[0001] Die Erfindung betrifft einen Armbandverschluß, insbesondere aus Metall für Uhrarmbänder,
mit einem rahmenartigen Bügel und an diesem angelenkten Schwenkplatten, an denen die
Enden des Armbandes befestigt sind und die gegeneinander auf den Bügel niederschwenkbar
und mit diesem verrastbar sind.
[0002] Es ist ein Armbandverschluß dieser Art bekannt (JP-GM 8612/1985), bei dem die Schwenkplatten
in die inneren Seitenflächen des Rahmenteiles eingreifen und hier verrastet werden.
Durch häufiges Öffnen und Schließen des Verschlusses verschleißen die Schwenkplatten
an ihren Außenrändern und die Innenseiten des Rahmens sehr stark, so daß eine gute
Verriegelung nicht mehr gewährleistet ist und sich der Verschluß unbeabsichtigt öffnen
kann.
[0003] Aufgabe der Erfindung ist es, diesen Nachteil zu vermeiden und den Armbandverschluß
so auszubilden, daß der Verschleiß herabgesetzt und ein sicherer Verschluß auch bei
häufigem Gebrauch stets gewährleistet ist.
[0004] Diese Aufgabe wird mit der Erfindung dadurch gelöst, daß im mittleren Teil des Bügels
ein Rastvorsprung angeordnet ist, der an seinen beiden Längsrändern Rinnen aufweist,
und daß die Schwenkplatten an ihren im geschlossenen Zustand einander zugekehrten
Enden je eine randoffene Ausnehmung aufweisen, die etwas schmaler ist als der Rastvorsprung
und deren innere Seitenränder in geschlossenem Zustand in die Rinnen des Rastvorsprunges
einrasten.
[0005] Diese Ausgestaltung hat den Vorteil, daß die Seitenränder des rahmenartigen Bügels
nicht abgenutzt werden und auch die Schwenkplatten keinem Verschleiß unterworfen sind,
da die die randoffene Ausnehmung der Schwenkplatten begrenzenden Ränder in der Fläche
der Schwenkplatten seitlich auffedern können und sich wieder zusammenziehen, wenn
die Schwenkplatten mit ihrer Ausnehmung über den Rastvorsprung gedrückt werden. Der
Rastvorsprung selbst hat für den Verschluß keine tragende Funktion, sondern dient
nur dazu, die Schwenkplatten in geschlossenem Zustand am Bügel zu verriegeln. Er ist
auch kaum einem Verschleiß unterworfen, da die Seitenränder der Schwenkplatten seitlich
nachgeben, wenn die Ausnehmungen über den Rastvorsprung geschoben oder von diesem
abgezogen werden.
[0006] Besonders zweckmäßig ist es, wenn die Schwenkplatten Schlitze aufweisen, die von
den Ausnehmungen ausgehen und sich über nahezu die gesamte Länge der Schwenkplatten
erstrecken. Da diese Schlitze mit den Ausnehmungen in Verbindung stehen, bilden sie
lange Zungen, an die sich die Seitenränder der Ausnehmungen anschließen und die eine
einerseits weiche, andererseits aber auch genügend große Federkraft auf die Seitenränder
der Ausnehmungen ausüben, wenn diese beim Öffnen und Schließen der Schwenkplatten
seitlich aufgeweitet werden und dann wieder in ihre Ausgangsstellung zurückkehren.
[0007] Um eine Kerbwirkung am Ende der Schlitze zu verhindern, sind diese an ihren den Ausnehmungen
gegenüberliegenden Enden vorteilhaft mit einer Ausrundung versehen.
[0008] Um einen sicheren Halt der Seitenränder der Ausnehmungen der Schwenkplatten in den
Rinnen des Rastvorsprunges zu erreichen, können die inneren Seitenränder der Ausnehmungen
zweckmäßig mit Wülsten versehen sein, die in die Rinnen des Rastvorsprunges eingreifen.
[0009] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
und der Zeichnung, in denen eine besonders zweckmäßige Ausführungsform der Erfindung
an einem Beispiel näher erläutert wird. Es zeigt:
Fig. 1 die Teildarstellung eines Uhrarmbandes mit einem Armbandverschluß nach der
Erfindung in geschlossenem Zustand in einer Draufsicht,
Fig. 2 den Gegenstand der Fig. 1 in einer Seitenansicht,
Fig. 3 den Gegenstand der Fig. 2 mit teilweise geöffnetem Armbandverschluß,
Fig. 4 den Armbandverschluß nach der Erfindung in teilgeöffnetem Zustand in einer
perspektivischen Darstellung,
Fig. 5 das linke Ende eines Gliederarmbandes mit den zugehörigen Anschlußteilen und
dem Ende der anzuschließenden Schwenkplatte in auseinandergezogener Darstellung in
einer perspektivischen Untersicht,
Fig. 6 eine schematische Teildraufsicht auf eine über den Rastvorsprung geschobene
Schwenkplatte, wobei der Bügel und das Armbandende der Übersichtlichkeit halber fortgelassen
ist,
Fig. 7A
bis 7C einen Querschnitt durch den vollständigen Armbandverschluß nach Fig. 6 in drei
verschiedenen Verriegelungsphasen und
Fig. 8 ein Anschlußteil zum Anschließen eines Lederarmbandes an den Armbandverschluß
nach der Erfindung.
[0010] In den Zeichnungen ist mit 10 ein Uhrarmband bezeichnet, das bei der in den Fig.
l, 2, 3 und 5 dargestellten Ausführungsform als Gliederband und bei der in Fig. 8
dargestellten Ausführungsform als Leder- oder Kunststoffband ausgebildet ist und dessen
einander zugekehrte Enden 10a und 10b an einen Armbandverschluß angeschlossen sind,
der in seiner Gesamtheit mit 11 bezeichnet ist. Der Armbandverschluß 11 besteht aus
einem langgestreckten, rahmenartigen Bügel 12, der in Längsrichtung zweckmäßig flach
gewölbt ist, damit er sich dem Handgelenk des Benutzers besser anpaßt. An jedem Ende
12a bzw. 12b des Bügels 12 ist mit einem Stift 13 eine Schwenkplatte 14a bzw. 14b
gelenkig befestigt. Jede Schwenkplatte 14a bzw. 14b ist etwa halb so lang wie der
rahmenartige Bügel 12, ebenso gebogen wie dieser und so breit, daß er zwischen die
Längsholme 15 des rahmenartigen Bügels 12 mit geringem seitlichen Spiel paßt.
[0011] An den freien Enden 16a und 16b der Schwenkplatten 14a und 14b sind die freien Enden
10a und 10b des Uhrarmbandes befestigt. Zu diesem Zweck sind an den freien Enden 16a
und 16b der Schwenkplatten 14a und 14b Scharnierösen 17a bzw. 17b vorgesehen, durch
die ein Scharnierstift 18 hindurchgesteckt werden kann, dessen freie Enden in hierfür
vorgesehene Bohrungen 19 eines Endstückes 20 am Metallgliederband oder eines Endstückes
21 eingreift, das am Lederband befestigt ist (Fig. 5 bzw. Fig 8).
[0012] Wie aus den Fig. 4 und 7A bis 7C hervorgeht, sind die beiden Holme 15 des rahmenartigen
Bügels 12 in ihrem mittleren Teil durch einen flachen Steg 22 miteinander verbunden,
der an seiner Oberseite zwischen den Holmen 15 einen etwa rechteckigen Rastvorsprung
23 trägt. Der Rastvorsprung 23 hat an seinen beiden Längsrändern 24a und 24b Rinnen
25 oder eingezogene Bereiche, die sich im unteren Teil des Rastvorsprunges 23 befinden,
der im oberen Teil etwas breiter ist und abgeschrägte obere Längskanten hat, so daß
sich ein etwa pilzförmiger Querschnitt ergibt, wie dies in den Fig. 7A, 7B und 7C
zu erkennen ist.
[0013] Die Schwenkplatten 14a und 14b, die im geschlossenen Zustand des Armbandverschlusses
mit ihren Scharnierösen 17a und 17b gegeneinanderstoßen, haben an ihren einander zugekehrten
Enden 16a und 16b je eine randoffene Ausnehmung 26a bzw. 26b, deren lichte Weite etwas
kleiner ist als die Breite des Rastvorsprunges 23 im Bereich seiner oberen Längsränder
24a und 24b. Die inneren Seitenränder 27 der Ausnehmungen 26a bzw. 26b erstrecken
sich parallel zu den Seitenrändern 24 des Rastvorsprunges 23 und sind an ihren unteren
Kanten mit Wülten 28 versehen, die in die Rinnen 25 des Rastvorsprunges 23 einrasten
können und die breiteren oberen Kanten der Seitenränder 24 des Rastvorsprunges hintergreifen,
wie dies in Fig. 7C dargestellt ist.
[0014] Wie insbesondere aus den Fig. 4 und 6 hervorgeht, geht jede Ausnehmung 26a bzw. 26b
in einen langgestreckten Schlitz 29a bzw. 29b über, der sich in der Mitte der jeweiligen
Schwenkplatte 14a bzw. 14b über nahezu dessen gesamte Länge erstreckt und an seinem
der Ausnehmung 26a bzw. 26b gegenüberliegenden Ende mit einer Ausrundung 30a bzw.
30b versehen ist.
[0015] Bei der dargestellten bevorzugten Ausführungsform besteht der Armbandverschluß 11
aus Metall, beispielsweise aus Stahl, Silber oder einem niedrigkarätigen Gold; er
könnte aber auch, jedenfalls teilweise, aus einem harten und verhältnismäßig elastischen
Kunststoff hergestellt sein.
[0016] Die Wirkungsweise des Armbandverschlusses ist folgende:
[0017] Im offenen Zustand nehmen der rahmenartige Bügel 12 und die mit ihm gelenkig verbundenen
Schwenkplatten 14a und 14b eine annähernd gestreckte Lage ein, so daß das Uhrarmband
10 etwa um die doppelte Länge des Bügels 12 verlängert ist. Beim Schließen des Uhrarmbandes
10 werden dessen beide Enden 10a und 10b gegeneinander geführt, wobei der rahmenartige
Bügel 12 auf dem Handgelenk des Benutzers aufliegt und die Schwenkplatten 14a und
14b gegeneinander auf den Bügel niederschwenken. Die einander zugekehrten Enden 16a
und 16b der Schwenkplatten 14a und 14b werden dann mit ihren Ausnehmungen 26a und
26b über den Rastvorsprung 23 gedrückt, wobei die von den Schlitzen 29a bzw. 29b getrennten
Zungen 30 der Schwenkplatten 14a und 14b in ihrer Ebene auseinandergedrückt werden
und die Innenränder 27 der Ausnehmungen 26a und 26b über die oberen Kanten der Längsränder
24 des Rastvorsprunges 23 hinweggleiten und mit den Wülsten 28 in den Rinnen 25 des
Rastvorsprunges 23 einrasten, wie dies in den Fig. 7A, 7B und 7C gezeigt ist. Die
federnde Rückstellkraft der Zungen 30 drückt die Innenränder 27 der Ausnehmungen 26a
und 26b fest gegen die Längsränder 24 des Vorsprunges 23, so daß sich der Armbandverschluß
nicht unbeabsichtigt öffnen kann.
[0018] Andererseits ist es ohne weiteres möglich, durch Anheben der einander zugekehrten
Enden 16a und 16b des Armbandes den Verschluß zu öffnen, um den Bügel 12 und die Schwenkplatten
14a und 14b wieder in eine gestreckte Lage zu bringen und hierdurch das Uhrarmband
so weit zu verlängern, daß es über die Hand des Benutzers gezogen werden kann.
[0019] Die Erfindung ist nicht auf das dargestellte und beschriebene Ausführungsbeispiel
beschränkt, sondern es sind mehrere Änderungen und Ergänzungen möglich, ohne den Rahmen
der Erfindung zu verlassen. Beispielsweise ist es möglich, für jede Schwenkplatte
einen eigenen Rastvorsprung vorzusehen, der auch im Grundriß kreisrund oder oval ausgebildet
sein könnte. Ferner kann der Verschluß nicht nur für Uhrarmbänder, sondern auch für
Schmuckarmbänder verwendet werden und es ist auch möglich, den Anschluß der Armbandenden
am Verschluß etwas anders auszubilden, wenn sich hierdurch im Einzelfall Vorteile
ergeben. Weiterhin ist es natürlich auch möglich, an den Innenrändern der Ausnehmungen
Rillen vorzusehen, in die an den Rastvorsprüngen vorgesehene Wülste eingreifen.
1. Armbandverschluß, insbesondere aus Metall für Uhrarmbänder, mit einem rahmenartigen
Bügel und an diesem angelenkten Schwenkplatten, an denen die Enden des Armbandes befestigt
sind und die gegeneinander auf den Bügel niederschwenkbar und mit diesem verrastbar
sind, dadurch gekennzeichnet , daß im mittleren Teil des Bügels (12) ein Rastvorsprung
(23) angeordnet ist, der an seinen beiden Längsrändern (24) Rinnen (25) aufweist,
und daß die Schwenkplatten (14a, 14b) an ihren im geschlossenen Zustand einander zugekehrten
Enden (16a, 16b) je eine randoffene Ausnehmung (26a, 26b) aufweisen, die etwas schmaler
ist als der Rastvorsprung (23) und deren innere Seitenränder (27) in geschlossenem
Zustand in die Rinnen (25) des Rastvorsprunges (23) einrasten.
2. Armbandverschluß nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet , daß die Schwenkplatten
(14a, 14b) Schlitze (29a, 29b) aufweisen, die von den Ausnehmungen (26a bzw. 26b)
ausgehen und sich über nahezu die gesamte Länge der Schwenkplatten (14a bzw. 14b)
erstrecken.
3. Armbandverschluß nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet , daß die Schlitze
(29a, 29b) an ihren den Ausnehmungen (26a, 26b) gegenüberliegenden Enden mit einer
Ausrundung (30a bzw. 30b) versehen sind.
4. Armbandverschluß nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet , daß
die inneren Seitenränder (27) der Ausnehmungen (26a bzw. 26b) mit Wülsten (28) versehen
sind, die in die Rinnen (25) des Rastvorsprunges (23) eingreifen.