(19)
(11) EP 0 258 483 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
09.03.1988  Patentblatt  1988/10

(21) Anmeldenummer: 86112274.5

(22) Anmeldetag:  04.09.1986
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)4: B23Q 3/06, B25B 5/10
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH DE FR GB IT LI LU NL SE

(71) Anmelder: Blümle, Rudi
D-7000 Stuttgart 80 (DE)

(72) Erfinder:
  • Blümle, Rudi
    D-7000 Stuttgart 80 (DE)

(74) Vertreter: Otte, Peter, Dipl.-Ing. 
Otte & Jakelski Patentanwälte, Mollenbachstrasse 37
71229 Leonberg
71229 Leonberg (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Spanneinrichtung für Werkstücke


    (57) Bei einer Spanneinrichtung für Teile, Werkstücke, Formen u. dgl., die insbesondere für ein Rasterspannsystem ge­eignet ist, wird vorgeschlagen, das Spannelement (31) beid­seitig seitlich in Gleitschienen eines Lagerblocks (13) zu führen, die schräg von oben hinten nach unten vorn ver­laufen. Der Lagerblock sitzt auf einem Grundkörper auf, der auf der Basisplatte des Rasterspannsystems oder einer sonstigen Unterlage befestigt ist. Zur Relativverstellung des Spannelements am Lagerblock ist ein Schraubelement vorgesehen, welches mit mindestens einem der Teile in einem Gewindeeingriff steht und sich am anderen Teil ab­stützt.




    Beschreibung

    Stand der Technik



    [0001] Die Erfindung geht aus von einer Spanneinrichtung für Teile, Werkstücke, Formen u. dgl. nach der Gattung des Hauptanspruchs. Ein solcher Tiefdruckspanner ist be­kannt (s. Prospekt "Sind hohe Vorrichtungskosten und Rüst­zeiten Ihr Problem", blüco technik 86, S. 20) und verfügt über einen Grundkörper, der beispielsweise mittels Schraubbolzen oder Inbusschrauben an einer Basisplatte befestigt werden kann, die Teil eines Rasterspannsystems ist. Der Grundkörper trägt einen Lagerblock, der axial aufeinanderfolgend zwei im Abstand zueinander angeordnete schräge Gleitflä­chen aufweist. Auf dem Lagerblock sitzt ein Spannelement, welches über die gleichen schrägen Gleitflächen verfügt und daher je nach Relativposition zum Lagerblock entwe­der weiter nach vorne, in Richtung auf das Werkstück ge­sehen und unten oder weiter nach hinten und dann höher stehend befestigt werden kann. Zur Befestigung und zur Erzeugung des für das Einspannen beispielsweise eines Werkzeugs erforderlichen Drucks ist eine Schraube vor­gesehen, die sich in den Lagerblock einschrauben läßt und mit ihrem durch eine Unterlegscheibe erheblich ver­breiterten Schraubenkopf dann von oben auf das Spannele­ment drückt, so daß dieses längs der Schiefe Ebenen bil­denden Schrägflächen nach unten und auf das Werkstück hin gedrückt wird. Diese Vorwärtsbewegung des Spannele­ments ist allerdings nur deshalb möglich, weil die Boh­rung, durch welche sich die Spannschraube im Spannele­ment erstreckt, mit sehr viel Spiel versehen ist, jeden­falls in der Verschieberichtung, also als Langloch aus­gebildet ist. Eine Verschiebung ist dann aber auch nur innerhalb der Langlochgrenzen möglich,und insgesamt kann bei diesem bekannten Tiefdruckspanner problematisch sein, daß das Spannelement jedenfalls so lange, wie dieses nicht unter Druck am einzuspannenden Werkstück anliegt, nur lose gehalten und auch nur lose, also aufgrund der lediglichen Langlochbefestigung vollkommen ungeführt am Lagerblock sitzt.

    [0002] Allgemein wird zu der Technik des Spannens von Werkstük­ken, Teilen, Formen u. dgl., auf welchem Gebiet auch die vorliegende Erfindung ein bevorzugtes Anwendungsfeld findet, verwiesen auf die Veröffentlichungen Aufsatz "Wirtschaftlich Rüsten von Baukastenvorrichtungen am Arbeitsplatz" von Gallien/Hammer in "tz für Metallbear­beitung" 1983, Heft 5 oder den Aufsatz "Rasterspannsy­stem mit CAD-gestützter Programmkontrolle reduziert Ma­schinenrüstzeiten" von Schwolgin in der Zeitschrift "dima", Heft 6/86, S. 126-134.

    [0003] Neben dem bekannten Tiefdruckspanner gibt es noch eine Vielzahl von weiteren Spanneinrichtungen, die für die Be­festigung von Formen oder Werkstücken auf Rasterspann­platten geeignet sind und die ihre Anwendung finden im Vorrichtungsbau, bei der spanabhebenden Verformung, bei der Vorbereitung von Bearbeitungen an Werkbank-Arbeits­plätzen u. dgl., beispielsweise ein spezieller "blüco"- Spanner, S. 19 des genannten Prospekts, bei dem im Lager­block um einen Drehpunkt ein Spannelement schwenkbar ge­halten ist, welches von einem Schraubbolzen um seinen Schwenkpunkt nach vorne in Richtung auf das Werkstück gepreßt ist, wobei der Schraubbolzen von außen auf das verschwenkbare Spannelement drückt und im Gewindeeingriff lediglich mit dem Lagerblock steht, oder ein Kugelspanner, bei dem oberhalb einer Grundleiste eine Spannleiste ge­halten ist, die durch Aufschrauben von Muttern oder wei­teres Einschrauben von Stehbolzen nach unten gepreßt wer­den kann und hierdurch einen Preßdruck im Bereich von zwei vorderen kugeligen Halbsphären ausübt.

    [0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Spannein­richtung zu schaffen, bei der das Spannelement im Lager­block präzise geführt ist und die Möglichkeit besteht, dennoch durch das mehr oder weniger starke Verdrehen eines Schraubelements eine gleichzeitige Bewegung in zwei Ebe­nen mit dem Spannelement durchzuführen, also in Richtung auf das einzuspannende Teil, beispielsweise Werkstück, und nach unten.

    Vorteile der Erfindung



    [0005] Die Erfindung löst diese Aufgabe mit den kennzeichnenden Merkmalen des Hauptanspruchs und hat den Vorteil, daß bei einfachem Aufbau ein präzise Führung und Verstellung des Spannelements im Lagerblock möglich ist, wobei die­ser selbst wieder auf einem Grundkörper verschiebbar ge­lagert ist.

    [0006] Besonders vorteilhaft ist ferner, daß sich beim Festspan­nen keine Reibungseinflüsse negativ bemerkbar machen, die beispielsweise entstehen können, wenn die jeweiligen schrägen Gleitflächen, längs welcher das Spannelement auf dem Lagerblock gleitet, die Relativbewegung zueinander zwischen Spannelement und Lagerblock behindern; eine sol­che Behinderung kann sich auch durch den Schraubbolzen bei dem bekannten Tiefdruckspanner ergeben, der notwen­digerweise mit seinem Schraubkopf das Spannelement nach unten drücken muß und durch die hierdurch entstehende Rei­bung unter Umständen gleichzeitig verhindert, daß das Spannelement am Lagerblock schräg abrutschen kann.

    [0007] Die vorliegende Erfindung beseitigt ferner ein bei allen solchen Tiefdruckspannern auftretendes Problem, welches darin besteht, daß nur vergleichsweise steile Schrägflä­chen überhaupt Verwendung finden können, damit die Rela­tivbewegung durch das relative Aufeinandergleiten über­haupt erfolgen kann und nicht Reibhemmung auftritt.

    [0008] Die vorliegende Erfindung ermöglicht auch besonders fla­che relative Verschiebebewegungen zwischen dem Spannele­ment und dem Lagerblock, beispielsweise lediglich in einem Winkel von 15° von hinten oben nach vorn unten, so daß, je nach gewähltem Winkel das Verhältnis zwischen axialer Zustellung und vertikal nach unten ausgeübtem Druck (beides erfolgt bei Tiefdruckspannern gleichzei­tig) frei wählbar ist.

    [0009] Ein weiterer Vorteil besteht darin, daß auch hier trotz präzisen seitlichen, vollkommen verkantungsfreien Füh­rungen für das Spannelement lediglich eine zentrale Stellschraube betätigt zu werden braucht.

    [0010] Durch die in den Unteransprüchen aufgeführten Maßnahmen sind vorteilhafte Weiterbildungen und Verbesserungen der im Hauptanspruch angegebenen Spanneinrichtung möglich. Besonders vorteilhaft ist die leichtgängige Betätigung des Spannelements, welches längs seitlicher Schienen gleitet, die stationär im Lagerblock mit vorgegebener Schräglage, also so gekippt oder verkantet angeordnet sind, daß sich der gewünschte Verlauf der Verschiebung des Spannelements sowohl von oben nach unten als auch in Richtung auf den einzuspannenden Gegenstand ergibt, mit beliebiger Verteilung des jeweiligen Anteils der Be­wegungskomponenten, also der linearen Teilkomponente in Richtung auf den einzuspannenden Gegenstand und der vertikalen Teilkomponente von oben nach unten. Die seitlichen Gleitschienen können einstückig am Lagerblock ausgebildet sein in beliebiger Form; sie sind bevorzugt Führungsrundrohre, die als gehärtete und spezialober­flächenbehandelte, beispielsweise hochglanzpolierte Gleitzapfen ausgebildet sein können, die in Halbrund­ausnehmungen des zu diesem Zweck eine allgemeine U-Form aufweisenden Lagerblocks jeweils innen angeordnet sind und in das rückwärtige Verbindungsteil der beiden Schenkel des Lagerblocks so weit hineinreichen, daß sich eine präzise Fixierung und Sicherung der Gleitzapfen ergibt. In weite­rer Ausgestaltung können die Gleitzapfen im Lagerblock noch durch von hinten aufgesetzte Spannschrauben, vor­zugsweise Inbusschrauben befestigt sein. Das Spannele­ment selbst weist dann seitlich entsprechend schräge, vorzugsweise einstückige Ausnehmungen auf, die ebenfalls halbrund sind und längs welcher das Spannelement dann über die Gleitzapfen seine kombinierte Verschiebebewegung durch­führen kann.

    Zeichnung



    [0011] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeich­nung dargestellt und wird in der nachfolgenden Beschrei­bung näher erläutert. Es zeigen:

    Fig. 1 eine Draufsicht auf den Grundkörper der Spannein­richtung und

    Fig. 2 eine Ansicht von vorn auf den Grundkörper der Fig. 1, teilweise im Schnitt;

    Fig. 3 eine Draufsicht auf den am Grundkörper der Fig. 1 zu befestigenden Lagerblock und

    Fig. 4 den Lagerblock der Fig. 3 in einer Ansicht von hinten, also von der Betätigungsseite für das im Lagerblock gehaltene Spannelement aus und

    Fig. 5 den Lagerblock der Fig. 3 im Schnitt längs der Linie V-V der Fig. 3;

    Fig. 6 das im Lagerblock zwangsgeführte Spannelement in einer Seitenansicht und

    Fig. 7 das Spannelement der Fig. 6 in einer Ansicht von hinten, also in der Ebene der Fig. 6 der Zeichnung von links;

    Fig. 8 zeigt die zusammengebaute Ausführungsform der Spanneinrichtung in einer Seitenansicht, teil­weise im Schnitt und

    Fig. 9 zeigt die zusammengebaute Spanneinrichtung der Fig. 8 in einer Ansicht von hinten, teilweise im Schnitt und

    Fig.10 zeigt das Betätigungsschraubelement, durch dessen Verdrehung die Verschiebung des Spannelements im Lagerblock erfolgt.


    Beschreibung der Ausführungsbeispiele



    [0012] Der Grundgedanke vorliegender Erfindung besteht darin, das Spannelement im Lagerblock durch seitliche Gleit­schienen zwangsweise in der gewünschten schrägen Neigung zu führen, in seiner Führung sicher und hochpräzise auch gegen starken Rückwirkungsdruck zu halten und gleichzei­tig eine problemlose Betätigung, also Verschieben des Spannelements in der kombinierten Spannrichtung zu er­möglichen.

    [0013] In der Darstellung der Fig. 1 ist der den Lagerblock selbst wieder verstellbar aufnehmende und lagernde Grund­körper der Spanneinrichtung 10 (s. Fig. 8 und 9) mit 11 bezeichnet. Der Grundkörper 11 verfügt über Befestigungs­möglichkeiten an der Grundplatte eines Rasterspannsy­stems beispielsweise, und zwar abgesetzte Schraubbohrun­gen 12, die beispielsweise, bei der hier vorliegenden, im wesentlichen rechteckförmigen Blockform des Grundkör­ pers als vier Schraubbohrungen in entsprechender Vertei­lung ausgebildet sein können. Durch diese Schraubbohrun­gen, in welche vorzugsweise Inbusschrauben entsprechen­den Kalibers eingesetzt und bis zur Abschulterung 12a versenkt werden können, so daß sie bei der späteren Ver­vollständigung der Spanneinrichtung und die Verstellung des Spannelements nicht stören, erfolgt die für sich ge­sehen bekannte Befestigung des Grundkörpers auf einer geeigneten Rasterspannplatte oder einer sonstigen Unter­lage.

    [0014] Auf der oberen Seite des Grundkörpers 11 sitzt ein Lager­block 13 (s. die Figuren 3-5) und ist über zwei äußere Schraubbolzen mit dem Grundkörper 11 verbunden. Der La­gerblock 13 sitzt dabei auf äußeren, erhabenen Längsbe­reichen 14a, 14b des Grundkörpers 11 auf, die zwischen sich eine geringfügig abgesenkte Fläche 15 einschließen. Die erhabenen Bereiche 14a, 14b weisen eine nach oben ge­richtete Verzahnung 16 auf, die beispielsweise eine pris­matische 90°-Verzahnung mit der Teilung 1/16" sein kann. Dieser nach oben gerichteten beidseitigen Verzahnung 16 auf den Längstragbereichen 14a, 14b entspricht eine nach unten gerichtete Verzahnung 17 am Lagerblock 13 (s. Fig. 5), so daß sich hier eine erste Grobeinstellmöglichkeit für die Position des Lagerblocks 13 auf dem Grundkörper 11 ergibt, indem der Lagerblock in seiner gewünschten Posi­tion, die dann durch die ineinandergreifende Verzahnung 16/17 unverrückbar fixiert wird, auf den Grundkörper auf­gesetzt und dann die endgültige Befestigung durch beidseitig jeweils einen Schraubbolzen erfolgt, der durch ent­sprechende Schrauböffnungen 18a, 18b im Lagerblock ge­führt ist und beidseitige Langlöcher 19a, 19b im Grund­ körper durchsetzt.Es sind dann noch zwei Nutensteine 20 (s. Fig. 9) vorgesehen, die als in Richtung der Langlö­cher 19a, 19b verlängerte Muttern (zur Verhinderung einer Drehbewegung) diese der Befestigung des Lagerblocks 13 dienenden Schraubbolzen (nicht dargestellt) von unten in den Langlöchern 19a, 19b des Grundkörpers 11 sichern. Die Nutensteine 20 liegen dabei gegen untere Abschulte­rungen 21 in den Langlöchern 19a, 19b an.

    [0015] Der auf dem Grundkörper 11 aufliegende und wie erläutert mit diesem verbundene Lagerblock 13 ist, wie die Darstel­lung der Fig. 3 zeigt, von allgemeiner U-Form und besteht aus zwei Schenkeln 13a und 13b, die über einen Basissteg 13c miteinander verbunden sind. Die beiden abgesetzten Bohrungen 18a, 18b für die Aufnahme der Befestigungs­schraubbolzen sind beidseitig in den Schenkeln 13a, 13b, etwa mittig angeordnet; ferner weist der Lagerblock, wie am besten der Fig. 5 entnommen werden kann, an den inne­ren Schenkelflächen beidseitig Ausnehmungen 22a, 22b auf, die gegen die Horizontalebene von hinten nach vorn (nach vorn bedeutet in Richtung auf den einzuspannenden Gegenstand gesehen) nach unten geneigt verlaufen, also eine Schräglage mit vorgegebenem Winkel aufweisen. Die­se Ausnehmungen 22a, 22b dienen bei dem in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiel der Aufnahme von in sie einzusetzenden Gleitzapfen; es ist aber auch möglich, daß anstelle der Ausnehmungen, jedoch mit deren Verlauf und Neigung der Lagerblock selbst nach innen vorsprin­gende Führungsschienen von zunächst allgemeiner Art auf­weist (auch die in die Ausnehmungen 22a, 22b einzusetzen­den Gleitzapfen sind in diesem Sinne Führungsschienen), längs welcher das weiter unten noch zu erläuternde Spannelement gleitet und verschieblich geführt ist.

    [0016] Die Ausnehmungen 22a, 22b setzen sich im Bereich des Rückenstegs als Bohrungen fort, sie sind daher, was ihre Herstellung vereinfacht, im Querschnitt an den Innensei­ten der Schenkel halbrund. Diese Halbrundausnehmungen 22a, 22b dienen der Aufnahme der die Führungsschienen oder Füh­rungsrundrohre bildenden, in der Zeichnung zum besseren Verständnis nicht dargestellten Gleitzapfen, die dann beidseitig mit komplementärem Querschnitt in den Halb­rundausnehmungen 22a, 22b liegen und in die sich fort­setzenden Bohrungen 22aʹ, 22bʹ im Verbindungssteg 13c ebenfalls noch bis zu einer vorgegebenen Tiefe einge­schoben sind. Dies läßt sich am besten der Darstellung der Fig. 5 entnehmen, die zwar im Querschnitt eine mitt­lere Gewindebohrung darstellt, jedoch gestrichelt die in dieser Ansicht dahinter liegende Bohrung 22aʹ erkennen läßt. Diese Bohrung erstreckt sich bis zu einer Distanz A von der Innenseite des Verbindungsstegs in diesen; anschließend schließt sich ein nach innen vorspringender Ringvorsprung 23 an, woraufhin sich dann die Bohrung wie­der bei 24 beispielsweise auf den gleichen Durchmesser erweitert. Der Grund hierfür liegt darin, daß die bis zur Höhe A in die Bohrungen 22aʹ beidseitig der Schenkel ein­geschobenen Gleitzapfen an den Ringvorsprung 23 anschla­gen und von der anderen Seite, also von der Bohrung 24 aus eine Verschraubung, vorzugsweise eine Inbusschraube eingeführt wird, die in eine zugewandte zentrale Gewin­debohrung in jedem Gleitzapfen eingeschraubt wird und die Gleitzapfen so sicher fixiert und unverrückbar zu­nächst in den Halbrundausnehmungen 22a, 22b der beid­seitigen Schenkel 13a, 13b und natürlich in den Vollboh­ rungen im Verbindungssteg 13c sichert und festspannt.

    [0017] Der Aufbau des Lagerblocks 13 vervollständigt sich dann noch durch eine mittlere Bohrung 25 im Verbindungssteg 13c, die ein Innengewinde aufweist und der Aufnahme der Stellschraube für die Verschiebung des Spannelements dient; diese Stellschraube ist in Fig. 10 gezeigt und mit 26 bezeichnet - hierauf wird weiter unten noch ein­gegangen.

    [0018] Aus Gründen, die in der schrägen Verschiebebewegung des Spannelements liegen, auf welches weiter unten noch ein­gegangen wird, ist die Rückfläche 27 des Verbindungsstegs 13c in der Weise schräggestellt ausgebildet, daß diese Fläche senkrecht zur Gewindebohrung 25 und im übrigen auch zu den Bohrungen 22aʹ, 22bʹ verläuft. Ferner ist auch die obere Fläche 28 des Verbindungsstegs schräg nach unten geneigt und paßt sich so der schrägen Neigung einer Gegenfläche 29 eines rückwärtigen Vorsprungs 30 am Spannelement 31 an, welches in Fig. 6 dargestellt ist.

    [0019] Schließlich ist noch darauf hinzuweisen, daß beidseitig die beiden Schenkel 13a, 13b vorne, also in Richtung auf den einzuspannenden Gegenstand einen etwa rechteckförmi­gen oder quadratischen Ausschnitt 29 aufweisen, der bei im wesentlichen voll zurückgenommenem Spannelement, wie in Fig. 8 gezeigt, der abgetreppten Gestaltung der vor­deren Fläche des Spannelements entspricht, so daß dieses gut an den einzuspannenden Gegenstand herankommen kann.

    [0020] Das Spannelement selbst ist so ausgebildet, wie in der seitlichen Ansicht der Fig. 6 gezeigt; es paßt bündig in den von den beiden Schenkeln 13a, 13b der U-Form des Lagerblocks gebildeten Zwischenraum und weist seitlich den halbrund nach außen vorstehenden Gleitzapfen an den inneren Flächen des Lagerblocks entsprechende seitliche Ausnehmungen 32a, 32b auf, so daß das zwischen den bei­den Schenkeln des Lagerblocks aufgenommene Spannelement längs seiner beidseitigen Führungsschienenanordnungen gleichzeitig nach vorn und hinten sowie, der beliebig einstellbaren, hier vorzugsweise 15° betragenden Neigung der Gleitzapfen folgend, von oben nach unten verschoben werden kann.

    [0021] Das Spannelement 31 ist blockförmig mit vorderen, zueinan­der abgetreppten Frontflächen 33 und 34, die sich an den einzuspannenden Gegenstand oder das Werkstück anlegen - beide Frontspannflächen 33, 34 sind vorzugsweise gezahnt ausgebildet, so daß sie nicht abrutschen können.

    [0022] Eine rückwärtige Anschlagfläche 35 kommt an der inneren geneigten Fläche 35ʹ des Verbindungsstegs 13c des Lager­blocks 13 zur Anlage, wenn das Spannelement 31 voll zu­rückgezogen ist; in dieser Position liegt auch der rück­wärts herausgezogene Vorsprung 30 am Spannelement 31 voll über der oberen Schrägfläche 28 des Verbindungsstegs 13c. Dieser Vorsprung deckt den inneren Bereich der U-Form des Lagerblocks auch in der nach vorne ausgefahrenen Position des Spannelements ab und verhindert ein Ein­dringen beispielsweise von Spänen bei einer spanabheben­den Bearbeitung u. dgl.

    [0023] Die Feinverschiebung des Spannelements 31 erfolgt dann durch den Gewindeeingriff des weiter vorn schon erwähn­ ten Schraubelements 26 der Fig. 10 sowohl in die Gewinde­bohrung 25 im Lagerblock als auch in eine entsprechend ausgerichtete zentrale Gewindebohrung 36 im Spannelement 31. Die beiden Außengewinde 26a, 26b im Schraubelement 26 sind entgegengesetzt, also einmal Linksgewinde, ein­mal Rechtsgewinde mit den entsprechenden entgegengesetz­ten Gewindeausbildungen bei den Bohrungen 25 und 36, so daß trotz Ausbildung dieser Gewinde als Feingewinde mit geringer Steigung eine sowohl feinfühlige als auch schnel­le Verschiebung des Spannelements längs seiner beidsei­tigen Führungs-Gleitzapfen bei einer Verdrehung des Schraubelements 26 möglich ist. Diese Verdrehung erfolgt am Lagerblock 13 von hinten, wo in der zusammengebauten Darstellung der Fig. 9 das hier bevorzugt mit einer In­busschraube-Sechskantausnehmung 37 versehene Schraubele­ment erkennbar ist.

    [0024] Es versteht sich, daß die vorliegende Erfindung einer Vielzahl von Modifikationen zugänglich ist; so können beispielsweise die seitlichen Führungsschienen auch als seitliche schräge Vorsprünge am Spannelement ausgebildet sein, die dann in entsprechende Führungsausnehmungen in den Innenseiten der U-Schenkel 13a, 13b des Lagerblocks 13 eingreifen.

    [0025] Es ist ferner möglich, das Schraubelement 26 auch nur mit einem Gewinde zu versehen und es dann stationär in einem der die Relativbewegung zueinander durchführenden Teile, also Lagerblock oder Spannelement zu lagern, bei­spielsweise durch Eingriff einer inneren Bohrungsring­schulter in eine Ringausnehmung am Schraubelement, so daß bei einer Verdrehung dann lediglich das eine Gewin­ de mit seinem Gewindeeingriff im anderen Teil die rela­tive Verschiebebewegung bewirkt.

    [0026] Alle in der Beschreibung, den nachfolgenden Ansprüchen und der Zeichnung dargestellten Merkmale können sowohl einzeln als auch in beliebiger Kombination miteinander erfindungswesentlich sein.


    Ansprüche

    1. Spanneinrichtung für Teile, Werkstücke, Formen u. dgl., insbesondere Tiefdruckspanner für Raster-Spannsysteme, im Vorrichtungsbau, für die spanabhebende Verformung u. dgl., mit einem Grundkörper, der auf einer Unter­lage befestigt wird, einem am Grundkörper in unter­schiedlichen Positionen befestigbaren Lagerblock und einem im Lagerblock gleitverschieblichen, am zu span­nenden Teil angreifenden Spannelement, dadurch gekenn­zeichnet, daß das Spannelement (31) beidseitig seit­lich in schräg von oben hinten nach unten vorn ver­laufenden Gleitschienen geführt ist, die stationär im Lagerblock (13) oder am Spannelement (31) sitzen, und daß zur Verstellung des Spannelements (31) ein Schraubelement (26) vorgesehen ist und mit mindestens einem der Teile, also Lagerblock (13) und/oder Spann­element (31) im Gewindeeingriff steht.
     
    2. Spanneinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekenn­zeichnet, daß der Lagerblock (13) U-förmig ausge­bildet ist und die Gleitschienen von in inneren seit­lichen Halbrundausnehmungen (22a, 22b) in den beiden Schenkeln (13a, 13b) angeordneten Gleitzapfen gebildet sind.
     
    3. Spanneinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch ge­kennzeichnet, daß der Lagerblock (13) auf einem Grund­körper (11) gelagert ist, der seinerseits über Befe­stigungsmittel an einer Rasterspannplatte, einer Un­terlage oder dergl. befestigt ist.
     
    4. Spanneinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß derGrundkörper seitliche Langlöcher (19a, 19b) aufweist, durch welche vom in Richtung der Langlöcher im Grundkörper relativ zu die­sen versetzbaren Lagerblock ausgehende Spannschrauben eingreifen, die in den Langlöchern durch untere Nu­tensteine (20) gehalten sind.
     
    5. Spanneinrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeich­net, daß die aufeinanderliegenden Flächen von unterem Grundkörper (11) und auf diesem befestigtem Lagerblock (13) ineinandergreifende Verzahnungen (16, 17) zur gegenseitigen Relativfixierung aufweisen.
     
    6. Spanneinrichtung nach einem der Ansprüche 1-5, da­durch gekennzeichnet, daß der Lagerblock (13) von zwei seitlichen Schenkeln (13a, 13b) und einem hinte­ren, die beiden Schenkel miteinander verbindenden Verbindungssteg (13c) gebildet ist und daß sich die die Gleitzapfen aufnehmenden Halbrundausnehmungen (22a, 22b) in den inneren Schenkelflächen in dem Ver­bindungssteg (13c) als Vollbohrungen (22aʹ, 22bʹ) fortsetzen.
     
    7. Spanneinrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeich­net, daß die Halbrundausnehmungen (22a, 22b) sowie die sich im Verbindungssteg (13c) fortsetzenden Vollboh­rungen (22aʹ, 22bʹ) schräg von hinten nach vorn mit vorgegebenem Winkel (15°) fallend verlaufend angeord­net sind.
     
    8. Spanneinrichtung nach einem der Ansprüche 1-7, da­durch gekennzeichnet, daß die die Halbrundausnehmungen (22a, 22b) in den seitlichen Schenkeln (13a, 13b) im Lagerblock (13) fortsetzenden Vollbohrungen (22a, 22b) im Verbindungssteg (13c) durch einen nach innen vor­springenden Ringvorsprung (23) unterbrochen sind, an welchem von den Schenkeln ausgehend die die Führungs­schienen für die Verstellung des Spannelements bilden­den Gleitzapfen und von der Außenfläche des Verbin­dungsstegs (13c) ausgehend Befestigungsschrauben an­liegen, die in die Gleitzapfen zu deren Fixierung ein­geschraubt sind.
     
    9. Spanneinrichtung nach einem der Ansprüche 1-8, da­durch gekennzeichnet, daß das Spannelement bündig im von den beiden Schenkeln (13a, 13b) des Lagerblocks (13) gebildeten Zwischenraum aufgenommen ist und mit seitlichen, der Schrägstellung der Gleitzapfen oder Führungsschienen folgenden Halbrundausnehmungen die Gleitzapfen oder Führungsschienen aufnimmt und längs diesen gleitet.
     
    10. Spanneinrichtung nach einem der Ansprüche 1-9, da­durch gekennzeichnet, daß das das Spannelement ver­stellende Schraubelement (26) beidseitig bis zu einem mittleren Trennungseinstich entgegengesetzt verlaufende Gewinde aufweist, die in entsprechend entgegengesetzte Gewinde einer zentralen Gewindeboh­rung (25) im Verbindungssteg (13c) bzw. einer Gewinde­bohrung (36) im Spannelement (31) eingreifen derart, daß sich bei einer Verdrehstellbewegung des Schraub­elements dieses gleichzeitig aus dem Lagerblock her­aus bzw. in diesen hineindreht und umgekehrt in das Spannelement hinein-bzw. aus diesem herausdreht, der­art, daß die relative Verstellgeschwindigkeit zwischen Lagerblock und Spannelement pro Umdrehung des Schraub­elements doppelt so groß ist.
     
    11. Spanneinrichtung nach einem der Ansprüche 1-10, da­durch gekennzeichnet, daß das Spannelement (31) einen hinteren, im ausgefahrenen Zustand den Schenkel­zwischenraum und die Führungsteile abdeckenden Vor­sprung (30) aufweist.
     




    Zeichnung













    Recherchenbericht