(19)
(11) EP 0 276 650 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
03.08.1988  Patentblatt  1988/31

(21) Anmeldenummer: 88100039.2

(22) Anmeldetag:  05.01.1988
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)4E05G 7/00
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE DE ES FR GB GR IT LU NL SE

(30) Priorität: 20.01.1987 CH 191/87

(71) Anmelder: Siport AG
CH-5507 Mellingen (CH)

(72) Erfinder:
  • Meier, Kurt
    CH-5600 Lenzburg (CH)
  • Binggeli, Peter
    CH-5507 Mellingen (CH)

(74) Vertreter: Fillinger, Peter, Dr. 
Dr. P. Fillinger Patentanwalt AG, Gotthardstrasse 53 Postfach 6940
8023 Zürich
8023 Zürich (CH)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Schaltertüre


    (57) Um einerseits den Schalterbeamten gegen Überfälle zu schützen und anderseits das Hindurchreichen von kleinen und grossen Gegenständen durch den Schalter zu ermöglichen ist vorge­sehen, dass die Schaltertüre einen die Schalteröffnung (2) begrenzenden Rahmen (1) aufweist. Bei geschlossener Tür schliesst eine erste rechteckige Platte (7) den unteren Teil der Schalteröffnung (2) ab, wogegen der obere Teil durch eine zweite rechteckige Platte (8) abgeschlossen ist. Die Platten (7, 8) sind vertikal verschiebbar am Rahmen (1) gelagert. Die erste Platte (7) ist durch einen im Rahmen angeordneten Antrieb mit Selbsthemmung mit ihrer unteren Längskante bis zur oberen Begrenzung (5) der Schalteröffnung (2) und zurück verschiebbar. Die zweite Platte (8) ist seitlich je mittels einer Umlenkrolle in einer Seilschlaufe (24) aufgehängt, welche Seilschlaufen mit einem Schenkel am Rahmen (1) und mit dem anderen Schenkel an der ersten Platte (7) befestigt sind. Dabei sind Mittel vorhanden, welche ein Abheben der zweiten Platte (7) von den Seilschlaufen verhindern.




    Beschreibung


    [0001] Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Schaltertüre mit einem die Schalteröffnung begrenzenden Rahmen. Sie stellt sich die Aufgabe, eine Schaltertüre, insbesondere eine Post­schaltertüre derart zu gestalten, dass sie einerseits den Schalterbeamten weitgehend gegen Überfälle schützt und ander­seits den üblichen Brief- und Postpaketverkehr ermöglicht. Erfindungsgemäss wird diese Aufgabe gelöst durch die kenn­zeichnenden Merkmale des Anspruchs 1.

    [0002] Es zeigen:

    Fig. 1 eine Frontansicht einer Schaltertüre,

    Fig. 2 einen Schnitt längs der Linie II-II in Fig. 1 in ver­grösserter Darstellung,

    Fig. 3 einen Schnitt längs der Linie III-III in Fig. 2 in noch stärker vergrösserter Darstellung und

    Fig. 4 einen Schnitt längs der Linie IV-IV in Fig. 3 im gleichen Massstab wie Fig. 2, wobei Teile weggelassen sind.



    [0003] Die Schalterschleuse weist einen U-Profil-Rahmen 1 mit einer Glasplatte 4 auf, die eine Schalteröffnung 2 begrenzen, wobei der Quersteg des Profilrahmens 1 einen Getriebekasten 3 bildet. Nach oben ist die Schalteröffnung 2 durch die Unterkante 5 der Platte 4 begrenzt. Der Profilrahmen 1 ist rechtwinklig zur Schaltertischfläche 6 orientiert. Der untere Teil der Schalteröffnung ist durch eine erste Glasplatte 7 und der obere Teil durch eine zweite Glasplatte 8 verschlossen, wobei sich die beiden Platten 7 und 8 gegenseitig geringfügig über­lappen. Eine im wesentlichen gleiche Überlappung besteht zwischen der Platte 8 und der Platte 4. Die beiden Platten 7 und 8 sind vertikal verschiebbar im Profilrahmen 1 gelagert. Die erste Platte 7 ist seitlich fest mit je einem Winkel­profileisen 9 verbunden, welches an seinen Enden mit Führungs­körpern 10 mit je einem Führungsschlitz 11 versehen ist (Fig. 3). Im gegenüberliegenden Rahmenschenkel sind die Platten 7, 8 in gleicher Weise (spiegelsymmetrisch) gelagert und ange­trieben, weshalb mit Bezug auf Fig. 3 nur die eine der beiden Seiten beschrieben wird. In die Führungsschlitze 11 greift der eine Schenkel eines U-Profils 12, das mit seinem Steg am Quersteg 13 des Profilrahmens 1 befestigt ist. In jedem Führungskörper 10 ist vorzugsweise eine nicht dargestellte Rolle gelagert, welche mit ihrer peripheren Fläche auf dem Kamm des Schenkels abrollt und ein Verklemmen der Platte 7 zwischen den einander gegenüberliegenden U-Profilen 12 ver­hindert. Am Winkelprofileisen 9 ist weiter ein Klemmkörper 14 befestigt, der eine feste Verbindung mit einem endlosen Zahnriemen 15 bildet. Dieser ist um zwei Umlenkrollen 16 und 17 geführt, die im Profilrahmen 1 drehbar gelagert sind. Die beiden oberen Umlenkrollen 16 sitzen drehfest auf einer im Getriebekasten 3 drehbar gelagerten Welle 18, welche von einem Elektromotor über ein selbsthemmendes Getriebe antreibbar ist. Treibt der Motor die Welle 18 an, wird die erste Platte 7 gehoben oder gesenkt, wobei Endschalter den Weg begrenzen. Durch äussere auf die Platte 4 wirkende Kräfte kann diese wegen des selbsthemmenden Antriebs weder gehoben noch gesenkt werden.

    [0004] Die zweite Platte 8 ist in gleicher Weise wie die erste seit­lich fest mit Winkelprofileisen 19 verbunden, an denen je zwei Führungskörper 20 mit Führungsschlitzen 21 befestigt sind. In die Führungsschlitze 21 greift der zweite der beiden Schenkel des U-Profils 12. Am oberen und unteren Ende des Winkelprofileisens 19 sind frei drehbar je eine Rolle 22 und 23 gelagert, um die ein endloser Strang 24 geführt ist. Dieser bildet eine Seilschlaufe, in die die obere Platte 8 mit der Rolle 23 eingehängt ist. Diese Seilschlaufe ist einerseits durch ein Winkeleisen 26 mit dem Rahmen 1 und anderseits mittels einem Verbindungsteil 12 am Winkelprofileisen 9 be­festigt. Das Winkeleisen 26 seinerseits ist am Profilrahmen 1 fest angebracht. Wird die erste Platte 7 nach oben bewegt, bewegt sich dadurch die obere Platte 8 mit. Sie legt dabei aber nur den halben Weg der Platte 7 zurück. Ist der Abstand zwischen der unteren Kante der Platte 8 zur Unterkante 5 der Platte 4 halb so gross wie der Abstand der Unterkante der Platte 7 zur Unterkante 5 der Platte 4, so ist die Unterkante der Platte 8 bündig mit den Unterkanten der beiden anderen Platten, wenn die Platte 7 bis zur Unterkante 5 der Platte 4 angehoben wird. Der endlose Strang 24 in Verbindung mit der Umlenkrolle 22 verhindert, dass die obere Platte 8 durch an ihr angreifende Kräfte gehoben oder gesenkt werden kann. Die Platten 7 und 8 und gegebenenfalls auch die Platte 4 sind vorzugsweise aus einem schussfesten Glas. Im normalen Post­verkehr genügt es, wenn die untere Platte 7 gegenüber der Schaltertischfläche 6 lediglich einen Spalt frei lässt. Sind durch den Postkunden grössere Pakete über den Schaltertisch hinwegzureichen, können die Platten 7 und 8 angehoben und anschliessend wieder bis zur normalen Betriebsstellung abgesenkt werden. Durch den selbsthemmenden Zwangsantrieb kann das Schliessen der Schaltertüre erzwungen werden, wobei ein Anheben der Platten 7 und 8 ausgeschlossen ist.


    Ansprüche

    1. Schaltertüre mit einem die Schalteröffnung (2) begrenzenden Rahmen (1), dadurch gekennzeichnet, dass bei geschlossener Tür eine erste rechteckige Platte (7) mit ihrer unteren Längsseite bündig mit der unteren Begrenzung (6) der Schalteröffnung (2) ist und deren unteren Teil abschliesst, wogegen der obere Teil durch eine zweite rechteckige Platte (8) abgeschlossen ist, welche Platten (7, 8) vertikal ver­schiebbar am Rahmen (1) gelagert sind, dass die erste Platte (7) durch einen im Rahmen angeordneten Antrieb mit Selbst­hemmung mit ihrer unteren Längskante bis zur oberen Begrenzung (5) der Schalteröffnung (2) und zurück verschiebbar ist, dass die zweite Platte (8) seitlich je mittels einer Umlenkrolle (23) in einer Seilschlaufe (24) aufgehängt ist, welche Seil­schlaufen (24) mit einem Schenkel am Rahmen (1) und mit dem anderen Schenkel an der ersten Platte (7) befestigt sind, und dass Mittel (22, 24) vorhanden sind, welche ein Abheben der zweiten Platte (7) von den Seilschlaufen (24) verhindern.
     
    2. Schaltertüre nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich­net, dass auf beiden Seiten der Schalteröffnung (2) im Rahmen (1) je ein endloser Strang (15) angeordnet und formschlüssig um eine obere und untere Umlenkrolle (16, 17) geführt ist, und dass die beiden oberen Umlenkrollen drehfest auf einer vom selbsthemmenden Antrieb angetriebenen Welle (18) sitzen.
     
    3. Schaltertüre nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich­net, dass die Mittel (22, 24) beidseits der Platte (8) je einen endlosen, um eine weitere, an der Platte (8) frei dreh­bar gelagerte Rolle (22) herum geführter Strang aufweisen, der die Seilschlaufe bildet.
     
    4. Schaltertüre nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich­net, dass zwischen den Seiten der Platten (7, 8) und dem Rahmen (1) ineinander greifende Führungselemente (10, 11, 12, 20, 21) vorhanden sind.
     
    5. Schaltertüre nach Anspruch 4, dadurch gekennzeich­net, dass die Führungselemente eine Schiene (12,) und sie seitlich übergreifende Führungskörper (10, 20) aufweisen, und dass zwischen dem Führungskörper (10, 20) und dem Schienen­kamm Rollreibelemente wirken.
     




    Zeichnung
















    Recherchenbericht