[0001] Die Erfindung betrifft eine Gruppensteuerung für Aufzüge, mit auf den Stockwerken
angeordneten Rufregistriereinrichtungen, mit in den Kabinen der Aufzugsgruppe vorgesehenen
Lastmesseinrichtungen, mit jedem-Aufzug der Gruppe zugeordneten, jeweils das Stockwerk
eines möglichen Anhaltens anzeigenden Selektoren, mit einer für jedes Stockwerk mindestens
eine Stellung aufweisenden Abtasteinrichtung und mit einer Steuerungseinrichtung,
mittels welcher die auf den Stockwerken eingegebenen Rufe den Kabinen der Aufzugsgruppe
zugeteilt werden, gemäss Oberbegriff des Patentanspruches 1.
[0002] Bei einer derartigen aus dem EP-B-0 032 213 bekannten Gruppensteuerung können die
Zuordnungen der Kabinen zu den Stockwerkrufen zeitlich optimiert werden. Hierbei wird
mittels einer Recheneinrichtung in Form eines Mikroprozessors während eines Abtastzyklusses
eines ersten Abtasters einer Abtasteinrichtung bei jedem Stockwerk, ob ein Stockwerkruf
vorhanden ist oder nicht, aus der Distanz zwischen dem Stockwerk und der von einem
Selektor angezeigten Kabinenposition, den innerhalb dieser Distanz zu erwartenden
Zwischenhalten und der momentanen Kabinenlast eine den Zeitverlusten von wartenden
Fahrgästen und den Zeitverlusten der Fahrgäste in der Kabine proportionale Summe errechnet.
Dabei wird die im Berechnungszeitpunkt vorhandene Kabinenlast derart korrigiert, dass
die voraussichtlichen, aus den Zu-und Aussteigerzahlen der Vergangenheit abgeleiteten
Zu-und Aussteiger bei den zukünftigen Zwischenhalten berücksichtigt werden. Diese,
auch Bedienungskosten genannte, Verlustzeitsumme wird in einem Kostenspeicher gespeichert.
Während eines Kostenvergleichszyklusses mittels eines zweiten Abtasters der Abtasteinrichtung
werden die Bedienungskosten aller Aufzüge über eine Kostenvergleichseinrichtung miteinander
verglichen, wobei jeweils in einem Zuteilungsspeicher des Aufzuges mit den geringsten
Bedienungskosten eine Zuteilungsanweisung gespeichert wird, die dasjenige Stockwerk
bezeichnet, dem die betreffende Kabine zeitlich optimal zugeordnet ist.
[0003] Die für die Berechnung der Bedienungskosten erforderlichen Zwischenhalte ergeben
sich aus den eingegebenen Stockwerk-und Kabinenrufen. Da die Stockwerk-und Kabinenrufe
üblicherweise mittels auf den Stockwerken bzw. in der Kabine angeordneter Rufknöpfe
eingegeben werden, muss ein Fahrgast um zu einem Ziel zu gefangen zweimal wählen,
wobei bei besetzter Kabine der Zugang zum Kabinentableau oft erschwert ist. Unter
diesen Umständen erfährt die Steuerungseinrichtung relativ spät das gewünschte Fahrziel,
das daher für die Optimierung der Zuteilung nicht in Rechnung gestellt werden kann.
[0004] Mit der US-A-3 374 864 ist eine Gruppensteuerung bekannt geworden, bei der das gewünschte
Zielstockwerk bereits auf dem Einsteigestockwerk eingegeben werden kann. Zu diesem
Zweck sind auf den Stockwerken Rufknöpfe für jedes Stockwerk angeordnet, während in
der Kabine keine Rufknöpfe vorgesehen sind. Die Steuerung arbeitet in der Weise, dass
die für ein Zielstockwerk bestimmte Kabine bei Ankunft auf dem Einsteigestockwerk
durch eine optische Anzeigevorrichtung das Zielstockwerk bekannt gibt, damit nicht
fälschlicherweise Fahrgäste einsteigen, die zu andem Zielstockwerken wollen. Bei dieser
für Sammelsteuerungen nicht geeigneten Gruppensteuerung, dient die Zielstockwerk-Rufeingabe
nicht der zeitlich optimalen Zuordnung Kabine/Ruf, sondem es wird in erster Linie
beabsichtigt, unnötige, durch falsch eingegebene Richtungsrufe ausgelöste Fahrten
und Halte zu vermeiden und ungewollte Beförderung von Fahrgästen in der falschen Richtung
zu verhindern. Die bei dieser Gruppensteuerung vorgesehene Anordnung von Rufknöpfen
für jedes Stockwerk auf jedem Stockwerk würde bei grösseren Anlagen mit vielen Stock
werken die Kosten beträchtlich steigem und zu Plazierungsproblemen führen.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Gruppensteuerung gemäss Oberbegriff
zu schaffen, bei der die zeitliche Optimierung der Zuordnungen Kabine/Ruf gegenüber
dem zuerst genannten Stand der Technik verbessert ist und die Nachteile des zuletzt
genannten Standes der Technik vermieden werden.
[0006] Diese Aufgabe wird durch die im Patentanspruch 1 gekennzeichnete Erfindung gelöst.
Hierbei weist die Rufregistriereinrichtung Rufknöpfe in Form einer l0er-Tastatur und
eine der Anzahl Stockwerke entsprechende Anzahl Rufspeicher auf, wobei mittels der
Rufknöpfe, wie aus dem zuletzt genannten Stand der Technik bekannt, Rufe für gewünschte
Zielstockwerke eingegeben werden können. Die Rufspeicher sind mit dem Stockwerkrufspeicher
und dem Kabinenrufspeicher verbunden, wobei bei Vorhandensein mindestens eines von
einer Rufregistriereinrichtung registrierten Rufes im Stockwerkrufspeicher ein Ruf
für das durch die betreffende Rufregistriereinrichtung gekennzeichnete-Stockwerk gespeichert
wird. Der Kabinenrufspeicher besteht aus einem ersten, bereits zugeteilte Kabinenrufe
enthaltenden Speicher und den Stockwerken zugeordneten weiteren Speichern, in welchen
die auf den betreffenden Stockwerken für gewünschte Zielstockwerke eingegebenen, jedoch
noch nicht einer Kabine zugeteilten Rufe gespeichert sind, die bei der Berechnung
der Bedienungskosten mit berücksichtigt werden. Der erste Speicher, die weiteren Speicher,
der Stockwerkrufspeicher und der Zuteilungsspeicher sind mittels einer ersten Koinzidenzschaltung
derart miteinander verknüpft, dass bei Zuteilung eines Stockwerkrufes die im zugeordneten
weiteren Speicher gespeicherten Rufe in den ersten Speicher übertragen werden.
[0007] Die mit der Erfindung erzielten Vorteile liegen darin, dass der Steuerung die vollständigen
Fahrgastdaten frühzeitiger zur Verfügung stehen, so dass die Optimierung der Zuordnungen
Kabine/Ruf verbessert wird, wobei die Wartezeiten kleiner werden und die Förderleistung
steigt. Weitere Vorteile werden damit erzielt, dass die Fahrgäste nur einmal Rufknöpfe
drücken müssen und die bei der Rufeingabe in der Kabine oft auftretenden Behinderungen
entfallen. Wegen des fehlenden Kabinentableaus werden weniger Leitungen im Hängekabel
benötigt. Auch die Verwendung der 10er-Tastatur ist von Vorteil, da dadurch besonders
bei Anlagen mit vielen Stockwerken Platz und ebenfalls Leitungen gespart werden können,
sowie eine Standardisierung des Stockwerktableaus möglich ist.
[0008] Im folgenden wird die Erfindung anhand eines auf der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles
näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine schematische Darstellung der erfindungsgemässen Gruppensteuerung für einen
Aufzug einer aus drei Aufzügen bestehenden Aufzugsgruppe,
Fig. 2 ein Schaltschema einer Rufregistriereinrichtung der Gruppensteuerung gemäss
Fig. 1,
Fig. 3 ein Diagramm des zeitlichen Ablaufes der Rufregistrierung,
Fig. 4 eine schematische Darstellung der Struktur eines einem Aufzug zugeordneten
Kabinenrufspeichers der Gruppensteuerung gemäss Fig. 1 und eine Koinzidenzschaltung
für die Rufzuteilung,
Fig. 5 eine schematische Darstellung zur Veranschaulichung einer der Rufzuteilung
zugrunde liegenden Bedienungskostenberechnung bei einem Aufzug, und
Fig. 6 ein Diagramm des zeitlichen Ablaufes der Gruppensteuerung.
[0009] In der Fig. 1 ist mit 1 ein Aufzugsschacht eines Aufzuges a einer aus beispielsweise
drei Aufzügen a, b und c bestehenden Aufzugsgruppe bezeichnet. Eine Fördermaschine
2 treibt über ein Förderseil 3 eine im Aufzugsschacht 1 geführte Kabine 4 an, wobei
n Stockwerke EO bis En bedient werden, von denen lediglich die obersten Stockwerke
En-4 bis En dargestellt sind. Die Fördermaschine 2 wird von einer aus dem EP-B-0 026
406 bekannten Antriebssteuerung gesteuert, wobei die Sollwerterzeugung, die Regelfunktionen
und die Stoppeinleitung mittels eines Mikrocomputersystems 5 realisiert werden, und
wobei mit 6 die Mess-und Stellglieder der Antriebssteuerung symbolisiert sind, die
über ein erstes Interface IF1 mit dem Mikrocomputersystem 5 in Verbindung stehen.
Die Kabine 4 weist eine Lastmesseinrichtung 7 und eine den jeweiligen Betriebszustand
Z der Kabine signalisierende Einrichtung 8 auf, welche ebenfalls über das erste Interface
IF1 mit dem Mikrocomputersystem 5 verbunden sind. Auf den Stockwerken sind nachstehend
an Hand der Fig. 2 und 3 näher beschriebene Rufregistriereinrichtungen 9 vorgesehen,
mittels welchen Rufe für Fahrten zu gewünschten Zielstockwerken eingegeben werden
können. Die Rufregistriereinrichtungen 9 sind über einen Adressenbus AB und einen
Dateneingabeleiter CRUIN eines seriellen Ein-Ausgabebusses CRU mit dem Mikrocomputersystem
5 und einer mit dem EP-B-0 062 141 bekanntgewordenen, aus einer Vergleichseinrichtung
10 und einem DMA-Baustein DMA bestehenden Eingabeeinrichtung verbunden. Die Rufregistriereinrichtungen
9 stehen ferner über Leitungen 11 mit den Mikrocomputersystemen und Eingabeeinrichtungen
der Aufzüge b und c in Verbindung.
[0010] Das Mikrocomputersystem 5 besteht aus einem Stockwerkrufspeicher RAM1, einem nachstehend
an Hand der Fig. 4 näher beschriebenen Kabinenrufspeicher RAM2, einem die momentane
Kabinenlast P
M und den Betriebszustand Z der Kabine 4 speichernden Speicher RAM3, je einem Kostenspeicher
RAM4 für AUF-und AB-Fahrtrichtung, je einem Zuteilungsspeicher RAM5 für AUF-und AB-Fahrtrichtung,
einem Programmspeicher EPROM und einem Mikroprozessor CPU, der über den Adressenbus
AB, einen Datenbus DB und einen Steuerbus STB mit den Speichern RAM1 bis RAM5, EPROM
verbunden ist. Mit R1 und R2 sind ein erster und ein zweiter Abtaster einer Abtasteinrichtung
bezeichnet, wobei die Abtaster R1, R2 Register sind, mittels welcher den Stockwerknummern
und der Laufrichtung entsprechende Adressen gebildet werden. Mit R3 ist ein Selektor
in Form eines weiteren Registers bezeichnet, welcher bei fahrender Kabine die Adresse
desjenigen Stockwerkes anzeigt, auf dem die Kabine noch anhalten könnte. Wie aus vorstehend
genannter Antriebssteuerung bekannt, sind den Selektoradressen Zielwege zugeordnet,
die mit einem in einem Sollwertgeber erzeugten Zielweg verglichen werden. Bei Gleichheit
der Wege und Vorliegen eines Haltebefehls wird die Verzögerungsphase eingeleitet.
Ist kein Haltebefehl vorhanden, so wird der Selektor R3 auf das nächste Stockwerk
geschaltet.
[0011] Die Mikrocomputersysteme 5 der einzelnen Aufzüge a, b, c sind über eine aus dem EP-B-0
050 304 bekannte Kostenver gleichseinrichtung 12 und ein zweites Interface IF2 sowie
über ein aus dem EP-B-0 050 305 bekanntes Partyline-Übertragungssystem 13 und ein
drittes Interface IF3 miteinander verbunden und bilden in dieser Weise die erfindungsgemässe
Gruppensteuerung.
[0012] Gemäss Fig. 2 besteht die beispielsweise für ein-und zweistellige Rufe konzipierte
Rufregistriereinrichtung 9 aus einer Tastatur 20, welche zehn Tasten für die Ziffern
1...9 und 0 für die Rufeingabe zu gewünschten Zielstockwerken aufweist. Eine elfte,
mit "-" bezeichnete Taste, kann beispielsweise als Vorwahltaste bei Rufen für unter
dem Erdgeschoss liegende Stockwerke verwendet werden, wobei das Erdgeschoss durch
die Ziffer 0 gekennzeichnet ist. Eine zwölfte, mit "C" bezeichnete Taste könnte für
weitere Zwecke, wie z.B. als Vorwahltaste für die kodierte Eingabe von Rufen eingesetzt
werden. Die Tasten der Ziffern 1...9 und 0 sind an ersten Eingängen von ersten UND-Gliedern
21.1...21.9, 21.0 angeschlossen, deren Ausgänge mit Eingängen S von Tastenspeichern
23.1...23.9, 23.0 für die Speicherung einer zuerst eingegebenen Ziffer verbunden sind.
Die Tasten der Ziffern 1...9 und 0 sind ferner mit ersten Eingängen von zweiten UND-Gliedern
22.1...22.9, 22.0 verbunden, deren Ausgänge mit Eingängen S von Tastenspeichem 24.1...24.9,
24.0 für die Speicherung einer zweiten eingegebenen Ziffer in Verbindung stehen. Als
Tastenspeicher können beispielsweise RS-Flip-Flops verwendet werden. Die Ausgänge
Q aller Tastenspeicher sind mit den Eingängen einer kombinatorischen Logik 25 verbunden,
deren Ausgänge an ersten Eingängen von dritten UND-Gliedern 26.0, 26.1...26.n angeschlossen
sind, die ausgangsseitig mit Eingängen S von den Stockwerken zugeordneten Rufspeichern
27.0. 27.1 ...27.n, in Form von beispielsweise RS-Flip-Flops. in Verbindung stehen.
[0013] Die kombinatorische Logik 25 arbeitet derart, dass bei Eingabe eines einstelligen
Rufes einer der den Stockwerken E0, E1 ...E9 zugeordneten Rufspeicher 27.0, 27.1...27.9,
und bei Eingabe eines zweistelligen Rufes einer der den Stockwerken E10...En zugeordneten
Rufspeicher 27.10...27.n gesetzt wird. Wenn beispielsweise Rufe für die Stockwerke
E1 und E13 eingegeben werden, so muss die kombinatorische Logik 25 die Gleichungen


erfüllen, wobei die Eingangsvariablen 1', 2', 3'..... die erste eingegebene Ziffer
und 1", 2", 3"... die zweite eingegebene Ziffer bedeuten und die Ausgangsvariablen
1, 13 die gewählten Zielstockwerke E1, E13 bezeichnen.
[0014] Die Ausgänge Q der Rufspeicher 27.0, 27.1..27.n sind mit Eingängen eines Multiplexers
28 und eines ODER-Gliedes 29 verbunden, dessen Ausgang am ersten Eingang des Multi
plexers 28 angeschlossen ist. Der Multiplexer 28 steht ausserdem mit dem Adressenbus
AB in Verbindung und ist ausgangsseitig am Dateneingabeleiter CRUIN angeschlossen.
Die Ausgänge Q der Rufspeicher 27.0, 27.1...27.n sind über die Leitungen 11 (Fig.
1) mit den Multiplexem 28 und ODER-Gliedem 29 der Aufzüge b und c verbunden.
[0015] Mit 30 ist eine Zeitbegrenzungsschaltung für die Rufeingabe bezeichnet, die aus einem
Monoflop 31, einem ersten und zweiten Verzögerungsglied 32, 33, einem ersten, zweiten
und dritten NICHT-Glied 34, 35, 36 und einem ersten und zweiten je zwei Eingänge aufweisenden
UND-Glied 37, 38 besteht. Die Tasten der Ziffern 1...9 und 0 sind über ein ODER-Glied-39,
ein weiteres Verzögerungsglied 40 und ein zwei Eingänge aufweisendes weiteres UND-Glied
41 mit dem Eingang e des Monoflops 31 verbunden. Der Ausgang a des Monoflops 31 ist
am Eingang des ersten Verzögerungsgliedes 32, an zweiten Eingängen der zweiten UND-Glieder
22.1...22.9, 22.0 und über ein weiteres NICHT-Glied 42 an zweiten Eingängen der ersten
UND-Glieder 21.1...21.9, 21.0 angeschlossen. Der Ausgang des ersten Verzögerungsgliedes
32 steht mit dem Eingang des zweiten Verzögerungsgliedes 33 in Verbindung, dessen
Ausgang über das erste NICHT-Glied 34 am zweiten Eingang des weiteren UND-Gliedes
41 angeschlossen ist. Als Verzögerungsglieder können beispielsweise in Serie geschaltete
Logikbausteine verwendet werden, wobei sich die Verzögerungszeit aus der Signal laufzeit
ergibt. Der Ausgang a des Monoflops 31 ist über das zweite NICHT-Glied 35 mit einem
Eingang des ersten UND-Gliedes 37 verbunden, dessen zweiter Eingang am Ausgang des
ersten Verzögerungsgliedes 32 und dessen Ausgang an zweiten Eingängen der den Rufspeichern
27.0, 27.1...27.n vorgeschalteten dritten UND-Glieder 26.0, 28.1...26.n angeschlossen
ist. Der Ausgang des ersten Verzögerungsgliedes 32 ist über das dritte NICHT-Glied
36 mit einem Eingang des zweiten UND-Gliedes 38 verbunden, dessen zweiter Eingang
am Ausgang des zweiten Verzögerungsgliedes 33 und dessen Ausgang an Reset-Anschlüssen
R der Tastenspeicher angeschlossen ist.
[0016] Die vorstehend beschriebene Rufregistriereinrichtung 9 arbeitet wie folgt:
[0017] Bei Eingabe eines Rufes für beispielsweise Stockwerk E13 wird vorerst die Taste der
Ziffer 1 betätigt, wobei ein kurzer Impuls erzeugt und wegen der über das weitere
NICHT-Glied 42 freigegebenen ersten UND-Glieder 21.1... 21.9, 21.0 lediglich der Tastenspeicher
23.1 gesetzt wird (Zeitpunkt I, Fig. 3). Nach einer durch das weitere Verzögerungsglied
40 bedingten Verzögerung wird das Monoflop 31 geschaltet, so dass der Ausgang des
weiteren NICHT-Gliedes 42 niedrig gesetzt wird und die den Tastenspeichern 23.1...23.9,
23.0 für die Eingabe der ersten Ziffer zugeordneten ersten UND-Glieder 21.1...21.9,
21.0 gesperrt werden (Zeitpunkt 11, Fig. 3). Gleichzeitig werden die den Tastenspeichern
24.1 ...24.9, 24.0 für die Eingabe der zweiten Ziffer zugeordneten zweiten UND-Glieder
22.1...22.9, 22.0 freigegeben. Es sei nun angenommen, dass die Einschaltzeit des Monoflops
31 beispielsweise eine Sekunde beträgt und die Taste der Ziffer 3 noch während dieser
Zeit betätigt wird. Hierbei wird der Tastenspeicher 24.3 gesetzt, so dass die kombinatorische
Logik 25 die Eingangsvariablen 1' und 3" und die dem Rufspeicher 27.13 für Stockwerk
E13 zugeordnete Ausgangsvariable 13 aufweist.
[0018] Durch die abfallenden Flanken der Ausgangssignale des Monoflops 31 und des ersten
Verzögerungsgliedes 32 wird am Ausgang des ersten UND-Gliedes 37 ein Impuls erzeugt,
mittels welchem die dritten UND-Glieder 26.0, 26.1...26.n freigegeben werden und der
dem Stockwerk E13 zugeordnete Rufspeicher 27.13 gesetzt wird (Zeitpunkt 111, Fig.
3). Ebenso wird durch die abfallenden Flanken der Ausgangssignale des ersten und zweiten
Verzögerungsgliedes 32 bzw. 33 am Ausgang des zweiten UND-Gliedes 38 ein weiterer
Impuls erzeugt, mittels welchem alle Tastenspeicher zurückgesetzt werden (Zeitpunkt
IV, Fig. 3). Mit der abfallenden Flanke des zweiten Verzögerungsgliedes 33 wird über
das erste NICHT-Glied 34 und das weitere UND-Glied 41 das Monoflop 31 freigegeben,
so dass ein weiterer Ruf eingegeben werden kann. (Zeitpunkt V, Fig. 3).
[0019] Uber den Multiplexer 28 können die Rufspeicher 27.0, 27.1...27.n abgetastet und gespeicherte
Rufe in das Mikrocomputersystem 5 des betreffenden Aufzuges übertragen werden. Hierbei
wird bei Vorhandensein mindestens eines Rufes der erste Eingang des Multiplexers 28
über das ODER-Glied 29 aktiviert und die zugeordnete Adresse als Adresse eines Stockwerkrufes
interpretiert. Die den übrigen Eingängen des Multiplexers 28 zugeordneten Adressen
werden als Adressen von Kabinenrufen interpretiert, wobei beispielsweise ein erster
Teil der Adresse das Zielstockwerk, und ein zweiter Teil der Adresse als Auswahlcode
des betreffenden Multiplexers dient und dasjenige Stockwerk bezeichnet, auf welchem
der Ruf für das Zielstockwerk eingegeben wurde.
[0020] Wie aus dem in der Beschreibung zur Fig. 1 erwähnten EP-B-0 062 141 bekannt, erfolgt
die Übertragung der Rufe in das Mikrocomputersystem 5 in der Weise, dass der Mikroprozessor
CPU durch ein Freigabesignal CIEN seine Bereitschaft zur Annahme von Unterbrechungsanforderungen
C I N T signalisiert. Durch das Freigabesignal wird der DMA-Baustein aktiviert und
übernimmt die Kontrolle über den Adressenbus AB und den seriellen Ein-Ausgabebus CRU.
Mittels der nun vom DMA-Baustein erzeugten Adressen werden die Rufspeicher 27.0, 27.1...27.n
der Rufregistriereinrichtungen 9 und ein Schreib-Lesespeicher Flag-RAM der Vergleichseinrichtung
10 abgefragt. In der Vergleichs einrichtung 10 wird der Inhalt der Rufspeicher 27.0,
27.1...27.n und der zugeordneten Speicherplätze des Schreib-Lesespeichers Flag-RAM
miteinander verglichen. Bei Ungleichheit wird die DMA-Operation beendet und eine Unterbrechungsanforderung
CINTerzeugt. Der Mikroprozessor CPU führt nun ein Interruptprogramm durch, wobei der
das. auf dem Dateneingabeleiter CRUIN befindliche Datenbit liest und unter der auf
dem Adressenbus AB befindlichen Adresse in den Stockwerkrufspeicher RAM1 oder in den
Kabinenrufspeicher RAM2 und über einen Datenleiter D
o des Datenbusses DB in den Schreib-Lesespeicher Flag-RAM einschreibt.
[0021] Der Kabinenrufspeicher RAM2 besteht gemäss Fig. 4 aus einem ersten Speicher RAM2',
welcher der Anzahl der Stockwerke entsprechende Speicherplätze aufweist, und in dem
bereits zugeteilte Rufe gespeichert sind. Mit RAM2.0, RAM2.1...RAM2.n sind weitere,
den Stockwerken E0, E1...En zugeordnete Speicher bezeichnet, die ebenfalls der Anzahl
der Stockwerke entsprechende Speicherplätze aufweisen. In die weiteren Speicher RAM2.0,
RAM2.1 ...RAM2.n werden mittels des im vorstehenden Abschnitt beschriebenen Verfahrens
lediglich die an den betreffenden Stockwerken eingegebenen Rufe übertragen, die noch
keiner bestimmten Kabine zugeteilt sind. Der erste Speicher RAM2', die weiteren Speicher
RAM2.0, RAM2.1 ...RAM2.n der Stockwerkrufspeicher RAM1 und der Zuteilungsspeicher
RAM5 sind über eine durch UND-Glieder 50 und 51 versinnbildlichte Koinzidenzschaltung
miteinander verknüpft. Die vom Mikroprozessor CPU aufgrund eines Programmes bei jeder
Stellung des zweiten Abtasters R2 gebildete Koinzidenzschaltung bewirkt, dass bei
Koinzidenz einer in nachstehend beschriebener Weise ermittelten Zuteilungsanweisung
und eines Stockwerkrufes beim gleichen Stockwerk, die im zugeordneten weiteren Speicher
gespeicherten Rufe in den ersten Speicher RAM2' übertragen werden, womit sie zugeteilt
und für die Abtastung durch den Selektor R3 freigegeben sind. Gemäss gewähltem Beispiel
ist in der Fig. 4 lediglich der Zuteilungsspeicher RAM5 für die AUF-Fahrtrichtung
dargestellt.
[0022] In der Fig. 5 sind mit RAM4', RAM4" und RAM4" Kostenanteilspeicher bezeichnet, in
welchen wie nachstehend näher erläutert Bedienungskostenanteile K
l, K
A und K, ' gespeichert sind. Die Kostenanteilspeicher RAM4', RAM4", RAM4"' , der Kostenspeicher
RAM4, der Stockwerkrufspeicher RAM1 und der Kabinenrufspeicher RAM2 werden bei jeder
Stellung des ersten Abtasters R1 miteinander verknüpft. Die für nachstehend näher
beschriebene Operationen benötigte Verknüpfung wird vom Mikroprozessor CPU aufgrund
eines Programmes durchgeführt. Gemäss gewähltem Beispiel sind in der Fig. 5 lediglich
der Kostenspeicher RAM4 und die Kostenanteilspeicher RAM4', RAM4" und RAM" für die
AUF-Fahrtrichtung dargestellt.
[0023] Die Zuteilung eines Stockwerkrufes und der auf einem Stockwerk eingegebenen Rufe
für gewünschte Zielstockwerke erfolgt in ähnlicher Weise wie bei dem im Stand der
Technik gewürdigten EP-B-0 032 213 und wird im folgenden an Hand der Fig. 4, 5 und
6 näher erläutert:
[0024] Bei Eingabe eines Rufes beginnen die ersten Abtaster R1 der Aufzüge a, b, c mit einem
Umlauf, im folgenden Kostenberechnungszyklus KBZ genannt, ausgehend von der Selektorstellung
in Fahrtrichtung der betreffenden Kabine (Zeitpunkt I, Fig. 6). Während des Kostenberechnungszyklusses
KBZ werden bei jeder Abtasterstellung vom Mikrocomputersystem 5 Bedienungskosten K
nach der Gleichung

errechnet, wobei
tv die Verzögerungszeit bei einem Zwischenhalt,
PM die Momentanlast im Zeitpunkt der Berechnung,
RE die Anzahl zugeteilter Stockwerkrufe zwischen Selektor-und Abtasterstellung,
Rc die Anzahl Kabinenrufe zwischen Selektor-und Abtasterstellung,
k1 eine in Abhängigkeit von den Verkehrsverhältnissen ermittelte voraussichtliche Anzahl
zusteigende Personen pro Stockwerkruf,
k2 eine in Abhängigkeit von den Verkehrsverhältnissen ermittelte voraussichtliche Anzahl
aussteigende Personen pro Kabinenruf,
m die Anzahl Stockwerkdistanzen zwischen Selektorund Abtasterstellung,
tm die mittlere Fahrzeit pro Stockwerkdistanz,
REc die Anzahl Koinzidenzen von Kabinenrufen und zugeteilten Stockwerkrufen zwischen
Selektor-und Abtasterstellung,
Z einen vom Betriebszustand der Kabine abhängigen Zuschlag, tv(PM+k1·RE-k2·Rc) innere Bedienungskosten Kl und k1[m·tm+tv(RE+Rc -REc+Z)] äussere Bedienungskosten KAbedeuten.
[0025] Die nach vorstehender Gleichung ermittetten Bedienungskosten K, K
i, K
A werden im Kostenspeicher RAM4 bzw. in den Kostenanteilspeichem RAM4', RAM4" gespeichert.
Ist im Zeitpunkt der Berechnung an der betreffenden Abtasterstellung ein Kabinenruf
R
C vorhanden, so werden die zu speichernden Bedienungskosten K reduziert, indem die
inneren Bedienungskosten K
t gleich Null gesetzt werden. Durch Bildung einer neuen Adresse wird der Abtaster R1
auf das nächste Stockwerk geschaltet und eine neue Berechnung durchgeführt.
[0026] Treffen die Abtaster R1 während des Kostenberechnungszyklusses KBZ gemäss Beispiel
(Fig. 5) bei Stockwerk E10 auf einen noch nicht zugeteilten Stockwerkruf und ist im
zugeordneten weiteren Speicher RAM2.10 beispielsweise für Stockwerk E14 ein Ruf gespeichert,
so werden die durch diesen Ruf verursachten zusätzlichen inneren Bedienungskosten
K', bei Berechnung der Abtasterstellung E10 gemäss den Gleichungen


mit in Rechnung gestellt, wobei
P'M die erwartete, sich aus der Beziehung tv·P'M = K(ergebende Last bei Erreichen des zugeteilten Stockwerkrufes,
R'E die Anzahl zugeteilter Stockwerkrufe zwischen Zusteige-und Zielstockwerk des noch
nicht zugeteilten Rufes und
R'c die Anzahl Kabinenrufe zwischen Zusteige-und Zielstockwerk des noch nicht zugeteilten
Rufes bedeuten, und wobei die gemäss Gleichung Gl.3 ermittelten zusätzlichen inneren
Bedienungskosten K'I im Kostenanteilspeicher RAM4" gespeichert werden.
[0027] Da beispielsgemäss angenommen wird, dass die Abtastung mittels der Abtaster R1 in
Aufwärtsrichtung erfolgt und bei Erreichen der Abtasterstellung E10 festgestellt wird,
dass es sich bei dem noch nicht zugeteilten Stockwerkruf im Hinblick auf die Lage
des im weiteren Speicher RAM2.10 für das Stockwerk E14 gespeicherten Rufes um einen
Aufwärtsruf handelt, werden die Bedienungskosten K im der AUF-Fahrtrichtung zugeordneten
Kostenspeicher RAM4 gespeichert.
[0028] Ist zum Beispiel für Stockwerk E10 gleichzeitig ein dem Aufzug a bereits zugeteilter
Kabinenruf gespeichert, so werden die inneren Bedienungskosten K, für Stockwerk E10
bei der Addition gemäss vorstehender Gleichung Gl.2 nicht berücksichtigt. Durch die
derart reduzierten Bedienungskosten K wird die Zuteilung des Stockwerkrufes E10 an
den Aufzug a wahrscheinlicher, so dass das angestrebte Ziel, durch Ein-und Aussteiger
beim gleichen Halt Wartezeiten zu sparen, eher erreicht werden kann.
[0029] Ist weiterhin beispielsgemäss für Stockwerk 14 gleichzeitig ein dem Aufzug a bereits
zugeteilter Stockwerk-oder Kabinenruf gespeichert (Fig. 5), so werden bei Berechnung
dieser Abtasterstellung gemäss vorstehender Gleichung GL2 die durch den im weiteren
Speicher RAM2.10 für Stockwerk E14 gespeicherten Ruf verursachten zusätzlichen inneren
Bedienungskosten K', nicht in Rechnung gestellt.
[0030] Nach Beendigung des Kostenberechnungszyklusses KBZ (Zeitpunkt 11, Fig. 6) beginnen
die zweiten Abtaster R2 bei allen Aufzügen a, b, c gleichzeitig einen Umlauf, im folgenden
Kostenvergleichszyklus KVZ genannt, ausgehend vom Stockwerk EO (Zeitpunkt 111, Fig.
6). Der Start der Kostenvergleichszyklen KVZ erfolgt beispielsweise fünf-bis zehnmal
pro Sekunde. Bei jeder Abtasterstellung werden die in den Kostenspeichern RAM4 der
Aufzüge a, b, c enthaltenen Bedienungskosten K der Kostenvergleichseinrich tung 12
zugeleitet und miteinander verglichen, wobei jeweils im Zuteilungsspeicher RAM5 des
Aufzuges a, b, c mit den geringsten Bedienungskosten K eine Zuteilungsanweisung in
Form einer logischen "1 speicherbar ist, die dasjenige Stockwerk bezeichnet, dem der
betreffende Aufzug a, b, c zeitlich optimal zugeordnet ist. Beispielsweise möge aufgrund
des Vergleiches in der Abtasterstellung E9 eine Neuzuteilung durch Löschung einer
Zuteilungsanweisung bei Aufzug b und Einschreibung einer solchen bei Aufzug a erfolgen
(Fig. 4). Durch die Neuzuteilung bei Abtasterstellung E9 wird bei den Aufzügen a und
b je ein neuer Kostenberechnungszyklus KBZ gestartet und der Kostenvergleichszyklus
KVZ unterbrochen, da der erstere Priorität hat.
[0031] Gemäss Beispiel (Fig. 4) ist im Stockwerkrufspeicher RAM1 für Stockwerk E9 ein Ruf
gespeichert, so dass durch Aktivierung der UND-Glieder 51 der Koinzidenzschaltung
die im zugeordneten weiteren Speicher RAM2.9 beispielsweise für die Stockwerke E11
und E13 gespeicherten Rufe in den ersten Speicher RAM2' des Kabinenrufspeichers RAM2
übertragen werden, und damit ebenfalls dem Aufzug a zugeteilt sind. Während des neuen
Kostenberechnungszyklusses KBZ werden nun diese Rufe als Kabinenrufe R
c bzw. Stockwerkruf R
E in Gleichung Gl.1 berücksichtigt. Bei Weiterschalten des Selektors R3 und Erreichen
der Abtasterstellung E9 wird festgestellt, dass die Zuteilungsanweisung im der AUF-Fahrtrichtung
zugeordneten Zuteilungsspeicher RAM5 gespeichert ist, so dass die Rufe für die Stockwerke
E9, E11 und E13 von dem gemäss Beispiel in Aufwärtsfahrt begriffenen Aufzug a bedient
werden müssen. Nach dem Weiterschalten des Selektors R3 auf Abtasterstellung E9 wird,
wie aus dem in der Beschreibung zur Fig. 1 gegebenen Hinweis auf die Antriebssteuerung
ersichtlich, die Verzögerungsphase eingeleitet und die Kabine 4 des Aufzuges a auf
dem Stockwerk E9 zum Halten gebracht. Werden während der Verzögerungsphase auf dem
Stockwerk E9 weitere Rufe für in der Weiterfahrtrichtung der Kabine 4 liegende Zielstockwerke
eingegeben, so veranlasst der Mikroprozessor CPU des Aufzuges a nach der Einschreibung
dieser Rufe in den weiteren Speicher RAM2.9 deren sofortige Übertragung in den ersten
Speicher RAM2', womit sie ohne die vorstehend beschriebene Zuteilungsprozedur dem
Aufzug a zugeteilt sind.
[0032] Während der Kostenberechnungszyklus KBZ von Aufzug b in Fortsetzung des Beispiels
gemäss Fig. 6 unterbrechungslos abläuft, möge derjenige des Aufzuges a zwischen den
Zeitpunkten IV und V wegen eines Antriebsregelungsvorganges aussetzen. Anschliessend
wird der Kostenvergleich ab Abtasterstellung E10 fortgesetzt, um bei Abtasterstellung
E7 (abwärts) durch Eintreten eines Ereignisses bei Aufzug c, beispielsweise Änderung
der Selektorstellung, wieder unterbrochen zu werden (Zeitpunkt VI). Nach Beendigung
des dadurch ausgelösten Kostenberechnungszyklusses KBZ bei Aufzug c (Zeitpunkt VII)
erfolgt Fortsetzung des Kostenvergleichszyklusses KVZ und dessen Beendigung bei Abtasterstellung
E1 (abwärts). Zwischen den Zeitpunkten VIII und IX läuft ein weiterer Kostenberechnungszyklus
KBZ für Aufzug a ab, worauf zum Zeitpunkt X der nächste Kostenvergleichszyklus KVZ
gestartet wird.
[0033] Bei Ankunft einer für ein oder mehrere Zielstockwerke bestimmten Kabine auf einem
Stockwerk, wird, wie auch aus dem beschriebenen Stand der Technik bekannt, den auf
diesem Stockwerk wartenden Fahrgästen durch eine geeignete, nicht weiter dargestellte
Anzeigevorrichtung bekannt gegeben, ob mit der ankommenden Kabine das gewünschte Fahrziel
erreicht werden kann.
1. Gruppensteuerung für Aufzüge, mit auf den Stockwerken angeordneten Rufregistriereinrichtungen
(9), mit in den Kabinen der Aufzugsgruppe vorgesehenen Lastmesseinrichtungen (7),
mit jedem Aufzug der Gruppe zugeordneten, jeweils das Stockwerk eines möglichen Anhaltens
anzeigenden Selektoren (R3), mit einer für jedes Stockwerk mindestens eine Stellung
aufweisenden Abtasteinrichtung (R1, R2) und mit einer Steuerungseinrichtung, mittels
welcher die auf den Stockwerken eingegebenen Rufe den Kabinen der Aufzugsgruppe zugeteilt
werden, wobei die Steuerungseinrichtung je Aufzug eine Recheneinrichtung (CPU), einen
Stockwerkrufspeicher (RAM1) und einen Kabinenrufspeicher (RAM2) aufweist, und wobei
die Recheneinrichtung (CPU) bei jeder Stellung eines ersten Abtasters (R1) der Abtasteinrichtung
(R1. R2) den Wartezeiten von Fahrgästen entsprechende Bedienungskosten (K) nach der
Gleichung
K = tv(PM+k1·RE-k2·Rc)+ki[m·tm+tv(RE+RC-REC+Z)] errechnet, wobei
tv die Verzögerungszeit bei einem Zwischenhalt,
PM die Momentanlast im Zeitpunkt der Berechnung,
RE die Anzahl zugeteilter Stockwerkrufe zwischen Selektor und Abtasterstellung,
Rc die Anzahl Kabinenrufe zwischen Selektor-und Abtasterstellung,
k, eine in Abhängigkeit von den Verkehrsverhältnissen ermittelte voraussichtliche
Anzahl zusteigende Personen pro Stockwerkruf,
k2 eine in Abhängigkeit von den Verkehrsverhältnissen ermittelte voraussichtliche Anzahl
aussteigende
Personen pro Kabinenruf,
m die Anzahl Stockwerkdistanzen zwischen Selektor-und Abtasterstellung,
tm die mittlere Fahrzeit pro Stockwerkdistanz,
REC die Anzahl Koinzidenzen von Kabinenrufen und zugeteilten Stockwerkrufen zwischen
Selektorund Abtasterstellung,
Z einen vom Betriebszustand der Kabine abhängigen Zuschlag,
tv(PM+k1·RE-k2·RC) innere Bedienungskosten K) und k1[m·tm+tv(RE+RC -REC+Z)] äussere Bedienungskosten KAbedeuten,
und dass ein die Bedienungskosten (K) speichernder Kostenspeicher (RAM4), je ein die
inneren bzw. die äusseren Bedienungskosten (Kl, KA) speichernder Kostenanteilspeicher (RAM4', RAM4") eine die Kabine mit den kleinsten
Bedienungskosten (K) bei jeder Stellung eines zweiten Abtasters (R2) der Abtasteinrichtung
(R1, R2) ermittelnde Kostenvergleichseinrichtung (12) und ein Zuteilungsspeicher (RAM5)
vorgesehen sind, wobei in den Zuteilungsspeicher (RAM5) der die kleinsten Bedienungskosten
(K) aufweisenden Kabine eine Zuteilungsanweisung.für einen Stockwerkruf der betreffenden
Abtasterstellung einschreibbar ist,
dadurch gekennzeichnet
-dass die Rufregistriereinrichtung (9) Rufknöpfe in Form einer 10er-Tastatur (20)
und eine der Anzahl Stockwerke entsprechende Anzahl Rufspeicher (27.0, 27.1...27.n)
aufweist, wobei mittels der Rufknöpfe wie an sich bekannt Rufe für gewünschte Zielstockwerke
eingegeben werden können, -dass die Rufspeicher (27.0, 27.1 ...27.n) mit dem Stockwerkrufspeicher
(RAM1) und dem Kabinenrufspeicher (RAM2) verbunden sind, wobei bei Vorhandensein mindestens
eines von einer Rufregistriereinrichtung (9) registrierten Rufes im Stockwerkrufspeicher
(RAM1) ein Ruf für das durch die betreffende Rufregistriereinrichtung (9) gekennzeichnete
Stockwerk gespeichert wird, -dass der Kabinenrufspeicher (RAM2) eines Aufzuges aus
einem ersten, bereits zugeteilte Kabinenrufe (Rc) enthaltenden Speicher (RAM2') und den Stockwerken zugeordneten weiteren Speichern
(RAM2.0, RAM2.1...RAM2.n) besteht, wobei in den weiteren Speichern die auf den betreffenden
Stockwerken für gewünschte Zieistockwerke eingegebenen, noch nicht einer Kabine zugeteilten
Rufe gespeichert sind, die bei Berechnung der Bedienungskosten (K) der dem betreffenden
Stockwerk zugeordneten Abtasterstellung mit berücksichtigt werden, und
- dass der erste Speicher (RAM2'), die weiteren Speicher (RAM2.0, RAM2.1...RAM2.n),
der Stockwerkrufspeicher (RAM1) und der Zuteilungsspeicher (RAM5) mittels einer Koinzidenzschaltung
(50, 51) derart miteinander verknüpft sind, dass bei Zuteilung eines Stockwerkrufes
die im zugeordneten weiteren Speicher (RAM2.0, RAM2.1...RAM2.n) gespeicherten Rufe
in den ersten Speicher (RAM2') übertragen werden.
2. Gruppensteuerung nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass bei Vorhandensein
eines noch nicht zugeteilten Stockwerkrufes die Bedienungskosten (K) der betreffenden
Abtasterstellung nach den Gleichungen
K'i = tv(P'M+k1·R'E-k2·R'c) berechnet werden, wobei
P'M die erwartete, sich aus der Beziehung tv·P'M =Klergebende Last bei Erreichen des zugeteilten Stockwerkrufes,
K'I die durch die im zugeordneten weiteren Speicher (RAM2.0, RAM2.1...RAM2.n) gespeicherten
Rufe verursachten zusätzlichen inneren Bedienungskosten,
R'E die Anzahl zugeteilter Stockwerkrufe zwischen Zusteige-und Zielstockwerk eines noch
nicht zugeteilten Rufes und
R'cdie Anzahl Kabinenrufe zwischen Zusteige-und Zielstockwerk des noch nicht zugeteilten
Rufes bedeuten.
3. Gruppensteuerung nach Patentanspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein weiterer Kostenanteilspeicher (RAM4" ) vorgesehen ist, in welchem die zusätzlichen
inneren Bedienungskosten (K'I) gespeichert sind, und dass der weitere Kostenanteilspeicher (RAM4"'), die die inneren
und äusseren Bedienungskosten (K, KA) speichernden Kostenanteilspeicher (RAM4', RAM4"), der Kostenspeicher (RAM4), der
Stockwerkrufspeicher (RAM1) und der Kabinenrufspeicher (RAM2) derart miteinander verknüpfbar
sind, dass bei Vorhandensein eines zugeteilten Stockwerk-oder Kabinenrufes und eines
noch nicht zugeteilten Kabinenrufes bei der gleichen Abtasterstellung, die im Kostenspeicher
(RAM4) zu speichernden Bedienungskosten (K) nicht um die zusätzlichen inneren Bedienungskosten
(K',) erhöht werden.
4. Gruppensteuerung nach Patentanspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
-dass die Tasten der Ziffern 1...9 und 0 der 10er-Tastatur (20) mit Tastenspeichern
(23.1...23.9, 23.0) für die Speicherung einer zuerst eingegebenen Ziffer, und mit
Tastenspeichern (24.1...24.9, 24.0) für die Speicherung einer zweiten eingegebenen
Ziffer verbunden sind,
-dass die Ausgänge (Q) aller Tastenspeicher mit Eingängen einer kombinatorischen Logik
(25) verbunden sind, deren Ausgänge über UND-Glieder (26.0, 26.1... 26.n) mit Eingängen
(S) der Rufspeicher (27.0, 27.1...27.n) in Verbindung stehen, und
-dass eine Zeitbegrenzungsschaltung (30) vorgesehen ist, die eingangsseitig mit den
Tasten der Ziffern 1...9 und 0 und ausgangsseitig mit den Reset-Anschlüssen (R) aller
Tastenspeicher sowie über die UND-Glieder (26.0, 26.1...26.n) mit den Eingängen (S)
der Rufspeicher (27.0, 27.1...27.n) verbunden ist, -wobei durch Eingabe einer Ziffer
die Zeitbegrenzungsschaitung (30) während einer bestimmten, für die Eingabe einer
zweiten Ziffer vorgesehenen Zeit aktiviert wird, und nach Ablauf dieser Zeit der der
ersten Ziffer oder gegebenenfalls der der ersten und zweiten Ziffer zugeordnete Rufspeicher
(27.0, 27.1...27.n) gesetzt wird und alle Tastenspeicher zurückgesetzt werden.
5. Gruppensteuerung nach Patentanspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass die bestimmte, für die Eingabe einer zweiten Ziffer vorgesehene Zeit, eine Sekunde
beträgt.
6. Gruppensteuerung nach Patentanspruch 4,
dadurch gekennzeichnet ,
-dass die Zeitbegrenzungsschaltung (30) aus einem Monoflop (31), einem ersten und
zweiten Verzögerungsglied (32, 33), einem ersten, zweiten und dritten NICHT-Glied
(34, 35, 36) und einem ersten und zweiten je zwei Eingänge aufweisenden UND-Glied
(37, 38) besteht,
-dass der Eingang (e) des Monoflops (31) über ein zwei Eingänge aufweisendes weiteres
UND-Glied (41), ein weiteres Verzögerungsglied (40) und ein ODER-Glied (39) mit den
Tasten der Ziffern 1...9 und 0 verbunden ist,
-dass der Ausgang (a) des Monoflops (31) am Eingang des ersten Verzögerungsgliedes
(32) und über das zweite NICHT-Glied (35) an einem Eingang des ersten UND-Gliedes
(37) angeschlossen ist, dessen zweiter Eingang mit dem Ausgang des ersten Verzögerungsgliedes
(32) und dessen Ausgang mit Eingängen der den Rufspeichern (27.0, 27.1...27.n) vorgeschalteten
UND-Glieder (26.0, 26.1...26.n) in Verbindung steht,
-dass der Ausgang des ersten Verzögerungsgliedes (32) mit dem Eingang des zweiten
Verzögerungsgliedes (33) und über das dritte NICHT-Glied (36) mit einem Eingang des
zweiten UND-Gliedes (38) verbunden ist, dessen zweiter Eingang am Ausgang des zweiten
Verzögerungsgliedes (33) und dessen Ausgang an den Reset-Anschlüssen (R) aller Tastenspeicher
angeschlossen ist, und
-dass der Ausgang des zweiten Verzögerungsgliedes (33) über das erste NICHT-Glied
(34) mit einem Eingang des weiteren UND-Gliedes (41) verbunden ist.
7. Gruppensteuerung nach Patentanspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Ausgänge (Q) der Rufspeicher (27.0, 27.1... 27.n) an den Dateneingängen eines
Multiplexers (28) und den Eingängen eines ODER-Gliedes (29) angeschlossen sind, dessen
Ausgang mit dem ersten Dateneingang des Multiplexers (28) in Verbindung steht, und
dass die Adresseneingänge des Multiplexers (28) mit einem Adressenbus (AB) der Steuerungseinrichtung
verbunden sind, wobei die dem ersten Dateneingang zugeordnete Adresse von der Steuerungseinrichtung
als Adresse eines Stockwerkrufes und die den übrigen Dateneingängen zugeordneten Adressen
als Adressen von Kabinenrufen interpretiert werden.