| (19) |
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(11) |
EP 0 134 293 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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27.01.1988 Patentblatt 1988/04 |
| (22) |
Anmeldetag: 08.09.1983 |
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Schaltvorrichtung, insbesondere für Endschalter oder Grenztaster
Switching device, in particular for limit switches or press button limit switches
Dispositif de commutation en particulier pour interrupteurs limiteur ou boutons poussoir
limiteur
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE FR GB IT LI LU NL SE |
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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20.03.1985 Patentblatt 1985/12 |
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Patentinhaber: Square D Starkstrom GmbH |
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D-5277 Marienheide-Rodt (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Grunst, Heinz
D-5277 Marienheide (DE)
- Kleine, Heinz
D-5277 Marienheide-Müllenbach (DE)
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| (74) |
Vertreter: Köhne, Friedrich, Dipl.-Ing. |
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Rondorfer Strasse 5a 50968 Köln 50968 Köln (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-B- 2 228 096 DE-U- 6 915 366
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DE-U- 1 865 952
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Schaltvorrichtung, insbesondere für Endschalter
oder Grenztaster, mit einem Sprungschaltmechanismus und mindestens einer in einem
Kontaktbrükkenhalter geführten beweglichen Kontaktbrücke, die über einen Betätigungsstössel
betätigbar ist, wobei der Sprungschaltmechanismus derart ausgebildet ist, dass die
Bewegungsrichtung jeder Kontaktbrücke beim Schalten der Bewegungsrichtung des Betätigungsstössels
entspricht.
[0002] Schaltvorrichtungen sind in der Praxis bereits in verschiedenen Konstruktionen bekannt.
Übereinstimmend ist hierbei, dass zum Betätigen einer oder mehrerer Kontaktbrücken,
d.h. zur Durchführung eines Schaltvorganges, der Stössel auf einen Sprungschaltmechanismus
einwirkt, der von einer End- bzw. Ruhelage in eine andere End- bzw. Ruhelage überspringen
kann, wenn durch Verschieben des Stössels ein dazwischenliegender Totpunkt überschritten
wird. Die durch den Stössel ausgelöste Schaltbewegung der betreffenden Kontaktbrücken
ist hierbei meist der Bewegung bzw. Bewegungsrichtung des Stössels entgegengesetzt.
Da man die Bewegungsverhältnisse bzw. -vorgänge im Innern der bekannten Schaltvorrichtungen
von aussen nicht erkennen kann, weil sich die Schaltvorrichtungen im allgemeinen in
geschlossenen Gehäusen befinden, können leicht Irrtümer entstehen, denn die Bedienungspersonen
erwarten aufgrund der Anschauung nicht, dass die Schliesser und Öffner entgegen der
Bewegungsrichtung des Betätigungsstössels wirken, dass also die zum Betätigungsstössel
zu liegenden Kontakte die Schliesser und die abliegenden Kontakte die Öffnerkontakte
sind.
[0003] Eine Sonderkonstruktion eines mechanisch betätigten Sprungschalters der zuvor erläuterten
Art ist aus der DE-B-2228096 bekannt. Hierbei wirkt eine Federkraft unter einem spitzen
Winkel auf eine Kontaktbrücke ein, so dass bei Betätigung des Schalters ein Totpunkt
senkrecht zum Betätigungsstössel überwunden wird. Danach nimmt die Kontaktbrücke eine
neue Gleichgewichtslage ein, in der die Federkraft bezüglich der Totpunktlage annähernd
symmetrisch zu der ersteren Lage gerichtet ist. Die Bewegungsrichtung der Kontaktbrücke
ist auch hier der Bewegungsrichtung des Betätigungsstössels entgegengesetzt.
[0004] Des weiteren ist aus der DE-U-6 915 366 ein elektrischer Endschalter mit einem Sprungschaltmechanismus
bekannt. Dieser besitzt einen von einem Stössel betätigbaren Schlitten, in dem mehrere
Kontaktbrücken beweglich geführt sind. Der Schlitten ist über Federn so mit dem Stössel
gekoppelt, dass er sich bei Auftreffen eines Vorsprungs sprungartig in die zweite
Raststellung bewegt und damit die Kontakte öffnet bzw. schliesst. Die Bewegungsrichtung
jeder Kontaktbrücke entspricht bei diesem Schaltvorgang der Bewegungsrichtung des
Betätigungsstössels. Als Sprungschaltmechanismus dienen hier jedoch einfache quer
zur Bewegungsrichtung verschiebbar angeordnete und unter Federdruck stehende Raststeine,
die über Steuerflächen mitbewegt werden und in den beiden Endstellungen in Taststellen
eingreifen.
[0005] Ein weiterer Endschalter ist aus der DE-U-1 865 952 bekannt, wobei ebenfalls die
Bewegungsrichtung der Kontaktbrücken während des Schaltvorgangs mit der Bewegungsrichtung
des Betätigungsstössels übereinstimmt. Als Sprungschaltmechanismus ist hier aber ein
Anker aus permanent magnetischem Material vorgesehen, der in den Endstellungen des
Schaltvorgangs zwischen zwei mit Abstand voneinander angeordneten Platten bewegbar
ist und an diesen haftet. In Bewegungsrichtung angeordnete, zusammendrückbare Federn
können erst dann den Sprungschaltvorgang auslösen, wenn der an der einen oder anderen
Platte haftende Anker gelöst wird.
[0006] Der Erfindung liegt demgegenüber die Aufgabe zugrunde, eine Schaltvorrichtung mit
einem sicher wirkenden Sprungschaltmechanismus zu schaffen, bei welcher die Schaltvorgänge
jeweils in der gleichen Bewegungsrichtung wie beim Stössel erfolgen und bei welcher
eine kraftschlüssige Verbindung zwischen dem Betätigungsstössel und dem Kontaktbrückenhalter
gegeben ist.
[0007] Ausgehend von der zu Anfang erläuterten Schaltvorrichtung wird die gestellte Aufgabe
dadurch gelöst, dass zwei doppelarmige Hebel zur Umkehrung der Bewegungsrichtung des
Sprungschaltmechanismus vorgesehen sind, dass der Betätigungsstössel auf einen Schieber
einwirkt, dass dem Schieber ein Gleitstück zugeordnet ist, dass zwischen dem Schieber
und dem Gleitstück Sprungfedern vorgesehen sind, dass an dem Gleitstück je ein Arm
der doppelarmigen Hebel angreift, dass die doppelarmigen Hebel in ihrem mittleren
Bereich in feststehenden Lagern schwenkbar gehalten sind, und dass die beiden anderen
Arme der Hebel an dem Kontaktbrückenhalter angreifen.
[0008] Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen.
[0009] In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Erfindung im Schema und in Vergrösserung
dargestellt. Es zeigen:
Figur 1 eine Seitenansicht auf eine Schaltvorrichtung,
Figur 2 eine Draufsicht zu Figur 1, wobei jedoch das Gehäuseoberteil bzw. der Deckel
abgenommen ist,
Figur 3 einen Vertikalschnitt mit Schnittlinie 111-111 in Figur 2,
Figur 4 einen Horizontalschnitt gemäss Schnittlinie IV-IV in Figur 3,
Figur 5 eine Einzelheit in vergrösserter Darstellung,
Figur 6 einen' Horizontalschnitt entsprechend Figur 4, jedoch in vereinfachter Darstellung
und in einer anderen Schaltstellung,
Figur 7 eine Ansicht entsprechend Figur 5, jedoch in der Schaltstellung entsprechend
Figur 6,
Figur 8 eine Ansicht zu der Einzelheit gemäss Figur 7, jedoch wiederum in einer anderen
Schaltstellung und
Figur 9 einen Horizontalschnitt entsprechend Figur 4, jedoch in einer anderen Ausführung.
[0010] Die Figuren 1 bis 8 veranschaulichen ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemässen
Schaltvorrichtung mit einem Gehäuseunterteil 1 und einem Gehäuseoberteil oder Deckel
2. Wie Fig. 2 veranschaulicht, sind im Innern des Gehäuses Festkontaktstücke 3, 4,
5 und 6 angeordnet, und zwar an Festkontaktschienen 7, 8, 9 und 10, die ihrerseits
mit Kontaktanschlussschrauben 11, 12, 13 und 14 zum Herstellen der elektrischen Anschlüsse
bzw. der Verdrahtung für die Schaltvorrichtung versehen sind. Diese Kontaktanschlussschrauben
sind bei diesem Ausführungsbeispiel im Innern des Gehäuses vorgesehen. Es versteht
sich, dass dann Durchlassöffnungen an geeigneten Stellen des Gehäuses für die Anschlussdrähte
vorgesehen sind. Man kann die Festkontaktschienen aber auch bis nach aussen aus dem
Gehäuse verlängern, so dass die Kontaktanschlussschrauben von aussen zugänglich sind
und die Verdrahtung ohne Abnehmen des Gehäuseoberteiles angeschlossen werden kann.
[0011] Mit den Festkontaktstücken 3 bis 6 arbeiten bewegliche Kontaktstücke 17, 18, 19 uhd
20 zusammen, die beim vorliegenden Ausführungsbeispiel auf zwei Kontaktbrücken 15,
16 befestigt sind. Bei diesem Ausführungsbeispiel bildet die Kontaktbrücke 15 einen
Schliesser und die Kontaktbrücke 16 einen Öffner. Die beiden Kontaktbrücken 15,16
sind in einem gemeinsamen Kontaktbrückenhalter 21 beweglich gehalten und geführt.
Der Kontaktbrückenhalter 21 ist als Doppelkreuz mit zwei seitlichen Armen 22 und 23
und in Verschieberichtung verlaufenden paarweise angeordneten Schenkeln 24, 25, 26
und 27 ausgebildet.
[0012] Wie die Figuren 2 und 3 deutlich machen, sind die Kontaktbrücken 15, 16 in Ausnehmungen
28, 29 der Schenkel 24 bis 27 beweglich geführt. Sie stehen jedoch unter dem Druck
von Kontaktdruckfedern 30 und 31, die zwischen den Schenkelpaaren 24, 25 bzw. 26,
27 eingesetzt sind. Die Kontaktdruckfedern 30 und 31 stützen sich einerseits an der
betreffenden Kontaktbrücke 15 oder 16 und andererseits an einem Mittelstück 32 (Fig.
2) des Kontaktbrückenhalters 21 ab.
[0013] Am Ende der beiden Arme 22 und 23 des Kontaktbrückenhalters 21 sind vertikale Führungsschlitze
33 und 34 vorgesehen, in welche nach innen ragende Bolzen 35 und 36 eingreifen, die
an dem oberen Ende je eines Hebels 37 und 38 angebracht sind. Die Hebel 37, 38 sind
doppelarmig ausgebildet. Im mittleren Bereich sind sie in feststehenden Lagern 41
und 42 schwenkbar gehalten. Dazu dienen Lagerbolzen 39 und 40, die jeweils auf der
Aussenseite der Hebel 37, 38 vorgesehen sind. Die Lager 41, 42 können wie gezeichnet
als durchgehende Bohrungen in den Gehäusewänden ausgebildet sein, beispielsweise auf
der Höhe der Teilungsebene zwischen dem Gehäuseunterteil 1 und dem Gehäuseoberteil
2. Auf diese Weise wird die Montage erleichtert. Gegebenenfalls können die Lager aber
auch anders ausgebildet werden.
[0014] Wie die Figuren 3 und 5 veranschaulichen, besitzt der Kontaktbrückenhalter 21 an
seinen Schenkeln 24, 25, 26 und 27 nach unten verlaufende Vorsprünge 43, 44, 45 und
46, die sich zu beiden Seiten eines Schiebers 47 befinden und dazu dienen, eine Führung
zwischen dem Kontaktbrückenhalter 21 und dem Schieber 47 in Verschieberichtung zu
erreichen.
[0015] Wie die Figuren 3 und 4 erkennen lassen, ist an dem rechten stirnseitigen Ende des
Schiebers 47 ein Betätigungsstössel 53 angeschlossen. An dem linken Stirnende des
Schiebers 47 ist eine Druckfeder 48 eingesetzt, die sich an dem Stirnende des Schiebers
47 einerseits und der Wand des Gehäuseunterteiles 1 abstützt und von Ansätzen 50 und
51 gehalten ist.
[0016] Gemäss Fig. 3 ist an dem Betätigunsstössel 53 vorteilhaft einstückig ein Drückerarm
55 angebracht, welcher durch eine Öffnung 56 im Gehäuseoberteil 2 nach innen ragt
und welcher gerade so lang bemessen ist, dass bei Einwärtsdrücken des Betätigungsstössels
53 die eventuell verschweissten oder zusammen haftenden Öffnerkontakte zwischen den
Kontaktstücken 19, 20 der Kontaktbrücke 16 und den Festkontaktstücken 5, 6 zwangsweise
aufgebrochen werden, d.h. wenn der Betätigungsstössel 53 gemäss den Figuren 2 und
3 mit dem Drückerarm 55 nach links gedrückt wird, kommt das Stirnende des Drückerarmes
zur Anlage an das Mittelteil der Kontaktbrücke 16 und nimmt diese zwangsläufig mit,
wenn die Kontakte dieses Öffners nicht schon kurz vorher geöffnet haben. Vorteilhaft
ist der Drückerarm 55 Teil eines Winkelstückes 54, welches vorteilhaft einstückig
mit dem stirnseitigen Ende des Betätigungsstössels 53 verbunden ist.
[0017] Wie vorher erläutert wurde, wirkt der Betätigungsstössel 53 bei Betätigung auf den
Schieber 47 ein. Dem Schieber 47 ist ein Gleitstück 57 zugeordnet, welches zweckmässigerweise
als Rechteckrahmen ausgebildet ist und aus einem unteren Gleitstückteil 58, einem
oberen Gleitstückteil 59 und zwei seitlichen Gleitstückteilen 60 und 61 besteht. Das
Gleitstück umgibt den Schieber 47 und ist derart breit ausgebildet, wie insbesondere
Fig. 4 zeigt, dass zwischen dem Schieber 47 einerseits und den seitlichen Gleitstückteilen
60 und 61 andererseits Sprungfedern 72 und 73 angeordnet sind. Die Sprungfedern 72
und 73 können vorteilhaft mittels Nasen 68, 69, 70 und 71 einerseits und Kerben 79,
80, 81 und 82 gehalten sein. Wie die Figuren 4 und 5 verdeutlichen, sind an den Aussenflächen
der seitlichen Gleitstückteile 60 und 61 Zapfen 62 und 63 befestigt, so dass an dem
Gleitstück 57 je ein unterer Arm der beiden doppelarmigen Hebel 37 und 38 angreifen
kann, und zwar mittels Führungsschlitzen 64.
[0018] Wie Fig. 5 erkennen lässt, ist der Verschiebeweg des Gleitstückes 57 durch eine Führungsausnehmung
65 im Boden des Gehäuseunterteiles 1 begrenzt. Ferner sind die Hebel 37 und 38 gemäss
Fig. 4 zweckmässig in Führungsausnehmungen 66 und 67 der Seitenwände der Gehäuseteile
1 und 2 untergebracht.
[0019] Die Wirkungsweise der oben erläuterten Schaltvorichtung gemäss den Figuren 1 bis
8 ist im wesentlichen folgende. Wenn der Betätigungsstössel 53 aus der Ruhelage gemäss
den Figuren 1 bis 5 in Richtung des Pfeiles 74, also nach links hin betätigt und verschoben
wird, wird der Schieber 47 unter Zusammendrücken der Druckfeder 48 mitgenommen. Gleichzeitig
werden die schräg in Ruhelage gemäss Fig. 4 gestellten Sprungfedern 72 und 73 zusammengedrückt,
da sich das Gleitstück 57 in der linken End- bzw. Anschlagstellung befindet. Dieser
Zustand bleibt, bis die Sprungfedern 72 und 73 in die mittlere Lage kommen und in
einer geraden Linie zueinander stehen. Sobald dieser Totpunkt überschritten wird,
d.h. der Schieber 47 weiter nach links verschoben wird, kommen die Sprungfedern 72,
73 wieder in eine Schräglage, wie in Fig. 6 mit den strichpunktierten Linien für die
Sprungfedern 72, 73 angedeutet ist. Von diesem Augenblick an dehnen sich die Sprungfedern
72 und 73 wieder aus und bewirken ein schlagartiges Verschieben des Gleitstückes 57
in Richtung des Pfeiles 75 nach rechts bis zur anderen End- bzw. Anschlagstellung
in der Führungsausnehmung 65 gemäss Fig. 8. Dabei werden die beiden Hebel 37 und 38
geschwenkt und bewirken eine schlagartige Verschiebung des Kontaktbrückenhalters 21
in Richtung des Pfeiles 76 gemäss Fig. 8. Da die Kontaktbrücken 15 und 16 von dem
Kontaktbrückenhalter 28 mitgenommen werden, erfolgt der Schaltvorgang. Dabei ist die
Bewegungsrichtung der Kontaktbrücken und des Kontaktbrückenhalters die gleiche wie
die des Betätigungsstössels 53. Die Umkehrung der Bewegungsrichtung des oben erläuterten
Sprungschaltmechanismus erfolgt also durch die beiden doppelarmigen Hebel 37 und 38.
Beim Loslassen des Betätigungsstössels 53 vollziehen sich die Vorgänge in umgekehrter
Reihenfolge.
[0020] . Fig. 9 zeigt noch ein anderes Ausführungsbeispiel eines Konstruktionsdetails der
erfindungsgemässen Vorrichtung. In Fig. 9 sind für alle gleichen oder gleichwirkenden
Teile, verglichen mit Fig. 4, die gleichen Bezugszeichen verwendet worden. Bei diesem
Ausführungsbeispiel sind die Sprungfedern 77 und 78 als im wesentlichen zylindrische
Stücke aus federnd elastischem Kunststoff ausgebildet. Hierdurch wird die Konstruktion
vereinfacht und das Einsetzen der Sprungfedem 77, 78 erleichtert, was von Bedeutung
ist, wenn die Schaltvorrichtung in der Praxis insgesamt wesentlich kleiner als in
den Figuren dargestellt ausgebildet ist. Um eine Verstärkung der Federwirkung zu erreichen
und eine eventuelle Ermüdung des federnd elastischen Kunststoffes zu vermeiden, können
in den zylindrischen Stücken der Sprungfedern 77, 78 Druckfedern 83 und 84 eingesetzt
werden, und zwar so, dass die Sprungfedern 77, 78 mit den Druckfedern 83, 84 als vorgefertigte
Einheiten eingesetzt werden.
1. Schaltvorrichtung, insbesondere für Endschalter oder Grenztaster, mit einem Sprungschaltmechanismus
und mindestens einer in einem Kontaktbrückenhalter (21) geführten beweglichen Kontaktbrücke (15,16), die über einen
Betätigungsstössel (53) betätigbar ist, wobei der Sprungschaltmechanismus derart ausgebildet
ist, dass die Bewegungsrichtung jeder Kontaktbrücke (15, 16) beim Schalten der Bewegungsrichtung
des Betätigungsstössels (53) entspricht, dadurch gekennzeichnet, dass zwei doppelarmige
Hebel (37, 38) zur Umkehrung der Bewegungsrichtung des Sprungschaltmechanismus vorgesehen
sind, dass der Betätigungsstössel (53) auf einen Schieber (47) einwirkt, dass dem
Schieber (47) ein Gleitstück (57) zugeordnet ist, dass zwischen dem Schieber (47)
und dem Gleitstück (57) Sprungfedern (72, 73; 77, 78) vorgesehen sind, dass an dem
Gleitstück (57) je ein Arm der doppelarmigen Hebel (37, 38) angreift, dass die doppelarmigen
Hebel in ihrem mittleren Bereich in feststehenden Lagern (41, 42) schwenkbar gehalten
sind, und dass die beiden anderen Arme der Hebel (37, 38) an dem Kontaktbrückenhalter
(21) angreifen.
2. Schaltvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an dem einen Ende
des Schiebers (47) eine Druckfeder (48) vorgesehen ist, die einerseits an dem Schieber
(47) und andererseits an einer Wand eines Gehäuses (1) abgestützt ist.
3. Schaltvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckfeder
(48) von Ansätzen (50, 51) des Gehäuses (1) und des Schiebers (47) gehalten ist.
4. Schaltvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass
das Gleitstück (57) als Rechteckrahmen mit einem unteren (58), einem oberen (59) und
zwei seitlichen (60, 61) Gleitstückteilen ausgebildet ist, welches den Schieber (47)
umgibt und derart ausgebildet ist, dass die Sprungfedern (72, 73; 77, 78) zwischen
dem Schieber (47) einerseits und den seitlichen Gleitstückteilen (60, 61) andererseits
angeordnet sind.
5. Schaltvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Sprungfedern
(72, 73; 77, 78) mittels Nasen (68, 69, 70, 71) und Kerben (79,80,81,82) gehalten
sind.
6. Schaltvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass jeweils der eine Arm der Hebel (37, 38) mit einem Führungsschlitz (64) versehen
ist, in welchem ein Zapfen (62, 63) des Gleitstückes (57) eingreift, und dass jeweils
der andere Arm der Hebel (37, 38) mit einem nach innen ragenden Bolzen (35, 36) versehen
ist, welcher in einen Führungsschlitz (33, 34) des Kontaktbrückenhalters (21) eingreift.
7. Schaltvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass der Verschiebeweg des Gleitstücks (57) durch eine Führungsausnehmung (65) im
Boden des Gehäuses (1) begrenzt ist.
8. Schaltvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass die Hebel (37, 38) in Führungsausnehmungen (66, 67) der Seitenwände des Gehäuses
(1, 2) untergebracht sind.
9. Schaltvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass der Kontaktbrückenhalter (21 ) als Doppelkreuz mit zwei seitlichen Armen (22,
23) und in Verschieberichtung verlaufenden paarweise angeordneten Schenkeln (24, 25,
26, 27) ausgebildet ist, dass die Kontaktbrücken (15, 16) inAusnehmungen (28, 29)
der Schenkel (24, 25, 26, 27) beweglich geführt sind, und dass zwischen den Schenkelpaaren
(24, 25 bzw. 26, 27) je eine Kontaktdruckfeder (30, 31 ) eingesetzt ist, die sich
einerseits an der betreffenden Kontaktbrücke (15, 16) und andererseits an einem Mittelstück
(32) des Kontaktbrückenhalters (21 ) abstützt.
10. Schaltvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass der Schieber (47) durch beiderseitige nach unten verlaufende Vorsprünge (43,
44, 45, 46) der Schenkel (24, 25, 26, 27) des Kontaktbrükkenhalters (21) in Verschieberichtung
geführt ist.
11. Schaltvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass an dem Betätigungsstössel (53) ein Drükkerarm (55) angebracht ist, welcher gerade
so lang bemessen ist, dass bei Einwärtsdrücken des Betätigungsstössels (53) die eventuell
verschweissten oder zusammenhaftenden Öffnerkontakte zwischen Kontaktstücken (19,
20) der Kontaktbrücke (16) und den Festkontaktstücken (5, 6) zwangsweise aufgebrochen
werden.
12. Schaltvorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Drückerarm
(55) Teil eines Winkelstückes (54) ist, welches mit dem äusseren stirnseitigen Ende
des Stössels (53) verbunden ist.
13. Schaltvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass die Sprungfedern (77, 78) als im wesentlichen zylindrische Stücke aus federnd
elastischem Kunststoff ausgebildet sind.
1. Dispositif de commande, notamment pour des contacteurs de fin de course ou des
palpeurs de limites, comportant un mécanisme à action brusque et au moins un pontet
de contact mobile (15, 16), guidé dans un support (21 ), et qui peut être actionné
par l'intermédiaire d'un poussoir d'actionnement (53), le mécanisme à action brusque
étant agencé de telle sorte que la direction de mouvement de chaque pontet de contact
(15,16) corresponde, lors de la commande, à la direction de mouvement du poussoir
d'actionnement (53), caractérisé en ce que deux leviers à deux bras (37, 38) sont
prévus pour inverser la direction de mouvement du mécanisme de commande à action brusque,
en ce que le poussoir d'actionnement (53) agit sur un baladeur (47), en ce que le
baladeur (47) est associé à un coulisseau (57), en ce qu'il est prévu entre le baladeur
(47) et le coulisseau (57) des ressorts à action brusque (72, 73; 77, 78), en ce que
sur le coulisseau (57) agit respectivement un bras respectif des leviers à double
bras (37, 38), en ce que les leviers à double bras sont montés de façon pivotante,
dans leurs zones centrales, dans des paliers fixes (41, 42) et en ce que les deux
autres bras des leviers (37, 38) s'accrochent sur le support (21 ) de pontets de contact.
2. Dispositif de commande selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'il est prévu
à une des extrémités du baladeur (47) un ressort de pression (48), qui s'appuie d'un
côté contre le baladeur (47) et de l'autre côté contre une paroi d'un carter (1 ).
3. Dispositif de commande selon la revendication 2, caractérisé en ce que le ressort
de pression (48) est maintenu par des appendices (50, 51 ) du carter (1 ) et du baladeur
(47).
4. Dispositif de commande selon une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que
le coulisseau (57) est réalisé sous la forme d'un cadre rectangulaire comportant une
partie inférieure (58), une partie supérieure (59) et deux parties latérales (60,
61 ), ce cadre entourant le baladeur (47) et étant agencé de telle sorte que les ressorts
à action brusque (72, 73; 77, 78) soient disposés entre le baladeur (47) d'un côté
et les parties latérales de coulisseau (60,61) de l'autre côté.
5. Dispositif de commande selon la revendication 4, caractérisé en ce que les ressorts
à action brusque (72, 73; 77, 78) sont maintenus au moyen d'ergots (68, 69, 70, 71
) et de saignées (79, 80, 81, 82).
6. Dispositif de commande selon une des revendications précédentes, caractérisé en,
ce que, respectivement, un des bras de leviers (37, 38) est pourvu d'une fente de
guidage (64) dans laquelle s'accroche un téton (62, 63) du coulisseau (57) et en ce
que respectivement, l'autre bras des leviers (37, 38) est pourvu d'un tourillon (35,
36) dirigé vers l'intérieur et qui s'engage dans une fente de guidage (33, 34) du
support (21) de pontets de contact.
7. Dispositif de commande selon une des revendications précédentes, caractérisé en
ce que la course de translation du coulisseau (57) est limitée par un évidement de
guidage (65) ménagé dans le fond du carter (1 ).
8. Dispositif de commande selon une des revendications précédentes, caractérisé en
ce que les leviers (37, 38) sont disposés dans des évidements de guidage (66, 67)
des parois latérales du carter (1, 2).
9. Dispositif de commande selon une des revendications précédentes, caractérisé en
ce que le support (21 ) de pontets de contact est réalisé sous la forme d'une double
croix comportant deux bras latéraux (22, 23) et des branches (24, 25, 26, 27) disposées
par paires et orientées dans la direction de translation, en ce que les pontets de
contact (1, 16) sont guidés dans leurs mouvements dans des évidements (28, 29) des
branches (24, 25, 26, 27) et en ce qu'il est prévu entre les paires de branches (24,
25 et 26, 27) respectivement un ressort de pression de contact (30, 31), qui s'appuie
d'un côté contre le pontet de contact correspondant (15, 16) et de l'autre côté contre
une partie centrale (32) du support (21) de pontets de contact.
10. Dispositif de commande selon une des revendications précédentes, caractérisé en
ce que le baladeur (47) est guidé dans sa direction de translation par des saillies
(43, 44, 45, 46), prévues des deux côtés dirigés vers le bas des branches (24, 25,
26, 27) du support (21) de pontets de contact.
11. Dispositif de commande selon une des revendications précédentes, caractérisé en
ce qu'il est prévu sur le poussoir d'actionnement (53) un bras de poussée (55) qui
est précisément dimensionné avec une longueur telle que, lors d'une poussée du poussoir
d'actionnement (53) vers l'intérieur, les contacts de l'organe d'ouverture, éventuellement
soudés ou collés, soient obligatoirement ouverts entre les contacts (19, 20) du pontet
de contact (16) et les contacts fixes (5, 6).
12. Dispositif de commande selon la revendication 11, caractérisé en ce que le bras
de poussée (55) fait partie d'une pièce coudée (54) qui est reliée avec l'extrémité
frontale extérieure du poussoir (53).
13. Dispositif de commande selon une des revendications précédentes, caractérisé en
ce que les ressorts à action brusque (77, 78) sont agencés sous la forme de pièces
de forme sensiblement cylindrique, constituées d'une matière plastique de nature élastique.
1. Switching device, in particular for limit switches or press button limit switches,
with a spring control mechanism and at least one moveable contact bridge (15, 16)
guided in a contact bridge holder (21), which contact bridge can be actuated by way
of an actuating plunger (53), the spring control mechanism being constructed so that
the direction of movement of each contact bridge (15, 16) at the time of switching
corresponds to the direction of movement of the actuating plunger (53), characterised
in that two double-armed levers (37, 38) are provided for reversing the direction
of movement of the spring control mechanism, that the actuating plunger (53) acts
on a slide, that associated with the slide (47) is a sliding member (57), that provided
between the slide (47) and the sliding member (57) are elastic springs (72, 73; 77,
78), that acting on the sliding member (57) respectively is one arm of the double-armed
lever (37, 38), that the double-armed levers are held so that they tilt in their central
region in stationary bearings (41,42) and that the two other arms of the levers (37,
38) act on the contact bridge holder (21).
2. Switching device according to Claim 1, characterised in that provided at one end
of the slide (47) is a compression spring (48), which is supported at one end on the
slide (47) and at the other end on a wall of a housing (1 ).
3. Switching device according to Claim 2, characterised in that the compression spring
(48) is held by projections (50, 51 ) of the housing (1) and of the slide (47).
4. Switching device according to one of Claims 1 to 3, characterised in that the sliding
member (57) is constructed as a rectangular frame with a lower part (58), an upper
part (59) and two side parts (60, 61), which surrounds the slide (47) and is constructed
so that the elastic springs (72, 73; 77, 78) are arranged between the slide (47) on
the one hand and the lateral parts (60, 61 ) of the sliding member on the other hand.
5. Switching device according to Claim 4, characterised in that the elastic springs
(72, 73; 77, 78) are held by means of lugs (68, 69, 70, 71) and notches (79,80,81,82).
6. Switching device according to one of the preceding Claims, characterised in that
one arm of the lever (37, 38) respectively is provided with a guide slot (64), in
which a pin (62, 63) of the sliding member (57) engages and that the other arm of
the lever (37, 38) respectively is provided with an inwardly projecting bolt (35,
36), which engages in a guide slot (33, 34) of the contact bridge holder (21).
7. Switching device according to one of the preceding Claims, characterised in that
the displacement of the sliding member (57) is limited by a guide recess (65) in the
base of the housing (1).
8. Switching device according to one of the preceding Claims, characterised in that
the levers (37, 38) are located in guide recesses (66, 67) in the side walls of the
housing (1,2).
9. Switching device according to one of the preceding Claims, characterised in that
the contact bridge holder (21 ) is constructed as a dou- blecross with two side arms
(22, 23) and sides (24, 25, 26, 27) arranged in pairs and extending in the sliding
direction, that the contact bridges (15, 16) are guided to move in recesses (28, 29)
in the sides (24, 25, 26, 27) and that inserted between the pairs of sides (24, 25,
26, 27) is a contact compression spring (30, 31) respectively, which is supported
at one end on the respective contact bridge (15, 16) and at the other end on a central
member (32) of the contact bridge holder (21).
10. Switching device according to one of the preceding Claims, characterised in that
the slide (47) ist guided in the sliding direction by projections (43,44,45,46) of
the sides (24, 25, 26, 27) of the contact bridge holder (21), which projections extend
downwards on both sides.
11. Switching device according to one of the preceding Claims, characterised in that
located on the actuating plunger (53) is a pusher arm (55), the length of which is
such that when the actuating plunger (53) is pressed inwards, the normally closed
contacts which are possibly welded or stuck together between the contact members (19,
20) of the contact bridge (16) and the fixed contact members (5, 6) are forced open.
12. Switching device according to Claim 11, characterised in that the presser arm
(55) is part of an angle member (54), which is connected to the outer front end of
the plunger (53).
13. Switching device according to one of the preceding Claims, characterised in that
the elastic springs (77, 78) are constructed as substantially cylindrical members
consisting of elastic, resilient synthetic material.