[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung zum Trennen von frisch extrudierten
Strängen von Stegplatten, bei denen Stützluft in die Hohlräume des Stranges eingebracht
wird, die ein beheizbares Messer als Trennelement aufweist, wobei das Messer einstell-
und feststellbar in einem in einer Führung verfahrbaren Schlitten gehalten ist.
[0002] Stegplatten sind an un für sich bekannt, beispielsweise aus US-A-4,305,982 und EP-A-0108743.
Stegplatten bestehen aus zwei oder mehreren im Abstand parallel zueinander angeordneten
Deckflächen und eventuell Zwischenflächen und jeweils parallel zueinander angeordneten,
die Flächen miteinander verbindenden Stegen. Derartige Stegplatten können wirtschaftlich
im Extrusionsverfahren hergestellt werden.
[0003] Das Trennen von festen Kunststoffplatten mit einem beheizbaren Messer als Trennelement
ist bekannt aus DE-A-2536685 und FR-A2291832. Diese bekannten Einrichtungen vermeiden
die Bildung von Spänen. Bei der Herstellung von Stegplatten wird Stützluftverwendet,
um einen Kollaps der frisch gebildeten Hohlräume zu vermeiden. Beim Trennen der Stegplatten
mit der bekannten Einrichtung werden die Hohlräume vorübergehend abgeschlossen wodurch
die Stützluft nicht entweichen kann. Dies führt zu einem unerwünschten Aufblähen der
Hohlräume.
[0004] Die Erfindung bietet eine Lösung für dieses Problem. Bei Verwendung der Einrichtung
gemäss der Erfindung kann die Stützluft auch beim Trennen der Stegplatten ungestört
abgeführt werden.
[0005] Die Einrichtung gemäss der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet dass die Fläche des
in die zu schneidende Stegplatte eindringenden Bereichs des Messers in Schnittrichtung
gesehen kleiner ist als die durch die Randbereiche eines Hohlraumes umschriebene Ffäche.
[0006] Durch diese Massnahmen wird sichergestellt, dass die Stützluft auch während des Schneidens
des extrudierten Stranges aus jedem der Hohlräume abströmen kann. Dadurch wird ein
Aufblähen der Hohlräume in dem an die Extrusionsdüse anschliessenden Bereich, bzw.
im Bereich des dieser nachgeschalteten Kalibrators, in welchem Bereich die Stränge
noch relativ weich und leicht verformbar sind, sicher verhindert, da es durch das
relativ freie Abströmen der Stützluft zu keiner Druckerhöhung im Inneren des Hohlraumes
kommt.
[0007] In diesem Zusammenhang ist es vorteilhaft, wenn das freie Ende des Messers schräg
geneigt,. vorzugsweise unter einem Winkel von 40-50° zur Schneidkante verläuft. Dadurch
kann dass Messer relativ breit ausgebildet werden, wodurch eine entsprechende Stabilität
des Messers erreicht wird. Durch das abgeschrägte freie Ende des Messers, das in aller
Regel nur mit seinem freien Endbereich in den zu schneidenden Strang eindringt, wird
sichergestellt, dass beim Schneiden stets nur ein Teil eines jeden Hohlraumes durch
das Messer abgedeckt wird, wodurch die Stützluft auch während des Schneidens des Stranges
abströmen kann. Der Winkel von 40-50° zwischen dem freien Ende des Messers und dessen
Schneidkante stellt einen günstigen Kompromiss zwischen einer schmalen Ausbildung
des in den zu trennenden Strang eindringenden Bereiches des Messers und dessen Stabilität
dar.
[0008] Bei einer anderen Ausführungsform der erfindungsgemässen Einrichtung kann vorgesehen
sein, dass an mindestens einem Ende des Bewegungsweges des Messers eine beheizbare
Kammer angeordnet ist, in die das Messer einschiebbar ist. Diese Lösung eignet sich
besonders für die Ausführung von Schnitten mit eher kürzeren Schnittlängen, zwischen
denen nur relativ kurze Pausen verbleiben. Dabei ergibt sich eine besonders einfache
Konstruktion des Messers, wobei dieses massiv ausgebildet sein kann und deshalb ein
hohes Mass an Stabilität erreicht werden kann.
[0009] In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung kann das Messer zur Beheizung in
einem Stromkreis aufgenommen sein, wobei ein den Stromkreis steuernder Regler vorgesehen
ist.
[0010] Bei einem Einsatz einer solchen Schneideinrichtung bei einer Extrusionseinrichtung
zur Herstellung von Stegplatten kann vorgesehen sein, dass der Reglervon einem Fühlerzur
Erfassung der Länge des extrudierten Stranges zur Festlegung der Schnittstelle beeinflusst
wird.
[0011] Die Erfindung wird nun an Hand der Zeichnung näher erläutert.
[0012] Dabei zeigt:
Fig.1 schematisch eine Einrichtung zur Herstellung von Stegplatten und
Fig. 2 schematisch eine erfindungsgemässe Schneideinrichtung.
[0013] Das Granulat gelangt vom Vorratsbehälter 1 in einen Trockner 2 und von diesem zu
einem Extruder 3, wo es plastifiziert wird. Die plastifizierte Masse tritt durch eine
Extrusionsdüse 4 aus, die der Form der herzustellenden Stegplatte entspricht. Dieser
Extrusionsdüse 4 wird über eine Leitung 5 Luft zugeführt, die in die Hohlräume der
Stegplatte eingeblasen wird und die beiden Stege jedes einzelnen Hohlraumes stützt
und ein Zusammenfallen der beiden Stege verhindert. Dieser extrudierte Strang wird
im Kalibrator 6 in bekannter Weise auf das vorgesehene Mass gebracht und wird mittels
Förderrollen 7 zu einem Durchlaufofen 8 und weiter zu einer Kaschierstation 9 gebracht.
Anschliessend gelangt der extrudierte Strang 12 zur Schneideinrichtung 10 wonach die
abgetrennten Teile bzw. Platten mittels eines Förderbandes 11 abtransportiert werden.
[0014] Die Schneideinrichtung 10 besteht, wie aus Fig. 2 ersichtlich ist, aus einer Führung
13 auf der ein Schlitten 14 verfahrbar ist. Der Antrieb für den Schlitten erfolgt
mittels eines Kettentriebes 15, mit dem der Schlitten 14 verbunden ist und der mit
einem Motor 30 verbunden ist. Auf dem Schlitten 14 ist eine Tragplatte 16 höhenverstellbar
und feststellbar gehalten. Auf dieser Tragplatte 16 ist das Messer 17 befestigt..
[0015] Die Führung 13 und der Kettentrieb 15,30 sind in einem mittels Stempel 31 höhenverstellbar
auf einem Schlitten 32 gehaltenen Support 33 gehalten, welcher Schlitten 32 auf Führungen
34 in Längsrichtung des Tisches 22 und damit des Stranges 12 verfahrbar ist. Dieser
Schlitten 32 trägt einen ein Ritzel 35 antreibenden Motor 36, das mit einer Zahnstange
37 kämmt, wodurch der Schlitten 32 reversibel antreibbar ist.
[0016] Beim Schneiden wird der Schlitten 32 während der Bewegung des Messers 17 quer zum
Strang mit der Geschwindigkeit des Stranges 12 in dessen Vorschubrichtung bewegt.
Dabei ist, allerdings nur während des Schneidens, der Balken 39 in Richtung des Pfeiles
40 auf den Strang 12 abgesenkt, um ein Abheben des Stranges vom Tisch 22 zu verhindern.
[0017] Nach Beendigung eines Schnittes wird der Support 33 und damit das Messer 17 unter
die Oberkante des Tisches 22 abgesenkt und der Schlitten 32 entgegen der Vorschubrichtung
des Stranges auf den Ausgangspunkt zurückverfahren. Zu Beginn eines neuen Schnittes
wird der Support 33 wieder angehoben und der Schlitten 14 mittels des Kettentriebes
15 quer zum Strang 12 bei gleichzeitiger Bewegung des Schlittens 32 in Vorschubrichtung
des Stranges 12 bewegt. Dadurch können rechtwinkelige Platten vom Strang 12 abgetrennt
werden, ohne dass der Extrusionsvorgang angehalten werden müsste. Die Abmessung des
Schlitzes 38 im Tisch 22 ist dabei so bemessen, dass seine Breite den Vorschub des
Stranges während eines Schnittes übersteigt.
[0018] Das Messer 17 ist an seinem freien Ende abgeschrägt und weist einen Schlitz 18 auf.
Die durch diesen Schlitz 18 getrennten Schenkel 19 des Messers 17 sind an einen Stromkreis
angeschlossen, der für die Beheizung des Messers sorgt, wobei dieser Stromkreis von
einem nicht dargestellten Regler gesteuert ist. Die Stromzufuhr zum Messer 17 erfolgt
über ein Kabel 20, das aus einer Aufwickeleinrichtung 21 herausgezogen und von dieser
wieder aufgewickelt wird, wobei das Kabel unter Zugspannung gehalten wird. Wie aus
Fig. 2 ersichtlich ist, ragt das Messer 17 mit seinem freien Endbereich durch den
Schlitz 38 im Tisch 22 auf dem Führungen 23 für den Strang 12 angeordnet sind. Das
Messer durchtrennt den Strang 12 lediglich mit seinem äussersten Endbereich. Mit diesem
Endbereich deckt das Messer 17 eine gegenüber dem Querschnitt der einzelnen Hohlräume
24 des Stranges 12 bzw. deren Fläche in der Schnittebene wesentlich kleinere Fläche
ab, so dass die Stützluft aus den Hohlräumen auch während des Schnittes austreten
kann. Damit wird aber ein Druckanstieg in den Hohlräumen 24 während des Schnittes
vermieden und damit auch ein Aufblähen der Hohlräume im Bereich des Kalibrators 6
vermieden.
[0019] Der im Messer 17 ausgebildete Schlitz 18 kann in Richtung der Schneide so weit hochgeführt
sein, dass er bis knapp an die Unterseite der zu durchtrennenden Stegplatte heranreicht.
Dies hat den Vorteil, dass eine optimale Erhitzung der Schneide über ihre gesamte
Länge gewährleistet ist. Um bei verhältnismässig kleiner Querschnittsbreite der einzelnen
Hohlräume 24 eines Stranges ein sicheres Austreten der Stützluft zu gewährleisten,
kann der Schlitz 18 auch über die Auflagekante in Richtung zur Schneide hochgezogen
werden, so dass beim Schneiden Stützluft aus den schmalen Kanälen, welche ansonst
von der Messerbreite abgedeckt werden könnte aus den einzelnen Hohlräumen 24 austreten
kann.
[0020] Der Regler des Stromkreises zur Beheizung des Messers arbeitet zweckmässiger Weise
derart, dass das Messer 17 durch den Stromdurchgang auf der erforderlichen Schneidtemperatur
von ca. 200° bis 300° C (für Polycarbonat) gehalten wird, wobei der Strom während
eines jeden Schnittes aufgrund der ehöhten Wärmeabfuhr erhöht wird.
1. Einrichtung zum Trennen von frisch extrudierten Strängen von Stegplatten (12),
bei denen Stützluft in die Hohlräume (24) des Stranges eingebracht wird, die ein beheizbares
flächiges Messer (17) als Trennelement aufweist, wobei das Messer (17) einstell- und
feststellbar in einem in einer Führung (13) verfahrbaren Schlitten (14) gehalten ist,
dadurch gekennzeichnet, dass die Fläche des in die zu schneidende Stegplatte (12)
eindringenden Bereichs des Messers (17) in Schnittrichtung gesehen kleiner ist als
die durch die Randbereiche eines Hohlraumes (24) umschriebene Fläche.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet dass das freie Ende des Messers
(17) schräg geneigt, vorzugsweise unter einem Winkel von 40-50° zur Schneidkante,
verläuft.
3. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an mindestens einem Ende
des Bewegungsweges des Messers (19) eine beheizbare Kammer angeordnet ist, in die
das Messer einschiebbar ist.
4. Einrichtung nach Anspruch 1, wobei das Messer zur Beheizung in einem Stromkreis
aufgenommen ist, und ein den Stromkreis steuernder Regler vorgesehen ist.
1. Apparatus for the severing of freshly extruded webs of strutted boards (12), supporting
air being introduced into the hollow spaces (24) within the web, the said apparatus
comprising as severing element a heatable flat knife (17), the knife (17) being held
adjustably and fixably in a charriage (14) which can travel in a guide (13), caracterised
in that the surface area of that region of the knife (17) which penetrates into the
strutted board (12) being cut, as viewed in the cut direction, is smaller than the
area circumscribed by the edge regions of a hollow space (24).
2. Apparatus according to claim 1, characterised in that the free end of the knife
(17) is situated in an obliquely inclined manner, preferably at an angle of 40-50°
relatively to the cutting edge.
3. Apparatus according to claim 1, characterised in that at least one end of the path
of movement of the knife (17), a heatable chamber is arranged into which the knife
can be introduced.
4. Apparatus according to claim 1, wherein the knife is arranged in an electrical
circuit for heating purposes, and a controller is provided which controls the circuit.
1. Appareil pour couper des boudins de panneaux (12) à nervures fraîchement extrudés,
dans lesquels de l'air de stabilisation est insufflé dans les cavités (24) du boudin,
présentant, en tant qu'élément séparateur, une lame aplatie (17) pouvant être chauffée,
cette lame (17) étant retenue, avec facultéde réglageetde blocage, dans un coulisseau
(14) mobile dans un système de guidage (13), caractérisé par le fait que la surface
de la zone de la lame (17) pénétrant dans le panneau (12) à nervures devant être coupé
est plus petite, considérée dans la direction de coupe, que la surface circonscrite
par les régions marginales d'une cavité (24).
2. Appareil selon la revendication 1, caractérisé par le fait que l'extrémité libre
de la lame (17) s'étend à l'oblique, de préférence selon un angle de 40-50° par rapport
au tranchant.
3. Appareil selon la revendication 1, caractérisé par le fait qu'un compartiment pouvant
être chauffé, dans lequel la lame peut pénétrer par coulissement, est disposé à au
moins une extrémité du trajet de mouvement de ladite lame (17).
4. Appareil selon la revendication 1, dans lequel la lame est branchée dans un circuit
électrique en vue de son chauffage, et il est prévu un régulateur commandant le circuit
électrique.