[0001] Die Erfindung betrifft ein mit Flüssiggas betriebenes Feuerzeug insbesondere Taschenfeuerzeug,
das einen Brennerkopf, einen Brennstoffbehälter und eine dazwischen angeordnete, unverstellbare
Bemessungseinrichtung für die Flammenhöhe umfaßt, die mit einer brennstoffdurchlässigen
Dosierscheibe aus poröser Folie versehen ist, welche in ihrem Randbereich dicht festgeklemmt
ist und die mit ihrer dem Brennerkopf zugekehrten Seite gegen einen eine gasdurchlässige
Schicht aufweisenden Bauteil gerichtet ist, wobei auf einer der Seiten der Dosierscheibe
ein Hohlraum vorgesehen ist, dessen Querschnitt senkrecht zur Dosierscheibenachse
Lage und Größe der für den Gasdurchtritt freigehaltenen Fläche bestinmt.
[0002] Ein solches Feuerzeug ist aus der prioritätsälteren, nicht vorveröffentlichten EP-A3-0047708
bekannt. Hierbei soll die Flammengröße eines Feuerzeuges sowohl während der jeweiligen
Flammendauer, als auch über die Lebensdauer des Feuerzeuges hinweg möglichst konstant
gehalten werden. Dies wird durch eine entsprechende Beeinflussung der Flammenbemessungseinrichtung,
nämlich eine besondere Wärmeführung, d. h. unter Berücksichtigung des Einflusses der
Wärmeleitung, erreicht. Auf die Ausbildung der einzelnen Teile der Bemessungseinrichtung
kommt es zum Erreichen der erwünschten Konstanz der Flammengröße nicht an.
[0003] Nun ist es aber bei Taschenfeuerzeugen insbesondere bei solchen ohne verstellbaren
Flammenregler aufgrund Produktionsstreungen ein großes Problem die Flammenhöhe konstant
zu halten, insbesondere ein gleichmäßiges Brennen der Flamme zu erreichen. Infolge
der Temperaturabhängigkeit des Dampfdruckes des Brennstoffes verändert sich die ausströmende
Gasmenge und damit die Flammenhöhe mit der Temperatur, wenn keine entsprechende Gegenmaßnahme
vorgesehen ist. Bei einer mit einer Höhe von 25 mm bei 25° C angenommenen Normalflamme
ergibt eine Temperaturänderung von ca. 10 K eine Veränderung der Flammenhöhe von ca.
10 mm wobei z. B. bei Verwendung von Isobutangas bei einer Flammenhöhe von 25 mm etwa
1mg Brennstoff pro Sekunde verbraucht wird. Durch die Überlagerung des Temperatureinflusses
mit den Produktionsstreuungen kann es öfters zum Auftreten unerwartet hoher Flammen
kommen, die ein Sicherheitsrisiko darstellen.
[0004] Bei Feuerzeugen mit Docht oder Steigrohr sowie bei Feuerzeugen, bei denen der Brennstoffbehälter
Luft enthält, deren Druck höher als der Dampfdruck des Flüssiggases ist, bewirkt die
Abnahme des Füllstandes mit zunehmendem Verbrauch ebenfalls eine Veränderung der Flammenhöhe.
Erfahrungsgemäß bewirkt bei bekannten Feuerzeugen auch schon die Alterung im unbenützten
Zustand eine Veränderung der ursprünglich eingestellten Flammencharakteristik. Dies
insbesondere dann, wenn sie wechselnden oder extremen Umgebungsbedingungen ausgesetzt
sind.
[0005] Auch ein Flackern der Flammen ist häufig festzustellen. Dies gilt insbesondere für
Taschenfeuerzeuge, die einerseits sehr unterschiedlichen Temperaturen ausgesetzt sind
und sich unmittelbar vor der Benützung meist in völlig undefinierten Transportlagen
befinden.
[0006] Die relative Konstanz der Flammenhöhe ist bei diesen Geräten vor allem auch ein Sicherheitsproblem,
da unerwartet hohe Flammen zu Verbrennungen oder zur unbeabsichtigten Entzündung von
Gegenständen führen können. Wegen der Bedeutung dieses Problems haben sogar nicht
nachfüllbare Feuerzeuge, sogenannte Finweg- oder Wegwerffeuerzeuge, fast durchwegs
einstellbare Flammenregler, was ihre Herstellungskosten entschieden erhöht. Trotzdem
ist das Problem der Überschreitung der zulässigen maximalen Flammenhöhe dadurch nicht
befriedigend gelöst. Verschiedene Staaten erwägen daher die Einführung gesetzlicher
Einschränkungen für derartige Produkte.
[0007] Die üblichen Gasfeuerzeuge sind in weit überwiegendem Ausmaß mit porösen Körpern
als Drosselelemente fur den Brennstoff ausgestattet. Diese Drosselelemente werden
gleichzeitig zum Regulieren der Flammenhöhe benützt. Soweit es sich hiebei um Körper
aus Fasern handelt, kann der Brennstoffdurchfluß durch entsprechende Kompression des
Körpers geregelt werden, je stärker der Körper zusammengepreßt wird, um so geringer
ist die Durchflußmenge. Bestehen die Drosselkörper aus festen, porösen Stoffen, wie
z.B. Sintermaterial, so erfolgt die Regelung der Durchflußmenge dadurch, daß die Oberfläche
der vom Brennstoff beaufschlagten Abschnitte des Körpers durch elastisch verformbare
Elemente abgedeckt werden. Es ist aber auch bekannt, den Brennstoff durch eine enge
Bohrung eines gummielastischen Elementes zum Brennerkopf zu führen und die Durchflußmenge
dadurch zu regeln, daß mittels axialen Druckes der Gummikörper radial verformt wird,
wobei eine Einschnürung der kleinen Durchflußbohrupg eintritt.
[0008] In diesen Fällen wird bei der Herstellung der Feuerzeuge die Kompression so eingestellt,
daß die Flamme eine zulässige Höhe aufweist. Es bleibt dem Benützer überlassen, eine
davon abweichende Flammenhöhe einzustellen.
[0009] Bei Taschenfeuerzeugen kann es vorkommen, daß zum ZZeitpunkt der Zündung oder während
der Einstellung der Flammenhöhe eine gefährlich hohe Flamme auftritt, wodurch kleine
Tröpfchen Flüssiggas von ihrer Gasphase mitgerissen werden, was zum Flackern der Flamme
führt. Es ist daher wünschenswert, die Ausflußmenge des Brennstoffes zu Begrenzen.
Es ist bekannt, daß eine solche begrenzung durch eine bestimmte poröse Kunststofffolie
erreicht werden kann. Eine solche Folie kann entweder anstelle einer Flammenregulierung
oder zusätzlich zu dieser vorgesehen werden, wie die FR-A- 2 313 638 und 2 313 639
zeigen. Bei diesen Feuerzeugen trennt die poröse Folie einen Benetzungsraum von einem
Verdampfungsraum. Es ist bei diesen Feuerzeugen sicherzustellen, daß auf der Anströmseite
der Folie flüssiger Brennstoff die Memborane benetzt, weshalb Dochte oder Tauchrohre
vorgesehen sind. Dadurch wird die Herstellung dieser Feuerzeuge aufwendiger und teurer.
[0010] Es ist Aufgabe der Erfindung, den Feuerzeugen einen einfachen Aufbau zu geben, was
bei der Massenproduktion solcher Taschenfeuerzeuge (Wegwerf-Feuerzeuge) eine geringere
Ausschußquote herbeiführt, wobei konstante Flammenhöhe sichergestellt ist. Durch die
Herabsetzung der Bauteile werden die Herstellungskosten verringert.
[0011] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Tiefe des Hohlraums einerseits
groß genug ist, damit die auf die Dosierscheibe ausgeübte Klemmkraft die Gasdurchlässigkeit
der gasdurchlässigen Schicht parallel zur Berührungsfläche unbeeinträchtigt läßt,
und andererseits klein genug ist, um eine irreversible Verformung der Dosierscheibe
unter dem Einfluß des auf sie wirkenden Gasdrucks zu verhindern, und daß zu diesem
Zweck weiters die Ventilbohrung eine klein ausgebildete Öffnung aufweist, wobei das
Ende der Bemessungseinrichtung in der aufrechten Gebrauchsstellung des Feuerzeuges
sich stets im Abstand oberhalb der flüssigen Phase des Flüssiggases befindet und der
Raum zwischen der Bemessungseinrichtung und dem Flüssigkeitsspiegel frei von Bauteilen
ist.
[0012] Gegenüber dem eingangs erwähnten Stand der Technik läßt die Erfindung den Einfluß
der Wärmeleitung völlig außer acht und erreicht die Konstanz der Flammengröße durch
die besondere Ausbildung der Bemessungseinrichtung. Dabei liegt der Erfindung die
der herrschenden Lehrmeinung widersprechende Erkenntnis zugrunde, daß eine ruhige
und in ihrer Höhe begrenzte Flamme auch bei längerer Brenndauer erzielt werden kann,
wenn auf der Anströmseite der Membrane Brennstoff in Gasform vorhanden ist. Die Schwierigkeiten
liegen darin, daß durch die unkontrollierte Lage des Feuerzeuges zwischen seiner Benutzung
stets flüssiger Brennstoff zur Membrane gelangt und diese benetzt, weshalb dafür gesorgt
werden muß, daß beim Aufrichten des Feuerzeuges in die Gebrauchslage der flüssige
Brennstoff rasch von der Membrane weg in den Behälter abläuft und nur eine nicht vermeidbare
Menge an flüssigem Brennstoff im Bereich der Membrane verbleibt. Somit ist es Grundgedanke
der Erfindung, die dem Inneren des Brennstoffbehälters zugewandten Bauteile der Bemessungseinrichtung
in ihrer Größe und Form so auszugestalten, daß möglichst wenig flüssiger Brennstoff
durch Oberflächenkräfte zurückgehalten wird. Dabei macht die Erfindung von der Klemmkraft
Gebrauch, die die aus mikroporöser Folie bestehende Dosierscheibe in ihrem Randbereich
dicht zusammenpreßt, so daß nur die von der Pressung freigehaltene Fläche dem Durchtritt
des Brennstoffes zur Verfügung steht.
[0013] Überraschenderweise ergibt die erfindungsgemäße Ausbildung der Bemessungseinrichtung
eine sehr gleichmäßig brennende Flamme und darüber hinaus weisen die die Fabrikationsstätte
verlassenden Feuerzeuge eine geringe Streuung bezüglich der Flammenhöhe auf. Da die
Feuerzeuge keine Reguliereinrichtung für die Einstellung der Flammenhöhe aufweisen,
ist es von besonderer Wichtigkeit, daß die sich bei der Herstellung der Feuerzeuge
ergebende Flammenhöhe möglichst einheitlich ist und der Normalflammenhöhe von 25 mm
bei 298 K entspricht.
[0014] Eine vorteilhafte Ausführungsform ergibt sich, wenn das Anhaften des flüssigen Brennstoffes
ermöglichenden Oberflächen und Räume der dem Brennstoffbehälter zugewandten Bauteile
der Bemessungseinrichtung und ihres Gehäuses eine Größe und ein Volumen aufweisen,
bei der bzw. dem die Menge des flüssigen Brennstoffes, der beim Schwenken des Feuerzeuges
in die übliche, aufrechte Gebrauchslage infolge von Oberflächenkräften an diesen Bauteilen
anhaftet, kleiner ist als die von der Normalflamme innerhalb von drei Sekunden, vorzugsweise
in weniger als einer Sekunde, verbrauchte Brennstoffmenge.
[0015] Zur Verstärkung der angestrebten Wirkung können die Oberflächen, vor allem der Klemmscheibe,
mit einem den flüssigen Brennstoff abstoßenden Überzug versehen sein.
[0016] Die Erfindung bezieht sich ferner auf bauliche Ausgestaltungen und auf die Werkstoffwahl
für die Dosierscheibe, Klemmscheibe und den eine gasdurchlässige Schicht aufweisenden
Bauteil. Im folgenden werden an Hand der Zeichnung mehrere Ausführungsformen der Erfindung
beschrieben, ohne sie auf diese Ausführungsformen zu beschränken.
[0017] Fig. 1 stellt einen Teilschnitt durch ein erfindungsgemäßes Feuerzeug dar, das mit
einer unverstellbaren Bemessungseinrichtung zur Konstanthaltung der Flammenhöhe ausgestattet
ist. Um die Verständlichkeit zu erhöhen, sind alle jene Teile, die für die Erläuterung
der Erfindung entbehrlich sind, nicht dargestellt.
[0018] Die Fig. 2 bis 8 zeigen Querschnitte durch verschiedene vorteilhafte Ausführungsformen
der Bemessungseinrichtung.
[0019] Gemäß Fig. 1 ist in die obere Wand eines Flüssiggasbehälters 1 ein Ventilkörper 2
gasdicht eingepreßt, der in einer Bohrung an der dem Behälter abgekehrten Seite ein
verschiebbares Brennerröhrchen 3 aufnimmt. Das Brennerröhrchen 3 weist an seinem oberen
Ende einen Brennerkopf 4 auf, unter dem ein Betätigungshebel 5 angreift. Vom Auslaß
6 führt eine das Brennerröhrchen 3 durchsetzende Bohrung 8 bis zu einer Querbohrung
7. Am unteren Ende des Brennerröhrchens 3 ist eine Dichtungsscheibe 9 angeordnet,
die mit einem Ventilsitz 10 des Ventilkörpers 2 zusammenwirkt. Wenn das Feuerzeug
nicht benutzt wird, drückt der Betätigungshebel 5 unter dem Einfluß einer nicht dargestellten
Feder das Brennerröhrchen 3 nach unten gegen den Ventilsitz 10 und verschließt so
eine Ventilbohrung 11.
[0020] An seiner dem Behälter 1 zugekehrten Seite ist im Ventilkörper 2 eine sacklochartige
Vertiefung 12 angebracht, an deren Stirnwand eine Faservliesschicht 13 anliegt, welche
den die gasdurchlässige Schicht aufweisenden Bauteil bildet. Unterhalb der Faservliesschicht
13 ist eine Dosierscheibe 14 angeordnet, die von einer Klemmscheibe 15 an die Faservliesschicht
angepreßt ist, wodurch die Klemmfläche weitgehend gasdicht abgeschlossen ist. In der
25 Klemmscheibe 15 ist ein Hohlraum 16 angeordnet, der über eine Öffnung 17 mit dem
Behälter 1 verbunden ist.
[0021] Die Vertiefung 12, die Faservliesschicht 13, die Dosierscheibe 14, die Klemmscheibe
15 und der Hohlraum 16 bilden die erfindungsgemäße Bemessungseinrichtung.
[0022] Die Dosierscheibe 14 besteht aus einer mikroporösen Kunststoffolie, die für die flüssige
und die gasförmige Phase des Flüssiggases in Richtung der Flächennormalen durchlässig
ist. Insbesondere eignet sich dafür eine mikroporöse einachsig verstreckte Polypropylenfolie
mit einer Dicke zwischen 10 und 100 um, vorzugsweise zwischen 15 und 30 µm, und in
Verstreckungsrichtung orientierten schlitzförmigen Poren. Ein derartiges Produkt wird
u.a. derzeit von Celanese Corp., U.S.A., unter dem Markennamen "Celgard
R 2500" auf den Markt gebracht. Vorzugsweise ist der Wärmeausdehnungskoeffizient der
Dosierscheibe 14 nahe odergleich dem der Klemmscheibe 15.
[0023] Die Faservliesschicht 13 weist eine Dicke von 20 bis 200 um auf, vorzugsweise von
20 bis 50 um. Besonders gut eignen sich dafür textile Schichtstoffe aus unverwebten
Polypropylenfasern, die entweder nach dem "melt-air-blovv"-Verfahren oder dem "spinbond"-Verfahren
hergestellt sind. Insbesondere das "melt-air-blow"-Verfahren liefert sehr gleichmäßige
Schichtstoffe. Ein besonderer Vorteil der Faservliesschicht 13 liegt darin, daß mechanische
Instabilitäten der Dosierscheibe 14, wie periodisches Flattern, gemildert werden.
[0024] Mit der Klemmscheibe 15 werden die Dosierscheibe 14 und die Faservliesschicht 13
derart in der Vertiefung 12 festgeklemmt, daß die Klemmfläche einen gasdichten Verschluß
bildet. Die Fixierung der Klemmscheibe 15 erfolgt durch Bördeln des Randes der Vertiefung
12. Vorteilhaft ist es, den Ventilkörper 2 aus einem metallischan Werkstoff, vorzugsweise
aus Automatenmessing herzustellen, da die hohe Druckfestigkeit derartiger Werkstoffe
einen zuverlässig dichten Verschluß ermöglicht.
[0025] Gemäß Fig. 1 ist der Hohlraum 16 in der Klemmscheibe 15 an ihrer der Dosierscheibe
14 zugekehrten Seite eingearbeitet. Er kann aber auch auf andere Weise gebildet sein
und auch auf der dem Behälter 1 abgekehrten Seite der Dosierscheibe 14 liegen. Der
Querschnitt des Hohlraumes 16 senkrecht zur Achse der Dosierscheibe 14 bestimmt die
Größe, Lage und Gestalt der vom Brennstoff beaufschlagbaren Fläche der Dosierscheibe
14. Im allgemeinen wird diese Fläche eine Kreisfläche sein. Sie kann aber auch eine
andere Form aufweisen. Im letzteren Falle wird der Durchmesser einer gleich großen
Kreisfläche als hydraulischer Durchmesser der von der Kreisform abweichenden Fläche
bezeichnet. Die Dicke der Klemmscheibe 15 ist kleiner als der hydraulische Durchmesser,
vorzugsweise kleiner als die Hälfte des hydraulischen Durchmessers.
[0026] Zweck des Hohlraumes 16 ist es, einen definierten Querschnitt der Dosierscheibe 14
für den Gasdurchtritt freizuhalten. Die vom Brennstoff beaufschlagbare Fläche der
Dosierscheibe 14 ist derart auf ihre Gasdurchlässigkeit abgestimmt, daß eine gewünschte
Gasmenge in Richtung Brennerkopf durchgelassen wird. Die Tiefe des Hohlraumes muß
mindestens so groß sein, daß auf Grund der von der Klemmscheibe 15 auf die Dosierscheibe
14 und die Faservliesschicht 13 ausgeübten Klemmkraft die Gasdurchlässigkeit der Faservliesschicht
13 parallel zur Berührungsfläche nicht beeinträchtigt wird. Bei einer Dicke der Dosierscheibe
14 von 15 bis 50 µm und der Faservliesschicht 13 von 20 bis 50
11m ist beispielsweise eine Tiefe des Hohlraumes 16 von 0,1 bis 0,14 mm ausreichend.
Infolge ihrer geringen Dicke ist die Dosierscheibe 14 äußerst flexibel, so daß sie
schon durch einen geringen Druck, wie ihn beispielsweise die Faservliesschicht 13
ohne nennenswerte Kompression übertragen kann oder wie er etwa als Sättigungsdampfdruck
im Behälter 1 vorherrscht, in einen offenen Raum ausweicht. Durch die von der Klemmscheibe
15 ausgeübte Klemmkraft wird die Faservliesschicht 13 im Bereich der Klemmfläche verdichtet
und die Dosierscheibe 14 in sie hineingepreßt, so daß der Klemmbereich gasundurchlässig
wird. Im Bereich des Hohlraumes 16 bleibt die Faservliesschicht 13 unverdichtet. Wegen
der Flexibilität der Dosierscheibe 14 ist es unerheblich, ob der Hohlraum 16 auf der
dem Behälter zugekehrten oder abgekehrten Seite der Dosierscheibe 14 liegt, da in
jedem Fall ein Ausweichen in den Hohlraum 16 ohne nennenswerte Kompression der Faservliesschicht
13 möglich ist. Auf diese Weise ist eine dem Querschnitt des Hohlraumes 16 entsprechende
Fläche zuverlässig für den Gasdurchtritt freigegeben, soferne nur die Faservliesschicht
13 oder eine ihrer Wirkung entsprechende andere Schicht zumindest im Bereich des Hohlraumes
16 angeordnet ist und auf der dem Behälter 1 abgekehrten Seite der Dosierscheibe 14
liegt.
[0027] Die Dosierscheibe 14 und die gasdurchlässige Faservliesschicht 13 liegen vorzugsweise
in oder unmittelbar unter der Ebene der Behälterdecke 20.
[0028] Bei Anwendung der Erfindung kann beispielsweise die Klemmscheibe 15 einen Durchmesser
von 3 mm und der Hohlraum 16 einen Durchmesser von 1,8 mm und eine Tiefe von 0,12
mm aufweisen, um bei 298 K Umgebungstemperatur eine Flammenhöhe von 25 mm (Normalflamme)
zu erzeugen, wobei ca. 1 Milligramm Brennstoff pro Sekunde verbraucht wird. Durch
Veränderung des Hohlraumquerschnittes kann die Flammenhöhe direkt beeinflußt werden.
[0029] Ein ruhiges und gleichmäßiges Brennen der Flamme in der normalen aufrechten Betriebshaltung
wird erfindungsgemäß durch eine Anordnung der Bemessungseinrichtung erzielt, die hiebei
einen direkten Kontakt der Dosierscheibe 14 mit derflüssigen Phase der Behälterfüllung
möglichst reduziert bzw. ausschließt. Wenn das Feuerzeug zum Anzünden aus einer undefinierten,
beispielsweise liegenden, Transportlage in eine aufrechte Lage gebracht wird, so fließt
der flüssige Brennstoff bis auf eine von Oberflächenkräften zurückgehaltene Restmenge
aus dem vor der Dosierscheibe 14 liegenden Raum in den Behälter 1 ab, so daß die Dosierscheibe
14 vom gasförmigen Brennstoff beaufschlagt und vom Flüssigkeitsspiegel 21 des Brennstoffes
getrennt ist.
[0030] Da die Dicke der Klemmscheibe 15 nicht größer als der hydraulische Durchmesser des
Hohlraumes 16 ist, istdas Volumen des vorgelagerten Raumes klein. Da auch durch die
niedrige Oberflächenspannung und Viskosität der flüssigen Phase des Brennstoffes der
Strömungswiderstand beim Abfließen gering ist, ist die möglicherweise zurückgehaltene
Restmenge des Brennstoffes, bezogen auf den für den Gasdurchtritt zur Verfügung stehenden
Querschnitt der Dosierscheibe, so klein, daß sie in kurzer Zeit, z.B. in etwa 1 Sekunde,
abrinnt, verdampft oder verbrannt wird. Soferne überhaupt an der dem Behälter 1 zugekehrten
Seite der Dosierscheibe 14 ein spontanes, blasenbildendes Sieden des flüssigen Brennstoffes
auftritt, ist die dafür verfügbare Menge schon nach kurzer Zeit verdampft. Der Gasdurchtritt
durch die Dosierscheibe 14 erfolgt daher, abgesehen von einer sehr kurzen Anlaufzeit,
ausschließlich aus der gasförmigen Phase des Brennstoffes heraus, wodurch eine ruhige
und gleichmäßig brennende Flamme erzielt wird.
[0031] Der erfindungsgemäße Effekt kann durch verschiedene Maßnahmen in einfacher Weise
verstärkt werden.
[0032] Das möglichst vollständige Abfließen der flüssigen Phase beim Aufrichten des Brenners
wird begünstigt, wenn die Oberfläche der Klemmscheibe 15 nicht benetzbar ausgerüstet
ist. Dies kann beispielsweise durch Beschichtung mit fluorierten Kohlenwasserstoffverbindungen,
beispielsweise Polytetrafluoräthylen, erfolgen.
[0033] Bei einer nicht benetzbaren Ausrüstung der Klemmscheibe 15 ist es vorteilhaft, den
Durchmesser der Öffnung 17 so klein zu machen, daß kapillare Kräfte das Abfließen
des Brennstoffes aus dem Hohlraum 16 fördern.
[0034] Falls die Klemmscheibe 15 eine benetzbare Oberfläche aufweist, kann eine Verstärkung
des erfindungsgemäßen Effektes erreicht werden, wenn die Öffnung 17 geometrisch derart
ausgebildet wird, daß kapillare Wirkungen vermieden werden.
[0035] Die Stabilisierung der Flamme nach dem Entzünden erfolgt darüberhinaus besonders
schnell, wenn der Ventilkörper 2 derart in den Flüssiggastank vorspringt, daß die
Größe des Vorsprunges etwa der Tiefe der Vertiefung 12 entspricht, sodaß die Dosierscheibe
14 etwa in der Ebene der Flüssiggastankdecke 20 des Flüssiggastankes 1 liegt.
[0036] Während die erfindungsgemäße Lösung den beabsichtigten Effekt durch eine Dosierung
aus der Gasphase heraus bewirkt, streben die bekannten Lösungen eine möglichst vollständige
Benetzung der porösen Membran mit der flüssigen Phase an. Infolge der thermodynamischen
Verhältnisse ist dabei ein Sieden mit spontaner bzw. periodischer Blasenbildung nicht
zu vermeiden, selbst wenn nach dem Vorschlag der FR-A- 2 313 639 der Klemmkörper wärmeisolierend
ausgebildet ist.
[0037] Weitere vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung sind an Hand der Fig. 2 - 8
erläutert, die jeweils einen Querschnitt durch die Bemessungseinrichtung darstellen.
Sämtliche Bezugsziffern sind entsprechend Fig. 1 gewählt.
[0038] Fig. 2 zeigt eine Ausführungsform, bei der der Hohlraum 16 durch eine Ausnehmung
an der Stirnseite der Vertiefung 12 gebildet ist. Der Hohlraum 16 kann daher in einem
Arbeitsgang mit der Herstellung der Vertiefung 12 im Ventilkörper 2 gefertigt werden,
was mit hoher Genauigkeit möglich ist.
[0039] Durch die gezeigte Ausbildung der Klemmscheibe 15 ergibt sich eine symmetrische Verformung
der Dosierscheibe 14 und des Faservlieses 13.
[0040] In Fig. 3 ist, wie in Fig. 2 der Hohlraum 16 an der dem Behälter 1 abgekehrten Seite
der Dosierscheibe 14 angeordnet, wird aber am Umfang durch einen Distanzring 18 begrenzt,
der, wie die Dosierscheibe 14 und die Faservliesschicht 13, durch die Klemmscheibe
15 gasdicht geklemmt ist. Der Distanzring 18 besteht aus eined Kunststoffmaterial
hoher Steifigkeit, Druckfestigkeit, Wärmeformbeständigkeit und niedriger Wärmeleitfähigkeit.
Besonders gut eignen sich dafür Bauteile aus Polyimid, beispielsweise eine unter der
Markenbezeichnung "Kapton
R" von Du Pont hergestellte Type. Dieser Werkstoff weist etwa die gleiche Wärmedehnung
wie Messing auf, so daß bei Herstellung des Ventilkörpers 2 aus Automatenmessing keine
thermischen Spannungen die Funktion der erfindungsgemäßen Einrichtung stören. Der
Distanzring 18 kann einfach aus handelsüblichen Folien ausgestanzt werden, was eine
sehr billige Fertigung ermöglicht. Das Kunststoffmaterial des Distanzringes 18 fördert
darüberhinaus auch die Abdichtung in der Klemmfläche. Die Öffnung 17 ist im Verhältnis
zum hydraulischen Durchmesser klein, wodurch die Zurückhaltung größerer Mengen flüssigen
Brennstoffes beim Aufrichten des Feuerzeuges vermieden wird.
[0041] Die Ausführungsform nach Fig. 4 entspricht im wesentlichen jener nach Fig. 2, jedoch
ist zwischen Dosierscheibe 14 und Klemmscheibe 15 ein Zwischenring 19 angeordnet,
der aus einem Kunststoffmaterial der Art besteht, wie sie vorteilhaft auch für den
Distanzring 18, Fig. 3, verwendet wird. Dadurch wird einerseits die Abdichtung an
der Klemmfläche begünstigt, andererseits werden aber bei der Montage auch Beschädigungen
der Dosierscheibe 14 vermieden, wenn beispielsweise ein Meßrohr zur Kontrolle der
Gasdurchflußmenge aufgesetzt wird.
[0042] Fig. 5 zeigt eine Ausführungsform, bei der eine Faservliesschicht 13 lediglich im
Bereich des in dem Ventilkörper 2 befindlichen Hohlraumes 16 angeordnet ist. Zur Sicherstellung
einer guten Abdichtung der Klemmfläche, sowie zur Vermeidung von Beschädigungen der
Dosierscheibe 14 bei der Montage, ist, wie in Fig. 4, zwischen Klemmscheibe 15 und
Dosierscheibe 14 ein Zwischenring 19 angeordnet. Die Anordnung der Faservliesschicht
13 ausschließlich im Bereich des Hohlraumes 16 bringt keine funktionellen Nachteile
mit sich, erlaubt aber Materialeinsparungen und eine besonders einfache Montage.
[0043] In Fig. 6 ist eine Ausführungsform dargestellt, bei der sich der Hohlraum 16 in der
Klemmscheibe 15 befindet und ansatzlos in die Öffnung 17 übergeht. Diese Gestaltung
zielt auf die Vermeidung kapillarer Wirkungen bei benetzbarer Oberfläche der Klemmscheibe
15 ab. Die Öffnung 17 hat einen relativ großen Durchmesser, was das Abfließen der
flüssigen Phase bei benetzbarer Oberfläche der Klemmscheibe 15 begünstigt, da eine
kapillare Wirkung vermieden wird. Grundsätzlich kann die Öffnung 17 zum Behälter 1
hin auch trichterförmig erweitert sein.
[0044] Auch in Fig. 7 ist der Hohlraum 16, wie in Fig. 6, an der dem Behälter 1 zugekehrten
Seite der Dosierscheibe 14 angeordnet, wird aber, wie in Fig. 3, durch einen Distanzring
18 gebildet, dessen Eigenschaften bei der Beschreibung der Fig. 3 erläutert wurden.
Diese Ausführungsform ermöglicht eine sehr rationelle Herstellung.
[0045] Fig. 8 zeigt eine Ausführungsform, die im wesentlichen jener in Fig. 1 entspricht,
jedoch an der Brennerkopfseite der Faservliesschicht 13 eine Zwischenlage 19' aufweist,
die aus einem Kunststoffmaterial besteht, das in der Ausführungsform der Erfindung
nach Fig. 3 für den Distanzring 18 vorteilhaft eingesetzt wird.
[0046] Die Herstellungskosten des erfindungsgemäßen Feuerzeuges werden schon dadurch wesentlich
gesenkt, daß keine voluminösen Bauteile notwendig sind, die hohe Materialkosten verursachen.
Auch die Kosten für die mechanische Bearbeitung der Bauteile sind niedrig, da keine
großen Materialmengen abzutragen und keine Bearbeitungen mit hohen Anforderungen an
schwer zugänglichen Stellen, beispielsweise in tiefen Sacklöchern, vorzunehmen sind.
[0047] Da die erforderlichen Kleinteile durchwegs in sehr seichten Vertiefungen angeordnet
sind, ist auch deren Einbau problemlos und mit relativ einfachen Vorrichtungen zu
bewältigen.
[0048] Die kleinen Dimensionen der Bauteile vermeiden weiters das Auftreten größerer Wärmedehnungen
bzw. Wärmespannungen, welche z.B. durch längere Lagerung oder Transport bei höherer
Temperatur die notwendigen Klemmkräfte irreversibel vermindern.
[0049] Die üblicherweise auftretenden Dimensionsabweichungen, die innerhalb einer Produktionsserie
beträchtliche Unterschiede der Flammenhöhe verursachen können, sind mit der erfindungsgemäßen
Einrichtung in rationeller Weise deutlich zu vermindern. Einerseits ermöglicht die
Einfachheit der erforderlichen Bauteile eine hohe Qualitätskonstanz. Die Anordnung
sämtlicher Kleinteile in leicht zugänglichen seichten Vertiefungen reduziert auch
die Wahrscheinlichkeit von Montagefehlern beträchtlich. Sie ermöglicht aber auch eine
einfach durchzuführende Kontrolle der Gasdurchlässigkeit der Dosierscheibe 14, sowie
eine Kompensation der festgestellten Streuungen der Gasdurchgangsmengen. Dies kann
beispielsweise auf folgende Weise erfolgen.
[0050] Nach dem Einsetzen der Faservliesschicht 13 und der Dosierscheibe 14 in die Vertiefung
12 wird ein Meßrohr mit genau bestimmtem Innendurchmesser, der vorzugsweise größer
ist als der hydraulische Durchmesser, dicht aufgedrückt. Die Gasdurchflußmenge wird
gemessen und mit einem festgelegten Sollwert verglichen. Im Falle einer durch Streuungen
der Durchlässigkeit der Dosierscheibe 14 verursachten Abweichung kann entweder die
Dosierscheibe 14 ausgeblasen und durch eine neue ersetzt werden, oder aber es wird
der Durchmesser des Hohlraumes 16 entsprechend angepaßt. Dies kann beispielsweise
dadurch erfolgen, daß aus magazinierten Bauteilen mit abgestuften Durchmessern des
Hohlraumes, wie Klemmscheiben 15 oder Distanzringen 18, eine geeignete Variante ausgewählt
und eingebaut wird. Eine derartige Kontroll- und Auswahlvorrichtung läßt sich einfach
in eine übliche automatisierte Fertigungsstraße einbauen.
[0051] Bei der bekannten Ausführungsform sind Maßnahmen zur Kontrolle und Kompensation von
Durchflußstreuungen wesentlich aufwendiger bzw. überhaupt nicht durchführbar.
[0052] Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen Einrichtung betrifft die Veränderung der
ursprünglich eingestellten Flammencharakteristik, infolge Alterung, die häufig auch
ohne erfolgte Benützung auftritt. Die Anwendung einer mikroporösen, einachsig verstreckten
Polypropylenfolie, vorzugsweise aus "Celgard
R 2500", als Material für die Dosierscheibe 14, bringt, insbesondere in Kombination
mit einer Faservliesschicht 13, aus nicht verwebten Polypropylenfasern eine sehr hohe
Alterungsbeständigkeit der erfindungsgemäßen Einrichtung in bezug auf die Konstanz
der Flammencharakteristik mit sich.
[0053] Die einachsig verstreckte Polypropylenfolie ist in der nichtverstreckten Richtung
deformierbar, wodurch die Durchflußmenge unbeabsichtigt beeinflußt werden könnte.
Deshalb ist es vorteilhaft, die Öffnung der Ventilbohrung 11 sehr klein auszubilden,
z.B. 0,1 bis 0,4 mm, damit sich die Dosierscheibe und die Vliesschicht durch den Gasdruck
nicht hineinpressen lassen, und die Tiefe des Hohlraumes 16, soferne er auf der Brennerkopfseite
der Dosierscheibe angeordnet ist, zu begrenzen, um eine irreversible Verformung der
Dosierscheibe unter dem Einfluß des auf sie wirkenden Gasdruckes zu vermeiden.
[0054] An Stelle der Faservliesschicht kann aber auch ein beliebiger Bauteil verwendet werden,
der entlang der Berührungsfläche mit der Dosierscheibe 14 eine gasdurchlässige Schicht
aufweist. Diese wird beispielsweise auch dadurch geschaffen, daß der Ventilkörper
2 an der Stirnfläche 2' der sacklochartigen Vertiefung 12 zumindest im Bereich des
Hohlraumes 16 in geeigneter Weise, z.B. mittels Sandstrahlen, aufgerauht wird.
[0055] Bei der Erzeugung von Feuerzeugen, wie z.B. nicht nachfüllbare Taschenfeuerzeuge,
muß die Füllmenge des Flüssiggases auf etwa 80 % des Fassungsraumes des Brennstoffbehälters
beschränkt werden, wobei die Umgebungstemperatur während des Fullvorganges etwa 20
bis 25° C ist. Diese Begrenzung ist aus Sicherheitsgründen nötig, da der flüssige
Brennstoff bei späterer Lagerung oder beim Gebrauch der Feuerzeuge bei wesentlich
höheren Temperaturen, wie z.B. 60° C, ein explosionsartiges Platzen des Behälters
bewirken könnte.
[0056] Die Tatsache, daß ca. 20% des Fassungsvermögens des Behälters von der gasförmigen
Phase des Brennstoffes eingenommen werden muß, wird bei den erfindungsgemäßen Feuerzeugen
genützt, um sicherzustellen, daß die Dosierscheibe und die zu ihrer Klemmung dienenden
Bauteile bei aufrechter Handhabung des Feuerzeuges nicht mit dem Flüssigkeitsspiegel
des Brennstoffes in Berührung kommen können.
1. Mit Flüssiggas betriebenes Feuerzeug, insbesondere Taschenfeuerzeug, das einen
Brennerkopf (4), einen Brennstoffbehälter (1) und eine dazwischen angeordnete, unverstellbare
Bemessungseinrichtung (12 bis 16) für die Flammenhöhe umfaßt, die mit einer brennstoffdurchlässigen
Dosierscheibe (14) aus poröser Folie versehen ist, welche in ihrem Randbereich dicht
festgeklemmt ist und die mit ihrer dem Brennerkopf (4) zugekehrten Seite gegen einen,
eine gasdurchlässige Schicht aufweisenden Bauteil (13) gerichtet ist wobei auf einer
der Seiten der Dosierscheibe (14) ein Hohlraum (16) vorgesehen ist, dessen Querschnitt
senkrecht zur Dosierscheibenachse Lage und Größe der für den Gasdurchtritt freigehaltenen
Fläche bestimmt, dadurch gekennzeichnet, daß die Tiefe des Hohlraumes (16) einerseits
groß genug ist, damit die auf die Dosierscheibe (14) ausgeübte Klemmkraft die Gasdurchlässigkeit
der gasdurchlässigen Schicht parallel zur Berührungsfläche (2') unbeeinträchtigt läßt
und andererseits klein genug ist, um eine irreversible Verformung der Dosierscheibe
(14) unter dem Einfluß des auf sie wirkenden Gasdruckes zu verhindern und daß zu diesem
Zweck weiters die Ventilbohrung (11) eine klein ausgebildete Öffnung aufweist, wobei
das Ende der Bemessungseinrichtung in der aufrechten Gebrauchsstellung des Feuerzeuges
sich stets im Abstand oberhalb der flüssigen Phase des Flüssiggases befindet und der
Raum zwischen der Bemessungseinrichtung und dem Flüssigkeitsspiegel frei von Bauteilen
ist.
2. Feuerzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die in einem Gehäuse angeordnete
Bemessungseinrichtung (13 bis 16) ganz oder teilweise in das Innere des Brennstoffbehälters
(1) ragt und die Länge des vom Behälterwerkstoff nicht ummantelten Abschnittes des
Gehäuses im wesentlichen der Tiefe einer sacklochartigen, die Bemessungseinrichtung
(13 bis 16) aufnehmenden Vertiefung (12) im Gehäuse entspricht.
3. Feuerzeug nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die das Anhaften
des flüssigen Brennstoffes ermöglichenden Oberflächen und Räume der dem Brennstoffbehälter
(1) zugewandten Bauteile der Bemessungseinrichtung und ihres Gehäuses eine Größe und
ein Volumen aufweisen, bei der bzw. dem die Menge des flüssigen Brennstoffes der beim
Schwenken des Feuerzeuges in die übliche, aufrechte Gebrauchslage infolge von Oberflächenkräften
an diesen Bauteilen anhaftet, kleiner ist als die von der Normalflamme innerhalb von
drei Sekunden, vorzugsweise in weniger als einer Sekunde, verbrauchte Brennstoffmenge.
4. Feuerzeug nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß zum dichten Anpressen
der Dosierscheibe (14) an den mit einer gasdurchlässigen Schicht versehenen Bauteil
(13) eine Klemmscheibe (15) vorgesehen ist.
5. Feuerzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Dicke
der Klemmscheibe (15) kleiner als der hydraulische Durchmesser der vom Brennstoff
beaufschlagbaren Fläche der Dosierscheibe (14), vorzugsweise kleiner als die Hälfte
des hydraulischen Durchmessers ist.
6. Feuerzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Klemmscheibe
(15) aus einem metallischen Werkstoff, vorzugsweise aus Automatenmessing, besteht.
7. Feuerzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Hohlraum
(16) 0,1 bis 0,14 mm tief ausgebildet ist.
8. Feuerzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Ventilbohrung
(11) einen Durchmesser von 0,1 bis 0,4 mm aufweist.
9. Feuerzeug nach Anspruch 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Hohlraum (16)
eine Scheibe (13) aus Faservlies enthält, dessen Dicke geringer ist als der Abstand
der Stirnfläche (2') des Hohlraumes von der Dosierscheibe (14).
10. Feuerzeug nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Stirnfläche
(2') des Hohlraumes (16) zur Bildung einer gasdurchlässigen Schicht aufgerauht ist.
11. Feuerzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß auf der
Brennerkopfseite der Dosierscheibe (14) eine im wesentlichen gleiche Größe aufweisende
Faservliesschicht (13) vorgesehen ist.
12. Feuerzeug nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß auf der Brennerkopfseite
der Faservliesschicht (13) eine zumindest dem Klemmbereich der Dosierscheibe (14)
entsprechende Zwischenlage (18,19') aus Kunststoff, vorzugsweise aus Polyimid, vorgesehen
ist.
13. Feuerzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Dosierscheibe
(14) aus einer mikroporösen einachsig verstreckten Polypropylenfolie, deren schlitzförmige
Poren in Richtung der Flächennormalen durchlässig sind und deren Dicke zwischen 10
und 100 um, insbesondere zwischen 15 und 30 J.1m liegt, besteht.
1. Liquefied gas lighter, particularly a pocket lighter, comprising a combustion head
(4), a fuel container (1) and arranged therebetween, a non- adjustable flame-length
dimensioning device (12 to 16) having a fuel-permeable metering disc (14) of porous
sheet material which is sealingly fixed at its edge region and which is orientated
at its side adjacent the combustion head (4) towards a component (13) having a gas-permeable
layer. whereby on one of the sides of the metering disc (14) there is provided a hollow
space (16) whereof the cross section perpendicular to the metering disc axis determines
the position and size of the area available for the gas passage, characterised in
that the depth of the hollow space (16) on the one hand is sufficiently large that
the clamping force exerted on the metering disc (14) does not inhibit the gas-permeability
of the gas-permeable layer parallel to the contact surface (2') and on the other hand
is sufficiently small to prevent an irreversible deformation of the metering disc
(14) under the influence of the gas pressure acting thereon and that for this purpose
the valve bore (11) has a small opening, whereby the end of the dimensioning device
in the upright position of use of the lighter is always spaced above the liquid phase
of the liquefied gas and the space between the dimensioning device and the surface
of the liquid is free of components.
2. Lighter according to claim 1, characterised in that the dimensioning device (13
to 16) arranged in a housing extends wholly or partially into the interior of the
fluid container (1) and the length of that part of the housing not surrounded by the
housing corresponds substantially to the depth of a blind recess (12) in the housing
receiving the dimensioning device (13 to 16).
3. Lighter according to claim 1 or 2, characterised in that the surfaces and recesses
of the components of the sizing device and its housing facing the fuel container (1)
and liable to be adhered to by the liquid fuel have a size and volume whereby the
amount of the liquid fuel which adheres by surface tension to these components on
turning of the lighter into the usual upright position of use is smaller than the
amount of fuel used by the normal flame within three seconds, preferably in less than
one second.
4. Lighter according to claim 1, 2 or 3, characterised in that a clamping disc (15)
is provided for sealingly pressing the metering disc (14) against the component (13)
provided with a gas-permeable layer.
5. Lighter according to one of claims 1 to 4, characterised in that the thickness
of the clamping disc (15) is smaller than the hydraulic diameter of the area of the
metering disc (14) capable of being acted upon by the fuel, preferably smaller than
half the hydraulic diameter.
6. Lighter according to one of claims 1 to 5, characterised in that the clamping disc
(15) comprises a metal material preferably of machining brass.
7. Lighter according to one of claims 1 to 6, characterised in that the hollow space
(16) has a depth of 0.1 to 0.14mm.
8. Lighter according to one of claims 1 to 7, characterised in that the valve bore
(11) has a diameter of 0.1. to 0.4mm.
9. Lighter according to claim 1 to 8 characterised in that the hollow space (16) comprises
a disc (13) of non-woven fabric whereof the thickness is less than the spacing of
the end face (2') of the hollow space from the metering disc (14).
10. Lighter according to claim 8 or 9, characterised in that the end face (2') of
the hollow space (16) is roughened to form a gas-permeable layer.
11. Lighter according to one of claims 1 to 9, characterised in that on the combustion
head side of the metering disc (14) is provided a non-woven fabric layer (13) of substantially
the same size.
12. Lighter according to claim 11, characterised in that on the combustion head side
of the non-woven fabric layer (13) is provided an intermediate layer (18, 19") corresponding
at least to the clamping region of the metering disc (14) and made of synthetic plastics
material, preferably polyimide.
13. Lighter according to one of claims 1 to 12, characterised in that the metering
disc (14) comprises a microporous uni-axially stretched polypropylene sheet slit shaped
pores of which are permeable in the direction perpendicular to the surface, and in
that the sheet has a thickness of 10 to 100 um, preferably of 15 to 30 µm.
1. Briquet à gaz liquéfié, notamment briquet de poche, qui comporte une tête de brûleur
(4), un réservoir de combustible (1) et, entre eux, un dispositif non réglable (12
à 16) de dimensionnement de la hauteur de la flamme, qui est équipé d'un disque de
dosage (14) perméable au combustible et constitué en une feuille poreuse et qui est
fixé par blocage, de façon étanche, dans sa partie périphérique et dont la face tournée
vers la tête de brûleur (4) est en vis- à-vis d'un composant (13) possédant une couche
perméable au gaz, et dans lequel il est prévu sur l'un des côtés du disque de dosage
(14), une cavité (16) dont la section transversale détermine, perpendiculairement
à l'axe du disque de dosage, la position et la grandeur de la surface dégagée pour
le passage du gaz, caractérisé par le fait que la profondeur de la cavité (16) est
d'une part suffisamment grande pour que la force de serrage exercée sur le disque
de dosage (14) n'affecte pas la perméabilité au gaz de la couche perméable au gaz
parallèlement à la surface de contact (2') et soit d'autre part suffisamment faible
pour empêcher une déformation irréversible du disque de dosage (14) sous l'influence
de la pression du gaz agissant sur ce disque, et qu'à cet effet le perçage (11) de
la valve possède une ouverture de petites dimensions, l'extrémité du dispositif de
dimensionnement étant toujours située à distance au-dessus de la phase liquide du
gaz liquide, lorsque le briquet est dans la position verticale d'utilisation, tandis
que l'espace entre le dispositif de dimensionnement et la surface du liquide ne comporte
aucun composant.
2. Briquet suivant la revendication 1, caractérisé par le fait que le dispositif de
dimensionnement (13 à 16) disposé dans un boîtier fait saillie en totalité ou en partie
à l'intérieur du réservoir de combustible (1) et que la longueur de la section du
boîtier, non entour de par le matériau du réservoir, correspond essentiellement à
la profondeur d'un renfoncement (12) en forme de trou borgne, recevant le dispositif
de dimensionnement (13 à 16).
3. Briquet suivant la revendication 1 ou 2, caractérisé par le fait que les surfaces
et les espaces qui permettent l'adhérence du combustible liquide, des composants tournés
vers le réservoir de combustible (1), du dispositif de dimensionnement et de son boîtier
possèdent une taille et un volume, pour la ou lequel la quantité de combustible liquide
qui adhère à ces composants lors du pivotement du briquet dans la position verticale
usuelle d'utilisation, sous l'action de forces superficielles, est inférieure à la
quantité de combustible utilisée par la flamme normale en l'espace de trois secondes,
de préférence en moine d'une seconde.
4. Briquet suivant la revendication 1, 2 ou 3, caractérisé par le fait qu'il est prévu
un disque de serrage (15) servant à appliquer sous pression, de façon étanche, le
disque de dosage (14) contre le composant (13) muni d'une couche perméable au gaz.
5. Briquet suivant l'une des revendications 1 à 4, caractérisé par le fait que l'épaisseur
du disque de serrage (15) est inférieure au diamètre hydraulique de la surface, pouvant
être chargée par le combustible, du disque de dosage (14 ), et est de préférence inférieure
à la moitié du diamètre hydraulique.
6. Briquet suivant l'une des revendications 1 à 5, caractérisé par le fait que le
disque de serrage (15) est constitué en un matériau métallique, de préférence par
du laiton de décolletage.
7. Briquet suivant l'une des revendications 1 à 6, caractérisé par le fait que la
cavité (16) possède une profondeur comprise entre 0,1 et 0,14 mm.
8. Briquet suivant l'une des revendications 1 à 7, caractérisé par le fait que le
perçage de valve (11) possède un diamètre compris entre 0,1 et 0,4 mm.
9. Briquet suivant les revendications 1 à 8, caractérisé par le fait que la cavité
(16) contient un disque (13) constitué par du tissu non tissé, dont l'épaisseur est
inférieure à la distance entre la surface frontale (2') de la cavité et le disque
de dosage (14).
10. Briquet suivant la revendication 8 ou 9, caractérisé par le fait que la surface
frontale (2') de la cavité (16) est rugueuse, en vue de la formation d'une couche
perméable au gaz.
11. Briquet suivant l'une des revendications 1 à 9, caractérisé par le fait que sur
la face du disque de dosage (14), tournée vers la tête du brûleur, il est prévu une
couche (13) formée d'un tissu non tissé, possédant essentiellement la même taille.
12. Briquet suivant la revendication 11, caractérisé par le fait que sur la face,
tournée vers la tête du brûleur, de la couche (13) de tissu non tissé il est prévu
une couche intercalaire (18, 19') en matière plastique, de préférence en polyimide,
correspondant au moins à la zone de serrage du disque de dosage (14).
13. Briquet suivant l'une des revendications 1 à 12, caractérisé par le fait que le
disque de dosage (14) est constitué par une feuille de polypropylène microporeuse
à étirage monoaxial, dont les pores en forme de fentes fournissent une perméabilité
suivant la direction de la normale à la surface, et dont l'épaisseur se situe entre
10 et 100 um, en particulier entre 15 et 30 µm.