Stand der Technik
[0001] Die Erfindung geht aus von einer Spanneinrichtung für Teile, Werkstücke, Formen u.
dgl. nach der Gattung des Hauptanspruchs. Ein solcher Tiefdruckspanner ist bekannt
(s. Prospekt "Sind hohe Vorrichtungskosten und Rüstzeiten Ihr Problem", blüco technik
86, S. 20) und verfügt über einen Grundkörper, der beispielsweise mittels Schraubbolzen
oder Inbusschrauben an einer Basisplatte befestigt werden kann, die Teil eines Rasterspannsystems
ist. Der Grundkörper trägt einen Lagerblock, der axial aufeinanderfolgend zwei im
Abstand zueinander angeordnete schräge Gleitflächen aufweist. Auf dem Lagerblock
sitzt ein Spannelement, welches über die gleichen schrägen Gleitflächen verfügt und
daher je nach Relativposition zum Lagerblock entweder weiter nach vorne, in Richtung
auf das Werkstück gesehen und unten oder weiter nach hinten und dann höher stehend
befestigt werden kann. Zur Befestigung und zur Erzeugung des für das Einspannen beispielsweise
eines Werkzeugs erforderlichen Drucks ist eine Schraube vorgesehen, die sich in den
Lagerblock einschrauben läßt und mit ihrem durch eine Unterlegscheibe erheblich verbreiterten
Schraubenkopf dann von oben auf das Spannelement drückt, so daß dieses längs der
Schiefe Ebenen bildenden Schrägflächen nach unten und auf das Werkstück hin gedrückt
wird. Diese Vorwärtsbewegung des Spannelements ist allerdings nur deshalb möglich,
weil die Bohrung, durch welche sich die Spannschraube im Spannelement erstreckt,
mit sehr viel Spiel versehen ist, jedenfalls in der Verschieberichtung, also als
Langloch ausgebildet ist. Eine Verschiebung ist dann aber auch nur innerhalb der
Langlochgrenzen möglich,und insgesamt kann bei diesem bekannten Tiefdruckspanner problematisch
sein, daß das Spannelement jedenfalls so lange, wie dieses nicht unter Druck am einzuspannenden
Werkstück anliegt, nur lose gehalten und auch nur lose, also aufgrund der lediglichen
Langlochbefestigung vollkommen ungeführt am Lagerblock sitzt.
[0002] Allgemein wird zu der Technik des Spannens von Werkstükken, Teilen, Formen u. dgl.,
auf welchem Gebiet auch die vorliegende Erfindung ein bevorzugtes Anwendungsfeld findet,
verwiesen auf die Veröffentlichungen Aufsatz "Wirtschaftlich Rüsten von Baukastenvorrichtungen
am Arbeitsplatz" von Gallien/Hammer in "tz für Metallbearbeitung" 1983, Heft 5 oder
den Aufsatz "Rasterspannsystem mit CAD-gestützter Programmkontrolle reduziert Maschinenrüstzeiten"
von Schwolgin in der Zeitschrift "dima", Heft 6/86, S. 126-134.
[0003] Neben dem bekannten Tiefdruckspanner gibt es noch eine Vielzahl von weiteren Spanneinrichtungen,
die für die Befestigung von Formen oder Werkstücken auf Rasterspannplatten geeignet
sind und die ihre Anwendung finden im Vorrichtungsbau, bei der spanabhebenden Verformung,
bei der Vorbereitung von Bearbeitungen an Werkbank-Arbeitsplätzen u. dgl., beispielsweise
ein spezieller "blüco"- Spanner, S. 19 des genannten Prospekts, bei dem im Lagerblock
um einen Drehpunkt ein Spannelement schwenkbar gehalten ist, welches von einem Schraubbolzen
um seinen Schwenkpunkt nach vorne in Richtung auf das Werkstück gepreßt ist, wobei
der Schraubbolzen von außen auf das verschwenkbare Spannelement drückt und im Gewindeeingriff
lediglich mit dem Lagerblock steht, oder ein Kugelspanner, bei dem oberhalb einer
Grundleiste eine Spannleiste gehalten ist, die durch Aufschrauben von Muttern oder
weiteres Einschrauben von Stehbolzen nach unten gepreßt werden kann und hierdurch
einen Preßdruck im Bereich von zwei vorderen kugeligen Halbsphären ausübt.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Spanneinrichtung zu schaffen, bei
der das Spannelement im Lagerblock präzise geführt ist und die Möglichkeit besteht,
dennoch durch das mehr oder weniger starke Verdrehen eines Schraubelements eine gleichzeitige
Bewegung in zwei Ebenen mit dem Spannelement durchzuführen, also in Richtung auf
das einzuspannende Teil, beispielsweise Werkstück, und nach unten.
Vorteile der Erfindung
[0005] Die Erfindung löst diese Aufgabe mit den kennzeichnenden Merkmalen des Hauptanspruchs
und hat den Vorteil, daß bei einfachem Aufbau ein präzise Führung und Verstellung
des Spannelements im Lagerblock möglich ist, wobei dieser selbst wieder auf einem
Grundkörper verschiebbar gelagert ist.
[0006] Besonders vorteilhaft ist ferner, daß sich beim Festspannen keine Reibungseinflüsse
negativ bemerkbar machen, die beispielsweise entstehen können, wenn die jeweiligen
schrägen Gleitflächen, längs welcher das Spannelement auf dem Lagerblock gleitet,
die Relativbewegung zueinander zwischen Spannelement und Lagerblock behindern; eine
solche Behinderung kann sich auch durch den Schraubbolzen bei dem bekannten Tiefdruckspanner
ergeben, der notwendigerweise mit seinem Schraubkopf das Spannelement nach unten
drücken muß und durch die hierdurch entstehende Reibung unter Umständen gleichzeitig
verhindert, daß das Spannelement am Lagerblock schräg abrutschen kann.
[0007] Die vorliegende Erfindung beseitigt ferner ein bei allen solchen Tiefdruckspannern
auftretendes Problem, welches darin besteht, daß nur vergleichsweise steile Schrägflächen
überhaupt Verwendung finden können, damit die Relativbewegung durch das relative
Aufeinandergleiten überhaupt erfolgen kann und nicht Reibhemmung auftritt.
[0008] Die vorliegende Erfindung ermöglicht auch besonders flache relative Verschiebebewegungen
zwischen dem Spannelement und dem Lagerblock, beispielsweise lediglich in einem Winkel
von 15° von hinten oben nach vorn unten, so daß, je nach gewähltem Winkel das Verhältnis
zwischen axialer Zustellung und vertikal nach unten ausgeübtem Druck (beides erfolgt
bei Tiefdruckspannern gleichzeitig) frei wählbar ist.
[0009] Ein weiterer Vorteil besteht darin, daß auch hier trotz präzisen seitlichen, vollkommen
verkantungsfreien Führungen für das Spannelement lediglich eine zentrale Stellschraube
betätigt zu werden braucht.
[0010] Durch die in den Unteransprüchen aufgeführten Maßnahmen sind vorteilhafte Weiterbildungen
und Verbesserungen der im Hauptanspruch angegebenen Spanneinrichtung möglich. Besonders
vorteilhaft ist die leichtgängige Betätigung des Spannelements, welches längs seitlicher
Schienen gleitet, die stationär im Lagerblock mit vorgegebener Schräglage, also so
gekippt oder verkantet angeordnet sind, daß sich der gewünschte Verlauf der Verschiebung
des Spannelements sowohl von oben nach unten als auch in Richtung auf den einzuspannenden
Gegenstand ergibt, mit beliebiger Verteilung des jeweiligen Anteils der Bewegungskomponenten,
also der linearen Teilkomponente in Richtung auf den einzuspannenden Gegenstand und
der vertikalen Teilkomponente von oben nach unten. Die seitlichen Gleitschienen können
einstückig am Lagerblock ausgebildet sein in beliebiger Form; sie sind bevorzugt Führungsrundrohre,
die als gehärtete und spezialoberflächenbehandelte, beispielsweise hochglanzpolierte
Gleitzapfen ausgebildet sein können, die in Halbrundausnehmungen des zu diesem Zweck
eine allgemeine U-Form aufweisenden Lagerblocks jeweils innen angeordnet sind und
in das rückwärtige Verbindungsteil der beiden Schenkel des Lagerblocks so weit hineinreichen,
daß sich eine präzise Fixierung und Sicherung der Gleitzapfen ergibt. In weiterer
Ausgestaltung können die Gleitzapfen im Lagerblock noch durch von hinten aufgesetzte
Spannschrauben, vorzugsweise Inbusschrauben befestigt sein. Das Spannelement selbst
weist dann seitlich entsprechend schräge, vorzugsweise einstückige Ausnehmungen auf,
die ebenfalls halbrund sind und längs welcher das Spannelement dann über die Gleitzapfen
seine kombinierte Verschiebebewegung durchführen kann.
Zeichnung
[0011] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird
in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine Draufsicht auf den Grundkörper der Spanneinrichtung und
Fig. 2 eine Ansicht von vorn auf den Grundkörper der Fig. 1, teilweise im Schnitt;
Fig. 3 eine Draufsicht auf den am Grundkörper der Fig. 1 zu befestigenden Lagerblock
und
Fig. 4 den Lagerblock der Fig. 3 in einer Ansicht von hinten, also von der Betätigungsseite
für das im Lagerblock gehaltene Spannelement aus und
Fig. 5 den Lagerblock der Fig. 3 im Schnitt längs der Linie V-V der Fig. 3;
Fig. 6 das im Lagerblock zwangsgeführte Spannelement in einer Seitenansicht und
Fig. 7 das Spannelement der Fig. 6 in einer Ansicht von hinten, also in der Ebene
der Fig. 6 der Zeichnung von links;
Fig. 8 zeigt die zusammengebaute Ausführungsform der Spanneinrichtung in einer Seitenansicht,
teilweise im Schnitt und
Fig. 9 zeigt die zusammengebaute Spanneinrichtung der Fig. 8 in einer Ansicht von
hinten, teilweise im Schnitt und
Fig.10 zeigt das Betätigungsschraubelement, durch dessen Verdrehung die Verschiebung
des Spannelements im Lagerblock erfolgt.
Beschreibung der Ausführungsbeispiele
[0012] Der Grundgedanke vorliegender Erfindung besteht darin, das Spannelement im Lagerblock
durch seitliche Gleitschienen zwangsweise in der gewünschten schrägen Neigung zu
führen, in seiner Führung sicher und hochpräzise auch gegen starken Rückwirkungsdruck
zu halten und gleichzeitig eine problemlose Betätigung, also Verschieben des Spannelements
in der kombinierten Spannrichtung zu ermöglichen.
[0013] In der Darstellung der Fig. 1 ist der den Lagerblock selbst wieder verstellbar aufnehmende
und lagernde Grundkörper der Spanneinrichtung 10 (s. Fig. 8 und 9) mit 11 bezeichnet.
Der Grundkörper 11 verfügt über Befestigungsmöglichkeiten an der Grundplatte eines
Rasterspannsystems beispielsweise, und zwar abgesetzte Schraubbohrungen 12, die
beispielsweise, bei der hier vorliegenden, im wesentlichen rechteckförmigen Blockform
des Grundkör pers als vier Schraubbohrungen in entsprechender Verteilung ausgebildet
sein können. Durch diese Schraubbohrungen, in welche vorzugsweise Inbusschrauben
entsprechenden Kalibers eingesetzt und bis zur Abschulterung 12a versenkt werden
können, so daß sie bei der späteren Vervollständigung der Spanneinrichtung und die
Verstellung des Spannelements nicht stören, erfolgt die für sich gesehen bekannte
Befestigung des Grundkörpers auf einer geeigneten Rasterspannplatte oder einer sonstigen
Unterlage.
[0014] Auf der oberen Seite des Grundkörpers 11 sitzt ein Lagerblock 13 (s. die Figuren
3-5) und ist über zwei äußere Schraubbolzen mit dem Grundkörper 11 verbunden. Der
Lagerblock 13 sitzt dabei auf äußeren, erhabenen Längsbereichen 14a, 14b des Grundkörpers
11 auf, die zwischen sich eine geringfügig abgesenkte Fläche 15 einschließen. Die
erhabenen Bereiche 14a, 14b weisen eine nach oben gerichtete Verzahnung 16 auf, die
beispielsweise eine prismatische 90°-Verzahnung mit der Teilung 1/16" sein kann.
Dieser nach oben gerichteten beidseitigen Verzahnung 16 auf den Längstragbereichen
14a, 14b entspricht eine nach unten gerichtete Verzahnung 17 am Lagerblock 13 (s.
Fig. 5), so daß sich hier eine erste Grobeinstellmöglichkeit für die Position des
Lagerblocks 13 auf dem Grundkörper 11 ergibt, indem der Lagerblock in seiner gewünschten
Position, die dann durch die ineinandergreifende Verzahnung 16/17 unverrückbar fixiert
wird, auf den Grundkörper aufgesetzt und dann die endgültige Befestigung durch beidseitig
jeweils einen Schraubbolzen erfolgt, der durch entsprechende Schrauböffnungen 18a,
18b im Lagerblock geführt ist und beidseitige Langlöcher 19a, 19b im Grund körper
durchsetzt.Es sind dann noch zwei Nutensteine 20 (s. Fig. 9) vorgesehen, die als in
Richtung der Langlöcher 19a, 19b verlängerte Muttern (zur Verhinderung einer Drehbewegung)
diese der Befestigung des Lagerblocks 13 dienenden Schraubbolzen (nicht dargestellt)
von unten in den Langlöchern 19a, 19b des Grundkörpers 11 sichern. Die Nutensteine
20 liegen dabei gegen untere Abschulterungen 21 in den Langlöchern 19a, 19b an.
[0015] Der auf dem Grundkörper 11 aufliegende und wie erläutert mit diesem verbundene Lagerblock
13 ist, wie die Darstellung der Fig. 3 zeigt, von allgemeiner U-Form und besteht
aus zwei Schenkeln 13a und 13b, die über einen Basissteg 13c miteinander verbunden
sind. Die beiden abgesetzten Bohrungen 18a, 18b für die Aufnahme der Befestigungsschraubbolzen
sind beidseitig in den Schenkeln 13a, 13b, etwa mittig angeordnet; ferner weist der
Lagerblock, wie am besten der Fig. 5 entnommen werden kann, an den inneren Schenkelflächen
beidseitig Ausnehmungen 22a, 22b auf, die gegen die Horizontalebene von hinten nach
vorn (nach vorn bedeutet in Richtung auf den einzuspannenden Gegenstand gesehen) nach
unten geneigt verlaufen, also eine Schräglage mit vorgegebenem Winkel aufweisen. Diese
Ausnehmungen 22a, 22b dienen bei dem in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiel
der Aufnahme von in sie einzusetzenden Gleitzapfen; es ist aber auch möglich, daß
anstelle der Ausnehmungen, jedoch mit deren Verlauf und Neigung der Lagerblock selbst
nach innen vorspringende Führungsschienen von zunächst allgemeiner Art aufweist
(auch die in die Ausnehmungen 22a, 22b einzusetzenden Gleitzapfen sind in diesem
Sinne Führungsschienen), längs welcher das weiter unten noch zu erläuternde Spannelement
gleitet und verschieblich geführt ist.
[0016] Die Ausnehmungen 22a, 22b setzen sich im Bereich des Rückenstegs als Bohrungen fort,
sie sind daher, was ihre Herstellung vereinfacht, im Querschnitt an den Innenseiten
der Schenkel halbrund. Diese Halbrundausnehmungen 22a, 22b dienen der Aufnahme der
die Führungsschienen oder Führungsrundrohre bildenden, in der Zeichnung zum besseren
Verständnis nicht dargestellten Gleitzapfen, die dann beidseitig mit komplementärem
Querschnitt in den Halbrundausnehmungen 22a, 22b liegen und in die sich fortsetzenden
Bohrungen 22aʹ, 22bʹ im Verbindungssteg 13c ebenfalls noch bis zu einer vorgegebenen
Tiefe eingeschoben sind. Dies läßt sich am besten der Darstellung der Fig. 5 entnehmen,
die zwar im Querschnitt eine mittlere Gewindebohrung darstellt, jedoch gestrichelt
die in dieser Ansicht dahinter liegende Bohrung 22aʹ erkennen läßt. Diese Bohrung
erstreckt sich bis zu einer Distanz A von der Innenseite des Verbindungsstegs in diesen;
anschließend schließt sich ein nach innen vorspringender Ringvorsprung 23 an, woraufhin
sich dann die Bohrung wieder bei 24 beispielsweise auf den gleichen Durchmesser erweitert.
Der Grund hierfür liegt darin, daß die bis zur Höhe A in die Bohrungen 22aʹ beidseitig
der Schenkel eingeschobenen Gleitzapfen an den Ringvorsprung 23 anschlagen und von
der anderen Seite, also von der Bohrung 24 aus eine Verschraubung, vorzugsweise eine
Inbusschraube eingeführt wird, die in eine zugewandte zentrale Gewindebohrung in
jedem Gleitzapfen eingeschraubt wird und die Gleitzapfen so sicher fixiert und unverrückbar
zunächst in den Halbrundausnehmungen 22a, 22b der beidseitigen Schenkel 13a, 13b
und natürlich in den Vollboh rungen im Verbindungssteg 13c sichert und festspannt.
[0017] Der Aufbau des Lagerblocks 13 vervollständigt sich dann noch durch eine mittlere
Bohrung 25 im Verbindungssteg 13c, die ein Innengewinde aufweist und der Aufnahme
der Stellschraube für die Verschiebung des Spannelements dient; diese Stellschraube
ist in Fig. 10 gezeigt und mit 26 bezeichnet - hierauf wird weiter unten noch eingegangen.
[0018] Aus Gründen, die in der schrägen Verschiebebewegung des Spannelements liegen, auf
welches weiter unten noch eingegangen wird, ist die Rückfläche 27 des Verbindungsstegs
13c in der Weise schräggestellt ausgebildet, daß diese Fläche senkrecht zur Gewindebohrung
25 und im übrigen auch zu den Bohrungen 22aʹ, 22bʹ verläuft. Ferner ist auch die obere
Fläche 28 des Verbindungsstegs schräg nach unten geneigt und paßt sich so der schrägen
Neigung einer Gegenfläche 29 eines rückwärtigen Vorsprungs 30 am Spannelement 31 an,
welches in Fig. 6 dargestellt ist.
[0019] Schließlich ist noch darauf hinzuweisen, daß beidseitig die beiden Schenkel 13a,
13b vorne, also in Richtung auf den einzuspannenden Gegenstand einen etwa rechteckförmigen
oder quadratischen Ausschnitt 29 aufweisen, der bei im wesentlichen voll zurückgenommenem
Spannelement, wie in Fig. 8 gezeigt, der abgetreppten Gestaltung der vorderen Fläche
des Spannelements entspricht, so daß dieses gut an den einzuspannenden Gegenstand
herankommen kann.
[0020] Das Spannelement selbst ist so ausgebildet, wie in der seitlichen Ansicht der Fig.
6 gezeigt; es paßt bündig in den von den beiden Schenkeln 13a, 13b der U-Form des
Lagerblocks gebildeten Zwischenraum und weist seitlich den halbrund nach außen vorstehenden
Gleitzapfen an den inneren Flächen des Lagerblocks entsprechende seitliche Ausnehmungen
32a, 32b auf, so daß das zwischen den beiden Schenkeln des Lagerblocks aufgenommene
Spannelement längs seiner beidseitigen Führungsschienenanordnungen gleichzeitig nach
vorn und hinten sowie, der beliebig einstellbaren, hier vorzugsweise 15° betragenden
Neigung der Gleitzapfen folgend, von oben nach unten verschoben werden kann.
[0021] Das Spannelement 31 ist blockförmig mit vorderen, zueinander abgetreppten Frontflächen
33 und 34, die sich an den einzuspannenden Gegenstand oder das Werkstück anlegen -
beide Frontspannflächen 33, 34 sind vorzugsweise gezahnt ausgebildet, so daß sie nicht
abrutschen können.
[0022] Eine rückwärtige Anschlagfläche 35 kommt an der inneren geneigten Fläche 35ʹ des
Verbindungsstegs 13c des Lagerblocks 13 zur Anlage, wenn das Spannelement 31 voll
zurückgezogen ist; in dieser Position liegt auch der rückwärts herausgezogene Vorsprung
30 am Spannelement 31 voll über der oberen Schrägfläche 28 des Verbindungsstegs 13c.
Dieser Vorsprung deckt den inneren Bereich der U-Form des Lagerblocks auch in der
nach vorne ausgefahrenen Position des Spannelements ab und verhindert ein Eindringen
beispielsweise von Spänen bei einer spanabhebenden Bearbeitung u. dgl.
[0023] Die Feinverschiebung des Spannelements 31 erfolgt dann durch den Gewindeeingriff
des weiter vorn schon erwähn ten Schraubelements 26 der Fig. 10 sowohl in die Gewindebohrung
25 im Lagerblock als auch in eine entsprechend ausgerichtete zentrale Gewindebohrung
36 im Spannelement 31. Die beiden Außengewinde 26a, 26b im Schraubelement 26 sind
entgegengesetzt, also einmal Linksgewinde, einmal Rechtsgewinde mit den entsprechenden
entgegengesetzten Gewindeausbildungen bei den Bohrungen 25 und 36, so daß trotz Ausbildung
dieser Gewinde als Feingewinde mit geringer Steigung eine sowohl feinfühlige als auch
schnelle Verschiebung des Spannelements längs seiner beidseitigen Führungs-Gleitzapfen
bei einer Verdrehung des Schraubelements 26 möglich ist. Diese Verdrehung erfolgt
am Lagerblock 13 von hinten, wo in der zusammengebauten Darstellung der Fig. 9 das
hier bevorzugt mit einer Inbusschraube-Sechskantausnehmung 37 versehene Schraubelement
erkennbar ist.
[0024] Es versteht sich, daß die vorliegende Erfindung einer Vielzahl von Modifikationen
zugänglich ist; so können beispielsweise die seitlichen Führungsschienen auch als
seitliche schräge Vorsprünge am Spannelement ausgebildet sein, die dann in entsprechende
Führungsausnehmungen in den Innenseiten der U-Schenkel 13a, 13b des Lagerblocks 13
eingreifen.
[0025] Es ist ferner möglich, das Schraubelement 26 auch nur mit einem Gewinde zu versehen
und es dann stationär in einem der die Relativbewegung zueinander durchführenden Teile,
also Lagerblock oder Spannelement zu lagern, beispielsweise durch Eingriff einer
inneren Bohrungsringschulter in eine Ringausnehmung am Schraubelement, so daß bei
einer Verdrehung dann lediglich das eine Gewin de mit seinem Gewindeeingriff im anderen
Teil die relative Verschiebebewegung bewirkt.
[0026] Alle in der Beschreibung, den nachfolgenden Ansprüchen und der Zeichnung dargestellten
Merkmale können sowohl einzeln als auch in beliebiger Kombination miteinander erfindungswesentlich
sein.
1. Spanneinrichtung für Teile, Werkstücke, Formen u. dgl., insbesondere Tiefdruckspanner
für Raster-Spannsysteme, im Vorrichtungsbau, für die spanabhebende Verformung u. dgl.,
mit einem Grundkörper, der auf einer Unterlage befestigt wird, einem am Grundkörper
in unterschiedlichen Positionen befestigbaren Lagerblock und einem im Lagerblock
gleitverschieblichen, am zu spannenden Teil angreifenden Spannelement, dadurch gekennzeichnet,
daß das Spannelement (31) beidseitig seitlich in schräg von oben hinten nach unten
vorn verlaufenden Gleitschienen geführt ist, die stationär im Lagerblock (13) oder
am Spannelement (31) sitzen, und daß zur Verstellung des Spannelements (31) ein Schraubelement
(26) vorgesehen ist und mit mindestens einem der Teile, also Lagerblock (13) und/oder
Spannelement (31) im Gewindeeingriff steht.
2. Spanneinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Lagerblock (13)
U-förmig ausgebildet ist und die Gleitschienen von in inneren seitlichen Halbrundausnehmungen
(22a, 22b) in den beiden Schenkeln (13a, 13b) angeordneten Gleitzapfen gebildet sind.
3. Spanneinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Lagerblock
(13) auf einem Grundkörper (11) gelagert ist, der seinerseits über Befestigungsmittel
an einer Rasterspannplatte, einer Unterlage oder dergl. befestigt ist.
4. Spanneinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß
derGrundkörper seitliche Langlöcher (19a, 19b) aufweist, durch welche vom in Richtung
der Langlöcher im Grundkörper relativ zu diesen versetzbaren Lagerblock ausgehende
Spannschrauben eingreifen, die in den Langlöchern durch untere Nutensteine (20) gehalten
sind.
5. Spanneinrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die aufeinanderliegenden
Flächen von unterem Grundkörper (11) und auf diesem befestigtem Lagerblock (13) ineinandergreifende
Verzahnungen (16, 17) zur gegenseitigen Relativfixierung aufweisen.
6. Spanneinrichtung nach einem der Ansprüche 1-5, dadurch gekennzeichnet, daß der
Lagerblock (13) von zwei seitlichen Schenkeln (13a, 13b) und einem hinteren, die
beiden Schenkel miteinander verbindenden Verbindungssteg (13c) gebildet ist und daß
sich die die Gleitzapfen aufnehmenden Halbrundausnehmungen (22a, 22b) in den inneren
Schenkelflächen in dem Verbindungssteg (13c) als Vollbohrungen (22aʹ, 22bʹ) fortsetzen.
7. Spanneinrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Halbrundausnehmungen
(22a, 22b) sowie die sich im Verbindungssteg (13c) fortsetzenden Vollbohrungen (22aʹ,
22bʹ) schräg von hinten nach vorn mit vorgegebenem Winkel (15°) fallend verlaufend
angeordnet sind.
8. Spanneinrichtung nach einem der Ansprüche 1-7, dadurch gekennzeichnet, daß die
die Halbrundausnehmungen (22a, 22b) in den seitlichen Schenkeln (13a, 13b) im Lagerblock
(13) fortsetzenden Vollbohrungen (22a, 22b) im Verbindungssteg (13c) durch einen nach
innen vorspringenden Ringvorsprung (23) unterbrochen sind, an welchem von den Schenkeln
ausgehend die die Führungsschienen für die Verstellung des Spannelements bildenden
Gleitzapfen und von der Außenfläche des Verbindungsstegs (13c) ausgehend Befestigungsschrauben
anliegen, die in die Gleitzapfen zu deren Fixierung eingeschraubt sind.
9. Spanneinrichtung nach einem der Ansprüche 1-8, dadurch gekennzeichnet, daß das
Spannelement bündig im von den beiden Schenkeln (13a, 13b) des Lagerblocks (13) gebildeten
Zwischenraum aufgenommen ist und mit seitlichen, der Schrägstellung der Gleitzapfen
oder Führungsschienen folgenden Halbrundausnehmungen die Gleitzapfen oder Führungsschienen
aufnimmt und längs diesen gleitet.
10. Spanneinrichtung nach einem der Ansprüche 1-9, dadurch gekennzeichnet, daß das
das Spannelement verstellende Schraubelement (26) beidseitig bis zu einem mittleren
Trennungseinstich entgegengesetzt verlaufende Gewinde aufweist, die in entsprechend
entgegengesetzte Gewinde einer zentralen Gewindebohrung (25) im Verbindungssteg (13c)
bzw. einer Gewindebohrung (36) im Spannelement (31) eingreifen derart, daß sich bei
einer Verdrehstellbewegung des Schraubelements dieses gleichzeitig aus dem Lagerblock
heraus bzw. in diesen hineindreht und umgekehrt in das Spannelement hinein-bzw. aus
diesem herausdreht, derart, daß die relative Verstellgeschwindigkeit zwischen Lagerblock
und Spannelement pro Umdrehung des Schraubelements doppelt so groß ist.
11. Spanneinrichtung nach einem der Ansprüche 1-10, dadurch gekennzeichnet, daß das
Spannelement (31) einen hinteren, im ausgefahrenen Zustand den Schenkelzwischenraum
und die Führungsteile abdeckenden Vorsprung (30) aufweist.