(19)
(11) EP 0 208 169 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
14.01.1987  Patentblatt  1987/03

(21) Anmeldenummer: 86108114.9

(22) Anmeldetag:  13.06.1986
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)4H01T 23/00
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH DE FR GB IT LI LU NL SE

(30) Priorität: 26.06.1985 DE 3522881

(71) Anmelder: Eltex-Elektrostatik Gesellschaft mbH
D-79576 Weil am Rhein (DE)

(72) Erfinder:
  • Hahne, Ernst-A.
    CH-4123 Allschwil (CH)
  • Künzig, Hermann
    D-7858 Weil am Rhein 4 (DE)

(74) Vertreter: Säger, Manfred, Dipl.-Ing. et al
Patentanwälte Säger & Partner Postfach 81 08 09
D-81908 München
D-81908 München (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Hochspannungselektrode


    (57) Die elektrostatische Hochspannungselektrode dient zur lonisierung der Luft und ist mit einer Vielzahl von zumindest in einer Reihe angeordneten, nadelförmig ausgebildeten Einzelelektroden (9) mit je einer Spitze (10) versehen. Alle Einzelelektroden (9) sind gleich ausgebildet sowie parallel zueinander angeordnet, wobei die Spitzen (10) in einer Ebene liegen und ihre freie Länge (13) sich zu ihrem Durchmesser mindestens wie 50:1 verhält. Ferner sind mehrere gleich ausgebildete Reihen (6, 7, 8) mit Einzelelektroden (9) vorgesehen, wobei den Einzelelektroden der einen Reihe die Zwischenräume zwischen den einzelnen Elektroden der benachbarten Reihe gegenüberliegen. Ferner weisen die Einzelelektroden (9) mindestens voneinander den Abstand ihrer halben freien Länge (13) auf.




    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft eine elektrostatische Hochspannungselektrode gemäß dem Oberbegriff des Hauptanspruchs.

    [0002] Elektroden dieser Gattung, insbesondere zur Ionsisierung der Luft sind in einer Vielzahl von Ausführungsformen bekannt.

    [0003] Allen bekannten Elektroden haftet aber der Nachteil an, daß im Betrieb Ozon erzeugt wird, was im hohem Maße unerwünscht ist.

    [0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine gattungsgemäße Hochspannungselektrode so auszubilden, daß im Betrieb möglichst wenig Ozon gebildet wird.

    [0005] Diese Aufgabe wird bei einer gattungsgemäßen Hochspannungselektrode gemäß dem Oberbegriff des Hauptanspruchs erfindungsgemäß durch dessen kennzeichnende Merkmale in überraschend einfacher Weise dadurch gelöst, daß die Einzelelektroden eine große Längserstreckung haben und in einer bestimmten Packungsdichte unvergossen in der Atmosphäre angeordnet werden, wobei keine sonstigen Spitzen, Grate oder sonstige Unebenheiten vorhanden sind.

    [0006] Zweckmäßige Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet.

    [0007] Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel wird nachfolgend unter Bezugnahme auf die Zeichnung näher erläutert. In dieser zeigt:

    Figur 1 eine Hochspannungselektrode gemäß der Erfindung, in perspektivischer Darstellung;

    Figur 2 eine Draufsicht II-II gemäß Figur 1 und

    Figur 3 eine Seitenansicht III-III gemäß Figur 1.



    [0008] Die insgesamt mit 5 bezeichnete, elektrostatische Hochspannungselektrode zur Ionisierung der Luft weist in drei Reihen 6, 7, 8, die parallel zueinander verlaufen und als Printplatten ausgebildet sind, je eine Reihe zueinander parallel verlaufender Einzelelektroden 9 mit einer sehr scharfen Spitze 10 auf. Die Spitzen 10 liegen alle in einer Ebene, die senkrecht zur Längserstrekkung der Einzelelektroden 9 verläuft. Hierbei liegen den Elektroden 9 in der einen Reihe 6 die Zwischenräume zwischen den Elektroden der benachbarten Reihe 7 - und umgekehrt - gegenüber. Die Printplatten 6, 7, 8 weisen eine schematisch mit 11 bezeichnete gedruckte Schaltung mit Lötpunkten 12 für die Einzelelektroden 9 auf, an denen diese festgelötet sind. Alle Elektroden einer Reihe und die Reihen untereinander sind an eine - nicht gezeigte - negative Hochspannungsquelle angeschlossen.

    [0009] Die freie Länge 13 der Einzelelektrode 9 (Figur 3 ), die sich über die Printplatte 8 erstreckt, verhält sich zum Durchmesser der Einzelelektroden mindestens wie 50:1. Ferner sind die Einzelelektroden 9 mindestens im Abstand ihrer halben Länge, vorzugsweise zwei Dritteln davon voneinander beabstandet angeordnet, wie schematisch in Figur 2 ersichtlich, die die senkrecht über die Längsseite 13 der insgesamt rechteckförmigen Platten 6, 7, 8, und zwar senkrecht über der Langseite 13 hervorstehen.


    Ansprüche

    1. Elektrostatische Hochspannungselektrode zur Ionisierung der Luft mit einer Vielzahl von in zumindest einer Reihe angeordneten, nadelförmig ausgebildeten Einzelelektroden mit je einer Spitze, dadurch gekennzeichnet, daß alle nicht vergossenen Einzelelektroden (9) gleich ausgebildet sowie parallel zueinander verlaufen und deren Spitzen (10) in einer Ebene liegen, daß ihre freie Länge (13) sich zu ihrem Durchmesser mindestens wie 50:1 verhält, daß mehrere gleich ausgebildete Reihen (6, 7, 8) mit Einzelelektroden (9) vorgesehen sind, wobei den Einzelelektroden der einen Reihe die Zwischenräume zwischen den Einzelelektroden der benachbarten Reihe gegenüberliegen und daß die Einzelelektroden (9) mindestens voneinander den Abstand ihrer halben freien Länge (13) aufweisen.
     
    2. Elektrode nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Verhältnis Länge zu Durchmesser der Einzelelektroden (9) im Bereich 80-120 liegt.
     
    3. Elektrode nach Anspruch 1, dadurch ge-kennzeichnet, daß die Einzelelektroden (9) mindestens voneinander den Abstand von zwei Dritteln ihrer Länge aufweisen.
     
    4. Elektrode nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Einzelelektroden (9) einer Reihe (6, 7, 8) an einer Platte aus elektrischen Isoliermaterial mit schmaler Rechteckform angebracht sind und senkrecht über die Langseite (14) der Platte (8) mit ihrer freien Länge (13) vorstehen.
     
    5. Elektrode nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Platte eine Printplatte ist und die Einzelelektroden (9) an Lötpunkten (12) angelötet sind.
     
    6. Elektrode nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Lötpunkte (12) miteinander über einen gedruckten Leiter (11) miteinander verbunden sind.
     
    7. Elektrode nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Einzelelektroden (9) an eine negative Hochspannungsquelle angeschlossen sind.
     
    8. Elektrode nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Ebene senkrecht zur Erstreckung der Einzelelektroden (9) verläuft.
     




    Zeichnung







    Recherchenbericht