[0001] Die Erfindung betrifft eine elektrostatische Hochspannungselektrode gemäß dem Oberbegriff
des Hauptanspruchs.
[0002] Elektroden dieser Gattung, insbesondere zur Ionsisierung der Luft sind in einer Vielzahl
von Ausführungsformen bekannt.
[0003] Allen bekannten Elektroden haftet aber der Nachteil an, daß im Betrieb Ozon erzeugt
wird, was im hohem Maße unerwünscht ist.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine gattungsgemäße Hochspannungselektrode
so auszubilden, daß im Betrieb möglichst wenig Ozon gebildet wird.
[0005] Diese Aufgabe wird bei einer gattungsgemäßen Hochspannungselektrode gemäß dem Oberbegriff
des Hauptanspruchs erfindungsgemäß durch dessen kennzeichnende Merkmale in überraschend
einfacher Weise dadurch gelöst, daß die Einzelelektroden eine große Längserstreckung
haben und in einer bestimmten Packungsdichte unvergossen in der Atmosphäre angeordnet
werden, wobei keine sonstigen Spitzen, Grate oder sonstige Unebenheiten vorhanden
sind.
[0006] Zweckmäßige Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen
gekennzeichnet.
[0007] Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel wird nachfolgend unter Bezugnahme auf die Zeichnung
näher erläutert. In dieser zeigt:
Figur 1 eine Hochspannungselektrode gemäß der Erfindung, in perspektivischer Darstellung;
Figur 2 eine Draufsicht II-II gemäß Figur 1 und
Figur 3 eine Seitenansicht III-III gemäß Figur 1.
[0008] Die insgesamt mit 5 bezeichnete, elektrostatische Hochspannungselektrode zur Ionisierung
der Luft weist in drei Reihen 6, 7, 8, die parallel zueinander verlaufen und als Printplatten
ausgebildet sind, je eine Reihe zueinander parallel verlaufender Einzelelektroden
9 mit einer sehr scharfen Spitze 10 auf. Die Spitzen 10 liegen alle in einer Ebene,
die senkrecht zur Längserstrekkung der Einzelelektroden 9 verläuft. Hierbei liegen
den Elektroden 9 in der einen Reihe 6 die Zwischenräume zwischen den Elektroden der
benachbarten Reihe 7 - und umgekehrt - gegenüber. Die Printplatten 6, 7, 8 weisen
eine schematisch mit 11 bezeichnete gedruckte Schaltung mit Lötpunkten 12 für die
Einzelelektroden 9 auf, an denen diese festgelötet sind. Alle Elektroden einer Reihe
und die Reihen untereinander sind an eine - nicht gezeigte - negative Hochspannungsquelle
angeschlossen.
[0009] Die freie Länge 13 der Einzelelektrode 9 (Figur 3 ), die sich über die Printplatte
8 erstreckt, verhält sich zum Durchmesser der Einzelelektroden mindestens wie 50:1.
Ferner sind die Einzelelektroden 9 mindestens im Abstand ihrer halben Länge, vorzugsweise
zwei Dritteln davon voneinander beabstandet angeordnet, wie schematisch in Figur 2
ersichtlich, die die senkrecht über die Längsseite 13 der insgesamt rechteckförmigen
Platten 6, 7, 8, und zwar senkrecht über der Langseite 13 hervorstehen.
1. Elektrostatische Hochspannungselektrode zur Ionisierung der Luft mit einer Vielzahl
von in zumindest einer Reihe angeordneten, nadelförmig ausgebildeten Einzelelektroden
mit je einer Spitze, dadurch gekennzeichnet, daß alle nicht vergossenen Einzelelektroden
(9) gleich ausgebildet sowie parallel zueinander verlaufen und deren Spitzen (10)
in einer Ebene liegen, daß ihre freie Länge (13) sich zu ihrem Durchmesser mindestens
wie 50:1 verhält, daß mehrere gleich ausgebildete Reihen (6, 7, 8) mit Einzelelektroden
(9) vorgesehen sind, wobei den Einzelelektroden der einen Reihe die Zwischenräume
zwischen den Einzelelektroden der benachbarten Reihe gegenüberliegen und daß die Einzelelektroden
(9) mindestens voneinander den Abstand ihrer halben freien Länge (13) aufweisen.
2. Elektrode nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Verhältnis Länge zu
Durchmesser der Einzelelektroden (9) im Bereich 80-120 liegt.
3. Elektrode nach Anspruch 1, dadurch ge-kennzeichnet, daß die Einzelelektroden (9)
mindestens voneinander den Abstand von zwei Dritteln ihrer Länge aufweisen.
4. Elektrode nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Einzelelektroden
(9) einer Reihe (6, 7, 8) an einer Platte aus elektrischen Isoliermaterial mit schmaler
Rechteckform angebracht sind und senkrecht über die Langseite (14) der Platte (8)
mit ihrer freien Länge (13) vorstehen.
5. Elektrode nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Platte eine Printplatte
ist und die Einzelelektroden (9) an Lötpunkten (12) angelötet sind.
6. Elektrode nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Lötpunkte (12) miteinander
über einen gedruckten Leiter (11) miteinander verbunden sind.
7. Elektrode nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Einzelelektroden
(9) an eine negative Hochspannungsquelle angeschlossen sind.
8. Elektrode nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Ebene senkrecht zur
Erstreckung der Einzelelektroden (9) verläuft.