[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Schrumpfen von Schrumpfhauben, die einen
palettierten Gutstapel umgeben, - mit einer Schrumpfeinrichtung, mit einem an der
Schrumpfeinrichtung vorbeiführenden Transportsystem für die palettierten Gutstapel,
mit einer unterhalb der Schrumpfeinrichtung angeordneten Hubeinrichtung zum Anheben
der palettierten Gutstapel und mit einem im Bereich der Hubeinrichtung angeordneten
Sauggebläse.
[0002] Bei einer bekannten Vorrichtung dieser Gattung (EP-0S 0 133 462) werden die palettierten
und ggf. bereits mit einer Schrumpfhaube versehenen Gutstapel auf einem Förderer,
z.B. einem Rollenförderer bis in den Bereich der Schrumpfeinrichtung gebracht. Dort
wird der palettierte Gutstapel mit einer unter dem Förderer angeordneten Hubeinrichtung,
die als Scherenhebetisch ausgebildet ist, angehoben, so daß die unteren Ränder der
Schrumpfhaube frei über die Unterseite der Palette hängen. Mit Hilfe des am Scherenhebetisch
angeordneten Sauggebläses werden dann die freien Ränder gegen die Unterseite der Palette
gesaugt und mit Hilfe der Schrumpfeinrichtung geschrumpft, so daß ein sogenannter
Unterschrumpf entsteht. Dann wird der palettierte Gutstapel wieder auf dem Rollenförderer
abgesetzt und der Rest der Schrumpfhaube geschrumpft.
[0003] Für den innerbetrieblichen Transport von Gütern gibt es fahrerlose Transportsysteme
mit Elektrotraktoren und von diesen geschleppten Karren, wobei die Elektrotraktoren
über im Boden verlegte Induktionsschleifen geführt und gesteuert, d.h auch angehalten
oder gestartet werden können. Bei Einsatz dieser Transportsysteme zusammen mit einer
Vorrichtung zum Schrumpfen müßten die Hubeinrichtung und das Sauggebläse unterflur
angeordnet werden, damit der Elektrotraktor die auf den Karren angeordneten Gutstapel
unter die Schrumpfeinrichtung bringen kann. Das erfordert aufwendige Konstruktionen
und Installationen für die Hubeinrichtung und das Sauggebläse.
[0004] Aufgabe der Erfindung ist es, eine Vorrichtung der eingangs beschriebenen Gattung
so zu verbessern, daß beim Einsatz von Transportsystemen mit insbesondere fahrerlosen,
automatisch gesteuerten Flurförderzeugen auf unterflur angeordnete Einrichtungen verzichtet
werden kann.
[0005] Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß die Hubeinrichtung neben der Bahn des Transportsystems
angeordnet ist und wenigstens einen heb- und senkbaren Träger aufweist, der bis unter
einen vom Transportsystem herangeführten palettierten Gutstapel bewegbar ist, wobei
der Träger davon abstehende Auflager für den palettierten Gutstapel aufweist und die
Auflager aus einer horizontalen in eine vertikale Stellungbewegbar sind. Die gesamte
Hubeinrichtung ist damit neben der Bahn des Transportsystems und unterhalb der Schrumpfeinrichtung
angeordnet, so daß der Aufwand für eine Grube und die die darin unterzubringenden
Aggregate überflüssig ist. Durch entsprechende Steuerung der Bewegungen einerseits
des oder der Träger und andererseits der Auflager können die Auflager so unter die
Palette gebracht werden, daß mit ihrer Hilfe die Palette und der darauf befindliche
Gutstapel von der Stellfläche des Karrens abgehoben werden kann. Es versteht sich,
daß der Karren bzw. die Karren, auf denen palettierte Gutstapel herangeführt werden,
Stellflächen besitzen, die so ausgebildet sind, daß die Auflager an der Unterseite
der Palette angreifen können.
[0006] Die Steuerung der Schwenkbewegung der Auflager wird besonders einfach, wenn zwei
oder mehr Träger vorgesehen sind und die Träger um ihre Längsachsen verschwenkbar
sind. Dann können die Auflager starr an den Trägern befestigt werden.
[0007] Bevorzugt sollen die Träger in Richtung ihrer Längsachsen, also quer zur Bahn des
Transportsystems verschiebbar sein. Dazu können die Träger in einem Antriebsgehäuse
gelagert sein, welche Antriebe und Führungen für die Längsverschiebung der Träger
und für ihre Schwenkbewegung aufweist und welches seinerseits an einem Ständer vertikal
auf- und abbewegbar ist. Da in den meisten Fällen die Schrumpfeinrichtung ebenfalls
an einem oder mehreren vertikalen Ständern geführt ist, kann auch das Antriebsgehäuse
an dem oder den Ständern der Schrumpfeinrichtung geführt sein.
[0008] Für die Absaugung von Luft unterhalb der Palette empfiehlt sich eine Ausführung,
bei der der oder die Träger aus Rohren bestehen, die an das Sauggebläse angeschlossen
sind und Lufteintrittsöffnungen aufweisen.
[0009] Im folgenden wird ein in der Zeichnung dargestelltes Ausführungsbeispiel der Erfindung
erläutert; die einzige Figur zeigt schematisch eine Ansicht einer Vorrichtung zum
Schrumpfen.
[0010] Die in der Zeichnung dargestellte Vorrichtung dient zum Schrumpfen von Schrumpfhauben,
die einen palettierten Gutstapel umgeben. Gutstapel 1 sind auf einer Palette 2 angeordnet,
die auf der Stellfäche 3 eines Karrens 4 abgestellt sind. Ein oder mehrere Karren
4 werden von einem nicht dargestellten Elektrotraktor geschleppt, der über im Boden
verlegte Induktionsschleifen durch die Fabrikhalle gesteuert und angehalten sowie
gestartet werden kann. Ein mit einem Gutstapel 1 beladener Karren 4 wird vor einer
Schrumpfeinrichtung angehalten. Zu dieser Schrumpfeinrichtung gehören ein oder mehrere
vertikale Ständer 5, an denen ein Schrumpfrahmen 6 auf- und abbeweglich ist. Der Schrumpfrahmen
6 besitzt eine innere Öffnung, die etwas größer ist als der Querschnitt des Gutstapels
1. An der Innenseite des Öffnungsrandes befinden sich Heizeinrichtungen, z.B. Brenner,
deren heiße Verbrennungsgase auf den Gutstapel 1 gerichtet sind, so daß bei einer
Auf- oder Abbewegung des Schrumpfrahmens 6 eine den Gutstapel 1 umgebende Schrumpfhaube
geschrumpft wird.
[0011] An den Ständern 5 ist auch ein Antriebsgehäuse 7 vertikal auf- und abbeweglich geführt.
Im Antriebsgehäuse 7 sind zwei zueinander parallele Träger 8 gehalten, von denen in
der Zeichnung nur einer sichtbar ist. Die Träger 8 können mit Hilfe zugeordneter Antriebe,
die nicht gezeichnet sind, in Richtung ihrer Längsachsen horizontal soweit verschoben
werden, daß sie entweder die gezeichnete Position einnehmen oder sich außerhalb des
Karrens 4 befinden. Die Träger 8 können außerdem mit Hilfe zugeordneter Antriebe um
ihre Längsachsen verschwenkt werden.
[0012] An dem dem Karren 4 zugewandten Ende besitzt jeder Träger zwei im Abstand voneinander
angeordnete Auflager 10, die radial vom Träger 8 abstehen. Durch Verschwenken der
Träger 8 können die Auflager 10 aus einer horizontalen Stellung in die dargestellte
vertikale Stellung gebracht werden.
[0013] Die Träger 8 bestehen aus Rohren mit Lufteintrittsöffnungen 11 auf demjenigen Abschnitt,
der sich in der gezeichneten Funktionsstellung unterhalb der Palette 2 befindet.
Außerdem sind die rohrförmigen Träger 8 an ein nicht dargetelltes Sauggebläse angeschlossen.
[0014] Die dargestellte Vorrichtung arbeitet wie folgt:
[0015] Ein mit einem Gutstapel 1 beladener Karren 4 wird vor der Schrumpfeinrichtung angehalten.
Die Träger 8 werden in Richtung ihrer Längsachse durch entsprechende, nicht dargestellte
Ausnehmungen des Karrens 4 in den Karren bis unter die Palette 2 bewegt, wobei die
Auflager 10 sich in horizontaler Stellung befinden. Dann werden die Träger 8 um ihre
Längsachsen geschenkt, bis die Auflager 10 eine vertikale Stellung einnehmen, die
in der Zeichnung dargestellt ist. Es versteht sich, daß auch die Stellfäche 3 des
Karrens entsprechende Ausnehmungen aufweist, damit die Auflager 10 in die vertikale
Position geschwenkt werden können um nach dem Anheben der Träger 8 mit Hilfe des Antriebsgehäuses
7 die Unterseite der Palette 2 erfassen können. Bei weiterem Anheben der Träger 8
wird dann die Palette 2 mit dem darauf befindlichen Gutstapel 1 von der Stell fläche
3 des Karrens 4 abgehoben, und zwar soweit, bis die Ränder einer in der Zeichnung
nicht dargestellten, über den Gutstapel 1 und die Palette 2 gezogenen Schrumpfhaube
frei bis unter die Unterseite der Palette 2 hängen. Nach dem Einschalten des Sauggebläse,
welches Luft durch die Lufteintrittsöffnungen 11 der rohrförmigen Träger 8 von der
Unterseite der Palette absaugt, legen sich die frei herabhängenden Ränder der Schrumpfhaube
unter die Unterseite der Palette. Nunmehr kann die Schrumpfhaube geschrumpft werden,
wobei entweder die Palette 2 mit den untergeschlagenen Rändern der Schrumpfhaube
zunächst wieder auf der Stellfäche 3 abgesetzt wird oder und zunächst die unter die
Unterseite der Palette geschlagenen Ränder der Schrumpfhaube geschrumpft werden. Nachdem
die Schrumpfhaube vollständig geschrumpft ist und die Palette 2 wieder auf den Karren
4 abgesetzt worden ist, werden die Träger 8 soweit abgesenkt, daß die Auflager 10
durch Verschwenken der Träger 8 wieder in horizontale Position gebracht werden können.
Anschließend werden die Träger 8 durch Längsverschieben aus dem Bereich des Karrens
4 gezogen, der dann weiterfahren kann.
1. Vorrichtung zum Schrumpfen von Schrumpfhauben, die einen palettierten Gutstapel
umgeben, - mit einer Schrumpfeinrichtung, mit einem an der Schrumpfeinrichtung vorbeiführenden
Transportsystem für die palettierten Gutstapel, mit einer unterhalb der Schrumpfeinrichtung
angeordneten Hubeinrichtung zum Anheben der palettierten Gutstapel und mit einem im
Bereich der Hubeinrichtung angeordneten Sauggebläse, dadurch gekennzeichnet, daß die
Hubeinrichtung neben der Bahn des Transportsystems (4) angeordnet ist und wenigstens
einen heb- und senkbaren Träger (8) aufweist, der bis unter einen vom Transportsystem
(4) herangeführten palettierten Gutstapel (1, 2) bewegbar ist, wobei der Träger (8)
davon abstehende Auflager (10) für den palettierten Gutstapel (1,2) aufweist und die
Auflager (10) aus einer horizontalen in eine vertikale Stellung bewegbar sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwei oder mehr Träger
(8) vorgesehen sind, die um ihre Längsachsen verschwenkbar sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der oder die Träger
(8) in Richtung ihrer Längsachsen verschiebbar sind.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der oder
die Träger (8) in einem Antriebsgehäuse (7) gelagert sind, welches seinerseits an
einem Ständern (5) vertikal auf- und abbewegbar ist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Antriebsgehäuse
(7) an dem oder den Ständern (5) der Schrumpfeinrichtung (6) geführt ist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der oder
die Träger (8) aus Rohren bestehen, die an das Sauggebläse angeschlossen sind und
Lufteintrittsöffnungen (11) aufweisen.