| (19) |
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(11) |
EP 0 180 590 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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17.08.1988 Patentblatt 1988/33 |
| (22) |
Anmeldetag: 04.04.1985 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC)4: B22D 39/04 |
| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/CH8500/055 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 8504/607 (24.10.1985 Gazette 1985/23) |
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| (54) |
VERFAHREN ZUR STEUERUNG DES WIEDERHOLTEN ABGIESSENS VON GIESSFORMEN UND GIESSANLAGE
PROCESS FOR CONTROLLING THE REPEATED FILLING OF MOULDS AND UNIT THEREFOR
PROCEDE DE COMMANDE DU REMPLISSAGE REPETE DE MOULES ET INSTALLATION APPROPRIEE
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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BE CH DE FR GB LI |
| (30) |
Priorität: |
10.04.1984 CH 1791/84
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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14.05.1986 Patentblatt 1986/20 |
| (73) |
Patentinhaber: Maschinenfabrik & Eisengiesserei
Ed. Mezger AG. |
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CH-3283 Kallnach (CH) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- MEZGER, Fritz
Muntelier (CH)
- BUSCH, Juan
CH-3274 Buehl (CH)
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| (74) |
Vertreter: Steiner, Martin et al |
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c/o AMMANN PATENTANWÄLTE AG BERN
Schwarztorstrasse 31 3001 Bern 3001 Bern (CH) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-A- 2 203 015 US-A- 3 599 835
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DE-A- 3 007 347 US-A- 3 818 971
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Steuerung des wiederholten Abgiessens
von Metall in Giessformen, gemäss dem Oberbegriff des Anspruchs 1 sowie eine Gießanlage
gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 18. Ein Verfahren und eine Gießanlage dieser Art
ist bekannt aus der US-A-3 007 347, wobei der Giessvorgang über das sich ändernde
Gewicht der Gießpfanne gesteuert wird.
[0002] Es ist in ähnlichem Zusammenhange auch bekannt, den Gewichtsverlauf der Giessform
zu erfassen (DE-A-3 007 347).
[0003] Beide bekannten Giessverfahren weisen jedoch Nachteile auf :
- Je nach der sich laufend ändernden Giessgeschwindigkeit ändert sich auch die Kraft,
welche durch die Vernichtung der kinetischen Fallenergie auf die Form wirkt, was somit
das Gewicht des vergossenen Metalls in nicht berechenbarem Ausmass verfälscht.
- Vor jedem Giessbeginn muss die Form angehoben, tariert und nach Giessende wieder
abgesetzt werden, was einige Sekunden dauert und zu Produktionsverlust an der Formanlage
führen kann.
- Bei Störungen an der Formanlage muss zum Leergiessen der Pfanne die Giesseinrichtung
oft um 10-15 Kasten verschoben werden, wodurch das erwähnte Verfahren unbrauchbar
wird.
- Herausspritzendes Metall beim Angiessen wird nicht kompensiert, ebenso überlaufendes
Metall.
- Das Formschluckvermögen kann sich in Abhängigkeit von Sandgasdurchlässigkeit, Gasentwicklung
durch Kerne, Giesstemperatur, Art des Füllvorganges, etc. bei gleichem Modell zeitweise
ändern.
- Es ist kein Feed-Back vorhanden, welches zeigt, ob der Ist-Gewichtsverlauf dem Soll-Gewichtsverlauf
entspricht, wodurch der Eingusstrichter leer werden und Schlacke in die Form eindringen
oder Eisen überlaufen kann, wodurch es auf der Form liegt und das Gewicht verfälscht.
Ein vollautomatisches Giessen ohne menschliche Ueberwachung ist hierbei nicht möglich.
[0004] Ziel der vorliegenden Erfindung ist es, höhere Sicherheit und damit eine weitergehende
Automation durch die Kombination eines gewichtsgeregelten Giessvorgangs durch Wiegen
des Giessbehälters und einer Niveaumessung im Eingusstrichter der Gießform durchzuführen.
Hierbei entstehen jedoch zusätzlich Probleme, indem beim Wägen z. B. einer kippbaren
Giesspfanne oder eines Giessofens in jedem Falle erhebliche Massenkräfte der bewegten
Anlageteile und/oder des bewegten Metalls auftreten, welche die Gewichtsmessung sehr
erschweren. Dabei treten diese Massenkräfte gerade dann auf, wenn eine optimale Steuerung
ohnehin besonders schwierig ist, nämlich beim Angiessen, eventuell auch am Ende des
Giessvorgangs. Der Unsicherheit der Steuerung in diesen Phasen kann Rechnung getragen
werden durch einen gross bemessenen Giesstrichter, was jedoch auch unerwünscht ist.
Die Erfindung zielt darauf hin, all diese Probleme zu bewältigen und eine optimale,
automatische Regelung des Giessvorgangs ohne Wägen der Form, mit kleinem Eingusstrichter
und unter Einhaltung der Restmenge von Metall im Eingusstrichter innerhalb enger Toleranzen
zu erreichen. Die Regelung des Giessvorgangs soll so optimiert werden, dass der Giesstrichter
immer gut gefüllt bleibt.
[0005] Der kennzeichnende Teil des Anspruchs 1 gibt die Lösung der gestellten Aufgabe an.
Es wird damit erreicht, dass beim Angiessen, eventuell auch am Ende des Giessvorgangs,
wo der ermittelte Gewichtsverlauf besonders stark durch Massenkräfte beeinflusst bzw.
verfälscht ist, der Giessvorgang unabhängig vom Gewicht gesteuert wird. Während des
zeitlich längsten Mittelteils des Giessvorgangs ermöglicht die gewichtsabhängige Steuerung
eine Optimierung der Bedingungen.
[0006] Das Eingreifen in die Steuerung beim Ueber- bzw. Unterschreiten bestimmter Grenzniveaus
im Giesstrichter unterstützt die gewichtsabhängige Steuerung ganz erheblich und erlaubt,
mit einem besonders kleinen Giesstrichter auszukommen. Dieser Feed-Back erlaubt ein
vollautomatisches Giessen ohne menschliche Ueberwachung.
[0007] Die Erfindung betrifft auch eine Giessanlage, welche ein besonders genaues Erfassen
des Gewichts bzw. der Gewichtsänderungen einer kippbaren Giesspfanne erlaubt. Sie
ist im Anspruch 18 beschrieben. In dieser Weise kann das tote mitzuwiegende Gewicht
praktisch auf dasjenige der Giesspfanne selbst reduziert werden. Das Giessen kann
auch sehr rationell erfolgen, denn es sind z. B. 10 Abgüsse aus einer Pfanne möglich,
und diese Pfanne kann durch eine Schnellwechselvorrichtung in kurzer Zeit ausgewechselt
werden.
[0008] Vorzugsweise ist die Giesspfanne bzw. Halter für dieselbe mittels der Kraftmessorgane
am Träger aufgehängt, und alle Kraftmessorgane weisen gleiche Länge auf, derart, dass
sie mit der Giesspfanne bzw. einem Halter für dieselbe und dem Träger ein Parallelogramm
bilden. Die Bewegungen des Trägers übertragen sich hierbei getreu an die Giesspfanne,
was eine zuverlässige Steuerung des Giessvorgangs erleichtert.
[0009] Die Erfindung wird nun anhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert, die in der
Zeichnung dargestellt sind.
Figur 1 zeigt schematisch eine erste Giessanlage,
Figur 2 zeigt Diagramme I bis IV zur Erläuterung des Giessvorgangs bei dieser Giessanlage,
und
Figuren 3 und 4 zeigen entsprechende Darstellungen einer zweiten Giessanlage.
Figur 1 zeigt schematisch die Giessform 1 mit dem Eingusstrichter 2 der sich senkrecht
unterhalb der Schnauze 3 der Giesspfanne 4 befindet. Die Giessschnauze 3 weist eine
kreisförmig gebogene Ausgussrinne auf, deren Krümmungszentrum mit dem Kreuz 3' bezeichnet
ist. Die Giesspfanne ist in einem rahmenförmigen Halter mit seitlichen Holmen 5 gehalten.
Die beiden Holme 5, von welchen in Fig. 1 der eine sichtbar ist, sind . mit je zwei
Kraftmessdosen 6 gelenkig verbunden. Die oberen Enden der Kraftmessdosen 6 sind gelenkig
mit einem Träger 7 verbunden, der um eine Achse 8 schwenkbar ist. Er kann mittels
eines Seilzugs 9 und einer Seilwinde 10 verschwenkt werden. Es könnten auch nur drei
Kraftmessdosen vorhanden sein, z. B. zwei an der Ausgusseite und eine hinter der Pfanne.
[0010] Die Seilwinde 10 kann mittels eines Motors 11 angetrieben werden, der durch einen
Mikroprozessor 12 steuerbar ist. Die Steuerung des Giessvorgangs kann mittels eines
Steuerhebels 13 erfolgen, der z. B. ein Potentiometer betätigt, das über einen AD-Wandler
des Mikroprozessors zugleich den Motor 11 zu steuern und das Programm einzuspeichern
erlaubt, wie noch zu erläutern ist. Ein zweiter Eingang des Mikroprozessors ist mit
den Messdosen 6 verbunden. Diese schematische Darstellung soll zeigen, dass in an
sich üblicher Weise die Signale der vier Messdosen 6 elektronisch addiert werden zu
einem Gewichtssignal, welches das Gewicht des Halters 5, der Giesspfanne 4 und der
darin befindlichen Schmelze mit hoher Genauigkeit angibt. Beim Motor kann es sich
um einen Gleichstrommotor handeln, der durch entsprechende Ausgangsinformationen des
Mikroprozessors vorwärts und rückwärts steuerbar ist. Es kann auch ein Schrittmotor
vorgesehen sein, der direkt durch digitale Ausgangssignale des Mikroprozessors steuerbar
ist. Eine schematisch angedeutete Sonde 14 gestattet, das Niveau des Metalls im Eingusstrichter
2 zu erfassen. Mit der Seilwinde 10 sind ein Tachogenerator 15 und ein Stellungsgeber
16 gekuppelt, die ebenfalls mit Eingängen des Mikroprozessors verbunden sind. Es ist
ferner ein Bildschirm 17 vorhanden, auf welchem z. B. bestimmte Kurvenverläufe sichtbar
gemacht werden können, wie noch eingehender erläutert wird. Die Elemente 15 und 16
können auch mit dem Motor 11 gekuppelt sein, und anstelle einer Seilwinde 10 kann
ein Kettenrad vorgesehen sein, über welches eine Kette gelegt ist.
[0011] Fig. 2 dient der Erläuterung der Vorgänge beim manuellen Giessen zur Vorgabe des
Giessprogramms und beim anschliessenden automatischen, durch den Mikroprozessor gesteuerten
Giessen. Dabei wird der Einfachheit halber vorderhand angenommen, es werde vorerst
ein einziger manueller Giessvorgang durchgesteuert und gespeichert. In Fig. 2 zeigen
das Diagramm I den zeitlichen Verlauf der Ausflussmenge von Metall in kg/s, Diagramm
II die Sollwertkurve des zeitlichen Anstiegs des vergossenen Metallgewichts in kg,
Diagramm 111 die Kippgeschwindigkeit Ap der Pfanne und Diagramm IV das durch die Messdosen
erfasste Pfannengewicht in kg, wobei alle Diagramme für einen Abguss gelten. Der erste
Giessvorgang oder Pilot-Giessvorgang wird mittels des Steuerhebels 13 manuell gesteuert.
Dabei wird die Pfanne anfänglich rasch vorwärtsgekippt um den Giessvorgang einzuleiten.
Im Zeitpunkt A beginnt Metall auszufliessen, und die Menge nimmt anfänglich rasch
zu bis zu einem Maximum, fällt dann langsam ab bis gegen Ende des Giessvorgangs und
fällt dann rasch auf Null wenn die Giesspfanne zur Beendigung des Giessvorgangs rasch
zurückgeschwenkt wird. Die Bewegungen des Trägers 7 werden hierbei getreu auf die
Giesspfanne übertragen. Die Kraftmessdosen, die mit den Träger 7 und dem Halter 5
ein Parallelogramm bilden, stehen immer senkrecht, so dass auch das Krümmungszentrum
3' der Rinne der Pfannenschnauze immer senkrecht unter der Schwenkachse 8 des Trägers
verbleibt. Die Kraftmessdosen 6 vermitteln nicht direkt den Verlauf der pro Zeiteinheit
vergossenen Menge, sondern das Gewicht der Pfanne. Anfänglich, wenn die Pfanne 4 gekippt
wird, ohne dass Schmelze ausfliesst, nimmt das scheinbare Gewicht vorübergehend infolge
der Massenkräfte beim Beschleunigen der Pfanne nach oben zu. Diagramm IV in Fig. 2
zeigt die Differenz zwischen dem zu Null angenommenen statischen Gewicht der Giesspfanne
vor dem Giessen und dem gemessenen Gewicht. Diese Darstellung der Differenz, die einer
Gewichtszunahme statt -abnahme der Pfanne entspricht, ist gewählt, um für die Diagramme
II und IV einen entsprechenden Verlauf zu erzielen.
[0012] Der Gewichtsverlauf gemäss Diagramm IV wird nun während des manuellen Giessvorgangs
durch den Mikroprozessor in dessen Speichern gespeichert, indem das gemessene Gewicht
z. B. in Intervallen von 1/10 s gespeichert wird. Gemäss dieser aufgenommenen, gespeicherten
Gewichts-Zeit-Funktion werden dann nachfolgende Giessvorgänge automatisch gesteuert,
indem eine Nachlaufsteuerung so erfolgt, dass die zeitliche Gewichtsabnahme der manuell
vorgegebenen entspricht, d. h. wenn in einem bestimmten Zeitpunkt das gemessene Gewicht
über dem für den betreffenden Zeitpunkt des Giessprogramms gespeicherten Gewicht liegt,
wird durch rascheres Kippen der Pfanne die pro Zeiteinheit vergossene Materialmenge
erhöht. Im umgekehrten Falle wird die Kippbewegung der Pfanne verlangsamt oder unterbrochen
oder aber die Pfanne wird zurückgekippt, wie in Diagramm 111 der Fig. 2 angedeutet
ist. Zu Beginn des Vorgangs muss die Pfanne gekippt werden, ohne dass Material ausfliesst,
derart, dass der Vorgang nicht gemäss der Gewichts-Zeitkurve, sondern durch ein vorgegebenes
willkürlich gewähltes Programm gesteuert wird. Desgleichen ist das Ende des Giessvorganges
nicht gewichtsabhängig, sondern durch Kombination mit einem Programmteil zu steuern.
[0013] Anhand der Fig. 2 soll nun nochmals die Programmsteuerung des Giessvorgangs erläutert
werden. Im Zeitpunkt Null jedes Giessvorgangs ist die Pfanne in genügend zurückgekippter
Lage in Ruhe. Das dabei erfasste Gewicht wird im Mikroprozessor genullt, d. h. als
Null angenommen, wie das Diagramm IV zeigt. Nach kurzer Zeit wird nun gemäss einem
fest vorgegebenen Programm die Pfanne innerhalb etwa 1 bis 2 s vorwärts gekippt (Diagramm
III), bis im Zeitpunkt A das Angiessen mit rasch zunehmender Ausflussmenge oder -Geschwindigkeit
beginnt. Immer noch gemäss fest vorgegebenem Programm wird dann die Kippbewegung der
Pfanne angehalten und die Pfanne verbleibt für kurze Zeit in der erreichten Stellung
(Diagramm III), bis zum Beginn B des Regelbereichs, d. h. des nach der Gewichts-Zeit-Kurve
gesteuerten Vorgangs. Grund für die Steuerung nach fest vorgegebenem Programm bis
zu diesem Zeitpunkt sind die in Diagramm IV angedeuteten Störungen der Gewichtsmessung
der Pfanne infolge der im Diagramm III veranschaulichten, raschen Beschleunigung und
Verzögerung der Kippbewegung der Giesspfanne.
[0014] Um einen möglichst genauen Gewichtsverlauf zu erreichen, ist eine exakte Zuordnung
des Zeitmassstabes unerlässlich. Der Nullpunkt darf nicht mit der Auslösung des Angiessens
zusammenfallen, sondern erst mit dem Ausfliessen des Eisens aus der Pfanne. Dieser
Nullpunkt wird fixiert, sobald eine optische Sonde den austretenden Strahl aus dem
Giessgefäss erfasst. Erst ab Zeitpunkt B kann mit einer von Massenkräften genügend
unabhängigen Gewichtsmessung gerechnet werden, die auch eine genaue gewichtsabhängige
Steuerung nach der Kurve in Diagramm II erlaubt. Diese Steuerung oder Regelung des
Kippwinkels der Giesspfanne erfolgt nun, wie in Diagramm 111 angedeutet, für den grössten
Teil des Giessvorgangs. Es ist dabei zu beachten, dass der Ze
itmassstab in Fig. 2 verzerrt ist, d. h. das gesteuerte Giessen dauert verhältnismässig
länger als die vor und nach demselben stattfindenden Vorgänge. Ist ein bestimmtes,
dem Füllgewicht der Form angepasstes Gewicht erreicht, was im Zeitpunkt C der Fall
sei, verbleibt vorerst die Giesspfanne in der erreichten Kippstellung, wie Diagramm
111 zeigt. Beim Erreichen einer weiteren vorgegebenen Gewichtsgrenze wird im Zeitpunkt
D die eigentliche Beendigung des Giessvorgangs durch rasches Zurückkippen der Giesspfanne
eingeleitet. Die Gewichte bei welchen die Pfanne angehalten und rückgekippt wird,
werden nach Durchführung des manuellen Giessvorgangs anhand von Erfahrungswerten eingegeben
oder mittels Mikroprozessor bestimmt, so dass am Ende des Giessvorgangs im Zeitpunkt
E möglichst genau die zum Füllen der Form erforderliche Metallmenge ausgeflossen ist.
Zum Programmieren des Mikroprozessors kann hierbei der Bildschirm 17 dienen, auf welchem
gewisse oder alle interessierenden Kurven abgebildet werden können. So kann insbesondere
aus den Kurven 1, II und IV der Verlauf des manuellen Giessens überprüft werden, und
die die Zeitpunkte C und D bestimmende Gewichte, gegebenenfalls auch entsprechende
Werte der Gewichtsabnahme nach Kurve I können bestimmt und eingegeben werden. Es sind
weitere Eingriffe in die gespeicherten Daten erforderlich oder möglich. Es hat sich
als erforderlich erwiesen, die gespeicherte Gewichts-Zeit-Kurve, die Schwankungen
aufweist wie Diagramm IV zeigt, zu glätten, und zu einer Kurve gemäss Diagramm 11
zu gelangen, womit Schwingungen bei der automatischen Steuerung vermieden werden.
Man kann aber weitere Korrekturen vornehmen, die sich aus der Erfahrung aufdrängen.
So hat z. B. erfahrungsgemäss der erste manuelle Abguss ein zu hohes Gewicht, indem
das Endniveau im Trichter zu hoch ist. Für die folgenden automatischen Giessvorgänge
kann eine entsprechende Korrektur vorgenommen werden. Da bei der oben beschriebenen,
nach vorgegebenem Programm erfolgenden Steuerung des Angiessen bis zum Zeitpunkt oder
Zustand B und des Beendens des Giessvorgangs nach Zeitpunkt bzw. Zustand D die Gewichtsmessung
gestört ist und ohnehin nicht zur Steuerung herangezogen wird, können während diesen
Zeitabschnitten die Messdosen 6 blockiert werden, um Schwingungen zu vermeiden. Es
kann zusätzlich der zeitliche Verlauf des Niveaus im Giesstrichter gespeichert und
gegebenenfalls am Bildschirm wiedergegeben werden, und es können Korrekturen eingegeben
werden, um den Verlauf des Niveaus einem optimalen Sollverlauf anzupassen. Zweck und
Ziel der beschriebenen automatischen Steuerung ist es unter anderem auch, mit einem
möglichst genau bemessenen Giessvorgang ein minimales Füllgewicht der Form möglichst
genau zu erreichen und dementsprechend mit einem möglichst kleinen Giesstrichter auszukommen.
Es ist aber auch möglich, während der automatischen Steuerung des Giessvorgangs jederzeit
in die Steuerung einzugreifen, wenn das Niveau im Giesstrichter ein minimales Niveau
unterschreitet oder ein maximales Niveau überschreitet, um die Ausflussmenge zu erhöhen
bzw. herabzusetzen. Das Niveau wird optisch gemessen, z. B. durch lichtempfindliche
Sonden oder durch eine Video-Kamera. Die verschiedenen erwähnten Korrekturen zur Optimierung
des Giessvorgangs können auch mittels Mikroprozessor berechnet und durch entsprechende
Eingriffe korrigiert werden.
[0015] Es sind verschiedenste weitere Massnahmen und Varianten möglich. Während im einfachsten
Falle ein Giessvorgang manuell gesteuert wird und dabei die erforderlichen Daten gespeichert
werden, können mehrere Giessvorgänge manuell gesteuert und deren Daten gespeichert
werden, und diese Daten können dann gemittelt werden. Es ist dabei auch möglich, die
Daten jeweils pro Giessvorgang nur provisorisch zu speichern und nur dann als massgebende
Daten zu überspeichern, wenn der Giessvorgang zufriedenstellend gelungen ist.
[0016] Zur Steuerung können aber auch Daten betreffend Kippstellung und -Geschwindigkeit
der Pfanne mittels des Positionsgebers 16 und des Tachometers 15 aufgenommen werden,
anhand welcher z. B. das Angiessen und das Beenden des Giessvorgangs ausschliesslich
oder zusätzlich gesteuert wird.
[0017] Es ist auch ein Lernvorgang in ganz anderem Sinne möglich, indem die effektiven Vorgänge
während eines automatischen Giessvorgangs erfasst und gespeichert werden. Gelingt
ein automatischer Giessvorgang besonders gut, können die erfassten Daten endgültig
gespeichert und zur Steuerung der weiteren Giessvorgänge benutzt werden.
[0018] Es ist auch möglich, einen ersten Pilot-Giessvorgang nach einer empirisch vorgegebenen
Kurve zu steuern und nötigenfalls Korrekturen einzugeben, um unbefriedigend verlaufene
Phasen des Pilot-Giessvorgangs zu verbessern.
[0019] Diese Korrekturen können dank der Minimal-und Maximalniveauüberwachung auch automatisch
durch ein entsprechendes Mikroprozessorprogramm vorgegeben werden, wodurch auch bei
häufigem Modellwechsel ein vollautomatisches Giessen ermöglicht wird.
[0020] Die Gewichtsänderungen oder die Abflussmengen aus der Giesspfanne (Giessgeschwindigkeit
nach Diagramm I) bei welchen in den Zeitpunkten C und D die Pfanne stillzusetzen bzw.
zurückzukippen ist, könnten auch anhand der Vorgabe des Endgewichts oder Füllgewicht
der Form durch den Mikroprozessor bestimmt werden.
[0021] Findet beim automatischen Giessvorgang ein Spritzen oder ein Ueberlaufen der Form
statt, was durch Sonden erfasst werden kann, werden die den Abschluss des Giessvorgangs
in den Zeitpunkten C und D bestimmenden Gewichte entsprechend erhöht aus der Ueberlegung,
dass es erheblich günstiger ist, mit etwas zu viel Metall die Form korrekt zu füllen
statt Ausschuss zu erzeugen. In diesem Zusammenhang kann die Ueberwachung des Niveaus
im Giesstrichter bei Giessende in der Weise erfolgen, dass bei zu tiefem Niveau ein
Alarm betätigt wird, um vorgesehene Korrekturmassnahmen auszulösen. Bei zu hohem Endniveau
oder gar Ueberlaufen der Form kann automatisch über den Mikroprozessor oder willkürlich
das Programm geändert werden, um bei weiteren Giessvorgängen nicht Überschüssiges
Material zu vergiessen.
[0022] Eine entsprechende gewichtsabhängige Steuerung ist auch bei anderen Giessanlagen
ähnlicher Grössenordnung möglich, wobei z. B. im Falle einer Giesspfanne mit Auslassstopfen
die Stellung dieses Stopfens gesteuert würde. Es kann hierbei dank der Gewichtssteuerung
weitgehend unabhängig vom Niveau der Schmelze in der Pfanne und anderen oben erwähnten
Einflüssen korrekt gegossen werden. Denkbar ist auch eine entsprechende gewichtsgesteuerte
druckbeaufschlagte Vergiesseinrichtung, da moderne Wägeanlagen auch in diesem Falle
eine genügend genaue Gewichtserfassung gestatten.
[0023] Die in Fig. 1 dargestellte Messvorrichtung zur Ermittlung des Gewichts der Giesspfanne
und der darin befindlichen Schmelze hat über das oben beschriebene Verfahren hinaus
grundlegende, selbständige Bedeutung. Es ist nicht nur ein genaues Wägen des Pfanneninhalts
möglich, sondern die besondere Aufhängung der Giesspfanne in einem Parallelogramm
hat den Vorteil, dass im Bereiche der Pfannenschnauze keine materielle Lagerung erforderlich
ist und doch die Lage und Bewegung der Schnauze optimal bestimmt sind. Die Messdosen
6 hängen immer genau senkrecht und vermitteln damit genaue Gewichtsmessungen unabhängig
von der Schwenkstellung des Trägers 7 bzw. des Halters 5. Ist keine Gewichtserfassung
erforderlich, können die Messdosen 6 durch starre Zugelemente ersetzt sein.
[0024] Das Angiessen kann auch solange nach willkürlich vorgegebenem Programm gesteuert
werden bis im Eingiesstrichter ein Sollniveau erreicht ist, worauf die gewichtsabhängige
Steuerung einsetzt. Diese gewichtsabhängige Steuerung kann auf irgendeine der oben
erwähnten Arten erfolgen. Zur Steuerung am Ende des Giessvorgangs sind auch verschiedene
Varianten möglich. Je nach der zu erwartenden Dauer des Nachlaufs kann der Abstellvorgang
früher oder später eingeleitet werden. Man kann auch versuchen, auf ein mutmassliches
Giessende hin von einem entsprechenden Zeitpunkt hinweg auf gleichbleibende Abnahme
der Giessgeschwindigkeit bzw. Gewichtsänderung (dG/dt) zu regeln, in welchem Falle
der Nachlauf immer gleich ausfallen sollte. Auch dieser Abschnitt des Giessvorgangs
kann empirisch erprobt und entsprechend programmiert werden.
[0025] Mit Hilfe der Niveauüberprüfung kann auch eine vollautomatische Programmierung des
Giessvorgangs erfolgen, indem ein Pilot-Giessvorgang rein niveaugesteuert durchgeführt
und der Gewichtsverlauf gespeichert wird. Dabei wird die Giesspfanne jeweils nach
vorne gekippt, wenn das Niveau im Eingiesstrichter zu niedrig ist, und sie wird angehalten
oder zurückgekippt, wenn das Niveau zu hoch steigt. Das auf diese Weise gespeicherte
Programm wird noch unbefriedigend sein. Anhand dieses Programms wird daher ein zweiter
Pilot-Giessvorgang gesteuert, während weichem Korrekturen beim Ueber- oder Unterschreiten
von Grenzniveaus eingespeichert werden. Man gelangt damit zu einem verfeinerten Programm,
und der Vorgang kann wiederholt werden, um ein noch optimaleres Programm zu erzielen.
[0026] Es ist ferner angezeigt, nach jedem Giessvorgang das Endniveau im Eingiesstrichter
zu erfassen und bei zu hohem oder niedrigen Niveau das Programm zu korrigieren.
[0027] Es ist auch möglich, jeden Giessvorgang gestüzt auf eine verfeinerte Niveausteuerung,
z. B. gemäss DE-PS 26 39 793, durchzuführen, jedoch den Abstellvorgang in der oben
beschriebenen Weise nach vorgegebenem Programm zu steuern.
[0028] Die Fig. 3 und 4 zeigen eine weitere Ausführungsform der Giessanlage bzw. eines konkreten
Giessvorgangs. In Fig. 3 sind entsprechende Teile gleich bezeichnet wie in Fig. 1
und sie werden auch nicht näher erläutert. Es ist zusätzlich eine Sonde in Form eines
lichtempfindlichen Empfängers 21 vorgesehen, welche zu ermitteln gestattet, ob Metall
aus der Pfanne 4 ausfliesst. Das entsprechende Signal, das die Anwesenheit bzw. Abwesenheit
des Giessstrahls anzeigt, wird über die Leitung 22 dem Mikroprozessor 12 zugeführt.
[0029] Im Zeitraum von 0 bis A in Fig. 4 erfolgt das Kippen der Giesspfanne 4 nach vorgegebenem,
nicht gewichtsgesteuerten Programm, und es fliesst kein Metall aus. Der Beginn des
Ausfliessens von Metall im Zeitpunkt A wird nun als eigentlicher Giessbeginn definiert.
Dieser Zeitpunkt ist optisch genau und eindeutig erfasst. Nach dieser Bewegung tritt
eine Beruhigungsphase ein, indem die Kippbewegung der Pfanne gestoppt wird, und in
welcher nun eine genaue, von Massenkräften freie Gewichtsmessung erfolgen kann. Dann
erfolgt der Start zum gewichtsgesteuerten Giessen. Vom Erscheinen des Strahls bis
zu diesem Start ist eine feste Verzögerung als Angiessperiode eingestellt, und während
dieser Phase erfolgt auch der erste Sollwert-Istwertvergleich, während zugleich der
gewichtsgesteuerte Teil des Giessvorgangs beginnt. Bei einer gewissen Anzahl von Formen
einer gleichen Serie wird auf Grund der Unregelmässigkeiten die Giesskurve anders
verlaufen als die Sollkurve es vorsieht. Hier muss nun die Erfassung von Maximal-
und Minimalniveaus mittels der Niveausonde 14 in Funktion treten, damit der Trichter
nicht leerläuft (Ausschuss) oder überläuft. Treten Signale auf, die ein Ueberschreiten
des Maximalniveaus oder Unterschreiten des Minimalniveaus anzeigen, kann aus der Trichterform
geschlossen werden, in welchem Masse zu korrigieren ist. Im Falle einer derartigen
Korrektur ist für den betreffenden Abguss die Zeit in der Sollwertkurve zu raffen
oder zu dehnen. Das ist in Fig.4 dargestellt, in welcher die ausgezogene Linie den
Sollwert des Gewichtsverlaufs (eigentlich der Gewichtsabnahme) darstellt. Durch gestrichelte
Linien sind kritische Abweichungen vom Sollverlauf angedeutet. Wird hierbei das Minimalniveau
im Trichter unterschritten, wie in Fig.4 links angedeutet, erfolgt anschliessend eine
Zeitraffung im Bereiche ZR, was ein rascheres Kippen der Pfanne 4 und dementsprechend
ein Nachfüllen des Trichters zur Folge hat. Bei umgekehrtem Verlauf, wie er in Fig.4
rechts angedeutet ist, erfolgt eine Zeitdehnung im Bereiche ZD mit Wiedereinstieg
in die Sollwertkurve bei W.
[0030] Wird das Gewicht G, erreicht, wobei dieses Gewicht eine Funktion ist vom End-Sollgewicht
G
a, der mittleren Giessgeschwindigkeit, der momentanen Pfannenbewegung und der momentanen
Giessgeschwindigkeit, wird die Kippbewegung angehalten. Das Metall fliesst jedoch
weiter aus und zwar bei erhöhter Wiegegenauigkeit, da keine Massenkräfte und Schwingungen
mehr wirken.
[0031] Wird das Gewicht G
2 erreicht, das eine Funktion vom End-Sollgewicht G
3 und der momentanen Giessgeschwindigkeit dG/dt ist, erfolgt das Rückkippen um einen
bestimmten Winkel mit bestimmter Geschwindigkeit, also nicht mehr gewichtsgesteuert.
Der sogenannte Nachlauf ist abhängig von dG/dt, der Giesshöhe, Pfannenparametern und
der Rückkippgeschwindigkeit.
[0032] Es erfolgt dann die Vorbereitung für den neuen Abguss. Nach dem vollständigen Rückkippen
und einer Beruhigungsphase wird tariert, um den Nullpunkt für den nächsten Abguss
zu bestimmen. Ueber eine weitere Niveausonde erfolgt eine Niveaukontrolle im Giesstrichter
und es wird entschieden, ob das Endniveau im Trichter korrekt sei. Falls nötig, kann
für weitere Abgüsse der Nachlauf korrigiert werden oder es kann das Sollgewicht G
3 entsprechend neu festgelegt werden.
1. Verfahren zur Steuerung des wiederholten Abgiessens von Metall in Giessformen (1),
wobei mindestens ein Pilot-Giessvorgang durchgeführt wird und Gewichtsänderungen während
dieses Giessvorganges durch Wägen einer Giesspfanne (4) oder eines Giessofens erfasst
und gespeichert und der Steuerung weiterer Giessvorgänge zugrundegelegt werden, dadurch
gekennzeichnet, dass beim Angiessen und/oder am Ende des Giessvorgangs nach willkürlich
gewähltem Programm, ohne Einfluss des Gewichtsverlaufs gesteuert wird, und dass man
das Niveau des Metalls im Eingusstrichter (2) der Gießform erfasst und eine entsprechende
zusätzliche Steuerung vornimmt, falls ein minimales Niveau unterschritten oder ein
maximales Niveau überschritten wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass der Pilot-Giessvorgang manuell
oder nach einer empirisch vorgegebenen Kurve gesteuert wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass nach dem Ausfliessen
eines bestimmten, dem Füllgewicht der Form (1) angepassten Gewichtes der Giessvorgang
beendet wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass einzelne
gespeicherte Daten geändert oder ihnen Korrekturdaten zugeordnet werden, um Trägheiten
der Steuerung zu kompensieren.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere
Pilot-Giessvorgänge empirisch gesteuert werden und dass Daten derselben gemittelt
werden.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass nur Daten von Pilot-Giessvorgängen
zwecks späterer automatischer Steuerung von Giessvorgängen gespeichert werden. die
befriedigend verlaufen sind.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die gespeicherten
Daten derart geändert werden, dass sich ein kontinuierlicher, geglätteter Verlauf
des Gewichts-Zeit-Funktion ergibt.
8. Verfahren, insbesondere nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet,
dass Aenderungen des Niveaus im Giesstrichter (2) erfasst werden, und dass Korrekturen
zur Annäherung des Verlaufs des Niveaus an einen Sollverlauf vorgenommen werden.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass vollautomatisch
unter Erfassung des Niveaus im Giesstrichter (2) ein Pilot-Giessvorgang durchgeführt
wird.
10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein weiterer
Pilot-Giessvorgang mit gewichtsabhängiger Steuerung gemäss Speicherung während des
ersten Pilot-Giessvorgangs und Steuerung gemäss Niveau im Giesstrichter (2) zur Verfeinerung
des zuerst gespeicherten Programms durchgeführt wird.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass so lange
nach dem willkürlich gewählten Programm gesteuert wird, bis Metall in die Form (1)
zu fliessen beginnt oder bis im Eingusstrichter (2) ein vorbestimmtes Niveau erreicht
ist.
12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass man mittels Sonde (21)
den exakten Giessbeginn, das heisst das Austreten des Eisens aus der Schnauze (3)
des Giessgefässes (4) feststellt und dadurch den Nullpunkt der Zeitachse festlegt.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass man
auf ein mutmassliches Giessende hin von einem bestimmten Zeitpunkt hinweg auf gleichbleibende
Gewichtsabnahme regelt.
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass nach
jedem Giessvorgang des End-Niveau im Eingusstrichter (2) ermittelt und das Steuerprogramm
korrigiert wird, wenn das Niveau zu hoch oder zu niedrig ist.
15. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass beim
Erreichen eines ersten Sollgewichts die Beendigung des Giessvorgangs eingeleitet wird,
wobei z. B. beim Erreichen des ersten Sollgewichts der Kippvorgang der Giesspfanne
(4) gestoppt und beim Erreichen eines zweiten Sollgewichts die Giesspfanne (4) zurückgekippt
wird.
16. Verfahren nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass das Sollgewicht erhöht
wird, wenn während des Giessvorgangs ein Herausspritzen oder Ueberlaufen von Metall
aus der Form (1) festgestellt wird.
17. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass der
Verlauf des Gewichts während eines besonders günstig verlaufenen automatisch gesteuerten
Giessvorgangs erfasst und gespeichert und anschliessend zur automatischen Steuerung
weiterer Giessvorgänge herangezogen wird.
18. Giessanlage zum wiederholten Abgießen von Metall in Gießformen (1) mit einer kippbaren
Giesspfanne (4) und Kraftmessorgane (6) zum Erfassen des Pfannengewichts, und mit
einer Steuervorrichtung (12) zur automatischen Steuerung des Giessvorgangs unter der
Berücksichtigung des Verlaufs des Pfannengewichts, dadurch gekennzeichnet, dass die
Giesspfanne (4) bzw. ein Halter (5) für dieselbe mittels Kraftmessorgane (6) mit einem
kippbaren Träger (7) verbunden ist, wobei die Kraftmessorgane (6) jeweils an beiden
Enden gelenkig mit der Gießpfanne (4) bzw. ihrem Halter (5) und dem Träger (7) verbunden
sind und stets senkrecht stehen, und dass eine sonde (14) zum Erfassen des Niveaus
im Giesstrichter (2) der Gießform (1) vorgesehen ist, welche mit der Steuervorrichtung
(12) verbunden ist.
19. Giessanlage nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Giesspfanne (4)
bzw. der Halter (5) für dieselbe mittels der Kraftmessorgane (6) am Träger (7) aufgehängt
ist.
20. Giessanlage nach Anspruch 18 oder 19, dadurch gekennzeichnet, dass alle Kraftmessorgane
(6) gleiche Länge aufweisen, derart, dass sie mit der Giesspfanne (4) bzw. einem Halter
(5) für dieselbe und dem Träger (7) ein Parallelogramm bilden.
21. Giessanlage nach den Ansprüchen 19 und 20 dadurch gekennzeichnet, dass die Schwenkachse
(8) des Trägers (7) senkrecht über dem Krümmungszentrum (3') der kreisförmig gebogenen
Ausgussrinne der Giesspfanne liegt.
22. Giessanlage nach einem der Ansprüche 18 bis 21, dadurch gekennzeichnet, dass Sonden
zum Erfassen des Herausspritzens oder Herauslaufens von Metall aus der Form (1) vorgesehen
sind.
23. Giessanlage nach einem der Ansprüche 18 bis 22, dadurch gekennzeichnet, dass ein
Bildschirm (17) zur Wiedergabe von gespeicherten Funktionen vorgesehen ist.
24. Giessanlage nach einem der Ansprüche 18 bis 23, dadurch gekennzeichnet, dass ein
Tachometer (15) zum Erfassen der Kippgeschwindigkeit der Giesspfanne (4) und/oder
ein Positionsgeber (16) zum Erfassen der Kippstellung der Giesspfanne (4) vorgesehen
ist.
25. Giessanlage nach einem der Ansprüche 18 bis 24, gekennzeichnet durch eine Sonde
(20, 21) zur Anwesenheitsprüfung des Giessstrahls.
1. A process for controlling the repeated filling of metal in moulds (1) in which
at least one pilote casting process is executed during which the changes of weight
are detected by weighing of a ladle (4) or of a casting oven and memorized and taken
as a basis for the control of other casting processes, characterized in that at the
beginning of the casting and/or at the end of the casting process, one controls in
accordance with an arbitrarily choosen program without influence of the change of
weight, and in that one detects the level of the metal in the runner (2) of the mould
and one executes a corresponding additional control if a minimum level is not attained
or if a maximum level is exceeded.
2. A process according to claim 1, characterized in that the pilote casting process
is controlled manually or in accordance with an empirically predetermined curve.
3. A process according to claim 1 or 2, characterized in that after the outflow of
a determined weight adapted to the filling weight of the mould (1), the casting process
is terminated.
4. A process according to one of the claims 1 to 3, characterized in that additional,
memorized data is modified or in that correcting data is associated to it, in order
to compensate for the inertia of the control.
5. A process according to one of the claims 1 to 4, characterized in that many pilote
casting processes are empirically controlled and in that one calculates the average
data thereof.
6. A process according to claim 5, characterized in that only the data of pilote casting
processes the course of which had been running satisfactorily is memorized for the
ulterior control of casting processes.
7. A process according to one of the claims 1 to 6, characterized in that the memorized
data is modified in such a way that the function weight- time becomes continuous and
smooth.
8. A process, more particularly according to one of the claims 1 to 7, characterized
in that modifications of the level in the runner (2) are detected and in that corrections
are provided in order for the evolution of the level to approach a rated evolution.
9. A process according to one of the claims 1 to 8, characterized in that a pilote
casting process is executed in an entirely automatical way by detecting the level
in the runner (2).
10. A process according to claim 9, characterized in that one executes at least an
other pilote casting process with a control depending from the weight in accordance
to the memorization during the first pilote casting process and a control according
to the level in the runner (2) in order to refine the first memorized program.
11. A process according to one of the claims 1 to 10, characterized in that one controls
in accordance to the arbitrarily choosen program until the metal begins to flow in
the mould (1) or until a predetermined level is reached in the runner (2).
12. A process according to claim 11, characterized in that one determines by means
of probes (21) the precise beginning of the casting, that is the outflow of the iron
by the nose (3) of the ladle (4) and in that one fix in this way the origine of the
time axis.
13. A process according to one of the claims 1 to 12, characterized in that with respect
to a foreseeable end of the casting, one controls in accordance to a constant decrease
of the weight from a determined instant of time.
14. A process according to one of the claims 1 to 13, characterized in that after
each casting process, the end level in the runner (2) is determined and in that the
control program is corrected if the level is too high or too low.
15. A process according to one of the claims 1 to 14, characterised in that the end
of the casting process is started when a first rated weight is reached, for example
that the tilting process of the ladle (4) is stopped when the first rated weight is
reached and that the ladle (4) is tilted back when a second rated weight is reached.
16. A process according to claim 15, characterized in that the rated weight is increased
when it is determined that the metal spatters or overflows from the mould (1) during
the casting process.
17. A process according to one of the claims 1 to 16, characterized in that the evolution
of the weight during the course of a particularly favourable automatically controlled
operation is detected and memorized and utilized for automatically controlling other
casting processes.
18. A moulding installation for the repeated filling of metal in moulds with a tiltable
ladle (4) and force measuring organs (6) for detecting the weight of the ladle, and
with a control device (12) for the automatic control of the casting process by taking
into consideration the evoltion of the weight of the ladle, characterized in that
the ladle (4), resp. a holder (5) of the latter is connected by means of force measuring
organs (6) to a tiltable support (7), the force measuring organs (6) being tiltably
connected by their two extremities with the ladle (4), resp. its holder (5) and with
the support (7) and staying always vertical, and in that it is provided a probe (14)
connected with the control device (12) for detecting the level in the runner (2) of
the mould (1).
19. A moulding installation according to claim 18, characterized in that the ladle
(4), resp. the holder (5) thereof is suspended to the support (7) by means of the
force measuring organs (6).
20. A moulding installation according to claim 18 or 19, characterized in that the
force measuring organs (6) are all of the same length so that they form a parallelogram
with the ladle (4), resp. the holder (5) thereof and the support (7).
21. A moulding installation according to the claims 19 and 20, characterized in that
the tilting axis (8) of the support (7) is located vertically above the center of
curvature (3') of the circular- shaped spray of the ladle.
22. A moulding installation according to one of the claims 18 to 21, characterized
in that probes are provided for detecting the spattering or the overflowing of metal
from the mould.
23. A moulding installation according to one of the claims 18 to 22, characterized
in that a scope screen is provided for the visualization of memorized functions.
24. A moulding installation according to one of the claims 18 to 23, characterized
in that it is provided a tachometer (15) for detecting the speed of tilting of the
ladle (4) and/or a position detector (16) for detecting the tilting position of the
ladle (4).
25. A moulding installation according to one of the claims 18 to 24, characterized
by a probe (20, 21) for detecting the presence of a casting stream.
1. Procédé de commande du remplissage répété de métal dans des moules (1), dans lequel
est exécuté au moins un processus de coulée pilote pendant lequel les changements
de poids sont détectés par pesage d'une poche de coulée (4) ou d'un four de coulée
et mémorisés et pris pour base de la commande d'autres processus de coulée, caractérisé
en ce que, au début de la coulée et/ou à la fin du processus de coulée, on commande
selon un programme choisi arbitrairement, sans influence de la variation de poids,
et en ce que l'on détecte le niveau du métal dans l'entonnoir de coulée (2) du moule
et exécute une commande additionnelle correspondante si un niveau minimum n'est pas
atteint ou si un niveau maximum est dépassé.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que le processus de coulée
pilote est commandé manuellement ou selon une courbe prédéfinie empiriquement.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce qu'après l'écoulement
d'un poids déterminé adapté au poids de remplissage du moule (1), le processus de
coulée est terminé.
4. Procédé selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que des données
additionnelles mémorisées sont modifiées ou que des données de correction leur sont
associées, pour compenser les inerties de la commande.
5. Procédé selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que plusieurs processus
de coulée pilote sont commandés empiriquement et en ce que l'on prend la valeur moyenne
des données de ces processus.
6. Procédé selon la revendication 5, caractérisé en ce que seules sont mémorisées
pour la commande ultérieure des processus de coulée, les données de processus de coulée
pilote qui se sont déroulés de manière satisfaisante.
7. Procédé selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que les données
mémorisées sont modifiées de manière à ce qu'il se produise un déroulement continu,
régulier de la fonction poids-temps.
8. Procédé, plus particulièrement selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisé
en ce que des modifications du niveau dans l'entonnoir de coulée (2) sont détectées
et en ce que des corrections sont apportées pour que l'évolution du niveau s'approche
d'une évolution de consigne.
9. Procédé selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce qu'un processus
de coulée pilote est exécuté de manière entièrement automatique en détectant le niveau
dans l'entonnoir de coulée (2).
10. Procédé selon la revendication 9, caractérisé en ce que l'on exécute au moins
un autre processus de coulée pilote avec une commande dépendant du poids selon mémorisation
pendant le premier processus de coulée pilote et une commande selon le niveau dans
l'entonnoir de coulée (2), pour affiner le programme mémorisé en premier.
11. Procédé selon l'une des revendications 1 à 10, caractérisé en ce que l'on commande
selon le programme choisi arbitrairement jusqu'à ce que le métal commence à couler
dans le moule (1) ou jusqu'à ce qu'un niveau prédéterminé soit atteint dans l'entonnoir
de coulée (2).
12. Procédé selon la revendication 11, caractérisé en ce que l'on détermine à l'aide
de sondes (21) le début précis de la coulée, c'est-à-dire la sortie du fer par la
rigole de coulée (3) de la poche de coulée (4) et que l'on établit de cette manière
l'origine de l'axe des temps.
13. Procédé selon l'une des revendications 1 à 12, caractérisé en ce qu'en rapport
avec une fin de coulée prévisible, on règle selon une diminution constante du poids
à partir d'un instant déterminé.
14. Procédé selon l'une des revendications 1 à 13, caractérisé en ce qu'après chaque
processus de coulée, le niveau terminal dans l'entonnoir de coulée (2) est déterminé
et en ce que le programme de commande est corrigé si le niveau est trop haut ou trop
bas.
15. Procédé selon l'une des revendications 1 à 14, caractérisé en ce que la fin du
processus de coulée est déclenchée lorqu'un premier poids de consigne est atteint,
par exemple que le processus de basculement de la poche de coulée (4) est .arrêté
lorsque le premier poids de consigne est atteint et que la poche de coulée (4) est
basculée en retour lorsqu'un second poids de consigne est atteint.
16. Procédé selon la revendication 15, caractérisé en ce que le poids de consigne
est augmenté lorsqu'il est déterminé que le métal jaillit ou déborde du moule (1)
pendant le procesus de coulée.
17. Procédé selon l'une des revendications 1 à 16, caractérisé en ce que l'évolution
du poids pendant un déroulement particulièrement favorable d'une opération commandée
automatiquement est détectée et mémorisée et utilisée ensuite pour commander automatiquement
d'autres processus de coulée.
18. Installation de moulage pour le remplissage répété de métal dans des moules avec
une poche de coulée (4) basculable et des organes de mesure de force (6) pour détecter
le poids de la poche, et avec un dispositif de commande (12) pour la commande automatique
du processus de coulée en prenant en considération l'évolution du poids de la poche,
caractérisée en ce que la poche de coulée (4), respectivement une attache (5) de cette
dernière est reliée à l'aide d'organes de mesure de force (6) avec un support basculable
(7), les organes de mesure de force (6) étant reliés par leurs deux extrémités de
manière articulée avec la poche de coulée (4), respectivement son attache (5) et avec
le support (7) et étant toujours verticaux, et en ce qu'il est prévu une sonde (14)
reliée avec le dispositif de commande (12) pour détecter le niveau dans l'entonnoir
de coulée (2) du moule (1).
19. Installation de moulage selon la revendication 18, caractérisée en ce que la poche
de coulée (4), respectivement l'attache (5) de cette dernière est suspendue au support
(7) à l'aide des organes de mesure de force (6).
20. Installation de moulage selon la revendication 18 ou 19, caractérisée en ce que
tous les organes de mesure de force (6) sont de même longueur, de sorte qu'ils forment
un parrallélo- gramme avec la poche de coulée (4), respectivement l'attache (5) de
cette dernière et le support (7).
21. Installation de moulage selon les revendications 19 et 20, caractérisée en ce
que l'axe de basculement (8) du support (7) est situé à la verticale au-dessus du
centre de courbure (3') de la rigole de coulée en arc de cercle de la poche de cou
lée.
22. Installation de moulage selon l'une des revendications 18 à 21, caractérisée en
ce qu'il est prévu des sondes pour détecter le jaillissement ou le débordement de
métal hors du moule (1 ).
23. Installation de moulage selon l'une des revendications 18 à 22, caractérisée en
ce qu'un écran de présentation (17) est prévu pour la visualisation de fonctions mémorisées.
24. Installation de moulage selon l'une des revendications 18 à 23, caractérisée en
ce qu'il est prévu un tachymètre (15) pour détecter la vitesse de basculement de la
poche de coulée (4) et/ou un détecteur de position (16) pour détecter la position
de basculement de la poche de coulée (4).
25. Installation de moulage selon l'une des revendications 18 à 24, caractérisée par
une sonde (20, 21) pour détecter la présence d'un jet de coulée.