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EP 0 155 904 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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15.04.1987 Patentblatt 1987/16 |
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Anmeldetag: 12.02.1985 |
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Vorrichtung zur Applikation eines Klebstoffbandes um den Rand eines Flachformteiles,
insbesondere eines Blechformteils
Device for sticking an adhesive tape to the edge of a plate, especially of a metal
plate
Dispositif pour appliquer un ruban adhésif sur le bord d'une plaque, notamment d'une
plaque de métal
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Benannte Vertragsstaaten: |
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CH DE FR GB IT LI SE |
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Priorität: |
17.02.1984 CH 780/84
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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25.09.1985 Patentblatt 1985/39 |
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Anmelder: CIBA-GEIGY AG |
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4002 Basel (CH) |
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Erfinder: |
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- Koller, Hans
CH-4123 Allschwil (CH)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung gemäss Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
[0002] In der blechverarbeitenden Industrie ist das Verkleben von Falznahtverbindungen mittels
druck- oder wärmehärtbarer Klebstoffe weit verbreitet. So ist es z. B. in der Autoindustrie
üblich, Falznähte an bestimmten Karosserieteilen, insbesondere Türen, auf diese Weise
abzudichten und damit der Korrosionsgefahr vorzubeugen.
[0003] In der Autoindustrie und ähnlichen Industriezweigen werden zur Herstellung solcher
geklebten Falznahtverbindungen üblicherweise Klebstoffe in flüssiger oder pastöser
Form verwendet, welche in Form einer Raupe auf die zu verbindenden Blechteile appliziert
werden. Diese Applikationsmethode des Klebstoffs ist in verschiedener Hinsicht unbefriedigend.
Zum einen ist die damit erreichte Verteilung des Klebstoffs über die gesamte Falznaht
nicht ausreichend gleichmässig, was zu Korrosionsproblemen führen kann, und zum anderen
sind Klebstoffe in flüssiger oder pastöser Form aus arbeitshygienischen Aspekten immer
problematisch.
[0004] Bei der Herstellung von Konservendosen ist es, wie z. B. die US-A3125056 oder die
FR-A 2 252147 bzw. die BE-A 444 014 zeigen, ebenfalls üblich, Falznähte zu verkleben
bzw. mittels Klebstoff abzudichten. Der Klebstoff wird dabei auf die Bördelränder
der miteinander zu verbindenden Teile des Dosenkörpers entweder in flüssiger oder
pastöser Form durch Extrusion oder dergleichen oder aber auch in Form eines Streifens
einer Klebefolie aufgebracht.
[0005] Klebstoffe in Folien - insbesondere Bandform wie sie z. B. unter den Markennamen
Araldit
8- und Redux
8-Klebfilm (CIBA-GEIGY) bekannt sind, finden nicht zuletzt aufgrund ihrer arbeitshygienischen
Vorteile immer weitere Verbreitung. Zum Verkleben der Falznähte von z. B. Autokarosserieteilen
wurden solche Klebstoffe bisher jedoch nicht oder nur sehr beschränkt verwendet. Der
Grund dafür liegt vor allem darin, dass Klebstoff-Filme zähplastisch sind und ihre
sehr geringe Zugfestigkeit die maschinelle Applikation beträchtlich erschwert. Zusätzliche
Komplikationen treten auf, wenn solche Klebstoffstreifen auf Karosserieteile appliziert
werden müssen, deren Falznähte einen komplizierten, insbesondere räumlich gekrümmten
Verlauf haben. Diese Schwierigkeiten sind besonders gross, wenn der Bördelrand beidseitig
mit Klebstoff versehen werden soll, das heisst, das Klebstoffband U-förmig um den
Rand gelegt werden muss.
[0006] Die meisten der bislang bekanntgewordenen Vorrichtungen der im Oberbegriff des Anspruchs
1 beschriebenen Art sind nur dazu geeignet, relativ steife und zugfeste Klebbänder
(nicht Klebstoffbänder) zu verarbeiten. Dies gilt beispielsweise auch für den aus
der US-Patentschrift 4,155, 798 bekannten Apparat mit Vorfaltkanal und Anpressrollen.
[0007] In Erkenntnis der Tatsache, dass die mangelnde Eignung der bekannten Apparate zur
Applikation von zähplastischen Klebstoffbändern geringer Eigensteifigkeit und Zugfestigkeit
auf gekrümmte Blechränder vor allem durch die starre Anordnung des Vorfaltkanals und
der Anpress- bzw. Applikationsrollen und dadurch bedingt ist, dass die Applikationsrollen
freilaufend sind (US-Patentschrift 4,155,798), wurde auch schon eine Anordnung vorgeschlagen
(EP-A 72 779), bei welcher erstens das Applikationsrollenpaar als Ganzes um eine Achse
schwenkbar ist, die parallel zu den Rollenachsen und bezüglich der Bandtransportrichtung
im Abstand von diesen etwa in der Symmetrieebene des Vorfaltkanals verläuft, und bei
welcher zweitens die Applikationsrollen über torsionselastische Wellen motorisch antreibbar
sind.
[0008] Diese Vorrichtung stellt zwar gegenüber dem bekannten Stand der Technik eine sprunghafte
Verbesserung dar, doch haben ausführliche praktische Tests gezeigt, dass sie bezüglich
der Applikationsqualität insbesondere bei höherer Applikationsgeschwindigkeit noch
entscheidend verbesserungsfähig ist.
[0009] Es wurde gefunden, dass die Applikationsqualität insbesondere auch bei höheren Applikationsgeschwindigkeiten
durch Modifikation der Bewegungsmöglichkeiten des Applikationsrollenpaares wesentlich
weiter verbessert werden kann. Eine auf diese Art modifizierte und verbesserte Applikationsvorrichtung
ist Gegenstand der prioritätsälteren EP-Patentanmeldung Nr. 84810079.8 vom 13.02.1984
(Publ. No. 0117-232; entsprechend US-PS 4 486 261).
[0010] Die vorliegende Erfindung stellt dazu eine vorteilhafte Alternativlösung dar. Ihre
Hauptmerkmale sind im Kennzeichen des Patentanspruchs 1 beschrieben, bevorzugte Weiterbildungen
ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen.
[0011] Im folgenden wird die Erfindung anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels
näher erläutert. Es zeigen :
Figur 1 eine perspektivische schematische Gesamtdarstellung der wesentlichsten Komponenten
des Ausführungsbeispiels,
Figur 2 eine Vorderansicht des eigentlichen Applikationskopfes der Vorrichtung nach
Fig. 1 gemäss der Linie II-II in Fig. 3 (Blickrichtung-Y in Fig.1).
Figur 3 einen Schnitt längs der Linie III-III der Fig. 2 (Blickrichtung-Z in Fig.
1).
Figur 4 einen Schnitt längs der Linie IV-IV der Fig. 3,
Figur 5 einen Schnitt längs der Linie V-V der Fig. 2 und
Figur 6 ein elektrisches Blockschaltschema der Antriebssteuerung der Vorrichtung.
[0012] Die wesentlichsten Komponenten der Vorrichtung sind gemäss Fig. 1 zwei Applikationsrollen
1 und 2, eine Vorfaltrolle 3, eine Steuerrolle 4, eine Umlenkrolle 5, zwei Transportrollen
6 und 7 mit zwei zugeordneten Gegendruckrollen 8 und 9, eine weitere Umlenkrolle 10,
zwei Antriebsmotoren 11 und 12 mit zugehörigen Tachogeneratoren 13 und 14 für die
Applikationsrollen 1 und 2, ein Antriebsmotor 15 mit zugehörigem Tachogenerator 16
(Fig.6) für die Transportrollen 6, 7 eine Steuerung 17 für die drei Antriebsmotoren,
eine Kassette 18 mit einer Vorratsrolle Klebband TK (bestehend aus einem Trägerband
T und einem von diesem getragenen Streifen eines Klebfilms K), ein Aufnahmebehälter
19 für abgezogenes Trägerband T und zwei Schlauchleitungen 20 und 21 für die Zufuhr
von Klebband TK zu den Transportrollen 6 und 7 bzw. die Rückleitung von abgezogenem
Trägerband T in den Aufnahmebehälter 19. Die Schlauchleitungen sind mittels Bajonett-Kupplungen
22a, b und 23a, b mit dem eigentlichen Applikationskopf, der alle Teile bis auf die
Kassette 18, den Aufnahmebehälter 19 und die Steuerung 17 enthält, lösbar verbunden
; die Kassette 18 und der Aufnahmebehälter 19 sowie die Steuerung 17 sind ortsfest
ausserhalb des Applikationskopfs angeordnet und machen dessen noch zur erläuternden
Bewegungen nicht mit. Der Antrieb der Applikationsrollen 1 und 2 und der Transportrollen
6 und 7 erfolgt über Riemenscheiben 24-30 und zugehörige Transmissionsriemen 31-33.
[0013] Die grobe Funktionsweise der Vorrichtung ist wie folgt :
Das aus Trägerband T und Klebfilm K bestehende Klebband TK gelangt von der Vorratskassette
18 über den Schlauch 20 und über einen nur in Fig. ersichtlichen Führungskanal 109
zu dem Transportrollenpaar 6, und 8, wo das Trägerband T vom Klebfilm K abgezogen
wird. Der Klebfilm K wird über die Umlenkrolle 5, die Steuerrolle 4 und die Vorfaltrolle
3 zu den Applikationsrollen 1 und 2 geführt, welche ihn U-förmig um den Rand des damit
zu versehenden Blechformteils B herum applizieren. Das abgezogene Trägerband T wird
über einen in Fig. 3 gezeigten weiteren Führungskanal 110 und den Schlauch 21 mittels
einer nicht gezeigten Saugvorrichtung in den Aufnahmebehälter 19 zurückgeführt. Die
Querschnitte des Schlauchs 20 und des Führungskanals 109 für das Klebband TK sind
oval und die Krümmungen dieser Teile sind so gewählt, dass das Klebband im wesentlichen
nur mit seiner (nichtklebrigen) Trägerbandseite (T) aufgleiten kann. Der ovale Querschnitt
verhindert eine Verdrehung des Klebbands.
[0014] Der Transport des Klebbands TK erfolgt über die Transportrollen 6 und 7, wobei die
Zugkräfte im wesentlichen nur am zugfesten Trägerband T angreifen und der zugempfindliche
Klebfilm K nicht belastet wird. Der Transport des vom Trägerband T abgelösten, ungeschützten
Klebfilms K erfolgt durch die beiden Applikationsrollen 1 und 2, wobei jedoch der
erforderliche (geringe) Bandzug über die Steuerrolle 4 kontrolliert wird.
[0015] Die Steuerrolle 4 ist auf einem um die Achse der Umlenkrolle 5 schwenkbaren Lenker
34 angeordnet und dabei mittels einer Zugfeder 35 belastet, so dass der Klebfilm K
stets leicht gespannt ist. Die Grösse der Grundspannung ist mittels einer Rändelschraube
36 (Fig. 6) einstellbar. Der Lenker 34 ist mit einem Potentiometer 37 (Fig. 6) gekoppelt,
so dass eine Verschwenkung der Steuerrolle 4 eine entsprechende Verstellung des Potentiometers
37 bewirkt. Das Potentiometer ist an die Steuerung 17 angeschlossen und steuert mit
dieser zusammen den Antriebsmotor 15 für den Bandtransport (Bandnachschub) so, dass
der Bandzug im Klebfilm K unabhängig von den noch zu erläuternden Bewegungen der einzelnen
Rollen stets konstant bleibt. Die Umfangsgeschwindigkeit der das Trägerband T abziehenden
Transportrolle 7 ist zwecks Ausgleichs eines allfälligen Schlupfs geringfügig grösser
als die der Transportrolle 6. Die Steuerrolle 4 ist vorzugsweise als konvexer Doppelkonus
ausgebildet; dadurch wird einerseits eine gewisse Vorformung des Klebfilms K und anderseits
eine Zentrierung des Klebfilms erreicht.
[0016] Der Applikationskopf ist an einem nicht dargestellten Bewegungsgerät, z. B. einem
Roboter (bekannter Bauart) befestigt. Dieser ist so programmiert, dass die beiden
Applikationsrollen 1 und 2 den Rand des Blechformteils umfassend diesen genau abfahren
und dabei den Klebfilm K applizieren. Der konkrete Aufbau des Applikationskopfs geht
aus den Fig. 2-5 hervor, in denen zur Erleichterung des Verständnisses Koordinatenachsen
X, Y und Z eingetragen sind, wobei in Ruhestellung des Roboters die Z-Achse vertikal
verläuft. Ansonsten bezeichnet die Z-Achse die momentane Normale auf die Oberfläche
des Blechformteils B, die Y-Achse die Normale auf die Blechkante in der Blechebene
und die X-Achse die Tangente zur Blechkante in der (momentanen) Blechebene.
[0017] Sämtliche Teile des Applikationskopfs sind auf einem Bügel 50 montiert, welcher in
einem nach vorne offenen Gehäuse 51 um eine zur X-Achse parallele Achse 52 federnd
kippbar (± Z-Richtung) gelagert ist. Das Gehäuse 51 selbst ist über einen Flansch
53 am Bewegungsgerät befestigt. Der Bügel 50 trägt zwei Kugelbüchsenzylinder 54 und
55, in denen zwei Führungsstangen 56 und 57 in ±Y-Richtung verschiebbar gelagert sind.
Mit den Führungsstangen ist eine Tragplatte 58 verbunden, welche mit Ausnahme der
Transport-und Gegendruckrollen alle restlichen Teile des Applikationskopfs trägt und
sich via zwei Federn 59 und 60 federnd an den beiden Kugelbüchsenzylindern 54 und
55 abstützt.
[0018] An der Tragplatte 58 sind mittels eines Winkels 61 die beiden Antriebsmotoren 11
und 12 mit den zugeordneten Tachogeneratoren 13 und 14 montiert, sie machen also die
± Y-Bewegung der Tragplatte mit. Auf der Tragplatte 58 ist weiters ein Tragelement
62 montiert, an dem die Vorfaltrolle 3, die Steuerrolle 4 mit dem Potentiometer 37
und die Umlenkrolle 5 sowie eine von einem Elektromagnet 63 betätigte Schneideinrichtung
(Schere) 64 befestigt sind. (In Fig. ist diese Schneideinrichtung der Uebersichtlichkeit
halber nicht dargestellt).
[0019] Wie Fig. 2 und 4 zeigen, ist die konkav doppelkonische Vorfaltrolle 3 in einem U-Bügel
65 drehbar gelagert. Der U-Bügel selbst ist mit einer Gleitstange 66 verbunden, welche
im Tragelement 62 in ± Y-Richtung entgegen der Kraft einer Feder 67 verschiebbar gelagert
ist. Eine Führungsstange 68 sichert den U-Bügel 65 vor Verdrehung um die Y-Achse.
Die Vorfaltrolle 3 ist also unabhängig von den Bewegungsmöglichkeiten der übrigen
Teile des Applikationskopfs in Y-Richtung federnd beweglich, wobei die Federkonstante
der Feder 67 kleiner (die Feder 67 also weicher) ist als diejenige der Federn 59 und
60, gegen welche die Tragplatte 58 mit allen ihren Aufbauten als Ganzes in Y-Richtung
federnd beweglich ist. Diese unabhängige Ausweichbewegungsmöglichkeit der Vorfaltrolle
3 erlaubt eine optimale Anpassung an die Kante des Blechformteils auch bei komplizierten
räumlichen Kantenverläufen.
[0020] Auf dem U-Bügel 65 sind vorne zwei im wesentlichen dreieckige Führungsbacken 69 und
70 befestigt. Der obere Führungsbacken 69 ist fix montiert, der untere Backen 70 ist
um die Befestigungsschraube 71 entgegen der Kraft einer nicht dargestellten Blattfeder
in Richtung des Pfeils 72 abschwenkbar. Diese beiden Führungsbacken 69 und 70 folgen
dem zwischen ihnen im Betrieb hindurchlaufenden Rand des Blechformteils B und bewirken
je nach Krümmung des letzteren die schon genannte Kippbewegung des Bügels 50 um die
Achse 52 (± Z-Kipp-Bewegung).
[0021] An der Tragplatte 58 sind zwei L-förmig ausgebildete Lagerhebel 73 und 74 um zur
Y-Achse parallele Drehachsen federnd schwenkbar gelagert. Der eine Schenkel 75 bzw.
76 der beiden Lagerhebel 73 und 74 liegt parallel zur Tragplatte 58 und ist in dieser
schwenkbar gelagert, der jeweils andere Schenkel 77 bzw. 78 erstreckt sich senkrecht
dazu in Y-Richtung und dient als Drehlager für die Welle 79 bzw. 80 je einer der Applikationsrollen
1 und 2. Diese sind also um die in Fig. 2 mit 81 und 82 bezeichneten Drehachsen der
Lagerhebel 73 und 74 im Sinne einer::!: Z-Bewegung verschwenkbar.
[0022] Die Konstruktion der Schwenklager für die beiden Lagerhebel geht aus Fig. 5 hervor.
In die Tragplatte 58 ist über eine Lagerbüchse 83 ein Anschlagkörper 84 drehbar eingesetzt.
In diesem ist über eine weitere Lagerbüchse 85 eine Welle 86 drehbar gelagert. Diese
Welle 86 trägt den Lagerhebel 74 und ist mit diesem mittels eines lösbaren Befestigungselements
87 drehfest verbunden. Auf der Welle 86 sitzt eine Schraubenfeder 88, deren eines
Ende in einem Schlitz 89 am Ende der Welle 86 eingreift und deren anderes Ende im
Anschlagkörper 84 gehaltert ist. Im Anschlagkörper 84 ist ferner ein Mitnehmerstab
90 befestigt, der durch einen nicht gezeigten Bogenschlitz in der Tragplatte 58 hindurchgreift
und seitlich am Lagerhebel 74 anliegt. Eine Anschlagschraube 91 im Winkel 61 wirkt
mit dem Anschlagkörper 84 zusammen und begrenzt dessen Rotationsbewegung in Richtung
des Pfeils 92.
[0023] Die Grundspannung der Schraubenfeder 88 ist mittels des Befestigungselements 87 einstellbar.
Ohne äussere Krafteinwirkung befindet sich der Lagerhebel 74 in der in Fig.2 voll
ausgezogen gezeigten Neutralposition, bei der einerseits der Lagerhebel 74 mit dem
Mitnehmerstab 90 und anderseits der Anschlagkörper 84 mit der Anschlagschraube 91
in Eingriff bzw. gegenseitiger Anlage stehen. Die Neutrallage kann mit der Anschlagschraube
91 justiert werden. Wird nun die untere Applikationsrolle 2 und damit der Lagerhebel
74 nach unten ausgelenkt, so hebt er vom Mitnehmerstab 90 ab und die Rückstellwirkung
der Feder 88 setzt ein. Fällt die äussere Kraft weg, bewegt sich der Lagerhebel 74
aufgrund der Federwirkung wieder nach oben. Er kann sich dabei von sich aus aber nicht
über die Neutrallage hinausbewegen, da in dem Moment, wo die Neutrallage erreicht
ist, der Lagerhebel mit dem Mitnehmerstab 90 in Eingriff kommt und dann sofort die
Federwirkung wegfällt.
[0024] Das federnde Drehlager für den oberen Lägerhebel 73 ist genau gleich aufgebaut, in
seiner Wirkung aber bezüglich oben und unten spiegelbildlich. Um zu gewährleisten,
dass unabhängig von der jeweiligen Auslenkung nach oben oder unten stets beide Applikationsrollen
1 und 2 sicher am Rand des Blechformteils anliegen, sind die beiden Lagerhebel 73
und 74 mittels einer Koppelfeder 93 zusammengespannt.
[0025] Die beiden Lagerhebel 73 und 74 sind mit zwei Verlängerungen 94 und 95 versehen.
Damit können sie z. B. zum Einfädeln des Klebfilms auseinandergespreizt werden.
[0026] Am unteren Lagerhebel 74 ist eine Stossrolle 96 frei drehbar gelagert (Fig. 2, 3).
Diese Stossrolle läuft an der Kante des Blechformteils ab und bewirkt je nach Kantenverlauf
die Ausweichbewegung der Tragplatte 58 mit allen ihren Aufbauten in ± Y-Richtung.
[0027] Die beiden gefederten Drehlager 41 und 42 zwischen Gehäuse 51 und Bügel 50 sind analog
den Drehlagern der Lagerhebel 73 und 74 ausgebildet. Im folgenden wird dies am Beispiel
des in Fig.3 rechten Drehlagers in Verbindung mit Fig. 4 und 5 gezeigt. Für das linke
Drehlager gilt Analoges, jedoch bezüglich der Drehrichtung umgekehrt.
[0028] Der Wandteil 97 des Gehäuses entspricht dem Lagerhebel 74 in Fig.5, der Flansch 98
des Bügels 50 der Tragplatte 58. Die beiden Drehscheiben 111 und 112 entsprechen dem
Anschlagkörper 84, der Mitnehmerstift 113 dem Mitnehmerstab 90, die Anschlagschraube
114 der Anschlagschraube 91 und das Spannelement 115 für die nicht gezeigte Schraubenfeder
dem Befestigungselement 87 in Fig. 5.
[0029] Die nicht gezeigte Schraubenfeder wirkt zwischen dem Wandteil 97 und den beiden drehfest
verbundenen Drehscheiben 111 und 112. Die Anschlagschraube 114 sitzt am Flansch 98
des Bügels und wirkt auf den Mitnehmerstift 113 und damit auf die beiden Drehscheiben.
Mit ihr ist die Neutral-Stellung des Bügels bezüglich des Gehäuses justierbar.
[0030] Bei einer Auslenkung des Bügels 50 nach unten (Kippbewegung der Applikationsrollen
1 und 2 in + Z-Richtung) ist der Mitnehmerstift 113 von der Nase 116 des Wandteils
97 abgehoben, so dass die Feder aktiv ist und den Bügel in die Neutrallage zurückstellt,
sobald die auslenkende Kraft wegfällt. Bei Erreichen der Neutrallage kommen Mitnehmerstift
113 und Nase 116 in gegenseitige Anlage und die Federwirkung fällt weg.
[0031] Das in Fig. 3 linke gefederte Drehlager wirkt analog, jedoch in Bezug auf Auslenkungen
der Applikationsrollen nach oben. Die beiden Drehlager ergänzen sich somit gegenseitig
und bringen den Bügel und damit die Applikationsrollen aus jeder Auslenkung wieder
in die Neutralposition zurück.
[0032] Seitlich am Bügel 50 ist gemäss Fig. 3 ein Lagerblock 100 montiert, an welchem die
Umlenkrolle 10 und die Transportrollen 6 und 7 gelagert sind. Am Lagerblock ist ein
Schwenkteil 101 angelenkt, welches die beiden Gegendruckrollen 8 und 9 trägt. Dieses
Schwenkteil ist um die Achse der Umlenkrolle 10 drehbar und wird mittels zweier Federn
102 und 103 in der in Fig. 3 voll ausgezogen gezeichneten Stellung gehalten, bei der
die Transport- und Gegendruckrollen federnd gegeneinander gepresst werden und dadurch
ihre Transportfunktion ausüben können. Die Spannung der Feder 103 kann durch eine
Rändelschraube 104 verstellt werden. Zum Einfädeln des Klebbands TK und des abgezogenen
Trägerbands T kann der Schwenkteil 101 in die strichliert gezeichnete Position geschwenkt
werden, wobei die Walzenspalte zwischen den Transportrollen und den zugeordneten Gegendruckrollen
geöffnet sind.
[0033] Der Antrieb der beiden Transportrollen 6 und 7 erfolgt über den Transmissionsriemen
33, der jedoch im Unterschied zu Fig. 1 nicht direkt auf der Riemenscheibe 28 des
Antriebsmotors 15 sitzt, sondern mit dieser über ein aus zwei weiteren, drehfest miteinander
verbundenen Riemenscheiben 105 und 106 und einem weiteren Riemen 107 bestehendes Untersetzungsgetriebe
verbunden ist. Der Antriebsmotor 15 ist auf einem Flansch 108 des Bügels 50 montiert.
[0034] Am Lagerblock 100 sind ferner noch in nicht dargestellter Weise die beiden Führungskanäle
109 und 110 für das Klebband TK und das abgezogene Trägerband T befestigt. Diese Führungskanäle
109 und 110 reichen bis in die unmittelbare Nähe der kopfseitigen Teile 22b und 23b
der Bajonett-Kupplungen für die Schlauchleitungen 20 und 21, sind aber mit diesen
nicht mechanisch verbunden. Die Teile 22b und 23b sind an der in Normallage oberen
Seite des Gehäuses 51 des Applikationskopfs angeordnet. (In Fig. 1 sind die Führungskanäle
der Uebersichtlichkeit halber nicht dargestellt).
[0035] Die Applikationsrollen 1 und 2 sind mit Silikon beschichtet und auf ihren Wellen
79 und 80 auswechselbar befestigt. Ihr Antrieb erfolgt mit über die Steuerung 17 einstellbarem
konstantem Drehmoment und ebenfalls konstanter, einstellbarer Leerlaufzahl, d. h.
die beiden Antriebsmotoren 11 und 12 werden - rückgekoppelt durch die Tachogeneratoren
13 und 14 - von der Steuerung 17 so gesteuert, dass die Applikationsrollen einerseits
mit einem konstanten Drehmoment beaufschlagt werden und anderseits eine konstante
Leerlaufdrehzahl besitzen. Drehmoment und Leerlaufdrehzahl können an zwei entsprechenden
Einstellorganen 17a und 17b der Steuerung vorgewählt werden. Diese Antriebsart ermöglicht
ohne Verbindung bzw. Informationsaustausch mit der Steuerung des Bewegungsgeräts (Robotors)
eine optimale Anpassung aller Rollengeschwindigkeiten (Applikationsrollen, Transportrollen)
an die Bewegungsgeschwindigkeit des Robotors einschliesslich Schlupfkompensation.
[0036] Die beiden Applikationsrollen 1 und 2 besitzen gemäss vorstehender Beschreibung mehrere
Möglichkeiten für federnde Ausgleichsbewegungen. Sie sind zunächst je für sich um
die Lagerachsen 81 und 82 ihrer Lagerhebel 73 und 74 parallel zur X-Z-Ebene in ±Z-Richtung
schwenkbar und dann gemeinsam parallel zu ihren Drehachsen verschiebbar (±Y-Bewegung)
und schliesslich gemeinsam um eine zur X-Achse parallele Achse 52 kippbar.
[0037] Die aus PTFE (Teflon) bestehende Vorfaltrolle 3 macht die den beiden Applikationsrollen
1 und 2 gemeinsamen Ausgleichsbewegungen (Kippbewegung, Schiebebewegung) mit (wesentlich).
Zusätzlich kann sie noch relativ zu den Rollen 1 und 2 in Y-Richtung federn. Die derart
federnd auf die Kante des Blechformteils gedrückte Vorfaltrolle 3 erfüllt vor allem
die Aufgabe, dass sie den Klebfilm K in seinem unmittelbaren Faltungsbereich auf die
Kante drückt, so dass dort kein Hohlraumn entsteht oder das gefaltete Band zusammenklebt.
[0038] Die spezielle Antriebsart der Applikationsrollen 1 und 2 und der Transportrollen
6 und 7 bildet zusammen mit den speziellen Bewegungsmöglichkeiten der Applikationsrollen
und der Vorfaltrolle bzw. der sie tragenden Bauteile die Voraussetzung für eine gleichmässige
und verzugsfreie Applikation des Klebfilms K am Blechformteil B auch bei hohen Verarbeitungsgeschwindigkeiten
und komplizierten Kantenverläufen.
[0039] Wie schon weiter vorne erwähnt, ist der Applikationskopf mit einer Schneideinrichtung
in Form einer Schere 64 oder eines Thermoschneiders ausgerüstet. Diese Schneideinrichtung
(Fig. 3) ist auf der Tragplatte 58 bzw. auf dem Tragelement 62 montiert und aus Sicherheitsgründen
um eine zur Y-Achse parallele Achse 117 entgegen der Kraft einer Feder 118 aus dem
Transportweg des Klebfilms ausschwenkbar. Falls die Schneideinrichtung aus irgendwelchen
Gründen in der ausgeschwenkten Stellung hängen bleibt, sorgt ein Endschalter dafür,
dass das Bewegungsgerät sofort stoppt. Ueberhaupt sind sämtliche gefeaerten Ausgleichsbewegungen
der Applikationsrollen 1 und 2 (± Z-Schwenkbewegung mit Lagerhebeln, ± Z-Kippbewegung
und ± Y-Schiebebewegung) mittels Endschaltern überwacht. Beim Ueberschreiten der jeweiligen
Extrempositionen wird dann sofort das Bewegungsgerät angehalten, so dass Ueberlastungen
des Applikationskopfs vermieden werden.
[0040] Für einfache Blechkonturen ist es auch möglich, auf den Antrieb der beiden Applikationsrollen
1 und 2 zu verzichten und nur einen Tachogenerator mit einer der beiden dann frei
laufenden Applikationsrollen zu verbinden, welcher dann wie bisher als Referenz für
den Antrieb des Bandtransportmotors 15 dienen würde.
1. Vorrichtung zur U-förmigen Applikation eines Klebstoffbands (K) in Längsrichtung
um den Rand eines Flachformteils (B), insbesondere eines Blechformteils, mit einer
Bandführung, die Transportrollen (6, 7) und Mittel (3) zur Vorfaltung des Klebstoffbands
aufweist, von denen das vorgefaltete Klebstoffband (K) zwischen zwei federnd gegeneinander
gedrückte Applikationsrollen (1, 2) läuft, mittels derer es gleichzeitig an die beiden
Seiten des in dem Band-Faltbereich eingeführten Flachformteils (B) anpressbar ist,
dadurch gekenzeichnet, dass die beiden Applikationsrollen (1, 2) um je eine zu den
Rollenachsen (79, 80) parallele Achse (81, 82) aus einer Neutrallage federnd ausschwenkbar
so angeordnet sind, dass ihre Schwenkbewegung im wesentlichen in einer durch ihre
beiden Achsen (79, 80) bei Neutrallage definierten Ebene (Y-Z-Ebene) erfolgt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass beiden Applikationsrollen
(1, 2) in Richtung ihrer Achsen (79, 80) federnd verschiebbar angeordnet sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Vorfaltmittel
als im wesentlichen doppelkonische, sich gegen ihre Mitte hin verjüngende, freilaufende
Vorfaltrolle (3) ausgebildet ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, das die Vorfaltrolle
(3) gemeinsam mit den Applikationsrollen (1, 2) federnd verschiebbar angeordnet ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorfaltrolle (3)
zusätzlich relativ zu den Applikationsrollen (1, 2) in Richtung ihrer Achse federnd
verschiebbar angeordnet ist, wobei die dieser Bewegung entgegenstehende Federkraft
geringer ist als diejenige der gemeinsamen Verschiebungsbewegung von Applikationsrollen
und Vorfaltrolle.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das
Applikationsrollenpaar (1, 2) und die Vorfaltrolle (3) gemeinsam um eine zu der von
den Achsen (79, 80) der Applikationsrollen (1, 2) definierten Ebene (Y-Z-Ebene) senkrechte
Kippachse (52) federnd schwenkbar aufgehängt sind.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die
beiden Applikationsrollen (1, 2) je in einem um die Rollenschwenkachsen (81, 82) federnd
drehbaren Lagerhebel (73. 74) gelagert sind, dass die der Auslenkbewegung der Applikationsrollen
(1, 2) entgegenstehende Federkraft für jeden Lagerhebel (73, 74) jeweils nur gegen
Auslenkungen in Richtung von der jeweils anderen Applikationsrolle weg wirkt, und
dass die beiden Lagerhebel (73, 74) federnd kinematisch gekoppelt sind, so dass die
beiden Applikationsrollen (1, 2) federnd gegeneinander gepresst werden und sich stets
gemeinsam bewegen.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die
beiden Applikationsrollen (1, 2) durch je einen separaten Antriebsmotor (11, 12) mit
einem einstellbaren konstanten Drehmoment beaufschlaft sind.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass eine Steuerung (17) für
die Regelung der Antriebsmotoren (11, 12) vorgesehen ist, mittels der das Drehmoment
und die Leerlaufdrehzahl der Motoren bzw. der von ihnen getriebenen Applikationsrollen
(1, 2) einstellbar sind.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die
Transportrollen (6, 7) von einem separaten, von der Steuerung (17) gesteuerten Antriebsmotor
(15) angetrieben sind, dass das Klebstoffband (K) vor dem Erreichen der Vorfaltmittel
(3) über eine vorzugsweise konvex doppelkegelig ausgebildete Steuerrolle (4) geführt
ist, welche entgegen der Kraft einer Rückstellfeder (35) um eine zu ihrer Achse parallele
Achse (5) schwenkbar gelagert ist, wobei die Auslenkung der Steuerrolle von der Zugspannung
des Klebstoffbands abhängt, und dass die Steuerrolle (4) mit einem elektrischen Messwandler
(37) gekoppelt ist, der in Zusammenwirkung mit der Steuerung (17) den Antriebsmotor
(15) für die Transportrollen (6, 7) so regelt, dass die Zugspannung im Klebstoffband
konstant bleibt.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das
Appiikationsrollenpaar (1, 2). und die Vorfaltmittel (3) auf einer Trägerplatte (58)
montiert sind, die in Richtung der Rollenachsen (79, 80) federnd bewegbar in einem
Bügel (50) gelagert ist.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Bügel (50) in einem
Gehäuse (51) um eine zu der von den Achsen (79, 80) der beiden Applikationsrollen
(1, 2) definierten Ebene (Y-Z-Ebene) senkrechte Kippachse (52) federnd kippbar gelagert
ist.
13. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Rückstellfeder
(35) für die Einstellung der Zugspannung im Klebstoffband (K) verstellbar ist.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass sie
eine Schneideinrichtung (64) für das applizierte Klebstoffband (K) aufweist.
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass alle
Auslenkbewegungen des Applikationsrollenpaares (1, 2) mittels Endschaltern auf Ueberschreiten
von Grenzwerten überwacht sind.
1. Apparatus for applying an adhesive tape (K) in its longitudinal direction in a
U-shape about the rim of a flat-shaped part (B), in particular a sheet metal shaped
part, with a tape-guiding means, which has conveying rollers (6, 7) and means (3)
for pre-folding the adhesive tape, from which the pre-folded adhesive tape (K) runs
between two application rollers (1, 2) which are pressed resiliently against each
other and by means of which the tape can be pressed simultaneously on to the two sides
of the flat-shaped part (B) which is introduced in the tape-folding region, characterized
in that the two application rollers (1, 2) are each arranged to be resiliently swingable
about a respective axis (81, 82) parallel to the roller shafts (79, 80) from a neutral
position such that their movement of swinging out takes place substantially in a plane
(Y-Z-plane) defined by their two shafts (79, 80) in the neutral position.
2. Apparatus according to Claim 1, characterized in that the two application rollers
(1, 2) are arranged so as to be resiliently displaceable in the direction of their
shafts (79, 80).
3. Apparatus according to Claim 1 or 2, characterized in that the pre-folding means
is constructed substantially as a double cone-shaped, freely-running pre-folding roller
(3) which decreases towards its centre.
4. Apparatus according to Claims 2 and 3, characterized in that the pre-folding roller
(3) is arranged so as to be resiliently displaceable together with the application
rollers (1, 2).
5. Apparatus according to Claim 4, characterized in that the pre-folding roller (3)
is additionally arranged so as to be resiliently displaceable relative to the application
rollers (1, 2) towards its axis, the elastic force opposing this movement being less
than that of the common displacement movement of application rollers and pre-folding
roller.
6. Apparatus according to one of Claims 1 to 5, characterized in that the pair of
application rollers (1, 2) and the pre-folding roller (3) are jointly suspended so
as to be resiliently pivotable about a tilting axis (52) which is normal to the plane
(Y-Z-plane) defined by the shafts (79, 80) of the application rollers (1, 2).
7. Apparatus according to one of Claims 1 to 6, characterized in that the two application
rollers (1, 2) are each mounted in a carrier lever (73, 74) which is resiliently rotatable
about the roller swivel axes (81, 82), that the elastic force for each carrier lever
(73, 74) opposing the deflection movement of the application rollers (1, 2) in each
case only acts against deflections in the direction away from the respective other
application roller, and that the two carrier levers (73, 74) are resiliently kinematically
coupled, so that the two application rollers (1, 2) are pressed resiliently against
each other and always move jointly.
8. Apparatus according to one of Claims 1 to 7, characterized in that the two application
rollers (1, 2) are each acted upon by a respective separate drive motor (11, 12) with
an adjustable, constant torque.
9. Apparatus according to Claim 8, characterized in that a control means (17) is provided
for regulating the drive motors (11, 12) by means of which the torque and idling speed
of the motors or respectively of the application rollers (1, 2) driven thereby are
adjustable.
10. Apparatus according to one of Claims 7 to 9, characterized in that the conveying
rollers (6, 7) are driven by a separate drive motor (15) controlled by the control
means (17), that the adhesive tape (K) before reaching the pre-folding means (3) is
guided over a control roller (4), which is preferably constructed so as to be convexly
double-tapered, and which is mounted so as to be pivotable against the force of a
restoring spring (35) about an axis (5) parallel to its axis, the deflection of the
control roller being dependent upon the tension of the adhesive tape, and that the
control roller (4) is coupled with an electrical measuring transformer (37), which
in co-operation with the control means (17) regulates the drive motor (15) for the
conveying rollers (6, 7) such that the tension in the adhesive tape remains constant.
11. Apparatus according to one of Claims 1 to 10, characterized in that the pair of
application rollers (1, 2) and the pre-folding means (3) are mounted on a carrier
plate (58), which is supported in a bracket (50) so as to be resiliently movable in
the direction of the roller shafts (79, 80).
12. Apparatus according to Claim 11, characterized in that the bracket (50) is supported
in a housing (51) so as to be tiltable resiliently about a tilting axis (52) which
is normal to the plane (Y-Z-plane) defined by the shafts (79, 80) of the two application
rollers (1, 2).
13. Apparatus according to Claim 10, characterized in that the restoring spring (35)
is displaceable for adjusting the tension in the adhesive tape (K).
14. Apparatus according to one of Claims 1 to 13, characterized in that it has a cutting
means (64) for the applied adhesive tape (K).
15. Apparatus according to one of Claims 1 to 14, characterized in that all deflection
movements of the pair of application rollers (1, 2) are monitored for the exceeding
of limit values of means of limit switches.
1. Dispositif pour appliquer, selon un profil en U, une bande d'adhésif (K), dans
sa direction longitudinale, autour du bord d'une pièce plate profilée (B), notamment
d'une pièce profilée en tôle, comprenant : un guide de bande présentant des galets
de transport (6. 7) et des moyens (3) de pliage initial de la bande d'adhésif (K),
d'où celle-ci, dotée d'un pli initial, sort en passant entre deux galets applicateurs
(1, 2) élastiquement appuyés l'un contre l'autre, au moyen desquels elle peut être
appuyée simultanément contre les deux côtés de la pièce plate profilée (B) introduite
dans la région du pli de la bande, caractérisé par le fait que les deux galets applicateurs
(1, 2) sont agencés de manière que chacun d'eux puisse être écarté élastiquement d'une
position neutre, cela à chaque fois par pivotement autour d'un axe (81, 82) parallèle
aux axes (79, 80) des galets, de manière que leur mouvement de pivotement s'accomplisse
sensiblement dans un plan (plan Y-Z) défini par leurs deux axes (79, 80) lorsqu'ils
sont à la position neutre.
2. Dispositif selon revendication 1, caractérisé par le fait que les deux galets d'application
(1, 2) sont agencés de manière à pouvoir être déplacés élastiquement dans la direction
de leurs axes (79, 80).
3. Dispositif selon revendication 1 ou 2, caractérisé par le fait que les moyens de
pliage initial sont réalisés sous la forme d'un galet de pliage initial (3), tournant
librement, dont la forme est sensiblement celle de deux troncs de cône opposés convergeant
vers le milieu du galet.
4. Dispositif selon revendications 2 et 3, caractérisé par le fait que le galet de
pliage initial (3) est agencé de manière à pouvoir être déplacé élastiquement conjointement
avec les galets applicateurs (1, 2).
5. Dispositif selon revendication 4, caractérisé par le fait que le galet de pliage
initial (3) est en outre agencé de manière à pouvoir être déplacé élastiquement par
rapport aux galets applicateurs (1, 2), dans la direction de son axe, la force élastique
s'opposant à ce mouvement étant plus faible que celle du mouvement conjoint de déplacement
des galets applicateurs et du galet de pliage initial.
6. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé par le fait que la
paire de galets applicateurs (1, 2) et le galet de pliage initial (3) sont suspendus
conjointement, de manière à pouvoir pivoter élastiquement autour d'un axe de culbutement
(52) perpendiculaire au plan (plan Y-Z) défini par les axes (79, 80) des galets applicateurs
(1, 2).
7. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé par le fait que les
deux galets applicateurs (1, 2) sont montés chacun sur un levier porte-palier (73,
74), ces leviers porte-palier étant mobiles élastiquement en rotation autour des axes
(81, 82) de pivotement des galets, par le fait que la force élastique s'opposant au
mouvement d'écartement des galets applicateurs (1, 2) n'agit, pour chaque levier porte-palier
(73, 74), que contre les déviations dans le sens correspondant à son éloignement de
l'autre galet applicateur, et par le fait que les deux leviers porte-palier (73, 74)
sont cinématiquement couplés élastiquement, de manière que les deux galets applicateurs
(1, 2) soient sollicités élastiquement l'un vers l'autre et se déplacent toujours
conjointement.
8. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisé par le fait que les
deux galets applicateurs (1, 2) sont sollicités chacun par un couple constant réglable,
au moyen d'un moteur d'entraînement séparé (11, 12).
9. Dispositif selon revendication 8, caractérisé par le fait qu'il est prévu, pour
la régulation des moteurs d'entraînement (11, 12), une commande (17) au moyen de laquelle
on peut régler le couple et la vitesse de rotation à vide des moteurs, donc des galets
applicateurs (1, 2) qu'ils entraînent.
10. Dispositif selon l'une des revendications 7 à 9, caractérisé par le fait que les
galets de transport (6, 7) sont entraînés par un moteur séparé (15) commandé par la
commande (17), par le fait qu'avant d'atteindre les moyens de pliage initial (3),
la bande d'adhésif (K) est guidée sur un galet de commande (4), réalisé de préférence
avec un profil convexe obtenu par deux parties tronconiques, lequel (4) est monté
de manière à pouvoir pivoter autour d'un axe (5) parallèle à son axe, contre la force
d'un ressort de rappel (35), la déviation de ce galet de commande dépendant de la
tension de la bande d'adhésif, et par le fait que le galet de commande (4) est couplé
à un convertisseur de mesure électrique (37) qui, en coopération avec la commande
(17), règle le moteur (15) d'entraînement des galets de transport (6, 7) de manière
que la tension de la bande d'adhésif reste constante.
11. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 10, caractérisé par le fait que
la paire de gatets applicateurs (1, 2) et les moyens de pliage initial (3) sont montés
sur une plaque-support (58) qui est montée dans un étrier (50) de manière à pouvoir
être déplacée élastiquement dans la direction des axes (79, 80) des galets.
12. Dispositif selon revendication 11, caractérisé par le fait que l'étrier (50) est
monté dans un carter (51), de manière à pouvoir basculer élastiquement autour d'un
axe de culbutement (52) perpendiculaire au plan (plan Y-Z) défini par les axes (79,
80) des deux galets applicateurs (1, 2).
13. Dispositif selon revendication 10, caractérisé par le fait que le ressort de rappel
(35) est réglable pour ajuster la tension de la bande d'adhésif (K).
14. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 13, caractérisé par le fait qu'il
présente un dispositif de coupe (64) pour couper la bande d'adhésif appliquée (K).
15. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 14, caractérisé par le fait que
tous les mouvements d'écartement de la paire de galets applicateurs (1, 2) sont contrôlés,
quant au franchissement de valeurs-limites, au moyen d'interrupteurs de fin de course.