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EP 0 139 279 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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09.03.1988 Patentblatt 1988/10 |
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Anmeldetag: 11.10.1984 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)4: B02C 19/06 |
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Fliessbett-Gegenstrahlmühle
Fluidised bed-counter jet mill
Broyeur à contre-jets à lit fluidisé
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH FR GB LI LU NL SE |
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Priorität: |
20.10.1983 DE 3338138
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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02.05.1985 Patentblatt 1985/18 |
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Patentinhaber: Alpine Aktiengesellschaft |
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D-86199 Augsburg (DE) |
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Erfinder: |
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- Nied, Roland, Dr.-Ing.
D-8901 Bonstetten (DE)
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Entgegenhaltungen: :
DE-A- 3 140 294 FR-A- 967 396 US-A- 2 672 296
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DE-C- 921 970 US-A- 2 103 454
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Fliessbettstrahlmühle mit den Merkmalen des Oberbegriffs
von Anspruch 1.
[0002] Strahlmühlen stellen trotz ihres hohen spezifischen Energieverbrauchs vor allem in
den Bedarfsfällen, bei denen hohe Anforderungen an die Feinheit oder Reinheit des
Mahlprodukts bestehen oder Verschleiss und Ansatzbildung zu erwarten sind und dadurch
Anlagen mit Zerkleinerungsmaschinen mit bewegten Mahlwerkzeugen komplizierter und
teurer in Anschaffung und Betrieb werden, nach wie vor wirtschaftlich arbeitende Zerkleinerungsmaschinen
dar.
[0003] Vor allem Fliessbettstrahlmühlen werden diesen Anforderungen gerecht, da sie infolge
der sich einstellenden hohen Gutbeladung einen um den Faktor 2 bis 4 besseren Wirkungsgrad
als die anderen bekannten Strahlmühlen, z.B. die Spiralstrahlmühle, aufweisen. Insbesondere
die aus der DE-OS 2040519 bekannte Fliessbettstrahlmühle, von der im Oberbegriff des
Anspruchs 1 ausgegangen wird, eignet sich in vorteilhafter Weise für diesen Zweck:
Da ihre Mahlkammer keine Einbauten zur Führung der der Mahlung dienenden Gasstrahlen
besitzt, kann sie auch bei härtestem Mahlgut praktisch ohne Verschleiss arbeiten,
und da der senkrecht nach oben aus der Düse im Bodenbereich der Mahlkammer austretende
Gasstrahl sowohl zur Mahlung als auch zur Fluidisierung des in der Mahlkammer befindlichen
Gutes dient, sind keine zusätzlichen Mittel für die Gut-Fluidisierung erforderlich.
Ausserdem ermöglicht die Fontänenbildung des aus dem Gutbett austretenden Gutes bei
entsprechend eingestellter Mahlkammerfüllung eine einfache Beschickung eines oberhalb
der Oberfläche des Gutbettes angeordneten Sichters, so dass sich kontinuierlicher
Betrieb und ein gleichmässiges Fertigprodukt ergeben.
[0004] Wegen der steigenden Energiekosten ist es jedoch unerlässlich, nach Massnahmen zu
suchen, mit denen der spezifische Energieverbrauch des Mahlvorgangs gesenkt, d.h.
der Wirkungsgrad verbessert werden kann. Diese Aufgabe in Verbindung mit der aus der
DE-OS 2040519 bekannten Fliessbettstrahlmühle liegt der vorliegenden Erfindung zugrunde.
[0005] Die Lösung dieser Aufgabe besteht darin, dass eine bestimmte Anzahl, z.B. 3, 4 oder
5, weiterer Strahldüsen angeordnet werden, die unterhalb der Oberfläche des in der
Mahlkammer der Fliessbettstrahlmühle befindlichen Gutbettes in dieses münden. Die
Düsenmündungen liegen dabei gleichmässig verteilt auf einem zur Achse der Bodendüse
koaxialen Kreis in einer senkrecht zu dieser Achse verlaufenden Ebene, und die Achsen
dieser Düsen schneiden sich in einem Punkt auf der Achse der Bodendüse unterhalb der
Ebene der Düsenmündungen.
[0006] Mit dieser Anordnung wird das Gutbett einer sehr intensiven Umwälzbewegung unterzogen,
mit der der gesamte Mahlkammerinhalt erfasst wird und die Strahlen dichter mit Gut
beladen werden. Dies bedeutet eine bessere Energieausnutzung mit entsprechend verbessertem
Wirkungsgrad der Mahlung. Ausserdem wird ein Liegenbleiben und Verfestigen von Teilen
des Gutbettes - wie es bei den bekannten Fliessbettstrahlmühlen beobachtet wird und
dort die Mahlwirkung verschlechtert und die Reinigung der Mahlkammer erschwert - wirkungsvoll
verhindert.
[0007] Weiterhin wurde gefunden, dass der optimale Mahleffekt der erfindungsgemässen Anordung
dann erhalten wird, wenn der Abstand des Schnittpunkts der Düsenachsen von der Ebene
der Düsenmündungen so gewählt wird, dass rechnerisch die vektorielle, d.h. die durch
geometrische Addition erhaltene Summe der Impulsströme sämtlicher Düsen zu Null wird.
Als lmpulsstrom einer Düse ist dabei das Produkt aus Strahlgeschwindigkeit an der
Düsenmündung und hier in der Zeiteinheit durchgesetzter Gasmenge zu verstehen; er
entspricht dem auf die Zeiteinheit bezogenen Impuls des aus der Düse austretenden
Gasstrahls und hat die Dimension einer Kraft.
[0008] Vorteilhaft ist es auch, wenn sämtliche Düsen gleich ausgebildet werden und gleiche
Abmessungen aufweisen. Damit ergeben sich für alle Düsen gleiche Strecken von der
Düsenmündung bis zum Brennpunkt der Strahlen, dem Raum, in dem sämtliche Strahlen
einander überschneiden, so dass für jeden Strahl gleichartige Mahlbedingungen gegeben
sind. Der Raumbedarf der Düsenanordnung wird hierbei zu einem Minimum, so dass mit
kleinerer Mahlkammerfüllung als bisher gearbeitet werden kann, was eine weitere Verbesserung
der Energieausnutzung mit sich bringt.
[0009] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt. Die in Fig.
1 im Schnitt wiedergegebene Strahlmühle besitzt eine von Einbauten freie Mahlkammer
1, die in ihrem unteren Bereich als Konus 2 ausgebildet ist und nach oben hin durch
den Sichter 3 mit Sichtrad 4 abgeschlossen ist. In die Mahlkammer 1 münden die Bodendüse
5 mit senkrecht nach oben austretendem Gasstrahl und drei weitere Strahldüsen 6, deren
Mündungen auf einem zur Achse 7 der Bodendüse 5 koaxialen Kreis 8 in einer senkrecht
zur Achse 7 verlaufenden Ebene 9 gleichmässig verteilt liegen und deren Achsen 10
sich im Punkt 11 auf der Achse 7 unterhalb der Ebene 9 schneiden (Fig. 2). Bodendüse
5 und Strahldüsen 6 sind gleich ausgebildet und besitzen gleiche Abmessungen, so dass
der Abstand zwischen Düsenmündung und Punkt 11 für alle Düsen 5 und 6 gleich gross
wird. Der Abstand des Punktes 11 von der Ebene 9 ist so gewählt, dass rechnerisch
die vektorielle Summe der Impulsströme der Düsen 5 und 6 zu Null wird, d.h. er beträgt
hier ein Viertel des Abstands der Mündung der Bodendüse 5 von der Ebene 9, da alle
Düsen 5 und 6 aus der gemeinsamen Versorgungsleitung 12 gespeist werden und somit
Strahlgeschwindigkeit an der Düsenmündung und hier in der Zeiteinheit durchgesetzte
Gasmenge für alle Düsen 5 und 6 gleich sind.
[0010] Das zu zerkleinernde Gut 13 wird mit Hilfe der in der Drehzahl einstellbaren Dosierschnecke
14 in die Mahlkammer 1 gefördert und bildet hier ein Gutbett 15 solcher Höhe, dass
Gut und Gas (von den Düsen 5 und 6) mit geringer Geschwindigkeit als Fontäne 16 nach
oben zum Sichtrad 4 transportiert werden. Das Sichterfeingut verlässt die Strahlmühle
über die Austrittsleitung 17 und wird von hier zu einem (nicht gezeichneten) Staubabscheider,
z.B. Zyklon und/oder Filter, geführt. Das Sichtergrobgut kreist entlang der Wand der
Mahlkammer 1 zurück in das Gutbett 15. Die Feinheit des Fertiggutes wird über die
Drehzahl des Sichtrades 4 eingestellt, das vom Motor 18 über einen Riementrieb 19
mit stufenlos einstellbarem Übersetzungsverhältnis angetrieben wird.
1. Fliessbettstrahlmühle mit einer von Einbauten zur Führung der der Mahlung dienenden
Gasstrahlen freien Mahlkammer, in deren Bodenbereich eine Düse mit senkrecht nach
oben austretendem, sowohl zur Mahlung als auch zur Fluidisierung des in der Mahlkammer
befindlichen Gutes dienendem Gasstrahl angeordnet ist und die bis zu einer solchen
Höhe vollständig mit dem zu zerkleinernden Gut gefüllt ist, dass Gut und Gas als Fontäne
geringer Geschwindigkeit aus dem Gutbett austreten, wobei diese Fontäne zur Speisung
eines oberhalb der Oberfläche des Gutbettes vorgesehenen, unabhängig vom Impuls des
aus der Bodendüse austretenden Strahls betriebenen Sichters dient, dadurch gekennzeichnet,
dass eine bestimmte Anzahl weiterer, unterhalb der Oberfläche des Gutbettes (15) in
der Mahlkammer (1) in diese mündender Strahldüsen (6) angeordnet ist, deren Mündungen
in einer senkrecht zur Achse (7) der Bodendüse (5) verlaufenden Ebene (9) auf einem
zur Achse der Bodendüse koaxialen Kreis (8) gleichmässig verteilt liegen und deren
Achsen (10) sich in einem Punkt (11) auf der Achse der Bodendüse unterhalb der Ebene
(9) der Düsenmündungen schneiden.
2. Fliessbettstrahlmühle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Schnittpunkt
(11) der Düsenachsen (7, 10) von der Mündungsebene (9) den Abstand hat, für den rechnerisch
die vektorielle Summe der Impulsströme sämtlicher Düsen (5, 6) zu Null wird, wobei
unter dem Impulsstrom einer Düse das Produkt aus Strahlgeschwindigkeit an der Düsenmündung
und hier in der Zeiteinheit durchgesetzter Gasmenge zu verstehen ist.
3. Fliessbettstrahlmühle nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass sämtliche Düsen
(5, 6) gleich ausgebildet sind und gleiche Abmessungen aufweisen.
1. Désintégrateur à jet d'air à lit fluidisé, comportant une chambre de désintégration
libre de toute pièce intérieure rapportée servant à guider les jets de gaz servant
à la désintégration, chambre dans la zone du fond de laquelle, d'une part, est disposée
une tuyère à jet de gaz sortant verticalement vers le haut et servant aussi bien à
la désintégration qu'à la fluidisation de la matière se trouvant dans cette chambre,
et qui, d'autre part, est entièrement remplie de matière à désintégrer jusqu'à un
niveau tel que la matière et le gaz sortent du lit de matière sous forme d'une «fontaine»
de faible vitesse, cette «fontaine» servant à alimenter un séparateur preumatique
prévu au-dessus de la surface de ce lit de matière et fonctionnant de manière indépendante
de la quantité de mouvement du jet de gaz sortant de la tuyère de fond, caractérisé
en ce qu'il y est disposé un nombre déterminé d'autres tuyères à jet de gaz (6) qui
débouchent dans la chambre de désintégration (1) au-dessous de la surface du lit de
matière (15) situé dans cette chambre, dont les orifices sont régulièrement répartis
dans un plan (9) s'étendant perpendiculairement à l'axe (7) de la tuyère de fond (5),
sur un cercle (8) coaxial à l'axe de cette tuyère de fond, et dont les axes (10) se
recoupent en un point (11) situé sur l'axe de la tuyère de fond, au-dessous du plan
(9) des orifices de ces tuyères.
2. Désintégrateur à jet de gaz à lit fluidisé selon la revendication 1, caractérisé
en ce que le point d'intersection (11) des axes (7, 10) des tuyères est situé à une
distance du plan (9) des orifices qui, par calcul, rend nulle la somme vectorielle
des quantités de mouvement de l'ensemble des tuyères (5, 6), la quantité de mouvement
d'une tuyère signifiant le produit de la vitesse du jet de gaz à l'orifice de cette
tuyère par le débit de gaz traversant celui-ci dans l'unité de temps.
3. Désintégrateur à jet de gaz à lit fluidisé selon la revendication 2, caractérisé
en ce que toutes les tuyères (5, 6) sont conçues d'une manière identique, et présentent
des dimensions identiques.
1. A fluidized bed jet mill comprising a milling chamber free of baffles for directing
the gas jets for performing the milling, in the floor area of which milling chamber
a nozzle is arranged with a gas jet exiting vertically upwards and serving both to
mill and to fluidize the material located in the milling chamber and which milling
chamber is completely filled to such a level with the material to be crushed that
material and gas exit as a fountain at low speed from the material bed, this fountain
serving to feed a classifier provided above the surface of the material bed and operated
independently of the impulse of the jet exiting from the floor nozzle, characterized
in that a number of additional jet nozzles (6) are arranged below the surface of the
material bed (15) in the milling chamber (1) so as to open thereinto, the openings
of which jet nozzles (6) are uniformly distributed over a circle (8) coaxial with
the axis of the floor nozzle in a plane (9) running perpendicular to the axis (7)
of the floor nozzle (5), and the axes (10) of which jet nozzles (6) intersect at a
point (11) on the axis of the floor nozzle below the plane (9).
2. A fluidized bed jet mill according to claim 1, characterized in that the intersection
point (11) of the nozzle axes (7, 10) is at a distance from the plane (9) in which
the openings lie for which arithmetically the vectorial sum of the impulse streams
of all the nozzles (5, 6) is nil, the impulse stream of a nozzle being understood
to mean the product of jet speed at the nozzle opening and the gas quantity pushed
therethrough in unit time.
3. A fluidized bed jet mill according to claim 2, characterized in that all the nozzles
(5, 6) are similarly constructed and have the same dimensions.
