[0001] Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur Regelung der Leerlaufdrehzahl eines Ottomotors,
insbesondere in einem Kraftfahrzeug nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Bei einer derartigen bekannten Einrichtung zur Regelung der Leerlaufdrehzahl ist
diese in der Weise mit einer Einrichtung zur Steuerung der Fahrgeschwindigkeit des
Kraftfahrzeugs kombiniert, daß ein einziger für die Fahrzeuggeschwindigkeitssteuerung
und die Leerlaufdrehzahlregelung gemeinsamer Stellantrieb ausreicht ( europäische
Patentanmeldungsver- öffentlichung 0 050 707). Durch den Stellantrieb ist in einem
ersten Arbeitsbereich ein Schließglied zur Regelung der Leerlaufdrehzahl und in einem
zweiten Arbeitsbereich das Stellglied der Fahrzeugsgeschwindigkeitssteuerung betätigbar.
Durch den Stellantrieb kann das Schließglied zur Leerlaufdrehzahlregelung und von
diesem wiederum das Stellglied zur Fahrzeuggeschwindigkeitssteuerung betätigt werden.
Wenn das Schließglied zur Drehzahlregelung nur in seiner offenen Endstellung mit dem
Stellglied derFahrzeuggeschwindigkeitssteuerung in Wirkverbindung gebracht wird, ermöglicht
es dies, daß in der Leerlaufstellung eines Sollwertgebers bzw. eines Fahrpedals nur
das Schließglied zur Leerlaufdrehzahlregelung betätigt wird. Wird hingegen der Sollwertgeber
aus seiner Ruhelage ausgelenkt, sc verstellt der Stellantrieb über das Schließglied
zur Leerlaufdrehzahlregelung das Stellglied zur Fahrzeuggeschwindigkeitssteuerung.
Das Stellglied zur Fahrzeuggeschwindigkeitssteuerung ist normalerweise eine Drosselklappe,
die an einer Hohlwelle fest angebracht ist und durch eine Feder in eine die Drehbewegung
begrenzende der Schließstellung der Drosselklappe entsprechende Endstellung vorgespannt
ist. In der Hohlwelle ist eine Betätigungswelle gelagert, an der der Stellantrieb
angreift. Zwischen der Betätigungswelle und der Hohlwelle ist eine Kupplung angeordnet,
durch die die Drehbewegung der Betätigungswelle nach deren Verdrehung aus einer der
Schließstellung des Schließglieds zur Leerlaufdrehzahlregelung entsprechenden Stellung
in die der Offenstellung entsprechen den Stellung auf die Hohlwelle übertragen wird.
Hierzu kann als Kupplung an der Betätigungswelle bzw. an der Hohlwelle ein radial
gerichteter Anschlag vorgesehen sein, der in eine Nut der Hohlwelle bzw. der Betätigungswelle
eingreift. Als Schließglied zur Regelung der Leerlaufdrehzahl ist eine Leerlaufklappe
mit der Betätigungswelle verbunden. Mit der Leerlaufklappe kann eine Koaxialöffnung
in der Drosselklappe mehr oder weniger geöffnet werden. Dementsprechend kann Luft
aus dem Bereich des Saugrohrs vor der Drosselklappe in den Bereich hinter der Drosselklappe
strömen und die Leerlaufdrehzahl regeln. Diese Einrichtung sieht also eine Änderung
der Kennlinie zwischen dem Arbeitsbereich des Schließglieds zur Regelung der Leerlaufdrehzahl
und des Arbeitsbereichs des Stellglieds der Fahrzeuggeschwindigkeitsregelung vor,
die beide durch den gleichen Stellantrieb verstellt werden. Der Stellantrieb ist daher
mit ausreichender Leistungsfähigkeit zur Verstellung der Drosselklappe entgegen der
Rückholfeder als Stellglied der Fahrzeuggeschwindigkeitssteuerung auszulegen. Aus
dem gleichen Grund hat die Steuerelektronik eine entsprechende Energie zum Betrieb
des Stellantriebs zur Verfügung zu stellen. Da der gleiche Stellantrieb die Leerlaufdrehzahl
regeln und die Fahrzeuggeschwindigkeitssteuerung bewirken soll, sind vermaschte Steuer-
und Regelkreise vorzusehen, die einen entsprechenden Herstellungs-und Justieraufwand
erfordern. Diese Fahrzeuggeschwindigkeitssteuerung setzt außerdem normalerweise einen
elektrischen Sollwertgeber für die Fahrpedalstellung voraus. Abgesehen davon ist der
Aufwand zur Herstellung der Drosselklappe, welche das Saugrohr mit einer Endstellung
schließen soll,und für die
Leerlaufklappe, welche die Koaxialöffnung in der Drosselklappe mehroder weniger öffnen
oder schließen soll, hoch, insbesondere wegen der damit verbundenen Dichtprobleme.
[0003] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, den Herstellungsaufwand für
das Schließglied bzw. die Leerlaufklappe zur Regelung der Leerlaufdrehzahl im Blick
auf die mit diesen Klappen verbundenen Dichtprobleme herabzusetzen. Die Einrichtung
soll eine feinfühlige sichere Leerlaufdrehzahlregelung mit einem Stellantrieb kleiner
Leistung ermöglichen. Die Drosselklappe, die den Luftdurchsatz entsprechend der Fahrpedalstellung
im Teil- und Vollastbereich des Ottomotors bestimmt, soll durch das Fahrpedal auch
mechanisch, d.h. ohne elektrische Übertragungsorgane verstellt werden können. Somit
soll die Einrichtung von Leerlaufdrehzahlregelungen für eine große Vielzahl unterschiedlicher
Kraftfahrzeuge eingesetzt werden können.
[0004] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Ausbildung der Einrichtung zur Regelung
der Leerlaufdrehzahl mit den im kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1 angegebenen Merkmalen
gelöst.
[0005] Nach dem erfindungsgemäßen Prinzip wird nur ein einziges Schließglied zur Regelung
der Leerlaufdrehzahl bzw. des Leerlaufluftdurchsatzes sowie zur Einstellung des Luftdurchsatzes
entsprechend der Fahrpedalstellung benötigt. Es wird für beide Funktionen eine einzige
Drosselklappe in dem Saugrohr verwendet. Dadurch können vor allem die Dichtprobleme
eines zweiten Schließglieds vermieden werden. Der Herstellungsaufwand wird entsprechend
herabgesetzt. Das Reguliergestänge, die Rückholfeder und sonstige Organe, die die
Stellung der Drosselklappe in Abhängigkeit von der Fahrpedalstellung bestimmen, können
robust und bestriebssicher wirkend mit großer Masse ausgelegt werden, ohne die Leerlaufdrehzahlregelung
störend zu beeinflussen. Der Stellantrieb, der ausschließlich zur Einstellung der
Drosselklappe zur Leerlaufdrehzahlregelung, d.h. zur Leerlauffüllungsregelung, vorgesehen
ist, kann für eine geringe Leistungsabgabe dimensioniert werden, da er die Verstellung.der
Drosselklappe entsprechend der Fahrpedalbetätigung und entgegen der Rückholfederkraft
nicht durchführen braucht. Da die elektrischen Steuer- und Regelsignale, welche die
Speisung des Stellantriebs bestimmen, unabhängig von der Fahrpedalstellung gebildet
werden, kann die Steuer- und Regelelektronik unkompliziert eingerichtet sein.
[0006] Vorteilhaft ist die Einrichtung gemäß Anspruch 2 weiter ausgebildet.
[0007] Die Verstellung der Drosselklappe im Leerlauffüllungsbereich erfolgt durch den Stellantrieb
entgegen dem die Drosselklappe zustellenden Moment, welches durch die Koppelfeder
zu der Regulierstange gebildet wird. Dieses zustellende Moment ist wesentlich kleine
als das zustellende Moment, das bei der Fahrpedalbeätigung außerhalb des Leerlauffüllungsregelungsbereichs
durch die Rückholfeder der Einrichtung entsteht, denn dieses Moment der Rückholfeder
wirkt sich solange nicht aus, wie der Regulierhebel an dem Drehschlag anliegt. Gegen
d.en Regulierhebelanschlag stößt der Regulierhebel, wenn das Fahrpedal schlagartig
losgelassen wird und ein großer Impuls entsteht, der von dem Stellantrieb und den
mit ihm zusammenwirkenden Organen,insbesondere dem Drehelement, nicht aufgefangen
werden muß. - Weiterhin ist regelungstechnisch vorteilhaft, daß ein mit dem Fahrpedal
in Verbindung stehender Drosselklappenschalter bei Betätigung des Fahrpedals bereits
ein Signal abgibt, wenn die Drosselklappe noch nicht aus ihrer - durch den Stell antrieb
bestimmten Leerlaufstellung - bewegt wird, bis der Regulierhebel an dem Drehanschlag
des Drehelements anstößt und über das Drehelement eine Mitnahme der Drosselklappe
erfolgt.
[0008] Der Bauaufwand kann weiter herabgesetzt werden und die Baudichte der Einrichtung
verbessert werden, wenn nach Anspruch 3 das Drehelement und der Regulierhebel koaxial
gelagert sind
[0009] Besonders vorteilhaft ist der Stellantrieb, der die Position des Drehelements in
dem Leerlauffüllungsregelbereich bestimmt selbsthemmend. Es braucht in diesem Fall
nur dann elektrische Energie in den Stellantrieb eingespeist werden, wenn eine Änderung
der Leerlauffüllung erfolgen soll. In der übrigen weitaus überwiegenden Zeit benötigt
hingegen der Stellantrieb keine Energie.
[0010] Ein besonders vorteilhafter Stellantrieb, der selbsthemmend wirkt und der eine als
beweglicher Leerlaufanschlag wirkende Achse verschiebt, ist durch eine Abänderung
eines Schrittmotors mit den Merkmalen nach Anspruch 5 ausgebildet.
[0011] Die Erfindung wird im folgenden anhand einer Zeichnung mit 3 Figuren erläutert. Es
zeigen:
Fig. 1 eine schematische Darstellung der Einrichtung zur Regelung der Leerlaufdrehzahl
in Verbindung mit der Verstellung einer Drosselklappe durch ein Fahrpedal,
Fig. 2 einen Längsschnitt durch eine Einzelheit in Fig. 1, nämlich durch einen Stellantrieb,und
Fig. 3 ein Diagramm, welches den Verlauf des die Drosselklappe zustellenden Drehmoments
Md zu in Abhängigvon der Drosselklappenwinkelstellung darstellt.
[0012] In Fig. 1 ist mit 1 ein Saugrohr eines Ottomotors bezeichnet, in dem eine Drosselklappe
2, die an einer Drosselklappenwelle 3 befestigt ist, mit dieser gedreht werden kann,
so daß sie den Luftdurchsatz durch das Saugrohr von einem oberen Bereich der Vergaserseite,
zu einem unteren Bereich, der Ansaugseite des Ottomotors, bestimmt. Der Luftdurchsatz
strömt also in Richtung eines Pfeiles 4.
[0013] Da die Drosselklappe 2 sowohl den Luftdurchsatz bei Normalbetrieb des Ottomotors
im Teil- und Vollastbereich regelt, aber auch im Leerlaufbereich, fehlen in vorteilhafter
Weise ein By-pass sowie ein gesondertes Schließelement in dem By-pass.
[0014] Konzentrisch zu der Drosselklappenwelle 3 ist ein Regulierhebel 5 schwenkbar gelagert,
an dem über ein Reguliergestänge 6 ein Fahrpedal 7 sowie eine kräftige Rückholfeder
8, die hier als Zugfeder wirkt, angelenkt sind.
[0015] Der Regulierhebel 5 kann nicht in üblicher Weise direkt auf die Drosselklappe 2 einwirken,
sondern nur über ein Drehelement 9, welches mit der Drosselklappenwelle 3 verbunden
ist. Das Drehelement weist zwei in radialer Richtung wirksame Drehanschläge 10 und
11 auf, deren Winkelabstand,gemessen von der gemeinsamen Drehachse der Drosselklappe
und des
Regulierhebels, den maximalen Winkelbereich der Leerlauffüllungsregelung (LFR) bestimmt.
[0016] Dieser Winkelbereich zur Leerlauffüllungsregelung, der insbesondere ca. 10° beträgt,
kann zur Einstellung der Leerlauffüllung durch Verstellen des Drehglieds insbesondere
dann durchfahren werden, wenn der Regulierhebel 5 an einem festen Regulierhebelanschlag
12 anliegt, siehe strichpunktierte Linie in Fig. 1.
[0017] Die Verstellung des Drehelements 9 im Winkelbereich der Leerlauffüllungsregelung
erfolgt über einen Arm 13 des Drehelements, gegen den ein beweglicher Leerlaufanschlag
14 anstoßen kann.
[0018] Durch eine Druckfeder 15, die auf den Regulierhebel 5 ein wesentlich schwächeres
Moment ausübt als die Rückholfeder 8, wird der Arm 13 von dem Regulierhebel 5 in Richtung
auf den beweglichen Leerlaufanschlag gedrückt. Dabei kann sich der Regulierhebel 5
an dem Drehanschlag 10 in der gezeichneten Stellung des Drehelements und bei weiter
entgegen dem Uhrzeigersinn verschobenen Drehelement abstützen.
[0019] Wenn sich hingegen der Regulierhebel 5 in der strichpunktierten Ruhestellung bei
losgelassenem Fahrpedal befindet und der Regulierhebel durch die Rückholfeder in dieser
Stellung festgehalten wird, kann das Drehelement durch den beweglichen Leerlaufanschlag
14 über den Arm 13 so verstellt werden, daß der Drehanschlag 10 von dem Regulierhebel
5 abrückt, bis der gesamte Leerlauffüllungsregelbereich durchfahren ist und der Drehanschlag
11 an dem Regulierhebel anstößt.
[0020] Der bewegliche Leerlaufregelanschlag 14 wird durch das stirnseitige Ende einer verschiebbaren
Achse 27 gebildet, die Bestandteil eines selbsthemmenden Stellantriebs 16 ist.
[0021] Einzelheiten des Stellantriebs 16 gehen aus Fig. 2 hervor:
Hierin ist vereinfacht ein elektrischer Schrittmotor mit einem Stator 17 sowie einem
Rotor 18 dargestellt. Der Rotor ist auf einer Hohlwelle 19 drehbar,aber nicht verschiebbar
mit Lagern 20, 21 gelagert. Ein mit der Hohlwelle fest verbundenes Teil 22 ist mit
einem Innengewinde versehen, welches mit einem Gewinde 23 der Achse 27 zusammenwirkt.
Durch einen ortsfestenGleitstift 24, der in eine Längsnut 25 der Achse 27 eingreift,
wird die Achse unverdrehbar, aber in Richtung eines Teils 26 verschiebbar, gehalten.
[0022] Die Anordnung der Achse 27 in dem Stellantrieb 16 ist selbsthemmend, so daß der Stellantrieb
nur zur Änderung der axialen Lage der Achse 27 mit elektrischen Impulsen zu beaufschlagen
ist. Die elektrischen Impulse bestimmen somit den Grad der Leerlauffüllungsregelung.
Da der Stellantrieb 16 zur Verstellung der Drosselklappe nur die Kraft der Druckfeder
15 zu überwinden hat, nicht aber die Rückholfederkraft, genügen Impulse verhältnismäßig
geringer Leistung und ein wenig aufwendiger kleiner Stellantrieb.
[0023] Die beschriebene Einrichtung ist in einer Lage dargestellt, in der die Drosselklappe
2 durch das Fahrpedal 7 verstellt wird, indem der Kraftfluß von dem Fahrpedal über
das Regulier gestänge 6 entgegen der Kraft der Rückholfeder 8, dem Regulierhebel 5,
den Drehanschlag 10 und das Drehelement 9 auf die Drosselklappe übertragen wird. Dabei
herrscht Formschluß zwischen dem Regulierhebel 5 und dem Drehelement 9 an dem Drehanschlag
10. Die Einstellung der Füllung des Ottomotors erfolgt in dieser Weise, solange der
Regulierhebel weder an dem festen Regulierhebelanschlag 12 anstößt, noch der Arm 13
des Stellements an den beweglichen Leerlaufanschlag 14 anliegt. Sobald der bewegliche
Leerlaufanschlag 14 zur Anlage an dem Arm 13 gelangt - diese Grenzsituation ist in
Fig.l dargestellt - erfolgt der Übergang zur Leerlauffüllungsregelung. In diesem Fall
wird über den Arm 13 das Drehelement 9 festgehalten, so daß es nicht weiter im Uhrzeigersinn
in die geschlossene Stellung der Drosselklappe bewegt werden kann. Durch axiale Verschiebung
des beweglichen Leerlaufanschlags 14 kann das Drehelement und mit diesem die Drosselklappe
verstellt werden, wobei lediglich die Kraft der Druckfeder 15, d.h. der Koppelfeder
zwischen dem Regulierhebel 5 und dem Arm 13, zu überwinden ist. Dieses verhältnismäßig
kleine,die Drosselklappe zustellende Moment geht aus dem linken Teil des Kurvenzugs
in Fig. 3 in dem Bereich LFR hervor, da dort die Kurve eine kleine Steigung hat.
[0024] Beim Loslassen des Fahrpedals kann der Regulierhebel 5 auf den festen Anschlag 12
durch die Rückholfeder 8 zurückgezogen werden, ohne daß dadurch eine Veränderung der
Drosselklappenstellung erfolgt. Beim Aufprallen des Regulierhebels auf den festen
Regulierhebelanschlag durch die kräftige Rückholfeder werden die entstehenden Kräfte
und Impulse nicht auf das Drehelement oder den Stellantrieb weitergeleitet, vielmehr
wird die Kupplung zu diesen Teilen dadurch unterbrochen, daß die Koppelfeder 15 durch
die kräftigere Rückholfeder zusammengepreßt und der Regulierhebel 5 von dem Drehanschlag
10 entfernt wird.
[0025] Wenn der Fahrer das Fahrpedal aus der Ruhestellung, in der der Regulierhebel 5 auf
dem festen Regulierhebelanschlag 12 liegt, verstellt, d.h. Gas gibt, wird das Schwenkelement
9 erst dann durch den Regulierhebel 5 mitgenommen, wenn dieser zur Anlage an dem Drehanschlag
10 gelangt. Diese Situation ist in Fig. 3 an der Stelle X dargestellt, die der Konfiguration
in Fig. 1 entspricht. Von dieser Stelle an wirkt sich das große Moment der Rückholfeder
auf die Drosselklappe als zustellendes Drehmoment aus, was durch einen Sprung in Fig.
3 dargestellt ist. Bei weiterem Druck auf das Fahrpedal ist die Drosselklappe entgegen
dem Moment der Rückholfeder zu verstellen. Dies ergibt sich aus der relativ steilen
Steigung des rechten Kurventeils in Fig. 3.
[0026] Aus der voranstehenden Beschreibung in Verbindung mit Fig. 1 wird deutlich, daß der
Fahrer die Regulierstange durch Betägigung des Fahrpedals um einem gewissen Betrag
von dem festen Regulierhebelanschlag wegbewegen kann, bis eine entsprechende Drosselklappenbewegung
einsetzt. Es kann daher durch den Regulierhebel ein Schalter zur Abgabe eines frühen
Regelsignals gesteuert werden, bevor die Drosselklappe ihre Ruhestellung verläßt.
[0027] Bei der Rückstellung der Drosselklappe durch Loslassen des Fahrpedals herrscht eine
große Betriebssicherheit, da die Rückholfeder ohne Belastung des Leerlauffüllungsregelungsmechanismus
kräftig ausgebildet werden kann. Die Rückstellung erfolgt weiter deswegen sicher,
da der Regulierhebel sich nur innerhalb des durch die Drehanschläge 10, 11 begrenzten
Totwegs in dem Drehelement bewegen kann.
1. Einrichtung zur Regelung der Leerlaufdrehzahl eines Ottomotors, insbesondere in
einem Kraftfahrzeug, der eine durch ein Fahrpedal verstellbare,durch wenigstens eine
Rückholfeder vorgespannte Drosselklappe in einem Saugrohr aufweist, mit einem fest
mit der Drosselklappe verbundenen Drehelement, an dem wenigstens ein einen Winkelbereich
der Leerlauffüllungsregelung begrenzender Drehanschlag angeformt ist und der mit einem
Stellantrieb kuppelbar ist, welcher zur Betätigung eines den Leerlaufluftdurchsatz
bestimmenden Schließglieds vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet , daß als den Leerlaufluftdurchsatz
bestimmendes Schließglied die Drosselklappe (2) vorgesehen ist, daß ein schwenkbar
gelagerter Regulierhebel (5) mit dem Fahrpedal (7) in Verbindung steht, durch die
Rückholfeder (8) gegen einen festen Regulierhebelanschlag (12) rückstellbar ist und
dergestelt zu dem Drehelement (9) angeordnet ist, daß das Drehelement entgegen der
Rückholfederkraft durch den von dem Regulierhebelanschlag weggeschwenkten Regulierhebel
(5) mitgenommen wird, wenn der Regulierhebel an dem Drehanschlag (10) anliegt, und
daß das Drehelement (9) von der Rückholfeder (8) entkoppelt ist, wenn der Drehanschlag (10) durch den an dem Drehelement (9) angreifenden Stellantrieb (16) von
dem Regulierhebel (5) weggedreht ist.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Stellantrieb (16)
einen beweglichen Leerlaufanschlag (14) verstellt, an dem das Drehelement (9) in radialer
Richtung zur Anlage gelangen kann, und daß zwischen dem Drehelement (9) und der Regulierstange
(5) eine Koppelfeder (Druckfeder 15) derart angeordnet ist, daß das Drehelement (9)
in Richtung auf den Leerlaufanschlag (14) sowie mit dem Drehanschlag (10) in Richtung
auf den Regulierhebel (5) belastet, und daß die Koppelfeder (Druckfeder 15) ein schwächeres
Moment auf das Drehelement (9) ausübt als die Rückholfeder (8).
3. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet , daß das Drehelement
(9) und der Regulierhebel (5) koaxial gelagert sind.
4. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet , daß der Stellantrieb
(16) selbsthemmend ist.
5. Einrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet , daß der Stellantrieb (16)
als impulsweise ansteuerbarer elektrischer Schrittmotor mit einem Stator (17), einem
Rotor (18) und einer konzentrisch zu dem Rotor verschiebbar aber unverdrehbar gelagerten
Achse (27) ausgebildet ist, die über Gewinde (23) mit dem Inneren (Teil 22) des Rotors
verbunden ist.