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EP 0 159 571 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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01.02.1989 Patentblatt 1989/05 |
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Anmeldetag: 28.03.1985 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)4: H04R 25/02 |
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Gehörgangseitiges Hörgeräte-Otoplastik-Endstück und Hörgeräte-Otoplastik
Ear tip for a hearing aid ear mould, and a hearing aid ear mould
Embout pour le canal auditif d'un moulage pour prothèse auditive et moulage pour prothèse
auditive
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Benannte Vertragsstaaten: |
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CH FR GB IT LI |
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Priorität: |
06.04.1984 DE 3413067
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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30.10.1985 Patentblatt 1985/44 |
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Patentinhaber: Westra Electronic GmbH |
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D-8901 Welden (DE) |
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Erfinder: |
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- Moser, Ludwig M., Dipl.-Ing.
D-8702 Estenfeld (DE)
- Kammermeier, Anton, Dipl.-Chem.
D-8901 Welden (DE)
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Vertreter: Patentanwälte
Dipl.-Ing. R. Holzer
Dipl.-Ing. (FH) W. Gallo |
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Ludwigstrasse 26 D-86152 Augsburg D-86152 Augsburg (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-A- 2 949 992 DE-B- 1 274 657 US-A- 3 169 600 US-A- 3 890 474
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DE-B- 1 270 616 FR-A- 2 050 740 US-A- 3 852 540
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein gehörgangseitiges Hörgeräte-Otoplastik-Endstück nach dem
Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Die Merkmale des Oberbegriffs des Anspruchs 1 sind aus der FR-A-20 50 740 bekannt,
die einen mit eingebautem Filter ausgebildeten Lärmschutzstopfen betrifft, der in
den äußeren Gehörgang einzustecken ist und an seinem innenohrseitigen Ende eine Schallausmündungsöffnung
aufweist. Die zwischen dem Außenumfang und der Schallausmündungsöffnung verlaufende,
leicht konkav gewölbte innenohrseitige Stirnfläche des bekannten Lärmschutzstopfens
ist dabei als Schalltrichter in Form eines sich von der Schallausmündungsöffnung zu
der am Außenumfang zum Ennenohr hin vorspringenden Kante konisch erweiternden Rohres
ausgebildet.
[0003] Die Otoplastik eines Hörgeräts ist gewöhnlich nach einem Abdruck des Ohres aus Kunststoff
gegossen und weist einen äußeren, in der Ohrmuschel sitzenden Abschnitt und einen
sich daran anschließenden, in den Gehörgang hineinragenden, als Gehörgangolive bezeichneten
Abschnitt auf, welch letzterer sich über etwa ein Drittel der Gehörganglänge in den
Gehörgang hineinerstreckt. Die in den Gehörgang hineinragende Gehörgangolive der Otoplastik
ist mit einem Schallkanal versehen und dient zum Einleiten des vom Hörgerät erzeugten
verstärkten Schalles in den Gehörgang unter gleichzeitigem Verschluß des Gehörgangs
nach außen.
[0004] Bei den üblicherweise verwendeten Hinterdem-Ohr-Hörgeräten ist der in der Otoplastik
gebildete Schallkanal mittels eines in diesen Schallkanal eingesetzten kleinen Kunststoffschlauches
mit der im Hörgerät sitzenden Lautsprecherkapsel verbunden, um den vom Hörgerät erzeugten
Schall von der Lautsprecherkapsel durch den Kunststoffschlauch in den Schallkanal
der Otoplastik und auf diesem Wege in den Gehörgang einzuleiten. Gleichzeitig dient
dieser Schlauch, der nach Art eines Bügels zwischen dem Hörgerät und der Otoplastik
verläuft, der mechanischen Halterung des Hörgeräts hinter dem Ohr.
[0005] Eines der bei Hörgeräten auftretenden Probleme ist die Verstopfung der Austrittsöffnung
des in der Otoplastik gebildeten Schallkanals mit Ohrenschmalz. Das Ohrenschmalz besitzt
ein außerordentliches Kriechvermögen und gelangt daher leicht über die kuppenartig
konvex gewölbte Stirnfläche des gehörgangsseitigen Otoplastik-Endstückes zu der etwa
in deren Mitte gelegenen Ausmündungsöffnung des Schallkanals und auch in diesen hinein.
Dies kann relativ schnell zur Verstopfung des Schallkanals der Otoplastik führen,
der mit einem üblichen Durchmesser im Bereich von 2 mm relativ dünn ist. Diese Verstopfung
des Schallkanals, die zu einer erheblichen Minderung des Schallaustrittes vom Hörgerät
in den Gehörgang führen kann, läßt sich auch durch Reinigen der Otoplastik mit dem
Taschentuch kaum beseitigen, vielmehr besteht dabei die Gefahr, daß beim Reinigungsversuch
die Verstopfung durch Hineindrücken des Ohrenschmalzes in den Schallkanal noch verstärkt
wird.
[0006] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, dem Problem der Verstopfung der Schallausmündungsöffnung
des gehörgangseitigen Otoplastik-Endstückes durch Ohrenschmalz abzuhelfen.
[0007] Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung durch die im kennzeichnenden Teil des Anspruchs
1 angegebene besondere Gestaltung des gehörgangseitigen Otoplastik-Enstückes gelöst.
[0008] Durch die erfindungsgemäße Konstruktion des Endstückes kann eine Verstopfung der
Schallausmündungsöffnung mit Ohrenschmalz wirksam verhindert werden. Infolge der konkaven
Wölbung der Endstück-Stirnfläche und der scharfen Kante insbesondere am Umfang der
Schallausmündungsöffnung wird nämlich der Effekt erreicht, daß sich das Ohrenschmalz
nach Art eines mit einem Hohlmesser abgehobenen Spanes an der die Schallausmündungsöffnung
umgebenden scharfen Kante einringelt, anstatt um diese Kante herumzukriechen, wie
es bei den herkömmlichen, konvex gewölbten Endabschnitten üblicher Otoplastiken der
Fall ist.
[0009] Vorteilhafte Weiterbildungen und Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der
Unteransprüche.
[0010] So kann beispielsweise das erfindungsgemäße Otoplastik-Endstück ebenso wie bei herkömmlichen
Otoplastiken einteilig mit der übrigen Otoplastik ausgebildet sein (Anspruch 2) oder
alternativ dazu als selbständiges, an der übrigen Otoplastik zu befestigendes Bauteil
ausgebildet sein (Anspruch 3). Die letztere Möglichkeit gestattet einerseits, das
Endstück aus einem anderen Werkstoff als die übrige Otoplastik herzustellen, und bietet
andererseits die Möglichkeit einer billigen Massenfertigung der Otoplastik-Endstücke,
die dann bei der Herstellung der individuellen Otoplastiken nach dem üblichen Ohrabdruck
des Patienten verwendet werden.
[0011] Im Fall der Vorfertigung des erfindungsgemäßen Endstückes kann dieses kreisrund oder
vorzugsweise bereits in Ovalform hergestellt und nach Verbindung mit der nach dem
Ohrabdruck individuell angefertigten übrigen Otoplastik entsprechend der Außenkonturen
der Gehörgangolive dieser übrigen Otoplastik durch Materialabtrag angepaßt werden.
[0012] Eine quasi-einteilige Verbindung eines vorgefertigten erfindungsgemäßen Endstückes
mit einer nach dem Ohrabdruck zu gießenden übrigen Otoplastik kann beispielsweise
dadurch erfolgen, daß das Endstück auf seiner der übrigen Otoplastik zugewandten Seite
mit einem Verzahnungsprofil versehen ist, an welches die übrige Otoplastik angegossen
wird und auf diese Weise eine formschlüssige Verbindung mit dem Endstück entsteht
(Anspruch 4).
[0013] Eine andere Möglichkeit der Verbindung eines vorgefertigten erfindungsgemäßen Endstückes
mit der übrigen Otoplastik besteht darin, das Endstück mit einem schnappverschlußartigen
Formschlußprofil auszubilden, mit welchem es auf ein entsprechendes Gegenprofil der
übrigen Otoplastik aufsteckbar ist (Anspruch 5). Dieses Formschlußprofil kann freilich
ein mit einem Außenprofil der übrigen Otoplastik zusammenwirkendes Innenprofil oder
ein mit einem Innenprofil der übrigen Otoplastik zusammenwirkendes Außenprofil des
Endstückes sein. Eine solche Ausbildung eignet sich insbesondere dann, wenn das Endstück
aus einem relativ weichen Werkstoff hergestellt ist. Das Endstück läßt sich dann,
beispielsweise zu Reinigungszwecken, auch leicht von der übrigen Otoplastik abnehmen
und wieder aufsetzen oder bei Bedarf gegen ein neues Endstück austauschen.
[0014] Eine weitere Möglichkeit der Verbindung eines vorgefertigten Endstückes nach der
Erfindung mit der übrigen Otoplastik ist die Anwendung einer Gewindeverbindung (Anspruch
6). Eine Gewindeverbindung ist bei Verwendung harter Kunststoffe ohne weiteres anwendbar.
Insbesondere kann, wenn das Endstück aus Polytetrafluoräthylen hergestellt wird, ein
Feingewinde Anwendung finden.
[0015] Schließlich kann auch eine Klebeverbindung zum Ansetzen des erfindungsgemäßen Endstückeg
a die übrige Otoplastik gewählt werden (Anspruch 7), wobei natürlich die beiden Klebeflächen
im Hinblick auf die Erzielung einer guten Haftung vorbereitet werden können.
[0016] Als Werkstoffe für das erfindungsgemäße Endstück eignen sich, insbesondere wenn das
Endstück als gesondertes Bauteil vorgefertigt wird, Polytetrafluoräthylen (Anspruch
9) oder ein Weichplastikwerkstoff wie beispielsweise Silikongummi (Anspruch 10). Wie
bereits erwähnt, ist die Verwendung von Polytetrafluoräthylen im Falle einer Gewindeverbindung
vorteilhaft, wobei außerdem dieser Werkstoff völlig unempfindlich gegen das Ohrenschmalz
ist. Die Verwendung von Weichplastik eignet sich dagegen eher für eine Schnappverbindung,
so daß das Endstück dann als Verschleißteil betrachtet und bei Bedarf ausgetauscht
werden kann.
[0017] Die Verwendung eines als gesondertes Bauteil ausgebildeten Otoplastik-Endstückes
läßt auch den Gedanken an einen Einbau der Lautsprecherkapsel in die Otoplastik interessant
erscheinen. Der Einbau der Lautsprecherkapsel direkt in die Otoplastik würde nämlich
wesentliche akustische Vorteile mit sich bringen, da dann die bisher üblicherweise
verwendete Schallübertragung von einem im Hörgerät eingebauten Lautsprecher zum Schallkanal
der Otoplastik über einen dünnen Plastikschlauch entfallen könnte. Aufgrund des Luftvolumens
in der im Hörgerät eingebauten Lautsprecherkapsel, der Länge und des Durchmessers
des Schlauches sowie des sich anschließenden Schallkanals in der Otoplastik und des
sich daran anschließenden Restvolumens des im Vergleich zum Durchmesser des Schlauches
wesentlich weiteren Gehörgangs entsteht ein kompliziertes akustisches System, in welchem
ungünstige Resonanzen auftreten können und dessen Eigenschaften nur schwer vorhersagbar
sind. Diese Probleme lassen sich wesentlich verringern, wenn die Lautsprecherkapsel
direkt in die Gehörgangolive der Otoplastik eingebaut werden kann, so daß der Schall
dann unmittelbar in den Gehörgang austritt.
[0018] Ein Einbau der Lautsprecherkapsel in die Gehörgangolive der Otoplastik ist zwar bereits
vorgeschlagen und auch versucht worden, konnte sich aber aufgrund verschiedener Schwierigkeiten
bisher nicht durchsetzen. Einerseits stellt sich wiederum das Problem des Eindringens
von Ohrenschmalz in die Schallaustrittsöffnung, was bei einem Einbau der Lautsprecherkapsel
in die Gehörgangolive aber wesentlich gravierender als bei der herkömmlichen Verwendung
eines Schallübertragungsschlauches ist, da bei einer in die Gehörgangolive eingebauten
Lautsprecherkapsel diese durch eindringendes Ohrenschmalz verschmutzt und beschädigt
werden kann, was bei einer Anordnung der Lautsprecherkapsel im Hörgerät und Verwendung
eines Schallübertragungsschlauches nicht der Fall ist. Man hat daher auch schon versucht,
die Schallaustrittsöffnung durch ein feines Lochgitter abzudecken, aber dessen Gitteröffnungen
waren schon nach kurzer Zeit mit Ohrenschmalz verstopft, wobei diese Verstopfung allen
Reinigungsversuchen, ausgenommen mittels Lösungsmittel, widerstand.
[0019] Mit Hilfe des erfindungsgemäßen Otoplastik-Endstückes laßt sich auch in diesem Fall
das Verschmutzungsproblem durch Ohrenschmalz lösen.
[0020] Dem Einbau der Lautsprecherkapsel in die Gehörgangolive herkömmlicher Otoplastiken
stehen aber außer dem Verschmutzungsproblem auch noch andere Hindernisse entgegen.
Ein solches Problem ist die Anschlußverdrahtung der Lautsprecherkapsel. Die praktische
Unmöglichkeit, in der aus Kunststoff bestehenden Otoplastik Lötarbeiten an den Anschlußdrähten
der Lautsprecherkapsel vorzunehmen, läßt ein Austauschen der infolge der mechanischen
Beanspruchung als Verschleißteil anzusehenden Verbindungsdrähte zwischen Lautsprecherkapsel
und Hörgerät nicht zu.
[0021] Die Verwendung eines erfindungsgemäßen, als gesondertes Bauteil ausgebildeten Otoplastik-Endstücks
läßt auch hier eine Problemlösung zu. Das als selbständiges Bauteil ausgebildete Endstück
kann als Deckel einer in der Gehörgangolive gebildeten Lautsprecherkammer ausgebildet
sein (Anspruch 8), und bei abnehmbarer Gestaltung dieses Deckels nach den bereits
oben erwähnten Möglichkeiten ist diese Lautsprecherkammer und folglich eine in dieser
untergebrachte Lautsprecherkapsel jederzeit leicht zugänglich.
[0022] In diesem Fall braucht auch das Lautsprecheranschlußkabel, welches die Lautsprecherkapsel
mit dem Hörgerät verbindet, nicht fest an der Lautsprecherkapsel angelötet zu sein,
sondern es kann beispielsweise eine nach Art gedruckter Schaltungen aus einem flexiblen
Trägerband und aufgebrachten Leiterbahnen bestehende Flachleitung verwendet werden,
die in die Lautsprecherkammer hineinragt, und die Lautsprecherkapsel kann mit Kontaktflächen
versehen sein, die lediglich mechanisch an die entsprechenden Leiterbahnen der Flachleitung
angedrückt werden. Zur Kontaktdruckerzeugung kann dabei das als Deckel ausgebildete
Otoplastik-Endstück dienen, das mittels einer Gewindeverbindung mit der übrigen Otoplastik
verbunden ist und beim Aufschrauben die Lautsprecherkapsel mit ihren Kontaktflächen
an das Leitungsband andrückt. Eine Otoplastik mit derart eingebauter Lautsprecherkapsel
ist Gegenstand des Anspruchs 11.
[0023] Aber auch die Lötverbindung von Anschlußdrähten mit der Lautsrrecherkapsel ist ohne
weiteres möglich, wobei die Lautsprecherkapsel bei Bedarf nach Abnehmen des Deckels
aus der Lautsprecherkammer herausgenommen werden kann, wobei die angelöteten, durch
eine Durchführungsöffnung der Gehörgangolive eingeführten Anschlußdrähte einfach nachgezogen
werden, bis die Anschlußstellen freiliegen.
[0024] Der durch die Erfindung ermöglichte Einbau der Lautsprecherkapsel in die Gehörgangolive
der Otoplastik ist fertigungstechnisch sehr einfach, da die Lautsrrecherkapsel erst
in die Fertigolive eingelegt wird. Auf diese Weise ist auch ein akustisches Ausprobieren
verschiedener Lautsprecherkapseln leicht möglich.
[0025] Die Erfindung wird nachstehend anhand einiger Ausführungsbeispiele unter Bezugnahme
auf die anliegenden Zeichnungen mehr im einzelnen beschrieben. In den Zeichnungen
zeigt:
Fig. 1 einen Schnitt durch ein mit der übrigen Otoplastik einteilig ausgebildetes
Endstück nach der Erfindung,
Fig. 2 ein als gesondertes Bauteil ausgebildetes, mittels einer Schnappverbindung
auf die übrige Otoplastik aufsteckbares Endstück nach der Erfindung, und
Fig. 3 einen Schnitt durch die Gehörgangolive einer Otoplastik mit eingebauter Lautsprecherkapsel
und einem als Deckel aufgegchraubten Endstück nach der Erfindung.
[0026] Fig. 1 zeigt im Längsschnitt den Endstückbereich 1 der Gehörgangolive 2 einer Otoplastik
3. Das mit der übrigen Otoplastik einstückig ausgebildete Endstück 1 weist an seinem
Außenumfang 11 und am umfang der Schallausmündungsöffnung 41 des Schallkanals 4 der
Otoplastik in Richtung zum Innenohr hin vorspringende relativ scharfe Kanten 12 und
13 auf. Der zwischen diesen Kanten 12 und 13 verlaufende, in Richtung zum Innenohr
hin weisende Stirnflächenbereich 15 ist konkav gewölbt und bildet mit dem Außenumfang
11 und mit der Innenwandung 42 des Schallkanals 4 jeweils spitze Winkel.
[0027] Fig. 2 zeigt, wiederum im Längsschnitt, ein als selbständiges Bauteil ausgebildetes
Endstück 1, das an der übrigen Otoplastik zu befestigen ist. Die dem Innenohr zugewandte
Stirnseite dieses Endstücks zeichnet sich wiederum durch am Außenumfang 11 und am
Innenumfang der Schallausmündungsöffnung 41 vorspringende, relativ scharfe Kanten
12 und 13 sowie einen dazwischen verlaufenden, konkav gewölbten Stirnflächenbereich
15 aus. Auf seiner anderen, der übrigen Otoplastik (nicht dargestellt) zugewandten
Seite ist das Endstück 1 mit einem schnappverschlußartigen Formschlußprofil 16 ausgebildet,
das zum Aufstecken des Endstücks auf die übrige Otoplastik dient, die mit einem entsprechenden
Gegenprofil ausgebildet ist, in welches das Formschlußprofil 16 des Endstücks 1 einrastet.
Das Formschlußprofil 16 des Endstücks 1 ist als Innenprofil dargestellt, das mit einem
Außenprofil der übrigen Otoplastik zusammenwirkt. Selbstverständlich ist diese Profilanordnung
auch umgekehrt anwendbar.
[0028] Fig. 3 zeigt, ebenfalls im Längsschnitt, den Gehörgangoliventeil einer Otoplastik
mit einem deckelartig aufgesetzten Endstück 1 und einer in eine Lautsprecherkammer
21 der Olive 2 eingebauten Lautsprecherkapgel 5. Das ebenso wie die Endstücke nach
den Fig. 1 und 2 mit gehörgangseitig am Außenumfang 11 und am umfang der Schallausmündungsöffnung
41 mit vorspringenden scharfen Kanten 12 und 13 und einem dazwischenliegenden, konkav
gewölbten Stirnflächenbereich 15 versehene Endstück 1 besteht vorzugsweise aus Tetrafluoräthylen
und weist an seinem der Lautsprecherkammer zugewandten Ende einen mit Außengewinde
versehenen Ringansatz 18 auf, der in ein entsprechendes Innengewinde der Olive 2 eingeschraubt
ist.
[0029] Die Lautsprecherkapsel 5 ist lose in die Laut- s
precherkammer 21 eingesetzt, in welcher sie mittels des als Deckel der Lautsprecherkammer
dienenden Endstückes 1 gehalten wird. Als elektrische Zuleitung zur Lautsprecherkapsel
5 dient eine flexible Flachleitung 6 in Form eines Kunststoffbandes mit darauf aufgebrachten
Leiterbahnen. Das lautsprecherseitige Leitungsende ist in der Lautsprecherkammer 21
fixiert. Die Lautsprecherkapsel ist mit entsprechenden Kontaktflächen 51 versehen,
mit welchen sie, wenn sie in die Lautsprecherkammer 21 eingesetzt ist, an den zugehörigen
Leiterbahnen der Flachleitung anliegt. Den nötigen Kontaktdruck erzeugt dabei das
als Deckel der Lautsprecherkammer dienende Endstück 1, welches beim Aufschrauben auf
die Olive 2 die Lautsprecherkapsel in die Lautsprecherkammer hinein und gegen die
Leiterflächen des in der Lautsprecherkammer fixierten Leiterendes der Flachleitung
6 drückt.
[0030] Das Endstück 1 kann demzufolge jederzeit zu Service-zwecken leicht abgeschraubt werden,
so daß auch die Lautsprecherkapsel frei herausnehmbar und erforderlichenfalls austauschbar
ist. Ebenso kann die Flachleitung bei Bedarf ohne weiteres ausgewechselt werden. Selbstverständlich
ist es auch möglich, die Lautsprecherkapsel durch Anlöten von Anschlußdrähten mit
diesen zu verbinden, wobei dann die Lautsprecherkapsel unter Nachziehen der Anschlußdrähte,
die beweglich durch eine entsprechende Bohrung der Olive hindurchgeführt sind, aus
der Lautsprecherkammer herausgenommen werden kann.
1. Gehörgangseitiges Hörgeräte-Otoplastik-Endstück mit den Gehörgangkonturen entsprechendem
Außenumfang (11), einer Schallausmündungsöffnung (41) und einer dazwischen verlaufenden,
konkav gewölbten Stirnfläche (15), wobei die Stirnfläche mit dem Außenumfang eine
zum Innenohr hin vorspringende, relativ scharfe Kante (12) bildet, dadurch gekennzeichnet,
daß die Stirnfläche (15) auch mit dem Umfang der Schallausmündungsöffnung (41) eine
in Richtung zum Innenohr hin vorspringende, relativ scharfe, spitzwinklige Kante (13)
bildet.
2. Endstück nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß dasselbe einteilig mit der
übrigen Otoplastik (3) ausgebildet ist.
3. Endstück nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß dasselbe als selbständiges,
an der übrigen Otoplastik zu befestigendes Bauteil ausgebildet ist.
4. Endstück nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Endstück (1) auf seiner
der übrigen Otoplastik zugewandten Seite mit einem durch Angießen der übrigen Otoplastik
eine formschlüssige Verbindung mit dieser ergebenden Verzahnungsprofil (16) versehen
ist.
5. Endstück nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Endstück auf seiner der
übrigen Otoplastik zugewandten Seite ein schnappverschlußartiges Formschlußprofil
(16) zum Aufstecken auf die übrige Otoplastik aufweist.
6. Endstück nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Endstück (1) auf seiner
der übrigen Otoplastik zugewandten Seite mit einem Gewinde (18) zum Aufschrauben des
Endstückes auf die mit einem entsprechenden Gegengewinde versehene übrige Otoplastik
(3) versehen ist.
7. Endstück nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Endstück mittels einer
Klebeverbindung mit der übrigen Otoplastik verbunden ist.
8. Endstück nach einem der Ansprüche 3 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Endstück
(1) als Abschlußdeckel einer in der übrigen Otoplastik (3) gebildeten Miniaturlautsprecherkammer
(21) ausgebildet ist.
9. Endstück nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß dasselbe
aus Polytetrafluorathylen hergestellt ist.
10. Endstück nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß dasselbe
aus Weichplastik wie beispielsweise Silikongummi hergestellt ist.
11. Hörgeräte-Otoplastik mit in die Gehörgangolive eingebauter Lautsprecherkapsel,
die über ein elektrisches Anschlußkabel mit dem Hörgerät verbunden ist, dadurch gekennzeichnet,
daß die Lautsprecherkapsel (5) herausnehmbar in eine in der Gehörgangolive (2) gebildete,
mittels eines aufgeschraubten gehörgangseitigen Endstücks (1) nach Anspruch 8 abgeschlossene
Lautsprecherkammer (21) eingesetzt ist, und daß die Lautsprecherkapsel (5) mit durch
das aufgeschraubte Endstück (1) erzeugtem Kontaktdruck mit daran gebildeten Kontaktflächen
(51) an entsprechenden Kontaktflächen des in der Lautsprecherkammer fixierten Anschlußleitungsendes
(6) anliegt.
1. End piece of an otoplastic hearing aid which is on the auditory canal side and
has an outer periphery (11) corresponding to the auditory canal contours, an acoustic
opening (41), and a dished end face (15) running between these, the end face forming,
with the outer periphery, a relatively sharp edge (12) projecting towards the inner
ear, characterized in that the end face (15) also forms, with the periphery of the
acoustic opening (41), a relatively sharp, acute-angled edge (13) projecting in the
direction of the inner ear.
2. End piece according to Claim 1, characterized in that the same is designed integral
with the remaining otoplastic device (3).
3. End piece according -to Claim 1, characterized in that the same is designed as
an independent component to be attached to the remaining otoplastic device.
4. End piece according to Claim 3, characterized in that the end piece (1) is provided,
on its side directed towards the remaining otoplastic device, with a toothed profile
(16) which,, by integral casting to the remaining otoplastic device, produces a positive
connection to the latter.
5. End piece according to Claim 3, characterized in that the end piece has, on its
side directed towards the remaining otoplastic device, a snap-type form closure profile
(16) for attachment to the remaining otoplastic device. -
6. End piece according to Claim 3, characterized in that the end piece (1) is provided,
on its side directed towards the remaining otoplastic device, with a thread (18) for
screwing the end piece onto the remaining otoplastic device (3) provided with a corresponding
counterthread.
7. End piece according to Claim 3, characterized in that the end piece is connected
to the remaining otoplastic device by means of an adhesion connection.
8. End piece according to one of Claims 3 to 7, characterized in that the end piece
(1) is designed as a sealing cover for a miniature loudspeaker chamber (21) formed
in the remaining otoplastic device (3).
9. End piece according to one of Claims 1 to 8, characterized in that the same is
made from polytetrafluoroethylene.
10. End piece according to one of Claims 1 to 8, characterized in that the same is
made from soft plastic such as, for example, silicone rubber.
11. Otoplastic hearing aids with a loudspeaker capsule built into the auditory canal
olive, which loudspeaker capsule is connected to the hearing aid via an electrical
connection cable, characterized in that the loudspeaker capsule (5) is inserted removably
into a loudspeaker chamber (21) which is formed in the auditory canal olive (2) and
is sealed off according to Claim 8 by means of a screwed-on end piece (1) on the auditory
canal side, and in that the loudspeaker capsule (5) bears, by contact pressure generated
by the screwed-on end piece (1), with contact surfaces (51) formed thereon against
corresponding contact surfaces of the connection line end (6) fixed in the loudspeaker
chamber.
1. Embout, côté conduit auditif, d'une prothèse pour appareil de correction auditive,
comprenant une périphérie externe (11) correspondant aux contours du conduit auditif,
un orifice de sortie du son (41) et, située entre les deux, une surface frontale concave
(15), la surface frontale, en liaison avec la périphérie externe, formant une arête
(12) relativement vive faisant saillie en direction de l'oreille interne, caractérisé
par le fait que la surface frontale (15), en liaison avec la périphérie de l'orifice
de sortie du son (41), forme aussi une arête (13) relativement vive, à angle aigu,
faisant saillie en direction de l'oreille interne.
2. Embout selon la revendication 1, caractérisé par le fait que celui-ci est réalisé
d'une seule pièce avec le reste de la prothèse (3).
3. Embout selon la revendication 1, caractérisé par le fait que celui-ci est réalisé
sous la forme d'un élément indépendant à fixer au reste de la prothèse.
4. Embout selon la revendication 3, caractérisé par le fait que l'embout (1), sur
son côté tourné vers le reste de la prothèse, est doté d'un profil denté (16) qui,
par moulage avec le reste de la prothèse, forme une liaison par emboîtement avec celle-ci.
5. Embout selon la revendication 3, caractérisé par le fait que l'embout, sur son
côté tourné vers le reste de la prothèse, présente un profil de liaison par emboîtement
(16) du type à fermeture à déclic pour le fixer sur le reste de la prothèse.
6. Embout selon la revendication 3, caractérisé par le fait que l'embout (1), sur
son côté tourné vers le reste de la prothèse, est muni d'un filetage (18) pour visser
l'embout sur le reste de la prothèse (3) muni d'un taraudage correspondant.
7. Embout selon la revendication 3, caractérisé par le fait que l'embout est fixé
au reste de la prothèse par un raccordement collé.
8. Embout selon l'une des revendications 3 à 7, caractérisé par le fait que l'embout
(1) est réalisé sous la forme d'un couvercle de fermeture d'une chambre de haut-parleur
miniaturisé (21) formée dans le reste de la prothèse (3).
9. Embout selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisé par le fait que celui-ci
est fabriqué en polytétrafluoroéthylène.
10. Embout selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisé par le fait que celui-ci
est fabriqué en une matière plastique souple, comme par exemple du caoutchouc silicone.
11. Prothèse auditive comprenant une capsule de haut-parleur qui est incorporée dans
l'olive du conduit auditif et qui est raccordée à l'appareil de correction auditive
par un câble électrique, caractérisée par le fait que la capsule de haut-parleur (5)
est engagée de façon amovible dans une chambre de haut-parleur (21) formée dans l'olive
(2) du conduit auditif et fermée au moyen d'un embout (1) vissé côté conduit auditif
selon la revendication 8, et que la capsule de haut-parleur (5), par des surfaces
de contact (51) façonnées dessus, est appliquée sur des surfaces de contact correspondantes
de l'extrémité (6) du conducteur de raccordement, fixé dans la chambre de haut-parleur,
par la pression de contact produite lors du vissage de l'embout (1).

