(19)
(11) EP 0 116 681 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
25.05.1988  Patentblatt  1988/21

(21) Anmeldenummer: 83108405.8

(22) Anmeldetag:  26.08.1983
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)4G03D 3/13

(54)

Transportvorrichtung zur Durchführung von band- oder blattförmigen fotografischen Schichtträgern durch fotochemische Bäder von Entwicklungsmaschinen

Transporting device for conveying strip or sheet like photographic layer carriers through chemical baths in developing machines

Dispositif de transport pour entraîner des supports d'émulsion photographique sous forme de bandes ou de feuilles à travers les bains chimiques des machines à développer


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH DE FR GB IT LI LU NL SE

(30) Priorität: 22.02.1983 DE 3306139

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
29.08.1984  Patentblatt  1984/35

(73) Patentinhaber: Kümmerl, Hermann
D-8500 Nürnberg 20 (DE)

(72) Erfinder:
  • Kümmerl, Hermann
    D-8500 Nürnberg 20 (DE)

(74) Vertreter: Tergau, Enno, Dipl.-Ing. et al
Tergau & Pohl Patentanwälte Mögeldorfer Hauptstrasse 51
90482 Nürnberg
90482 Nürnberg (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
DE-A- 2 947 204
FR-A- 2 436 733
US-A- 3 345 928
DE-A- 3 127 016
US-A- 1 891 722
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft eine Transportvorrichtung mit den Merkmalen des Oberbegriffes des Patentanspruches 1. Derartige Transportvorrichtungen sind beispielsweise aus der DE-A-31 27 016 bekannt. Sie werden sowohl von Foto-Amateuren wie auch im professionellen Fotobereich eingesetzt und dienen der Entwicklung, Wässerung und Fixierung von belichtetem Fotopapier. Der Transport des Papiers wird in der Regel durch Transportwalzenpaare vorgenommen, wobei das Fotopapier unter Reibschluß den Durchtrittsspalt zwischen je zwei miteinander zusammenwirkenden Transportwalzen durchläuft. Wenigstens eine der beiden Walzen ist dabei angetrieben und der Durchtrittsspalt für die fotografischen Schichtträger ist in geringem Maße nachgiebig gestaltet. Die Nachgiebigkeit des Durchtrittsspaltes ist insbesondere deshalb von wesentlicher Bedeutung für den Entwicklungsvorgang, weil durch zu hohen Druck auf die fotoempfindliche Schicht der Entwicklungsprozeß negativ beeinflußt werden kann. Andererseits ist aber auch ein gewisser Minimaldruck erforderlich, da zum einen eine sichere Führung des schlüpfrigen papiermaterials durch die Transportrollen hindurch gewährleistet sein muß, wenn ein papierstau vermieden werden soll und zum anderen durch die der fotoempfindlichen Schichtoberseite zugewandte Rolle ein gewisses Abpressen der auf der Schichtoberseite beim Entwicklungsvorgang entstehenden Bromkali-Rückstände erfolgen soll. Zudem ist es von Bedeutung, daß der Walzendruck immer weitgehend gleichmäßig erfolgt, da sich sonst gegebenenfalls streifig sichtbare Unterschiede bei den Entwicklungsprodukten zeigen können.

    [0002] Bei der in der genannten DE-A 31 27 016 beschriebenen Vorrichtung werden die band-oder blattförmigen fotografischen Schichtträger mit Hilfe einer Förderwalze durch die fotochemischen Bäder transportiert, bei der auf einem Walzenkern scheibenförmig oder ähnlich gestaltete Transportelemente angeordnet sind. Diese Transportelemente sind in Radialrichtung nachgiebig gestaltet. Die Nachgiebigkeit wird dort allerdings dadurch erreicht, daß die durchgehend auf dem Kern angeordneten Elemente oder auch die mit Abstand voneinander angeordneten Elemente aus einem elastischen Material, wie beispielsweise Schaumgummi, Gummi, od. dgl. bestehen oder auch in Form von Bürsten ausgebildet sind. Andruckwalzen dieser Art können aber nachteilig sein, da schaumförmiges, insbesondere poröses Material Oxidationsprodukte des Entwicklers in unerwünschter Weise speichern kann.

    [0003] Beim vorbekannten Stand der Technik wird die Nachgiebigkeit des Durchtrittsspaltes im übrigen auf konstruktiv verschiedene Weise erreicht:

    a) Seit langer Zeit finden für die genannten Transportwalzen PVC-Walzen Verwendung, die sich aufgrund ihrer chemischen Resistenz in gewisser Weise auch bewährt haben. Allerdings ist die Herstellung dieser Walzen relativ aufwendig, da sie wegen ihrer Materialhärte sehr genau auf Rundlauf bearbeitet werden müssen, wenn bei der Walzendrehung Druckschwankungen zwischen den Walzen vermieden werden sollen. Diese harten Walzen wurden dann federnd gelagert insofern, als man mindestens eine Walze eines jeden Walzenpaares mit einer Langlochlagerung versehen hat und mittels Schrauben- oder Blattfedern ein federndes Zusammenpressen der beiden Walzen gesichert hat. Jedoch haben Schraubenfedern den grundsätzlichen Nachteil, daß sich längerfristig Entwicklungsrückstände in den Federkörpern absetzen, so daß die Federn nicht mehr "atmen" können. Blattfedern haben sich nicht als dauerhaft erwiesen, da die aggressiven chemischen Einflüsse in den Entwicklungsbädern das Federmaterial verspröden, so daß die Federeigenschaften nachlassen. Die Lagerung mit Federn hat sich langfristig sehr als montage-, wartungs- und kostenintensiv erwiesen.

    b) Ebenfalls seit längerem finden Gummiwalzen als Transportwalzen Verwendung. Gummiwalzen haben aufgrund ihrer Weichheit zwar den Vorteil, daß aufwendige Federungen im Lagerbereich nicht unbedingt notwendig sind. Allerdings hat sich die Herstellung der Gummiwalzen nicht als problemfrei erwiesen, da Gummi nicht so chemisch resistent ist wie PVC. Man hat zwar in der Vergangenheit Gummimischungen entwikkelt, die für die fotochemischen Bäder ausreichende chemische Resistenz aufweisen. Aber auch diese Gummiwalzen sind in gewisser Weise nachteilig, da die in Frage kommenden Gummimischungen nur bedingt nachgiebig sind, und der Gummi insbesondere einen gewissen Quellprozeß in den Entwicklungsbädern durchführt, der nicht gezielt steuerbar ist. Dieser Quellprozeß kann zu einem Mehrdurchmesser der Walzen von 1/10 bis 2/10 mm führen - Größenordnungen, die sich negativ auf den Anpreßdruck und damit auf das Entwicklungsprodukt auswirken können, insbesondere wenn man an die Toleranz der Walzenlagerung nicht allzu hohe Anforderungen stellen will.

    c) Einen weiteren Stand der Technik bilden Transportwalzen mit einem textilen Überzug, der gewisse Federeigenschaften mit sich bringt. Dieser textile Überzug hat allerdings den gravierenden Nachteil, daß sich Entwicklungsrückstände in ihm absetzen, so daß langfristig die Entwicklungsergebnisse durch Rückstände in den Walzen negativ beeinflußt werden. Um diesen Negativeinfluß möglichst gering zu halten, sind die Textil- überzüge etwa im Zeitraum von drei bis vier Monaten zu wechseln, was mit einem erheblichen Aufwand an Wartung verbunden ist, da die Transportracks dabei vollständig zerlegt werden müssen.

    d) Schließlich sind noch sogenannte Schaumwalzen als Transportwalzen zu erwähnen, die die gleichen negativen Eigenschaften wie die textil- überzogenen Walzen haben. Besonders negativ an den Schaumwalzen wirkt sich aber die Saugeigenschaft der Walzen aus, da beim Herausnehmen eines Racks aus einem Bad dem Tank sehr viel Badflüssigkeit entzogen wird. Bis nach dem Herausnehmen aus dem Bad die Walzen schließlich getrocknet sind, d.h. die Restflüssigkeit aus ihnen abgetropft ist, vergeht etwa ein Tag. Weiterhin ist die Reinigung der Schaumwalzen relativ schwierig. Nicht zuletzt ist das hohe Gewicht der vollgesogenen Schaumwalzen beim Herausnehmen der Racks aus dem Tank zu erwähnen; ein vollgesogenes Schaumwalzenrack wiegt etliche Zig-Kilogramm, so daß zum Herausnehmen kleine Krangalgen erforderlich sind.



    [0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Transportvorrichtung zur Durchführung von band- oder blattförmigen fotografischen Schichtträgern durch fotochemische Bäder von Entwicklungsmaschinen vorzuschlagen, welche einfach und preisgünstig herstellbar und zu warten ist und die eine hohe Qualität der Entwicklungsprodukte auch über längere Zeitspannen hin gewährleistet. Diese Aufgabe wird gelöst, indem bei einer Vorrichtung gemäß Oberbegriff des Patentanspruches 1 die Andruckelemente als elastische radial verformbare Hutlamellen ausgebildet sind, deren Symmetrieachse zur Walzenachse parallel ist und die die Form von einseitig offenen Halbkugelschalen oder Kegelmänteln haben, deren offene Seite etwa rechtwinklig zum Wellenkern verläuft.

    [0005] Durch die Erfindung wird eine Transportvorrichtung geschaffen, die das papier außerordentlich sanft behandelt, wobei durch die einzelnen, radial nachgiebigen Andruckelemente ein für die ganze Walzenlänge gleichbleibender kontinuierlicher Anpreßdruck gewährleistet ist. Jedes der Elemente wirkt gleichsam als isoliertes, rundlaufendes, von den anderen axial abgekoppeltes Federelement, also derart, daß sich möglicherweise vorhandene Unrundheiten im Walzenlauf nicht wesentlich auf den Anpreßdruck, der auf das Papier ausgeübt wird, auswirken. Auch ist die Federwirkung nicht auf eine definierte Federrichtung beschränkt, wie dies beispielsweise bei harten, in Langlöchern gelagerten Walzen der Fall ist, sondern die mit dem Papier zusammenwirkenden Außenflächen der Elemente können sich weich an die Papieroberfläche und möglicherweise vorhandene papierkrümmungen anschmiegen, ohne daß das Papier einer harten linienförmigen Belastung zwischen den Walzen ausgesetzt ist.

    [0006] Für eine bevorzugte Ausführungsform wird vorgeschlagen, daß die Hutlamellen mit dem der offenen Seite axial gegenüberliegenden Wandungsabschnitt auf dem Wellenkern befestigt sind (Patentanspruch 2). In Abwandlung dieser Ausführungsform können die Hutlamellen einstückig mit einer auf dem Wellenkern mit Haftsitz angeordneten Lagerhülse ausgebildet sein, die axial über die offene Seite hinaussteht. Der Wandungswinkel der konisch geformten Hutlamellen soll etwa 45° betragen. Vorteilhaft ist es, wenn die Hohlkörper der Hutlamellen aus polyethylen bestehen.

    [0007] Gemäß Patentanspruch 6 soll eine jeweils gleiche Anzahl der Hutlamellen einer gemeinsamen Welle mit ihren offenen Enden zum einen bzw. zum anderen Wellenende hinweisen. Gemäß Patentanspruch 7 sollen je zwei benachbarte Hutlamellen mit ihren offenen Seiten parallel nebeneinander liegen. Gemäß patentanspruch 8 ist die Vorrichtung dadurch gekennzeichnet, daß ein oder mehrere Abschnitte des Hohlkörperquerschnittes als elastisch federnder Balg ausgebildet ist.

    [0008] Die Erfindung wird im folgenden unter Bezugnahme auf die Zeichnung näher erläutert. In den Figuren der Zeichnung und dem erläuternden Text sind jeweils nur bestimmte Aspekte von Ausführungsbeispielen dargestellt und nicht sämtliche für die Erfindung wesentlichen Merkmale. Die im kennzeichnenden Teil des Patentanspruches 1 aufgeführten Merkmale gehen im wesentlichen aus den Figuren 4 und 5 der Zeichnung hervor.

    [0009] Die Transportvorrichtung zur Durchführung von band- oder blattförmigen fotografischen Schichtträgern weist in ihrem Inneren eine Mehrzahl von parallelen Transportwalzen auf, wobei bei den sogenannten "Walzentrios" 1-4 jeweils drei Walzen gleichebig nebeneinanderliegen und die der unbeschichteten Rückseite des Schichtträgers zugewandte Walze als Lamellenwalze 5 ausgebildet ist. Diese ist mit einer Vielzahl von radial von der Walzenachse 6 abstehenden nachgiebigen Lamellenscheiben 7 versehen, die mit ihren Umfangsflächen gegen die Oberflächen 8 der Außenwalzen 9, 10 vorstehen bzw. diese berühren. Zwischen der Lamellenwalze 5 und den Außenwalzen 9, 10 liegen die Durchtrittsspalte 11 für die fotografischen Schichtträger. Die Außenwalzen 9, 10 sind mit starrem gegenseitigen Abstand 37 in Rackseitenteilen 12, 13 gelagert.

    [0010] Die Lamellenwalze 5 weist einen Wellenkern 14 auf und die Lamellenscheiben 7 sind als auf den Kern 14 aufgesteckte ebene Lochscheiben ausgebildet, die durch zwischen ihnen liegende Abstandsscheiben 15 geringeren Durchmessers auf dem Wellenkern 14 fixiert sind. Die Enden 16, 17 des Wellenkerns 14 sind in Lagern 18, 19 der Rackseitenteile 12, 13 drehgelagert.

    [0011] Die im unteren Durchführungs-U-Bogen 20 des Racks liegende zentrale Umkehrwalze ist ebenfalls als Lamellenwalze 21 ausgebildet, die von einer Mehrzahl von starr-U-förmig angeordneten Leitrollen 22 umgeben ist.

    [0012] Die Leitrollen 22 sind ebenfalls mit Lamellen versehen, die aber nicht radial nachgiebig zu sein brauchen. Der axiale Versatz der Lamellen von den jeweils benachbarten Leitrollen 22 ermöglicht das Eintauchen der Lamellen in die Lamellenzwischenräume, so daß ein Papierstau vermieden werden kann.

    [0013] Zur Führung der quer zur Durchführungsrichtung verlaufenden Papierkanten ist eine Mehrzahl von als langgestreckte Stäbe ausgebildeten Leitelementen 23 vorgesehen, die die Lamellenwalzen innerhalb des Walzendurchmessers 24 der Lamellenwalze 5 durchsetzen. Bei einer Mehrzahl von übereinander angeordneten Walzentrios durchsetzt ein als U-förmiger Bügel ausgebildetes Leitelement mehrere übereinanderliegende Walzentrios, wobei die freien U-Schenkel 25 die Leitstäbe bilden und die Leitelemente im Bereich ihres U-Hauptes 26 an einer das Rack parallel zu den Walzen durchsetzenden Haltestange 27 befestigt sind.

    [0014] Alle Führungswalzen des Racks sind angetrieben. Der Antrieb erfolgt innerhalb eines Walzentrios, d. h. zwischen den beiden Außenwalzen und der Mittelwalze durch Zahntriebe, die auf der Außenseite eines Rackseitenteils (z.B. 12) liegen. Der Antrieb der Walzentrios untereinander erfolgt durch Zahn- oder Kettentriebe, die aus Gleichgewichtsgründen auf der Außenseite des anderen Rackseitenteils (z.B. 13) angeordnet sind. Der Antrieb der Leitrollen erfolgt über Planetenräder, die über ein auf der Welle der als Umlenkwalze wirksamen unteren Lamellenwalze 21 angeordnetes Sonnenrad angetrieben werden. Die Antriebszahnräder/Kettentriebe sind in den Zeichnungsfiguren nicht dargestellt.

    [0015] Die Ebene der Walzentrios 1-4 ist gegenüber den Hauptdurchlaufrichtungen 28,28' so geneigt, daß die Außenwalzen in Durchlaufrichtung gegenüber der Mittelwalze vorversetzt sind, so daß die vordere Papierkante das Walzentrio beim Austritt aus dem Durchtrittsspalt geringfügig zum Leitelement 23 in Pfeilrichtung 29 hingebogen wird.

    [0016] Das über dem Flüssigkeitsspiegel 31 liegende Oberteil 30 des Racks ist vom Unterteil 32 mittels einer Teilfuge 33 abnehmbar, die etwa horizontal zwischen dem obersten Walzentrio 34 und weiteren Leitrollen verläuft. Am Rack-Oberteil 30 sind auf der Einlaufseite Lamellenwalzen 35, 35a, ähnlich wie die Walzen 5, und eine glatte Walze 35b, ähnlich wie die Walzen 9, 10, zur Führung bzw. Förderung des Papiers angeordnet.

    [0017] Auf der Auslaßseite des Rack-Oberteils befinden sich Förder- bzw. Führungswalzen 39 und 39a.

    [0018] Durch eine nur skizzenhaft dargestellte Verbolzung 36 ist dafür Sorge getragen, daß in Betriebsstellung Oberteil und Unterteil gegeneinander exakt justiert sind.

    [0019] In Fig. 4 sind auf einen abschnittweise dargestellten Wellenkern 14 Hutlamellen 50 derart aufgeschoben, daß je zwei mit ihren offenen Seiten 51 gegeneinander gerichtet sind und sozusagen ein Hutlamellenpaar bilden. Die offenen Seiten 51 verlaufen dabei rechtwinklig zur Walzenachse 6.

    [0020] Die Hutlamellen 50 sind in ihrem Umfangsbereich mit einem ersten im wesentlichen zylindrischen Abschnitt 52 versehen, dessen Außenseite 53 die Kontaktfläche zum Fotopapier bildet. Diesem zylindrischen Abschnitt 52 schließt sich ein konischer Wandungsteil 54 an, der zur Walzenachse 6 etwa einen Winkel 55 von 45° einschließt. Der Wandungsteil 54 geht einstückig in eine Lagerhülse 56 über, die über die offene Seite 51 etwas hinaussteht, so daß die Unterkanten der Außenseiten 53 zweier mit ihren offenen Seiten 51 aneinanderliegender Hütchen einen Einfederungsabstand 57 aufweisen. Die Einfederungsbewegung der Kanten der Hutlamellen 50 bei radialem Druck ist durch die pfeile 58 angedeutet.

    [0021] In Fig. 5 ist zunächst eine andere Anordnung der Hutlamellen zueinander gezeigt. Sie weisen nämlich mit ihren offenen Seiten 51 nicht gegeneinander, sondern in die gleiche Richtung. Allerdings ist bei einer derartigen Anordnung dafür Sorge zu tragen, daß beispielsweise die Hutlamellen des anderen Wellenendes in die entgegengesetzte Richtung weisen.

    [0022] Weiterhin sind die in Fig. 5 dargestellten Hutlamellen mit im Wandungsteil 54 angeordneten Bälgen 59 versehen.


    Ansprüche

    1. Transport-Vorrichtung zur Durchführung von band- oder blattförmigen fotografischen Schichtträgern durch fotochemische Bäder von Entwicklungsmaschinen, mit einem oder mehreren Paaren paralleler Transportwalzen, zwischen denen jeweils ein Durchtrittsspalt (11) für die Schichtträger angeordnet ist, wobei wenigstens eine Walze eines jeden Walzenpaares angetrieben ist und wobei die jeweils der unbeschichteten Rückseite des Schichtträgers zugewandte Walze einen veränderbaren Querschnitt aufweist, welche Walze auf einem Wellenkern (14) eine Vielzahl von nebeneinanderliegenden radial nachgiebigen Andruckelementen (50) trägt, dadurch gekennzeichnet, daß die Andruckelemente (50) als elastische radial verformbare Hutlamellen (50) ausgebildet sind, deren Symmetrieachse zur Walzenachse parallel ist und die Form von einseitig offenen Halbkugelschalen oder Kegelmänteln haben, deren offene Seite (51) etwa rechtwinklig zum Wellenkern (14) verläuft.
     
    2. Transportvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Hutlamellen . (50) mit dem der offenen Seite (51) axial gegenüberliegenden Wandungsabschnitt auf dem Wellenkern (14) befestigt sind.
     
    3. Transportvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Hutlamellen (50) einstückig mit einer auf dem Wellenkern (14) mit Haftsitz angeordneten Lagerhülse (56) ausgebildet sind, die axial über die offene Seite (51) hinaussteht.
     
    4. Transportvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Wandungswinkel (55) der konisch geformten Hutlamellen (50) etwa 45° beträgt.
     
    5. Transportvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, da8 die Hohlkörper der Hutlamellen aus Polyethylen bestehen.
     
    6. Transportvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß eine jeweils gleiche Anzahl der Hutlamellen einer gemeinsamen Welle mit ihren offenen Seiten zum einen bzw. zum anderen Wellenende hinweisen.
     
    7. Transportvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß je zwei benachbarte Hutlamellen (50) mit ihren offenen Seiten (51) parallel nebeneinander liegen.
     
    8. Transportvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ein oder mehrere Abschnitte des Hohlkörperquerschnittes als elastisch federnder Balg (59) ausgebildet ist.
     


    Revendications

    1. Système de transport pour conduire des bases d'émulsion photographiques en forme de rubans ou de feuilles à travers les bains photochimiques de machines de traitement, comprenant un ou plusieurs paires de rouleaux de transport parallèles, entre chacune d'elles étant disposée une fente de passage (11) pour les bases d'émulsion, au moins un rouleau de chaque paire étant entraîné, et le rouleau de chaque paire qui est tourné vers le dos non couché de la base d'émulsion ayant une section transversale variable, ledit rouleau portant sur une âme d'arbre (14) une pluralité d'éléments de pression (50) élastiques en direction radiale, disposés l'un à côté de l'autre, caractérisé en ce que les éléments de pression (50) sont conçus en tant que lamelles en champignon (50) élastiques en direction radiale, dont l'axe de symétrie est parallèle à l'axe du rouleau, et qui ont la forme de coques hémisphériques ou aires latérales de cônes, ouvertes d'un côté, et dont la face ouverte (51) est à angles droits, environ, à l'âme d'arbre (14).
     
    2. Système de transport selon la revendication 1, caractérisé en ce que les portions de paroi axialement opposé à la face ouverte (51) des lamelles (50) sont fixées sur l'âme d'arbre (14).
     
    3. Système de transport selon les revendications 1 ou 2, caractérisé en ce que les lamelles (50) sont conçues d'une seule pièce avec un manchon (56) disposé sur l'âme d'arbre (14)'en ajustement collant, ledit manchon saillissant en direction axiale sur la face ouverte.
     
    4. Système de transport selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que l'angle (55) entre les parois des lamelles coniques (50) est de 45° environ.
     
    5. Système de transport selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que le creux des lamelles est en polyéthylène.
     
    6. Système de transport selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que les faces ouvertes d'un nombre identique de lamelles montées sur un arbre commun, sont tournées vers l'un et vers l'autre bout de l'arbre.
     
    7. Système de transport selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que les faces ouvertes (51) de deux lamelles (50) adjacentes chaque fois sont situées en parallèle, l'une à côté de l'autre.
     
    8. Système de transport selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que une ou plusieurs portions de la section transversale du creux sont conçues en tant que zones annulaires (59) élastiques, en forme de soufflet.
     


    Claims

    1. A conveying system for passing a web- or sheet-shaped photographic layer-bearing carrier along a path through photochemical baths of developing machines, comprising one or several pairs of parallel conveying rollers with a passage gap (11) for the layer-bearing carrier being disposed between each such pair, at least one roller of each pair being driven, and the roller facing the uncoated rear side of the layer-bearing carrier having a variable cross-sectional area, which roller carrying on a shaft core (14) a plurality of radially resilient pressure elements (50) disposed side by side, wherein the pressure elements (50) are designed as elastically resilient, radially yielding mushroom-shaped lamellae (50), whose axis of symmetry is parallel to the axis of the roller, and which have the shape of hemispherical shells or envelopes of cone open on one side, and whose open sides (51) run approximately at right angles to the shaft core (14).
     
    2. A conveying system according to claim 1, wherein the wall portions axially opposite to the open side (51) of the lamellae (50) are fixed to the shaft core (14).
     
    3. A conveying system according to claim 1 or 2, wherein the lamellae (50) are configured in one piece with a bearing bush (56) disposed on the shaft core (14) with a wringing fit, which bush projects over the open side (51) in axial direction.
     
    4. A conveying system according to any of claims 1 to 3, wherein the angle (55) formed by the walls of the cone-shaped lamellae (50) is approximately 45°.
     
    5. A conveying system according to any of claims 1 to 4, wherein the hollow part of the lamellae is of polyethylene.
     
    6. A conveying system according to any of claims 1 to 5, wherein the open sides of an equal number of lamellae mounted on a common shaft face one or the other shaft end, respectively.
     
    7. A conveying system according to any of claims 1 to 6, wherein the open sides (51) of two adjacent lamellae (50) each are situated parallel side by side.
     
    8. A conveying system according to any of the preceding claims, wherein one or several portions of the cross section of the hollow part are designed as an elastically resilient, accordion- shaped annular zone (59).
     




    Zeichnung