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EP 0 118 415 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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25.11.1987 Patentblatt 1987/48 |
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Anmeldetag: 08.02.1984 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)4: F23J 13/08 |
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Reservekaminverschluss
Relief chimney closure
Obturateur d'une cheminée de réserve
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Benannte Vertragsstaaten: |
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BE CH DE FR GB IT LI NL SE |
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Priorität: |
09.02.1983 AT 438/83
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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12.09.1984 Patentblatt 1984/37 |
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Anmelder: Eggert, Heinz |
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A-5020 Salzburg (AT) |
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Erfinder: |
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- Eggert, Heinz
A-5020 Salzburg (AT)
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Vertreter: Itze, Peter, Dipl.-Ing. et al |
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Patentanwälte
Dipl.-Ing. Leopold Friebel
Dipl.-Ing. Peter Itze
Amerlingstrasse 8 1060 Wien 1060 Wien (AT) |
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Entgegenhaltungen: :
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Reservekaminverschluß mit einem die Ausmündung
des Kaminzuges Abschließenden Deckel.
[0002] Wohnhäuser weisen in der Regel Kamine auf, die ein- oder mehrzügig ausgeführt sind.
Durch Umstellung auf moderne Heizsysteme bleiben in Althäusern vielfach Kaminzüge
unbenutzt. Es kommt aber auch vor, daß Entlüftungsschächte nicht benutzt werden. In
ihrer kühlbohrungsartigen Funktion führen unbenutzte und in der Praxis oben unverschlossene
Kaminzüge oder dergleichen bei tiefen Außentemperaturen erhebliche Wärmemengen ab.
Sind die Kaminzüge einem beheizten Kamin benachbart, können sich diese Verluste vervielfachen.
Der prozentuelle Anteil dieser Verluste an den gesamten Wärmeverlusten einer Gebäudehülle
steigt mit dem Dämmniveau.
[0003] Gemäß der GE-A-1 134 633 ist es bekannt, einen Kaminzug mit einem Deckel abzuschließen,
wenn er nicht benutzt wird. Nachdem Kamine infolge der Dachkonstruktion häufig weit
über die Gebäudedämmhülle hinausragen, sind auch durch Verschließen mit einem solchen
Deckel erhebliche Wärmeverluste nicht zu vermeiden.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, durch nichtbenutzte Kaminzüge hervorgerufene
Wärmeverluste zu unterbinden.
[0005] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß an dem Kamindeckel ein oder
mehrere Dämmpfropfen aufgehängt sind, die mit dem Deckel über ein Ankerelement verbunden
und im Verlauf des Kaminzuges im Bereich der Dämmung der Gebäudehülle placierbar und
gegebenenfalls mit Gewichten beschwert sind. Dadurch wird außer der Vermeidung von
Wärmeverlusten auch verhindert, daß sich, wie bei de bekannten Ausbildung, im kalten
Teil des Kaminzuges und am Kamindeckel Kondensat niederschlägt. Diese Kondensatbildung
müßte nämlich durch entsprechende Entlüftung verhindert werden, was wieder zu Wärmeverlusten
durch den nicht benutzten Kaminzug führen würde. Durch die Gewichtsbeschwerung können
die Dämmpfropfen leicht in den Kaminzug abgesenkt werden, wobei zusätzlich durch die
Gewichte auch der Kamindeckel auf der Kaminkrone festgehalten wird. Die erfindungsgemäße
Ausbildung erlaubt es dabei, den bzw. die Dämmpfropfen genau auf, die Höhe der Gebäudedämmung
abzusenken, wodurch auch bei hochgedämmten Gebäudehüllen eine technisch einwandfreie
Unterbindung der Wärmeverluste durch einen unbenutzten Kamin gewährleistet ist, u.
zw. insbesondere dann, wenn zusätzlich das Kaminmauerwerk eine Außendämmung aufweist
ur der erfindungsgemäße Reservekaminverschluß mit mehreren Dämmpfropfen abschließt.
[0006] Aus Gründen des Blitzschutzes kann das Ankerelement vorteilhafterweise aus elektrisch
nicht leitendem Material bestehen. Um auch bei an einer vertikalen Wand seitlich ausmündenden
Kaminzügen eine zuverlässige Abdichtung zu erzielen, kann bei einem in vertikaler
Lage eingebauten Kamindeckel eine Stütze zur Festlegung des Deckels in der gewünschten
Lage vorgesehen sein. Schließlich kann der Dämmpfropfen eine Dampfsperre aufweisen,
u. zw. vorzugsweise an der Unterseite des untersten Pfropfens. Damit ist, was mit
einem herkömmlichen Kamindeckel nicht möglich ist, der Kaminzug in bauphysikalisch
einwandfreier Weise noch dichter abschließbar, da die schon angeführte Kondensatbildung
im kalten Teil des Kaminzuges und an der Innenseite des Deckels wirksam ausgeschaltet
ist.
[0007] In der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes dargestellt.
Es zeigt
Figur 1 einen Längsschnitt durch einen über ein Satteldach hinausgeführten Kaminzug,
der mit dem erfindungsgemäßen Verschluß abgeschlossen ist, und
Figur 2 einen Längsschnitt durch einen mit seitlichen Auslässen versehenen Kaminzug,
der gleichfalls mit dem erfindungsgemäßen Verschluß versehen ist.
[0008] Ein über ein Satteldach 4 hinausgeführter Kamin 1 weist zwei Kaminzüge 2, 3 auf,
wobei der Kaminzug 2 ein unbenutzter Reservekamin ist. Der Kamin 1 durchdringt die
mit der Dämmung 6 versehene Gebäudehülle 5. Innerhalb der Gebäudehülle 5 weist das
Kaminmauerwerk an seiner Außenseite in der Regel Raumtemperatur auf. Im Kaminzug wird
bei niederer Außentemperatur die eingeschlossene Luftsäule daher durch die Wandung
hindurch vom Raum her aufgeheizt. Ist der Kaminzug nach oben offen, dann kommt es
zu einem Luftaustausch zwischen Luftsäule und Außenluft. Dies wird noch dadurch intensiviert,
wenn beispielsweise der Kaminzug 1 beheizt wird und die Luftsäule 2 dadurch ein höheres
Temperaturniveau erhält. Sowohl die Luftsäulen der Kaminzüge als auch das Kaminmauerwerk
führen so Wärme aus der Gebäudedämmhülle heraus.
[0009] Zur Vermeidung dieses unerwünschten Wärmeentzuges weist der Kamin 1 eine zusätzliche
Außendämmung 12 auf, so daß der in ihm nach außerhalb der Gebäudehülle abfließenden
Wärme ein erhöhter Wärmedurchlaßwiderstand entgegenwirkt. Die Luftsäule des Kaminzuges
2 ist durch einen Dämmpfropfen 10 unterbrochen, welcher im Bereich der Dämmung 6 der
Gebäudehülle 3 angeordnet ist. Die im Kamin 1 innerhalb der Außendämmung 12 abfließende
Wärme erwärmt die Luftsäule über dem Dämmpfropfen 10, aus welchem Grund im oberen
Randbereich der Dämmung 12 ein weiterer Dämmpfropfen 13 angeordnet ist. Diese Anordnung
genügt einer dämmniveaumäßig sehr hochwertigen Gebäudehülle. Weitere zwischen den
Dämmpfropfen 10 und 13 angeordnete Dämmpfropfen sind wirkungsverbessernd, wenn die
Dämmpfropfenlänge das 0,2 bis 0,7-fache des Kamindurchmessers oder das 1 bis 2-fache
der Dämmstärke der Dämmung 6 oder des Wärmedurchgangskoeffizienten beträgt. Zum Zweck
des Absenkens der Dämmpfropfen 10, 13 in den Kaminzug 2 weisen diese abdeckplattenartige
Gewichte 11 auf, welche über das Ankerelement 9, an welchem die Dämmpfropfen in den
Kaminzug 2 abgesenkt werden, den Kamindeckel 7 gegen Verschieben festhalten. Das Ankerelement
9 kann sowohl als Stange als auch als flexibles Zugelement, wie Seil, Kette, Band
oder dergleichen, ausgeführt sein. Um die Erdung des Kamindeckels aus Gründen des
Blitzschutzes überflüssig zu machen, besteht das Ankerelement 9 vorzugsweise aus mineralischem
oder organischem, also elektrisch nicht leitendem Werkstoff.
[0010] Der in Figur 2 dargestellte Kamin weist seitliche Rauchauslässe 14 für den Kaminzug
2 auf, wobei mit 5 die Gebäudehülle, mit 6 deren Außendämmung und mit 15 die Dachhaut
bezeichnet ist. Der Kamindeckel 7 ist vorzugsweise an einer der wetterseitigen Rauchauslaßöffnungen
14 vertikal angeordnet. Ein Haltebügel 16 stützt den Kamindeckel 7 vertikal ab und
zentriert ihn. Das Ankerelement 9, daß durch einen Fortsatz des Haltebügels 16 oder
durch eine separate Stütze zum Zentrum des Kaminzuges hin abgespreizt wird, zieht
infolge der den Dämmpfropfen 10 beschwerenden Gewichte den Kamindeckel 7 horizontal
gegen das Kaminmauerwerk. An der Unterseite weist der Dämmpfropfen eine als Dampfsperre
wirkende Abdeckung 17 auf. Zu diesem Zweck ist eine Kunststoff- oder Metallfolie an
der Unterseite des Dämmpfropfens befestigt oder im unteren Bereich des Dämmpfropfens
als Zwischenschicht eingebaut. Dadurch ist eine Wasserdampfübertragung durch den Dämmpfropfen
und damit eine Kondensatbildung in den kalten oberen Kaminzügen weitgehend verhindert.
1. Reservekaminverschluß mit einem die Ausmündung des Kaminzuges abschließenden Deckel
(7), dadurch gekennzeichnet, daß an dem Kamindeckel (7) ein oder mehrere Dämmpfropfen
(10, 13) aufgehängt sind, die mit dem Deckel (7) über ein Ankerelement (9) verbunden
und im Verlauf des Kaminzuges (2, 3) im Bereich der Dämmung (6) der Gebäudehülle (5)
plazierbar und gegebenenfalls mit Gewichten (11) beschwert sind.
2. Reservekaminverschluß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Ankerelement
(9) aus elektrisch nicht leitendem Werkstoff besteht.
3. Reservekaminverschluß nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß bei einem
in vertikaler Lage eingebauten Kamindeckel (7) eine Stütze (16) zur Festlegung des
Deckels (7) in der gewünschten Lage vorgesehen ist.
4. Reservekaminverschluß nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß der bzw. die Dämmpfropfen (10, 13) eine Dampfsperre (17) aufweisen, u. zw. vorzugsweise
an der Unterseite des untersten Pfropfens (10).
1. Relief chimmney closure with a closable cover (7) at the mouth of a chimney flue,
characterised by one or several insulating plugs (10, 13) suspended from the chimney
cover (7), which plug(s) is or are attached to the cover (7) by means of an anchoring
element (9) and which can be positioned inside the chimney flue (2, 3) in the insulation
area (6) of the top of a building (5), and if necessary loaded by weights (11).
2. Relief chimney closure as claimed in claim 1, and characterised in that the anchoring
element (9) comprises non-electrically conductive material.
3. Relief chimney closure as claimed in claim 1 or 2, and characterised by a support
(16) adapted to secure the chimney cover (7) vertically in a required position in
a chimney.
4. Relief chimney enclosure as claimed in claim 1, 2 or 3, and characterised in that
the insulating plug (10, 13) include a vapour barrier (17), the latter being mainly
located on the underside of the lowermost plug (10).
1. Fermeture de cheminée de réserve comportant un couvercle (7) obturant la sortie
du tuyau de tirage, caractérisée en ce qu'un ou plusieurs tampons isolants (10, 13)
sont suspendus au couvercle de cheminge (7), lesquels sont reliés au couvercle (7)
par l'intermédiaire d'un élément d'ancrage (9) et peuvent être placés sur le trajet
du tuyau de tirage (2, 3) au voisinage de l'isolation (6) de la couverture extérieure
(5) du bâtiment, et éventuellement grevés de poids (11).
2. Fermeture de cheminée de réserve selon la revendication 1, caractérisée en ce que
l'élément d'ancrage (9) est constitué par une matière électriquement non conductrice.
3. Fermeture de cheminge de réserve selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en
ce que, dans le cas d'un couvercle de cheminée (7) monté en position verticale, un
appui (16) est prévu pour fixer le couvercle (7) dans la position souhaitée.
4. Fermeture de cheminée de réserve selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisée
en ce que le tampon isolant ou les tampons isolants (10, 13) comportent un écran à
la vapeur (17), et cela, de préférence, sur la face inférieure du tampon (10) situé
le plus bas.

