(19)
(11) EP 0 276 660 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
03.08.1988  Patentblatt  1988/31

(21) Anmeldenummer: 88100174.7

(22) Anmeldetag:  08.01.1988
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)4A47C 7/66, A47C 1/14
(84) Benannte Vertragsstaaten:
ES FR GB GR IT

(30) Priorität: 15.01.1987 DE 3700983

(71) Anmelder: Schmidt, Horst
D-2070 Ahrensburg (DE)

(72) Erfinder:
  • Schmidt, Horst
    D-2070 Ahrensburg (DE)

(74) Vertreter: Schöning, Hans-Werner, Dipl.-Ing. 
Patentanwälte Niedmers & Schöning Stahltwiete 23
D-22761 Hamburg
D-22761 Hamburg (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Liege


    (57) Es wird eine Liege (10) insbesondere eine transportable Liege zum Ruhen vorgeschlagen, die ein Gestell (11) und eine zwischen dem Gestell aufgespannte Ruhefläche (12) aufweist. Um während des Liegens auf der Liege (10) gleichzeitig einen bequem transportier- und benutzbaren Sonnenschutz (13) zu haben, ist dieser im wesentlichen oberhalb der Ruhefläche (12) angeordnet, der ggf. relativ zum Gestell (11) ver­schiebbar ist.




    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft eine Liege, insbesondere eine trans­portable Liege, zum Ruhen, mit einem Gestell und einer zwi­schen dem Gestell aufgespannten Ruhefläche.

    [0002] Transportable Liegen dieser Art sind bekannt und zwar sowohl mit einem festen Gestell als auch mit einem klappbaren Ge­stell. Diese Liegen werden in der Regel nicht nur zum Schla­fen benutzt sondern auch zum Ruhen beim Sonnenbaden.

    [0003] Insbesondere in südlichen Ländern ist in der Regel die Son­neneinstrahlung beim Sonnenbaden derart intensiv, daß nicht nur Menschen mit empfindlicher Haut nach kurzer Zeit sich mit einem Sonnenschirm oder dergleichen gegen die intensive Sonneneinstrahlung schützen müssen, vielmehr haben auch Men­schen mit verhältnismäßig unempfindlicher Haut das Bedürf­nis, sich nach einer bestimmten Zeit des Sonnens mit einem Schirm gegen weitere Sonnenbestrahlung zu schützen. Wenn beispielsweise eine solche Liege zum Sonnenbaden am Strand genutzt wird, ist der Benutzer bisher gehalten, zusätzlich einen Sonnenschirm zu transportieren und diesen Sonnenschirm dann, wenn es erforderlich wird, aufzustellen und aufzuspan­nen.

    [0004] Gerade dann, wenn man beispielsweise am Strand Sonnenbaden will, ist es sehr nachteilig, eine Vielzahl von Ausrüstungs­gegenständen vom Quartier an den Strand zu transportieren und auch noch einen geeigneten Ort dort auszuwählen, an dem sowohl die Liege als auch der gesonderte Sonnenschirm stand­fest aufgebaut werden können. So ist es beispielsweise bei verhältnismäßig steinigem Untergrund überhaupt nicht mög­lich, einen Sonnenschirm im Untergrund zu befestigen, es sei denn, es wird noch ein gesonderter Sonnenschirmfuß mittrans­portiert, was in der Regel nicht durchführbar oder mit zu­sätzlichen Schwierigkeiten verbunden ist.

    [0005] Ein weiterer Nachteil dieser bekannten Art des Liegens und des gleichzeitigen Schutzes gegen Sonne liegt darin, daß beispielsweise gesondert auf den Sonnenschirm geachtet werden muß, da dieser als getrenntes Teil von der Liege leicht entwendet werden kann.

    [0006] Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung eine Liege zu schaffen, die es dem Benutzer ermöglicht, sich beim Ruhen bzw. Sonnenbaden auf der Liege bei Bedarf gegen die Sonne zu schützen, ohne daß ein gesonderter Sonnenschirm beim Trans­port bzw. Aufstellen der Liege gehandhabt werden muß.

    [0007] Gelöst wird die Aufgabe gemäß der Erfindung dadurch, daß im wesentlichen oberhalb der Ruhefläche ein der Liege unmittel­bar zugeordneter Sonnenschutz angeordnet ist.

    [0008] Der Vorteil einer derartig ausgebildeten Liege besteht im wesentlichen darin, daß der Benutzer der Liege ohne jede Mühe den Sonnenschutz so anordnen kann, daß die Sonnenstrah­len seinen Körper bzw. bestimmte Körperteile nicht erreichen können, und der ein überführen in eine zurückgezogene Stellung ermöglicht, wenn der Benutzer sich wiederum der Sonne aussetzen möchte.

    [0009] Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform ist der Sonnen­ schutz an einer am Gestell der Liege befestigbaren Führung verschiebbar angeordnet, so daß der Benutzer der Liege, so­gar im auf ihr liegenden Zustand, den Sonnenschutz über sich ziehen oder in eine zusammengefaltete bzw. zusammengescho­bene Endstellung verschieben kann, so daß das Sonnenbaden ungehindert durch einen Sonnenschutz vonstatten gehen kann.

    [0010] Vorzugsweise besteht die Führung aus zwei stangenförmigen Führungselementen, zwischen denen der Sonnenschutz ver­schiebbar aufgespannt ist. Diese Art der Ausbildung der Führung ermöglicht eine problemlose Führung des eigentlichen Sonnenschutzes, der dann aus einem textilen Gewebe oder auch aus einem Geflecht bestehen kann, so daß der Sonnenschutz selbst keinerlei aufwendige eigenstabilisierende Eigen­schaften zu haben braucht.

    [0011] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Liege sind die Führungselemente selbst biegbar ausgebildet und sind jeweils mit ihren vorderen und hinteren Ende am Gestell im wesentlichen vorn und hinten lösbar befestigt. Die Füh­rungselemente selbst können dann im von der Liege gelösten Zustand in Form sich selbst ausrichtender Stangen transpor­tiert werden und können ggf. auch in Form teleskopartiger Stangen ausgebildet sein.

    [0012] Um die Befestigung der Führungselemente am Gestell zu er­leichtern, sind vorteilhafterweise am Gestell im wesentli­chen um eine horizontale Achse schwenkbare Führungshalter vorgesehen, so daß sich die Führungshalter nach dem Ein­stecken der stangenförmigen Führungselemente um deren hori­zontale Achse drehend selbständig ausrichten können. Dadurch ist es beispielsweise auch möglich, nicht nur biegbare stan­genförmige Führungselemente darin aufzunehmen, sondern auch vorgefertigte beliebig geformte Führungselemente, beispiels­weise solche, die zusammensetzbar oder aus einem Stück eine im wesentlichen U-förmige Form haben. Bei unterschiedlich ausgebildeten Führungselementen braucht deshalb der Füh­ rungshalter nicht unterschiedlich ausgebildet sein, da er gemäß dieser Ausführungsform sich an die verschieden ausge­bildeten Führungselemente ohne weiteres selbsttätig anpassen kann.

    [0013] Um den gemeinsamen Transport der Liege mit der Führung im allgemeinen bzw. in Form von Führungselementen ausgebildeten Führungen zu ermöglichen, ist vorzugsweise im Gestell im we­sentlichen unterhalb der Ruhefläche ein Behälter angeordnet. Dieser Behälter kann, der vorzugsweise auch verschließbar ist, nach dem Absetzen der Liege am vorbestimmten Ort dann auch als Behälter zum Lagern von Wertgegenständen des Benutzers der Liege verwendet werden, wenn dieser beispiels­weise zum Baden ins Wasser geht oder sich an anderem Orte als dem der Liege aufhalten will.

    [0014] Der Behälter kann gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausge­staltung der Erfindung in einem Bereich unterhalb einer re­lativ zur Ruhefläche verstellbaren Kopfstütze angeordnet sein, wobei der Behälter relativ zum Gestell verschiebbar ist. Die Verschiebbarkeit des Behälters relativ zum Gestell bei dieser Anordnung im Gestell ermöglicht es, daß bei­spielsweise auf bekannte Weise am Gestell drehbar ange­lenkte und abgestützte Kopfstützen zusammengeklappt werden können, wobei der unmittelbar unterhalb der Kopfstütze ange­ordnete Behälter dann verschiebbar zum Gestell ausgebildet sein muß, um die Kopfstütze zwischen ihren beiden extremen Auslenkungsmöglichkeiten bewegen zu können.

    [0015] Vorteilhafterweise weist der Behälter eine Mehrzahl von Be­festigungselementen auf, mit denen dieser am Gestell lösbar befestigt ist. Grundsätzlich ist es aber auch denkbar, die Befestigungselemente, mit denen der Behälter am Gestell be­festigt ist, zwar verschiebbar aber nicht lösbar auszubil­den, insbesondere dann, wenn es erforderlich sein soll, daß der Behälter unter keinen Umständen vom eigentlichen Gestell getrennt werden soll. Eine derartige Ausführungsform wird sich in der Regel dann als vorteilhaft erweisen, wenn das Gestell der Liege nicht klappbar ausgebildet ist.

    [0016] Um den Behälter relativ zum Gestell auf einfache Weise ver­schiebbar zu befestigen, weist das Gestell im Bereich des Behälters eine Mehrzahl von im wesentlichen gleich zu einan­der beanstandeten Löchern auf, in die je ein Befestigungs­element über einen entsprechend ausgebildeten Stift lösbar eingreift. Es sei aber darauf hingewiesen, daß diese vor­zugsweise Ausführungsform des gestellseitig ausgebildeten Teils der Befestigung des Behälters an ihm nicht die einzige mögliche Form ist. Vielmehr kann auch das Befestigungsele­ment in Form einer lösbaren Klemmbefestigung ausgebildet sein, wobei das Befestigungselement klammerartig um das Ge­stell greift und beispielsweise mit einem Befestigungsmittel in Form einer lösbaren Schraubverbindung mit dem Gestell verbunden und von diesem gelöst werden kann.

    [0017] Um die Liege, insbesondere dann, wenn diese in Form einer Klappliege ausgebildet ist, leicht transportieren zu kön­nen, besteht der Behälter aus wenigstens zwei Teilschalen, die ineinander verschachtelbar sind. Zum erleichterten Transport kann somit der Behälter wesentlich verkleinert werden, ohne daß die beiden Teilschalen des Behälters dazu voneinander gelöst werden müssen.

    [0018] Um die Liege einerseits zwar sehr stabil auszubilden, an­dererseits aber die Liege für einen leichten Transport aus­zubilden, so daß der Transport der Liege auch von schwäche­ren Personen und Kindern ohne weiteres durchgeführt werden kann, besteht das Gestell und/oder die Führung vorzugsweise aus rohrförmigem Profil. Dabei kann das Gestell und/oder die Führung aus Metall oder auch aus Kunststoff oder auch aus Kombinationen von metallischem und Kunststoffwerkstoff be­stehen. Auch können Teile oder die ganze Liege auch aus nicht rohrförmigem Profil bestehen, ggf. auch aus Vollma­terial. Ebenfalls kann der Behälter schließlich aus gitter­ förmigem metallischem Werkstoff aber auch aus gitterförmigem Kunstoffwerkstoff bestehen. Grundsätzlich ist es auch mög­lich, den Behälter oder Teile des Behälters aus nicht git­terförmigem homogenem Werkstoff, beispielsweise Metallblech oder auch aus einem tiefgezogenen oder arminierten Kunst­stoffteil herzustellen, um beispielsweise eine unbefugte Zu­griffmöglichkeit zum Behälter zu verhindern.

    [0019] Die Erfindung wird nun unter Bezugnahme auf die nachfolgen­den schematischen Zeichnungen anhand eines Ausführungsbei­spieles eingehend beschrieben. Darin zeigen:

    Fig. 1 in der Seitenansicht eine Liege mit in Füh­rungshaltern eingesteckten Führungselementen und daran befestigtem Sonnenschutz,

    Fig. 2 die in Fig. 1 dargestellte Liege im zusammen­geklapptem Zustand und ineinandergeschachtel­tem Behälter in der Draufsicht,

    Fig. 3a eine aufgeklappte Liege in der Stirnansicht,

    Fig. 3b eine Draufsicht auf die in Fig. 1 darge­stellte Liege unter Weglassung der klappbaren Kopfstütze,

    Fig. 4 die klappbare Kopfstütze in der Draufsicht,

    Fig. 5 den zwischen zwei voneinander beabstandeten stangenförmigen Führungselementen aufgespann­ten Sonnenschutz in der Draufsicht und

    Fig. 6 in vergrößertem Maßstab einen Schnitt durch das Gestell im Bereich der lösbaren Befesti­gung des Behälters im Gestell.



    [0020] Die Liege 10 besteht im wesentlichen aus einem Gestell 11, das bei dem in den Figuren dargestellten Ausführungsbei­spiel aus einem auf bekannte Weise ausgebildeten zusammen­klappbaren Liegengestell besteht. Zwischen zwei im wesent­lichen längs verlaufenden parallel voneinander beabstandeten Gestellträgern 110, 111 ist eine Ruhefläche 12 aufgespannt, die aus beliebigem geeigneten Material bestehen kann, bei­spielsweise aus Segeltuch, aus einem Kunststoff oder Korbge­flecht oder dergleichen. Die Liege 10 weist darüber hinaus auf bekannte Weise ausgebildete Beine bzw. Stützen auf, mit denen die Liege 10 auf einem Untergrund 24 abgestellt wer­den kann.

    [0021] Die Liege 10 weist darüber hinaus eine Führung 14 auf, die gemäß der Darstellung von Figur 1 die Ruhefläche 12 bogen­förmig überspannt und die einen relativ zur Führung 14 ver­schiebbaren Sonnenschutz 13 umfaßt, der in eine beliebige Stellung relativ zur Ruhefläche 12 entsprechend dem Pfeil 25 in beiden Richtungen verschoben werden kann.

    [0022] Bei der in den Figuren dargestellten Ausführungsform der Liege 10 besteht die Führung 14 aus zwei voneinander beab­standeten Führungselementen 15, 16, die stangenförmig und bogenförmig biegbar ausgebildet sind, vgl. insbesondere die Figuren 1 und 5. Die stangenförmigen Führungselemente 15, 16 können in um Achsen 152, 153 und 162 und 163 drehbare Füh­rungshalter 154, 155 und 164, 165 gesteckt werden, die entsprechende Aufnahmelöcher aufweisen. Die Achsen 152, 153, 162, 163 sind im wesentlichen parallel zur Ebene der Ruhe­fläche 12 ausgerichtet.

    [0023] Bei dem in den Figuren dargestellten Ausführungsbeispiel ist die Führung 14 bzw. sind die Führungselemente 15, 16 im an der Liege 10 befestigten Zustand im wesentlichen halbkreis­förmig gebogen. Es sei aber darauf hingewiesen, daß grund­sätzlich jede beliebige andere Form der Führung 14 bzw. der Führungselemente 15, 16 möglich ist, beispielsweise eine U-förmige Form anstelle einer in Figur 1 dargestellten bogenförmigen.

    [0024] Die dargestellte Liege 10 umfaßt ebenfalls eine Kopfstütze 18, die auf bekannte Weise zwischen zwei vorbestimmten End­stellungen hin und her klappbar und ebenfalls auf bekannte Weise in vorbestimmten Stellungen arretierbar ist. Bei die­ser Ausführungsform der Liege 10 befinden sich die Führungs­halter 154, 164, die bei einer Liege 10 ohne klappbare Kopf­stütze 18 unmittelbar an den Gestellträgern 110, 111 befe­stigt sind, an entsprechenden Enden der Kopfstütze 18, bei­spielsweise an den freien Enden bzw. Schenkeln der beiden seitlichen Kopfstützenträger. Dadurch ist sichergestellt, daß auch bei einer mit einer Kopfstütze 18 versehenen Liege 10 auch der unmittelbare Kopfstützenbereich als Verlängerung der Ruhefläche 12 durch den Sonnenschutz 13, wenn dieser in eine entsprechende Stellung zur Kopfstütze 18 verschoben worden ist, abgedeckt werden kann, so daß sich der Benutzer der Liege 10 auch in seinem Kopfbereich vor unmittelbarer Sonneneinstrahlung schützen kann.

    [0025] Bei der dargestellten Ausführungsform der Liege 10 ist im wesentlichen unterhalb der Ruhefläche 12 ein verschiebbarer Behälter 17 angeordnet. Ist die Liege 10 mit einer Kopf­stütze 18 versehen, ist der Behälter 17 vorzugsweise in einem Bereich unterhalb der relativ zur Ruhefläche 12 ver­stellbaren Kopfstütze angeordnet. Der Behälter 17 kann fest mit dem Gestell 11 verbunden sein, er kann aber auch lösbar und/oder verschiebbar am Gestell 11 angeordnet sein. Zur Be­festigung des Behälters 17 am Gestell weist dieser eine Mehrzahl von Befestigungselementen 19 auf. Die Befestigungs­elemente können eine beliebige geeignete Form haben und kön­nen auch auf beliebige geeignete Weise ausgebildet sein. Vorzugsweise sind die Befestigungselemente 19, vgl. die ge­schnittene Darstellung von Figur 6, in Form von Spangen mit kreisförmigem Querschnitt ausgebildet, wobei die Bogenlänge der spangenförmigen Befestigungselemente 19 etwas größer als 180 Grad ist, da dann das Befestigungselement 19, wenn es aus einem elastischen Werkstoff hergestellt ist, über einen Gestellträger 110, 111 geschoben werden kann und sich dann selbsttätig auf diesem hält.

    [0026] Der Gestellträger 110, 111 kann im Bereich des Behälters 17 mit einer Mehrzahl von in einem bestimmten Abstand zuein­ander befindlichen Löchern 20 versehen sein, in die ein Be­festigungselement 19 über einen entsprechend ausgebildeten Stift 21, vgl. Figur 6, lösbar eingreift. Der Stift 21 ist auf beliebige Weise mit dem Befestigungselement 19, bei­spielsweise durch Klebung oder durch eine Schraubverbindung, verbunden. Der Behälter 17 ist wiederum mit den Befesti­gungselementen, bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel vier Befestigungselementen, auf beliebige Weise fest ver­bunden.

    [0027] Grundsätzlich kann der Behälter 17 mit der Liege 10 an einem beliebigen Ort am Gestell 11 befestigt sein. Es hat sich je­doch gezeigt, daß es für den Benutzer der Liege 10 vorteil­haft ist, den Behälter 17 unmittelbar dort am Gestell 11 an­zuordnen, wo der Kopf des Benutzers zu liegen kommt. Dadurch ist auch eine unmittelbare Überwachung des Behälters, bei­spielsweise während des Schlafens und Ruhens des Benutzers, möglich. Die Notwendigkeit der Verschiebbarkeit des Behäl­ters 17 relativ zum Gestell 11 ist grundsätzlich nur dann nötig, wenn die Liege 10, wie schon erwähnt, eine Kopfstütze 18 aufweist, da durch die Verstellmechanik der Kopfstütze 18, insbesondere durch die Stützstreben der Kopfstütze 18 zum Gestell 11, die verschiedene Stellungen zum Gestell ein­nehmen kann, eine unterschiedliche Positionierung des Behäl­ters 17 nötig ist.

    [0028] Der Behälter 17 kann grundsätzlich aus einem beliebig ge­formten Behälter bestehen, er besteht jedoch vorzugsweise gemäß der Darstellung in den Figuren aus zwei ineinander verschachtelbaren Teilschalen 22, 23, die zum Transport der Liege 10 einfach zusammengeschoben werden, vgl. die Darstel­ lung von Figur 2. Zu diesem Zweck weist eine der Teilschalen 22, 23 zwei im wesentlichen in das Behälterinnere hinein­stehende Führungsstifte auf, die zu beiden Seiten des Behäl­ters angeordnet sind, während die andere Teilschale zwei Langlochführungen 230 aufweist, die ebenfalls zu beiden Sei­ten dieser Teilschale ausgebildet sind. Die Stifte 220 grei­fen in die ertsprechend ausgebildeten und positionierten Langlochführungen 230 der anderen Teilschale. Auf diese Wei­se können zwar die beiden Teilschalen 22, 23 ineinander zu­sammengeschoben und auseinandergezogen werden, beispiels­weise in eine Endstellung, wie sie in der Figur 1 darge­stellt ist, die beiden Teilschalen 22, 23 können jedoch nicht ohne weiteres voneinander getrennt werden, so daß im Behälter aufbewahrte Wertgegenstände während des Ruhens sicher verschlossen werden können, wenn beispielsweise der Behälter mit einem verschließbaren Deckel versehen ist, der ggf. mit einem gesonderten Schloß verschlossen werden kann.

    [0029] Vorzugsweise kann die Liege 10 mit einer hier nicht darge­stellten Sicherungseinrichtung versehen sein, die beispiels­weise ein akustisches und/oder optisches Signal liefert, wenn die Liege vom Untergrund 24 durch Unbefugte angehoben wird.

    [0030] Zum Transport der Liege 10 kann beispielsweise die Führung 14 bzw. können die Führungselemente 15, 16 und ebenfalls der Sonnenschutz 13 im Behälter 17 transportiert werden, wenn beispielsweise die Führungselemente 15, 16 in Form von tele­skopartig verschiebbarer Stangen oder auseinandernehmbarer Stangen ausgebildet sind, die dann eine entsprechende Teil­länge haben, daß sie im Behälter 17 untergebracht werden können. Der Sonnenschutz 13 selbst kann auch aus beliebi­gem geeigneten Werkstoff bestehen, beispielsweise aus einem Gewebematerial oder auch aus einem Kunststoffmaterial oder aus Kombinationen dieser Materialien, um beispielsweise den Sonnenschutz 13 auch als kurzfristigen Schutz vor Regen nut­zen zu können. Auch ist die Länge des Sonnenschutzes 13 be­ liebig wählbar, wobei darauf hingewiesen ist, daß die Dar­stellung in den Figuren einen verhältnismäßig kurzen Sonnen­schutz 13 zeigt, der zwischen den Führungselementen 15, 16 durch Abstandshalter 140, 141 auf gleichen Abstand gehalten, verschiebbar ist.

    [0031] Das Gestell 11 und/oder die Führung 14 besteht aus rohrför­migem Profil, um bei hoher Liegenstabilität ein geringes Gesamtgewicht zu erhalten. Das Gestell 11 und/oder die Führung 14 kann aus Metall bestehen, sie kann jedoch auch aus geeignet ausgewähltem Kunststoff bestehen oder auch aus beliebigen geeigneten Kombinationen dieser Werkstoffe. Auch der Behälter 17, der gemäß der dargestellten Ausführungsform gitterförmig ausgebildet ist, kann aus beliebigem Werkstoff, beispielsweise aus Metall oder Kunststoff oder auch aus Kombinationen dieser Werkstoffe bestehen.

    Bezugszeichenliste



    [0032] 10 Liege
    11 Gestell
    110 Gestellträger
    111 Gestellträger
    12 Ruhefläche
    13 Sonnenschutz
    14 Führung
    140 Abstandshalter
    141 Abstandshalter
    15 Führungselement
    16 Führungselement
    150 Führungselementende
    151 Führungselementende
    160 Führungselementende
    161 Führungselementende
    152 Achse
    153 Achse
    162 Achse
    163 Achse
    154 Führungshalter
    155 Führungshalter
    164 Führungshalter
    165 Führungshalter
    17 Behälter
    18 Kopfstütze
    19 Befestigungselement
    20 Löcher
    21 Stift
    22 Teilschale
    220 Stift
    23 Teilschale
    230 Langlochführung
    24 Untergrund
    25 Pfeil



    Ansprüche

    1. Liege, insbesondere transportable Liege, zum Ruhen, mit einem Gestell und einer zwischen dem Gestell aufgespannten Ruhefläche, dadurch gekennzeichnet, daß im wesentlichen oberhalb der Ruhefläche (12) ein Sonnenschutz (13) angeord­net ist.
     
    2. Liege nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Sonnenschutz (13) an einer am Gestell (11) der Liege (10) befestigbaren Führung (14) verschiebbar angeordnet ist.
     
    3. Liege nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Führung (14) aus zwei stangenförmigen Führungselementen (15, 16) besteht, zwischen denen der Sonnenschutz (13) verschieb­bar aufgespannt ist.
     
    4. Liege nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungselemente (15, 16) biegbar ausgebildet sind und je­weils mit ihren vorderen und hinteren Enden (150, 151; 160, 161) am Gestell (11) im wesentlichen vorn und hinten lösbar befestigt sind.
     
    5. Liege nach einem oder mehreren der Ansprüche 2 bis 4, da­durch gekennzeichnet, daß am Gestell (11) im wesentlichen um eine horizontale Achse (152, 153; 162, 163) schwenkbare Füh­rungshalter (154, 155; 164, 165) vorgesehen sind.
     
    6. Liege nach einem oder mehreren der Ansprüche 2 bis 5, da­durch gekennzeichnet, daß im Gestell (11) im wesentlichen unterhalb der Ruhefläche (12) ein Behälter (17) angeordnet ist.
     
    7. Liege nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Behälter (17) in einem Bereich unterhalb einer relativ zur Ruhefläche (12) verstellbaren Kopfstütze (18) angeordnet ist, wobei der Behälter (17) relativ zum Gestell (11) ver­schiebbar ist.
     
    8. Liege nach einem oder beiden der Ansprüche 6 oder 7, da­durch gekennzeichnet, daß der Behälter (17) eine Mehrzahl von Befestigungselementen (19) aufweist, mit denen dieser am Gestell (11) lösbar befestigt ist.
     
    9. Liege nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Gestell (11) im Bereich des Behälters (17) eine Mehrzahl von im wesentlichen gleich zueinander beabstandeten Löchern (20) aufweist, in die ein Befestigungselement (19) über einen entsprechend ausgebildeten Stift (21) lösbar eingreift.
     
    10. Liege nach einem oder mehreren der Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Behälter (17) aus wenigstens zwei Teilschalen (22, 23) besteht, die ineinander verschach­telbar sind.
     
    11. Liege nach einem oder mehreren der Ansprüche 2 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß das Gestell (11) und/oder die Führung (14) aus rohrförmigem Profil besteht.
     
    12. Liege nach einem oder mehreren der Ansprüche 2 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß das Gestell (11) und/oder die Führung (14) aus Metall besteht.
     
    13. Liege nach einem oder mehreren der Ansprüche 2 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß das Gestell (11) und/oder die Führung (14) aus Kunststoff besteht.
     
    14. Liege nach einem oder mehreren der Ansprüche 6 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß der Behälter (17) aus gitterför­migem metallischem Werkstoff besteht.
     




    Zeichnung










    Recherchenbericht