(19)
(11) EP 0 246 454 A2

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
25.11.1987  Patentblatt  1987/48

(21) Anmeldenummer: 87105705.5

(22) Anmeldetag:  16.04.1987
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)4B05B 7/14, B05B 12/00, B05B 12/08, G05D 11/13, G01N 21/53
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT CH DE FR GB LI NL SE

(30) Priorität: 22.05.1986 DE 3617232

(71) Anmelder: Palas GmbH Partikel-und Lasermesstechnik
D-76131 Karlsruhe (DE)

(72) Erfinder:
  • Mölter, Leander, Dipl.-Ing.
    D-7513 Stutensee (Staffort) (DE)
  • Mölter, Wolfgang, Dipl.-Phys.
    D-7500 Karlsruhe 1 (DE)
  • Munzinger, Friedrich
    D-7500 Karlsruhe 1 (DE)

(74) Vertreter: Dipl.-Ing. Heiner Lichti Dipl.-Phys. Dr.rer.nat. Jost Lempert Dipl.-Ing. Hartmut Lasch 
Postfach 41 07 60
76207 Karlsruhe
76207 Karlsruhe (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Vorrichtung zur Erzeugung eines Feststoffaerosols


    (57) Bei einer Vorrichtung zur Erzeugung eines Feststoffaerosols aus einem Haufwerk, mit einem Feststoffbehälter, einem Vorschubkol­ben, einer umlaufenden Bürste, einem Lufteinlaß und einem Aus­laßkanal, wird zur Verbesserung der Konstanz der Teilchendichte des Aerosols vorgeschlagen, daß eine mit dem Antrieb des Vor­schubkolbens (4) verbundenen Regeleinrichtung mit einer im Aus­laßweg des Feststoffaerosols angeordneten Lichtdetektoreinrich­tung (41) vorgesehen ist. Weiter kann vorgesehen sein, daß der durch den Vorschubkolben gefährdeten Feststoff aufnehmende Aus­laßkanal über seine Länge hin bei vergrößernder Tiefe sicht nicht vergrößernden Querschnitt aufweist.




    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Erzeugung eines Fest­stoffaerosols aus einem Haufwerk, mit einem Feststoffbehälter, einem Vorschubkolben, einer umlaufenden Bürste, einem Lufteinlaß und einem Auslaßkanal.

    [0002] Eine derartige Vorrichtung ist aus der DE-OS 25 33 554 bekannt. In den zylindrischen Feststoffbehälter eingefüllter, feinkörni­ger und verdichteter Feststoff, wird mit Hilfe eines Kolbens einem rotierenden Element in Form einer Bürste zugeführt. Die Bürste trennt den Feststoff schichtweise ab. Der erforderliche Luftstrom wird über Lufteinlässe zunächst in die Nähe der Dreh­ achse der Bürste und dann zum Umfang der Bürste in den Bereich geführt, in dem der Feststoff durch die Bürste vom Haufwerk ab­gelöst wird. In diesem Bereich befindet sich ein Aerosolauslaß­stutzen, durch den Luft und Feststoff nach außen geleitet wird. In diesem Bereich befindet sich ein Aerosolauslaßstutzen, durch den Luft und Feststoff nach außen geleitet wird. Die bekannte Vorrichtung weist eine Reihe von Nachteilen auf, so ist der Quer­schnitt des Auslaßstutzens fest vorgegeben und erweitert sich im übrigen zumindestens in Teilbereichen seiner Länge, wodurch es zu Ansatzbildungen im Auslaufkanal durch Anhaften bereits dosierter und von der Luft mitgenommener Feststoffteilchen kom­men kann, was schließlich über periodisches Anwachsen und Ab­lösen von Feststoffteilchen zu Durchsatzschwankungen führt. Da­rüberhinauas ist die bekannte Vorrichtung nicht druckfest; wenn im Auslaßbereich ein Gegendruck herrscht, führt dies dazu, daß Luft und Feststoffteilchen teilweise über die Achslager der Bürste zurückschlagen, dort zu Ablagerungen führen oder austre­ten, so daß auch hierdurch insgesamt die Ergebnisse der Messun­gen verfälscht werden. Darüberhinaus ist die bekannte Vorrich­tung insbesondere im Auslaßbereich, in dem, wie gesagt, Abla­gerungen stattfinden können, schlecht zu reinigen.

    [0003] Beim Einfüllen der Feststoffpartikel in Form eines Hautwerks in den Feststoffbehälter ergibt sich aufgrund des chargenweise Einfüllens von Stoffen eine Schütt- oder Stopfdichtenschwankung der Feststoffteilchen. Diese zeigt sich im erzeugten Feststoff­aerosol als eine Aerosoldichteschwankung.

    [0004] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, unter Vermeidung der vorgenannten Nachteile, eine Vorrichtung der eingangs ge­nannten Art dahingehend weiterzubilden, daß ein zuverlässiger, konstanter Durchsatz ohne Dichteschwankungen im Aerosol erreicht wird.

    [0005] Erfindungsgemäß wird die genannte Aufgabe bei einer Vorrichtung der gattungsgemäßen Art dadurch gelöst, daß eine mit dem Antrieb Vorschubkolbens verbundenen Regeleinrichtung mit einer im Aus­laßweg des Feststoffaerosols angeordneten Lichtdetektoreinrich­tung vorgesehen ist. Hierdurch erreicht die erfindungsgemäße Vorrichtung eine ausgezeichnete Konstanz der Dichte.

    [0006] Da die Empfindlichkeit der Lichtdetektormeßeinrichtung und der Regelung bei maximalen Intensitätsänderungen, die bei vorgege­ner Aerosoldichte bei maximaler vom Fotodetektor aufgenommene Intensität gegeben sind, und die Intensität in Abhängigkeit von Teilchengrößen und Teilchenart veränderlich ist, sieht eine be­vorzugte Ausgestaltung der Erfindung vor, daß die Lichtdetektor­anordnung einen Lichtsender und einen Lichtempfänger aufweist, die relativ zueinander um die Achse des Feststoffaerosolstrahls verschwenkbar sind. In konstruktiv einfacher Weise, kann die Schwenkbeweglichkeit von Lichtsender und Lichtempfäng3er dadurch erreicht werden, daß Lichtsender und -empfänger jeweils in ge­lenkig miteinander verbundenen Rohrteilen angeordnet sind, wo­bei insbesondere vorgesehen ist, daß die Rohrteile über ringar­tig ausgebildete, einen Durchlaß für das Feststoffaerosol frei­lassende Führungen miteinander gelenkig verbunden sind.

    [0007] In weiterer Ausgestaltung kann zur weiteren Verdünnung vorge­sehen sein, daß im Aerosolstrahl eine Injektoreinrichtung ange­ordnet ist, wobei die Injektoreinrichtung vorzugsweise hinter der Fotoempfängereinrichtung angeordnet ist, damit letztere noch mit relativ dichtem Aerosolstrom arbeitet, indem die absoluten Dichtschwankungen größer als im endverdünnten Aerosolstrom sind. Eine bevorzugte Ausgestaltung sieht vor, daß der Auslaßkanal über seine Länge hin sich bei vergrößernder Tiefe nicht vergrös­serndem Querschnitt aufweist. durch zumindestens über Teilbe­reiche hin ansteigenden Querschnitt bei der bekannten Vorrich­tung, kommt es so zu Strömungsreduzierungen und damit den ge­nannten Ablagerungen, während durch die erfindungsgemäße Aus­gestaltung zuverlässig eine Strömungsreduzierung im Auslaßkanal vermieden wird, wobei gemäß einer ersten bevorzugten Ausgestal­tung vorgesehen sein kann, daß der Querschnitt des Auslaßkanals sich über dessen Länge hin verkleinert. In diesem Falle kommt es zu einer Erhöhung der Strömungsgeschwindigkeit. Sollte die Strömungsgeschwindigkeit über den gesamten Auslaßkanal hin kon­stant sein, so sieht eine weitere äußerst bevorzugte Ausgestal­tung vor, daß der Querschnitt des Auslaßkanals über dessen ge­samte Länge hin konstant bleibt. Wesentlich ist dabei, daß die Querschnittsform nicht über die gesamte Länge des Auslaßkanals gleichbleibt, sondern sich von einem relativ flachen Bereich dort, wo der Feststoff aufgenommen wird, zu einer Auslaßöffnung des Kanals verändert, bei der Breite und Tiefe im wesentlichen übereinstimmen. Es has sich herausgestallt, daß Breite und Tiefe des Auslaßkanals sich in der Regel nicht linear über die Länge hin ändern können, da dann im Regelfalle die Querschnittsfläche über die Länge hin nicht konstant bleibt, sondern in einem mitt­leren Bereich ein Maximum aufweist, sich also über einen Teilbe­reich vergrößert, was zu den zu vermeidenden Geschwindigkeits­reduzierungen und damit Ablagerungen führen würde. Die erfin­dungsgemäße Aufgabe zur Vermeidung von Feststoffablagerungen, wird insbesondere weiterhin dadurch unterstützt, daß die Begren­zungswandungen des Auslaßkanals ohne Kanten verlaufen und daß Übergänge zwischen Tiefe und Breite des Auslaßkanals begrenzen­den Begrenzungswänden zumindestens abgerundet sind. Insbesondere ist der Querschnitt im Auslaßbereich derart,daß die untere Hälfte der Auslaßöffnung einen Halbkreis bildet,dessen Radius die Hälfte der Höhe der Auslaßöffnung beträgt.

    [0008] In fertigungstechnischer und praktischer Hinsicht hat es sich als vorteilhaft herausgestellt, wenn der Auslaßkanal mit Abstand zur Öffnung des Feststoffbehälters zum Bürstenraum angeordnet ist, wobei der Auslaßkanal insbesondere diametral der Öffnung des Feststoffbehälters zum Bürstenraum hin gegenüberliegt. In diesen Fällen, kann nämlich weiterhin vorgesehen sein, daß der Auslaßkanal in einem von einem Gehäuse der Bürste separaten, abnehmbaren Teil ausgebildet ist. Hierdurch können einerseits die Auslaßkanäle durch Auswechseln des abnehmbaren Teils, daß in Form eines Deckels ausgebildet ist, leicht abgenommen und dann leicht gereinigt werden. Darüberhinaus können sie leicht ausgetauscht werden,wodurch einerseits jeweils in bequemer Weise an das jeweilige Problem angepaßte Auslaßkanäle, beispielsweise an verschiedene Innendurchmesser von Feststoffbehältern ange­paßte Auslaßkanäle eingesetzt werden können und insgesamt grös­sere Arbeitsbereiche,hinsichtlich durchsatz, Massenkonzentration und Volumenstrom überdeckt werden können.

    [0009] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung ist vorgesehen, daß Motor und Antrieb der Bürste luftdicht verkapselt sind. Durch diese Ausgestaltung wird erreicht, daß die erfindungsgemäße Vor­richtung druckfest ist und auch Aerosole gegen Gegendruck aus­geblasen werden können. Um beispielsweise ohne größere Probleme an schlecht zugänglichen Stellen Messungen durchführen zu können, ist in weiterer Ausgestaltung vorgesehen, daß sie eine lösbare und entfernbare Bedienungseinheit aufweist.Die Borsten der Bürste können aus Draht oder geeigneten Kunststoffen bestehen.

    [0010] Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den Ansprüchen und aus der nachfolgenden Beschreibung, in der Ausführungsbeispiele der erfindungsgemäßen Vorrichtung unter Bezugnahme auf die Zeichnung im einzelnen erläutert sind. Da­bei zeigt:

    Fig. 1 eine schematische Darstellung mit Anordnung von Fotodetektor und Injektoreinrichtung ;

    Fig. 2 eine schematische Darstellung des konstruktiven Aufbaus der Fotoempfängeranordnung;

    Fig. 3 einen schematischen Schnitt durch eine erfindungs­gemäße Vorrichtung I-I der Figur 4;

    Fig. 4 einen Detailschnitt wesentlicher Teile der erfin­dungsgemäßen Vorrichtung entsprechend II-II der Figur 3;

    Fig. 5 eine Frontdarstellung mit der Andeutung zweier Schnitte, eine Aufsicht und einen Längsschnitt durch einen Auslaßkanal der erfindungsgemäßen Vor­richtung; und

    Fig. 6 eine Aufsicht auf einen anderen Auslaßkanal.



    [0011] Die in der Figur 1 prinzipiell dargestellte erfindungsgemäße Vorrichtung 1 zum Erzeugen eines Feststoffaerosols aus einem Haufwerk weist einen Feststoffbehälter 2 auf, indem sich ge­stopfte Feststoffpartikel 3 befinden. Der Feststoffbehälter ist zylinderförmig ausgebildet. Im Feststoffbehälter 2 ist ein Vor­schubkolben 4 axial beweglich angeordnet, mit dem das Feststoff­haufwerk 3 langsam nach oben befördert werden kann. Am oberen Ende des Feststoffbehälters 2 befindet sich eine umlaufende Bürste 6, die auf ihren Umfang Borsten 7 aus Metall oder Kunststoff aufweist. Auf der der Öffnung 8 des Feststoffbehälters 2 zum Bürstenraum 9 in abgewandter Seite der Bürste 6 ist ein Luft­einlaß 11 sowie ein Auslaßkanal 12 für den Luftstrom und von diesem mitgenommene Feststoff ausgebildet (Figur 3).

    [0012] Der Kolben 4 im Feststoffbehälter 2 wird von einer Vorschubspindel 18 in einer Spindelführung 19 gegebenenfalls über ein Zwischen­element 20 bewegt. Der Feststoffbehälter 2 weist einen Kragen 14 auf, an dem er durch eine in das Gehäuse 15 eingeschobene Sicherungsplatte 16, die eine Handhabe 17 aufweist sicher auch bei Druckaufbau im Inneren der Vorrichtung gehalten wird. Dies ist wichtig für die Dosierkonstanz, da es andernfalls passieren könnte, daß der Behälter sich wenig absenkt, ohne daß der Be­ diener dies merkt, wodurch aber plötzlich mehr Feststoffteilchen abgezogen würden und Dosierschub bewirkt werden könnte, dessen Grund nicht ohne weiteres erkennbar ist. Dieser Nachteil wird durch die Sicherungsplatte sicher vermieden.

    [0013] Dem Gehäuse 15 des eigentlichen Partikelgenerators 1 ist unmit­telbar eine Fotoempfängeranordnung 41 nachgeorndet, die einen Regler zur Regelung der Spannung des Antriebs des Vorschubkol­bens 4 aufweist. Weiterhin ist der Fotoempfängeranordnung 41 beim dargestellten Ausführungsbeispiel eine Injektoreinrichtung 42 nachgeordnet, in der der durch den Partikelgenerator 1 er­zeugte Aerosolstrahl weiter in vorbestimmter Weise verdünnt wer­den kann.

    [0014] Die Fotoempfängeranordnung 41, weist zwei Rohrteile 43, 44 auf, die über ringartig ausgebildete Führungen 46 gelenkig miteinan­der verbunden sind. die ringartigen Führungen 46 umgeben einen Durchlaß 47 für den Aerosolstrahl, dessen Achse der Bewegungs­richtung mit 48 bezeichnet ist. In den beiden Rohrteilen 43, 44 sind jeweils ein Lichtsender 49 und ein Fotoempfänger 51 an­geordnet. Die in der Figur 6 dargestellte Relativschwenkstellung mit einen Relativwinkel von 90 Grad zwischen den beiden Rohr­teilen 43, 44 ist nicht zwangsläufig, die Rohrteile 43, 44 kön­nen derart relativ zueinander um die Achse 48 verschwenkt wer­den, daß das auf den Fotoempfänger 51 fallende Streulicht des Lichtsenders 49 maximal ist, so daß die Fotoempfängereinrich­tung optimale Empfindlichkeit aufweist.

    [0015] Das vom Lichtsender 49 ausgewandte Licht wird an den Teilchen des durch den Durchlaß 47 hindurchtretenden Feststoffaerosol­strahls gestreut, wobei die maximale Intensität des gestreuten Lichts von der Teilchengröße und der Teilchenart abhängt. Die Rohre 43 44 werden derart zueinander verschwenkt, daß das vom Fotoempfänger 51 aufgenommene Streusignal maximal ist. Das vom Fotoempfänger 51 aufgenommene Lichtsignal schwankt in Abhängig­ keit von der Intensität oder Dichte des durch die Einrichtung 41 hindurchtretende Aerosols und zwar im wesentlichen linear, wobei die Dichte des Aersols selbst von der Schütt- oder Stoff­dichte des Haufwerks 3 im Behälter 2 des Partikelgenerators 1 abhängt. Eine unterschiedliche Schütt- oder Stoffdichte des Hauf­werks 3 ist dadurch bedingt, daß in dem Behälter 2 diskontinu­ierlich einzelne Chargen eingegeben und jeweils einzeln ver­dichtet werden. Durch die Intensitätsschwankungen des vom Foto­empfänger 51 abgegebenen Signals wird eine Regeleinrichtung ge­steuert, die den Antrieb beschleunigt, wenn das vom Empfänger 51 aufgenommene Lichtsignal aufgrund abnehmender Aerosoldichte geschwächt wird und die Bespannungsverminderung den Antrieb ver­zögert, wenn das Signal des Fotoempfängers 51 aufgrund größerer Aerosoldichte ansteigt. Die Regelung ist ausreichend schnell. Gegenüber einen ungeregelten Aerosolstrahl werden durch die foto­optische Regelung wesentliche Verbesserungen erhalten. Die Mas­senstromschwankungen können bei trockenen Pulvern und Stäuben mit Durchmessern von 15 um besser als 1% konstant gehalten werden.

    [0016] Durch die nachfolgende Injektoreinrichtung 42 kann eine weitere Verdünnung des im Generator 1 erzeugten Aerosols erreicht wer­den. Durch Kaskadenanordnungen von einzelnen Injektorelementen sind Verdünnungsfaktoren von bis zu 10.000 erzielbar, wobei auf­grund der erfindungsgemäßen Gesamtvorrichtung bei gleicher End­verdünnung ein wesentlich geringerer Preßluftverbrauch erfor­derlich ist.

    [0017] Der Auslaßkanal 12 für das Feststoffaerosol ist in einem vom Gehäuse 21 der Bürste 6 separaten und abtrennbaren Teil 22 in Form eines Deckels ausgebildet. Der Auslaßkanal 13 muß in sei­nem aufnahmebereich 23 im Bereich des Bürstenscheitels eine Breite y aufweisen,die zumindestens dem variablen Innendurchmes­ser des Feststoffbehälters 2 entspricht, da die Bürste im Betrieb über eine dem Durchmesser des Feststoffbehälters 2 entsprechen­ de Breite mit Feststoffteilchen versehen wird; andererseits soll die maximale Breite x des Auslaßkanals 12 auch nicht wesentlich über diesen Werten liegen. Die Tiefe Z im Aufnahmebereich 23 des Kanals 12 ist vernachlässigbar. Der aus dem Kanal 12 aus­tretende Aerosolstrahl - aus Luft und Feststoffpartikeln - sollte einen Querschnitt mit im wesentlichen gleicher Breite und Tiefe aufweisen, vorzugsweise einen kreisförmigen, damit Messungen unabhängig von der radialen Einstrahlrichtung eines Meßlicht­strahls sind. In bevorzugter Ausgestaltung ist der Übergang bei den Auslaßkanälen der Figuren 3 und 4 derart gewählt, daß der Querschnitt des Kanals 12 sich über die Länge y hin nicht än­dert, sondern konstant bleibt. Dabei ist insbesondere darauf geachtet, daß die Begrenzungswände des Kanals sowohl im Einlaß­bereich 23 als auch im Auslaßbereich 24 nahezu achsparallel zur Luftstrahleinrichtung verlaufen und die Übergänge stetig weich sind, also keine Kanten an den Kanalwänden vorhanden sind, so daß Wirbel, die zur Ablagerung und/oder schwankendem Partikel­mengenstrom führen könnte, vermieden werden.

    [0018] Der Auslaßkanal 12 ist vollständig in dem separaten Teil oder Deckel 22 ausgebildet, so daß er leicht gewechselt und an unter­schiedliche Voraussetzungen bzw. Anforderungen, wie unterschied­liche Feststoffbehälterdurchmesser, unterschiedliche Luftmengen­durchsätze etc. angepaßt werden kann.

    [0019] Die Bürstenwalze 6 wird von einem Motor 26 angetrieben, der voll­ständig gekapselt ist, und dessen Gehäuse 27 luftdicht mit dem Gehäuse 21 den Bürste verbunden ist. Diese Ausgestaltung be­wirkt, daß die erfindungsgemäße Einrichtung 1 druckfest ist und auch bei Gegendruck an der Auslaßöffnung 24 des Auslaßkanals 12 betrieben werden kann, was andernfalls zu einem Eintreten des Aerosols in die Lager der Bürste und des Antriebs führen könnte.

    [0020] Die Bürste 6 ist auf der den Motor 26 gegenüberliegenden Seite in eine Abdeckplatte 31 gelagert und gehalten, die wierderum mit­tels lediglich zweier Schrauben 32 am restlichen Gehäuse 27 - die beispielsweise ein Gewinde aufweist - befestigt ist. In eine Ausnehmung (33) des dem Motor 26 abgewandten Endes der Welle der Bürstenwalze 6, kann eine Handhabe (nicht dargestellt) ein­gebracht und mittels dieser nach Lösen der Schrauben 32 die Bürstenwalze 6 mit der Abdeckplatte 31 leicht entfernbar werden, was der Bürstenwechsel sehr erleichtert.

    [0021] Über ein im einzelnen nicht dargestelltes lösbares und entfern­bares Bedienungspaneel, können Kolbenvorschub und -Rückbewegung, Bürstenbewegung sowie Luftzufuhr ein und abgeschaltet sowie Bürstengeschwindigkeit und Vorschubgeschwindigkeit geregelt wer­den. Bürstendrehzahl, Vorschubgeschwindigkeit und Füllstand wer­den gemessen und können auf einer Anzeige abgerufen werden.Weiter­hin ist eine Füllstandsanzeige vorgesehen, indem mit der An­triebsspindel 18 ein Potentiometer verbunden ist, von welchem ein für den Füllstärt charakteristischer Spannungswert abgenom­men und als Füllstandshöhe angezeigt wird. Damit ein Vorschub des Kolbens im Feststoffbehälters bei keiner oder zu geringer Luftzufuhr verhindert wird, ist eine Luftüberwachung vorgesehen, die Einschalten des Kolbensvorschubs nur bei ausreichender Luft­strömung ermöglicht. Dies trägt ebenfalls zur Dosierkonstanz bei.

    [0022] Zur Erzeugung eines Feststoffaerosols wird der aus der Vorrich­tung 1 entnommene Feststoffbehälter 2 sorgfältig mit dem pulver­förmigen Feststoff gestopft, so daß eine gleichmäßige Stopfdich­te erreicht wird. Der Feststoffbehälter 2 wird in der oben be­schriebenen Weise in die Vorrichtung 1 eingesetzt und festge­legt. Anschließend werden Luftzufuhr, Bürstendrehung und Kolben­vorschub eingeschaltet. Die sich drehende Bürste nimmt mit ihren Borsten 7 von der Oberfläche des Feststoffhaufwerks 3 eine durch die Vorschubgeschwindigkeit des Kolbens 4 bestimmte Menge an Feststoffpartikeln ab und fördert diese in den Bereich des Luft­ einlasses und des Auslaßkanals 12. In diesem Bereich werden die Feststoffpartikel durch die durchströmende Luft von der Bürste gelöst und durch den Auslaßkanal 12 zu dessen Auslaß 24 hin mit­genommen und in einem Aerosolstrahl mit hoher Mengenkonstanz mitgenommen, an dem dann die gewünschten Messungen, wie Mes­sungen zum Partikeldurchmesser etc. vorgenommen werden können.


    Ansprüche

    1. Vorrichtung zur Erzeugung eines Feststoffaerosols aus einem Haufwerk, mit einem Feststoffbehälter, einem mit einem An­trieb versehenen Vorschubkolben, einer umlaufenden Bürste, einem Lufteinlaß und einem Auslaß, insbesondere nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß eine mit dem Antrieb des Vorschubkolbens (4) verbundenen Regeleinrichtung mit einer im Auslaßweg des Feststoffaero­sols angeordneten Lichtdetektoreinrichtung (41) vorgesehen ist.
     
    2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Lichtdetektoranordnung (41) einen Lichtsender (49) und einen Lichtempfänger (51) aufweist die relativ zueinander um die Achse (48) des Feststoffaerosolstrahls verschwenkbar sind.
     
    3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß Lichtsender (49) und empfänger (51) jeweils in gelenkig miteinander verbundenen Rohrteilen (43,44) angeordnet sind.
     
    4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Rohrteile (43, 44) über ringartige ausgebildete einen Durchlaß für das Feststoffaerosol freilassende Führungen (45) miteinander gelenkig verbunden sind.
     
    5. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet daß im Aerosolstrahl eine Injektoreinrich richtung (42) angeordnet ist.
     
    6. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet daß der Auslaßkanal (12) mit Abstand zur Öffnung (7) des Feststoffbehälters (2) zum Bürstenraum (9) angeordnet ist.
     
    7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Auslaßkanal (12) der Öffnung (7) des Feststoffbehälters (2) zum Bürstenraum (9) diametral gegenüberliegt.
     
    8. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet daß der Auslaßkanal (12) in einem von einem Gehäuse (21) der Bürste (6) separaten, abnehmbaren Teil (22) ausgebildet ist.
     
    9. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß Motor (26) und Antrieb der Bürste (6) luftdicht verkapselt ist.
     
    10. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Feststoffbehälter (2) durch eine horizontal einschiebbare und festlegbare Sicherungsplatte (16) gehalten ist.
     
    11. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß eine abnehmbare seitliche Deckplatte (32) vorgesehen ist an der die Bürstenwalze (6) gelagert ist.
     
    12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Wellensatz der Bürstenwalze (6), mit der diese in der Abdeckplatte (32) gelagert ist, eine Ausnehmung (33) zur Aufnahme einer Handhabe ausgebildet ist.
     
    13. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der durch den Vorschubkolben gefährde­ten Feststoff aufnehmende Auslaßkanal (12) über seine Länge (y) hin bei vergrößernder Tiefe (z) sich nicht vergrößern­den Querschnitt aufweist.
     
    14. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß der Querschnitt des Auslaßkanals (12) sich über dessen Länge (y) hin verkleinert.
     
    15. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß der Querschnitt des Auslaßkanals (12) über dessen gesamte Länge (y) hin konstant bleibt.
     




    Zeichnung