[0001] Die Erfindung betrifft eine schallgekapselte, luftgekühlte Brennkraftmaschine nach
dem Oberbegriff des ersten Anspruchs.
[0002] Bei schallgekapselten, luftgekühlten Brennkraftmaschinen ist es notwendig, den Motor
intensiv zu belüften, um einen Wärmestau bzw. um Wärmenester innerhalb der Schallkapsel
zu vermeiden. Ist die Belüftung nicht ausreichend, so kann es zum vorzeitigen Ausfall
der Brennkraftmaschine kommen. Schallgekapselte, luftgekühlte Motoren können oftmals
ihre Nennleistung zur Vermeidung einer thermischen Überbeanspruchung nicht erbringen.
[0003] Im deutschen Gebrauchsmuster 19 63 204 ist eine schallgekapselte, luftgekühlte Brennkraftmaschine
beschrieben, bei der sowohl der Einlaß als auch der Auslaß für die Kühlluft in der
Schallkapsel einen Z- oder S-förmig gebogenen Verlauf aufweisen.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei einer schallgekapselten, luftgekühlten
Brennkraftmaschine die innere Belüftung so zu gestalten, daß gegenüber einem nicht
gekapselten Motor keine Leistungseinschränkung vorgenommen werden muß, um temperaturbedingte
Ausfälle bei temperaturkritischen Bauteilen zu vermeiden.
[0005] Erfindungsgemäß wird dies dadurch gelöst, daß zwei Auslaßkanäle vorgesehen sind
und im Luftführungsraum die Kühlluft in einen Hauptstrom zum Ölkühler und in zwei
Nebenströme zur direkten KÜhlung der Brennkraftmaschine aufgeteilt ist.
[0006] Dies bedingt eine intensive Belüftung der Schallkapsel, so daß gegenüber einem nicht
gekapselten Motor keine Leistungseinschränkung vorgenommen werden muß, um temperaturbedingte
Ausfälle bei temperaturkritischen Bauteilen zu vermeiden.
[0007] Die Bezeichnung Hauptstrom und Nebenstrom sagt nichts über das Volumen dieser Ströme
aus. Es kann durchaus sein, daß die Nebenströme ein größeres Volumen aufweisen als
der Hauptstrom.
[0008] Vorteilhafterweise ist ein Auslaßkanal L-förmig und der andere Auslaßkanal Z-förmig
ausgebildet, da durch diese Ausbildung eine optimale Anpassung der Kühlluftströmung
an die Schallkapsel gewährleistet ist.
[0009] In einer erfindungsgemäßen Ausführung kühlt ein erster Nebenstrom den Zylinderkopf
und ein zweiter Nebenstrom den Raum zwischen dem Motor und der Schallkapsel. Je nachdem,
ob die Brennkraftmaschine vollständig luftgekühlt ist oder ein flüssigkeitsgekühltes,
z. B. ölgekühltes Zylinderrohr aufweist, kühlt der erste Nebenstrom sowohl den Zylinderkopf
und den Zylinderrohrbereich oder aber nur den Zylinderkopf.
[0010] Erfindungsgemäß wird der Hauptstrom in Strömungsrichtung hinter dem Ölkühler in drei
Teilströme aufgeteilt, von denen ein erster Teilstrom, zwischen dem Motor und der
Schallkapsel geführt, den Motor umströmt und sich mit dem zweiten Nebenstrom vereint,
ein zweiter Teilstrom zwischen Zylinderkopf und dem L-förmigen Auslaßkanal geführt
ist, und ein dritter Hauptteilstrom direkt über den L-förmigen Auslaßkanal die Schallkapsel
verläßt. Auf diese Weise ist das Kurbelgehäuse mit der Ölwanne und der Zylinderkopfbereich
vollständig von der Kühlluft umströmt, wobei der Hauptteilstrom über einen L-förmigen
Auslaßkanal die Schallkapsel verläßt.
[0011] Zur Kühlung des Motors ist weiterhin vorgesehen, daß der erste und zweite Nebenstrom
und der erste und zweite Teilstrom die Schallkapsel über den Z-förmigen Auslaßkanal
verlassen. Um einen erhöhten Förderdruck und Fördermenge des Kühlgebläses zu erreichen,
wird, wenn erforderlich, zweckmäßigerweise die Drehzahl des Kühlgebläses erhöht. Dadurch
wird der höhere Systemwiderstand kompensiert und der zusätzliche Kühlluftstrom ermöglicht.
[0012] Um die Kanalwiderstände zu verringern, sind zweckmäßigerweise in den Ein- und Auslaßkanälen
Umlenkungen angeordnet.
[0013] In weiterer vorteilhafter Ausführung sind die Austrittsöffnungen der Auslaßkanäle
nebeneinander angeordnet. Dadurch können die austretenden Kühlluftströme über eine
gemeinsame Abführleitung weitergeleitet werden.
[0014] Eine weitere vorteilhafte Ausführungsform betrifft den Ansaugluftfilter, der vorteilhafterweise
im Einlaßkanal angeordnet ist, wobei der Filterwartungsdeckel des Ansaug luftfilters
außerhalb der Schallkapsel liegt. Erfindungsgemäß ist das Ansaugluftfilter ein Zyklonfilter,
wobei die Staubaustrittsöffnung des Zyklonfilters im Kühlluftstrom des Einlaßkanals
angeordnet ist und vor dem Ansaugstutzen des Luftfilters ein Schalldämpfer angeordnet
ist. Durch diese Anordnung kann die Schallkapsel äußerst kompakt und glattflächig
aufgebaut sein. Außerdem wird dadurch eine Ansauggeräuschdämpfung erzielt.
[0015] Bei dieser erfindungsgemäßen Anordnung des Zyklonfilters wird die Kühl- und Verbrennungsluft
über einen gemeinsamen Z-förmigen Einlaßkanal angesaugt. Da die Staubaustrittsöffnung
des Zyklonfilters im Kühlluftstrom des Einlaßkanals angeordnet ist, kann der Staubaustrag
aus dem Zyklonfilter von dem Kühlluftstrom mitgerissen und durch den Motor gefördert
werden, bis er schließlich über den L- bzw. Z-förmigen Auslaßkanal wieder ins Freie
gelangt. Durch diese Anordnung ist auch die Geräuschentwicklung des Staubaustrittsventils
in die Schallkapsel einbezogen.
[0016] Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der Beschreibung und den Zeichnungen,
die eine Ausführungsform der Erfindung zeigen und nachfolgend näher beschrieben sind.
Es zeigt:
Fig. 1 Eine erfindungsgemäße schallgekapselte, luftgekühulte Brennkraftmaschine im
Querschnitt,
Fig. 2 einen Schnitt durch den Einlaßkanal einer erfindungsgemäßen Brennkraftmaschine
in Längsrichtung,
Fig. 3 dieselbe schallgekapselte Brennkraftmaschine als Sicht auf eine Stirnseite.
[0017] Die Figuren zeigen eine schallgekapselte, luftgekühlte Brennkraftmaschine, die sämtliche
für den Betrieb einer Brennkraftmaschine nötigen Teile und Aggregate aufweist. Bei
der gezeigten Brennkraftmaschine handelt es sich um eine Mehrzylinder-Brennkraftmaschine
mit eingegossenen Zylinderlaufbuchsen 12 in der Open-Deck-Anordnung, d. h. zwischen
der Zylinderlaufbuchse 12 und dem Kurbelgehäuse 9 ist ein Ringraum 13 angeordnet,
der zum Zylinderkopf 7 hin offen ist. Zur Kühlung wird durch diesen Ringraum 13 vorteilhafterweise
Kühlöl geleitet. In der Zylinderlaufbuchse 12 ist ein Kolben 14 geführt, der über
einen Pleuel 15 mit der Kurbelwelle 16 der Brennkraftmaschine verbunden ist. Der Zylinderkopf
7 ist nur andeutungsweise gezeigt, wobei hier besonders zu betonen ist, daß dieser
luftgekühlt ist und deswegen Luftkanäle 17 aufweist.
[0018] Zur Kühlung der Brennkraftmaschine wird Kühlluft von einem nicht gezeigten Kühlgebläse
durch einen Z-förmigen Einlaßkanal 19 in einen Luftführungsraum 4 gefördert und dort
erfindungsgemäß in einen Hauptstrom 5 zum Ölkühler 1 und in zwei Nebenströme 6, 10
zur direkten Kühlung der Brennkraftmaschine aufgeteilt.
[0019] Die beiden Nebenströme 6, 10 teilen sich derart auf, daß ein erster Nebenstrom 6
den Zylinderkopf 7 kühlt, und ein zweiter Nebenstrom 10 den Raum zwischen dem Motor
und der Schallkapsel 2 kühlt.
[0020] In Strömungsrichtung hinter dem Ölkühler 1 teilt sich der Hauptstrom 5 in drei Teilströme
8 a, 8 b, 8 c auf. Die Hauptmenge des Kühlluftstroms verläßt über den dritten Hauptteilstrom
8 c durch den L-förmigen Auslaßkanal 3 a die Schallkapsel 2. Die Wände des L-förmigen
Auslaßkanals 3 a sind mit einer schalldämmenden Schicht ausgekleidet. Dies ist auch
beim zweiten Auslaßkanal 3 b der Fall, der später beschrieben wird.
[0021] Neben dem Hauptteilstrom 8 c teilt sich der Kühlluftstrom hinter dem Ölkühler noch
in zwei Teilströme 8 a und 8 b auf, von denen der erste Teilstrom 8 a zwischen dem
Motor und der Schallkapsel 2 geführt, den Motor umströmt und sich mit dem zweiten
Nebenstrom 10 vereint. Ein zweiter Teilstrom 8 b ist zwischen dem Zylinderkopf 7 und
dem L-förmigen Auslaßkanal 3 a geführt.
[0022] Der erste und der zweite Nebenstrom 6, 10 und der erste und zweite Teilstrom 8 a,
8 b verlassen die Schallkapsel über einen Z-förmigen Auslaßkanal 3 b. Dieser Auslaßkanal
3 b ist an einer Seite der Brennkraftmaschine angeordnet, wobei die Austrittsöffnungen
20 der beiden Auslaßkanäle 3 a, 3 b nebeneinander angeordnet sind. Dies hat den Vorteil,
daß die austretenden Kühlluftströme über eine gemeinsame Abführleitung weitergeleitet
werden können. Um die Kanalwiderstände in den Auslaßkanälen 3 a, 3 b zu verringern,
sind vorteilhafterweise Umlenkbleche 11 in diesen vorgesehen.
[0023] Die Teilströme 8 a, 8 b können auch derart geführt sein, daß der Teilstrom 8 a vom
Nebenstrom 10 und Teilstrom 8 b vom Nebenstrom 6 abzweigt.
[0024] Um eine ausreichende Kühlluftmenge zu erhalten, wird vorteilhafterweise der Förderdruck
und die Fördermenge des Kühlgebläses erhöht. Dies kann z. B. durch eine Erhöhung der
Drehzahl erreicht werden.
[0025] Die Figuren 2 und 3 zeigen die vorteilhafte Ausführungsform, daß im Einlaßkanal
19 ein Ansaugluftfilter angeordnet ist, wobei der Filterwartungsdeckel des Ansaugluftfilters
außerhalb der Schallkapsel 2 liegt. Dieses Ansaugluftfilter ist erfindungsgemäß ein
Zyklonfilter 21. Vorteilhafterweise ist vor dem Ansaugstutzen des Luftfilters ein
Schalldämpfer angeordnet. Diese Ausführung ist in den Figuren nicht dargestellt. Desweiteren
ist die Staubaustrittsöffnung 22 des Zyklonfilters 21 im Kühlluftstrom des Einlaßkanals
19 angeordnet.
[0026] Der Luftstrom wird vom Kühlgebläse 20 in den Einlaßkanal 19 gefördert, wo er in einen
Kühl- und Verbrennungsluftstrom aufgeteilt wird. Der Kühlluftstrom führt durch das
Kühlgebläse in den Luftführungsraum, von dem die Kühlluft zum Ölkühler bzw. an die
zu kühlenden Stellen der Brennkraftmaschine gefördert wird. Der Verbrennungsstrom
führt durch das Zyklonfilter 21 in die Ansaugkanäle der Brennkraftmaschine.
[0027] Das Zyklonfilter 21 ist dem Einlaßkanal 19 so angeordnet, daß die Staubaustrittsöffnung
22 des Zyklonfilters 21 im Kühlluftstrom des Einlaßkanals 19 angeordnet ist. Dies
hat zur Folge, daß der Staubaustrag aus dem Zyklonfilter 21 von dem Kühlluftstrom
mitgerissen wird und durch den Motor gefördert wird, bis er schließlich über den Auslaßkanal
die Schallkapsel 2 wieder verläßt.
1. Schallgekapselte, luftgekühlte Brennkraftmaschine, wobei die Brennkraftmaschine
mit einem Kühlgebläse und einem Ölkühler (1) vollständig von einer geräuschdämpfenden
Schallkapsel (2) umgeben ist und in der Schallkapsel (2) Auslaßkanäle und ein Z-förmiger
Einlaßkanal (19) für die Kühlluft angeordnet ist und die Kühlluft, vom Kühlgebläse
gefördert, durch den Einlaßkanal (19) in einen innerhalb der Schallkapsel (2) angeordneten
Luftführungsraum (4) gelangt,
dadurch gekennzeichnet, daß zwei Auslaßkanäle (3 a, 3 b) vorgesehen sind und im Luftführungsraum
(4) die Kühlluft in einen Hauptstrom (5) zum Ölkühler (1) und in zwei Nebenströme
(6, 10) zur direkten Kühlung der Brennkraftmaschine aufgeteilt ist.
2. Brennkraftmaschine nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß ein Auslaßkanal (3 a) L-förmig und der andere Auslaßkanal
(3 b)Z-förmig ausgebildet ist.
3. Brennkraftmaschine nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß ein erster Nebenstrom (6) den Zylinderkopf (7) kühlt.
4. Brennkraftmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß ein zweiter Nebenstrom (10) den Raum zwischen dem Motor
und der Schallkapsel (2) kühlt.
5. Brennkraftmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß in Strömungsrichtung hinter dem Ölkühler (1) der Hauptstrom
(5) in drei Teilströme (8 a, 8 b, 8 c) aufgeteilt ist, von denen ein erster Teilstrom
(8 a) zwischen dem Motor und der Schallkapsel (2) geführt, den Motor umströmt und
sich mit dem zweiten Nebenstrom (10) vereint, ein zweiter Teilstrom (8 b) zwischen
dem Zylinderkopf (7) und dem L-förmigen Auslaßkanal (3 a) geführt ist, und ein dritter
Hauptteilstrom (8 c) direkt über den L-förmigen Auslaßkanal (3 a) die Schallkapsel
verläßt.
6. Brennkraftmaschine nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, daß der erste und der zweite Nebenstrom (6, 10) und der erste
und zweite Teilstrom (8 a, 8 b) die Schallkapsel (2) über den Z-förmigen Auslaßkanal
(3 b) verlassen.
7. Brennkraftmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, daß im Ein- und Auslaßkanal (19, 3 a, 3 b) Umlenkungen (11)
angeordnet sind.
8. Brennkraftmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, daß die Austrittsöffnungen (23) der Auslaßkanäle (3 a, 3 b)
nebeneinander angeordnet sind.
9. Brennkraftmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 8 mit einem Ansaugluftfilter,
dadurch gekennzeichnet, daß das Ansaugluftfilter im Ein laßkanal (19) angeordnet
ist und der Filterwartungsdeckel des Ansaugluftfilters außerhalb der Schallkapsel
(2) liegt.
10. Brennkraftmaschine nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet, daß das Ansaugluftilter ein Zyklonfilter (21) ist.
11. Brennkraftmaschine nach Anspruch 9 oder 10,
dadurch gekennzeichnet, daß vor dem Ansaugstutzen des Luftfilters ein Schalldämpfer
angeordnet ist.
12. Brennkraftmaschine nach einem der Ansprüche 9 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, daß die Staubaustrittsöffnung (22) des Zyklonfilters (21)
im Kühlluftstrom des Einlaßkanals (19) angeordnet ist.