| (19) |
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(11) |
EP 0 179 072 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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01.06.1988 Patentblatt 1988/22 |
| (22) |
Anmeldetag: 06.02.1985 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC)4: D04B 23/22 |
| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/CH8500/019 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 8504/911 (07.11.1985 Gazette 1985/24) |
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| (54) |
VERFAHREN ZUR HERSTELLUNG EINES GEMUSTERTEN KETTENGEWIRKES UND KETTENWIRKMASCHINE
ZUR AUSFÜHRUNG DES VERFAHRENS
PROCESS FOR MANUFACTURING A PATTERNED WARP-KNITTED MATERIAL AND A WARP KNITTING MACHINE
FOR ITS USE
PROCEDE DE FABRICATION D'UN TISSU A MOTIFS TRICOTE EN CHAINE ET METIER CHAINE POUR
SA MISE EN O EUVRE
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE FR GB LI LU NL SE |
| (30) |
Priorität: |
26.04.1984 CH 2046/84
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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30.04.1986 Patentblatt 1986/18 |
| (73) |
Patentinhaber: Textilma AG |
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6052 Hergiswil (CH) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- SPEICH, Francisco
CH-5264 Gipf-Oberfrick (CH)
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| (74) |
Vertreter: Schmauder, Klaus Dieter et al |
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Schmauder & Wann
Patentanwaltsbüro
Zwängiweg 7 8038 Zürich 8038 Zürich (CH) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-A- 3 022 086 GB-A- 2 052 569
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DE-B- 2 829 418
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zu Herstellung eines gemusterten Kettengwirkes
gemäss Oberbegriff des Anspruches 1 sowie eine Kettenwirkmaschine zurAusführung des
Verfahrens gemäss Oberbegriff des Anspruches 6.
[0002] Die US-PS 3 999 407 beschreibt ein Verfahren zur Herstellung eines gemusterten Kettengewirkes
der eingangs genannten Art. Dabei werden die Musterfäden jeweils nur in ein Kettmaschenstäbchen
eingebracht. Dies hat den Nachteil, dass ein solches Muster sehr eng auf das Kettmaschenstäbchen
begrenzt ist und zwischen benachbarten gemusterten Kettmaschenstäbchen relativ viel
ungemustertes Grundgewirk des Kettengewirkes zum Vorschein kommt, wordurch das Muster
beeinträchtigt wird. Ausserdem hat ein solches Kettengewirk den Nachteil, dass sich
das Kettengewirk bei Zerstörung einer Masche leicht aufribbelt. Weiter hat dieses
gemusterte Gewebe den Nachteil, dass die Musterung von Maschenreihe zu Maschenreihe
für alle Maschen stets gleich sein muss, d.h. alle Kettmaschenstäbchen, die einen
Musterfaden haben, können in einer Maschenreihe stets nur gemeinsam gemustert oder
nicht gemustert sein. Dadurch sind der Musterung des Kettengewirkes enge Grenzen gesetzt.
[0003] Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren und eine Kettenwirkmaschine anzugeben,
mit denen gemusterte Kettengewirke hergestellt werden können, bei denen die Musterfäden
eine bessere Deckung des Grundgewirks, insbesondere zwischen gemusterten Kettmaschenstäbchen
ermöglicht und welches überdies eine geringere Aufribbelneigung bei Zerstörung einer
Masche aufweist.
[0004] Die gestellte Aufgabe wird durch das Verfahren mit den kennzeichnenden Merkmalen
des Anspruches 1 und die Kettenwirkmaschine, wie Häkelgalonmaschine, mit den kennzeichnenden
Merkmalen des Anspruches 6 gelöst.
[0005] Dadurch, dass der Musterfaden im Falle des Musters über mindestens zwei, gegebenfalls
auch drei und mehr Wirknadeln gelegt wird, entsteht eine Verbindung zwischen zwei,
gegebenenfalls auch drei und mehr gemusterten Kettmaschenstäbchen, wodurch eine bessere
Deckung des Grundgewebes des gemusterten Kettengewirkes stattfindet. Durch das Verwirken
des Musterfadens über midestens zwei Kettmaschenstäbchen ergibt sich weiter der Vorteil,
dass die Neigung des Kettengewirks zum Aufribbeln, d.h. Auflösen bei Zerstörung einer
Masche verringert wird. Dadurch, dass die Fadenrückhalter gruppenweise und/oder einzeln
individuell steuerbar sind, läst sich insbesondere auch ein grösserer Variationsreichtum
der Muster erzielen. Da die Musterfäden wie die Kettfäden kontinuierlich zugeführt
und verarbeitet werden und die Musterung nur mittels der steuerbaren Fadenrückhalter
erfolgt, ergibt sich auch ein besonders einfaches Verfahren und eine entsprechend
einfache Kettenwirkmaschine, z.B. Häkelgalonmaschine, die dementsprechend hohe Leistungen
erbringen kann.
[0006] Vorteilhafte Ausgestaltungen des Verfahrens sind in den Ansprüchen 2 bis 5 und der
Kettenwirkmaschine in den Ansprüchen 7 bis 17 beschrieben.
[0007] Es ist möglich, die Musterfäden jeweils pro Wirkvorgang gleichzeitig über mindestens
zwei Wirknadeln zu führen und mit den Kettfäden zu verwirken. Bedonders vorteilhaft
ist jedoch ein Vorgehen nach Anspruch 2, wodurch einerseits das Einwirken erleichtert
und andererseits die Maschenfestigkeit verbessert wird.
[0008] An sich lässt sich das Verfahren mit verschiedenen Wirknadeln, wie Zungennadeln oder
Schiebenadeln durchführen. In solchen Fällen kann die Legerichtung der Kettfäden und
der Musterfäden beliebig gewählt und gewechselt werden. Besonders voreilhaft ist jedoch
ein Verfahren nach Anspruch 3, welches sehr hohe Herstellungsgeschwindigkeiten zulässt.
[0009] Der Fadenrückhalter kann gegebenfalls über den ausgefahrenen Wirknadeln angeordnet
sein. Besonders vorteilhaft ist jedoch eine Ausgestaltung nach Anspruch 4, da dann
der Fadenrückhalter ausserhalb sowohl der Wirknadeln wie der Fadenführer für die Kettfäden
und die Musterfäden ist, und somit durch diese Bauteile nicht behindert wird und umgekehrt
deren Funktionen nicht behindert.
[0010] Zur Steuerung der Fadenrückhalter können die verschiedensten Einrichtungen verwendet
werden. Besonders einfach ist eine elektronische Mustersteuervorrichtung.
[0011] Der Musterfadenführer kann pro Wirkvorgang gleichzeitig über mindestens zwei Wirknadeln
geführt werden und ein gleichzeitiges Einwirken in mindestens zwei Kettmaschenstäbchen
bewirken. Vorteilhafter ist jedoch eine Ausbildung nach Anspruch 7, die ein Einwirken
in jeweils nur ein Kettmaschenstäbchen pro Wirkvorgang bewirkt, wobei die Kettmaschenstäbchen
von Wirkvorgang zu Wirkvorgang wechseln.
[0012] Die Musterfadenführer können eine beliebige Ausgestaltung haben, so beispielsweise
Röhrchenfadenführer sein. Besonders vorteilhaft ist jedoch eine Ausgestaltung nach
Anspruch 8.
[0013] Ein besonders zweckmässige Ausbildung der Kettenwirkmaschine beschreibt Anspruch
9. Eine solche Ausgestaltung ist insbesondere für zungenlos ausgebildete Wirknadeln
nach Anspruch 10 geeignet.
[0014] Besonders betriebssichere Verhältnisse ermöglicht eine Kettenwirkmaschine nach Anspruch
11. Die Anstellung der Fadenrückhalter kann beliebig sein, besonders bevorzugt ist
jedoch eine Ausführung nach Anspruch 12. Der Fadenrückhalter kann direkt im Bereich
der Wirknadeln angeordnet und auf-und abbewegbar sein. Zweckmässiger ist jedoch eine
Ausgestaltung nach Anspruch 13, da hier die einzelnen Bauteile sich nicht gegenseitig
behindern und im übrigen der Fadenrückhalter stabiler ausgestaltet sein kann. Diese
Ausgestaltung gestattet es insbesondere auch, den Fadenrückhalter seitlich zu bewegen,
wenn dies notwendig sein sollte.
[0015] Gemässs Anspruch 15 ist der Fadenrückhalter mit einer Mustersteuervorrichtung gekoppelt.
Dabei können gemäss Anspruch 14 die Fadenrückhalter gruppenweise an heb- und senkbaren
Stangen angeordnet sein. Besonders vorteilhaft ist jedoch eine Ausgestaltung nach
Anspruch 17, da dies den grössten Variationsreichtum beim Mustern des Kettengewirks
gewährleistet.
Ausführungsbeispiele des Gegenstandes der Erfindung werden nachfolgend anhand der
Zeichnungen näher beschrieben, dabei zeigen:
Fig. 1 eine Kettenwirkmaschine im schematischer Darstellung, im Ausschnitt und im
Vertikalschnitt;
Fig. 2 die Anstriebs- und Steuervorrichtung für die Fadenrückhalter in einer bezüglich
Fig. 1 um 90° gedrehten Ansicht;
Fig. 3 einen Teil eines abgewandelten Antriebes der Fadenrückhalter in der Ansicht
gemäss Fig. 1;
Fig. 4 einen Ausschnitt aus einem gemusterten Kettengewirk;
Figuren 5a - 5f verschiedene Wirkphasen beim Einlegen des Musterfadens in eine Wirknadel;
und
Figuren 6a - 6e verschiedene Wirkphasen bei der Verhinderung des Einlegens des Musterfadens
in eine Wirknadel.
[0016] Die in Fig. 1 schematisch dargestellte Kettenwirkmaschine z.B. Häkelgalonmaschine
weist eine Wirknadelbarre 2 auf, in der eine Reihe von Wirknadeln 4 parallel angeordnet
sind. Die Wirknadelbarre 2 bewegt die Wirknadel 4 in deren Längsrichtung hin und her.
Die Wirknadeln 4 sind in einem Abschlagkamm 6 geführt. Dem Abschlagkamm 6 ist eine
Führungsplatte 8 vorgelagert, die mit dem Abschlagkamm 6 einen Führungsspalt 10 bildet,
durch den das fertige Kettengewirk 12 zu einer Abzugswalze 14 geführt wird, um die
es mittels einer Andrückwalze 16 geführt ist.
[0017] Den Wirknadeln 2 vorgelagert sind Kettfadenführer 18, die als Lochnadeln ausgebildet
sind und an einer Kettlegestange 20 befestigt sind. Mittels der Kettlegestange 20
führen die Kettfadenführer 18 eine in Richtung der Kettlegestange hin- und hergehende
Bewegung aus, sowie eine Schwenkbewegung aus einer Hochstellung oberhalb der Wirknadelebene
(Fig. 1) in eine Tiefstellung unterhalb der Wirknadelebene. Der Kettfadenführer 18
kann somit einen Kettfaden 22 in einer die Wirknadel 4 umkreisenden Bewegung in die
Wirknadel 4 einlegen. Oberhalb der Kettfadenführer 18 sind Musterfadenführer 24 angeordnet,
die ebenfalls als Lochnadeln ausgebildet sind. Die Musterfadenführer 24 sind an einer
Musterfandenlegestange 26 befestigt, die analog der Kettfadenlegestange 20 eine axiale
Bewegung über mindestens zwei Wirknadeln und eine Schwenkbewegung ausführt, so dass
der Musterfadenführer 24 aus einer Hochstellung oberhalb der Wirknadelebene (Fig.
1) in eine Tiefstellung unterhalb der Wirknadelebene gebracht werden kann. Jeder Musterfadenführer
24 dient zum Zuführen und Einlegen eines Musterfadens 28 in die Wirknadeln 4.
[0018] Zwischen der vordersten Stellung der Wirknadel 4 (Fig. 1) und den Kettfadenführern
18 und den Musterfadenführern 24 sind Fadenrückhalter 30 angeordnet, die aus einer
in Fig. 1 gezeigten Hochstellung über der Wirknadelebene in eine strichpunktiert angedeutete
Tiefstellung hin- und herbewegbar sind. Die Fadenrückhalter 30 sind mittels Klemmglieder
32 an Führungsstangen 34 befestigt. Eine solche Führungsstange 34 ist in Fig. 1 ausgezeichnet
dargestellt, weitere Führungsstangen sind strichpunktiert angedeutet. An jeder Führungsstange
können mehrere Fadenrückhalter 30 angeordnet und jeweils um die Strecke X auf- und
abbewegt werden. In der Hochstellung ermöglichen die Fadenrückhalter 30 das Einlegen
eines Musterfadens 28 in die Wirknadel 4. In der Tiefstellung verhindern die Fadenrückhalter
30 ein Einlegen des Musterfadens 28 in die Wirknadel 4, wie weiter unten noch ausführlicher
dargelegt wird. Die Fadenrückhalter 30 sind in einer feststehenden Führung 36 auf-
und abbeweglich geführt.
[0019] Zur Steuerung der Fadenrückhalter 30 dient die in Fig. 2 gezeigte Mustersteuervorrichtung
38. Die Fig. 2 zeigt weiter einen Führungsbalken 40, in dem die Führungen 36 für die
Fadenrückhalter 30 angeordnet sind. Die Führungsstange 34 ist über Zugorgane 42 gehalten
und mit einem Steuerkasten 44 verbunden, der entsprechend einem vorgegebenen Programm
die Zugorgane 42 anzieht oder nachlässt, so dass die Führungsstange 34 entgegen der
Kraft von Vorspannfedern 46 auf- und abbewegt werden kann.
[0020] In Fig. 1 sind weiter ein vorderer Schussfadenführer 48 und ein hinterer Schussfadenführer
50 zu erkennen, zwischen denen ein weiterer Fadenführer 52 zum Einlegen eines Gummifadens
erkennbar ist.
[0021] In Fig. 3 ist eine weitere Mustersteuervorrichtung 54 gezeigt, bei der Fadenrückhalter
56 in einer Führungsstange 58 axialverschieblich gelagert sind. Eine Vorspannfeder
60 hält die Fadenrückhalter 56 an einem Anschlag 52 in der dargestellten Hochstellung.
Am Fadenrückhalter 56 ist über einen Bolzen 64 eine Wippe 66 angeschlossen, die im
Maschinengestell 68 an einer Achse 70 verschwenkbar gelägert ist. Auf der dem Fadenrückhalter
56 abgewandten Seite ist eine Harnischschnur 72 befestigt, die zu einer programmierbaren
Steuervorrichtung 73, z.B. einer Jacquardvorrichtung geführt ist. Dadurch ist jeder
einzelne Fadenrückhalter 56 individuell steuerbar, wodurch sich optimale Musterungsmöglichkeiten
ergeben.
[0022] Die Fig. 4 zeigt einen Ausschnitt aus einem Kettengewirk, welches sich mit einer
Kettenwirkmaschine der in den Figuren 1 bis 3 gezeigten Art herstellen lässt. Das
Kettengewirk besteht aus einzelnen Kettmaschenstäbchen 74
1 bis 74
8, die jeweils aus einem Kettfaden 22 gebildet sind. Die einzelnen Kettmaschenstäbchen
sind in jeder Maschenreihe durch Schussfäden 76 miteinander verbunden, welche in die
Maschen der Kettmaschenstäbchen eingelegt sind. Die Kettmaschenstäbchen können noch
eingelegte Gummifäden 78 enthalten, wie dies für die Kettmaschenstäbchen 74
i, 74
2, 74
3, 74
7, und 74
8 gezeigt ist. Das Kettengewirk enthält einen gemusterten Bereich 79 und ungemusterte
Bereiche. Zur Musterung dienen Musterfäden 28, die dort, wo sie nicht in Erscheinung
treten sollen, in die Maschen eines Kettmaschenstäbchens eingelegt sind und somit
von den Kettfadenmaschen überdeckt werden, wie dies beispielsweise für den ungemusterten
Abschnitt 80 des Kettmaschenstäbchens 74
4 in Fig. 4 gezeigt ist.
[0023] In dem in Fig. 4 gezeigten gemusterten Abschnitt 82 des Kettmaschenstäbchens 74
4 sind die einzelnen Musterfäden 28 zwischen zwei Kettmaschenstäbchen, z.B. 74
4 und 74
5 hin- und hergeführt und jeweils in das Kettmaschenstäbchen eingewirkt. Dabei liegen
die einzelnen Maschen des Musterfadens 28 über den Maschen des Kettfadens 22 und treten
damit an der Oberfläche des Kettengewirks als Muster in Erscheinung. An dem Kettmaschenstäbchen
74
4 bildet der Musterfaden 28 eine Masche 84 und an dem Kettmaschenstäbchen 74
5 eine Masche 86. Bei dem in Fig. 4 gezeigten Kettengewirk sind die jeweils eingewirkten
Fäden stets in der gleichen Richtung um die Wirknadein 4 geführt, was insbesondere
bei der Herstellung des Kettengewirks mit zungenlosen Wirknadeln, wie insbesondere
Crochetnadeln, erforderlich ist.
[0024] Die Herstellung des Kettengewirks wird anhand der Figuren 4 sowie 5a bis 5f bzw.
6a bis 6e nachfolgend näher erläutert. Dabei zeigen die Figuren 5a bis 5f das Einwirken
eines Musterfadens, der an der Vorderseite des Kettengewirks sichtbar sein soll, und
die Figuren 6a bis 6e das Einlegen des Musterfadens, wenn dieser im Kettengewirk nicht
sichtbar sein soll.
[0025] Die Fig. 5a zeigt die Wirkphase, in der die Wirknadel 4a zurückgezogen ist und eine
Masche 88 abgeschlagen hat. Die Fadenrückhalter 30a und 30b befinden sich in der Hochstellung
und der Kettfadenführer 18 und der Musterfadenführer 24 in der Tiefstellung unterhalb
der Wirknadelebene. In der nächsten Wirkpase wird die Wirknadel 4a vorgeschoben und
der Kettfadenführer 18 und der Musterfadenführer 24 bewegen sich in die Hochstellung
über der Wirknadelebene sowie über die Wirknadel 4a und auf der anderen Seite (in
den Figuren der rechten Seite) wieder in Tiefstellung, wie aus den Figuren 5b und
5c hervorgeht. Der in Hochstellung befindliche Fadenrückhalter 30 behindert das Ueberlegen
des Musterfadens 28 nicht, so dass sowohl der Kettfaden 22 wie der Musterfaden 28
in die Wirknadel 4a eingelegt werden, wobei der Musterfaden 28 über dem Kettfaden
22 liegt. Der Kettfaden 22 und der Musterfaden 28 werden durch die Masche 88 durchgezogen,
d.h. in das Kettengewirk eingewirkt. Der Musterfaden 28 ist dann an der Vorderseite
90 des Kettengewirks 12 sichtbar.
[0026] In der nächsten Wirkphase kreist der Kettfadenführer 18 wiederum um die Wirknadel
4a, während der Musterfadenführer 24 zur Wirknadel 4b nach rechts versetzt wird und
um diese Wirknadel kreist, wie den Figuren 5e und 5f entnommen werden kann. Der Musterfaden
28 wird nun in die Wirknadei 4b eingelegt, in der auch der nicht dargestellte Kettfaden
22 des benachbarten Kettmaschenstäbchens liegt. Während des Zurückziehens der Wirknadeln
und Abschlagens der Maschen wird der Musterfadenführer 24 in der Tiefstellung wieder
zur ersten Wirknadel 4a zurückbewegt und ein neuer Wirkphasenzyklus kann beginnen.
[0027] In den Figuren 6a bis 6e ist gezeigt, wie ein Einlegen des Musterfadens 28 in die
Wirknadeln 4a und 4b verhindert wird. Die Figuren 6a und 6b entsprechen zunächst den
Wirkphasen der Figuren 5a und 5b. Sobald sich der Kettfadenführer 18 und der Musterfadenführer
24 in der in Fig. 5b gezeigten Hochstellung befinden, wird der Fadenrückhalter 30a
abgesenkt und verhindert somit ein Ueberlegen des Musterfadens 28 in die Wirknadel,
wenn der Kettfadenführer 18 und der Musterfadenführer 24 um die Wirknadel 4a gelegt
und in die Tiefstellung gebracht werden, wie dies aus Fig. 6c ersichtlich ist.
[0028] Dabei kann die überlegende Bewegung des Musterfadenführers 24 gegenüber der Bewegung
des Kettfadenführers 18 verzögert werden, wie dies in Fig. 6b angedeutet ist. Während
des Zurückziehens der Wirknadeln 4a, 4b wird der Fadenrückhalter 30a in der in Fig.
6c gezeigten Tiefstellung gehalten. Anschliessend wird der Kettfadenführer 18 wiederum
von unten um die Wirknadel 4a nach links und weiter in die Hochstellung gebracht,
wobei der Musterfaden 28 in die Masche 88 auf der Rückseite des Kettengewirkes 12
eingelegt wird. Der Musterfadenführer 24 wird gleichzeitig nach rechts zur Wirkandel
4b und in die Hochstellung bewegt, wie aus Fig. 6b hervorgeht. Um ein Einlegen des
Musterfadens 28 in die Wirknadel 4b zu verhindern, wird der Fadenrückhalter 30b unter
die Wirknadelebene abgesenkt, so dass der Musterfaden bei der Weiterbewegung des Musterfadenführers
24 um die Wirknadel 4b nicht in den Wirkbereich der Wirknadel 4b gelangen kann, wie
aus Fig. 6e hervorgeht. Da der Musterfaden 28 nicht von der Wirknadel 4b erfasst wird,
wird der Musterfaden 28 auch nicht in das Kettmaschenstäbchen eingebunden, welches
durch die Wirknadel 4b gebildet wird. Beim Zurückgehen des Musterfadenführers 24 wird
der Musterfaden 28 wieder angezogen und zu dem Kettmaschenstäbchen geführt, welches
durch die Wirknadel 4a gebildet wird, wie dies für den ungemusterten Abschnitt 80
des Kettmaschenstäbchens 74
4 der Fig. 4 angegeben ist.
[0029] An den Rädern des gemusterten Bereiches 79 werden die beiden Wirkarten der Figuren
5a bis 5f sowie 6a bis 6e miteinander kombiniert, wobei dann ein Einwirken des Musterfadens
28 an der Wirknadel 4a möglich ist, wie in den Figuren 5a bis 5d gezeigt ist. Ein
Einwirken des Musterfadens an der Wirknadel 4b kann jedoch verhindert werden, wenn
die Kettenwirkmaschine bzw. Mustersteuervorrichtung entsprechend den Figuren 6d und
6e gesteuert wird, d.h. der Fadenrückhalter 30b ist abzusenken, so dass ein Einlegen
des Musterfadens 28 an der Wirknadel 4b verhindert wird. Es ergibt sich dann ein Fadenverlauf,
wie er für das Kettmaschenstäbchen 74
7 im Abschnitt 92 gezeigt ist. Analog kann auch das Einwirken des Musterfadens 28 an
der Wirknadel 4a verhindert und an der Wirknadel 4b bewirkt werden, und es ergibt
sich dann ein Maschenbild, wie es im Abschnitt 94 für die Kettmaschenstäbchen 74
2 und 74
3 gezeigt ist.
[0030] Es sind zahlreiche Modifikationen der Ausführungsbeispiele möglich. So kann der Musterfaden
pro Wirkvorgang nacheinander auch über drei und mehr Wirknadeln gelegt werden. Es
ist auch möglich, den Musterfaden pro Wirkvorgang gleichzeitig über zwei und mehr
Wirknadeln zu führen und in die Kettmaschenstäbchen in den Musterbereichen einzuwirken.
Insbesondere können auch Merkmale einzelner Ausführungsbeispiele untereinander ausgetauscht
und miteinander kombiniert werden.
Bezugszeichenliste
[0031]
2 Wirknadelbarre
4 Wirknadel
6 Abschlagkamm
8 Führungsplatte
10 Führungsspalt
12 Kettengewirk
14 Abzugswalze
16 Andrückwalze
18 Kettfadenführer
20 Kettlegestange
22 Kettfaden
24 Musterfadenführer
26 Musterfadenlegestange
28 Musterfaden
30 Fadenrückhalter
32 Klemmglied
34 Führungsstange
36 Führung
38 Mustersteuervorrichtung
40 Führungsbalken
42 Zugorgan
44 Steuerkasten
46 Vorspannfeder
48 Schussfadenführer, vorderer
50 Schussfadenführer, hinterer
52 Fadenführer
54 Musterteuervorrichtung
56 Fadenrückhalter
58 Führungsstange
60 Vorspannfeder
62 Anschlag
64 Bolzen
66 Wippe
68 Maschinengestell
70 Achse
72 Harnischschnur
73 Steuervorrichtung
741-8 Kettmaschenstäbchen
76 Schussfaden
78 Gummifaden
79 gemusterter Bereich
80 ungemusterter Abschnitt
82 gemusterter Abschnitt
84 offene Masche
86 geschlossene Masche
88 Masche
90 Vorderseite
92 Abschnitt
94 Abschnitt
1. Verfahrern zur Herstellung eines gemusterten Kettengewirkes, wobei während der
Bildung von Kettmaschenstäbchen aus Kettfäden mindestens ein Schussfaden in die Maschen
der Kettmaschenstäbchen eingelegt wird und wobei weiter in zu musternde Kettmaschenstäbchen
ein Musterfaden eingebracht wird, der an zu musternden Abschnitten in die Maschen
der Kettmaschenstäbchen obenliegend eingewirkt wird und an den ungemusterten Abschnitten
in die Maschen der Kettmaschenstäbchen eingelegt wird, dadurch gekennzeichnet, dass
man die Musterfäden (28) jeweils wie Kettfäden (22) zuführt und über mindestens zwei
Wirknadeln (4, 4a, 4b) führt, wobei man an den nicht zu musternden Abschnitten (80)
der Kettmaschenstäbchen (742 bis 747) ein Einlegen der Musterfäden (28) in die Wirknadel (4, 4a, 4b) mittels gruppenweise
und/oder einzeln individuell steuerbarer Fadenrückhalter (30, 30a, 30b, 56) verhindert.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man die Musterfäden (28)
pro Wirkvorgang abwechselnd über eine von mindestens zwei Wirknadeln (4, 4a, 4b) führt.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man insbesondere bei Verwendung
von zungenlosen Wirknadeln (4, 4a, 4b) die Kettfäden (22) und die Musterfäden (28)
stets von der gleichen Seite über die Wirknadeln zuführt.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man die Fadenrückhalter
(30, 30a, 30b, 56) vor den ausgefahrenen Wirknadelköpfen anordnet und zum Einlegen
der Musterfäden (28) in die Wirknadeln (4, 4a, 4b) in einer Hochstellung oberhalb
der Wirknadelebene hält und zum Verhindern des Einlegens in eine Tiefstellung unter
die Wirknadelebene führt.
5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man die Fadenrückhalter
(30, 30a, 30b, 56) mittels einer elektronischen Mustersteuervorrichtung (38, 54) steuert.
6. Kettenwirkmaschine zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1, welche mindestens
die folgenden Bstandteile wie Wirknadeln, Kettfadenführer, Schussfadenleger, Musterfadenführer
und Mustersteuervorrichtung aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die Musterfadenführer
(24) analog den Kettfadenführern (18) angeordnet und über mindestens zwei Wirknadeln
(4, 4a, 4b) seitlich verfahrbar und von einer Hochstellung oberhalb der Wirknadelebene
in eine Tiefstellung unterhalb der Wirknadelebene auf- und abbewegbar sind, wobei
weiter gruppenweise und/oder einzeln individuell steuerbare Fadenrückhalter (30, 30a,
30b, 56) für die Musterfäden (28) angeordnet sind, die in einer Hochstellung oberhalb
der Wirknadelebene das Einlegen der Musterfäden (28) in die Wirknadeln (4, 4a, 4b)
ermöglichen und in einer Tiefstellung verhindern.
7. Kettenwirkmaschine nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Musterfadenführer
(24) pro Wirkvorgang schrittweise über eine von mindestens zwei Wirknadeln (4, 4a,
4b) seitlich verfahrbar ist.
8. Kettenwirkmaschine nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Musterfadenführer
(24) an einer gemeinsamen Musterfadenlegestange (26) angeordnete Lochnadeln sind.
9. Kettenwirkmaschine nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Musterfadenführer
(24) und die Kettfadenführer (18) stets von der gleichen Seite um die Wirknadeln (4,
4a, 4b) bewegbar sind.
10. Kettenwirkmaschine nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Wirknadeln
(4, 4a, 4b) zungenlos ausgebildet, vorzugsweise Crochetnadeln sind.
11. Kettenwirkmaschine nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Fadenrückhalter
(30, 30a, 30b, 56) in der Tiefstellung bis unter die Wirknadelebene reichen.
12. Kettenwirkmaschine nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Fadenrückhalter
(30, 30a, 30b, 56) schräg gegen die Musterfadenführer (24) geneigt sind.
13. Kettenwirkmaschine nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Fadenrückhalter
(30, 30a, 30b, 56) im Bereich zwischen den Wirknadeln (4, 4a, 4b) und den Musterfadenführern
(24) angeordnet sind.
14. Kettenwirkmaschine nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Fadenrückhalter
(30) seitlich bewegbar sind.
15. Kettenwirkmaschine nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Fadenrückhalter
(30, 30a, 30b, 56) mit einer Mustersteuervorrichtung (38, 54) gekoppelt sind.
16. Kettenwirkmaschine nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichent, dass die Fadenrückhalter
(30, 30a, 30b) gruppenweise an heb- und senkbaren Führungsstangen (34) angeordnet
sind.
17. Kettenwirkmaschine nach Anspruch 6, dadaurch gekennzeichnet, dass die Fadenrückhalter
(56) individuell steuerbar sind, wobei sie vorzugsweise über eine Harnischschnur (72)
mit der Mustersteuervorrichtung (54) verbunden sind.
1. Method for the manufacture of a patterned warp knit fabric, at least one weft thread
being inserted during the formation of warp loop rows from warp threads into the stitches
of the warp loop rows and, further, a pattern thread being introduced into warp loop
rows that are to be patterned, this pattern thread being knitted, lying on top, into
the stitches of the warp loop rows in sections that are to be patterned and being
inserted into the stitches of the warp loop rows in the unpatterned sections, characterised
in that the pattern threads (28) are supplied in each case in the manner of warp threads
(22) and are guided over at least two knitting needles (4, 4a, 4b), insertion of the
pattern threads (28) into the knitting needles (4, 4a, 4b) in the sections (80) of
the warp loop rows (742 to 747) that are not to be patterned being prevented by means of thread retainers (30, 30a,
30b, 56) controllable in groups and/or individually.
2. Method according to claim 1, characterised in that per knitting operation the pattern
threads (28) are guided in turn over one of at least two knitting needles (4, 4a,
4b).
3. Method according to claim 1, characterised in that especially when using latchless
knitting needles (4, 4a, 4b) the warp threads (22) and the pattern threads (28) are
always supplied from the same side by way of the knitting needles.
4. Method according to claim 1, characterised in that the thread retainers (30, 30a,
30b, 56) are arranged upstream of the extended knitting needle heads and in order
to insert the pattern threads (28) into the knitting needles (4, 4a, 4b) are held
in an elevated position above the plane of the knitting needles and in order to prevent
insertion of the pattern threads are guided into a low position below the plane of
the knitting needles.
5. Method according to claim 1, characterised in that the thread retainers (30, 30a,
30b, 56) are controlled by means of an electronic pattern-control device (38, 54).
6. Warp knitting machine for carrying out the process according to claim 1, having
at least the following components, such as knitting needles, warp thread guides, weft
thread layers, pattern thread guides and a pattern-control device, characterised in
that the pattern thread guides (24) are arranged analogously to the warp thread guides
(18) and can be moved sideways over at least two knitting needles (4, 4a, 4b) and
can be moved up and, down from an elevated position above the plane of the knitting
needles into a low position below the plane of the knitting needles and that thread
retainers (30, 30a, 30b, 56), which can be controlled in groups or individually, are
provided for the pattern threads (28), which thread retainers in an elevated position
above the plane of the knitting needles allow the pattern threads (28) to be inserted
into the knitting needles (4, 4a, 4b) and in a low position prevent their insertion.
7. Warp knitting machine according to claim 6, characterised in that per knitting
operation the pattern thread guide (24) can be moved sideways step by step over one
of at least two knitting needles (4, 4a, 4b).
8. Warp knitting machine according to claim 6, characterised in that the pattern thread
guides (24) are needles with eyes arranged on a common pattern thread laying rod (26).
9. Warp knitting machine according to claim 6, characterised in that the pattern thread
guides (24) and the warp thread guides (18) are always movable around the knitting
needles (4,4a, 4b) from the same side.
10. Warp knitting machine according to claim 6, characterised in that the knitting
needles (4, 4a, 4b) are of latchless construction, preferably crochet needles.
11. Warp knitting machine according to claim 6, characterised in that in the low position
the thread retainers (30, 30a, 30b, 56) extend to below the plane of the knitting
needles.
12. Warp knitting machine according to claim 6, characterised in that the thread retainers
(30, 30a, 30b, 56) are inclined obliquely towards the pattern thread guides (24).
13. Warp knitting machine according to claim 6, characterised in that the thread retainers
(30, 30a, 30b, 56) are arranged in the region between the knit- tin needles (4, 4a,
4b) and the pattern thread guides (24).
14. Warp knitting machine according to claim 6, characterised in that the thread retainers
(30) can be moved sideways.
15. Warp knitting machine according to claim 6, characterised in that the thread retainers
(30, 30a, 30b, 56) are coupled to a pattern-control device (38, 54).
16. Warp knitting machine according to claim 6, characterised in that the thread retainers
(30, 30a, 30b) are arranged in groups on guide rods (34) that can be raised and lowered.
17. Warp knitting machine according to claim 6, characterised in that the thread retainers
(56) can be controlled individually and are preferably connected by way of a harness
thread (72) to the pattern-control device (54).
1. Procédé pour la fabrication d'un tricot à chaîne façonné, dans lequel au moins
une duite est insérée dans les mailles des colonnes de mailles pendant la formation
des colonnes de maille à partir de fils de maille, et dans lequel un fil de dessin
est en outre inséré dans les colonnes de mailles à façonner, fil de dessin qui, dans
les parties à façonner, est tricoté sur le dessus dans les mailles des colonnes de
mailles, et dans les parties non façonnées, est inséré dans les mailles des colonnes
de mailles, caractérisé en ce que l'on conduit les fils de dessin (28) ou motifs chaque
fois comme des fils de chaîne (22) et les guide au-dessus d'au moins deux aiguilles
de tricotage (4, 4a, 4b), en empêchant, dans les parties qui ne sont pas à façonner
(80) des colonnes de mailles (742 à 747), une introduction des fils de dessin (28) ou motifs dans les aiguilles de tricotage
(4, 4a, 4b), au moyen de rétenteurs de fils (30, 30a, 30b, 56) pouvant être individuellement
commandés par groupes et/ou séparément.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'on guide les fils de
dessin (28) ou motifs, par passe de tricotage, alternativement au-dessus d'une parmi
au moins deux aiguilles de tricotage (4, 4a, 4b).
3. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que, en particulier lorsqu'on
utilise des aiguilles de tricotage sans clapet (4, 4a, 4b), on amène les fils de chaîne
(22) et les fils de dessin (28) ou motifs toujours par le même côté sur les aiguilles
de tricotage.
4. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'on dispose les rétenteurs
de fils (30, 30a, 30b, 56) en avant des têtes des aiguilles de tricotage sorties,
et on les maintient en une position haute au-dessus du plan des aiguilles de tricotage,
pour l'introduction des fils de dessin (28) ou motifs dans les aiguilles de tricotage
(4, 4a, 4b), et, pour empêcher l'introduction, on les amène en une position basse
au-dessous du plan des aiguilles de tricotage.
5. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'on commande les rétenteurs
de fils (30, 30a, 30b, 56) au moyen d'un dispositif électronique de commande de dessin
(38, 54) (ou motifs).
6. Métier à tricoter chaîne pour la mise en oeuvre du procédé selon la revendication
1, lequel comporte au moins les composants suivants, tels qu'aiguilles de tricotage,
guides-fils de chaîne, passe-duites, guides-fils de dessin et dispositif de commande
du dessin, caractérisé en ce que les guides-fils de dessin (24) sont disposés comme
les guides-fils de chaîne (18) et peuvent être déplacés latéralement au-dessus d'au
moins deux aiguilles de tricotage (4, 4a, 4b) et peuvent monter et descendre, d'une
position haute au-dessus du plan des aiguilles de tricotage à une position basse au-dessous
du plan des aiguilles de tricotage, des rétenteurs de fils (30, 30a, 30b, 56), susceptibles
d'être individuellement commandés par groupes et/ou séparément, étant en outre disposés
pour les fils de dessin (28) ou motifs, rétenteurs qui permettent, en une position
haute au-dessus du plan des aiguilles de tricotage, l'introduction des fils de dessin
(28) ou motifs dans les aiguilles de tricotage (4, 4a, 4b) et, ou une position basse,
empêchant celle-ci.
7. Métier à tricoter chaîne selon la revendication 6, caractérisé en ce que le guide-fil
de dessin (24) peut être déplacé graduellement, par passe de tricotage, au-dessus
d'une parmi au moins deux aiguilles de tricotage (4, 4a, 4b).
8. Métier à tricoter chaîne selon la revendiction 6, caractérisé en ce que les guides-fils
de dessin (24) sont des passettes de tricotage disposées sur un support (26) commun
des fils de dessin.
9. Métier à tricoter chaîne selon la revendication 6, caractérisé en ce que les guides-fils
de dessin (24) et les guides-fils de chaîne (18) sont mobiles, toujours par le même
côté, autour des aiguilles de tricotage (4, 4a, 4b).
10. Métier à tricoter chaîne selon la revendication 6, caractérisé en ce que les aiguilles
de tricotage (4, 4a, 4b) sont du type sans clapet, de préférence des aiguilles à crochet.
11. Métier à tricoter chaîne selon la revendication 6, caractérisé en ce que les rétenteurs
de fils (30, 30a, 30b, 56) vont, en position basse, jusqu'au dessous du plan des aiguilles
de tricotage.
12. Métier à tricoter chaîne selon la revendication 6, caractérisé en ce que les rétenteurs
de fils (30, 30a, 30b, 56) sont inclinés en biais par rapport aux giudes-fils de dessin
(24).
13. Métier à tricoter chaîne selon la revendication 6, caractérisé en ce que les rétenteurs
de fils (30, 30a, 30b, 56) sont placés dans la zone entre les aiguilles de tricotage
(4, 4a, 4b) et les guides-fils de dessin (24).
14. Métier à tricoter chaîne selon la revendication 6, caractérisé en ce que les rétenteurs
de fils (30) sont mobiles latéralement.
15. Métier à tricoter chaîne selon la revendication 6, caractérisé en ce que les rétenteurs
de fils (30, 30a, 30b, 56) sont accouplés à un dispositif de commande de dessin (38,
54).
16. Métier à tricoter chaîne selon la revendication 6, caractérisé en ce que les rétenteurs
de fils (30, 30a, 30b) sont disposés par groupes sur des supports de guidage (34)
pouvant monter et descendre.
17. Métier à tricoter chaîne selon la revendication 6, caractérisé en ce que les rétenteurs
de fils (56) peuvent être commandés individuellement, ceux-ci étant raccordés, de
préférence par une arcade de tissage (72), au dispositif de commande de dessin (54).