[0001] Die Erfindung betrifft ein Fangband mit hakenförmigen Fangelementen zum Auffangen
und Festhalten eines Fadens auf einem schnellaufenden Garnträger.
[0002] Nach dem CH-Patent 639 349 ist ein Aufsteckring der Art bekannt, der auf einen Garnträger
aufgesteckt wird, zwecks Auffangen und Festhalten des Fadenanfangs bei schnell umlaufenden
Garnträgern. Mit dieser Vorrichtung wird der laufende Faden in einer bogenförmigen
Aussparung zwischen dem Aufsteckring und dem Zylinderende des Garnträgers gefangen.
[0003] Der Nachteil dieser Ausführung ist, dass der Faden ganz präzis im gebildeten Einschnitt
angelegt werden muss. Erfolgt beim Anlegevorgang eine kleine Abweichung von der schmalen
Aussparung, so wird ein Einfangen und Festhalten des Fadens verunmöglicht.
[0004] Es wurde auch ein Fangband vorgeschlagen, welches aus einem Plastikband mit hakenförmigen
Erhebungen auf seiner Oberfläche besteht, welche als Fangelemente für einen Faden
dienen (FR-A-22 17 252).
[0005] Das bekannte Fangband hat jedoch den Nachteil, dass der zu fangende Faden häufig
durch die zwar dicht angeordneten, aber einseitig gerichteten und im Vergleich zur
Dicke eines Fadens dennoch zu weit auseinander stehenden Fangelemente schlüpfen kann.
Ein weiterer Nachteil ergibt sich bei der Reinigung des Bandes von Fadenresten vor
einem erneuten Gebrauch der Hülsen. Ein einmal gefangener Faden wird zwar gut festgehalten,
sein relativ langer Rest ist nahezu nicht mehr entfernbar.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Fangband zu schaffen, das ein sicheres
und einfacheres Auffangen und Festhalten eines Fadenanfangs beim Einziehen auf einen
Garnträger erlaubt, aber auch problemlos zum Wiedergebrauch von Fadenresten gereinigt
werden kann.
[0007] Die vorgenannte Aufgabe wird erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass das Fangband
als Aufsteckring ausgebildet ist, und die Fangelemente mit doppelhakenförmigen Köpfen
versehen sind, welche sich annähernd berühren.
[0008] Als Fangband hat sich ein Klebeband als besonders vorteilhaft und geeignet erwiesen.
Das Fangband kann beispielsweise durch Aufkleben auf einen vorzugsweise aus einem
Kunststoff gefertigten Aufsteckring befestigt werden. Das Fangband kann aber auch
in anderer Weise auf dem Umfang des Aufsteckringes befestigt sein, beispielsweise
durch Verschweissen mit dem Kunststoff.
[0009] Das Fangband kann segmentweise oder auf dem ganzen Umfang des Aufsteckringes oder
des Hülsenendes angebracht sein. Es soll jedoch mindestens die Hälfte des Umfangs
bedeckt sein. Das hängt weitgehend von der Geschwindigkeit des Aufwikkelns und des
Titers eines Fadens ab.
[0010] Da die Positionierung des Fadens beim Anlegen nicht mehr so präzis wie bei den bekannten
Einrichtungen zu sein braucht, kann die Breite des Fangbandes auf beispielsweise 13
mm, vorzugsweise zwischen 2 und 20 mm beschränkt sein.
[0011] In einer bevorzugten Ausführung der Erfindung ist das Fangband aus einem Kunststoffband
gebildet, dessen Oberfläche aus stiftförmigen Erhebungen besteht, an deren Enden Köpfchen
verschiedener geometrischer Körper angebracht sind. Die Köpfe müssen so gestaltet
sein, dass ein Faden beim Rotieren des Garnträgers, auf welchem der Aufsteckring an
bracht ist, hängen bleiben kann. Dabei ist es besonders vorteilhaft, wenn sich die
Köpfe nahezu berühren und einen Zwischenraum offen lassen, durch welchen gerade der
Faden ohne Zwang gelangen kann. Dadurch wird die Anzahl der Stifte bei optimaler
Dichte begrenzt und genügend Freiraum zwischen den Stiften geschaffen, wodurch die
spätere Abreinigung von Fadenresten erleichtert wird.
[0012] In einer Variante ist der Kopf halbkugelförmig ausgebildet. Hierbei kann die Aussenseite
konvex gestaltet sein.
[0013] Als besonders vorteilhaft hat sich eine ankerförmige Ausführungsform erwiesen. Hierbei
wirken die gegen den Stift gebogenen Enden des Kopfes als eine Art Widerhaken, welche
die Fangeigenschaften hervorragend unterstützen.
[0014] Die Stifte mit ihren Endkörpern bestehen vorzugsweise aus Kunststoff. Sie können
aber auch aus jedem anderen geeigneten Material bestehen.
[0015] Es ist zweckmässig, das Fangband zwischen den Kunststoff so einzubetten, dass die
Oberfläche der Köpfchen mit dem Umfang des Aufsteckringes annähernd eine Fläche bildet.
[0016] Hierzu ist es von Vorteil auf der dem freien Ende abgewandten Seite des Aufsteckringes,
einen Abdeckring anzubringen. Anstelle des Abdeckringes kann aber auch eine von vorneherein
am Aufsteckring vorgesehene Erhebung mit dem äusseren Rand desselben eine Aussparung
für das Fangband bilden.
[0017] Es ist auch möglich, das Fangband so zu gestalten, dass bei dessen Herstellung die
Fangelemente als integrierter Bestandteil des Fangbandes ausgebildet sind.
[0018] Die Erfindung soll anhand einer Zeichnung beispielhaft näher beschrieben werden.
[0019] Es zeigen:
Fig. 1 eine perspektive Ansicht eines Garnträgers mit einem Aufsteckring
Fig. 2 einen Aufriss des Aufsteckringes mit einem Fangband gemäss Fig. 1
Fig. 3 einen Schnitt des Fangbandes gemäss A-A der Fig. 2
Fig. 4 einen Stift der Oberfläche des Fangbandes und
Fig. 5 eine Variante des Kopfes eines Fangband-Stiftes
Fig. 6 eine schematische Darstellung einer Gruppe von Fangelementen
Gemäss Fig. 1 ist auf einem Garnträger 1 aus Pappkarton oder Kunststoff ein Aufsteckring
2 in bekannter Weise friktionsbefestigt. Auf dem Umfang des Aufsteckringes 2 ist
ein Fangband mit hakenförmigen Fangelementen 3 befestigt. Der Innenrand des Aufsteckringes
2 kann einen Abdeckring 4 tragen. Die Oberfläche der Fangelemente 3 ist mit Stiften
5 versehen, die eine Krallenwirkung auszuüben vermögen.
Fig. 2 zeigt einen Aufriss des Aufsteckringes 2 im Bereich des Fangbandes von innen
nach aussen betrachtet. Das Fangband ist zwischen Peripherie 2' und dem Abdeckring
4 auf der Innenseite des Aufsteckringes 2 befestigt.
Fig. 3 zeigt einen Schnitt durch die Fangelemente 3, die zwischen einer Sitzzone 6
und einer Trägerzone 7 des Fangbandes und dem Abdeckring 4 angeordnet sind.
Fig. 4 zeigt einen Stift 5 mit einem Kugelkopf, dessen Oberfläche eine pilzförmige
Kuppe 8 bildet.
In Fig. 5 ist der pilzförmige Kopf des Stiftes 5, zu einem Anker 9 ausgebildet.
In Fig. 6 sind schematisch drei Fangelemente 3 gezeigt, welche zwischen den Stiften
5 Fadenreste 11 aufweisen.
[0020] Im Betrieb für den Fadenaufspulvorgang rotiert der Garnträger 1 und der an diesem
befestigte Aufsteckring 2 mit hoher Geschwindigkeit. Ein Faden 11 der in Berührung
mit dem Fangband gebracht wird, wird sofort sicher von den doppelhakenförmigen Köpfen
der Stifte 5 erfasst, bildet die Totwicklung, dann die Fadenreserve und schliesslich
die Bewicklung selbst.
[0021] Das erfindungsgemässe Fangband ist zur Abwicklung aller bekannten textilen Fäden
geeignet. Die Oberfläche des Fangbandes kann, wenn erforderlich, an die Titer der
Fäden anpasst werden.
[0022] Die besonderen Vorteile liegen erfindungsgemäss in der wirtschaftlichen Herstellung
des Aufsteckringes, dem zuverlässigen Fadenfang, der weitgehend unabhängig von der
Art und dem Titer des Fadens ist sowie die leichte Reinigung von Fadenresten und somit
eine Wiederverwendung der Ringe.
Bezeichnungen
[0023]
1 Garnträger
2 Aufsteckring
2' Peripherie des Aufsteckringes 2
3 Fangelement
4 Abdeckring
5 Stifte
6 Sitzzone des Fangbandes
7 Trägerzone
8 Halbkugelkopf mit abgeflachter Innenseite
9 Ankerkopf
11 Faden
1. Fangband mit hakenförmigen Fangelementen zum Auffangen und Festhalten eines Fadens
auf einem schnellaufenden Garnträger, dadurch gekennzeichnet, dass das Fangband als
Aufsteckring (2) ausgebildet ist und die Fangelemente (3) mit doppelhakenförmigen
Köpfen versehen sind, welche sich annähernd berühren.
2. Fangband nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Fangelemente (3) auf
einem Klebeband angeordnet sind.
3. Fangband nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Fangelemente
(3) in einer Breite von 2 bis 20 mm vorgesehen sind.
4. Fangband nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Fangelement
(3) als Stift (5) ausgebildet ist, welcher an seinem Ende mit einem Kopf versehen
ist.
5. Fangband nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Kopf des Stiftes (5)
als Halbkugel (8) ausgebildet ist.
6. Fangband nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Kopf des Stiftes (5)
als Anker (9) ausgebildet ist.
7. Fangband nach den Ansprüchen 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberfläche
der Köpfe mit dem Umfang des Aufsteckringes annähernd eine Fläche bildet.
8. Fangband nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Fangelemente (3) beidseitig
mit einem Abdeckring (4) versehen sind.
9. Fangband nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Fangelemente (3) einen
integrierten Bestandteil des Fangbandes darstellen.
10. Fangband nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zone (7) besteht.