(19)
(11) EP 0 104 340 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
14.01.1987  Patentblatt  1987/03

(21) Anmeldenummer: 83106948.9

(22) Anmeldetag:  15.07.1983
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)4A47K 3/22, E06B 3/46, E04F 19/02

(54)

Anordnung, insbesondere für eine Duschtrennwand

Arrangement, in particular for a shower partition wall

Agencement, en particulier pour une cloison de douche


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH DE FR GB IT LI NL SE

(30) Priorität: 28.08.1982 DE 3232084

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
04.04.1984  Patentblatt  1984/14

(71) Anmelder: Baus, Heinz Georg
CH-3626 Hünibach-Thun (CH)

(72) Erfinder:
  • Baus, Heinz Georg
    CH-3626 Hünibach-Thun (CH)

(74) Vertreter: Klose, Hans, Dipl.-Phys. 
Rechts- und Patentanwälte, Reble & Klose, Bereich Patente & Marken, Postfach 12 15 19
68066 Mannheim
68066 Mannheim (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Anordnung, insbesondere für eine Duschtrennwand, mit einer Profilschiene, die in einer Außenfläche eine hinterschnittene Führungsnut mit zwei seitlichen Hinterschneidungen aufweist, mit einem Verblendungsprofil, welches mittels mindestens eines an der Innenfläche angeordneten elastischen Verbindungselements in der Hinterschneidung der Führungsnut gehalten ist, wobei das Verbindungselement einerseits in der Längsnut und andererseits mit einem seitlichen Teil in der Hinterschneidung angeordnet ist.

    [0002] In dem deutschen Gebrauchsmuster 80 13 940.8 ist eine Anordnung dieser Art für eine Duschtrennwand beschrieben. Die einem Betrachter zugewandte, sichtbare Außenfläche der Profilschiene weist eine Führungsnut auf, in welche ein Verblendungsprofil aus Kunststoff, Holz oder dergleichen eingesetzt ist. Die Führungsnut ist mit Hinterschneidungen versehen, um mittels eines elastischen Verbindungselements die Befestigung des Verblendungsprofils zu ermöglichen. Das Verbindungselement und auch das Verblendungsprofil weisen senkrecht zur Außenfläche der Profilschiene eine insgesamt große Höhe auf, wodurch der im Inneren der Profilschiene verfügbare Raum bei vorgegebener Bauhöhe der Anordnung entsprechend verringert wird. Sind beispielsweise im Inneren der Profilschiene Führungselemente zum Verschieben von Türen oder ähnlichem anzuordnen, so werden die Bauhöhe und folglich auch das Gesamtgewicht entsprechend groß, wobei auch ein entsprechend hoher Materialaufwand erforderlich ist. Ferner sind bei der Fertigung der Profilschiene des Verblendungsprofilssowie des Verbindungselements relativ enge Toleranzen einzuhalten, damit eine feste Arretierung des Verblendungsprofils gewährleistet werden kann. Das Verbindungselement wird bei der Montage in Längsrichtung in die Führungsnut eingeschoben und nachträglich kann das Verblendungsprofil eingeklipst werden. Hierbei müssen nach innen gerichtete Arme des Verbindungselements in die zur Seite hin offenen Längsnuten eingreifen; bei zu engen Toleranzen kann ein Abscheren der genannten Arme eintreten, während bei zu großen Toleranzen die Arme nicht mehr ordnungsgemäß in die Längsnuten eingreifen und folglich das Verblendungsprofil nur noch relativ lose gehalten wird.

    [0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Anordnung der genannten Art dahingehend weiterzubilden, daß bei geringer Bauhöhe eine funktionsgerechte Montage ermöglicht und eine zuverlässige Befestigung des Verblendungsprofils gewährleistet wird.

    [0004] Zur Lösung dieser Aufgabe wird vorgeschlagen, daß die Längsnut des Verblendungsprofils zumindest teilweise in der Ebene der Hinterschneidung angeordnet und zu dieser hin offen ist, daß beim Einsetzen des Verblendungsprofiles in die Führungsnut der seitliche Teil des Verbindungselementes, welches zuvor in der Längsnut angeordnet wurde, in die Längsnut hinein elastisch verformbar ist, und daß in die andere seitliche Hinterschneidung ein Schenkel des Verblendungsprofils oder ein Teil eines weiteren Verbindungselements eingreift, das in einer von der ersten Längsnut durch einen Steg getrennten weiteren Längsnut des Verblendungsprofils entsprechend wie das erstgenannte Verbindungselement angeordnet ist.

    [0005] Die erfindungsgemäße Anordnung weist einen einfachen und kostengünstigen Aufbau auf. Es wird eine geringe Bauhöhe möglich, und bei der Fertigung können relativ große Toleranzen zugelassen werden, wobei gleichwohl eine funktionsgerechte Befestigung erreicht wird. Die Längsnut des Verblendungsprofils befindet sich zumindest teilweise in der gleichen Ebene wie die Hinterschneidung der Profilschiene, wodurch eine günstige Ausnutzung des Bauvolumens erreicht wird. Der seitliche Teil ist als Vorsprung, Bogen, abgerundete Kante oder ähnlich ausgebildet und kann beim Einsetzen in Richtung auf die Längsnut und ggfs. in diese hinein bewegt werden. Wesentlich ist, daß der seitliche Teil des Verbindungselements, der in die Hinterschneidung eingreift, beim Einsetzen des Verblendungsprofiles nach innen in Richtung auf die Längsnut elastisch verformbar angeordnet und dorthin ausweichen kann. Durch die Anordnung der Längsnut und der Hinterschneidung etwa in der gleichen Ebene ist also ein großer Bewegungsfreiraum für den seitlichen Teil geschaffen, so daß Fertigungsungenauigkeiten problemlos ausgeglichen werden können. Die Befestigung des Verblendungsprofils in der anderen Hinterschneidung erfolgt entweder über einen seitlichen Schenkel des Verblendungsprofiles oder mittels eines weiteren Verbindungselementes, das in entsprechender Weise in eine weitere Längsnut des Verblendungsprofiles eingesetzt ist. Das Verblendungsprofil kann bei Bedarf wieder aus der Führungsnut herausgenommen werden und beispielsweise gegen ein anderes Verblendungsprofil ausgetauscht werden.

    [0006] In einer wesentlichen Ausgestaltung liegt das Verblendungsprofil mit einem Steg und/oder einem Schenkel auf der Bodenfläche der Führungsnut auf. Die Längsnut für das Verbindungselement befindet sich an dem genannten Steg oder an dem Schenkel. Aufgrund des Steges oder des Schenkels wird zum einen eine hohe Steifigkeit des Verblendungsprofiles erreicht, und zum anderen erfolgt eine unmittelbare Abstützung desselben auf der Profilschiene. Auf die Oberfläche des Verblendungsprofils einwirkende Kräfte führen somit auch nicht zu einem Durchbiegen oder gar zu Beschädigungen des Verblendungsprofiles.

    [0007] Gemäß einer besonderen Ausgestaltung besteht das Verbindungselement aus einem elastisch federnden Material, und es enthält wenigstens einen federnden Teil oder Bereich, der im wesentlichen senkrecht auf die Bodenfläche der Führungsnut einwirkt. Es wird somit eine geeignete Verspannung des Verblendungsprofils in der Profilschiene erreicht, und zwar im wesentlichen senkrecht zur Außenfläche der Profilschiene. Das Verblendungsprofil ist sowohl in Richtung senkrecht zur Oberfläche der Profilschiene als auch quer dazu in Richtung der Hinterschneidung federnd abgestützt. Es können große Fertigungstoleranzen zugelassen werden, und gleichwohl wird ein Klappern infolge eines losen Sitzes des Verblendungsprofils in der Profilschiene verhindert.

    [0008] Die Erfindung wird nachfolgend an Hand der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiele näher erläutert. Es zeigen:

    Fig. 1 schematisch eine perspektivische Darstellung der Anordnung,

    Fig. 2 teilweise einen Schnitt durch eine Anordnung ähnlich Fig. 1 und zwar entlang Schnittlinie 11,

    Fig. 3 eine Aufsicht in Blickrichtung 111 gemäß Fig. 2,

    Fig. 4 eine Aufsicht auf eine Ausführungsform mit einem mäanderförmig ausgebildeten Verbindungselement,

    Fig. 5 einen Schnitt ähnlich Fig. 2 durch eine weitere Ausführungsform und

    Fig. 6 eine Ausführungsform mit einem einen ringförmigen Querschnitt aufweisenden Verbindungselement.



    [0009] In Fig. 1 ist schematisch eine Profilschiene 2 dargestellt, welche als eine obere Profilschiene für eine Duschtrennwand ausgebildet ist. Die Profilschiene 2 enthält im Inneren eine Führungsbahn 4, auf welcher hier nicht dargestellte Rollen oder dergleichen zwecks Befestigung einer Schiebetür gelagert sind. Weitere entsprechend ausgebildete Führungsbahnen können vorgesehen sein. Auf der, beispielsweise einem Betrachter zugewandten, sichtbaren Außenfläche 6 weist die Profilschiene 2 eine sich in Richtung einer Längsachse 8 erstreckende Führungsnut 10 auf, in welche ein Verblendungsprofil 12 eingesetzt ist. Die Führungsnut 10 enthält zwei seitliche Hinterschneidungen 14, 16, die einen etwa rechteckförmigen Querschnitt aufweisen und nachfolgend auch als Ausnehmungen bezeichnet werden. Die Hinterschneidungen bzw. Ausnehmungen 14,16 können auch andere Querschnittsformen aufweisen.

    [0010] Das Verblendungsprofil 12 weist auf der einen Seite einen Schenkel 24 auf, welcher in die Ausnehmung 16 der Profilschiene 2 eingreift. Etwa in der Mitte des Verblendungs-Profils 12 befindet sich ein Steg 62, welcher sich bis auf die Bodenfläche 35 der Führungsnut 10 erstreckt.

    [0011] An dem genannten Steg 62 ist ein Schenkel 64 angeordnet, welcher ebenfalls auf der Bodenfläche 38 aufliegt. Dieser Schenkel 64 erstreckt sich in die entgegengesetzte Richtung wie der Schenkel 24, und zwar in Richtung auf die Ausnehmung 14. Es ist also eine Längsnut 18 geschaffen, welche in Richtung zur Ausnehmung 14 offen ist. In die Längsnut 18 ist ein Verbindungselement 28 eingesetzt, welches mit einem als Riegel ausgebildeten Vorsprung 34 in die Ausnehmung 14 eingreift. Ein mit dem Riegel 34 verbundener Hebel 66 ist durch Einschneiden bzw. Herausstanzen eines L-förmigen Schlitzes 68 geschaffen. Das Verbindungselement 28 besteht aus einem elastischen Material, insbesondere Kunststoff oder Metall, so daß aufgrund des Hebels 66 ein federndes Einrasten des Riegels 34 in die Ausnehmung 14 ermöglicht wird. Das Verbindungselement 28 weist ferner ein federndes Teil 70 auf, mittels welchem eine Verspannung senkrecht zur Außenfläche 6 bzw. zur Bodenfläche 10 erreicht wird. Ein unerwünschtes Hin- und Herrutschen des Verbindungselements 28 oder gar des Verblendungsprofils 12 wird durch die erläuterte doppelte Federwirkung in zwei zueinander senkrechten Richtungen somit vermieden. Es bedarf keiner besonderen Hervorhebung, daß aufgrund des federnd angeordneten Riegels 34 ohne Schwierigkeiten die erforderliche Verspannung des Verbindungselements 28 zum einen in der Ausnehmung 14 und zum anderen an dem Steg 62 sichergestellt werden kann. Von dem Verbindungselement 28 sind hier drei Riegel 34 sowie zwei federnde Teile 70 dargestellt, wobei das Verbindungselement 28 in einem gewissen Abstand zur Stirnfläche der Profilschiene angeordnet ist. Es ist ersichtlich, daß ein erfindungsgemäß ausgebildetes Verbindungselement ggf. die gleiche Länge wie die Profilschiene selbst aufweisen kann.

    [0012] Ferner kann das Verbindungselement 28 aber auch wesentlich kürzer als die Profilschiene 2 ausgebildet sein, wobei ggf. über die Gesamtlänge der Profilschiene mehrere derartige, kurze Verbindungselemente angeordnet sein können.

    [0013] In einer alternativen, hier nicht dargestellten Ausführungsform kann an den mittleren Steg 62 noch ein weiterer Schenkel vorgesehen sein, welcher sich jedoch in die andere Richtung als der oben ekläuterte Schenkel 64 erstreckt. Diese beiden Schenkel und der genannte mittlere Steg weisen somit einen etwa T-förmigen Querschnitt auf, wobei zwei Längsnuten nunmehr vorhanden sind, die sich jeweils zu den zugeordneten Ausnehmungen der Profilschiene hin öffnen. Der genannte zusätzliche an der Bodenfläche der Profilschiene aufliegende Schenkel kann dann unmittelbar in die zugeordnete Ausnehmung eingreifen, oder es kann auch hier ein Verbindungselement vorgesehen werden, welches dem oben bereits ausführlich beschriebenen Verbindungselement entspricht.

    [0014] In Fig. 2 ist teilweise ein Schnitt durch eine etwas abgewandelte Profilschiene entsprechend einem Schnitt entlang der Schnittlinie 11 von Fig. 1 dargestellt. Die Führungsnut 10, das Verblendungsprofil 12 sowie das Verbindungselement 28 sind übereinstimmend mit der obigen Ausführungsform ausgebildet. Das Verblendungsprofil 12 greift mit seinem etwa stufenförmig ausgebildeten Schenkel 24 in die Ausnehmung 14 der Profilschiene 2 ein. Es sei hier hervorgehoben, daß der Schenkel 24 auch auf der Bodenfläche 38 der Führungsnut 10 abgestützt ist. Ebenso liegt der an dem mittleren Steg 62 angeordnete Schenkel 64 auf der Bodenfläche 38 auf, wodurch insgesamt eine stabile Anordnung und Auflagerung des Verblendungsprofils 12 in der Profilschiene 2 sichergestellt ist. Der Schenkel 64 verläuft im wesentlichen parallel zu der Innenfläche 44 des Verblendungsprofils 12, wobei in die derart gebildete Längsnut 18 das Verbindungselement 28 eingesetzt ist, dessen Riegel 34 in die Ausnehmung 16 der Profilschiene 2 eingreift. Mit strichpunktierten Linien ist das Verblendungsprofil samt eingesetztem Verbindungselement bei der Montage angedeutet. Es wird also das Verblendungsprofil zunächst mit seinem Schenkel 24 in die Ausnehmung 14 eingesetzt. Anschließend wird durch einfaches Herunterdrücken des Verblendungsprofils in Richtung auf die Nutfläche 38 die endgültige Befestigung hergestellt, wobei der federnd angeordnete Riegel zunächst in Richtung auf den Steg 62 zurückgedrückt wird, um daraufhin in die Ausnehmung 16 einzurasten. Zur Erleichterung dieser Vorgänge ist die Seitenfläche 46 des Riegels 34 mit einer abgerundeten Kontur versehen.

    [0015] In Fig. 3 ist eine Aufsicht auf das Verblendungsprofil 12 und das eingesetzte Verbindungselement 28 in Blickrichtung 111 auf die Innenfläche 44 dargestellt. Der sich in Richtung der Längsachse 8 erstreckende Schenkel 64 weist eine Breite 72 auf, welcher wenigstens 25 % der Gesamtbreite 74 des Verblendungsprofils 12 beträgt. Hierdurch ist eine sichere und zuverlässige Abstützung des Verbindungselements 28 in der derart gebildeten Längsnut 18 sichergestellt.

    [0016] Wesentlich ist ferner, daß die Seitenkante 78 des Schenkels 64 etwa durch die Mitte des Schlitzes 68 verläuft. Es ist also auch eine elastische Bewegbarkeit des Hebels 66 und des Schenkels 64 in Richtung senkrecht zur Innenfläche 44 bzw. zur Bodenfläche 38 gegeben. Aufgrund des L-förmigen Schlitzes 68 wird das federnde Zurückbiegen des Riegels 34 in Richtung des Pfeiles 50 in eine hier strichpunktiert dargestellte Position ermöglicht. Der Hebel 66 weist in Richtung der Längsachse 8 eine vorgegebene Länge 78 auf.

    [0017] Diese Länge 78 kann den jeweiligen Erfordernissen, insbesondere unter Berücksichtigung der Elastizität und Festigkeit des Materials vom Verbindungselement 28 vorgegeben werden. Bei der gezeigten Ausführungsform sind wenigstens zwei Riegel 34 sowie zwei federnde Teile 70 vorhanden und es ist ersichtlich, daß ggf. über die Gesamtlänge der Profilschiene noch weitere Riegel sowie federnde Teile oder ggf. auch entsprechend ausgebildete kurze weitere Verbindungselemente vorgesehen werden können. Der Riegel 34 steht teilweise bzw. mit einer Nase über die seitliche Außenkante 80 heraus, wobei erfindungsgemäß eine Abstimmung mit der Breite 82 des Schlitzes 68 derart vorgenommen ist, daß der Riegel 34 ungehindert in die strichpunktiert angedeutete Stellung beim Einsetzen des Verblendungsprofils gedrückt werden kann.

    [0018] In Fig. 4 ist wiederum eine Aufsicht auf das Verblendungsprofil 12 und das eingesetzte Verbindungselement 28 dargestellt, welches nunmehr in Richtung der Längsachse etwa mäanderförmig ausgebildet ist. Das Verbindungselement 28 besteht beispielsweise aus Federstahl oder aus einem entsprechend elastisch verformbaren Kunststoff, wobei eine Gesamtbreite 84 zwischen den seitlichen Bögen 86, 88 vorgegeben ist. Hierbei ragt der eine seitliche Bogen 86 über die seitliche Außenkante 80 des Verblendungsprofils 12 heraus, während der oder die anderen seitlichen Bögen 88 sich in der Längsnut 18 befinden. Wird beim Einsetzen in die hier nicht dargestellte Profilschiene eine Längskraft F auf das Verbindungselement 28 ausgeübt, so reduziert sich die Gesamtbreite 84. Gesamtbreite, elastische Verformbarkeit sowie aufzubringende Längskraft sind derart aufeinander abgestimmt, daß beim Einsetzen die Außenkante 90 ohne weiteres an der zugeordneten Innenkante, welche sich im Bereich der Oberfläche der Profilschiene befindet, vorbeigleiten kann. Bei dieser Ausführungsform ist erfindungsgemäß die senkrecht zur Innenfläche 44 wirksame Federkraft dadurch vorgegeben, daß das Verbindungselement senkrecht zur Längsebene, in welcher die Bögen 86,88 liegen, etwa wellenförmig vorgebogen sind. Zumindest der Bogen 86 ist mit einer abgerundeten Kontur versehen.

    [0019] Es sei hier ausdrücklich hervorgehoben, daß die Längskraft F beim Einsetzen sozusagen automatisch und ohne weitere Maßnahmen erzeugt wird. Wird nämlich das in die Längsnut 18 eingesetzte Verbindungselement 28 zusammen mit dem Verblendungsprofil in die Profilschiene hineingedrückt, so wirkt auf den seitlich herausstehenden Bogen 86 eine Kraft, die im wesentlichen senkrecht zur Zeichenebene wirkt. Aufgrund der erfindungsgemäß vorgeschlagenen Ausbildung des Verbindungselements erfolgt hierbei auch eine Kraftumlenkung, so daß die oben erläuterte Längskraft F wirksam wird. Ggf. kann aber auch zusätzlich oder auch teilweise von außen diese Längskraft F aufgebracht werden.

    [0020] Fig. 5 zeigt eine weitere Ausführungsform, und zwar in einem Schnitt ähnlich Fig. 2, wobei nunmehr die Längsnut 18 eine vergleichsweise geringe Breite 92 aufweist. Das Verbindungselement 28 ist hier als eine "Schnur" aus Gummi oder einem elastischen Kunststoff oder dergleichen hergestellt, und es erstreckt sich senkrecht zur Zeichenebene in Richtung der Längsachse. Das Verbindungselement 28 weist in Richtung der Längsachse also einen im wesentlichen konstanten Querschnitt auf, wobei dieser vor dem Einsetzen in die Profilschiene 2 etwa kreisringförmig war. Beim Einsetzen in die Profilschiene 2 wurde das Verbindungselement in Richtung der Längsachse gedehnt, wobei eine Querschnittsminderung derart erfolgte, daß die hier gestrichelt angedeutete Aussenkante 90 des Verbindungselements 28 an der Innenkante 94 der Profilschiene 2 vorbeigleiten konnte. Nachfolgend wurde die Längskraft von dem Verbindungselement 28 genommen mit der Folge, daß eine Querschnittserweiterung in der dargestellten Weise erfolgen konnte. Wie ersichtlich, drückt die Außenkante 90 auch noch etwas in das elastische Verbindungselement 28 ein, so daß nicht mehr der vollständige, ursprünglich kreisringförmige Querschnitt sich einstellt. Hierdurch wird in besonders einfacher Weise eine bleibende gegenseitige Verspannung von Verblendungsprofil 12 und Profilschiene 2 aufrechterhalten. Dies ist von maßgebender Bedeutung im Hinblick auf eine spielfreie Verbindung, wobei Fertigungstoleranzen ohne weiteres ausgeglichen werden. Erfindungsgemäß wird somit ein unbeabsichtigtes Verrutschen oder Verschieben des Verblendungsprofils 12 in der Profilschiene 2 unterbunden. Es ist somit auch bei dieser Ausführungsform ein federnder Bereich vorhanden, welcher der oben erläuterten Zunge entspricht.

    [0021] Fig. 6 zeigt eine weitere Ausführungsform, bei welcher ein bogenförmiger Steg 62 vorhanden ist. Dieser Steg 62 liegt auf der Bodenfläche 38 auf, und er enthält bzw. bildet ferner die sich seitlich öffnende Längsnut 18. In der Längsnut 18 ist das elastisch federnde Verbindungselement 28 angeordnet, welches einen ringförmigen Querschnitt aufweist. Das Verbindungselement 28 liegt teilweise auch an der Innenkante der Profilschiene 2 an, wobei aufgrund entsprechender Dimensionierung auch eine Anpresskraft wirksam ist. Es wird eine in Richtung auf die Bodenfläche 38 gerichtete Kraftkomponente wirksam und mittels des Verbindungselements 28 ist somit eine zuverlässige Befestigung des Verblendungsprofiles 12 in der Führungsnut der Profilschiene 2 sichergestellt. In die gegenüberliegende Hinterschneidung 16 greift das Verblendungsprofil 12 mit einem Schenkel 24 ein. Dieser Schenkel 24 ist in seiner Formgebung entsprechend an die Kontur der Hinterschneidung 16 angepasst.

    [0022] Bei den oben erläuterten Ausführungsformen greift das Verblendungsprofil 12 jeweils mit einem Schenkel in die eine Hinterschneidung 16 ein, während für die gegenüberliegende Hinterschneidung das erfindungsgemäß ausgebildete und angeordnete Verbindungselement vorgesehen ist. Im Rahmen der Erfindung liegen aber auch solche Ausführungsformen, bei welchen das Verblendungsprofil in den beiden gegenüberliegenden Hinterschneidungen mit einem Verbindungselement in der oben erläuterten Weise befestigt ist.




    Ansprüche

    1. Anordnung, insbesondere für eine Duschtrennwand, mit einer Profilschiene (2), die in einer Außenfläche (6) eine hinterschnittene Führungsnut (10) mit zwei seitlichen Hinterschneidungen (14,16) aufweist, mit einem Verblendungsprofil (12), welches mittels mindestens eines an der Innenfläche angeordneten elastischen Verbindungselements (28) in der Hinterschneidung (14) der Führungsnut (10) gehalten ist, wobei das Verbindungselement (28) einerseits in der Längsnut (18) und andererseits mit einem seitlichen Teil (34, 86) in der Hinterschneidung (14) angeordnet ist,
    dadurch gekennzeichnet, daß die Längsnut (18) des Verblendungsprofils (12) zumindest teilweise in der Ebene der Hinterschneidung (14) angeordnet und zu dieser hin offen ist, daß beim Einsetzen des Verblendungsprofiles (12) in die Führungsnut (10) der seitliche Teil (34, 86) des Verbindungselementes (28), welches zuvor in der Längsnut (18) angeordnet wurde, in die Längsnut (18) hinein elastisch verformbar ist, und daß in die andere seitliche Hinterschneidung (16) ein Schenkel (24) des Verblendungsprofils (12) oder ein Teil eines weiteren Verbindungselements eingreift, das in einer von der ersten Längsnut (18) durch einen Steg getrennten weiteren Längsnut des Verblendungsprofils (12) entsprechend wie das erstgenannte Verbindungselement (28) angeordnet ist.
     
    2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Verblendungsprofil (12) einen Steg (62) und / oder einen Schenkel (64, 24) aufweist, welche die Längsnut (18) zumindest teilweise begrenzen und welche auf der Bodenfläche (38) der Führungsnut (10) aufliegen.
     
    3. Anordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Steg (62) und der Schenkel (64) im wesentlichen in der Mitte des Verblendungsprofils (12) angeordnet sind.
     
    4. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Verbindungselement (28) aus einem elastisch federnden Material besteht und wenigstens einen federnden Teil (70) oder einen federnden Bereich aufweist, welcher im wesentlichen senkrecht auf die Bodenfläche (38) der Führungsnut (10) einwirkt.
     
    5. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der seitliche Teils als Vorsprung (34) ausgebildet ist, der über einen Hebel (66) am Verbindungselement (28) angeordnet ist, wobei ein im wesentlichen L-förmiger Schlitz (68) vorhanden ist.
     
    6. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Verbindungselement (28) in Richtung der Längsachse (8) zumindest näherungsweise mäanderförmig ausgebildet ist und wenigstens zwei quer zur Längsachse (8) beabstandete, seitliche Bögen (86, 88) aufweist, von welchen der eine seitliche Bogen (86) in die Hinterschneidung (14) der Profilschiene (2) eingreift.
     


    Claims

    1. An arrangement, in particular for a shower partition wall, having a profiled rail (2) which comprises on an outer face (6) an undercut guide groove (10) with two lateral undercuts (14,16), a facing section (12) which is held in the undercut (14) of the guide groove (10) by means of at least one resilient connexion element (28) disposed on the inner face, the connexion element (28) being arranged on the one hand in the longitudinal groove (18) and on the other hand with a lateral portion (34, 86) in the undercut (14), characterized in that the longitudinal groove (18) of the facing section (12) is arranged at least partly in the plane of the undercut (14) and is open towards the latter, during the insertion of the facing section (12) in the guide groove (10) the lateral portion (34, 86) of the connexion element (28) which was previously arranged in the longitudinal groove (18) is resiliently deformable into the longitudinal groove (18), and a flange (24) of the facing section (12) or a part of a further connexion element, which is disposed in a further longitudinal groove of the facing section (12) separated from the first longitudinal groove (18) by a web a manner corresponding to the first connexion element (28), engages in the other lateral undercut (16).
     
    2. An arrangement according to Claim 1, characterized in that the facing section (12) comprises a web (62) and/or a flange (64,24), which at least partly define the longitudinal groove (18) and which rest on the base surface (38) of the guide groove (10).
     
    3. An arrangement according to Claim 2, characterized in that the web (62) and the flange (64) are disposed substantially in the centre of the facing section (12).
     
    4. An arrangement according to any one of Claims 1 to 3, characterized in that the connexion element (28) consists of a resilient material and comprises at least one resilient part (70) or a resilient area which acts substantially perpendicularly upon the base surface (38) of the guide groove (10).
     
    5. An arrangement according to any one of Claims 1 to 4, characterized in that the lateral part is formed as a projetion (34) which is disposed on the connexion element (28) by way of a lever (66), there being provided an essentially L-shaped slot (68).
     
    6. An arrangement according to any one of Claims 1 to 3, characterized in that in the direction of the longitudinal axis (8) the connexion element (28) is made at least approximately meander-shaped and comprises at least two lateral curves (86, 88) which are disposed at a distance transversely to the longitudinal axis (8) and one lateral curve (86) of which engages in the undercut (14) of the profiled rail (2).
     


    Revendications

    1. Dispositif, en particulier pour une cloison de douche, comprenant un profilé (2) qui présente, dans une surface extérieure (6), une rainure de guidage à contre-dépouille (10) munie de deux contre-dépouilles latérales (14, 16), un élément profilé de parement (12), qui est tenu dans la contre-dépouille (14) de la rainure de guidage (10) à l'aide d'au moins un elément d'assemblage élastique (28) disposé contre la surface intérieure, l'élément d'assemblage (28) étant disposé, d'une part, dans la rainure longitudinale et, d'autre part, dans la contre-dépouille (14) par une partie latérale (34,86), CARACTERISE EN CE QUE la rainure longitudinale (18) de l'élément profilé de parement (12) est disposée au moins partiellement dans le plan de la contre-dépouille (14) et est ouverte vers celle-ci, et EN CE QUE, lors de la mise en place de l'élément profilé de parement (12) dans la rainure de guidage (10), la partie latérale (34,86) de l'élément d'assemblage (28) qui a été précédemment disposé dans la rainure longitudinale (18) peut se déformer élastiquement en s'engageant dans la rainure longitudinale (18), et EN CE QUE, dans l'autre contre-dépouille latérale (16), s'engage une aile (24) de l'élément profilé de parement (12) ou une partie d'un autre élément d'assemblage qui est disposé dans une autre rainure longitudinale de l'élément profilé de parement (12), séparée de la première rainure longitudinale (18) par une nervure, de la même façon que l'élément d'assemblage (28) cité en premier.
     
    2. Dispositif selon la revendication 1, CARACTERISE EN CE QUE l'élément profilé de parement (12) présente une nervure (62) et/ou une aile (64,24) qui limitent au moins partiellement la rainure longitudinale (18) et qui s'appuient sur la surface de fond (38) de la rainure de guidage (10).
     
    3. Dispositif selon la revendication 2, CARACTERISE EN CE QUE la nervure (62) et l'aile (64) sont disposées sensiblement au milieu de l'élément profilé de parement (12).
     
    4. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 3, CARACTERISE EN CE QUE l'élément d'assemblage (28) est fait d'une matière à ressorts élastiques et présente au moins une partie formant ressort (70) ou une région formant ressort qui agit sensiblement perpendiculairement sur la surface de fond (38) de la rainure de guidage (10).
     
    5. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 4, CARACTERISE EN CE QUE la partie latérale revêt la forme d'une saillie (34) qui est reliée à l'élément d'assemblage (28) par un levier (66), cependant qu'il est prévu une fente (68) sensiblement en forme de L.
     
    6. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 3, CARACTERISE EN CE QUE l'élément d'assemblage (28) est au moins approximativement d'une forme sinueuse dans la direction de l'axe longitudinal (8) et présente au moins deux ondes latérales (86, 88) espacées dans la direction transversale à l'axe longitudinal (8), l'une (86) des ondes latérales s'engageant dans la contredépouille (14) du profilé (2).
     




    Zeichnung