(19)
(11) EP 0 246 391 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
25.11.1987  Patentblatt  1987/48

(21) Anmeldenummer: 86890150.5

(22) Anmeldetag:  22.05.1986
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)4E04F 13/08
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH DE FR GB IT LI LU NL SE

(71) Anmelder: DIXXEMA AG
CH-6300 Zug (CH)

(72) Erfinder:
  • Der Erfinder hat auf seine Nennung verzichtet.

(74) Vertreter: Wolfram, Gustav, Dipl.-Ing. 
Patentanwälte Sonn, Pawloy, Weinzinger & Wolfram, Riemergasse 14
1010 Wien
1010 Wien (AT)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Verkleidungssystem für Bauwerke


    (57) Bei einem Verkleidungssystem für Bauwerke sind an der Bauwerkswand (1) Profile (3, 4) befestigt, die Verkleidungsplatten (2) halten, wobei jedes Profil (3, 4) einen sich von der Bauwerkswand (1) weg erstreckenden Steg (9) und einen sich etwa parallel zur Bauwerkswand erstreckenden Halteflansch (10) und jede Verkleidungsplatte (2) eine zu ihrer Frontfläche (14) in Richtung zur Bauwerkswand (1) rückversetzte Aufhängeleiste (12, 13), die in die vom Steg und Halteflansch gebildete Ausnehmung eingesetzt ist, aufweist.
    Um die Verkleidungsplatten in einfacher Weise auch an Decken verlegen zu können, wobei eine große Sicherheit gegen Lösen der Verkleidungsplatten gegeben ist, weist jede Verkleidungsplatte (2) an zwei zueinander parallelen Randbereichen je eine Aufhängeleiste (12, 13) auf, von denen eine vom Randbereich frei nach außen und eine vom Randbereich nach innen ragt, und sind an den Stoßfugen (31) benachbarter Verkleidungsplatten (2) jeweils zwei Profile (3, 4), deren Halteflansche (10) in die gleiche Richtung weisen und von denen jedes eine Aufhängeleiste (12, 13) jeweils einer Verkleidungsplatte (2) aufnimmt, vorgesehen.




    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft ein Verkleidungssystem für Bauwerke, insbesondere für Tunnel, mit an der Bauwerkswand befestigten Profilen und von den Profilen gehaltenen Verkleidungsplatten, wobei jedes Profil einen sich von der Bauwerkswand weg erstreckenden Steg und einen sich etwa parallel zur Bauwerkswand erstreckenden Halteflansch und jede Verkleidungsplatte eine zu ihrer Frontfläche in Richtung zur Bauwerkswand rückversetzte Aufhängeleiste, die in die vom Steg und Halteflansch gebildete Ausnehmung einsetzbar ist, aufweist.

    [0002] Ein Verkleidungssystem dieser Art ist beispielsweise aus der AT-B - 359.246 bekannt. Je Verkleidungsplatte ist bei diesem System nur ein horizontal an der Bauwerkswand befestigtes Profil vorgesehen, in dessen Halteflansch eine am unteren Randbereich der Verkleidungsplatte angeordnete Aufhängeleiste einsetzbar ist. Der obere Rand jeder Verkleidungsplatte stützt sich an einer parallel zur Bauwerkswand vorgesehenen Platte des Profiles der darüber angeordneten Verkleidungsplatte und wird von deren Randbereich außen überdeckt und so gehalten.

    [0003] Bei diesem System ist die Halterung einer Verkleidungsplatte jeweils vom Rand der oberen benachbarten Verkleidungsplatte abhängig, was das Verlegen der Verkleidungsplatten schwierig macht. Zudem ist die Anordnung der Verkleidungsplatten an Decken, wenn überhaupt, nur schwierig möglich. Im Falle des unbeabsichtigten Lockerns einer Verkleidungsplatte kann es bei Anordnung der Verkleidungsplatten an einer Decke zu einem Herabfallen der benachbarten Verkleidungsplatten kommen. Beim Verlegen des bekannten Systems ist es notwendig, in eine Richtung zu arbeiten, und ein Austausch einer einzelnen Verkleidungsplatte ist nicht möglich, ohne die benachbarten Verkleidungsplatten ebenfalls auszubauen oder mit besonderen Vorrichtungen zu stützen.

    [0004] Die Erfindung bezweckt die Vermeidung dieser Nachteile und Schwierigkeiten und stellt sich die Aufgabe, ein Verkleidungssystem der eingangs beschriebenen Art zu schaffen, welches in einfacher Weise verlegbar ist, u.zw. auch an Decken, wobei eine große Sicherheit gegen Lösen der Verkleidungsplatten gegeben ist. Im Falle des Schadhaftwerdens einzelner Verkleidungsplatten soll es weiters möglich sein, einzelne Platten ohne Lösen der benachbarten Platten auszutauschen.

    [0005] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß jede Verkleidungsplatte an zwei zueinander parallelen Randbereichen je eine Aufhängeleiste aufweist, von denen eine vom Randbereich frei nach außen und eine vom Randbereich nach innen ragt, und daß an den Stoßfugen benachbarter Verkleidungsplatten jeweils zwei Profile, deren Halteflansche in die gleiche Richtung weisen und von denen jedes eine Aufhängeleiste jeweils einer Verkleidungsplatte aufnimmt, vorgesehen sind.

    [0006] Der Ein- und Ausbau einer einzelnen Verkleidungsplatte gestaltet sich besonders einfach, wenn der freie Rand des Halteflansches eines Profiles in einem Abstand vom Steg des benachbarten Profiles angeordnet ist der gleich oder größer ist wie bzw. als ein sich parallel zur Frontfläche der Verkleidungsplatte erstreckender Abschnitt der Aufhängeleisten.

    [0007] Zur Vereinfachung der Montage der Profile sind die beiden an einer Stoßfuge benachbarter Verkleidungsplatten angeordneten Profile gemeinsam an einer an der Bauwerkswand zu befestigenden Befestigungsplatte angeordnet, vorzugsweise mit dieser integral ausgebildet.

    [0008] Zwecks Erzielung eines besonders guten Sitzes der Verkleidungsplatten sind die Ränder der Aufhängeleisten von einem aus Kunststoff, Gummi od.dgl. gefertigten Aufsetzprofil gebildet, dessen Querschnitt dem freien Querschnitt der vom Steg und Halteflansch eines Profiles gebildeten Ausnehmung angepaßt ist.

    [0009] Um ein unbeabsichtigtes Lösen einer Verkleidungsplatte mit Sicherheit zu vermeiden, ist an einem der an einer Stoßfuge benachbarter Verkleidungsplatten angeordneten Profile eine Sicherungsschiene befestigbar, deren Breite etwa der Breite der von den benachbarten Verkleidungsplatten gebildeten Stoßfuge entspricht, wobei zur Erzielung einer Abdichtung zwischen Bauwerkswand und Verkleidung vorteilhaft die Sicherungsschiene an ihren zu den Verkleidungsplatten gerichteten Seitenrändern jeweils mit einer an einer Verkleidungsplatte anliegenden Dichtleiste versehen ist.

    [0010] Zur Bildung besonders schmaler Stoßfugen zwischen benachbarten Verkleidungsplatten ist die Frontfläche der Verkleidungsplatte bei Blickrichtung senkrecht zur Frontfläche über die nach außen gerichtete Aufhängeleiste hinaus verlängert ausgebildet.

    [0011] Eine besonders einfache Sicherung der Verkleidungsplatten gegen unbeabsichtigtes Lösen ist dadurch erzielbar, daß zwischen die Aufhängeleiste einer Verkleidungsplatte und dem der Aufhängung der benachbarten Verkleidungsplatte dienenden Steg des benachbarten Profiles ein elastisch verformbarer Körper einsetzbar ist, wobei zweckmäßig der elastisch verformbare Körper von einem Rohr aus elastisch verformbarem Kunststoff, Gummi od.dgl. gebildet ist.

    [0012] Ein gutes Aufliegen der Aufhängeleisten am Halteflansch wird zweckmäßig dadurch erzielt, daß die freien Ränder der Halteflansche verdickt ausgebildet sind.

    [0013] Zur Sicherung der Verkleidungsplatten gegen seitliches, d.h. in Richtung der Profile gerichtetes Verschieben sind vorteilhaft in den Profilen im Teilungsabstand benachbarter Verkleidungsplatten Querschlitze vorgesehen, in die jeweils in Querrichtung zu den Aufhängeleisten der Verkleidungsplatten liegende und sich etwa vertikal zu den Frontflächen erstreckende Stegleisten der Verkleidungsplatten eingesetzt sind.

    [0014] Die Erfindung ist nachstehend anhand mehrerer in der Zeichnung dargestellter Ausführungsbeispiele näher erläutert, wobei die Fig. 1 bis 5 jeweils eine Bauwerkswand mit an ihr befestigten Verkleidungsplatten im Querschnitt gemäß je einer Ausführungsform zeigen. In den Fig. 6, 7 und 8 ist die Sicherung der Verkleidungsplatten gegen Verschieben in Längsrichtung der Profile veranschaulicht, wobei Fig. 6 eine teilweise geschnittene Ansicht senkrecht gegen die Bauwerkswand, Fig. 7 einen Schnitt gemäß der Linie VII-VII der Fig. 6 und Fig. 8 einen Schnitt gemäß der Linie VIII-VIII der Fig. 7 zeigen.

    [0015] Gemäß der in Fig. 1 dargestellten Ausführungsform sind an einer als Decke ausgebildeten Bauwerkswand 1 eines Bauwerkes Verkleidungsplatten 2 haltende Profile 3, 4 befestigt, beispielsweise mittels Schrauben 5 und Dübbel. Jeweils zwei Profile 3, 4, die benachbarte Ränder 6, 7 nebeneinander liegender Verkleidungsplatten 2 halten, sind an einer an der Bauwerkswand 1 befestigten Befestigungsplatte 8 vorgesehen und mit dieser integral, z.B. als Strangpreßprofil, ausgebildet. Jedes Profil 3, 4 weist einen sich etwa senkrecht zur Bauwerkswand erstreckenden Steg 9 und einen am Steg anschließenden und etwa parallel zur Bauwerkswand 1 gerichteten Halteflansch 10 auf, wobei die beiden Halteflansche 10 der beiden benachbarten Profile 3, 4 in die gleiche Richtung weisen, d.h. es sind ihre freien Ränder 11 gleich gerichtet.

    [0016] Die Profile 3, 4 bilden somit im Querschnitt hakenförmige Leisten. In jedes Profil sind Aufhängeleisten 12, 13 benachbart angeordneter Verkleidungsplatten 2 eingesetzt. Jede Verkleidungsplatte 2 weist an zwei zueinander parallelen und einander gegenüberliegenden Rändern 6, 7 jeweils eine Aufhängeleiste 12, 13 auf, die sich zur Frontfläche 14 der Verkleidungsplatte parallel erstreckt und im Abstand 15 von dieser liegt.

    [0017] Jede Aufhängeleiste 12, 13 ist durch Aufbiegen eines Randbereiches der vorzugsweise aus emailliertem Blech 16 gefertigten Verkleidungsplatten 2 in Richtung zur Bauwerkswand 1 um den Abstand 15 rückversetzt. Die freien Ränder 6, 7 der beiden Aufhängeleisten 12, 13 sind in bezug auf die Frontfläche 14 gleich orientiert, d.h. eine Aufhängeleiste 13 ragt vom Randbereich der Verkleidungsplatte frei nach außen und die zweite Aufhängeleiste 12 ragt vom Randbereich nach innen, d.h. in Richtung des Zentrums der Frontfläche 14.

    [0018] Die freien Ränder 6, 7 der Aufhängeleisten 12, 13 sind von Aufsetzprofilen 17 von etwa kreisförmigem Querschnitt bedeckt. Diese Aufsetzprofile bestehen beispielsweise aus elastisch verformbarem Kunststoff, Gummi etc. Ihr Querschnitt ist dem freien Querschnitt eines Profiles, d.h. dem freien Raum zwischen Halteflansch 10, Steg 9 und Befestigungsplatte 8 angepaßt, so daß die Aufhängeleiste 12 bzw. 13 im wesentlichen spielfrei vom Halteflansch 10 gehalten wird. Wie aus Fig. 1 ersichtlich, sind die Halteflansche 10 jeweils den Aufhängeleisten 12, 13 entgegengerichtet. Um einen guten Halt der Aufhängeleisten 12, 13, d.h. deren Aufsetzprofil 17 am Halteflansch 10, zu sichern, ist der freie Rand 11 jedes Halteflansches 10 jeweils verdickt ausgebildet und innenseitig mit einer vom verdickten Ende zum Steg 9 gerichteten Schräge 18 versehen, die etwa parallel ist zur gegenüberliegenden, ebenfalls geneigten Fläche 19 der Befestigungsplatte 8.

    [0019] Die Distanz 20 zwischen dem freien Rand 11 des Halteflansches 10 des einen Profiles 3 zum Steg 9 des benachbarten Profiles 4 ist geringfügig größer als die parallel zur Frontfläche 14 gerichtete Breite 21 einer Aufhängeleiste 12, 13 einer Verkleidungsplatte 2, so daß jede Verkleidungsplatte 2 bequem ein- und ausbaubar ist, ohne durch den benachbarten Steg 9 für die benachbarte Verkleidungsplatte 2 behindert zu sein.

    [0020] Um ein Entfernen einer Verkleidungsplatte 2 durch Unbefugte zu verhindern bzw. zur Sicherung der Verkleidungsplatten 2 gegen Herausgleiten aus den Profilen 3, 4, ist an dem freiliegenden Profil 4, d.h. dem Profil 4, das durch die Frontfläche 14 der Verkleidungsplatte 2 nicht bedeckt ist, eine Sicherungsschiene 22 befestigt, vorzugsweise angeschraubt, die im Querschnitt L-förmig gestaltet ist und einen Fortsatz 23, der zur im benachbarten Profil 3 eingesetzten Verkleidungsplatte 2 gerichtet ist, und einen weiteren Fortsatz 24, der zur Aufhängeleiste 13 der ersten Verkleidungsplatte 2 gerichtet ist, aufweist.

    [0021] Wie aus Fig. 1 ersichtlich ist, ist das Verkleidungssystem zur Decken- und Wandverkleidung geeignet und es können auch Ecken bei winkeliger Ausbildung des Verkleidungsplattenquerschnittes verkleidet werden.

    [0022] In Fig. 2 ist eine Ausführungsform dargestellt, bei der die Profile 3, 4 nicht direkt an der Bauwerkswand 1, sondern an einem eigenen Trägerprofil 25 verankert sind. Dadurch ist es möglich, einen freien Raum 26 zwischen Bauwerkswand und Verkleidungsplatten 2 zu schaffen, der beispielsweise zur Aufnahme von Versorgungsleitungen dienen kann. In Fig. 2 ist weiters gezeigt, daß die Verkleidungsplatten 2 nicht unbedingt in einer Ebene liegen müssen, benachbarte Verkleidungsplatten können auch miteinander einen Winkel einschließen, z.B. für Gewölbe.

    [0023] In Fig. 3 ist eine Sicherungsschiene 27 gezeigt, an deren zu den Verkleidungsplatten 2 gerichteten Seitenrändern 28 elastische Dichtelemente 29 eingesetzt sind, wodurch das Eindringen von Staub etc. in den Raum hinter den Verkleidungsplatten 2 verhindert wird.

    [0024] In Fig. 4 ist eine Deckenverkleidung dargestellt, bei der zwischen benachbarten Verkleidungsplatten 2 ein Zwischenraum zur Aufnahme einer Leuchte geschaffen ist. Zu diesem Zweck sind modifizierte Sicherungsschienen 30, welche eine optische Begrenzung des Raumes für die Leuchte bewirken, vorgesehen.

    [0025] Gemäß Fig. 5 erstreckt sich zwecks Verkleinerung der zwischen benachbarten Verkleidungsplatten 2 vorhandenen Stoßfuge 31 die Frontfläche 14 der Verkleidungsplatte über die bei Blickrichtung senkrecht zur Frontfläche 14 nach außen gerichtete Aufhängeleiste 13 hinaus, wodurch der sonst frei sichtbare Halteflansch 10 des Profiles 4 optisch abgedeckt ist. Zur Sicherung gegen Hinausgleiten der Verkleidungsplatten 2 aus den Profilen 3, 4 ist in den Raum 32 zwischen der Aufhängeleiste 12 der einen Verkleidungsplatte 2 und dem der benachbarten Verkleidungsplatte 2 zugeordneten Steg 9 des Profiles 4 ein elastisch verformbarer Körper 33 eingesetzt, der beim dargestellten Ausführungsbeispiel als Rohr, welches aus Kunststoff, Gummi etc. gefertigt ist, ausgebildet ist. Dieser elastisch verformbare Körper 33 stützt sich einerseits am Steg 9 des Profiles 4 und andererseits an der Aufhängeleiste 12 der Verkleidungsplatte 2 ab, so daß die Verkleidungsplatte 2 in Richtung des ihr zugeordneten Steges 9 des Profiles 3 gepreßt wird.

    [0026] Die über den Steg hinausragende verlängerte Ausbildung der Frontfläche 14 stützt mit ihrem freien Rand 34 den elastisch verformbaren Körper, so daß dieser nicht nach außen gleiten kann.

    [0027] Um ein Verschieben der Verkleidungsplatten 2 in Richtung der Profile 3, 4 zu vermeiden, weisen die Profile 3, 4 im Teilungsabstand der Verkleidungsplatten 2 liegende und sich quer zur Längsrichtung der Profile 3, 4 erstreckende Querschlitze 35 auf, in die jeweils in Querrichtung zu den Aufhängeleisten 12, 13 der Verkleidungsplatten 2 liegende und sich etwa vertikal zur Frontfläche 14 der Verkleidungsplatten 2 erstreckende Stegleisten 36 hineinragen, wie dies in den Fig. 6 bis 8 veranschaulicht ist.

    [0028] Zwischen den benachbarten Verkleidungsplatten ist auch hier ein elastisch verformbarer Körper 37 eingesetzt, um Bewegungen bzw. Schwingungen der Verkleidungsplatten in Längsrichtung der Profile 3, 4 zu vermeiden.

    [0029] Die Erfindung beschränkt sich nicht auf die dargestellten Ausführungsbeispiele, sondern kann in verschiedener Hinsicht modifiziert werden. Beispielsweise ist es möglich, die beiden Profile 3, 4, die gemäß den dargestellten Ausführungsbeispielen mittels einer Befestigungsplatte 8 zu einer Baueinheit vereint sind, getrennt zu fertigen und an der Bauwerkswand 1 zu befestigen. Wie im rechten Teil der Fig. 1 dargestellt, kann die Aufhängeleiste 13ʹ einer am Rand der Decke angeordneten Verkleidungsplatte 2 mit einem etwa senkrecht zur Frontfläche 14 gerichteten Abschnitt 38 versehen sein, wodurch die Aufhängeleiste 13ʹ in das Profil 4, welches nicht an der Decke, sondern an einer vertikalen Bauwerkswand befestigt ist, eingesetzt werden kann. Die zur Aufhängeleiste 13ʹ parallel angeordnete Aufhängeleiste dieser Verkleidungsplatte ist wie die in Fig. 1 mit 12 bezeichnete Aufhängeleiste gestaltet, so daß der vis-à-­vis-Rand in ein an der Decke befestigtes Profil 3 einsetzbar ist.


    Ansprüche

    1. Verkleidungssystem für Bauwerke, insbesondere für Tunnel, mit an der Bauwerkswand (1) befestigten Profilen (3, 4) und von den Profilen (3, 4) gehaltenen Verkleidungsplatten (2), wobei jedes Profil (3, 4) einen sich von der Bauwerkswand (1) weg erstreckenden Steg (9) und einen sich etwa parallel zur Bauwerkswand (1) erstreckenden Halteflansch (10) und jede Verkleidungsplatte (2) eine zu ihrer Frontfläche (14) in Richtung zur Bauwerkswand (1) rückversetzte Aufhängeleiste (12, 13, 13ʹ), die in die vom Steg (9) und Halteflansch (10) gebildete Ausnehmung einsetzbar ist, aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß jede Verkleidungsplatte (2) an zwei zueinander parallelen Randbereichen je eine Aufhängeleiste (12, 13, 13ʹ) aufweist, von denen eine vom Randbereich frei nach außen und eine vom Randbereich nach innen ragt, und daß an den Stoßfugen (31) benachbarter Verkleidungsplatten (2) jeweils zwei Profile (3, 4), deren Halteflansche (10) in die gleiche Richtung weisen und von denen jedes eine Aufhängeleiste (12, 13, 13ʹ) jeweils einer Verkleidungsplatte (2) aufnimmt, vorgesehen sind.
     
    2. Verkleidungssystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der freie Rand (11) des Halteflansches (10) eines Profiles (3) in einem Abstand (20) vom Steg (9) des benachbarten Profiles (4) angeordnet ist, der gleich oder größer ist wie bzw. als ein sich parallel zur Frontfläche (14) der Verkleidungsplatte (2) erstreckender Abschnitt (21) der Aufhängeleisten (12, 13).
     
    3. Verkleidungssystem nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden an einer Stoßfuge (31) benachbarter Verkleidungsplatten (2) angeordneten Profile (3, 4) gemeinsam an einer an der Bauwerkswand zu befestigenden Befestigungsplatte (8) angeordnet sind, vorzugsweise mit dieser integral ausgebildet sind.
     
    4. Verkleidungssystem nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Ränder (6, 7) der Aufhängeleisten (12, 13, 13ʹ) von einem aus Kunststoff, Gummi od.dgl. gefertigten Aufsetzprofil (17) gebildet sind, dessen Querschnitt dem freien Querschnitt der vom Steg (9) und Halteflansch (10) eines Profiles (3, 4) gebildeten Ausnehmung angepaßt ist.
     
    5. Verkleidungssystem nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß an einem der an einer Stoßfuge (31) benachbarter Verkleidungsplatten (2) angeordneten Profile (3, 4) eine Sicherungsschiene (22, 27) befestigbar ist, deren Breite etwa der Breite der von den benachbarten Verkleidungsplatten (2) gebildeten Stoßfuge (31) entspricht.
     
    6. Verkleidungssystem nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Sicherungsschiene (27) an ihren zu den Verkleidungsplatten (2) gerichteten Seitenrändern (28) jeweils mit einer an einer Verkleidungsplatte (2) anliegenden Dichtleiste (29) versehen ist.
     
    7. Verkleidungssystem nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Frontfläche (14) der Verkleidungsplatte (2) bei Blickrichtung senkrecht zur Frontfläche (14) über die nach außen gerichtete Aufhängeleiste (13) hinaus verlängert ausgebildet ist.
     
    8. Verkleidungssystem nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen die Aufhängeleiste (12) einer Verkleidungsplatte (2) und dem der Aufhängung der benachbarten Verkleidungsplatte (2) dienenden Steg (9) des benachbarten Profiles (4) ein elastisch verformbarer Körper (33) einsetzbar ist.
     
    9. Verkleidungssystem nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der elastisch verformbare Körper (33) von einem Rohr aus elastisch verformbarem Kunststoff, Gummi od.dgl. gebildet ist.
     
    10.Verkleidungssystem nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die freien Ränder (11) der Halteflansche (10) verdickt ausgebildet sind.
     
    11.Verkleidungssystem nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß in den Profilen (3, 4) im Teilungsabstand benachbarter Verkleidungsplatten Querschlitze (35) vorgesehen sind, in die jeweils in Querrichtung zu den Aufhängeleisten (12, 13) der Verkleidungsplatten (2) liegende und sich etwa vertikal zu den Frontflächen (14) erstreckende Stegleisten (36) der Verkleidungsplatten eingesetzt sind.
     




    Zeichnung













    Recherchenbericht