| (19) |
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(11) |
EP 0 146 011 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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28.09.1988 Patentblatt 1988/39 |
| (22) |
Anmeldetag: 24.11.1984 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)4: B65D 41/04 |
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Behälter mit einem Deckel
Container with lid
Récipient avec couvercle
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE DE FR GB IT LU NL |
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Priorität: |
13.12.1983 CH 6633/83
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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26.06.1985 Patentblatt 1985/26 |
| (73) |
Patentinhaber: Hauser, Ivo J. |
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Westport, CT 06880 (US) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Hauser, Ivo J.
Westport, CT 06880 (US)
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| (74) |
Vertreter: Schmauder, Klaus Dieter et al |
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Schmauder & Wann
Patentanwaltsbüro
Zwängiweg 7 8038 Zürich 8038 Zürich (CH) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 051 568 FR-A- 1 226 696 US-A- 3 568 871
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DE-A- 2 644 845 GB-A- 522 159 US-A- 4 210 251
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen Behälter mit einem Deckel gemäss Oberbegriff des Anspruches
1.
[0002] Ein Behälter mit einem Deckel der eingangs genannten Art ist beispielsweise von der
Sun Coast Plastics, Inc., bekannt. Die beiden Dichtlippen sind konzentrisch in der
Deckelfläche angeordnet und bilden zwischen sich eine umlaufende Rinne, die sich zur
offenen Seite des Deckels hin erweitert. Beim Ansetzen des Deckels am Behälter greift
der obere Behälterrand in die Rinne ein, sodass die Dichtlippen an den Kanten der
Stirnfläche anliegen, welche die Behälteröffnung umgibt. Dies bringt entscheidende
Nachteile. Einerseits kann an der die Behälteröffnung umgebenden Stirnfläche des Behälters
keine die Behälteröffnung verschliessende Membrane angebracht werden. Zum andern berührt
die innere Dichtlippe eine Behälterfläche, welche als Dichtfläche ungeeignet ist,
weil sie geometrisch unsymmetrisch ist oder verkratzt ist. Weiter reiben diese Kanten
der Stirnfläche an den Dichtlippen, sodass diese erheblichem Verschleiss ausgesetzt
sind. Schliesslich besteht die Gefahr, dass ein Schraubdeckel so stark angezogen wird,
dass die Dichtlippen bleibend verformt oder gar zerstört werden, sodass ihre Dichtfunktion
verloren geht.
[0003] Grösste Verbreitung haben bisher Behälter mit einem Deckel gefunden, der lediglich
eine umlaufende Dichtlippe oder Dichtscheibe aufweist, welche an der die Behälteröffnung
umgebenden Stirnfläche angreift. Behälter mit Dichtscheiben sind überdies in der Regel
mit einer Verschlussmembrane versehen, die die Behälteröffnung abdeckt und die mit
der die Behälteröffnung umgebenden Stirnfläche verbunden ist. Eine solche Verschlussmembrane
muss dann zum Oeffnen des Behälters entfernt werden. In der Regel verbleiben jedoch
an der die Behälteröffnung umgebenden Stirnfläche Reste des Bindemittels und der Verschlussmembrane,
welche ein dichtes - Wiederverschliessen des Behälters mit dem Deckel verhindert.
Ausserdem besteht auch hier die Gefahr, dass beispielsweise durch ein zu starkes Verschrauben
des Schraubendeckeis die Dichtscheibe beschädigt wird.
[0004] Aufgabe der Erfindung ist es, einen Behälter der eingangs genannten Art so auszubilden,
dass die genannten Nachteile vermieden werden.
[0005] Die gestellte Aufgabe wird erfindungsgemäss durch die kennzeichnenden Merkmale des
Anspruches 1 gelöst.
[0006] Die beiden, an verschiedenen Flächen des Behälters angreifenden Dichtlippen gewährleisten
einen absolut dichten Verschluss des Behälters, da die Dichtfunktionen auf zwei verschiedene
Flächen verteilt sind. Dadurch ist es sogar möglich, auf eine Verschlussmembrane zu
verzichten. Es kann jedoch auch eine Verschlussmembrane verwendet werden, die auf
die die Behälteröffnung umgebende Stirnfläche aufgelegt oder mit dieser verbunden
werden kann. Etwaige nach dem Entfernen der Verschlussmembrane verbleibende Reste
des Bindemittels bewirken dann dennoch kein Undichtwerden des Deckels, da die zweite
umlaufende Dichtlippe eine ausreichende Abdichtung gewährleistet. Die beiden Dichtlippen,
welche überdies an Flächen angreifen, setzen beim Verschliessen des Behälters mit
dem Deckel dem Verschliessvorgang einen wachsenden Widerstand entgegen, wodurch eine
Beschädigung der Dichtlippen beim Ansetzen des Deckels vermieden wird. Mit den an
zwei verschiedenen Flächen angreifenden Dichtlippen ist es auch möglich, herstellungsbedingte
Toleranzen des Behälters und des Deckels auszugleichen, sodass stets genügend Anpressdruck
der Dichtlippen an den Flächen des Behälters zur Verfügung steht, um eine dichtes
Verschliessen des Deckels zu gewährleisten. Die zusammenwirkenden Dichtlippen regulieren
die Anpressdrücke in den verschiedenen Flächen des Behälters. Eine Ueberbeanspruchung
der Dichtlippen und damit Risse, Ermüdungserscheinungen und dergleichen werden vermieden.
[0007] Vorteilhafte Ausbildungen des Behälters sind in den Ansprüchen 2 bis 10 beschrieben.
[0008] Die erste und zweite Dichtlippe können verschiedene Ausgestaltungen und Winkellagen
einnehmen. Die Ausbildung nach Anspruch 2 hat die Wirkung eines Ueberdruckventiles,
sodass ein übergrosser Druck im Behälterraum ein Abheben der ersten Dichtlippe ermöglicht.
Die Ausbildung nach Anspruch 3 gewährleistet eine erhöhte Dichtfunktion und ist insbesondere
für Behälter geeignet, bei denen keine Gefahr besteht, dass der zulässige Nenndruck
im Behälterinneren überschritten wird. Aehnliche Ueberlegungen ergeben sich auch für
eine Ausbildung der zweiten Dichtlippe. Eine Ausbildung der zweiten Diohtlippe nach
Anspruch 4 bewirkt einen besonders dichten Behälterverschluss. Die Ausbildung nach
Anspruch 5 hat ebenfalls eine gewisse Ventilfunktion. Ueberdies lässt sich beim Einsatz
einer solchen Dichtlippe an einer divergierenden Seitenfläche beim Ansetzen eines
Deckels am Behälter ein progressiv anwachsender Widerstand erzeugen. Eine Ausgestaltung
nach Anspruch 6 bietet die Möglichkeit, den Randbereich der zweiten Dichtlippe beim
Ansetzen des Deckels gegen die Behälteröffnung zurückzubiegen, wodurch sich einerseits
eine kräftige Anlage der Dichtlippe an der Seitenfläche und andererseits eine hohe
Dichtfunktion ergeben.
[0009] Die Dichtlippen können an einem Deckel direkt angeformt sein oder gemäss Anspruch
7 an einem Einsatzkörper ausgeformt sein. Letzteres ermöglicht es, den Deckelteil
und den Einsatzkörper aus verschiedenen, den einzelnen Funktionen angepassten Werkstoffen
herzustellen.
[0010] Die die Behälteröffnung umgebende Stirnfläche ist zweckmässigerweise nach Anspruch
8 ausgestaltet, was insbesondere von Vorteil ist, wenn an der Stirnfläche eine Verschlussmembrane
befestigt werden soll. Es sind aber auch Ausbildungen des Behälters nach Anspruch
9 möglich.
[0011] Obwohl der Deckel mit den beiden Dichtlippen bereits ausgezeichnete Dichtfunktionen
erbringt, kann der Verschluss durch eine Ausbildung nach Anspruch 10 weiter verbessert
werden.
[0012] Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes werden nachfolgend anhand der Zeichnungen
näher beschrieben, dabei zeigen :
Figur 1 einen ersten Behälter mit einem Deckel im Vertikalschnitt und im Ausschnitt
;
Figur 2 einen zweiten Behälter mit einem Deckel im Vertikalschnitt und im Ausschnitt
; und
Figur 3 einen dritten Behälter mit einem Deckel im Vertikalschnitt und im Ausschnitt.
In Figur 1 ist ein Behälter 2 angedeutet, der mit einem Dekkel 4 verschlossen ist.
Der Deckel kann als Schraubdeckel oder wie im vorliegenden Fall als Schnappdeckel
ausgestaltet sein. Hierzu ist am Behälter 2 ein umlaufender Wulst 6 vorgesehen, an
dem ein umlaufender Innenwulst 8 des Deckels 4 einrastet.
[0013] Der Behälter 2 weist eine Behälteröffnung 10 auf, die von einer Stirnfläche 12 umgeben
ist. Die Stirnfläche 12 bildet einen Winkel γ von 90° mit der Behälterachse 14 des
Behälters 2. Nach aussen schliesst sich an die Stirnfläche 12 eine Seitenfläche 16
an, die von der Stirnfläche unter einem Winkel ϑ weg divergierend zur Behälterachse
14 verläuft.
[0014] Der Deckel 4 enthält einen Einsatz 18, an dem eine erste umlaufende Dichtlippe 20
angeformt ist, die unter einem Winkel a zur Stirnfläche 12 geneigt ist. Die erste
Dichtlippe 20 ist von der Behälterachse 14 nach aussen geneigt. Am Einsatz 18 ist
eine zweite Dichtlippe 22 umlaufend angeformt, die mit der Seitenfläche 16 einen Winkel
β bildet. Die zweite Dichtlippe ist von der Behälteröffnung 10 weg gerichtet.
[0015] Zwischen der ersten Dichtlippe 20 und der Stirnfläche 12, welche die Behälteröffnung
10 umgibt, ist eine Verschlussmembrane 24 angeordnet, welche lose auf der Stirnfläche
12 aufliegen kann und durch die erste Dichtlippe 20 angepresst wird oder mit der Stirnfläche
12 verbunden, beispielsweise verklebt ist. Die Verschlussmembrane 24 hat einen nach
aussen vorstehenden Rand 26, an dem die Verschlussmembrane zum Oeffnen des Behälters
erfasst und von der Stirnfläche 12 abgerissen werden kann.
[0016] Im gezeigten Beispiel weist die erste Dichtlippe 20 von der Behälterachse 14 nach
aussen und die zweite Dichtlippe 22 ist von der Behälteröffnung 10 weg gerichtet.
Die Dichtlippen bewirken so eine gewisse Ventilfunktion, die einen Druckausgleich
vom Inneren des Behälters nach aussen ermöglichen.
[0017] Die Figur 2 zeigt einen weiteren Behälter 28 mit einem zum Schrauben ausgebildeten
Deckel 30. Gewindeteile 32 des Deckels wirken mit Gewindeteilen 34 des Behälters zusammen.
Im Deckel 30 ist eine erste Dichtlippe 36 angeordnet, die an einer Stirnfläche 38
ansteht, welche die Behälteröffnung 40 umgibt. Die erste Dichtlippe 36 ist unter einem
Winkel a zur Stirnfläche 38 und nach innen gegen die Behälterachse 14 geneigt. Der
Deckel 30 enthält eine zweite Dichtlippe 42, die in Richtung zur Behälteröffnung 40
geneigt ist und an der Seitenfläche 44 ansteht, welche zur Behälterachse 14 geneigt
ist. Die zweite Dichtlippe 42 bildet einen Winkel β mit der Seitenfläche. In diesem
Beispiel sind beide Dichtlippen 36, 42 entgegengesetzt einer Strömungsrichtung aus
dem Behälter geneigt, sodass sie aufgrund eines Innendruckes im Behälter stärker gegen
die Stirnfläche 38 und die Seitenfläche 44 gepresst werden.
[0018] Die Figur 3 zeigt eine dritte Variante eines Behälters 46 mit einem Deckel 48, der
wiederum mit einem Schnappverschluss analog jenem des Beispiels der Figur 1 ausgestattet
ist. Hierzu weist der Behälter 46 einen Wulst 50 auf, an dem ein Innenwulst 52 des
Deckels 48 einrastet. Der Deckel enthält eine erste Dichtlippe 54, die unter einem
Winkel a zur Stirnfläche 56 geneigt ist, welche die Behälteröffnung 58 umgibt.
[0019] Weiter enthält der Deckel 48 eine zweite Dichtlippe 60, die unter einem Winkel ß
an einer Seitenfläche 62 des Behälters ansteht. Die Seitenfläche 62 ist divergierend
zur Behälterachse 14 angeordnet und bildet mit der Senkrechten einen Winkel e. Die
zweite Dichtlippe 60 steht praktisch annähernd senkrecht auf der Seitenfläche 62,
sodass sie beim Ansetzen des Deckels 48 am Behälter 46 einen gegen die Behälteröffnung
48 zurückgebogenen Rand 64 bildet.
[0020] Bei dieser Ausführungsform bildet die erste Dichtlippe 54, die von der Behälterachse
14 weg geneigt ist, mit der Stirnfläche 56 praktisch ein Ueberdruckventil. Bei einem
zu hohen Druck im Behälter 46 kann Gas über die erste Dichtlippe 54 in die Ringkammer
66 entweichen, welche im Deckel 48 zwischen der ersten Dichtlippe 54 und der zweiten
Dichtlippe 60 ausgebildet ist. Ein Druckanstieg in der Ringkammer 66 bewirkt ein stärkeres
Anpressen des Randes 64 der zweiten Dichtlippe 60 gegen die Seitenfläche 62, wodurch
die Dichtwirkung verbessert wird.
[0021] Die Winkel a und ß der Dichtlippen, der Winkel γ der Stirnfläche und der Winkel -b
der Seitenfläche hängen von verschiedenen Faktoren ab, wie beispielsweise dem Werkstoff
für die Dichtlippen und den Behälter, sowie einem Ueber- oder Unterdruck im Behälter,
dabei gelten jedoch grundsätzlich folgende Beziehungen
a < 90°, vorzugsweise 10° bis 50°
β ≤ 90°, vorzugsweise 10° bis 90°.
[0022] Aufgrund der Lehre der vorliegenden Erfindung ist es dem Fachmann ohne weiteres möglich,
die für den jeweiligen Fall geeigneten Winkel zu finden.
[0023] Das erfindungsgemässe Verschlusskonzept funktioniert nur in Gegenwart beider Dichtlippen,
welche zusammenspielen und zwar auf dem ganzen Umfang der Behälteröffnung. Die beiden
Dichtlippen gleichen die Kräfte, welche innerhalb des Verschlusses auftreten, in idealer
Weise aus. Gleichzeitig erlaubt die spezifische Konstruktion der Dichtlippen einen
engen Kontakt mit dem Behälter und einen Ausgleich seiner Toleranzen. Das Hauptelement
des Verschlusskonzeptes ist die Kombination einer spezifischen Lage sowie Winkellage
der beiden Dichtlippen.
[0024] Die Lage des äusseren Dichtlippe ist ideal für einen guten Wiederverschluss, insbesondere,
wenn eine Membrane (Sicherheitsverschluss, usw.) zusätzlich verwendet wird. Das erfindungsgemässe
Verschlusskonzept ist grundsätzlich auch für Anwendungen geeignet, bei denen der Behälterinnendruck
grösser oder kleiner ist als der Atmosphaerendruck.
[0025] Das Konzept der doppelten Dichtungslippen kann auch bei einer Deckeleinlage verwendet
werden, die unabhängig vom Deckel gespritzt und mit Hochleistungsmaschinen in den
Deckel eingelegt werden kann. Unter Umständen kann die Herstellung auch mittels eines
modernen Kombinationsspritzverfahrens (Spritzen von zwei verschiedenen Kunststoffen
in einem Arbeitsgang) erfolgen. Dieses Verschlusskonzept ist insbesondere dann von
Interesse, wenn das Füllgut nur spezifische Kunststoffe aus Gründen der Migration
erlaubt oder spezielle Charakteristiken (Flexibilität, usw.) notwendig sind.
[0026] Das Verschlusskonzept hat viele Vorteile sowohl für einen Kunststoffverarbeiter wie
für einen Verpackungsbetrieb :
[0027] Die Behälteröffnung kann von normaler Konstruktion sein und bedingt keine engeren
Toleranzen als ein normaler Schraubverschluss. Bestehende Behälterkonstruktionen aus
Glas können einfach und mit wenig Kosten dem neuen Verschlusskonzept angepasst werden.
[0028] Bei der Herstellung des Deckels kann die normale Abstreifentformung angewendet werden.
Weil das Verschlusskonzept in geschlossenem Zustand nur niedere Seitenkräfte (Radialkräfte)
erzeugt, können auch Gewindeprofile beim Abstreifentformen angewendet werden.
[0029] Das Verschlusskonzept toleriert einen grossen Bereich für das Verschlussdrehmoment
bei einer Verschliessmaschine und bleibt dennoch funktionstüchtig.
Bezugszeichenliste
[0030]
a Winkel der ersten Dichtlippe
ß Winkel der zweiten Dichtlippe
-y Winkel der Stirnfläche
i7 Winkel der Seitenfläche
2 Behälter
4 Deckel
6 Wulst von 2
8 Innenwulst von 4
10 Behälteröffnung
12 Stirnfläche
14 Behälterachse
16 Seitenfläche
18 Einsatz
20 erste Dichtlippe
22 zweite Dichtlippe
24 Verschlussmembrane
26 Rand
28 Behälter
30 Deckel
32 Gewindeteil von 30
34 Gewindeteil von 28
36 erste Dichtlippe
38 Stirnfläche
40 Behälteröffnung
42 zweite Dichtlippe
44 Seitenfläche
46 Behälter
48 Deckel
50 Wulst von 46
52 Innenwulst von 48
54 erste Dichtlippe
56 Stirnfläche
58 Behälteröffnung
60 zweite Dichtlippe
62 Seitenfläche
64 Rand von 60
66 Ringkammer
1. Behälter (2, 28, 46) mit einem Deckel (4, 30, 48), der formschlüssig und lösbar
mit dem Behälter verbunden ist und der zwei mit dem Behälter zusammenwirkende, um
die Behälteröffnung verlaufende Dichtlippen (20, 36, 54 ; 22, 42, 60) aus elastischem
Material aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass eine erste Dichtlippe (20, 36, 54)
unter einem Winkel a < 90° an der die Behälteröffnung (10, 40, 58) umgebenden Stirnfläche
(12, 38, 56) des Behälters (2, 28, 46) und die zweite Dichtlippe (22, 42, 60) unter
einem Winkel β ≤ 90° an einer sich nach außen an die Stirnfläche anschließende Seitenfläche
(16, 44, 62) des Behälters anliegen, wobei die Seitenfläche (16, 44, 62) von der Stirnfläche
(12, 38, 56) weg unter einem Winkel ({}) divergierend zur Behälterachse (14) verläuft.
2. Behälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Dichtlippe (20,
54) von der Behälterachse (14) nach aussen geneigt ist.
3. Behälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Dichtlippe (36)
nach innen gegen die Behälterachse (14) geneigt ist.
4. Behälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Dichtlippe (42)
in Richtung zur Behälteröffnung (40) geneigt ist.
5. Behälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Dichtlippe (22,
60) entgegengesetzt zur Behälteröffnung (10, 58) geneigt ist.
6. Behälter nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Dichtlippe (60)
einen Winkel β = 10° bis 90° mit der Seitenfläche (62) bildet.
7. Behälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Dichtlippen (20, 22,
36, 42, 54, 60) an einem im Deckel (4) eingesetzten Einsatz (18) angeordnet sind.
8. Behälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Stirnfläche (12, 56)
senkrecht zur Behälterachse (14) angeordnet ist.
9. Behälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, das die Stirnfläche (38) unter
einem Winkel y, der kleiner als 90° ist, zur Behälterachse (14) geneigt ist.
10. Behälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der ersten Dichtlippe
(20, 36, 54) und der Stirnfläche (12, 38, 56) eine die Behälteröffnung (10, 40, 58)
überdeckende, auf der Stirnfläche aufliegende oder an ihr lösbar befestigte Verschlussmembrane
(24) angeordnet ist.
1. Container (2, 28, 46) with closure cap (4, 30, 48) firmly sealed to the container
and removable, having two sealing lips (20, 36, 54, 22, 42, 60) made of elastic material
surrounding the container opening, thereby defined, that a primary sealing lip (20,
36, 54) is forming an angle of a < 90 degrees with a top surface (12, 38, 56) of the
container (2, 28, 46) and surrounding the container opening (10, 40, 58) and a secondary
sealing lip (22, 42, 60) forming an angle of β ≤ 90 degrees with a side surface (16,
44, 62) adjacent to the top surface, whereby the side surface (16, 44, 62) is diverging
from the top surface (12, 38, 56) with an angle (υ) relative to the container axis
(14).
2. Container as defined in claim 1, in which the primary sealing lip (20, 54) is directed
away from the container axis (14).
3. Container as defined in claim 1, in which the primary sealing lip (36) is directed
towards the container axis (14).
4. Container as defined in claim 1, in which the secondary sealing lip (42) is directed
towards the container opening (40).
5. Container as defined in claim 1, in which the secondary sealing lip (22, 60) is
directed away from the container opening (10, 58).
6. Container as defined in claim 5, in which the secondary sealing lip (60) forms
an angle of = 10 degrees to 90 degrees with the side surface (62).
7. Container as defined in claim 1, in which the sealing lips (20, 22, 36, 42, 54,
60) are part of an insert (18) placed into the closure cap (4).
8. Container as defined in claim 1, in which the top surface (12, 56) forms an angle
of 90 degrees with the container axis (14).
9. Container as defined in claim 1, in which the top surface (38) forms an angle γ
with the container axis which is less than 90 degrees.
10. Container as defined in claim 1, in which a closure membrane (24) lies between
the primary sealing lip (20, 36, 54) and the top surface (12, 38, 56) thereby covering
the container opening (10, 40, 58), and laying or fixed but removable of the top surface.
1. Récipient (2, 28, 46) avec couvercle de fermeture (4, 30, 48) joint solidement
au récipient mais détachable, possédant deux lèvres de jointure (20, 36, 54, 22, 42,
60) faites d'un matériel élastique encerclant l'ouverture du récipient, défini de
façon qu'une lèvre de jointure primaire (20, 36, 54) forme un angle de a < 90 degrés
avec une surface supérieure (12, 38, 56) du récipient (2, 28. 46) et encerclant l'ouverture
du récipient (10, 40, 58) et une lèvre de jointure secondaire (22, 42, 60) formant
un angle de β ≤ 90 degrés avec une surface latérale (16, 44, 62) adjacente à la surface
supérieure par quoi la surface latérale (16, 44, 62) diverge de la surface supérieure
(12, 38, 56) avec un angle (ϑ) relatif à l'axe du récipient.
2. Récipient comme défini en revendication 1, dans laquelle la lèvre de jointure primaire
(20, 54) diverge de l'axe du récipient (14).
3. Récipient comme défini en revendication 1, dans laquelle la lèvre de jointure primaire
(36) s'approche de l'axe du récipient (14).
4. Récipient comme défini en revendication 1, dans laquelle la lèvre de jointure secondaire
(42) s'approche de l'ouverture du récipient (40).
5. Récipient comme défini en revendication 1, dans laquelle la lèvre de jointure secondaire
(22, 60) diverge de l'ouverture du récipient (10, 58).
6. Récipient comme défini en revendication 5, dans laquelle la lèvre de jointure secondaire
(60) forme un angle de (310 à 90 degrés avec la surface latérale.
7. Récipient comme défini en revendication 1, dans laquelle les lèvres de jointure
(20, 22, 36, 42, 54, 60) font partie d'une pièce (18) insertie dans le couvercle de
fermeture (4).
8. Récipient comme défini en revendication 1, dans laquelle la surface supérieure
(12, 56) forme un angle de 90 degrés avec l'axe du récipient (14).
9. Récipient comme défini en revendication 1, dans laquelle la surface supérieure
(38) forme un angle y avec l'axe du récipient (14).
10. Récipient comme défini en revendication 1, dans laquelle une membrane de fermeture
(24) est placée entre la lèvre de jointure primaire (20, 36, 54) et la surface supérieure
(12, 38, 56) couvrant l'ouverture du récipient (10, 40, 58) et posée ou fixée mais
détachable de la surface supérieure.
