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EP 0 149 778 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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14.10.1987 Patentblatt 1987/42 |
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Anmeldetag: 08.12.1984 |
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Programmierkoppler für Munition
Programmation coupler for ammunition
Coupleur de programmation pour munition
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Benannte Vertragsstaaten: |
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DE FR GB IT |
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Priorität: |
10.12.1983 DE 3344751
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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31.07.1985 Patentblatt 1985/31 |
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Anmelder: DORNIER GMBH |
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D-88004 Friedrichshafen (DE) |
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Erfinder: |
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- Schweitzer, Gerhard
D-7778 Markdorf (DE)
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Vertreter: Landsmann, Ralf, Dipl.-Ing. |
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Dornier GmbH
LHG 88039 Friedrichshafen 88039 Friedrichshafen (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Programmieren von Minen, Seeminen oder
Projektilen nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Es sind solche Waffen bekannt, bei denen die Möglichkeit besteht, noch kurz vor dem
Verbringen von Bord oder vor dem Abschuss eine Zielprogrammierung durchzuführen. Dazu
werden dem Waffenrechner durch den Programmierkoppler Informationen über das Ziel
übermittelt. Die Übertragung der Informationen - die in beiden Richtungen erfolgen
kann (wie bei den Geräten 12 und 19 in der US-A-4 207 819) - erfolgt durch Einstecken
verschiedenfarbiger Stecker, über Aussenkontakte (Schleifringe) oder kontaktlos mittels
Funk oder über magnetische Kopplung. Während die mechanischen Lösungen bordseitig
aufwendig sind und ihre Handhabung umständlich und zeitraubend ist, ist für die Funkübertragung
ein eigenes waffenseitiges Gerät notwendig, das relativ teuer ist, Platz im Gefechtskopf
erfordert, Gewicht mit sich bringt und die knappe Kapazität der Bordbatterie beansprucht.
[0003] Aufgabe der Erfindung ist es, eine Vorrichtung zum Programmieren von Minen, Seeminen
oder Projektilen vor der Verbringung zu schaffen, die preisgünstig, klein und leicht
ist, wenig Strom braucht und einfach und schnell zu handhaben ist.
[0004] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss von einer Vorrichtung mit den in den Ansprüchen
genannten Merkmalen gelöst.
[0005] Beim erfindungsgemässen Programmierkoppler wird vorteilhaft auf schon vorhandene
Bauteile der Waffe zurückgegriffen. Die Datenübertragung erfolgt über den ohnehin
vorhandenen akustischen Wandler, z. B. über das Mikrophon einer Mine, über das Hydrophon
einer Seemine oder über den piezoelektrischen Aufschlagsensor eines Projektils. Erfindungsgemäss
werden die Daten akustisch übertragen, insbesondere in einem Frequenzbereich, der
für die eigentliche Aufgabe der akustischen Wandler - Hören - nicht verwendet wird,
also im hohen Ultraschallbereich.
[0006] Die als digitale oder analoge elektrische Impulse vorliegenden Informationen werden
z. B. von einem Lautsprecher direkt in akustische Wellen umgewandelt oder auf eine
Trägerfrequenz im Ultraschall aufmoduliert und dann über Lautsprecher übertragen.
[0007] Piezoelektrische Hydrophone oder Sensoren haben einen nahezu gleichmässigen Empfindlichkeitsverlauf
im Frequenzbereich von 0 bis 100 kHz. Ausgenutzt zur Aufnahme akustischer Signale
wird dabei lediglich der Bereich von ca. 0 bis 10 kHz. Zum kontaktlosen (galvanisch
getrennten) Programmieren kann also der Bereich von 10 bis 100 kHz verwendet werden,
wobei der obere Grenzwert vom Piezokristall abhängig ist und auch bei 1 MHz liegen
kann.
[0008] Die erfindungsgemässe Verwendung des akustischen, bevorzugt eines hochohmigen piezoelektrischen
Wandlers für die zwei Aufgaben, und zwar Programmieren und Horchen, erspart den Aufwand
einer eigenen Kopplerbaugruppe, der Betrieb des Wandlers erfordert nur wenig Strom.
Schalter, wasserdichte Stecker oder Schleifringe sowie ihre Handhabung entfallen.
Die Datenübertragung kann durch einfaches In-die-Nähe-halten (0 bis 10 cm) eines Kopplerkopfes
an das Mikrophon oder Hydrophon erfolgen.
[0009] Weitere Vorteile, Merkmale und Anwendungsgebiete ergeben sich aus der nachfolgend
beschriebenen Figur.
[0010] Die Figur zeigt das Blockschaltbild einer Hydrophonschaltung, die zugleich als Programmierkoppler
für eine Seemine dient, mit Programmierkopf 1 und Minengehäuse 2. Im Minengehäuse
2 befindet sich direkt an einer Aussenwand ein piezoelektrisches Hydrophon 4, das
in Betriebsstellung (Schalter 6 oben) über einen Verstärker 8 und eine Frequenzweiche
10 elektrische Signale, die dem Umgebungsschall entsprechen, an den Horcheingang 12
eines Waffenrechners 14 liefert, wo die Signale nach Intensität und Frequenzspektrum
analysiert werden. Der Rechnerausgang 16 führt zum Zündmechanismus. Erfindungsgemäss
wird das Hydrophon 4 zusätzlich zum Programmieren des Rechners 14 verwendet. Dazu
ist der Programmiereingang 18 des Rechners 14 eventuell noch über Filter zur Frequenzselektion
an die Frequenzweiche 10 angeschlossen. Zur Dialogführung, also zur Rückmeldung einzelner
Daten des Rechners 14 an den Programmierkopf 1, wird der Programmierausgang 20 des
Rechners 14 über den Verstärker 22 und über den vom Rechner 14 betätigten Schalter
6 mit dem Hydrophon 4, das dann als Lautsprecher (Sender) arbeitet, verbunden.
[0011] Der Programmierkopf 1 ist über ein Kabel (nicht gezeigt) mit einem leicht tragbaren
Programmiergerät 32 verbunden. Im Programmierkopf 1 befindet sich ein piezoelektrischer
akustischer Wandler 24, der über den vom Programmiergerät 32 gesteuerten Schalter
26 entweder als Mikrophon (als Empfänger in der oberen Schalterstellung über den Eingangsverstärker
28) oder als Lautsprecher (als Sender über den Ausgangsverstärker 30) arbeitet.
[0012] Zum Programmieren kurz vor der Verbringung der Mine 2 wird der Programmierkopf 1
in die Nähe des Hydrophons 4 gehalten. Das Programmiergerät 32 an Bord gibt Daten
über den Einsatz und das Ziel an den Waffenrechner 14. Dieser bestätigt den Erhalt
und die Einspeicherung der Daten über den Ausgang 20. Das Programmiergerät 32 gibt
dem Bediener ein optisches oder akustisches Signal, wenn die Programmierung ordnungsgemäss
durchgeführt ist.
[0013] Die Übertragung der Ultraschallwellen zwischen den akustischen Wandlern 4 und 24
erfolgt entweder über den dazwischenliegenden Luftspalt (bis ca. 10 cm) oder mittels
für Ultraschall bekannter Ankoppelmechanismen wie flüssigkeitsgefüllte Kissen oder
direktes Anlegen an starre oder elastische Folien.
1. Vorrichtung zum Programmieren von Minen, Seeminen oder Projektilen vor der Verbringung,
wobei die Waffen (2) bereits einen akustischen Wandler (4) zur Schallaufnahme für
die Zielerkennung und/oder Informationsaufnahme aufweisen, gekennzeichnet durch einen
an oder in die Nähe der Waffe (2) zu haltenden Programmierkopf (1) mit einem zweiten
akustischen Wandler (24), der in einem Programmiergerät (32) gespeicherte Daten über
den Einsatz und das Ziel in eine Reihe akustischer Wellen umwandelt und zur Waffe
(2) sendet.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch Vorrichtungen (28) zum Empfang
von akustischen Wellen am akustischen Wandler (24) des Programmierkopfes (1) und durch
Vorrichtungen (22) zum Aussenden von akustischen Wellen in der Waffe (2).
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Datenübertragung
im Ultraschallbereich bis 1 MHz, vorzugsweise im Bereich zwischen 10 kHz und 100 kHz,
erfolgt.
4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenzeichnet, dass
zum bidirektionalen Datenaustausch ein vom Waffenrechner (14) betätigter Schalter
(6) und/oder ein vom Programmiergerät (32) betätigter Schalter (26) vorgesehen ist.
5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch ein Ankoppelkissen,
das zur Schallübertragung an die starre oder elastische Wandung der Waffe (2) angelegt
wird.
6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
das Einschalten des Waffenrechners (14) automatisch über den Schalldruck in einem
bestimmten Frequenzbereich erfolgt.
1. Device for programming mines, sea mines or projectiles before launching, wherein
the weapons (2) already comprise an electroacoustic transducer (4) for target acquisition
by sound detection and/or for the receiving of information, characterised by a programming
coupler (1), which can be brought close to the weapon (2), the coupler (1) containing
a second electroacoustic transducer (24) for acoustically transmitting to the weapon
(2) data concerning the mission and the target, the data being stored in the programming
unit (32).
2. Device as in claim 1, characterised by means (28) for receiving acoustical waves
by the electroacoustic transducer (24) in the programming coupler (1) and by means
(22) for transmitting acoustical waves in the weapon.
3. Device as in claim 1 or 2, characterised by data transmission at ultrasonic frequencies
up to 1 MHz, preferably in the range between 10 KHz and 100 KHz.
4. Device as in on of the preceding claims, characterised by a switch (6) actuated
by the CPU (14) of the weapon (2) and/or a switch (26) actuated by the programming
unit (32) for bidirectional data transmission.
5. Device as in one of the preceding claims, characterised by a coupling-pad applied
to the rigid or elastic shell of the weapon for the transmission of acoustical waves.
6. Device as in one of the preceding claims, characterised in that the CPU (14) of
the weapon (2) is switched on automatically by the acoustic pressure level at a predeterminded
frequency range.
1. Dispositif pour programmer des mines, mines marines ou projectiles avant leur largage,
les armes (2) comprenant déjà un tranaducteur acoustique (4) destiné à la détection
des bruits en vue de reconnaître la cible et/ou de recueillir des informations, caractérisé
par une tête de programmation (1) qui doit être fixée sur ou à proximité de l'arme
(2), comprenant un second transducteur acoustique (24) qui tranaforme les données
en mémoire dans un programmateur (32) concernant la charge et la cible en une série
d'ondes acoustiques et les transmet à l'arme (2).
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé par des dispositifs (28) destinés
à la réception d'ondes acoustiques par le transducteur acoustique (24) de la tête
de programmation (1) et par des dispositifs (22) pour émettre des ondes acoustiques
dans l'arme (2).
3. Dispositif selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la transmission
des données a lieu dans la plage des ultrasons et jusqu'à 1 MHz, et de préférence
dans la plage située entre 10 kHz et 100 kHz.
4. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en
ce qu'il est prévu pour l'échange bidirectionnel des données un commutateur (6) actionné
par le calculateur (14) de l'arme et/ou un commutateur (26) actionné par le programmateur.
5. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé par
un coussin de couplage disposé en vue de la transmission des bruits à la paroi rigide
ou élastique de l'arme (2).
6. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en
ce que la mise en circuit du calculateur (14) de l'arme s'effectue automatiquement
par la pression acoustique dans une plage de fréquences déterminée.
