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(11) |
EP 0 175 072 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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17.08.1988 Patentblatt 1988/33 |
| (22) |
Anmeldetag: 28.06.1985 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)4: B65H 54/80 |
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Kannenstock
Can coiler
Tête enrouleuse pour pot de filature
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE FR GB IT LI NL SE |
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Priorität: |
18.09.1984 DE 3434228
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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26.03.1986 Patentblatt 1986/13 |
| (73) |
Patentinhaber: ALBERT ROSINK, MASCHINENBAU NORDHORN |
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D-4460 Nordhorn (DE) |
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Erfinder: |
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- Rosink, Albert
verstorben (DE)
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Entgegenhaltungen: :
CH-A- 629 455 DE-B- 2 260 131 DE-B- 2 801 010
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CH-A- 639 628 DE-B- 2 444 020 GB-A- 931 970
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Kannenstock mit kopfseitiger Lunteneintrittsöffnung,
welche in einem Drehteller angeordnet und von Kalanderwalzen flankiert ist, deren
Antrieb aus der Drehbewegung des Drehtellers im Kannenstock abgeleitet ist, wobei
der Kalanderwalzen-Antrieb als Riementrieb gestaltet ist.
[0002] Ein Kannenstock dieser Art ist aus der DE-B-2 801 010 bekannt. Dort wird der Riemen
über die Außenfläche eines zentral liegenden ortsfesten Riemenrades geführt. Zur Sicherung
der Friktionsanlage sind besondere Kraftspeicher eingesetzt, die den endlosen Riemen
strammziehen. Die entsprechende Zuordnung führt dazu, daß die restlichen Riemenscheiben,
Kalanderwalzen etc. praktisch in der einen Drehtellerhälfte zusammenliegen. Das kann
zu einer gewissen Unwucht Anlaß geben, so daß der gewünschte ruhige Lauf problematisch
wird.
[0003] Aufgabe der Erfindung ist es, einen gattungsgemäßen Kannenstock in herstellungtechnisch
einfacher, gebrauchsvorteilhafter Weise so auszubilden, daß bei ruhigem Lauf ein Friktionsantrieb
erreicht wird, dessen Abgriff nicht vom Riemen selbst sondern in günstiger Weise mittelbar
erfolgt.
[0004] Gelöst ist diese Aufgabe durch die im Anspruch 1 angegebene Erfindung.
[0005] Die Unteransprüche sind vorteilhafte Weiterbildungen des erfindungsgemäßen Kannenstocks.
[0006] Zufolge solcher Ausgestaltung ist ein gattungsgemäßer Kannenstock von erhöhtem Gebrauchswert
erzielt :
[0007] Unter Nutzung der geräuscharmen Arbeitsweise eines entsprechenden Riementriebs erfolgt
der Abgriff in für den Riementrieb selbst schonendster Weise sowie optimaler Gewichtsverteilung
der gesamten riemenführenden Mechanik einfach durch Einsatz eines in Anlagestellung
zu einer Innen-Ringfläche des Kannenstockkopfes verlagerbaren Reibrades. Letzteres
greift die optimal längste ortsfeste Laufstrecke ab. Man ist in der Zuordnungsweise
räumlich gesehen freier, da das Zentrum nicht wie beim Stand der Technik durch ein
Riemenrad besetzt ist. Dieser Bereich kann vielmehr in günstiger Weise als Umlenkzone
für den Riementrieb genutzt werden. Das Reibrad ist von der Riemenspannung in Anlagerichtung
belastet. Das ermöglicht eine hohe Rotationsrate. d. h. Hochgeschwindigkeitsumlauf,
ohne den Kontakt mit der Innenfläche zu verlieren. Sogar die Fliehkraft läßt sich
mit nutzen. Es bedarf keiner besonderen Andrückmittel bzw. zusätzlicher Bauteile.
Die Führungsausrichtung des Riemens selbst führt zu dem besagten Andrückeffekt in
Richtung der Ringfläche. Eine in dieser Hinsicht besonders vorteilhafte, vor allem
baulich einfache Lösung besteht darin, daß die Achse des Reibrades auf einem näher
am Mittelpunkt des Drehtellers angelenkten, also exzentrisch gelagerten Lenker sitzt,
der spitzwinklig zur Radialen des Drehtellers verläuft. Hierbei läßt sich sogar die
Fliehkraft als zweite Komponente in Andrückrichtung nutzen. Die entsprechend spitzwinklige
Ausrichtung zur Radialen schließt ein Überschlagen des Lenkers in Gegenrichtung völlig
aus, dies auch zufolge der genutzten Riemenspannung in Anlagerichtung. Es liegt ein
sicherer Schlepplauf vor. Bezüglich der den Riemen führenden Mittel wird in vorteilhafter
Weise so vorgegangen, daß der Riemen des Riementriebs zusätzlich zu einer Riemenscheibe
des Reibrades sechs weitere Umlenkscheiben umschlingt, von denen eine im Mittelpunkt
des Drehteller, zwei in Umfangsnähe etwa auf der Verbindungsgeraden der drei restlichen
Riemenscheiben sitzen, welch letztere auf parallel zur Tellerebene gelagerten Achsen
angeordnet sind derart, daß zwei Riemenscheiben beiderseits der auf der einen Kalanderachse
sitzenden Riemenscheibe liegen. Insgesamt ergibt sich so unter Nutzung des Tellerinnenraumes
eine günstige, etwa gleichseitig dreipunktverteilte Umlenkung für den Riemen. Dabei
erweist es sich zudem als günstig, daß die Kalanderwalzen dem Reibrad diametral gegenüberliegenden.
Eine geschützte Unterbringung der Riementriebmittel läßt sich dadurch realisieren,
daß der Drehteller topfförmig gestaltet ist. Eine gute Verdichtung der Lunte im Verein
mit einer hochgradigen Glättung läßt sich mit einfachen Mitteln erreichen, wenn zwischen
Topfboden und Kalanderwalzen ein Lunten-Führungsröhrchen vorgesehen ist, dessen Innenöffnung
sich unterseitig in einen winkelförmig verlaufenden, als Auskehlung der Topfboden-Unterseite
gestalteten Glättschlitz fortsetzt. Abstehende Fasern der Lunte sind vermieden. Die
von Hause aus sperrige, relativ breite Lunte wird durch den Glättschlitz im Volumen
deutlich reduziert. Es kommt zu einer zufriedenstellenden Kuchenbildung in der Kanne,
zweckmäßig in Form einer ringförmig fortschreitenden wendelförmigen Ablage. Unter
Nutzung der Fliehkraft läßt sich auch das Problem der Entstaubung einfachst lösen,
indem der Drehteller im Bereich der Topfwand, nahe den Kalanderwalzen, mindestens
eine auswärts gerichtete Staubausblasöffnung besitzt und im Deckel des topfförmigen
Drehtellers, näher zur Mitte desselben hin, mindestens eine Lufteinlaßöffnung vorgesehen
ist. Der anfallende Staub wird so fortwährend evakuiert ; es kommt nicht zu den Riemenlauf
störenden Ablagerung an den treibenden bzw. führenden Elementen. Die Maschine arbeitet
einwandfrei. Dabei ist es noch von Vorteil, daß die Staubausblasöffnung unterhalb
der Ringfläche des Kannenstockkopfes mündet und sich in einen bis zur Kannenstock-
Seitenwand reichenden Ausblaskanal fortsetzt. Das Entfernen der Staub- bzw. Flusenballen
kann bei laufender Maschine durchgeführt werden und läßt sich leicht bewerkstelligen
durch eine Staubentnahmeöffnung in der oberen Kanalwand.
[0008] Der Gegenstand der Erfindung ist nachstehend anhand eines zeichnerisch veranschaulichten
Ausführungsbeispieles näher erläutert. Es zeigt :
Fig. 1 einen paarig angeordneten Kannenstock für Karden, Krempel oder Kämmaschinen,
und zwar in perspektivischer Wiedergabe,
Fig. 2 einen Vertikalschnitt durch den Kannenstockkopf, und zwar in weitestgehend
schematisierter Darstellung und partieller Wiedergabe,
Fig. 3 einen gleichen Schnitt, jedoch unter vorrangiger Aufnahme technischer Details,
Fig. 4 die Draufsicht auf den den Riementrieb aufnehmenden, topfförmigen Drehteller
bei weggelassenem Deckel und wiederum in weitestgehend schematisierter Darstellung,
Fig. 5 den Luntenweg im Bereich der Kalanderwalzen,
Fig. 6 den Schnitt gemäß Linie VI-VI in Fig. 5,
Fig. 7 die Struktur der in der Kanne praktisch planetarisch abgelegten Lunte, und
zwar in Draufsicht,
Fig. 8 die Draufsicht auf den rechten Kannenstock unter Verdeutlichung der Mittel
zur Entstaubung des topfförmigen Drehtellers, wiederum stark schematisiert.
[0009] Dem paarig angeordneten Kannenstock für Karden, Krempel oder Kämmaschinen läuft eine
Lunte L zu. Bezüglich der Lunte handelt es sich um ein Gespinst aus Baumwolle, Wolle
oder synthetischen Fasern.
[0010] Die Lunte L tritt rollengeführt über Kopf durch eine Düse 1 hindurch in den Kannenstockkopf
10 ein. Die vertikal ausgerichtete Düse 1 erstreckt sich im Randbereich eines topfförmigen
Drehtellers 11. Der eingangsseitige Bereich der Düse erweitert sich trichterförmig.
Der Düsenmund reicht bis tief in den Zwickel zweier Kalanderwalzen 16, welche die
Lunte einziehen und dazu in der aus Fig. 5 ersichtlichen Pfeilrichtung synchron angetrieben
sind.
[0011] Unterhalb der beiden Kalanderwalzen 16 wird die eingeführte Lunte L durch die Innenöffnung
eines kleinen Führungsröhrchen 9 hindurch zunächst in vertikaler Richtung nach unten
geschoben. Das Führungsröhrchen 9 erstreckt sich ebenfalls bis tief in den zwickelartigen
[0012] Bereich zwischen den Kalanderwalzen 16 und dem Topfboden 11' des Drehtellers. In
Anpassung an die zylindrische Kalanderwalzen-Kontur ist das obere Ende des Führungsröhrchens
entsprechend ausgekehlt (vergl. Fig. 2).
[0013] Die Innenöffnung des Röhrchens setzt sich im wesentlichen querschnittsgleich bzw.
etwas durchmessergrößer durch den Topfboden 11' des Drehtellers 11 hindurch fort,
um in einen winkelförmig abgehenden, eine Auskehlung bildenden Glättschlitz 17 überzugehen.
Letzterer ist als zur Topfboden-Unterseite hin, also zur Kannenseite hin offene Auskehlung
gestaltet. Der richtungsmäßig ein Nachschleppen bringende Glättschlitz verdichtet
die Lunte, d. h. sie wird in ihrem Volumen verkleinert und geglättet. Der Glättschlitz
läuft unter kontinuierlicher Verringerung seiner Tiefe auf der Unterseite des Topfbodens
11 schließlich aus, d. h. er keilt aus. Bei den bisherigen Luntenführungen unterhalb
der Kalanderwalzen wurde die Lunte voluminös weitergeleitet und durch einen großen
Trichterauslauf abgelegt. Die große Bohrung in einem dafür vorgesehenen Drehtrichter
verursachte beim Pressen nicht selten eine Beschädigung der Lunte. Jetzt wird die
Lunte L beim Pressen der abgelegten Ablagen schonend durch den Glättschlitz 17 gezogen
und als Kuchen in der Kanne in der aus Fig. 7 ersichtlichen Weise in einem wendelförmigen
Ringstrang abgelegt. Erreicht wird diese Ablageart durch den exzentrischen Luntenaustritt
an der Unterseite des Drehtellers 11 und dadurch, daß die Kanne selbst rotierend angetrieben
ist. Die Kanne sitzt dazu auf einer im Sockelbereich des Kannenstockes K gelagerten,
in der horizontalen Ebene rotierenden Drehscheibe. Deren Getriebe versetzt über eine
Antriebsscheibe 23 den im Kannenstockkopf 10 gelagerten Drehteller 11 in Rotation.
Dessen Vertikalachse liegt exzentrisch zur Kannenachse. Als Antriebsmittel dient ein
Riemen 24. Letzterer überläuft einen Lagerring 25 des Drehtellerlagers. Der Lagerring
geht von einem Ringflansch 26 aus. Letzterer sitzt peripher an der Topfwand 11" des
Drehtellers 11.
[0014] Der Antrieb der Kalanderwalzen 16 ist aus der Drehbewegung des Drehtellers 11 abgeleitet.
Realisiert ist dieser Antrieb als Riementrieb. Die ihn bildenden Elemente sind einschl.
der Kalanderwalzen 16 im Topfraum des Drehtellers, der noch von einem Deckel 26 überfangen
ist, geschützt untergebracht.
[0015] Der Abgriff der Drehbewegung erfolgt über ein Reibrad 13. Letzteres wälzt sich an
der Ringfläche 18' eines ortsfest im Kannenstockkopf 10 angeordneten Ringkörpers 18
ab. Diese innenseitige Ringfläche 18' erstreckt sich konzentrisch zum sich von oben
her in die Ringhöhlung erstreckenden Drehtellers 11. Zum freien Durchtritt des Reibrades
13 weist die Topfwand 11" des Drehtellers 11 im Bereich des Ringkörpers 18 eine fensterartige
Durchbrechung 27 auf. Der die zylindrische Mantelfläche der Topfwand 11" etwas überragende
Umfangsbereich des Reibrades 13 kann so in die berührungsgerechte Anlagestellung verlagert
bzw. nachgestellt werden. Die eigentliche Lauffläche des Reibrades 13 wird von einem
Gummi- oder Kunststoffkörper gebildet. Dieser ist auf eine hutförmige Felge 28 des
Reibrades 13 von oben her aufgesteckt und durch einen nachgeschobenen Schlußring 29
über beide Teile verbindende, den Gummikörper durchsetzende Schrauben 30 gesichert.
[0016] Die der Ringfläche 18' des Ringkörpers 18 gegenüberliegende Ringaußenfläche 18" nimmt
ein Drahtringlager 31 auf, über welches der Drehteller 11 mittels des Lagerringes
25 seine Lagerung im Kannenstockkopf 10 erhält.
[0017] Das Reibrad 13 ist von der Riemenspannung in Anlagerichtung belastet. Dazu ist der
Riemenlauf entsprechend ausgerichtet (vergl. Fig. 4). Wie ersichtlich, sitzt das Reibrad
13 zudem auf dem freien Ende eines exzentrisch gelagerten Lenkers 14. Letzterer schwenkt
um eine Achse 19. Die Achse 19 geht vom Topfboden 11' aus, in welchem sie festgelegt
ist. Die das Reibrad tragende Schwenkachse trägt das Bezugszeichen 32. Sie ist nach
oben verlängert zur Anbringung der die Drehung des Reibrades 13 an dem Treibriemen
5 weitergebenden Riemenscheibe 6. Letztere ist mittels Schrauben 33 am Radkörper (Felge
28) des Reibrades 13 gehaltert. Durch die Hutform der Felge 28 ist Platz gewonnen
für die in den nach unten hin offenen Topfraum hineinreichende Lenkerachse 19.
[0018] Der Lenker 14 erstreckt sich spitzwinklig (Winkel Alpha von 20°) zur Radialen R des
Drehtellers 11. Dies bietet eine zusätzliche Sicherheit in Bezug auf die Reibradanlage.
Hinzu kommt eine aus der Fliehkraft resultierende Andrückkomponente in Richtung des
Pfeiles Fz. Die aus der Riemenspannung gewonnene Komponente ist durch Fr bezeichnet
(vergl. Fig. 4).
[0019] Zusätzlich zur Riemenscheibe 6 des Reibrades 13 umfaßt der Riementrieb sechs weitere
Umlenk-Riemenscheiben. Eine davon -sie ist mit 4 bezeichnet- erstreckt sich im Mittelpunkt
M des Drehtellers 11. Zwei sind, wie auch die Riemenscheibe 6 in Umfangsnähe des Drehtellers
angeordnet. Sie liegen leicht versetzt außerhalb der in Fig. 4 eingezeichneten Diametralen
D-D, und zwar auf der der Reibrad 13 abgewandten Seite desselben. Diese beiden im
Durchmesser gleichen Riemenscheiben sind mit 3 bezeichnet. In der auf kürzestem Wege
verbundenen kalanderwalzenseitigen Tangenten dieser beiden Riemenscheiben 3, also
auf der Verbindungsgeraden z-z liegen die drei restlichen Riemenscheiben 34, 34 und
12, die auf parallel zur Drehtellerebene liegenden Achsen angeordnet sind derart,
daß zwei Riemenscheiben 34, 34 beiderseits der auf der einen Kalanderachse 16' sitzende
Riemenscheibe 12 liegen. Die Achsen der so um 90°, also in die Vertikale gekippten
Scheiben 12, 34, 34 liegen gemäß Fig. 2 auf einer gemeinsamen Höhenebene. Es kommt
so zu einer V-förmigen Einfaltung des dortigen Riemenabschnitts und optimalen schlupffreien
Führung des Flachriemens 5. Zur Vergrößerung dieser Einfaltung liegt die Riemenscheibe
12 gemäß Fig. 3 sogar noch etwas tiefer.
[0020] Die entsprechende Verdrehung des Flachriemens um 90° läßt sich aus den Fig. 2 und
4 gut erkennen.
[0021] Nahe der Kalanderwalzen 16 weist die Topfwand 11' des Drehtellers 11 mindestens eine
auswärts gerichtete Staubausblasöffnung 8 auf. Es handelt sich um einen kurzen im
Übergangsbereich von Topfboden 11' zu Topfwand 11" liegenden, im Winkel von ca. 45°
schräg nach unten und außen abfallenden Schlitz. Der in diesem Bereich anfallende
Staub oder sonstige Partikel werden so auf kürzestem Wege über diese eine natürliche
Fangzone bildenden Innenecke evakuiert, und zwar einfach unter Nutzung der Fliehkraft.
In unmittelbarer Nähe der Düse 1 und der Kalanderwalzen 16 weist der Deckel 26 des
topfförmigen Drehtellers 11 etwas näher zur Mitte desselben hin eine Lufteinlaßöffnung
2 auf. Auch diese ist in Art eines kurzen Schlitzes gestaltet. So ist vermieden, daß
Staubpartikel, Fasern etc. in den Bereich des Riementriebs gelangen.
[0022] Wie Fig. 2 entnehmbar, mündet die Staubausblasöffnung 8 unterhalb der Ringfläche
18 des Kannenstockkopfes 10. Dieser horizontale Durchtrittsspalt unterhalb des Ringkörpers
18 trägt das Bezugszeichen 181/1. Er ist zufolge kurzer Unterbrechung eines diesen
Ringkörper tragenden Steges 15', welcher Steg dem Boden 15 des Kannenstockkopfes gleich
angeformt sein kann.
[0023] Der Durchtrittsspalt 181/1 setzt sich sodann in einen in Richtung der Kannenstockseitenwand
weisenden Ausblaskanal 36 fort. Dessen obere Kanalwand läßt eine Staubentnahmeöffnung
21 frei. Letztere kann deckelverschlossen sein.
[0024] Die Funktion ist, kurz zusammengefaßt, wie folgt : Über einen nicht näher dargestellten
Antriebsgetriebe wird die im Bereich des Kannenstockkopfes 10 liegende Schneckenwelle
37 in Rotation versetzt. Über ein in diese eingreifendes Schneckenrad 38, und ein
axial anschließendes Stirnrad 38' wird eine vertikale Spindel 39 in Drehung versetzt,
die über eine Scheibe und einen Riementrieb die bodenseitig des Kannenstockes zentral
angeordnete, die Kanne aufnehmende Drehscheibe in Rotation versetzt. Über die gleiche
Schneckenwelle 37 erfolgt über einen Kegelrad-Winkeltrieb der Antrieb der Antriebsscheibe
23, welche den Drehteller 11 in Rotation versetzt. Dessen Umlaufrichtung ist durch
Pfeil x in Fig. 4 kenntlich gemacht. Das unter Spannung zufolge Riemenzug und Fliehkraft
an der Ringfläche 18' anliegende Reibrad 13 rollt sich in Pfeilrichtung y ab und überträgt
somit die benötigte Drehzahl mittels der Riemenscheibe 6 auf den Flachriemen 5, welcher,
über die sechs weiteren Umlenkscheiben, schließlich die Kalanderwalzen 16 in der aus
Fig. 3 ersichtlichen Pfeilrichtung in Drehung versetzt.
[0025] Die zulaufende Lunte L wird durch die Düse 1 eingezogen, hier und im nachfolgenden
Walzenbereich stark komprimiert. Von dort wird sie durch das Führungsröhrchen 9 geschoben,
um über den Glättschlitz 17 in den Kannenraum einzutreten. Der anfallende Staub verläßt
den Kalanderwalzenbereich fliehkraftunterstützt durch die Staubausblasöffnung 8, um
schließlich in den Ausblaskanal 36 zu gelangen. Dort kann er über die Öffnung 21 ausgebracht,
oder über eine öfter in der Kannenstock-Seitenwand gleich ausgeblasen werden.
1. Kannenstock mit kopfseitiger Lunteneintrittsöffnung, welche in einem Drehteller
(11) angeordnet und von Kalanderwalzen (16) flankiert ist, deren Antrieb aus der Drehbewegung
des Drehtellers im Kannenstock abgeleitet ist, wobei der Kalanderwalzen-Antrieb als
Riementrieb gestaltet ist, gekennzeichnet durch ein in Anlagestellung zu einer Innen-Ringfläche
(18') des Kannenstockkopfes (10) verlagerbares Reibrad (13), welches von der Riemenspannung
in Anlagerichtung belastet ist und auf dessen Achse eine der Riemenscheiben sitzt.
2. Kannenstock nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet. daß die Achse (32) des Reibrades
(13) auf einem näher am Mittelpunkt (M) des Drehtellers (11) angelenkten Lenker (14)
sitzt, der spitzwinklig (Winkel Alpha) zur Radialen (R) des Drehtellers (11) verläuft.
3. Kannenstock nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß der Riemen (5) des Riementriebes zusätzlich zu einer Riemenscheibe (6) des Reibrades
(13) sechs weitere Umlenk-Riemenscheiben (3, 3, 4, 12, 34, 34) umschlingt, von denen
eine (4) im Mittelpunkt (M) des Drehtellers (11) zwei (3, 3) in Umfangsnähe etwa auf
der Verbindungsgeraden (z-z) der drei restlichen Riemenscheiben (12, 34, 34) sitzen,
welche auf parallel zur Drehtellerebene gelagerten Achsen angeordnet sind derart,
daß zwei Riemenscheiben (34, 34) beiderseits der auf der einen Kalanderachse (16')
sitzenden Riemenscheibe (12) liegen.
4. Kannenstock nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Kalanderwalzen (16) im Reibrad (13) diametral gegenüberliegen (in Verlängerung
der Radialen R).
5. Kannenstock nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß der Drehteller (11) topfförmig gestaltet ist.
6. Kannenstock nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen Topfboden (11') des Drehtellers (11) und Kalanderwalzen (16) ein Lunten-Führungsröhrchen
(9) vorgesehen ist, dessen Innenöffnung sich unterseitig in einen winkelförmig verlaufenden,
als Auskehlung der Topfboden-Unterseite gestalteten Glättschlitz (17) fortsetzt.
7. Kannenstock nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß der Drehteller (11) im Bereich der Topfwand (11"), nahe den Kalanderwalzen (16),
mindestens eine auswärts gerichtete Staubausblasöffnung (8) besitzt und im Deckel
(26) des Drehtellers (11), näher zur Mitte desselben hin, mindestens eine Lufteinlaßöffnung
(2) vorgesehen ist (Fig. 2).
8. Kannenstock nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Staubausblasöffnung (8) unterhalb der Ringfläche (8') des Kannenstockkopfes
(10) mündet und sich in einen bis zur Kannenstockseitenwand reichenden Ausblaskanal
(36) fortsetzt.
9. Kannenstock nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet
durch eine Staubentnahmeöffnung (21) in der oberen Ausblaskanalwand.
1. Can holder having a head-side sliver inlet opening which is arranged in a rotary
dish (11) and is flanked by calender rolls (16) whose drive is derived from the rotary
movement of the rotary dish in the can holder, the calender roll drive being designed
as a belt drive, characterized by a friction wheel (13) which can be displaced to
a contact position with respect to an inner annular surface (18') of the can holder
head (10), is loaded in the contact direction by the belt tension and on whose axle
one of the belt pulleys is seated.
2. Can holder according to Claim 1, characterized in that the axle (32) of the friction
wheel (13) is seated on a guide (14) which is articulated nearer to the centre point
(M) of the rotary dish (11) and extends at an acute angle (angle alpha) to the radial
line (R) of the rotary dish (11).
3. Can holder according to one or more of the preceding claims, characterized in that
the belt (5) of the belt drive, in addition to a belt pulley (6) of the friction wheel
(13), passes round six further deflection pulleys (3, 3, 4, 12, 34, 34), of which
one (4) is seated at the centre point (M) of the rotary dish (11), two (3, 3) are
seated in the region of the periphery approximately on the straight line (z-z) joining
the three remaining belt pulleys (12, 34, 34) which are arranged on axles mounted
parallel to the plane of the rotary dish such that two belt pulleys (34, 34) are located
on either side of the belt pulley (12) seated on one calender axle (16').
4. Can holder according to one or more of the preceding claims, characterized in that
the calender rolls (16) lie diametrically opposite in (sic) the friction wheel (13)
(as an extension of the radial line R).
5. Can holder according to one or more of the preceding claims, characterized in that
the rotary dish (11) is pot-shaped.
6. Can holder according to one or more of the preceding claims, characterized in that
a sliver guide tube (9) is provided between pot base (11') of the rotary dish (11)
and calender rolls (16), the inner opening of said guide tube continuing into a smoothing
slot (17) which extends angularly at the bottom and is designed as a groove in the
underside of the pot base.
7. Can holder according to one or more of the preceding claims, characterized in that
the rotary dish (11) has at least one outward-directed dust blow-out opening (8) in
the region of the pot wall (11"), near to the calender rolls (16), and in that at
least one air inlet opening (2) is provided in the lid (26) of the rotary dish (11),
nearer to the centre of the latter (Fig. 2).
8. Can holder according to one or more of the preceding claims, characterized in that
the dust blow-out opening (8) opens out below the annular surface (8') of the can
holder head (10) and continues into a blow-out channel (36) extending as far as the
side wall of the can holder.
9. Can holder according to one or more of the preceding claims, characterized by a
dust removal opening (21) in the upper wall of the blow-out channel.
1. Ensemble de pot de filature comportant une entrée de mèche du côté de la tête,
dans lequel le pot est disposé dans un plateau tournant (11) et est flanqué de rouleaux
de calandrage (16) dont l'entraînement provient du mouvement rotatif du plateau tournant,
l'entraînement des rouleaux de calandrage étant assuré par un système d'entraînement
à courroie, caractérisé par une roue de friction (13) qui peut être amenée en position
d'appui contre une surface intérieure (18') du pot (10), ladite roue de friction étant
sollicitée dans le sens d'appui par l'effet de la tension de la courroie, cependant
que son axe porte l'une des poulies.
2. Ensemble selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'axe (32) de la roue
de friction (13) est monté sur un bras (14) monté en pivotement près du centre (M)
du plateau tournant (11) et formant un angle aigu (angle alpha) avec la direction
radiale (R) du plateau tournant (11).
3. Ensemble selon une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé en
ce que la courroie d'entraînement (5) entoure, en plus de la poulie (6) de la roue
de friction (13), six autres poulies de renvoi (3, 3, 4, 12, 34, 34) dont une (4)
est montée au centre (M) du plateau tournant (11), deux (3, 3) sont montées à proximité
de la périphérie, approximativement sur la droite (z-z) qui relie les trois poulies
restantes (12, 34, 34) qui sont disposées sur des axes parallèles au plan du plateau
tournant, de façon telle que deux poulies (34, 34) soient situées de part et d'autre
des poulies (12) montées sur un des axes (16') des rouleaux de calandrage.
4. Ensemble selon une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé en
ce que les rouleaux de calandrage (16) sont disposés de façon diamétralement opposés
à la roue de friction (13) (dans le prolongement de la ligne radiale R).
5. Ensemble selon une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé en
ce que le plateau tournant (11) présente une forme de boisseau.
6. Ensemble selon une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé en
ce qu'entre le fond (11') du plateau tournant (11) et les rouleaux de calandrage (16)
il est prévu un tube (9) de guide-mèche (9), dont l'ouverture intérieure se prolonge,
en bas, par une fente de lissage (17) formée par un évidement de la face inférieure
du fond dudit plateau.
7. Ensemble selon une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé par
le fait que le plateau tournant (11) possède dans la zone de la paroi du pot (11')
à proximité des rouleaux de calandrage (16), au moins une ouverture de soufflage de
poussière (8) dirigée vers l'extérieur et en ce que, dans le couvercle (26) du plateau
tournant (11), plus près du centre de ce dernier, on prévoit au moins une ouverture
d'arrivée d'air (2). (figure 2).
8. Ensemble selon une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé en
ce que l'ouverture de soufflage de poussière (8) débouche au-dessous de la surface
annulaire (8') du pot (10) et se prolonge par un canal de soufflage (36) qui s'étend
jusqu'à la paroi latérale du pot.
9. Ensemble selon une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé par
une ouverture d'évacuation de poussière (21) ménagée dans la paroi supérieure du canal
de soufflage de poussière.