[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Erzeugung eines Feststoffaerosols aus
einem Haufwerk, mit einem Feststoffbehälter, einem Vorschubkolben, einer umlaufenden
Bürste, einem Lufteinlaß und einem Auslaßkanal.
[0002] Eine derartige Vorrichtung ist aus der DE-OS 25 33 554 bekannt. In den zylindrischen
Feststoffbehälter eingefüllter, feinkörniger und verdichteter Feststoff, wird mit
Hilfe eines Kolbens einem rotierenden Element in Form einer Bürste zugeführt. Die
Bürste trennt den Feststoff schichtweise ab. Der erforderliche Luftstrom wird über
Lufteinlässe zunächst in die Nähe der Dreh achse der Bürste und dann zum Umfang der
Bürste in den Bereich geführt, in dem der Feststoff durch die Bürste vom Haufwerk
abgelöst wird. In diesem Bereich befindet sich ein Aerosolauslaßstutzen, durch den
Luft und Feststoff nach außen geleitet wird. In diesem Bereich befindet sich ein Aerosolauslaßstutzen,
durch den Luft und Feststoff nach außen geleitet wird. Die bekannte Vorrichtung weist
eine Reihe von Nachteilen auf, so ist der Querschnitt des Auslaßstutzens fest vorgegeben
und erweitert sich im übrigen zumindestens in Teilbereichen seiner Länge, wodurch
es zu Ansatzbildungen im Auslaufkanal durch Anhaften bereits dosierter und von der
Luft mitgenommener Feststoffteilchen kommen kann, was schließlich über periodisches
Anwachsen und Ablösen von Feststoffteilchen zu Durchsatzschwankungen führt. Darüberhinauas
ist die bekannte Vorrichtung nicht druckfest; wenn im Auslaßbereich ein Gegendruck
herrscht, führt dies dazu, daß Luft und Feststoffteilchen teilweise über die Achslager
der Bürste zurückschlagen, dort zu Ablagerungen führen oder austreten, so daß auch
hierdurch insgesamt die Ergebnisse der Messungen verfälscht werden. Darüberhinaus
ist die bekannte Vorrichtung insbesondere im Auslaßbereich, in dem, wie gesagt, Ablagerungen
stattfinden können, schlecht zu reinigen.
[0003] Beim Einfüllen der Feststoffpartikel in Form eines Hautwerks in den Feststoffbehälter
ergibt sich aufgrund des chargenweise Einfüllens von Stoffen eine Schütt- oder Stopfdichtenschwankung
der Feststoffteilchen. Diese zeigt sich im erzeugten Feststoffaerosol als eine Aerosoldichteschwankung.
[0004] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, unter Vermeidung der vorgenannten
Nachteile, eine Vorrichtung der eingangs genannten Art dahingehend weiterzubilden,
daß ein zuverlässiger, konstanter Durchsatz ohne Dichteschwankungen im Aerosol erreicht
wird.
[0005] Erfindungsgemäß wird die genannte Aufgabe bei einer Vorrichtung der gattungsgemäßen
Art dadurch gelöst, daß eine mit dem Antrieb Vorschubkolbens verbundenen Regeleinrichtung
mit einer im Auslaßweg des Feststoffaerosols angeordneten Lichtdetektoreinrichtung
vorgesehen ist. Hierdurch erreicht die erfindungsgemäße Vorrichtung eine ausgezeichnete
Konstanz der Dichte.
[0006] Da die Empfindlichkeit der Lichtdetektormeßeinrichtung und der Regelung bei maximalen
Intensitätsänderungen, die bei vorgegener Aerosoldichte bei maximaler vom Fotodetektor
aufgenommene Intensität gegeben sind, und die Intensität in Abhängigkeit von Teilchengrößen
und Teilchenart veränderlich ist, sieht eine bevorzugte Ausgestaltung der Erfindung
vor, daß die Lichtdetektoranordnung einen Lichtsender und einen Lichtempfänger aufweist,
die relativ zueinander um die Achse des Feststoffaerosolstrahls verschwenkbar sind.
In konstruktiv einfacher Weise, kann die Schwenkbeweglichkeit von Lichtsender und
Lichtempfäng3er dadurch erreicht werden, daß Lichtsender und -empfänger jeweils in
gelenkig miteinander verbundenen Rohrteilen angeordnet sind, wobei insbesondere
vorgesehen ist, daß die Rohrteile über ringartig ausgebildete, einen Durchlaß für
das Feststoffaerosol freilassende Führungen miteinander gelenkig verbunden sind.
[0007] In weiterer Ausgestaltung kann zur weiteren Verdünnung vorgesehen sein, daß im Aerosolstrahl
eine Injektoreinrichtung angeordnet ist, wobei die Injektoreinrichtung vorzugsweise
hinter der Fotoempfängereinrichtung angeordnet ist, damit letztere noch mit relativ
dichtem Aerosolstrom arbeitet, indem die absoluten Dichtschwankungen größer als im
endverdünnten Aerosolstrom sind. Eine bevorzugte Ausgestaltung sieht vor, daß der
Auslaßkanal über seine Länge hin sich bei vergrößernder Tiefe nicht vergrösserndem
Querschnitt aufweist. durch zumindestens über Teilbereiche hin ansteigenden Querschnitt
bei der bekannten Vorrichtung, kommt es so zu Strömungsreduzierungen und damit den
genannten Ablagerungen, während durch die erfindungsgemäße Ausgestaltung zuverlässig
eine Strömungsreduzierung im Auslaßkanal vermieden wird, wobei gemäß einer ersten
bevorzugten Ausgestaltung vorgesehen sein kann, daß der Querschnitt des Auslaßkanals
sich über dessen Länge hin verkleinert. In diesem Falle kommt es zu einer Erhöhung
der Strömungsgeschwindigkeit. Sollte die Strömungsgeschwindigkeit über den gesamten
Auslaßkanal hin konstant sein, so sieht eine weitere äußerst bevorzugte Ausgestaltung
vor, daß der Querschnitt des Auslaßkanals über dessen gesamte Länge hin konstant
bleibt. Wesentlich ist dabei, daß die Querschnittsform nicht über die gesamte Länge
des Auslaßkanals gleichbleibt, sondern sich von einem relativ flachen Bereich dort,
wo der Feststoff aufgenommen wird, zu einer Auslaßöffnung des Kanals verändert, bei
der Breite und Tiefe im wesentlichen übereinstimmen. Es has sich herausgestallt, daß
Breite und Tiefe des Auslaßkanals sich in der Regel nicht linear über die Länge hin
ändern können, da dann im Regelfalle die Querschnittsfläche über die Länge hin nicht
konstant bleibt, sondern in einem mittleren Bereich ein Maximum aufweist, sich also
über einen Teilbereich vergrößert, was zu den zu vermeidenden Geschwindigkeitsreduzierungen
und damit Ablagerungen führen würde. Die erfindungsgemäße Aufgabe zur Vermeidung
von Feststoffablagerungen, wird insbesondere weiterhin dadurch unterstützt, daß die
Begrenzungswandungen des Auslaßkanals ohne Kanten verlaufen und daß Übergänge zwischen
Tiefe und Breite des Auslaßkanals begrenzenden Begrenzungswänden zumindestens abgerundet
sind. Insbesondere ist der Querschnitt im Auslaßbereich derart,daß die untere Hälfte
der Auslaßöffnung einen Halbkreis bildet,dessen Radius die Hälfte der Höhe der Auslaßöffnung
beträgt.
[0008] In fertigungstechnischer und praktischer Hinsicht hat es sich als vorteilhaft herausgestellt,
wenn der Auslaßkanal mit Abstand zur Öffnung des Feststoffbehälters zum Bürstenraum
angeordnet ist, wobei der Auslaßkanal insbesondere diametral der Öffnung des Feststoffbehälters
zum Bürstenraum hin gegenüberliegt. In diesen Fällen, kann nämlich weiterhin vorgesehen
sein, daß der Auslaßkanal in einem von einem Gehäuse der Bürste separaten, abnehmbaren
Teil ausgebildet ist. Hierdurch können einerseits die Auslaßkanäle durch Auswechseln
des abnehmbaren Teils, daß in Form eines Deckels ausgebildet ist, leicht abgenommen
und dann leicht gereinigt werden. Darüberhinaus können sie leicht ausgetauscht werden,wodurch
einerseits jeweils in bequemer Weise an das jeweilige Problem angepaßte Auslaßkanäle,
beispielsweise an verschiedene Innendurchmesser von Feststoffbehältern angepaßte
Auslaßkanäle eingesetzt werden können und insgesamt grössere Arbeitsbereiche,hinsichtlich
durchsatz, Massenkonzentration und Volumenstrom überdeckt werden können.
[0009] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung ist vorgesehen, daß Motor und Antrieb
der Bürste luftdicht verkapselt sind. Durch diese Ausgestaltung wird erreicht, daß
die erfindungsgemäße Vorrichtung druckfest ist und auch Aerosole gegen Gegendruck
ausgeblasen werden können. Um beispielsweise ohne größere Probleme an schlecht zugänglichen
Stellen Messungen durchführen zu können, ist in weiterer Ausgestaltung vorgesehen,
daß sie eine lösbare und entfernbare Bedienungseinheit aufweist.Die Borsten der Bürste
können aus Draht oder geeigneten Kunststoffen bestehen.
[0010] Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den Ansprüchen und aus
der nachfolgenden Beschreibung, in der Ausführungsbeispiele der erfindungsgemäßen
Vorrichtung unter Bezugnahme auf die Zeichnung im einzelnen erläutert sind. Dabei
zeigt:
Fig. 1 eine schematische Darstellung mit Anordnung von Fotodetektor und Injektoreinrichtung
;
Fig. 2 eine schematische Darstellung des konstruktiven Aufbaus der Fotoempfängeranordnung;
Fig. 3 einen schematischen Schnitt durch eine erfindungsgemäße Vorrichtung I-I der
Figur 4;
Fig. 4 einen Detailschnitt wesentlicher Teile der erfindungsgemäßen Vorrichtung entsprechend
II-II der Figur 3;
Fig. 5 eine Frontdarstellung mit der Andeutung zweier Schnitte, eine Aufsicht und
einen Längsschnitt durch einen Auslaßkanal der erfindungsgemäßen Vorrichtung; und
Fig. 6 eine Aufsicht auf einen anderen Auslaßkanal.
[0011] Die in der Figur 1 prinzipiell dargestellte erfindungsgemäße Vorrichtung 1 zum Erzeugen
eines Feststoffaerosols aus einem Haufwerk weist einen Feststoffbehälter 2 auf, indem
sich gestopfte Feststoffpartikel 3 befinden. Der Feststoffbehälter ist zylinderförmig
ausgebildet. Im Feststoffbehälter 2 ist ein Vorschubkolben 4 axial beweglich angeordnet,
mit dem das Feststoffhaufwerk 3 langsam nach oben befördert werden kann. Am oberen
Ende des Feststoffbehälters 2 befindet sich eine umlaufende Bürste 6, die auf ihren
Umfang Borsten 7 aus Metall oder Kunststoff aufweist. Auf der der Öffnung 8 des Feststoffbehälters
2 zum Bürstenraum 9 in abgewandter Seite der Bürste 6 ist ein Lufteinlaß 11 sowie
ein Auslaßkanal 12 für den Luftstrom und von diesem mitgenommene Feststoff ausgebildet
(Figur 3).
[0012] Der Kolben 4 im Feststoffbehälter 2 wird von einer Vorschubspindel 18 in einer Spindelführung
19 gegebenenfalls über ein Zwischenelement 20 bewegt. Der Feststoffbehälter 2 weist
einen Kragen 14 auf, an dem er durch eine in das Gehäuse 15 eingeschobene Sicherungsplatte
16, die eine Handhabe 17 aufweist sicher auch bei Druckaufbau im Inneren der Vorrichtung
gehalten wird. Dies ist wichtig für die Dosierkonstanz, da es andernfalls passieren
könnte, daß der Behälter sich wenig absenkt, ohne daß der Be diener dies merkt, wodurch
aber plötzlich mehr Feststoffteilchen abgezogen würden und Dosierschub bewirkt werden
könnte, dessen Grund nicht ohne weiteres erkennbar ist. Dieser Nachteil wird durch
die Sicherungsplatte sicher vermieden.
[0013] Dem Gehäuse 15 des eigentlichen Partikelgenerators 1 ist unmittelbar eine Fotoempfängeranordnung
41 nachgeorndet, die einen Regler zur Regelung der Spannung des Antriebs des Vorschubkolbens
4 aufweist. Weiterhin ist der Fotoempfängeranordnung 41 beim dargestellten Ausführungsbeispiel
eine Injektoreinrichtung 42 nachgeordnet, in der der durch den Partikelgenerator 1
erzeugte Aerosolstrahl weiter in vorbestimmter Weise verdünnt werden kann.
[0014] Die Fotoempfängeranordnung 41, weist zwei Rohrteile 43, 44 auf, die über ringartig
ausgebildete Führungen 46 gelenkig miteinander verbunden sind. die ringartigen Führungen
46 umgeben einen Durchlaß 47 für den Aerosolstrahl, dessen Achse der Bewegungsrichtung
mit 48 bezeichnet ist. In den beiden Rohrteilen 43, 44 sind jeweils ein Lichtsender
49 und ein Fotoempfänger 51 angeordnet. Die in der Figur 6 dargestellte Relativschwenkstellung
mit einen Relativwinkel von 90 Grad zwischen den beiden Rohrteilen 43, 44 ist nicht
zwangsläufig, die Rohrteile 43, 44 können derart relativ zueinander um die Achse
48 verschwenkt werden, daß das auf den Fotoempfänger 51 fallende Streulicht des Lichtsenders
49 maximal ist, so daß die Fotoempfängereinrichtung optimale Empfindlichkeit aufweist.
[0015] Das vom Lichtsender 49 ausgewandte Licht wird an den Teilchen des durch den Durchlaß
47 hindurchtretenden Feststoffaerosolstrahls gestreut, wobei die maximale Intensität
des gestreuten Lichts von der Teilchengröße und der Teilchenart abhängt. Die Rohre
43 44 werden derart zueinander verschwenkt, daß das vom Fotoempfänger 51 aufgenommene
Streusignal maximal ist. Das vom Fotoempfänger 51 aufgenommene Lichtsignal schwankt
in Abhängig keit von der Intensität oder Dichte des durch die Einrichtung 41 hindurchtretende
Aerosols und zwar im wesentlichen linear, wobei die Dichte des Aersols selbst von
der Schütt- oder Stoffdichte des Haufwerks 3 im Behälter 2 des Partikelgenerators
1 abhängt. Eine unterschiedliche Schütt- oder Stoffdichte des Haufwerks 3 ist dadurch
bedingt, daß in dem Behälter 2 diskontinuierlich einzelne Chargen eingegeben und
jeweils einzeln verdichtet werden. Durch die Intensitätsschwankungen des vom Fotoempfänger
51 abgegebenen Signals wird eine Regeleinrichtung gesteuert, die den Antrieb beschleunigt,
wenn das vom Empfänger 51 aufgenommene Lichtsignal aufgrund abnehmender Aerosoldichte
geschwächt wird und die Bespannungsverminderung den Antrieb verzögert, wenn das Signal
des Fotoempfängers 51 aufgrund größerer Aerosoldichte ansteigt. Die Regelung ist ausreichend
schnell. Gegenüber einen ungeregelten Aerosolstrahl werden durch die fotooptische
Regelung wesentliche Verbesserungen erhalten. Die Massenstromschwankungen können
bei trockenen Pulvern und Stäuben mit Durchmessern von 15 um besser als 1% konstant
gehalten werden.
[0016] Durch die nachfolgende Injektoreinrichtung 42 kann eine weitere Verdünnung des im
Generator 1 erzeugten Aerosols erreicht werden. Durch Kaskadenanordnungen von einzelnen
Injektorelementen sind Verdünnungsfaktoren von bis zu 10.000 erzielbar, wobei aufgrund
der erfindungsgemäßen Gesamtvorrichtung bei gleicher Endverdünnung ein wesentlich
geringerer Preßluftverbrauch erforderlich ist.
[0017] Der Auslaßkanal 12 für das Feststoffaerosol ist in einem vom Gehäuse 21 der Bürste
6 separaten und abtrennbaren Teil 22 in Form eines Deckels ausgebildet. Der Auslaßkanal
13 muß in seinem aufnahmebereich 23 im Bereich des Bürstenscheitels eine Breite y
aufweisen,die zumindestens dem variablen Innendurchmesser des Feststoffbehälters
2 entspricht, da die Bürste im Betrieb über eine dem Durchmesser des Feststoffbehälters
2 entsprechen de Breite mit Feststoffteilchen versehen wird; andererseits soll die
maximale Breite x des Auslaßkanals 12 auch nicht wesentlich über diesen Werten liegen.
Die Tiefe Z im Aufnahmebereich 23 des Kanals 12 ist vernachlässigbar. Der aus dem
Kanal 12 austretende Aerosolstrahl - aus Luft und Feststoffpartikeln - sollte einen
Querschnitt mit im wesentlichen gleicher Breite und Tiefe aufweisen, vorzugsweise
einen kreisförmigen, damit Messungen unabhängig von der radialen Einstrahlrichtung
eines Meßlichtstrahls sind. In bevorzugter Ausgestaltung ist der Übergang bei den
Auslaßkanälen der Figuren 3 und 4 derart gewählt, daß der Querschnitt des Kanals 12
sich über die Länge y hin nicht ändert, sondern konstant bleibt. Dabei ist insbesondere
darauf geachtet, daß die Begrenzungswände des Kanals sowohl im Einlaßbereich 23 als
auch im Auslaßbereich 24 nahezu achsparallel zur Luftstrahleinrichtung verlaufen und
die Übergänge stetig weich sind, also keine Kanten an den Kanalwänden vorhanden sind,
so daß Wirbel, die zur Ablagerung und/oder schwankendem Partikelmengenstrom führen
könnte, vermieden werden.
[0018] Der Auslaßkanal 12 ist vollständig in dem separaten Teil oder Deckel 22 ausgebildet,
so daß er leicht gewechselt und an unterschiedliche Voraussetzungen bzw. Anforderungen,
wie unterschiedliche Feststoffbehälterdurchmesser, unterschiedliche Luftmengendurchsätze
etc. angepaßt werden kann.
[0019] Die Bürstenwalze 6 wird von einem Motor 26 angetrieben, der vollständig gekapselt
ist, und dessen Gehäuse 27 luftdicht mit dem Gehäuse 21 den Bürste verbunden ist.
Diese Ausgestaltung bewirkt, daß die erfindungsgemäße Einrichtung 1 druckfest ist
und auch bei Gegendruck an der Auslaßöffnung 24 des Auslaßkanals 12 betrieben werden
kann, was andernfalls zu einem Eintreten des Aerosols in die Lager der Bürste und
des Antriebs führen könnte.
[0020] Die Bürste 6 ist auf der den Motor 26 gegenüberliegenden Seite in eine Abdeckplatte
31 gelagert und gehalten, die wierderum mittels lediglich zweier Schrauben 32 am
restlichen Gehäuse 27 - die beispielsweise ein Gewinde aufweist - befestigt ist. In
eine Ausnehmung (33) des dem Motor 26 abgewandten Endes der Welle der Bürstenwalze
6, kann eine Handhabe (nicht dargestellt) eingebracht und mittels dieser nach Lösen
der Schrauben 32 die Bürstenwalze 6 mit der Abdeckplatte 31 leicht entfernbar werden,
was der Bürstenwechsel sehr erleichtert.
[0021] Über ein im einzelnen nicht dargestelltes lösbares und entfernbares Bedienungspaneel,
können Kolbenvorschub und -Rückbewegung, Bürstenbewegung sowie Luftzufuhr ein und
abgeschaltet sowie Bürstengeschwindigkeit und Vorschubgeschwindigkeit geregelt werden.
Bürstendrehzahl, Vorschubgeschwindigkeit und Füllstand werden gemessen und können
auf einer Anzeige abgerufen werden.Weiterhin ist eine Füllstandsanzeige vorgesehen,
indem mit der Antriebsspindel 18 ein Potentiometer verbunden ist, von welchem ein
für den Füllstärt charakteristischer Spannungswert abgenommen und als Füllstandshöhe
angezeigt wird. Damit ein Vorschub des Kolbens im Feststoffbehälters bei keiner oder
zu geringer Luftzufuhr verhindert wird, ist eine Luftüberwachung vorgesehen, die Einschalten
des Kolbensvorschubs nur bei ausreichender Luftströmung ermöglicht. Dies trägt ebenfalls
zur Dosierkonstanz bei.
[0022] Zur Erzeugung eines Feststoffaerosols wird der aus der Vorrichtung 1 entnommene
Feststoffbehälter 2 sorgfältig mit dem pulverförmigen Feststoff gestopft, so daß
eine gleichmäßige Stopfdichte erreicht wird. Der Feststoffbehälter 2 wird in der
oben beschriebenen Weise in die Vorrichtung 1 eingesetzt und festgelegt. Anschließend
werden Luftzufuhr, Bürstendrehung und Kolbenvorschub eingeschaltet. Die sich drehende
Bürste nimmt mit ihren Borsten 7 von der Oberfläche des Feststoffhaufwerks 3 eine
durch die Vorschubgeschwindigkeit des Kolbens 4 bestimmte Menge an Feststoffpartikeln
ab und fördert diese in den Bereich des Luft einlasses und des Auslaßkanals 12. In
diesem Bereich werden die Feststoffpartikel durch die durchströmende Luft von der
Bürste gelöst und durch den Auslaßkanal 12 zu dessen Auslaß 24 hin mitgenommen und
in einem Aerosolstrahl mit hoher Mengenkonstanz mitgenommen, an dem dann die gewünschten
Messungen, wie Messungen zum Partikeldurchmesser etc. vorgenommen werden können.
1. Vorrichtung zur Erzeugung eines Feststoffaerosols aus einem Haufwerk, mit einem
Feststoffbehälter, einem mit einem Antrieb versehenen Vorschubkolben, einer umlaufenden
Bürste, einem Lufteinlaß und einem Auslaß, insbesondere nach einem der vorangehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß eine mit dem Antrieb des Vorschubkolbens (4)
verbundenen Regeleinrichtung mit einer im Auslaßweg des Feststoffaerosols angeordneten
Lichtdetektoreinrichtung (41) vorgesehen ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Lichtdetektoranordnung
(41) einen Lichtsender (49) und einen Lichtempfänger (51) aufweist die relativ zueinander
um die Achse (48) des Feststoffaerosolstrahls verschwenkbar sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß Lichtsender (49) und empfänger
(51) jeweils in gelenkig miteinander verbundenen Rohrteilen (43,44) angeordnet sind.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Rohrteile (43, 44)
über ringartige ausgebildete einen Durchlaß für das Feststoffaerosol freilassende
Führungen (45) miteinander gelenkig verbunden sind.
5. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet daß
im Aerosolstrahl eine Injektoreinrich richtung (42) angeordnet ist.
6. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet daß
der Auslaßkanal (12) mit Abstand zur Öffnung (7) des Feststoffbehälters (2) zum Bürstenraum
(9) angeordnet ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Auslaßkanal (12) der
Öffnung (7) des Feststoffbehälters (2) zum Bürstenraum (9) diametral gegenüberliegt.
8. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet daß
der Auslaßkanal (12) in einem von einem Gehäuse (21) der Bürste (6) separaten, abnehmbaren
Teil (22) ausgebildet ist.
9. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
Motor (26) und Antrieb der Bürste (6) luftdicht verkapselt ist.
10. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
der Feststoffbehälter (2) durch eine horizontal einschiebbare und festlegbare Sicherungsplatte
(16) gehalten ist.
11. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
eine abnehmbare seitliche Deckplatte (32) vorgesehen ist an der die Bürstenwalze (6)
gelagert ist.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Wellensatz der
Bürstenwalze (6), mit der diese in der Abdeckplatte (32) gelagert ist, eine Ausnehmung
(33) zur Aufnahme einer Handhabe ausgebildet ist.
13. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
der durch den Vorschubkolben gefährdeten Feststoff aufnehmende Auslaßkanal (12) über
seine Länge (y) hin bei vergrößernder Tiefe (z) sich nicht vergrößernden Querschnitt
aufweist.
14. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß der Querschnitt des
Auslaßkanals (12) sich über dessen Länge (y) hin verkleinert.
15. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß der Querschnitt des
Auslaßkanals (12) über dessen gesamte Länge (y) hin konstant bleibt.