[0001] Die Erfindung betrifft ein Material zum Einbau von Schienen von schienengebundenen
Fahrzeugen, gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Eingebettete Straßenbahnschienen sind z. B. durch die DE-C-6 36 589 bekanntgeworden.
Hier sind zwischen einer Unterbettung und einem Schienenfuß elastische Schichten unterschiedlicher
Elastizität vorgesehen. Als Zuschlagstoffe für das elastische Material sind Sand,
Zement und Kies vorgesehen. Das gleiche elastische Material wurde vorgeschlagen um
die Schiene seitlich gegen das angrenzende Pflaster im Hinblick auf Erschütterungs-
und damit Lärmemission zu isolieren.
[0003] Aus der DE-C-8 15 046 ist ein Verfahren zum Einbau einer Staßenbahnschiene und eine
eingebaute Straßenbahnschiene bekanntgeworden, bei dem zwischen dem Schienenfuß und
dem Unterbau eine Zwischenschicht aus sog. plastischem Beton aufgetragen wird. Dieser
plastische Beton besteht dabei aus bituminösen Bindemitteln höherer Viskosität und
Mineralmassen, die aus Split, Sand und Füllern bestehen.
[0004] Die CH-A-4 98 979 zeigt eine in ein Elastomer eingegossene Schiene. Um die Elastizität
des Elastomeres zu erhöhen wird es aufgeschäumt oder mit feinverteiltem Kork versehen.
[0005] Aus der FR-A-2125 747 kann ein Material zum Vermindern von Lärmemission entnommen
werden, welches aus einem Polyurethan und Kautschukpulver besteht.
[0006] In neuerer Zeit wird zur Herstellung von elastischen Unterfütterungen mit schwingungsdämpfenden
Eigenschaften ein lösungsmittelfreies, elastisch aushärtendes 2-Komponenten-System
auf Polyurethanbasis, z. B. ICOSIT (eingetragenes Warenzeichen) verwendet, dem Sand
zugegeben wird ; vgl. Prospekt der Lechler Chemie « Icosit KC 330/U vom Januar 1984,
in dem ein Material zum Einbau von Schienen gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1
beschrieben ist.
[0007] Um eine weitere Senkung der Schnellepegel bei Straßenbahnfahrbetrieb, - die sich
in Luftschallpegel innerhalb von Gebäuden ausdrücken -zu erreichen, können die Straßenbahnschienen
auf federnd gelagerten Betonplatten befestigt werden. Auch ist eine Abschirmung der
Gebäude durch sog. Erdschlitze möglich. Hierbei werden in einem Abstand von einem
zu schützenden Gebäude doppelte Schlitzwände angeordnet, wobei der Zwischenraum mit
einem weichen Material aufgefüllt werden muß. Die doppelten Schlitzwände müssen dabei
mehrere Meter unter die Fundamentunterkante reichen. Weiter ist eine Maßnahme zur
Dämpfung des Schnellepegels bekanntgeworden, bei denen der gesamte Bereich des zu
schützenden Gebäudes unterhalb der Erdoberfläche mit einer weichen Außenhaut verkleidet
wird. Mit den eben beschriebenen Maßnahmen lassen sich Pegelsenkungen zwischen 7 und
10 dB erreichen.
[0008] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Material zum Einbau von Schienen für
schienengebundene Fahrzeuge zu schaffen, mit dem es möglich ist, eine Verminderung
der Übertragung von Körperschall, - und damit des Störpegels -, der von diesen Fahrzeugen
ausgeht, zu erreichen und die Zerstörungsanfälligkeit des Dämm-Materials beim Reparaturschweißen
zu vermindern.
[0009] Diese Aufgabestellung wird durch den Gegenstand des kennzeichnenden Teils des Anspruchs
1 gelöst.
[0010] Die mit der Erfindung erzielbaren Vorteile bestehen insbesondere darin, daß auf einfache
Weise eine gegenüber dem Stand der Technik weitere Verminderung der Übertragung von
Erschütterungsemissionen erreicht wird, die von schienengebundenen Fahrzeugen ausgeht.
Der Materialkostenaufwand wird dabei verkleinert. Die Zerstörungsanfälligkeit des
Dämm-Materials beim Reparaturschweißen der Schienen wird weitgehend verhindert weiter
vermindert. Der Aufwand zur Verminderung der Erschütterungsimmission, z. B. in Gebäuden,
im Boden, kann wesentlich vermindert werden bzw. ganz entfallen.
[0011] Ein Ausführungsbeispiel ist in der Zeichnung dargestellt. Sie zeigt im Querschnitt
eine fertig eingegossene Schiene.
[0012] Zwischen einem Betonbett 1 und einem Fuß 2, z. B. einer Straßenbahnschiene 3, wird
auf bekannte Weise ein Zwischenraum 4 eingestellt. Links und rechts von der Schiene
3 werden in einem Abstand und parallel zu der Schiene 3 vertikale, wieder entfernbare
Verschalungen 6, 7 auf das Betonbett 1 aufgesetzt.
[0013] In die Zwischenräume zwischen Fuß 2 und Betonbett 1 und zwischen Verschalungen 6,
7 und der Schiene 3 wird eine Masse 8 gegossen. Diese Masse 8 besteht aus einem Gemisch
aus vorzugsweise einem lösungsmittelfreien, elastisch aushärtenden 2-Komponenten-System
9 auf Polyurethanbasis z. B. ICOSiT
* und eingeschlossenen Körnern 11. Die Körner 11 bestehen vorzugsweise aus gebranntem
Ton und weisen im Inneren eine Vielzahl von in sich geschlossenen kleinsten Luftzellen
auf (geblähter Ton). Die Außenhaut dieser Körner 11 ist gesintert. Die Körnung der
Körner 11 kann einen weiten Bereich, z. B. von 1 mm bis 20 mm, aufweisen. Das Mischungsverhältnis
(Volumenverhältnis) 2-Komponenten-System 9 zu Körnern 11 beträgt z. B. 4 : 1,
1. Material zum Einbau von Schienen (3) für schienengebundene Fahrzeuge, wobei dieses
Material zwischen einem üblichen Unterbau und/ oder einer Beipflasterung und der Schiene
(3) eingebracht wird und aus einer Mischung aus einem Kunststoff aus einem elastisch
aushärtenden 2- Komponenten-System (9) auf Polyurethanbasis und aus einem mineralischen
Zuschlagstoff besteht, dadurch gekennzeichnet, daß der mineralische Zuschlagstoff
aus Blähton- Körnern (11) besteht, die in ihrem Inneren eine Vielzahl von in sich
geschlossenen Zellen aufweisen.
2. Material nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Körner (11) mit einer
gesinterten Außenhaut versehen sind.
1. Material for installation of rails (3) used for rail-mounted vehicles, whereby
said material is brought between a conventional foundation and/or a pavement arranged
next to the rails and the rail (3) and is composed of a mixture of synthetic material
consisting of an elastically hardening out, 2-component system (9) on polyurethane
basis and a mineral additive, characterized in that said mineral additive consists
of granules of expanded clay (11) which have in their interior a plurality of cells
closed in themselves.
2. Material in accordance with claim 1, characterized in that said granules (11) have
a sintered outer skin.
1. Matériau pour l'installation de rails (3) destiné à des véhicules fonctionnant
à l'aide de rails, ce matériau étant placé entre une substructure usuelle et/ou un
pavage adjacent et le rail (3) ; il se compose d'un mélange de matière synthétique
et d'un système de deux composantes élastiquement durcissantes (9) sur base de polyuréthane
et d'un additif minéral caractérisé en ce que celui-ci se compose d'argile boursoufflée
(11) qui comporte en son sein une multitude de cellules fermées et avoisinées.
2. Matériau selon revendication 1 se caractérisant par le fait que l'argile boursoufflée
(11) a une peau extérieure frittée.