dispositif (17), en particulier une pompe entraînée, qui
évacue ou aspire par l'intermédiaire de l'orifice (13) des quantités partielles d'eau
freinées, puis les délivre de nouveau avec une vitesse d'écoulement accrue, par l'intermédiaire
de l'orifice (20), à d'autres quantités partielles d'eau freinées.
8. Dispositif pour sports nautiques selon l'une des revendications 4 à 6, dans lequel
l'eau est dirigée vers le haut en circuit fermé par l'intermédiaire de la surface
de fond ascendante (1), puis renvoyée à la buse d'arrivée (2), au-dessous de cette
surface de fond, dispositif caractérisé par le fait que les conduits de sortie (14)
évacuant des quantités partielles d'eau débouchent dans le canal de retour (5) du
dispositif pour sports nautiques, et présentent un dispositif (17), en particulier
une pompe entraînée, afin d'augmenter la vitesse d'écoulement de l'eau en circulation
traversante.
9. Dispositif pour sports nautiques selon la revendication 7 ou 8, caractérisé par
le fait que le dispositif (17) est constitué par la pompe de mise en circulation servant
à brasser l'eau (3) à travers l'installation d'épuration d'eau.
10. Dispositif pour sports nautiques selon l'une des revendications 4, 5 ou 8, caractérisé
par le fait que tous les orifices (13, 20) sont prévus dans la surface de délimitation
qui forme le fond et qui, en vue de reduire le frottement et le rendement de la pompe,
correspond pour l'essentiel à la surface de l'enveloppe d'un tronc de cône ou d'une
pyramide tronquée.