[0001] Die Erfindung betrifft ein Kleingehäuse für eine Haushaltsstanduhr nach dem Oberbegriff
des Patentanspruchs 1.
[0002] Kleingehäuse für batteriebetriebene Haushaltsstanduhren - beispielsweise für eine
BRAUN AB 30 - bestehen üblicherweise aus inem Gehäusevorderteil, daß das Uhrwerk und
die Batteriehalterung aufnimmt und aus einem Gehäuseverschlußteil bzw. Rückteil,
das zum Wechseln der Batterien von dem Gehäusevorderteil abnehmbar gestaltet ist.
Meist weisen die Kleingehäuse der bekannten Uhren am Boden des Gehäusevorderteils
Fußleisten auf, um der Uhr einen sicheren Stand zu verleihen. Neben der Zeitanzeige
in analoger oder digitaler Darstellung besitzen diese Uhren zusätzlich eine Weckautomatik,
eine Zifferblattbeleuchtung oder eine andere Schaltfunktion, für die eine Schaltmechanik
vorgesehen ist, die z.B. über eine zusätzliche Schaltwippe aktiviert wird.
[0003] Folglich besteht das gesamte Kleingehäuse für derartige Uhren aus mehreren Einzelteilen,
wie dem Gehäusevorderteil, dem Gehäuseverschlußteil, der Schaltwippe, und häufig
aus einer zusätzlichen Batterieabdeckung, die beim Zusammenbau einen hohen Montageaufwand
erfordern. Ferner bereitet das Abnehmen und das genaue Wiederaufsetzen des Gehäuseverschlußteils
oder der zusätzlichen Batterieabdeckung besonders älteren Benutzern Schwierigkeiten.
Meist muß die separate Batterieabdeckung - soweit vorhanden - auch häufig mit einem
zusätzlichen Werkzeug aufgehebelt werden, weshalb das Gehäuse im Laufe der Zeit verkratzt
wird und der Batteriewechsel nicht in einfacher Weise auszuführen ist.
[0004] Die Aufgabe der Erfindung besteht deshalb darin, ein Kleingehäuse für eine Haushaltstanduhr
zu schaffen, das aus wenigen zusammenzusetzenden Teilen besteht und bei der die Betätigung
der Schaltmechanik der Uhr auf einfache Weise durchzuführen ist.
[0005] Die Aufgabe der Erfindung wird durch die Merkmale des kennzeichnenden Teils des
Patentanspruchs 1 gelöst.
[0006] Gemäß der Erfindung ist das Gehäuseverschlußteil gegenüber dem Gehäusevorderteil
verschiebbar gelagert. Zusätzlich ist eine Rastmechanismus vorgesehen, der das Gehäuseverschlußteil
gegenüber dem Gehäusevorderteil mindestens in zwei Rastpositionen arretiert. Ferner
wird die Schaltmechnik des Uhrwerks durch das verschiebbare Verschlußteil betätigt,
weshalb die Schaltwippe entfallen kann.
[0007] Folglich besteht das Kleingehäuse für eine derartige Haushaltsstanduhr nur noch
aus zwei Teilen, dem Gehäusevorderteil und dem Gehäuseverschlußteil. In vorteilhafter
Weise übernimmt das Gehäuseverschlußteil die Funktion der Schaltwippe zum Betätigen
der Schaltmechanik. Dementsprechend ergibt sich eine große Grifffläche, die z.B.
beim Abschalten des Wecktons leichter aufzufinden ist. Dadurch daß das Gehäuseverschlußteil
gegenüber dem Gehäusevorderteil verschiebbar gelagert ist, kann sich auch der Batteriewechsel
vereinfachen, indem das Gehäuseverschlußteil auf einen ausreichenden Öffnungsspalt
zur Entnahme der Batterie aufschiebbar ist und zusätzlich alle beweglichen Teile
in formschlüssiger Verbindung verbleiben. Beim Schließen des Gehäuses entfällt damit
das paßgenaue Zusammenfügen der einzelnen Bauteile und gleichfalls sind keine zusätzlichen
Werkzeuge erforderlich, um das Batteriegehäuse zu öffnen. Das gegenüber dem Gehäusevorderteil
verschiebbar gelagerte Gehäuseverschlußteil bildet damit in vorteilhafter Weise das
Betätigungsorgan für die Schaltmechanik und zusätzlich eine leicht zu öffnende Batterieabdeckung.
[0008] Nach einer Weiterbildung tragen die Stellknöpfe für die Uhr, die durch Langlöcher
in dem Gehäuseverschlußteil in das Innere der Uhr ragen, zur Verrriegelung des Gehäuseverschlußteils
mit dem Gehäusevorderteil bei.
[0009] Weiterer vorteilhafte Weiterbildungen sind den zusätzlichen Unteransprüchen zu entnehmen.
[0010] Der Elektronik Zeitschrift Elektor, Heft 6 1985, Seite 6/78 ist in einer Anzeige
ein Profilgehäuse bestehend aus einem Ober- und Unterteil zu entnehmen, bei dem das
Oberteil gegenüber dem Unterteil verschiebbar gelagert ist. Das Gehäuse dient zur
Aufnahme von beliebigen elektronischen Schaltungen, die mit einer Batterie betrieben
werden. Zum Öffnen des Gehäuses wird das Oberteil, das über Gleitnuten und Gleitstege
mit dem Unterteil verbunden ist, auf dem Unterteil verschoben. Jedoch weist das bekannte
Gehäuse keinen Rastmechanismus auf, der bevorzugte Positionen des Gehäuseoberteils
bestimmt, noch dient das Gehäuseoberteil zum Ausführen einer Schaltfunktion.
[0011] Nachfolgend wird die Erfindung an Hand der Zeichnung näher beschrieben.
[0012] Es zeigen:
Fig. 1 A eine Seitenansicht der Uhr nach der Erfindung,
Fig. 1 B eine Rückansicht der Uhr nach der Erfindung,
Fig. 1 C eine Draufsicht der Uhr nach Erfindung;
Fig. 2 einen Schnitt durch die Uhr nach Erfindung entlang der Schnittlinie AA in Fig.
1 A;
Fig. 3 einen Schnitt durch die Uhr nach Erfindung entlang der Schnittlinie BB in Fig.
1 C und
Fig. 4 einen Schnitt durch einen Rastmechanismus entlang der Schnittlinie CC in Fig.
3 mit einer schematischen Darstellung des Gehäuseverschlußteils der Uhr nach der
Erfindung.
[0013] Fig. 1 A zeigt eine Uhr nach der Erfindung mit einem Gehäusevorderteil 1 und einem
Gehäuseverschlußteil 2 in einer Seitenansicht. An dem Gehäusevorderteil 1- im nachfolgenden
nur mit Vorderteil 1 bezeichnet- sind am Boden zwei Fußleisten 4 vorgesehen (siehe
Fig. 1 B), die der Uhr einen sicheren Stand verleihen. Das Gehäuseverschlußteil 2
-im nachfolgenden als Verschlußteil 2 bezeichnet ist gegenüber dem Vorderteil 1 nach
oben verschiebbar und kann vorzugsweise drei bevorzugte Positionen annehmen. In der
ersten Position "I" schließt die Oberseite des Verschlußteils 2 mit der Oberseite
des Vorderteil 1 ab. Diese Position "I" kennzeichnet z. B. den Auszustand der Schaltmechanik
der Uhr, in dem beispielsweise die Weckautomatik der Uhr ausgeschaltet ist. Aus der
Position "I" kann das Verschlußteil 2 nach oben in eine zweite Position "II" verschoben
werden (Verschlußteil 2 gestrichelt dargestellt). Die Position "II" kennzeichnet z.
B. den Einzustand der Weckautomatik der Uhr. Folglich läßt sich das Verschlußteil
2 aus der Position "I" über eine kurze Wegstrecke in die Position "II" verschieben,
wodurch die Ein/Aus-Zustände z.B. der Weckautomatik über einen kurzen Verschiebeweg
des Verschlußteils 2 zu erreichen sind. Demgegenüber besitzt die dritte Position
"III" (Verschlußteil 2 strichpunktiert dargestellt) den größten Verschiebeweg, in
der die Oberseite des Verschlußteils 2 die höchste Position gegenüber der Oberseite
des Vorderteils 1 einnimmt. Wird das Verschlußteil 2 in die höchste Position "III"
verschoben, wird an der Unterseite des Kleingehäuses der Uhr die Batteriehalterung
freigegeben (in Fig. 1 A nicht dargestellt) und die Batterie kann gewechselt werden.
Nach dem Batteriewechsel kann das Kleingehäuse der Uhr in einfacher Weise geschlossen
werden, in dem die Uhr auf eine Unterlage gestellt wird und von oben auf die Oberseite
des Verschlußteils 2 ein leichter Druck ausgeübt wird. Wie nachfolgend beschrieben,
sind zwischen dem Vorderteil 1 und dem Verschlußteil 2 Gleitnuten 12 und Gleitstege
13 ausgebildet, die das Verschieben des Verschlußteils 2 auf dem Vorderteil 1 zulassen.
Folglich ist es nicht erforderlich, das Verschlußteil 2 zum Batteriewechsel von dem
Vorderteil 1 zu lösen. Die drei Positionen, die das Verschlußteil 2 einnehmen kann,
stellen drei bevorzugte Rastpositionen dar. In einer anderen Ausführungsform kann
das Verschieben des Verschlußteils 2 gegenüber dem Vorderteil 1 auch in einer Seitwärtsverschiebung
erfolgen. Ebenso sind andere Rastpositionen vorsehbar.
[0014] Wie weiter in Fig. 1 A zu erkennen, ragen Stellknöpfe 8,9 für die Uhrzeit und die
Weckzeit aus der Rückseite des Verschlußteils 2. Damit die Bewegung des Verschlußteils
2 durch die Stellknöpfe 8,9 nicht behindert wird, sind in dem Verschlußteil 2 entsprechend
der Verschieberichtung Längsnuten 10 und Langlöcher 11 vorgesehen (Fig 1 B). Wie nachfolgend
beschrieben, wird der Verschiebeweg des Verschlußteils 2 durch die Länge der Langlöcher
11 begrenzt.
[0015] In Fig. 1 B ist weiter zu erkennen, daß der Stellknopf 8 für die Uhrzeit höher angeordnet
ist als der Stellknopf 9 für die Weckzeit. Diese Anordnung der Stellknöpfe 8,9 wird
durch das Uhrwerk bestimmt. Am oberen Rand des Verschlußteils 2 ist ein Griffwulst
3 ausgebildet, unter dem gemäß der Erfindung auch noch ein reliefartig geformtes Strukturfeld
(in der Zeichnung nicht dargestellt) angebracht sein kann. Dadurch kann das Verschlußteil
2 mit den Fingern leichter nach oben gezogen werden, indem beispielsweise der Zeigefinder
an dem Griffwulst 3 und dem Strukturfeld und der Daumen an der Oberseite des Vorderteils
1 angreift. Auf der Rückseite des Verschlußteils 2 ist eine Pfeilmarkierung 5 vorgesehen,
die andeutet, daß das Verschlußteil 2 nach oben zu verschieben ist. Andererseits befindet
sich an der Unterseite des Verschlußteils 2 ein Stützzapfen 6, der dazu dient, daß
das Verschlußteil 2 durch leichtes nach hinten Kippen der Uhr selbsttätig in die
Position "II" bewegt wird, wobei die Uhr nur an der Oberseite des Vorderteils 1 zu
halten ist. Dementsprechend erfolgt die Verschiebung des Verschlußteils 2 zwischen
den einzelnen Rastpositionen vorzugsweise und ausschließlich durch äußere Krafteinwirkung,
jedoch ist es auch möglich, insbesondere für die beiden Rastpositionen "I", "II" eine
Feder oder ein Momentensprungwerk vorzusehen.
[0016] Fig. 1 C zeigt das Kleingehäuse der Uhr in der Draufsicht und es ist zu erkennen,
daß das Verschlußteil 2 vorzugsweise halbrund ist. Wie in Fig. 1 A, ist ein schmaler
Spalt 14 zwischen dem Vorderteil 1 und dem Verschlußteil 2 ausgebildet. Fig. 1 C zeigt,
wie gestrichelt angedeutet, den weiteren Verlauf der Stellknöpfe 8,9 in dem Innenbereich
der Uhr.
[0017] Fig. 2 zeigt einen Schnitt durch das Kleingehäuse der Uhr nach der Erfindung entlang
der Schnittlinie AA in Fig.1 A. Ebenso wie in den nachfolgenden Figuren sind das Uhrwerk
und die Anzeige der Uhr, die analog oder digital sein kann, nicht dargestellt. In
dem Vorderteil 1 ist ein Deckglas 7 eingesetzt, das den Zeigerraum 15 für die in Fig.
2 angenommene Analoguhr abdeckt. Das Bezugszeichen 16 kennzeichnet das Zifferblatt.
Gleichzeitig weist das Vorderteil 1 zwei Gleitstege 13 auf, die parallel zueinander
verlaufen und von innen in die Wandung des Verschlußteils 2 greifen. Im Schnitt bilden
die Gleitstege 13 dreieckförmige nach außen gerichtete Spitzen, die in die Gleitnuten
12 des Verschlußteils 2 eingelagert sind. Die Gleitnuten 12 des Verschlußteils 2 sind
zur leichten Führung an die Form der Gleitstege angepaßt, wobei auch andere bekannte
Gleitführungen zwischen dem Vorderteil 1 und dem Verschlußteil 2 ausgebildet sein
können. Zum Zusammenbau ist es deshalb erforderlich, daß das im Schnitthalbkreis bogenförmige
Verschlußteil 2 mit seinen Gleitnuten 12 an seinen freien Enden von oben auf die Gleitstege
13 des Vorderteils 1 aufgeschoben oder wie nachfolgend beschrieben, aufgeschnappt
wird. Die Gleitführung zwischen dem Vorderteil 1 und dem Verschlußteil 2 ist so ausgebildet,
daß das Verschlußteil 2 in rückwärtiger Richtung nur durch Aufweiten von dem Vorderteil
1 entfernt werden kann. Folglich umgreift das Verschlußteil 2 mit seinen freien Enden
die Gleitstege 13 des Vorderteils 1 hinterschneidend und bewirkt eine Verklammerung.
Neben den Gleitstegen 13 und den Gleitnuten 2 sind die gegenüberliegenden Kanten des
Verschlußteils 2 und des Vorderteils 1 im Bereich der Gleitführung gleichfalls so
aufeinander abgestimmt, daß sie zur Gleitführung beitragen. Wie zuvor erwähnt, kann
die Gleitführung auch an der Oberseite und Unterseite des Kleingehäuses der Uhr ausgebildet
sein, wobei in diesem Fall das Verschlußteil 2 gegenüber dem Vorderteil 1 seitlich
verschiebbar ist.
[0018] Im Inneren der Uhr ist eine Werkabdeckung 21 vorgesehen, die das Uhrwerk einschließlich
der Schaltmechanik (nicht dargestellt) abdeckt und die in Fig. 2 in einer nicht näher
bezeichneten Weise fest mit dem Vorderteil 1 verankert ist. Die Werkabdeckung 21 begrenzt
demnach den Uhrwerkraum 20, und schützt in bekannter Weise das Uhrwerk vor Staubeintritt.
An den äußeren Seitenwänden 31 der Werkabdeckung 21 sind Vertiefungen 32 ausgebildet,
die Rastnuten 22 aufweisen. Die beiden Vertiefungen 32 verlaufen in der gleichen
Richtung wie die Verschieberichtung des Verschlußteils 2 und mindestens über eine
Länge des Verschiebeweges des Verschlußteils 2. In diesen beiden Vertiefungen 32
laufen Rastnocken, die an Federarmen 18 ausgebildet sind. Die beiden Federarme 18
sind mit der Innenwandung des Verschlußteils 2 verbunden. Die Federarme 18 sind an
dem Verschlußteil 2 so angeordnet, daß die Rastnocken 19 nach außen federn können.
Vorzugsweise bilden die aufeinander gleitenden Flächen der Rastnocken 19 und der
Rastnuten 22 schiefe Ebenen, weshalb bei einer Aufwärts- oder Abwärtsbewegung des
Verschlußteils 2 die Rastnocken 19 der Federarme 18 aus der gegenwärtigen Rastposition
leichter nach außen drückbar sind. Beim Verschieben des Verschlußteils 2 laufen die
Rastnocken 19 soweit in den seitlichen Vertiefungen 32 der Werkabdeckung 21, bis
die Rastnocken 19 in die Rastnuten 22 der nachfolgenden Rastposition einrasten.
[0019] Das Verschlußteil 2 läßt sich wie soweit beschrieben unter Erreichung der verschiedenen
Rastpositionen längs der Gleitstege 13 des Vorderteils 1 bewegen. Zur Begrenzung des
Verschiebeweges des Verschlußteils 2 und damit das Verschlußteil 2 nicht mehr von
dem Vorderteil 1 lösbar ist, ist es erforderlich, daß nach dem Aufschieben des Verschlußteils
2 die Stellknöpfe 8,9 in die Lang löcher 11 eingesteckt werden. Damit die Stellknöpfe
8,9 eine sichere Führung und Halterung aufweisen, sind an der Werkabdeckung 21 zwei
Achshülsen 29 ausgebildet, die sich in Richtung der Langlöcher 11 in dem Verschlußteil
2 erstrecken. Gleichfalls erstrecken sich zwei Gehäusevertiefungen 23, die die Längsnuten
10 für die Stellknöpfe 8,9 bilden, in Richtung auf die Achshülsen 29. Dabei ragen
die Achshülsen 29 mit einem Randwulst 30 mit Überstand in die Längsnuten 10 der Gehäusevertiefungen
23. Die Oberseite 24 der Randwülste 30 ist abgeflacht und ildet eine Gleitfläche für
die drehbaren Stellknöpfe 8,9. Damit die Achshülsen durch Aufschieben des Verschlußteils
2 in die Langlöcher 11 eingreifen können, sind die Gehäusevertiefungen 23 beispielsweise
an der Unterseite (nicht dargestellt) in Richtung der Einführungsrichtung des Verschlußteils
2 mit einem Durchbruch versehen. Andererseits ist es aber auch möglich, zuerst die
Werkabdeckung 21 mit dem Verschlußteil 2 über die hinterschneidenden Randwülste 30
zu verbinden, wobei keine Durchbrüche außer dem Langloch 11 in den Gehäusevertiefungen
23 vorgesehen sind, und anschließend das Verschlußteil 2 auf das Vorderteil 1 aufzuschnappen.
Damit erfolgt der Zusammenbau des Vorderteils 1 und des Verschlußteils 2 nicht mehr
durch eine Verschiebebewegung entlang der Gleitführung. Nach dem Aufschnappen des
Verschlußteils 2 auf das Vorderteil 1 werden die Stellknöpfe 8,9 eingedrückt, die
mit dem Anliegen auf der Oberfläche 24 des Randwulstes 30 die Werkabdeckung 21 an
das Vorderteil 1 pressen und dort in Halteklammern 33 (vgl. Fig. 3) einrasten lassen.
Zum leichteren Einpressen der Achshülsen 29 in die Langlöcher 11 der Gehäusevertiefungen
23 sind die Ränder der Langlöcher 11 und der Randwülste 30 vorzugsweise konisch angeformt
und die Achshülsen 29 mit Einschnitten 26 versehen, die längs der Achs hülsen 29
verlaufen. Zum erleichterten Einschieben der Werkabdeckung 21 in das Verschlußteil
2 sind auch die Federarme 18 mit den Rastnocken 19 an den vorderen freien Enden abgeschrägt.
Zusätzlich können die Anschlußfahnen 42 der Batterieanschlüsse für das Uhrwerk, die
teilweise im Inneren der Werkabdeckung 21 verlaufen, so gestaltet sein, daß die Anschlußfahnen
42 erst mit dem Einpressen der Werkabdeckung vollständig mit dem Uhrwerk in Kontakt
kommen und durch die Innenrückwand der Werkabdeckung 21 in Richtung Uhrwerk gepreßt
werden. Hierzu verlaufen die Anschlußahnen 42 nicht plan auf der Innenwand der Werkabdeckung
21, sondern sind z. B. konkav gekrümmt. Die Anschlußfahnen 42 werden durch die Eigenkrümmung,
die den Anschlußfahnen 42 Federeigenschaften verleiht, sicher an das Uhrwerk angepreßt.
Der gesamte Einbau und Zusammenbau der Teile vereinfacht sich damit wesentlich.
[0020] Zusammen mit der Oberfläche 24 der Randwülste 30 wirken die Achshülsen 29 als sichere
Führung für die runden Stellknöpfe 8,9. Die Stellknöpfe 8,9 sind hierzu vorzugsweise
am vorderen freien Ende dicker als an ihrer Achse und in den Achsbohrungen 25 der
Achsführungen 29 drehbar gelagert. Die gesamte Verriegelung des Gehäuses wird dadurch
erhöht, daß die Achsen der Stellknöpfe 8,9 einen Halterand 28 aufweisen, der in eine
ringförmige Halterille 27 einrastet, die an der Innenwandung der Achshülse 29 ausgebildet
ist. Die federnden Enden des Randwulstes 30 der Achshülsen 29 werden durch den Halterand
28 nach außen gepreßt, wodurch die hinterschneidende Verklammerung des Randwulstes
30 mit den Kanten der Langlöcher 11 erhöht wird.
[0021] Fig. 3 zeigt einen Längsschnitt durch das Kleingehäuse der Uhr nach der Erfindung
entlang der Schnittlinie BB in Fig. 1 C. Zur besseren Darstellung der Befestigung
der Werkabdeckung 21 ist die Werkabdeckung 21 in Fig. 3 nicht im Schnitt dargestellt.
Wie in Fig. 2, ist der Zeigerachsendurchbruch in dem Vorderteil 1 mit dem Bezugszeichen
17 versehen. Der Verlauf der Anschlußfahnen 42 im Inneren der Werkabdeckung ist in
Fig. 3 gestrichelt dargestellt und angedeutet. Im Vergleich zur Fig. 2 ist in Fig.
3 nur der rechte Federarm 18 zu erkennen, der beispielsweise zusammen mit dem Verschlußteil
2 im Spritzgußverfahren aus Kunststoff hergestellt wurde. Das freie Ende des rechten
Federarms 18 mit dem zugehörigen Rastnocken 19 wird in Fig. 3 durch die Werkabdeckung
21 verdeckt, weshalb das freie Ende des Federarms 18 strichpunktiert dargestellt ist.
[0022] Im Bodenbereich des Vorderteils 1 sind Batteriehalterungen 39 ausgebildet, die eine
Batterie 40 tragen. Zum Batteriewechsel wird das Verschlußteil 2 nach oben bewegt,
so daß der Federarm 18 mit seinen Rastnocken 19 in der oberen Rastnut 22 (Position
"III") einrastet. Wie zuvor unter Fig. 1 A beschrieben, ist somit das Gehäuse geöffnet
und der Batteriewechsel kann vorgenommen werden. Zur Befestigung der Werkabdeckung
21 sind an dem Vorderteil 1 eine obere und untere Halteklammer 33, 34 vorgesehen,
die die Werkabdeckung 21 nach dem Einschnappen sicher halten. Zusätzlich ist im Bereich
der Vorderseite der Werkabdeckung an dem Vorderteil 1 ein nicht näher bezeichneter
Rand ausgebildet, der die Werkabdeckung 21 umläuft und gegen seitliches Herausfallen
sichert.
[0023] Die Weckautomatik der Uhr läßt sich, wie zuvor beschrieben, auch durch nach hinten
Kippen des Gehäuses einschalten, indem beispielsweise die Uhr an der Oberseite des
Vorderteils mit dem Zeigefinger nach hinten gedrückt wird. Dadurch kippt die gesamte
Uhr auf der im hinteren Bereich abgerundeten Fußleiste 4 in Fig. 3 nach rechts, wodurch
über den Stützzapfen 6 eine Kraft auf das Verschlußteil 2 ausgeübt wird, die das Verschlußteil
2 nach oben bewegt. Diese kurze Kippbewegung reicht aus, um die Rastnocken 19 aus
den zur Position "I" zugehörigen Rastnuten 22 in die oberhalb liegenden Rastnuten
22 der Position "II" einzurasten.
[0024] Mit der Aufwärtsbewegung des Verschlußteils 2 in die Position "II" ragt das Verschlußteil
2 an der Oberseite über das Vordereil 1, und es tritt an der Vorderkante des Verschlußteils
2 eine farbige Markierungsblende 35 in Erscheinung, die den Schaltzustand des Verschlußteils
2 signalisiert. An der Markierungsblende 35 ist ein winklig nach hinten verlaufender
Seitenarm 36 ausgebildet, der hinter die Werkabdeckung 21 greift. Hier kommt der Seitenarm
mit seinem abgeflachten freien Ende 38 mit einem Schaltstift 37 der Schaltmechanik
in Berührung, der vom Uhrwerk durch die Werkabdeckung 21 ragt. Das abgeflachte freie
Ende 38 des Seitenarms 36 der Markierungsblende 35 wirkt als schiefe Ebene für den
Schaltstift 37, weshalb in Abhängigkeit zwischen den Rastpositionen "I" und "II" ein
Schaltvorgang in dem Uhrwerk ausgelöst wird. Weiter ist in Figur 3 die senkrecht verlaufende
rechte Gleitnut 12 des Verschlußteils 2 teilweise zu erkennen.
[0025] Die Erfindung ist nicht auf die im Querschnitt halbkreisförmige Form des Verschlußteils
2 beschränkt, so kann das Kleingehäuse beispielsweise auch eine rechteckige Grundform
aufweisen.
[0026] Figur 4 zeigt einen Schnitt durch einen bevorzugten Rastmechanismus entlang der
Schnittlinie CC in Fig. 3. Das Verschlußteil 2 und der Rastmechanismus sind in Fig.
4 nur schematisch darge stellt. An den Seitenwänden 31 der Werkabdeckung 21 sind
drei Paare von Rastnuten 22 ausgebildet, die die drei Rastpositionen "I, II, III"
kennzeichnen. Wird das Verschlußteil 2 nach oben bewegt, gleiten die Rastnocken 19
aus den Rastnuten 22 nach außen, so daß die Spitze der Rastnocken 19 auf den Seitenwänden
31 bis zur nächsten Rastposition gleitet. Die Rastnocken 19 werden durch die Federn
41, denen die Federarme 18 entsprechen, in Richtung auf die Seitenwände 31 gedrückt.
Vorzugsweise sind drei Rastpositionen vorgesehen, wobei die oberste Rastposition "III"
zur Öffnung des Gehäuses beim Batteriewechseln dient. In den zuvor beschriebenen Ausführungsbeispielen
war der Rastmechanismus zwischen dem Verschlußteil 2 und der an dem Vorderteil 1
ausgebildeten Werkabdeckung 21 ausgebildet. Jedoch kann der Rastmechanismus auch
an anderen Teilen zwischen Vorderteil 1 und dem Verschlußteil 2 - beispielsweise an
den Gleitstegen 13 und der Gleitnuten 12 - ausgebildet sein.
1. Kleingehäuse für eine Haushaltsstanduhr, bestehend aus einem Gehäusevorderteil,
das das Uhrwerk aufnimmt, aus einem Gehäuseverschlußteil, und aus einer Schaltmechanik
für das Uhrwerk, insbesondere zum Ein/Ausschalten der Weckautomatik der Uhr, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuseverschlußteil (2) gegenüber dem Gehäusevorderteil (1) verschiebbar
gelagert ist, daß ein Rastmechanismus vorgesehen ist, der das Gehäuseverschlußteil
(2) gegenüber dem Gehäusevorderteil (1) in mindestens zwei Rastpositionen (I, II,
III) arretiert, und daß die Schaltmechanik des Uhrwerks durch das verschiebbare Gehäuseverschlußteil
(2) betätigbar ist.
2. Kleingehäuse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die verschiebbare Lagerung zwischen den beiden Gehäuseteilen (1, 2) aus ineinander
greifenden Gleitnuten (12) und Gleitstegen (13) besteht.
3. Kleingehäuse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Rastmechanismus ein Momentensprungwerk aufweist.
4. Kleingehäuse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Rastmechanismus aus Federarmen (18) mit Rastnocken (19) und Rastnuten (22)
besteht.
5. Kleingehäuse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß drei Rastpositionen (I, II, III) für das verschiebbare Gehäuseverschlußteil
(2) vorgesehen sind, wobei zwei eng beieinanderliegende Rastpositionen (I, II) zum
Ein/Aus-Schalten der Schaltmechanik des Uhrwerks dienen und eine Rastposition (III),
die mit Abstand zu den beieinanderliegenden Rastpositionen (I, II) angeordnet ist,
zum Öffnen des Kleingehäuses im Bereich der Batteriehalterung (39) dient.
6. Kleingehäuse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Uhrwerk Stellknöpfe (8, 9) aufweist, die aus dem Gehäuseverschlußteil (2)
ragen, und daß das Gehäuseverschlußteil (2) Langlöcher (11) für die Stellknöpfe (8,
9) aufweist, wobei die Langlöcher (11) längs der Verschieberichtung des Gehäuseverschlußteils
(2) ausgerichtet sind.
7. Kleingehäuse nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Uhrwerk in einer Werkabdeckung (21) eingelagert ist, die an dem Gehäusevorderteil
(1) befestigt ist und Achshülsen (29) zur Aufnahme der Achsen der Stellknöpfe (8,
9) aufweist.
8. Kleingehäuse nach Anspruch 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Federarme (18) an der Innenwandung des Gehäuseverschlußteils (2) und die
Rastnuten (22) an der Werkabdeckung (21) für das Uhrwerk ausgebildet sind.
9. Kleingehäuse nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Achshülsen (29) an der Vorderseite einen Randwulst (30) aufweisen, der
die Kanten der Langlöcher (11) in dem Gehäuseverschlußteil (2) hinterschneidet.
10. Kleingehäuse nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Gehäuseverschlußteil (2) eine Markierungsblende (35) ausgebildet ist,
die den Schaltzustand der Schaltmechanik des Uhrwerks anzeigt, und die einen Seitenarm
(36) aufweist, der einen Schaltstift (37) der Schaltmechanik betätigt.
11. Kleingehäuse nach einem der vorgenannten Ansprüche dadurch gekennzeichnet daß an dem Boden des Gehäuseverschlußteils (2) ein Stützzapfen (6) ausgebildet ist,
der bei einer Kippbewegung des Kleingehäuses der Uhr das Gehäuseverschlußteil (2)
aus einer ersten Rastposition (I) in eine zweite Rastposition (II) verschiebt.