[0001] Die Erfindung geht aus von einem Verfahren zum Verpacken von Druckerzeugnissen, bei
dem Exemplare der vorzugsweise gefalzten, geleimten oder gehefteten Erzeugnisse mittels
einer Beschickungsvorrichtungvorrichtung aus einer vorgeordneten Station übernommen
und in der Beschickungsvorrichtung durch teilweises Übereinanderschieben aufgeschuppt
werden, die aufgeschuppten Exemplare synchron mit einer Stapelvorrichtung aufgestapelt
werden, die Exemplare dann der Stapelvorrichtung zugeführt werden, in der einzelne
Exemplare ausgerichtet und gezählt werden, sowie Teilstapel aus den einzelnen Exemplaren
gebildet werden, die Teilstapel zu einem Gesamtstapel aufgestapelt werden und schließlich
der Gesamtstapel einer Verpackungseinheit zugeführt und dort gepreßt und mit einem
Verpackungsmittel umschlossen wird.
[0002] Die Erfindung geht ferner aus von einer Vorrichtung zum Verpacken von vorzugsweise
gefalzten, geleimten oder gehefteten Exemplaren von Druckerzeugnissen, mit einer Beschickungsvorrichtung
zur Übernahme der Exemplare aus einer vorgeordneten Station, mit einer der Beschickungsvorrichtung
nachgeordneten Stapelvorrichtung, und mit einer Überführungsvorrichtung zum Überführen
von gestapelten Exemplaren aus der Stapelvorrichtung zu einer Verpackungseinheit.
Ein derartiges Verfahren und eine derartige Vorrichtung sind aus dem DE-G 86 11 717
bekannt geworden.
[0003] Eine derartige Verpackungseinrichtung wird dazu verwendet, um Druckerzeugnisse nach
dem Durchlaufen von Heft- oder Falzmaschinen auszurichten, zu stapeln und zu verpacken.
Mehrere Einzelmaschinen bilden dabei die Verpackungseinrichtung.
[0004] Bei dem Verfahren der eingangs genannten Art werden aus dem Schuppenstrom die Exemplare
einzeln abgezogen, die dann auf eine in der Stapelvorrichtung von Rückhalteklappen
gehaltene Schutzplatte fallen. Eine Zählvorrichtung registriert die auf die Schutzplatte
aufeinander aufgelegten Exemplare und verursacht nach Erreichen einer vorbestimmten
Teilstapelhöhe, daß keine weiteren Exemplare eingezogen werden, sondern daß auf das
oberste Exemplare des Teilstapels eine weitere Schutzplatte gelegt wird. Anschließend
wird der so gebildete Teilstapel über einen Niederdrückstempel unter die Rückhalteplatte
gedrückt, bis er auf einen Boden der Stapelvorrichtung zum Liegen kommt. Je nach
Höhe des aus den einzelnen Teilstapeln gebildeten Gesamtstapels befinden sich mehrere
Schutzplatten im Gesamtstapel. Der so gebildete Gesamtstapel wird anschließend samt
der Stapelvorrichtung, die auf einem Rundtisch angeordnet ist, durch ein Drehen des
Tisches zu einer Verpackungseinheit zugeführt, in der dann der Gesamtstapel gepreßt
wird und noch in der Stapelvorrichtung befindlich mit einem Verpackungsmittel umschlossen
wird. Anschließend wird der verpackte Gesamtstapel aus der Stapelvorrichtung entnommen.
Die leere Stapelvorrichtung kann dann wieder in ihre Ausgangsposition zurückgeführt
werden und erneut Exemplare bzw. Teilstapel aufnehmen.
[0005] Dieses Verfahren ist umständlich, zeitaufwendig und raumergreifend und führt außerdem
zu Gesamtstapeln, die mit zumindest zwei oder mehreren Schutzplatten versehen sind,
die nach Verwendung der Exemplare entweder als Abfall zurückbleiben oder aufwendig
zur Verpackungsstelle zurückgeführt werden müssen. Ferner ist insbesondere bei gefalzten
Bögen nicht sichergestellt, daß sich überhaupt ein gleichmäßiger Schuppenstrom ausbildet,
da solche Exemplare die Neigung aufweisen, sich zu entfalten oder aufzubauchen, wodurch
dann möglich ist, daß der Schuppenstrom in der Beschickungsvorrichtung derart ungleichmäßig
wird, daß sich die einzelnen Exemplare aufwölben oder ineinander verkeilen.
[0006] Ferner ist es möglich, daß sich die Exemplare bei der Bildung der Teilstapel unter
Aufwölbung erneut versuchen zu entspannen, was dann dazu führen kann, daß einzelne
Exemplare beim Nieder drücken umgebogen oder mit einen Knick versehen werden. Nachdem
der Gesamtstapel gebildet ist, wird er unter Auflegen einer deckelseitigen abschließenden
Schutzplatte zur Verpackungseinheit übergeführt. Während des Überführens ist erneut
möglich, daß sich der Gesamtstapel in Stapelrichtung entspannt und aufwölbt.
[0007] In der Verpackungseinheit muß der Stapel zusammengedrückt werden, wobei dann die
Luft zwischen den einzelnen Exemplaren entweichen muß. Dieser Vorgang nimmt eine gewisse
Zeitdauer in Anspruch, während der die Stapelvorrichtung nicht erneut mit Exemplaren
belegt werden kann. Wird nur eine einzige Stapelvorrichtung verwendet, so entstehen
erhebliche Totzeiten zwischen den einzelnen Stapelvorgängen. Werden dagegen mehrere
Stapelvorrichtungen beim Verfahren verwendet, so führt dies zu einer sehr raumergreifenden
Arbeitsweise. Bei der Verpackung von gelfalzten Exemplaren, wie beispielsweise Werbeprospekte
oder Zeitschriften, bilden sich auf der Seite der Falzkante erhöhte Stapel, die dann
beim Zusammenpreßvorgang zum Umwickeln mit dem Verpackungsmittel evtl. mit aufgebauchten
Exemplarseiten dazu führen, daß diese schräg liegenden Exemplare mit einem Knick oder
Falz versehen werden, so daß diese dann später nicht mehr verwendet werden können.
[0008] Bei einem aus dem Prospekt "Beck, Packautomaten DP 2" bekannt gewordenen Verfahren
bzw. Vorrichtung werden lose Exemplare der Druckerzeugnisse über ein Förderband jeweils
einzeln einem Kreuzleger zugeführt. Im Kreuzleger werden die Exemplare ausgerichtet,
gezählt und es werden Teilstapel gebildet. Mehrere Teilstapel werden jeweils um 180°
versetzt zu einem Gesamtstapel aufeinandergestapelt. Der ausgerichtete, aber dennoch
lose Gesamtstapel wird über ein Förderband aus dem Kreuzleger herausgefördert und
einer Verpackungsmaschine zugeführt, die den Gesamtstapel preßt und in Folie einschweißt
oder banderoliert.
[0009] Da die Exemplare dem Kreuzleger kontinuierlich, einzeln und lose zugeführt werden,
können sich gefalzte, geheftete oder geleimte Erzeugnisse aufwölben und gegeneinander
verschieben. Insbesondere beim Überführen von Kreuzleger zur Verpackungseinheit als
loser Stapel können die Erzeugnisse gegeneinander verrutschen, so daß bei einem anschließenden
Pressen und Banderolieren oder Einschweißen ein schiefer Stapel mit u.U. abgeknickten
Enden der Erzeugnisse entsteht. Die Einzelzuführung der Exemplare hart ferner den
Nachteil, daß der Kreuzleger sehr schnell arbeiten muß, um einen Stau zu vermeiden.
[0010] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist daher, ein Verfahren der eingangs genannten
Art derart zu verbessern, daß in Stapelrichtung gesehen, gleichmäßig ausgebildete
Stapel auf einfache, rasche und raumsparende Art und Weise gebildet werden können,
wobei die Stapel unabhängig von der jeweiligen Stapelhöhe ohne zusätzliche Hilfsmittel
außer dem Verpackungsmittel in hoher Verpackungsdichte hergestellt werden sollen.
[0011] Die Aufgabe nach dem eingangs genannten Verfahren wird erfindungsgemäß dadurch gelöst,
daß die Exemplare vor dem Aufschuppen ganzflächig gepreßt werden, daß die Teilstapel
nacheinander um jeweils 180° um ihre Hochachse gedreht zum Gesamtstapel aufgestapelt
werden, und daß der Gesamtstapel in gepreßtem Zustand aus der Stapelvorrichtung entnommen
und unter Fortdauer des gepreßten Zustandes in die Verpackungseinheit überführt und
mit dem Verpackungsmittel umschlossen wird.
[0012] Die Aufgabe nach der eingangs genannten Vorrichtung wird erfindungsgemäß dadurch
gelöst, daß die Beschickungsvorrichtung erste und zweite Fördermittel für die Exemplare
aufweist, daß zwischen ersten und zweiten Fördermitteln eine Presse für die Exemplare
angeordnet ist, wobei die stromabwärts nach der Presse angeordneten Fördermittel mit
verminderter Förderge schwindigkeit laufen und synchron mit der Stapelvorrichtung
betätigte Bremsmittel zum Anhalten und Aufschuppen der gepreßten Exemplare aufweisen,
und daß die Überführungsmittel Mittel zum Ergreifen und Halten der gestapelten Exemplare
unter Druck zur Entnahme aus der Stapelvorrichtung und zum Überführen zur Verpackungseinheit
enthalten.
[0013] Die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe wird damit vollkommen gelöst.
[0014] Die Exemplare werden von der Presse in der Beschickungsvorrichtung ganzflächig gepreßt,
damit die übereinanderliegenden Seiten eines Exemplars von Lufteinschlüssen befreit
werden und der Falz stärker ausgeprägt und geglättet wird. Die gepreßten Exemplare
lassen sich einfacherer und sicherer in der Beschickungsvorrichtung anschließend transportieren
und aufschuppen.
[0015] Durch Aufstapeln der Teilstapel nacheinander, jeweils um 180° um ihre Hochachse verdreht,
resultieren sehr gleichmäßig ausgebildete, ebene Stapel.
[0016] Der Gesamtstapel wird im gepreßten Zustand aus der Stapelvorrichtung entnommen und
an die Verpackungseinheit überführt. Dies hat den Vorteil, daß die einzelnen Exemplare
auch bei Erschütterungen fest im Gesamtstapel fixiert bleiben. Durch das Pressen
der Exemplare läßt sich der Gesamtstapel zu einem kleinen Paket verpacken. Das Verpackungsmittel
wird, nachdem die auf den Gesamtstapel einwirkende Preßkraft nachläßt, gedehnt, sodaß
das Verpackungsmittel die Exemplare im Gesamtstapel unverrückbar zusammenhält.
[0017] Die ersten Fördermittel können unabhängig von der Fördergeschwindigkeit der zweiten
Fördermittel an die Leistung vorangeschalteter Maschinen angepaßt werden. Die an der
Beschickungsvorrichtung einzeln ankommenden Exemplare werden schnell weitertransportiert,
damit Stauungen oder Störungen bei der Aufnahme der Exemplare in die erfindungsgemäße
Verpackungseinrichtung vermieden werden. Die Fördergeschwindigkeit der zweiten Fördermittel
kann so eingestellt werde, daß sie die von den ersten Fördermitteln ankommenden Exemplare
zu einem stetigen Förderstrom zusammenfaßt.
[0018] Die vor der Stapelvorrichtung angeordneten Bremsmittel können den Förderweg der Exemplare
zwischen der Beschickungsvorrichtung und der Stapelvorrichtung versperren, damit
eine exakte zählbare Übergabe der Exemplare an die Stapelvorrichtung möglich ist.
[0019] Die Mittel zum Ergreifen der gestapelten Exemplare erfassen den Gesamtstapel in der
Stapelvorrichtung, indem sie ihn zusammenpressen, damit er sicher und ausgerichtet
an die Verpackungseinheit übergeben werden kann.
[0020] In bevorzugter Ausgestaltung der Erfindung bilden die Beschickungsvorrichtung, die
Stapelvorrichtung, die Überführungsvorrichtung und die Verpackungseinheit eine Baueinheit.
[0021] Dies erlaubt eine kompakte Bauweise der erfindungsgemäßen Verpackungseinrichtung
und die sich in einer Baueinheit überlagernden Arbeitsvorgänge gewährleisten einen
kurzen Verpackungsweg für die Exemplare.
[0022] Im bevorzugter Ausgestaltung der Erfindung verläuft die Beschickungsvorrichtung horizontal
im oberen Bereich der baueinheit, die Stapelvorrichtung arbeitet vom freien Ende der
Beschickungsvorrichtung nach unten und die Überführungsvorrichtung verläuft horizontal
und gegenläufig parallel unterhalb der Beschickungsvorrichtung und ist mit der Verpackungseinheit
baulich vereinigt.
[0023] Dies hat den Vorteil, daß die erfindungsgemäße Verpackungseinrichtung mit einer
Länge von ca. zwei Metern und einer Breite von ca. 0,7 Metern die Druckerzeugnisse
auf kurzem Verpackungsweg schnell und sicher ausrichtet, stapelt und verpackt, während
bekannte Verpackungseinrichtungen eine Länge zwischen drei bis vier Metern und eine
Breite von ca. einem Meter aufweisen.
[0024] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung sind Ausstoßmittel senkrecht zur Überführungseinrichtung
im Bereich der Verpackungseinheit vorgesehen.
[0025] Dies hat den Vorteil, daß der verpackte Gesamtstapel auf engstem Raum schonend auf
weitere Transportmittel gefördert werden kann, die den verpackten Gesamtstapel z.B.
einer Palettiervorrichtung zuführen.
[0026] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung werden die ersten Fördermittel und die Presse
von demselben Antrieb angetrieben.
[0027] Dies hat den Vorteil, daß die Presse sicher und mit einfachen Mitteln mit derselben
Förderleistung wie die ersten Fördermittel betrieben werden kann.
[0028] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung weist die Presse zwei Walzen auf, die sich
mit einer der Breite der Fördermittel enstprechenden Länge quer zur Längsachse der
Fördermittel erstrecken und der Abstand der Walzen ist zueinander verstellbar.
[0029] Die Exemplare können damit ganzflächig gepreßt und Lufteinschlüsse zwischen den
Blättern oder Bogen können herausgedrückt werden. Die Kraft, mit der die Exemplare
gepreßt werden sollen, kann eingestellt werden, indem der Abstand der Walzen zueinander
verändert wird. Der Abstand zwischen den die Presse bildenden Walzen kann auch so
weit vergrößert werden, daß die angetriebene untere Walze nur die Funktion eines Förderelements
übernimmt und die Exemplare z.B. von einem ersten Fördermittel an ein zweites Fördermittel
ungepreßt übergibt.
[0030] In bevorzugter Ausgestaltung der Erfindung sind die Bremsmittel an dem der Stapelvorrichtung
benachbarten Ende der Beschickungsvorrichtung angeordnet.
[0031] Dies hat den Vorteil, daß keine Exemplare von der Beschickungsvorrichtung unkontrolliert
in die Stapelvorrichtung gelangen können. Wird als Bremsmittel z.B.ein sich über
die gesamte Förderfläche der Beschickungsvorrichtung erstreckende Platte verwendet,
so kann der Förderweg schnell versperrt bzw. wieder freigegeben werden.
[0032] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung grenzt die Beschickungsvorrichtng an einen
ersten Träger der Stapelvorrichtung, die ferner einen zweiten Träger aufweist, der
fluchtend unterhalb des ersten Träger angeordnet ist.
[0033] Dies hat den Vorteil, daß die im ersten Träger gebildeten Teilstapel sicher an den
zweiten Träger übergeben werden können, in dem die Teilstapel zu einem Gesamtstapel
zusammengesetzt werden.
[0034] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung sind an den Trägern verstellbare Ausrichtelemente
vorgesehen. Dies hat den Vorteil, daß die Exemplare in den Trägern quer und längs
ihrer Breitseite ausgerichtet werden können, wobei die Ausrichtelemente verschiebbar
sind und an die Formatgröße der Exemplare angepaßt werden können.
[0035] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist der zweite Träger um seine vertikale
Achse drehbar, und weist auf einer Grundplatte Schienen und lotrecht zur Grundplatte
verschiebbare Winkelschienen auf, die Seitenkanten eines Quaders bilden, und die
Schenkal der Winkelschienen sind mindestens auf einer Quaderseite schwenkbar oder
verschiebbar.
[0036] Dies hat den Vorteil, daß die Exemplare im als Drehkorb ausgebildeten zweiten Träger
längs der Stapelhöhe lose sicher geführt und ausgerichtet aufeinanderliegenden. Werden
die Schenkel auf einer Quaderseite verschwenkt oder verschoben, in einer Weise, daß
sie den Förderweg über die Breite des Gesamtstapels freigeben, so kann der ausgerichtete
Gesamtstapel aus dem Drehkorb herausgeschoben werden.
[0037] In bevorzugter Weiterbildung der Erfindung sind die Schienen von der Grundplatte
weg in Richtung des ersten Trägers verschiebbar.
[0038] Dies hat den Vorteil, daß der Fallweg des Teilstapels vom ersten Träger in den zweiten
Träger verkürzt werden kann. Die Übergabe aller einen Gesamtstapel bildenden Teilstapel
erfolgt somit unter denselben Bedingungen (Fallzeit, Fallweg).
[0039] Weiterhin weist die Überführungseinrichtung einen Greifer in Gestalt mindestens eines
Greifarmpaars aus einem starren und einem beweglichen Greifarm auf, die parallel angeordnet
sind, und der bewegliche Greifarm ist gegenüber dem starren Greifarm schwenkbar und/oder
verschiebbar.
[0040] Dies hat den Vorteil, daß der Greifer den Gesamtstapel auf engstem Raum sicher erfassen
und gepreßt transportieren kann. Vom Gewicht her leichte und/oder hohe schmale Stapel
bleiben damit auf ihrem weiteren Transport sicher ausgerichtet. Je nachdem, wie die
Ausrichtelemente am zweiten Träger angeordnet sind, schwenkt und/oder verschiebt sich
der bewegliche Greifarm in seine Haltestellung.
[0041] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung weist der Greifer zwei Greifarmpaare auf,
die in einem Abstand voneinander angeordnet sind.
[0042] Dies hat den Vorteil, daß der Gesamtstapel beim Transport verzugsfrei geführt wird.
Die Haltekräfte des Greifers werden auf dem oberen und unteren Deckblatt des Gesamtstapels
gleichmäßig verteilt, sodaß die Deckblätter bei einer Pressung des Gesamtstapels nicht
beschädigt werden. Der Greifer übernimmt die Funktion einer Führungs-, Transport-und
Preßvorrichtung. Ferner ensteht durch die voneinander beabstandete Anordnung der
Greifarmpaare ein Freiraum, in dem z.B. Mittel zum Verpacken des Gesamtstapels angeordnet
werden können.
[0043] Bevorzugt steht bei einer Weiterbildung der Erfindung der zweite Träger über die
Quaderseiten mit verschiebbaren oder verschwenkbaren Schenkeln mit dem Greifer in
Verbindung, der zur raumfesten vertikalen Achse des zweiten Trägers längs und quer
verschiebbar ist.
[0044] Dies hat den Vorteil, daß der Gesamtstapel auf seinem Weg zu einer Verpackungsmaschine
unabhängig von Erschütterungen ausgerichtet bleibt. Der Gesamtstapel kann ferner sicher
und einfach längs der Vertikalen verschoben werden.
[0045] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung weist der Greifer Schaltmittel zum Einschalten
eines Antriebes auf, der die Schenkel in Endstellungen verschiebt oder verschwenkt.
[0046] Dies hat den Vortiel, daß der Greifer und die Schenkel konstruktiv freier ihren Funktionen
angepaßt werden können. Beim Eingriff des Greifers in den zweiten Träger werden die
Schenkel immer dann verschoben oder verschwenkt, wenn sie die Bewegung des Greifers
behindern würden. Ferner werden die Schenkel so verschwenkt oder verschoben, daß sie
beim Herausfahren des Gesamtstapels den Förderweg freigeben. Die stoßempfindlichen
Seitenkanten des Gesamtstapels werden dadurch geschont.
[0047] Bei einer Weiterbildung der Erfindung ist zwischen den Greifarmpaaren eine Einrichtung
zum Banderolieren vorgesehen.
[0048] Dies hat den Vorteil, daß der gepreßte Gesamtstapel auf engstem Raum umreift werden
kann. Die Banderole hält den Gesamtstapel besonders fest und unverrückbar zusammen,
da die Banderole nach dem Öffnen des Greifers gedehnt wird.
[0049] Es versteht sich, daß die vorstehend genannten und die nachstehend noch zu erläuternden
Merkmale nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen
Kombinationen und in Alleinstellung einsetzbar sind, ohne den Rahmen der vorliegenden
Erfindung zu verlassen.
[0050] Weitere Vorteile ergeben sich aus der Beschriebung und der beigefügten Zeichnung.
[0051] Ausführungsbeispiele sind in der Zeichung dargestellt und werden in der nachfolgenden
Beschreibung näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine stark schematisierte erfindungsgemäße Verpackungseinrichtung zur Veranschaulichung
des erfindungsgemäßen Verfahrens;
Fig. 2 eine Vorderansicht eines Greifers einer erfindungsgemäßen Verpackungseinrichtung;
Fig. 3 einen Schnitt entlang der Linie III-III gemäß Fig. 2;
Fig. 4 eine Schnittdarstellung einer Stapelvorrichtung einer erfindungsgemäßen Verpackungsvorrichtung;
Fig. 5 eine Draufsicht auf einen Drehkorb einer erfindungsgemäßen Verpackungseinrichtung.
[0052] In Figur 1 bezeichnet 10 insgesamt stark schematisiert eine erfindungsgemäße Verpackungseinrichtung,
die sich in einer Baueinheit aus einer Beschickungsvorrichtung 11, einer Stapelvorrichtung
12 und aus Mitteln zum Verpacken von Druckerzeugnissen zusammensetzt.
[0053] Die Beschickungsvorrichtung 11 umfaßt ein erstes und zweites Fördermittel 14, 15,
z.B. stetig fördernde Gurt- oder Bandförderer, die über eine Presse 16 miteinander
verbunden sind. Auf Förderflächen 17, 18 der Fördermittel 14, 15 liegen Exemplare
20, die in Pfeilrichtung 17ʹ, 18ʹ transportiert werden.
[0054] Die Presse 16 setzt sich im wesentlichen aus zwei Walzen 21, 22 zusammen, deren Mantelflächen
hinsichtlich des Abstands zeuinander verstellbar sind. Die Walze 22 wird beispielsweise,
wie in der Figur angedeutet, über einen Riemen 23 vom ersten Fördermittel 14 angetrieben.
Die quer zur Laufrichtung der Fördermittel 14, 15 angeordneten Walzen 21, 22 sind
so beabstandet, daß die von dem ersten Fördermitel 14 kommenden Exemplare 20 mit einer
vorwählbaren Kraft gepreßt werden und als Exemplare 20ʹ auf das zweite Fördermittel
15 gelangen.
[0055] Die Exemplare 20 liegen auf dem ersten Fördermittel 14 vereinzelt, während die Exemplare
20ʹ auf dem zweiten Fördermittel 15 aneinander-oder übereinanderliegend einen Förderstrom
bilden.
[0056] Am von der Presse 16 abgewandten Ende zweiten Fördermittels 15 ist ein Staustempel
24 angebracht, der in Pfeilrichtungen 24ʹ mit bekannten Mitteln verschiebbar ist.
Die Breite des Staustempels 24 entspricht der Breite des zweiten Fördermittels 15.
[0057] An die Beschickungsvorrichtung 11 grenzt unmittelbar im Bereich des Staustempels
24 die Stapelvorrichtung 12, die sich im wesentlichen aus einem Vorstapelkorb 24 mit
verschwenk- oder verschiebbarem Boden 26, Ausrichtelementen 27 und einem Drehkorb
28 zusammensetzt.
[0058] Am Vorstapelkorb 25 sind wie in der Figur auf einer Seite gestrichelt angedeutet,
allseitig längs der Stapelhöhe Ausrichtelemente 27 vorgesehen, die an unterschiedliche
Formatgrößen von Exemplaren 20ʹ angepaßt werden können. Der Boden 26, ebenfalls in
der Figur gestrichelt gezeichnet, ist als zweiteiliger Boden 26 ausgeführt, der in
gestrichelten Pfeilrichtungen 26ʹ verschiebbar ist.
[0059] Der Drehkorb 28 ist unterhalb des Vorstapelkorbes 25 so angeordnet, daß die Exemplare
20ʹ in Draufsicht im Vorstapelkorb 25 und im Drehkorb 28 deckungsgleich liegen. Der
zweiteilige Boden 26 versperrt in der eingezeichneten Stellung in Pfeilrichtung 29
den Förderweg der Exemplare 20ʹ.
[0060] Der Drehkorb 28 besteht beispielsweise, wie in der Figur gezeigt, aus einer kreisförmigen
Grundplatte 30, auf der Schienen 31, Winkelschienen 32 und Ausrichtelemente 27 befestigt
sind. Von den Ausrichtelementen 27 ist der Übersicht halber nur ein Ausrichtelement
27 gestrichelt in der Figur eingezeichnet. Die auf der Grundplatte 30 verschiebbaren
Winkelschienen 32 und Ausrichtelemente 27 bilden einen Quader, dessen Grundfläche
an das Format der Exemplare 20ʹ anpaßpar ist.
[0061] Die Schenkel der Winkelschienen 32 sind, wie z.B. in der Figur 1 gestrichelt gezeigt,
mindestens auf einer Quaderseite in eine Endstellung 32ʹ schwenkbar. Auf der mit
schwenkbaren Schenkeln ausgebildeten Drehkorbseite sind zwischen den Winkelschienen
32 keine Ausrichtelemente 27 vorgesehen. Alternativ zu den schwenkbaren Schenkeln
können auch verschiebbare Schenkel vorgesehen sein und anstatt der Schienen 31 kann
die Grundplatte 30 Nuten aufweisen.
[0062] Der Drehkorb 28 ist insgesamt um seine vertikale Achse in Pfeilrichtungen 28ʹ um
180° drehbar. Damit können im Vorstapelkorb 25 angesammelte Exemplare 20ʹ drehversetzt
im Drehkorb 28 zu einem Gesamtstapel 33 zusammengesetzt werden. Mehrere Exemplare
20ʹ bilden im Vorstapelkorb 25 einen Teilstapel 33ʹ.
[0063] Neben dem Drehkorb 28 und unterhalb der Beschickungsvorrichtung 11 sind die Mittel
zum Verpacken der Exemplare 20ʹ vorgesehen.
[0064] Ein Greifer 34, der mittels Führungsstangen 35 in Pfeilrichtungen 34ʹ, 34ʺ führbar
ist, weist unabhängig voneinander ausgebildete beabstandete Greifarmpaare 27 auf,
die synchron bewegbar sind. In der Figur sind zwei Greifarmpaare 37 gezeigt, die jeweils
einen starren Greifarm 38 und einen beweglichen Greifarm 39 aufweisen. Der bewegliche
Greifarm 39 ist in Pfeilrichtungen 39ʹ, 39ʺ verschwenkbar und/oder quer zum starren
Greifarm 38 verschiebbar.
[0065] Der Greifer 34 hält den Gesamtstapel 33 zwischen dem starren und dem beweglichen
Greiferarm 38, 39. Dabei ist die Anpreßkraft wählbar mit der die Greifarme 38, 39
den Gesamtstapel 33 zwischen ihren Armen gepresst einer Verpackungseinheit zuführen.
[0066] Im Zwischenraum der beabstandeten Greifarmpaare 37 sind Rollen 40, 41 raumfest befestigt,
die quer zur Transportrichtung des Gesamtstapels 33 ein Folienband 42 endlos halten.
Ein Schweißstempel 44, der in Pfeilrichtungen 44ʹ verschiebbar ist, liegt in einer
ersten Endstellung an einem horizontalverlaufenden Abschnitt des Folienbandes 42 an
und befindet sich in einer zweiten Endstellung außerhalb des Raumes, in dem der Gesamtstapel
33 vom Greifer 34 bewegt wird.
[0067] In der ersten Endstellung trennt der Schweißstempel 44 eine Banderole 45 vom Folienband
42 ab, verschweißt die Banderole 45 am gepreßten Gesamtstapel 33 und verschweißt ferner
das Folienband 42 zu einem Endlosband.
[0068] Im Bereich des banderolierten Gesamtstapels 33 ist ein Stempel 46, der quer zur horizontalen
Bewegungsrichtung des Greifers 34 in Pfeilrichtungen 46ʹ verschiebbar ist, vorgesehen.
[0069] In einer ersten Endstellung ist er bei geöffnetem Greifer (34) an eine der Seiten
des Gesamtstapels 33 anpressbar, die nicht von einer Banderole 45 umreift sind. In
der zweiten Endstellung ist der Stempel 46 außerhalb des Bewegungsbereichs des Gesamtstapels
33 angeordnet. Der Greifer 34 ist mit den starren Greifarmen 38 in Nuten 47 einer
Platte 48 absenkbar, damit der Gesamtstapel 33 bei geöffnetem Greifer 34 auf der Oberfläche
der Platte 48 plan aufliegt.
[0070] Mit der Platte 48 sind bekannte Fördermittel 49 verbunden, die den banderolierten
Gesamtstapel 33 übernehmen und beispielsweise in Pfeilrichtung 49ʹ weitertransportieren.
[0071] Die Funktionsweise der in der Figur 1 dargestellten erfindungsgemäßen Verpackungseinrichtung
10 ist wie folgt:
[0072] Die in Falz- bzw. Heftmaschinen bearbeiteten Exemplare 20 werden einzeln an die Beschickungsvorrichtung
11 übergeben. Das erste Fördermittel 14 fördert mit einer an die Falz-oder Heftmaschine
angepassten Fördergeschwindigkeit die Exemplare 20 in die Presse 16, die die gepressten
Exemplare 20ʹ auf das zweite Fördermittel 15 schiebt. Das erste Fördermittel 14 und
die Presse 16 arbeiten mit derselben Förderleistung, während das zweite Fördermittel
15 mit einer Fördergeschwindigkeit betrieben wird, die kleiner ist als die Fördergeschwindigkeit
des ersten Fördermittels 14.
[0073] Auf dem zweiten Fördermittel 15 rücken die Exemplare 20ʹ enger aneinander oder schieben
sich zu einem Schuppenstrom übereinander. Der Schuppenstrom auf dem stetig fördernden
Fördermittel 15 ist mit Hilfe des Staustempels 24 staubar, indem der Staustempel 24
von oben kommend auf die Förderfläche 18 soweit abgesenkt wird, daß die Spaltweite
zwischen dem Fördermittel 15 und dem Staustempel 24 kleiner ist als die Dicke eines
Exemplars 20ʹ.
[0074] Der Vorstapelkorb 25 der Stapelvorrichtung 12 wird immer dann mit Exemplaren 20ʹ
beschickt, wenn der zweiteilige Boden 26 des Vorstapelkorbs 25 geschlossen ist. Der
Staustempel 24 wird soweit angehoben, daß der Schuppenstrom ungehindert durch den
Spalt zwischen der Förderfläche 18 und dem Staustempel 24 hindurchtreten kann. Im
Vorstapelkorb 25 werden die Exemplare 20ʹ ausgerichtet und aus einer abgezählten
Anzahl von Exemplaren 20ʹ wird ein Teilstapel 33ʹ gebildet. Ist die Anzahl der Exemplare
20ʹ, die den Teilstapel 33ʹ bilden, erreicht, wird der Schuppenstrom auf dem zweiten
Fördermittel 15 gestaut, der zweiteilige Boden 26 wird in Pfeilrichtungen 26ʹ geöffnet
und der Teilstapel 33ʹ kann der Schwerkraft folgend in den Drehkorb 28 fallen.
[0075] Der Boden des Drehkorbs 28 kann bei diesem Vorgang angehoben werden, siehe Figur
4, damit der Fallweg zwischen dem Vorstapelkorb 25 und dem Drehkorb 28 verkürzt wird.
Im Drehkorb 28 wird der Teilstapel 33ʹ nochmals ausgerichtet und um seine vertikale
Achse um 180° gedreht. Gleichzeiting wird im Vorstapelkorb 25 erneut ein Teilstapel
33ʹ gebildet, der durch das Öffnen des Bodens 26ʹ auf den schon im Drehkorb 28 befindlichen
Teilstapel 33ʹ fällt. Mehrere Teilstapel 33ʹ werden im Drehkorb 28 zu einem Gesamtstapel
33 zusammengefaßt. Die Falze bzw. die Heftrücken der Exemplare 20ʹ der Teilstapel
33ʹ sind im Drehkorb 28 diametral angeordnet.
[0076] Der Greifer 34 fährt, sobald die gewünschte Gesamtstapelhöhe erreicht ist, mit seinen
Greifarmpaaren 37 in den Drehkorb 28. Die starren Greifarme 38 schieben sich dabei
unter den Gesamtstapel 33, während sich die beweglichen Greifarme 39 an die Oberfläche
des Gesamtstapels 33 anlegen. Die Greifarmpaare 37 pressen den Gesamtstapel 33 zwischen
ihren Greifarmen 38, 39 und fahren den ausgerichteten Gesamtstapel 33 aus dem Drehkorb
28 heraus. Dabei sind die Schenkel der Winkelschienen 32 auf der Seite, über die der
Greifer 34 in den Drehkorb 28 eingreift, so verschwenkt, daß der Transportweg des
Gesamtstapels 33 aus dem Drehkorb 28 heraus frei von Hindernissen ist. Der Greifer
34 kann den Gesamtstapel 33, wie dies in der Figur mit den Pfeilrichtungen 34ʹ, 34ʺ
gezeigt ist, horizontal längs der Eingriffrichtung in den Drehkorb 28 und vertikal
dazu befördern.
[0077] Der Geifer 34 führt den Gesamtstapel 33 aus dem Drehbereich des Drehkorbs 28 heraus
und führt dabei gleichzeitig den Gesamtstapel 33 durch einen Vorhang, der von dem
Folienband 42 aufgespannt wird. Der gepresste Gesamtstapel 33 wird bei dieser Bewegung
des Greifers 34 vom Folienband 42 umreift. Das Folienband 42 wird danach zu einer
Banderole 45 am gepressten Gesamtstapel 33 mit bekannten Mittel verschwießt. Die Banderole
45 wird vom Folienband 42 abgetrennt und das Folienband 42 zwischen den Rollen 40,
41 wird zu einem Endlosband verschweißt.
[0078] Ist der Gesamtstapel 33 banderoliert, so öffnen sich die beweglichen Greifarme 39,
der Gesamtstapel 33 vergröbert sich durch die nachlassende Preßkraft der Greifarme
38, 39 geringfügig und die Banderole 45 wird gedehnt, so daß sie den Gesamtstapel
33 unverrückbar zusammenhält.
[0079] Bei offenem Greifer 44 liegt der banderolierte Gesamtstapel 33 auf den starren Greifarmen
38 auf, oder der Greifer 34 wird in Pfeilrichtung 34ʹ abgesenkt, so daß die starren
Greifarme 38 in Nuten 47 der Platte 48 eingreifen und ansatzfrei mit der Platte 48
eine plane Oberfläche bilden.
[0080] Der banderolierte Gesamtstapel 33 wird daraufhin von dem Stempel 46 aus dem Greifer
34 herausgedrückt und auf das Fördermittel 49 geschoben.
[0081] Anschließend fährt der Greifer 34 erneut in den Drehkorb (28), in dem er mit seinen
Greifarmpaaren 37 beidseits des wieder zu einem Endlosband verschweißten Folienbands
42 vorbeifährt und einen neuen ausgerichteten Gesamtstapel 33 aufnimmt, ihn dabei
preßt und der Banderolierung zuführt.
[0082] In der Figur 1 werden der Übersicht halber keine Antriebe für die Fördermittel 14,
15, die Presse 16, den Staustempel 24, den Boden 26, den Drehkorb 28, die verschwenk-
bzw. verschiebbaren Winkelschienen 32, den Greifer 34, den Schweißstempel 44, den
Stempel 46 und das Fördermittel 49 gezeigt. Für die einzelnen Vorrichtungen können
sowohl elektrische als auch pneumatische Antriebe eingesetzt werden. Ferner besteht
die Möglichkeit, auch die Ausrichtelemente 27 und die Winkelschienen 32 über Antriebe
automatisch zu verstellen.
[0083] In Figur 2 ist eine Vorderansicht eines Ausführungungsbeispeils eines erfindungsgemäßen
Greifers 34 gezeigt, wie er einen Gesamtstapel 33 geführt und gepresst hält und fördern
kann.
[0084] Der Greifer 34 hält in der Figur einen aus zwei Teilstapeln 33ʹ gebildeten Gesamtstapel
33. Die Greifarme 38, 39 sind jeweils zu einem Greifarmpaar 37 in einem Rahmen 50
zusammengefaßt, der mit einem Träger 51 fest verbunden ist. Die vom Rahmen 50 abgewandten
Enden der Träger 51 sind jeweils mit einer Platte 52, 53 fest verbunden, die Bohrungen
54, 55 aufweisen, durch die Stangen 56, 57 hindruchgeführt sind. Die Platten 52, 53
sind in Pfeilrichtungen 58 längs der Stangen 56, 57 mittels eines Gestänges 59 verschiebbar.
Das Gestänge 59 ist mit den Trägern 51 der beiden Greifarmpaare 37 verbunden und wird
von einem in einem Zylinder 60 laufenden Kolben ausgelenkt. Die beiden Greifarmpaare
37 werden somit synchron ausgelenkt. Die Stangen 56, 57 und der Zylinder 60 sind
auf einer Platte 61 befestigt, die längs eines Stabes 62 verschiebbar ist.
[0085] Figur 3 zeigt den Greifer 34 im Schnitt III-III der Figur 2.
[0086] Der im Schnitt gezeigte Gesamtstapel 33 wird von den Greifarmen 38, 39 gepreßt gehalten.
Der starre Greifarm 38 geht einstückig aus dem Rahmen 50 hervor und der bewegliche
Greifarm 39 ist in diesem Ausführungsbeispiel nur längs einer Führungsstange 63 verschiebbar.
Im Rahmen 50 ist neben der Führungsstange 63 ein Zylinder 64 angeordnet. Im Zylinder
64 ist ein Kolben 65 verschiebbar geführt, der den beweglichen Greifarm 39 längs der
Führungsstange 63 verschiebt. Der Träger 51 ist mit dem Rahmen 50, der Platte 52
und dem Gestänge 59 verbunden. Das Gestänge 59 weist zur Umlenkung der Horizontalbewegung
eines im Zylinder 60 geführten Kolbens Gelenke 66, 67 auf. Die Platte ist mittels
einer Buchse 68 längs des Stabes 62 in Pfeilrichtungen 69 verschiebbar.
[0087] Figur 4 zeigt im Längschnitt einen Ausschnitt der Beschickungsvorrichtung 11, des
Vorstapelkorbs 25 und des Drehkorbs 28.
[0088] Das in Pfeilrichtung 18ʹ betriebene zweite Fördermittel 15 grenzt an den plattenfömigen
Staustempel 24 und an ein Ausrichtelement 27 des Vorstapelkorbs 25. Das zweite Fördermittel
15 wird seitlich von einer Wand 70 gehalten. Der Staustempel 24 ist in Pfeilrichtungen
71ʹ in ein Gehäuse 71 ein- und ausfahrbar. In der gezeigten Stellung versperrt der
Staustempel 24 den gesamten Förderweg des zweiten Fördermittels 15. An der Wand 70
ist ein Träger 72 befestigt, an dem verschiebbare Ausrichtelemente 27 angebracht sind.
Der aus zwei Schieberplatten 73, 73ʹ bestehende Boden verschließt den Vorstapelkorb
25 nach unten. Die Schieberplatten 73, 73ʹ sind in Pfeilrichtungen 74, 74ʹ in Gehäusen
75, 75ʹ verfahrbar.
[0089] Unterhalb des Vorstapelkorbs 25 sind die Winkelschienen 32 und die Ausrichtelemente
27 des Drehkorbs 28 fluchtend mit den Ausrichtelementen 27 des Vorstapelkorbs 25 angeordnet.
Die Ausrichtelemente 27 des Drehkorbs 28 sind in diesem Ausführungsbeispiel mit einem
Ende an der Grundplatte 30 befestigt. Die Winkelschienen 32 sind über Stangen 76 an
den Ausrichtelementen 27 verschiebbar befestigt.
[0090] Die Grundplatte 30 weist auf der Unterseite ein Zahnrad 77 auf, das in eine Zahnstange
78 greift. Mittels der Zahnstange 78 kann die Grundplatte 30 um ihre vertikale Achse
gedreht werden. Das Zahnrad 78 ist von einer Welle 79 durchsetzt, die mit Nuten 79ʹ
in Federn greift, die auf der Innenseite der Kreisringfläche des Zahnrades 77 angeordnet
sind. An einem Ende der Welle 79 sind Träger 80 befestigt, die über ihre Länge in
die Grundplatte 30 ansatzfrei eingelassen sind. Am anderen Ende der Träger 80 sind
die Schienen 31, die über die Oberfläche der Grundplatte 30 hervorstehen, fest angebracht.
[0091] Die Welle 79 weist an ihrem von der Grundplatte 30 weg wiesenenden Ende eine Aussparung
auf, die in einen Zapfen 81 eines in Pfeilrichtungen 81ʹ ausfahrbaren Zylinders 82
eingreift. Die Welle 79 ist auf dem Zylinder 82 drehbar gelagert.
[0092] Wird der Zylinder 82 in Richtung Vorstapelkorb 25 ausgefahren, so bewegen sich die
Schienen 31 in dieselbe Richtung und der Fallweg der Exemplare zwischen Vorstapelkorb
25 und Drehkorb 28 wird verkürzt.
[0093] Figur 5 zeigt in Draufsicht einen Ausschnitt des Greifers 34 im Drehkorb 28 der erfindungsgemäßen
Verpackungseinrichtung.
[0094] Auf der in diesem Ausführungsbeispiel rechteckförmig angeordneten Grundplatte 30
sind die Ausrichtelemente 27 und die Winkelschienen 32 längs des quaderförmigen Gesamtstapels
33 angeordnet. Auf der Quaderseite, über die der Greifer 34 in den Drehkorb 28 eingreift,
sind Schenkel 83 der Winkelscheinen 32 in einem Gehäuse 84 verschiebbar angeordnet.
Die Schenkel 83 lassen sich in Pfeilrichtungen 84ʹ verschieben, sobald der Greifer
34 beim Einfahren in den Drehkorb 28 einen Kontakt auslöst, in dem der Greifer 34
z.B. in den Meßkreis einer Lichtschranke eintaucht. Die Schenkel 83 werden daraufhin
soweit in das Gehäuse 84 eingefahren, daß die beweglichen Greifarme 39 störungsfrei
in eine Schließstellung des Greifers 34 gefahren werden können, in der der Gesamtstapel
33 vom Greifer 34 zusammengepresst gehalten und aus dem Drehkorb 28 herausgefahren
wird.
[0095] Auf der Grundplatte 30 ist eine erste Führungsnut 85 zum Verstellen der Ausrichtelemente
27 vorgesehen, die über eine Schraubenverbindung 86 die Stangen 76 der Winkelschienen
32 verschiebbar halten. Auf der Grundplatte 30 sind ferner zweite Führungsnuten 87,
87ʹ für die starren Greifarme 38 vorgesehen.
1. Verfahren zum Verpacken von Druckerzeugnissen, bei dem Exemplare (20) der vorzugsweise
gefalzten, geleimten oder gehefteten Erzeugnisse mittels einer Beschickungsvorrichtung
(11) aus einer vorgeordneten Station übernommen und in der Beschickungsvorrichtung
(11) durch teilweises Übereinanderschieben aufgeschuppt werden, die aufgeschuppten
Exemplare (20ʹ) synchron mit einer Stapelvorrichtung (12) aufgestaut werden, die Exemplare
dann einer Stapelvorrichtung (12) zugeführt werden, in der einzelne Exemplare (20)
ausgerichtet und gezählt werden, sowie Teilstapel (33ʹ) aus den einzelnen Exemplaren
(20) gebildet werden, die Teilstapel (33ʹ) zu einem Gesamtstapel (33) aufgestapelt
werden und schließlich der Gesamtstapel (33) einer Verpackungseinheit zugeführt und
dort gepreßt und mit einem Verpackungsmittel umschlossen wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Exemplare (20) vor dem Aufschuppen ganzflächig gepreßt werden, daß die Teilstappel
(33ʹ) nacheinander um jeweils 180° um ihre Hochachse gedreht zum Gesamtstapel (33)
aufgestapelt werden und daß der Gesamtstapel (33) in gepreßtem Zustand aus der Stapelvorrichtung
entnommen und unter Fortdauer des gepreßten Zustandes in die Verpackungseinheit (40
bis 48) überführt und mit dem Verpackungsmittel umschlossen wird.
2. Vorrichtung zum Verpacken von vorzugsweise gefalzten, geleimten oder gehefteten
Exemplaren (20) von Druckerzeugnissen, mit einer Beschickungsvorrichtung (11) zur
Übernahme der Exemplare (20) aus einer vorgeordneten Station, mit einer der Beschickungsvorrichtung
(11) nachgeordneten Stapelvorrichtung (12), und mit einer Überführungsvorrichtung
(34 bis 39ʺ) zum Überführen von gestapelten Exemplaren (20) aus der Stapelvorrichtung
(12) zu einer Verpackungseinheit (40 bis 48), dadurch gekennzeichnet, daß die Beschickungsvorrichtung
(11) erste und zweite Fördermittel (14, 15) für die Exemplare (20, 20ʹ) aufweist,
daß zwischen ersten (14) und zweiten (15) Fördermitteln eine Presse (16) für die Exemplare
(20) angeordnet ist, wobei die stromabwärts nach der Presse (16) angeordneten Fördermittel
(15) mit verminderter Fördergeschwindigkeit laufen und synchron mit der Stapelvorrichtung
(12) betätigte Bremsmittel (24, 24ʹ) zum Anhalten und Aufschuppen der gepreßten Exemplare
(20ʹ) aufweisen, und daß die Überführungsmittel (34 bis 39ʺ) Mittel (37 bis 39) zum
Ergreifen und Halten der gestapelten Exemplare (20ʹ) unter Druck zur Entnahme aus
der Stapelvorrichtung (12) und zum Überführen zur Verpackungseinheit (40 bis 48)
enthalten.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Beschickungsvorrichtung
(11) horizontal im oberen Bereich der Baueinheit verläuft, daß die Stapelvorrichtung
(12) vom freien Ende der Beschickungsvorrichtung (11) nach unten arbeitet, und daß
die Überführungsvorrichtung (34 bis 39ʺ) horizontal und gegenläufig parallel unterhalb
der Beschickungsvorrichtung (11) verläuft und mit der Verpackungseinheit (40 bis 48)
baulich vereinigt ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die ersten Fördermittel
(14) und die Presse (16) von demselben Antrieb angetrieben werden.
Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Presse
(16) zwei Walzen (21, 22) aufweist, die sich mit einer der Breite der Fördermittel
(14, 15) entsprechenden Länge quer zur Längsachse der Fördermittel (14, 15) erstrecken,
und daß der Abstand der Walzen (21, 22) zueinander verstellbar ist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Beschickungsvorrichtung
(11) an einen ersten Träger der Stapelvorrichtung (12) grenzt, die ferner einen zweiten
Träger aufweist, der fluchtend unterhalb des ersten Trägers angeordnet ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß an den Trägern verstellbare
Ausrichtelemente (27) vorgesehen sind.
8. Vorrichtung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß der zweite Träger
um seine vertikale Achse drehbar ist und auf einer Grundplatte (30) Schienen (31)
und lotrecht zur Grundplatte (30) verschiebbare Winkelschienen (32) aufweist, die
Seitenkanten eines Quaders bilden und daß die Schenkel der Winkelschienen (32) mindestens
auf einer Quaderseite schwenkbar oder verschiebbar sind.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Schienen (31) von
der Grundplatte (30) weg in Richtung des ersten Trägers verschiebbar sind.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die
Überführungsvorrichtung (34 bis 39ʺ) einen Greifer (34) in Gestalt mindestens eines
Greiferarmpaares (37) aus einem starren und einem beweglichen Greifarm (38, 39) aufweist,
die parallel angeordnet sind, und daß der bewegliche Greifarm (39) gegenüber dem starren
Greifarm (38) schwenkbar und/oder verschiebbar ist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Greifer (34) zwei
Greiferarmpaare (37) aufweist, die in einem Abstand voneinander angeordnet sind.
12. Vorrichtung nach Anspruch 10 oder 11 in Verbindung mit einem der Ansprüche 6 bis
8, dadurch gekennzeichnet, daß der zweite Träger über die Quaderseiten mit verschiebbaren
und verschwenkbaren Schenkeln mit dem Greifer (34) in Verbindung steht, der zur raumfesten
vertikalen Achse des zweiten Trägers längs und quer verschiebbar ist.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß der
Greifer (34) Schaltmittel zum Anschalten eines Antriebs aufweist, der die Schenkel
in Endstellungen verschiebt oder verschwenkt.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 11 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen
den Greifarmpaaren (37) eine Einrichtung zum Banderolieren vorgesehen ist.