(19)
(11) EP 0 258 563 A2

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
09.03.1988  Patentblatt  1988/10

(21) Anmeldenummer: 87109292.0

(22) Anmeldetag:  27.06.1987
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)4: G04B 37/00, G04B 23/03, G04C 10/00
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT CH DE GB LI

(30) Priorität: 04.09.1986 DE 3630093

(71) Anmelder: Braun Aktiengesellschaft
60326 Frankfurt am Main (DE)

(72) Erfinder:
  • Kressner, Gerhard
    D-6472 Altenstadt (DE)
  • Lubs, Dietrich
    D-6380 Bad Homburg 1 (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Elektrische Weckeruhr mit einer Halterung für eine Batterie


    (57) Die Erfindung betrifft ein Kleingehäuse für eine Haushaltsstand­uhr, welches aus einem Gehäusevorderteil (1) und einem dagegen verschiebbaren in mindestens zwei Rastpositionen (I, II) arre­tierbaren Gehäuseverschlußteil (2) besteht, wobei durch die Ver­schiebung der beiden Gehäuseteile (1, 2) eine Schaltmechanik, beispielsweise zur Aktivierung der Weckfunktion der Uhr betätigt wird. Vorteilhafterweise ist eine dritte Rastposition (III) vor­gesehen, die den bei bekannten Uhren durch das Öffnen und Wieder­zusammenfügen von Gehäuseteilen umständlichen Batteriewechsel da­durch erleichtert, daß in dieser Position die Batteriehalterung (39) zugänglich ist.




    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft ein Kleingehäuse für eine Haushalts­standuhr nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.

    [0002] Kleingehäuse für batteriebetriebene Haushaltsstanduhren - bei­spielsweise für eine BRAUN AB 30 - bestehen üblicherweise aus inem Gehäusevorderteil, daß das Uhrwerk und die Batterie­halterung aufnimmt und aus einem Gehäuseverschlußteil bzw. Rück­teil, das zum Wechseln der Batterien von dem Gehäusevorderteil abnehmbar gestaltet ist. Meist weisen die Kleingehäuse der be­kannten Uhren am Boden des Gehäusevorderteils Fußleisten auf, um der Uhr einen sicheren Stand zu verleihen. Neben der Zeitanzeige in analoger oder digitaler Darstellung besitzen diese Uhren zu­sätzlich eine Weckautomatik, eine Zifferblattbeleuchtung oder eine andere Schaltfunktion, für die eine Schaltmechanik vorge­sehen ist, die z.B. über eine zusätzliche Schaltwippe aktiviert wird.

    [0003] Folglich besteht das gesamte Kleingehäuse für derartige Uhren aus mehreren Einzelteilen, wie dem Gehäusevorderteil, dem Gehäusever­schlußteil, der Schaltwippe, und häufig aus einer zusätzlichen Batterieabdeckung, die beim Zusammenbau einen hohen Montageauf­wand erfordern. Ferner bereitet das Abnehmen und das genaue Wie­deraufsetzen des Gehäuseverschlußteils oder der zusätzlichen Bat­terieabdeckung besonders älteren Benutzern Schwierigkeiten. Meist muß die separate Batterieabdeckung - soweit vorhanden - auch häufig mit einem zusätzlichen Werkzeug aufgehebelt werden, wes­halb das Gehäuse im Laufe der Zeit verkratzt wird und der Bat­teriewechsel nicht in einfacher Weise auszuführen ist.

    [0004] Die Aufgabe der Erfindung besteht deshalb darin, ein Kleingehäuse für eine Haushaltstanduhr zu schaffen, das aus wenigen zusammen­zusetzenden Teilen besteht und bei der die Betätigung der Schalt­mechanik der Uhr auf einfache Weise durchzuführen ist.

    [0005] Die Aufgabe der Erfindung wird durch die Merkmale des kennzeich­nenden Teils des Patentanspruchs 1 gelöst.

    [0006] Gemäß der Erfindung ist das Gehäuseverschlußteil gegenüber dem Gehäusevorderteil verschiebbar gelagert. Zusätzlich ist eine Rastmechanismus vorgesehen, der das Gehäuseverschlußteil gegen­über dem Gehäusevorderteil mindestens in zwei Rastpositionen arretiert. Ferner wird die Schaltmechnik des Uhrwerks durch das verschiebbare Verschlußteil betätigt, weshalb die Schaltwippe entfallen kann.

    [0007] Folglich besteht das Kleingehäuse für eine derartige Haushalts­standuhr nur noch aus zwei Teilen, dem Gehäusevorderteil und dem Gehäuseverschlußteil. In vorteilhafter Weise übernimmt das Ge­häuseverschlußteil die Funktion der Schaltwippe zum Betätigen der Schaltmechanik. Dementsprechend ergibt sich eine große Griff­fläche, die z.B. beim Abschalten des Wecktons leichter aufzu­finden ist. Dadurch daß das Gehäuseverschlußteil gegenüber dem Gehäusevorderteil verschiebbar gelagert ist, kann sich auch der Batteriewechsel vereinfachen, indem das Gehäuseverschlußteil auf einen ausreichenden Öffnungsspalt zur Entnahme der Batterie auf­schiebbar ist und zusätzlich alle beweglichen Teile in form­schlüssiger Verbindung verbleiben. Beim Schließen des Gehäuses entfällt damit das paßgenaue Zusammenfügen der einzelnen Bauteile und gleichfalls sind keine zusätzlichen Werkzeuge erforderlich, um das Batteriegehäuse zu öffnen. Das gegenüber dem Ge­häusevorderteil verschiebbar gelagerte Gehäuseverschlußteil bil­det damit in vorteilhafter Weise das Betätigungsorgan für die Schaltmechanik und zusätzlich eine leicht zu öffnende Batterieab­deckung.

    [0008] Nach einer Weiterbildung tragen die Stellknöpfe für die Uhr, die durch Langlöcher in dem Gehäuseverschlußteil in das Innere der Uhr ragen, zur Verrriegelung des Gehäuseverschlußteils mit dem Gehäusevorderteil bei.

    [0009] Weiterer vorteilhafte Weiterbildungen sind den zusätzlichen Un­teransprüchen zu entnehmen.

    [0010] Der Elektronik Zeitschrift Elektor, Heft 6 1985, Seite 6/78 ist in einer Anzeige ein Profilgehäuse bestehend aus einem Ober- und Unterteil zu entnehmen, bei dem das Oberteil gegenüber dem Unter­teil verschiebbar gelagert ist. Das Gehäuse dient zur Aufnahme von beliebigen elektronischen Schaltungen, die mit einer Batterie betrieben werden. Zum Öffnen des Gehäuses wird das Oberteil, das über Gleitnuten und Gleitstege mit dem Unterteil verbunden ist, auf dem Unterteil verschoben. Jedoch weist das bekannte Gehäuse keinen Rastmechanismus auf, der bevorzugte Positionen des Ge­häuseoberteils bestimmt, noch dient das Gehäuseoberteil zum Aus­führen einer Schaltfunktion.

    [0011] Nachfolgend wird die Erfindung an Hand der Zeichnung näher be­schrieben.

    [0012] Es zeigen:

    Fig. 1 A eine Seitenansicht der Uhr nach der Erfindung,

    Fig. 1 B eine Rückansicht der Uhr nach der Erfindung,

    Fig. 1 C eine Draufsicht der Uhr nach Erfindung;

    Fig. 2 einen Schnitt durch die Uhr nach Erfindung entlang der Schnittlinie AA in Fig. 1 A;

    Fig. 3 einen Schnitt durch die Uhr nach Erfindung entlang der Schnittlinie BB in Fig. 1 C und

    Fig. 4 einen Schnitt durch einen Rastmechanismus entlang der Schnittlinie CC in Fig. 3 mit einer schema­tischen Darstellung des Gehäuseverschlußteils der Uhr nach der Erfindung.



    [0013] Fig. 1 A zeigt eine Uhr nach der Erfindung mit einem Gehäusevor­derteil 1 und einem Gehäuseverschlußteil 2 in einer Seitenan­sicht. An dem Gehäusevorderteil 1- im nachfolgenden nur mit Vor­derteil 1 bezeichnet- sind am Boden zwei Fußleisten 4 vorgesehen (siehe Fig. 1 B), die der Uhr einen sicheren Stand verleihen. Das Gehäuseverschlußteil 2 -im nachfolgenden als Verschlußteil 2 be­zeichnet ist gegenüber dem Vorderteil 1 nach oben verschiebbar und kann vorzugsweise drei bevorzugte Positionen annehmen. In der ersten Position "I" schließt die Oberseite des Verschlußteils 2 mit der Oberseite des Vorderteil 1 ab. Diese Position "I" kenn­zeichnet z. B. den Auszustand der Schaltmechanik der Uhr, in dem beispielsweise die Weckautomatik der Uhr ausgeschaltet ist. Aus der Position "I" kann das Verschlußteil 2 nach oben in eine zwei­te Position "II" verschoben werden (Verschlußteil 2 gestrichelt dargestellt). Die Position "II" kennzeichnet z. B. den Einzustand der Weckautomatik der Uhr. Folglich läßt sich das Verschlußteil 2 aus der Position "I" über eine kurze Wegstrecke in die Position "II" verschieben, wodurch die Ein/Aus-Zustände z.B. der Weckauto­matik über einen kurzen Verschiebeweg des Verschlußteils 2 zu er­reichen sind. Demgegenüber besitzt die dritte Position "III" (Verschlußteil 2 strichpunktiert dargestellt) den größten Ver­schiebeweg, in der die Oberseite des Verschlußteils 2 die höchste Position gegenüber der Oberseite des Vorderteils 1 einnimmt. Wird das Verschlußteil 2 in die höchste Position "III" verschoben, wird an der Unterseite des Kleingehäuses der Uhr die Batteriehal­terung freigegeben (in Fig. 1 A nicht dargestellt) und die Bat­terie kann gewechselt werden. Nach dem Batteriewechsel kann das Kleingehäuse der Uhr in einfacher Weise geschlossen werden, in dem die Uhr auf eine Unterlage gestellt wird und von oben auf die Oberseite des Verschlußteils 2 ein leichter Druck ausgeübt wird. Wie nachfolgend beschrieben, sind zwischen dem Vorderteil 1 und dem Verschlußteil 2 Gleitnuten 12 und Gleitstege 13 ausgebildet, die das Verschieben des Verschlußteils 2 auf dem Vorderteil 1 zu­lassen. Folglich ist es nicht erforderlich, das Verschlußteil 2 zum Batteriewechsel von dem Vorderteil 1 zu lösen. Die drei Posi­tionen, die das Verschlußteil 2 einnehmen kann, stellen drei be­vorzugte Rastpositionen dar. In einer anderen Ausführungsform kann das Verschieben des Verschlußteils 2 gegenüber dem Vorder­teil 1 auch in einer Seitwärtsverschiebung erfolgen. Ebenso sind andere Rastpositionen vorsehbar.

    [0014] Wie weiter in Fig. 1 A zu erkennen, ragen Stellknöpfe 8,9 für die Uhrzeit und die Weckzeit aus der Rückseite des Verschlußteils 2. Damit die Bewegung des Verschlußteils 2 durch die Stellknöpfe 8,9 nicht behindert wird, sind in dem Verschlußteil 2 entsprechend der Verschieberichtung Längsnuten 10 und Langlöcher 11 vorgesehen (Fig 1 B). Wie nachfolgend beschrieben, wird der Verschiebeweg des Verschlußteils 2 durch die Länge der Langlöcher 11 begrenzt.

    [0015] In Fig. 1 B ist weiter zu erkennen, daß der Stellknopf 8 für die Uhrzeit höher angeordnet ist als der Stellknopf 9 für die Weck­zeit. Diese Anordnung der Stellknöpfe 8,9 wird durch das Uhrwerk bestimmt. Am oberen Rand des Verschlußteils 2 ist ein Griff­wulst 3 ausgebildet, unter dem gemäß der Erfindung auch noch ein reliefartig geformtes Strukturfeld (in der Zeichnung nicht dar­gestellt) angebracht sein kann. Dadurch kann das Verschlußteil 2 mit den Fingern leichter nach oben gezogen werden, indem bei­spielsweise der Zeigefinder an dem Griffwulst 3 und dem Struktur­feld und der Daumen an der Oberseite des Vorderteils 1 angreift. Auf der Rückseite des Verschlußteils 2 ist eine Pfeilmarkierung 5 vorgesehen, die andeutet, daß das Verschlußteil 2 nach oben zu verschieben ist. Andererseits befindet sich an der Unterseite des Verschlußteils 2 ein Stützzapfen 6, der dazu dient, daß das Ver­schlußteil 2 durch leichtes nach hinten Kippen der Uhr selbst­tätig in die Position "II" bewegt wird, wobei die Uhr nur an der Oberseite des Vorderteils 1 zu halten ist. Dementsprechend er­folgt die Verschiebung des Verschlußteils 2 zwischen den einzel­nen Rastpositionen vorzugsweise und ausschließlich durch äußere Krafteinwirkung, jedoch ist es auch möglich, insbesondere für die beiden Rastpositionen "I", "II" eine Feder oder ein Momenten­sprungwerk vorzusehen.

    [0016] Fig. 1 C zeigt das Kleingehäuse der Uhr in der Draufsicht und es ist zu erkennen, daß das Verschlußteil 2 vorzugsweise halbrund ist. Wie in Fig. 1 A, ist ein schmaler Spalt 14 zwischen dem Vorderteil 1 und dem Verschlußteil 2 ausgebildet. Fig. 1 C zeigt, wie gestrichelt angedeutet, den weiteren Verlauf der Stell­knöpfe 8,9 in dem Innenbereich der Uhr.

    [0017] Fig. 2 zeigt einen Schnitt durch das Kleingehäuse der Uhr nach der Erfindung entlang der Schnittlinie AA in Fig.1 A. Ebenso wie in den nachfolgenden Figuren sind das Uhrwerk und die Anzeige der Uhr, die analog oder digital sein kann, nicht dargestellt. In dem Vorderteil 1 ist ein Deckglas 7 eingesetzt, das den Zeigerraum 15 für die in Fig. 2 angenommene Analoguhr abdeckt. Das Bezugs­zeichen 16 kennzeichnet das Zifferblatt. Gleichzeitig weist das Vorderteil 1 zwei Gleitstege 13 auf, die parallel zueinander ver­laufen und von innen in die Wandung des Verschlußteils 2 greifen. Im Schnitt bilden die Gleitstege 13 dreieckförmige nach außen ge­richtete Spitzen, die in die Gleitnuten 12 des Verschlußteils 2 eingelagert sind. Die Gleitnuten 12 des Verschlußteils 2 sind zur leichten Führung an die Form der Gleitstege angepaßt, wobei auch andere bekannte Gleitführungen zwischen dem Vorderteil 1 und dem Verschlußteil 2 ausgebildet sein können. Zum Zusammenbau ist es deshalb erforderlich, daß das im Schnitthalbkreis bogenförmige Verschlußteil 2 mit seinen Gleitnuten 12 an seinen freien Enden von oben auf die Gleitstege 13 des Vorderteils 1 aufgeschoben oder wie nachfolgend beschrieben, aufgeschnappt wird. Die Gleit­führung zwischen dem Vorderteil 1 und dem Verschlußteil 2 ist so ausgebildet, daß das Verschlußteil 2 in rückwärtiger Richtung nur durch Aufweiten von dem Vorderteil 1 entfernt werden kann. Folg­lich umgreift das Verschlußteil 2 mit seinen freien Enden die Gleitstege 13 des Vorderteils 1 hinterschneidend und bewirkt eine Verklammerung. Neben den Gleitstegen 13 und den Gleitnuten 2 sind die gegenüberliegenden Kanten des Verschlußteils 2 und des Vorderteils 1 im Bereich der Gleitführung gleichfalls so aufei­nander abgestimmt, daß sie zur Gleitführung beitragen. Wie zuvor erwähnt, kann die Gleitführung auch an der Oberseite und Unter­seite des Kleingehäuses der Uhr ausgebildet sein, wobei in diesem Fall das Verschlußteil 2 gegenüber dem Vorderteil 1 seitlich ver­schiebbar ist.

    [0018] Im Inneren der Uhr ist eine Werkabdeckung 21 vorgesehen, die das Uhrwerk einschließlich der Schaltmechanik (nicht dargestellt) ab­deckt und die in Fig. 2 in einer nicht näher bezeichneten Weise fest mit dem Vorderteil 1 verankert ist. Die Werkabdeckung 21 be­grenzt demnach den Uhrwerkraum 20, und schützt in bekannter Weise das Uhrwerk vor Staubeintritt. An den äußeren Seitenwänden 31 der Werkabdeckung 21 sind Vertiefungen 32 ausgebildet, die Rast­nuten 22 aufweisen. Die beiden Vertiefungen 32 verlaufen in der gleichen Richtung wie die Verschieberichtung des Verschlußteils 2 und mindestens über eine Länge des Verschiebeweges des Verschluß­teils 2. In diesen beiden Vertiefungen 32 laufen Rastnocken, die an Federarmen 18 ausgebildet sind. Die beiden Federarme 18 sind mit der Innenwandung des Verschlußteils 2 verbunden. Die Feder­arme 18 sind an dem Verschlußteil 2 so angeordnet, daß die Rast­nocken 19 nach außen federn können. Vorzugsweise bilden die auf­einander gleitenden Flächen der Rastnocken 19 und der Rast­nuten 22 schiefe Ebenen, weshalb bei einer Aufwärts- oder Ab­wärtsbewegung des Verschlußteils 2 die Rastnocken 19 der Feder­arme 18 aus der gegenwärtigen Rastposition leichter nach außen drückbar sind. Beim Verschieben des Verschlußteils 2 laufen die Rastnocken 19 soweit in den seitlichen Vertiefungen 32 der Werk­abdeckung 21, bis die Rastnocken 19 in die Rastnuten 22 der nach­folgenden Rastposition einrasten.

    [0019] Das Verschlußteil 2 läßt sich wie soweit beschrieben unter Er­reichung der verschiedenen Rastpositionen längs der Gleitstege 13 des Vorderteils 1 bewegen. Zur Begrenzung des Verschiebeweges des Verschlußteils 2 und damit das Verschlußteil 2 nicht mehr von dem Vorderteil 1 lösbar ist, ist es erforderlich, daß nach dem Auf­schieben des Verschlußteils 2 die Stellknöpfe 8,9 in die Lang­ löcher 11 eingesteckt werden. Damit die Stellknöpfe 8,9 eine sichere Führung und Halterung aufweisen, sind an der Werkab­deckung 21 zwei Achshülsen 29 ausgebildet, die sich in Richtung der Langlöcher 11 in dem Verschlußteil 2 erstrecken. Gleichfalls erstrecken sich zwei Gehäusevertiefungen 23, die die Längs­nuten 10 für die Stellknöpfe 8,9 bilden, in Richtung auf die Achshülsen 29. Dabei ragen die Achshülsen 29 mit einem Rand­wulst 30 mit Überstand in die Längsnuten 10 der Gehäusevertie­fungen 23. Die Oberseite 24 der Randwülste 30 ist abgeflacht und ildet eine Gleitfläche für die drehbaren Stellknöpfe 8,9. Damit die Achshülsen durch Aufschieben des Verschlußteils 2 in die Langlöcher 11 eingreifen können, sind die Gehäusevertiefungen 23 beispielsweise an der Unterseite (nicht dargestellt) in Richtung der Einführungsrichtung des Verschlußteils 2 mit einem Durchbruch versehen. Andererseits ist es aber auch möglich, zuerst die Werk­abdeckung 21 mit dem Verschlußteil 2 über die hinterschneidenden Randwülste 30 zu verbinden, wobei keine Durchbrüche außer dem Langloch 11 in den Gehäusevertiefungen 23 vorgesehen sind, und anschließend das Verschlußteil 2 auf das Vorderteil 1 aufzu­schnappen. Damit erfolgt der Zusammenbau des Vorderteils 1 und des Verschlußteils 2 nicht mehr durch eine Verschiebebewegung entlang der Gleitführung. Nach dem Aufschnappen des Verschluß­teils 2 auf das Vorderteil 1 werden die Stellknöpfe 8,9 einge­drückt, die mit dem Anliegen auf der Oberfläche 24 des Rand­wulstes 30 die Werkabdeckung 21 an das Vorderteil 1 pressen und dort in Halteklammern 33 (vgl. Fig. 3) einrasten lassen. Zum leichteren Einpressen der Achshülsen 29 in die Langlöcher 11 der Gehäusevertiefungen 23 sind die Ränder der Langlöcher 11 und der Randwülste 30 vorzugsweise konisch angeformt und die Achs­hülsen 29 mit Einschnitten 26 versehen, die längs der Achs­ hülsen 29 verlaufen. Zum erleichterten Einschieben der Werkab­deckung 21 in das Verschlußteil 2 sind auch die Federarme 18 mit den Rastnocken 19 an den vorderen freien Enden abgeschrägt. Zu­sätzlich können die Anschlußfahnen 42 der Batterieanschlüsse für das Uhrwerk, die teilweise im Inneren der Werkabdeckung 21 ver­laufen, so gestaltet sein, daß die Anschlußfahnen 42 erst mit dem Einpressen der Werkabdeckung vollständig mit dem Uhrwerk in Kon­takt kommen und durch die Innenrückwand der Werkabdeckung 21 in Richtung Uhrwerk gepreßt werden. Hierzu verlaufen die Anschluß­ahnen 42 nicht plan auf der Innenwand der Werkabdeckung 21, son­dern sind z. B. konkav gekrümmt. Die Anschlußfahnen 42 werden durch die Eigenkrümmung, die den Anschlußfahnen 42 Federeigen­schaften verleiht, sicher an das Uhrwerk angepreßt. Der gesamte Einbau und Zusammenbau der Teile vereinfacht sich damit wesent­lich.

    [0020] Zusammen mit der Oberfläche 24 der Randwülste 30 wirken die Achs­hülsen 29 als sichere Führung für die runden Stellknöpfe 8,9. Die Stellknöpfe 8,9 sind hierzu vorzugsweise am vorderen freien Ende dicker als an ihrer Achse und in den Achsbohrungen 25 der Achs­führungen 29 drehbar gelagert. Die gesamte Verriegelung des Ge­häuses wird dadurch erhöht, daß die Achsen der Stellknöpfe 8,9 einen Halterand 28 aufweisen, der in eine ringförmige Halte­rille 27 einrastet, die an der Innenwandung der Achshülse 29 aus­gebildet ist. Die federnden Enden des Randwulstes 30 der Achs­hülsen 29 werden durch den Halterand 28 nach außen gepreßt, wo­durch die hinterschneidende Verklammerung des Randwulstes 30 mit den Kanten der Langlöcher 11 erhöht wird.

    [0021] Fig. 3 zeigt einen Längsschnitt durch das Kleingehäuse der Uhr nach der Erfindung entlang der Schnittlinie BB in Fig. 1 C. Zur besseren Darstellung der Befestigung der Werkabdeckung 21 ist die Werkabdeckung 21 in Fig. 3 nicht im Schnitt dargestellt. Wie in Fig. 2, ist der Zeigerachsendurchbruch in dem Vorderteil 1 mit dem Bezugszeichen 17 versehen. Der Verlauf der Anschlußfahnen 42 im Inneren der Werkabdeckung ist in Fig. 3 gestrichelt dar­gestellt und angedeutet. Im Vergleich zur Fig. 2 ist in Fig. 3 nur der rechte Federarm 18 zu erkennen, der beispielsweise zu­sammen mit dem Verschlußteil 2 im Spritzgußverfahren aus Kunst­stoff hergestellt wurde. Das freie Ende des rechten Federarms 18 mit dem zugehörigen Rastnocken 19 wird in Fig. 3 durch die Werk­abdeckung 21 verdeckt, weshalb das freie Ende des Federarms 18 strichpunktiert dargestellt ist.

    [0022] Im Bodenbereich des Vorderteils 1 sind Batteriehalterungen 39 ausgebildet, die eine Batterie 40 tragen. Zum Batteriewechsel wird das Verschlußteil 2 nach oben bewegt, so daß der Federarm 18 mit seinen Rastnocken 19 in der oberen Rastnut 22 (Posi­tion "III") einrastet. Wie zuvor unter Fig. 1 A beschrieben, ist somit das Gehäuse geöffnet und der Batteriewechsel kann vorge­nommen werden. Zur Befestigung der Werkabdeckung 21 sind an dem Vorderteil 1 eine obere und untere Halteklammer 33, 34 vorge­sehen, die die Werkabdeckung 21 nach dem Einschnappen sicher hal­ten. Zusätzlich ist im Bereich der Vorderseite der Werkabdeckung an dem Vorderteil 1 ein nicht näher bezeichneter Rand ausge­bildet, der die Werkabdeckung 21 umläuft und gegen seitliches Herausfallen sichert.

    [0023] Die Weckautomatik der Uhr läßt sich, wie zuvor beschrieben, auch durch nach hinten Kippen des Gehäuses einschalten, indem bei­spielsweise die Uhr an der Oberseite des Vorderteils mit dem Zei­gefinger nach hinten gedrückt wird. Dadurch kippt die gesamte Uhr auf der im hinteren Bereich abgerundeten Fußleiste 4 in Fig. 3 nach rechts, wodurch über den Stützzapfen 6 eine Kraft auf das Verschlußteil 2 ausgeübt wird, die das Verschlußteil 2 nach oben bewegt. Diese kurze Kippbewegung reicht aus, um die Rastnocken 19 aus den zur Position "I" zugehörigen Rastnuten 22 in die oberhalb liegenden Rastnuten 22 der Position "II" einzurasten.

    [0024] Mit der Aufwärtsbewegung des Verschlußteils 2 in die Position "II" ragt das Verschlußteil 2 an der Oberseite über das Vorder­eil 1, und es tritt an der Vorderkante des Verschlußteils 2 eine farbige Markierungsblende 35 in Erscheinung, die den Schaltzu­stand des Verschlußteils 2 signalisiert. An der Markierungs­blende 35 ist ein winklig nach hinten verlaufender Seitenarm 36 ausgebildet, der hinter die Werkabdeckung 21 greift. Hier kommt der Seitenarm mit seinem abgeflachten freien Ende 38 mit einem Schaltstift 37 der Schaltmechanik in Berührung, der vom Uhrwerk durch die Werkabdeckung 21 ragt. Das abgeflachte freie Ende 38 des Seitenarms 36 der Markierungsblende 35 wirkt als schiefe Ebene für den Schaltstift 37, weshalb in Abhängigkeit zwischen den Rastpositionen "I" und "II" ein Schaltvorgang in dem Uhrwerk ausgelöst wird. Weiter ist in Figur 3 die senkrecht verlaufende rechte Gleitnut 12 des Verschlußteils 2 teilweise zu erkennen.

    [0025] Die Erfindung ist nicht auf die im Querschnitt halbkreisförmige Form des Verschlußteils 2 beschränkt, so kann das Kleingehäuse beispielsweise auch eine rechteckige Grundform aufweisen.

    [0026] Figur 4 zeigt einen Schnitt durch einen bevorzugten Rastmechanis­mus entlang der Schnittlinie CC in Fig. 3. Das Verschlußteil 2 und der Rastmechanismus sind in Fig. 4 nur schematisch darge­ stellt. An den Seitenwänden 31 der Werkabdeckung 21 sind drei Paare von Rastnuten 22 ausgebildet, die die drei Rastpositionen "I, II, III" kennzeichnen. Wird das Verschlußteil 2 nach oben bewegt, gleiten die Rastnocken 19 aus den Rastnuten 22 nach außen, so daß die Spitze der Rastnocken 19 auf den Seitenwän­den 31 bis zur nächsten Rastposition gleitet. Die Rastnocken 19 werden durch die Federn 41, denen die Federarme 18 entsprechen, in Richtung auf die Seitenwände 31 gedrückt. Vorzugsweise sind drei Rastpositionen vorgesehen, wobei die oberste Rastposition "III" zur Öffnung des Gehäuses beim Batteriewechseln dient. In den zuvor beschriebenen Ausführungsbeispielen war der Rastmecha­nismus zwischen dem Verschlußteil 2 und der an dem Vorderteil 1 ausgebildeten Werkabdeckung 21 ausgebildet. Jedoch kann der Rast­mechanismus auch an anderen Teilen zwischen Vorderteil 1 und dem Verschlußteil 2 - beispielsweise an den Gleitstegen 13 und der Gleitnuten 12 - ausgebildet sein.


    Ansprüche

    1. Kleingehäuse für eine Haushaltsstanduhr, bestehend aus einem Gehäusevorderteil, das das Uhrwerk aufnimmt, aus einem Gehäu­severschlußteil, und aus einer Schaltmechanik für das Uhr­werk, insbesondere zum Ein/Ausschalten der Weckautomatik der Uhr, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuseverschlußteil (2) gegenüber dem Gehäusevorderteil (1) verschiebbar gelagert ist, daß ein Rastmechanismus vorgesehen ist, der das Gehäuse­verschlußteil (2) gegenüber dem Gehäusevorderteil (1) in min­destens zwei Rastpositionen (I, II, III) arretiert, und daß die Schaltmechanik des Uhrwerks durch das verschiebbare Ge­häuseverschlußteil (2) betätigbar ist.
     
    2. Kleingehäuse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die verschiebbare Lagerung zwischen den beiden Gehäusetei­len (1, 2) aus ineinander greifenden Gleitnuten (12) und Gleitstegen (13) besteht.
     
    3. Kleingehäuse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Rastmechanismus ein Momentensprungwerk aufweist.
     
    4. Kleingehäuse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Rastmechanismus aus Federarmen (18) mit Rastnocken (19) und Rastnuten (22) besteht.
     
    5. Kleingehäuse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß drei Rastpositionen (I, II, III) für das verschiebbare Gehäu­severschlußteil (2) vorgesehen sind, wobei zwei eng beieinan­derliegende Rastpositionen (I, II) zum Ein/Aus-Schalten der Schaltmechanik des Uhrwerks dienen und eine Rastposition (III), die mit Abstand zu den beieinanderliegenden Rastposi­tionen (I, II) angeordnet ist, zum Öffnen des Kleingehäuses im Bereich der Batteriehalterung (39) dient.
     
    6. Kleingehäuse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Uhrwerk Stellknöpfe (8, 9) aufweist, die aus dem Gehäusever­schlußteil (2) ragen, und daß das Gehäuseverschlußteil (2) Langlöcher (11) für die Stellknöpfe (8, 9) aufweist, wobei die Langlöcher (11) längs der Verschieberichtung des Gehäuse­verschlußteils (2) ausgerichtet sind.
     
    7. Kleingehäuse nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Uhrwerk in einer Werkabdeckung (21) eingelagert ist, die an dem Gehäusevorderteil (1) befestigt ist und Achshülsen (29) zur Aufnahme der Achsen der Stellknöpfe (8, 9) aufweist.
     
    8. Kleingehäuse nach Anspruch 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Federarme (18) an der Innenwandung des Gehäusever­schlußteils (2) und die Rastnuten (22) an der Werkabdeckung (21) für das Uhrwerk ausgebildet sind.
     
    9. Kleingehäuse nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Achshülsen (29) an der Vorderseite einen Randwulst (30) auf­weisen, der die Kanten der Langlöcher (11) in dem Gehäusever­schlußteil (2) hinterschneidet.
     
    10. Kleingehäuse nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Gehäuseverschlußteil (2) eine Markierungsblende (35) ausgebildet ist, die den Schaltzustand der Schaltmechanik des Uhrwerks anzeigt, und die einen Sei­tenarm (36) aufweist, der einen Schaltstift (37) der Schalt­mechanik betätigt.
     
    11. Kleingehäuse nach einem der vorgenannten Ansprüche dadurch gekennzeichnet daß an dem Boden des Gehäuseverschlußteils (2) ein Stützzapfen (6) ausgebildet ist, der bei einer Kippbewe­gung des Kleingehäuses der Uhr das Gehäuseverschlußteil (2) aus einer ersten Rastposition (I) in eine zweite Rastposition (II) verschiebt.
     




    Zeichnung