[0001] Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Schaltertüre mit einem die Schalteröffnung
begrenzenden Rahmen. Sie stellt sich die Aufgabe, eine Schaltertüre, insbesondere
eine Postschaltertüre derart zu gestalten, dass sie einerseits den Schalterbeamten
weitgehend gegen Überfälle schützt und anderseits den üblichen Brief- und Postpaketverkehr
ermöglicht. Erfindungsgemäss wird diese Aufgabe gelöst durch die kennzeichnenden
Merkmale des Anspruchs 1.
[0002] Es zeigen:
Fig. 1 eine Frontansicht einer Schaltertüre,
Fig. 2 einen Schnitt längs der Linie II-II in Fig. 1 in vergrösserter Darstellung,
Fig. 3 einen Schnitt längs der Linie III-III in Fig. 2 in noch stärker vergrösserter
Darstellung und
Fig. 4 einen Schnitt längs der Linie IV-IV in Fig. 3 im gleichen Massstab wie Fig.
2, wobei Teile weggelassen sind.
[0003] Die Schalterschleuse weist einen U-Profil-Rahmen 1 mit einer Glasplatte 4 auf, die
eine Schalteröffnung 2 begrenzen, wobei der Quersteg des Profilrahmens 1 einen Getriebekasten
3 bildet. Nach oben ist die Schalteröffnung 2 durch die Unterkante 5 der Platte 4
begrenzt. Der Profilrahmen 1 ist rechtwinklig zur Schaltertischfläche 6 orientiert.
Der untere Teil der Schalteröffnung ist durch eine erste Glasplatte 7 und der obere
Teil durch eine zweite Glasplatte 8 verschlossen, wobei sich die beiden Platten 7
und 8 gegenseitig geringfügig überlappen. Eine im wesentlichen gleiche Überlappung
besteht zwischen der Platte 8 und der Platte 4. Die beiden Platten 7 und 8 sind vertikal
verschiebbar im Profilrahmen 1 gelagert. Die erste Platte 7 ist seitlich fest mit
je einem Winkelprofileisen 9 verbunden, welches an seinen Enden mit Führungskörpern
10 mit je einem Führungsschlitz 11 versehen ist (Fig. 3). Im gegenüberliegenden Rahmenschenkel
sind die Platten 7, 8 in gleicher Weise (spiegelsymmetrisch) gelagert und angetrieben,
weshalb mit Bezug auf Fig. 3 nur die eine der beiden Seiten beschrieben wird. In die
Führungsschlitze 11 greift der eine Schenkel eines U-Profils 12, das mit seinem Steg
am Quersteg 13 des Profilrahmens 1 befestigt ist. In jedem Führungskörper 10 ist vorzugsweise
eine nicht dargestellte Rolle gelagert, welche mit ihrer peripheren Fläche auf dem
Kamm des Schenkels abrollt und ein Verklemmen der Platte 7 zwischen den einander gegenüberliegenden
U-Profilen 12 verhindert. Am Winkelprofileisen 9 ist weiter ein Klemmkörper 14 befestigt,
der eine feste Verbindung mit einem endlosen Zahnriemen 15 bildet. Dieser ist um zwei
Umlenkrollen 16 und 17 geführt, die im Profilrahmen 1 drehbar gelagert sind. Die beiden
oberen Umlenkrollen 16 sitzen drehfest auf einer im Getriebekasten 3 drehbar gelagerten
Welle 18, welche von einem Elektromotor über ein selbsthemmendes Getriebe antreibbar
ist. Treibt der Motor die Welle 18 an, wird die erste Platte 7 gehoben oder gesenkt,
wobei Endschalter den Weg begrenzen. Durch äussere auf die Platte 4 wirkende Kräfte
kann diese wegen des selbsthemmenden Antriebs weder gehoben noch gesenkt werden.
[0004] Die zweite Platte 8 ist in gleicher Weise wie die erste seitlich fest mit Winkelprofileisen
19 verbunden, an denen je zwei Führungskörper 20 mit Führungsschlitzen 21 befestigt
sind. In die Führungsschlitze 21 greift der zweite der beiden Schenkel des U-Profils
12. Am oberen und unteren Ende des Winkelprofileisens 19 sind frei drehbar je eine
Rolle 22 und 23 gelagert, um die ein endloser Strang 24 geführt ist. Dieser bildet
eine Seilschlaufe, in die die obere Platte 8 mit der Rolle 23 eingehängt ist. Diese
Seilschlaufe ist einerseits durch ein Winkeleisen 26 mit dem Rahmen 1 und anderseits
mittels einem Verbindungsteil 12 am Winkelprofileisen 9 befestigt. Das Winkeleisen
26 seinerseits ist am Profilrahmen 1 fest angebracht. Wird die erste Platte 7 nach
oben bewegt, bewegt sich dadurch die obere Platte 8 mit. Sie legt dabei aber nur den
halben Weg der Platte 7 zurück. Ist der Abstand zwischen der unteren Kante der Platte
8 zur Unterkante 5 der Platte 4 halb so gross wie der Abstand der Unterkante der Platte
7 zur Unterkante 5 der Platte 4, so ist die Unterkante der Platte 8 bündig mit den
Unterkanten der beiden anderen Platten, wenn die Platte 7 bis zur Unterkante 5 der
Platte 4 angehoben wird. Der endlose Strang 24 in Verbindung mit der Umlenkrolle 22
verhindert, dass die obere Platte 8 durch an ihr angreifende Kräfte gehoben oder gesenkt
werden kann. Die Platten 7 und 8 und gegebenenfalls auch die Platte 4 sind vorzugsweise
aus einem schussfesten Glas. Im normalen Postverkehr genügt es, wenn die untere Platte
7 gegenüber der Schaltertischfläche 6 lediglich einen Spalt frei lässt. Sind durch
den Postkunden grössere Pakete über den Schaltertisch hinwegzureichen, können die
Platten 7 und 8 angehoben und anschliessend wieder bis zur normalen Betriebsstellung
abgesenkt werden. Durch den selbsthemmenden Zwangsantrieb kann das Schliessen der
Schaltertüre erzwungen werden, wobei ein Anheben der Platten 7 und 8 ausgeschlossen
ist.
1. Schaltertüre mit einem die Schalteröffnung (2) begrenzenden Rahmen (1), dadurch
gekennzeichnet, dass bei geschlossener Tür eine erste rechteckige Platte (7) mit ihrer
unteren Längsseite bündig mit der unteren Begrenzung (6) der Schalteröffnung (2) ist
und deren unteren Teil abschliesst, wogegen der obere Teil durch eine zweite rechteckige
Platte (8) abgeschlossen ist, welche Platten (7, 8) vertikal verschiebbar am Rahmen
(1) gelagert sind, dass die erste Platte (7) durch einen im Rahmen angeordneten Antrieb
mit Selbsthemmung mit ihrer unteren Längskante bis zur oberen Begrenzung (5) der
Schalteröffnung (2) und zurück verschiebbar ist, dass die zweite Platte (8) seitlich
je mittels einer Umlenkrolle (23) in einer Seilschlaufe (24) aufgehängt ist, welche
Seilschlaufen (24) mit einem Schenkel am Rahmen (1) und mit dem anderen Schenkel
an der ersten Platte (7) befestigt sind, und dass Mittel (22, 24) vorhanden sind,
welche ein Abheben der zweiten Platte (7) von den Seilschlaufen (24) verhindern.
2. Schaltertüre nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass auf beiden Seiten der
Schalteröffnung (2) im Rahmen (1) je ein endloser Strang (15) angeordnet und formschlüssig
um eine obere und untere Umlenkrolle (16, 17) geführt ist, und dass die beiden oberen
Umlenkrollen drehfest auf einer vom selbsthemmenden Antrieb angetriebenen Welle (18)
sitzen.
3. Schaltertüre nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel (22, 24)
beidseits der Platte (8) je einen endlosen, um eine weitere, an der Platte (8) frei
drehbar gelagerte Rolle (22) herum geführter Strang aufweisen, der die Seilschlaufe
bildet.
4. Schaltertüre nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den Seiten
der Platten (7, 8) und dem Rahmen (1) ineinander greifende Führungselemente (10, 11,
12, 20, 21) vorhanden sind.
5. Schaltertüre nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungselemente
eine Schiene (12,) und sie seitlich übergreifende Führungskörper (10, 20) aufweisen,
und dass zwischen dem Führungskörper (10, 20) und dem Schienenkamm Rollreibelemente
wirken.