[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Druckwerk für Rotationsdruckmaschinen gemäß dem
Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Bei einem bekannten Druckwerk gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 (DE-GM 7918882)
sind die seitlichen Zapfen des Formzylinders und des Gummizylinders einer Offset-Druckmaschine
mit Wälzlagern in Seitengestellen gelagert. Außerhalb der letzteren sind auf den Zapfen
Laufringe (Schmitzringe) befestigt, während innerhalb der Wände auf den Zapfen Abstützringe
gelagert sind, welche die Drehung der Zylinder nicht mitmachen. Bei einem der beiden
Zylinder sind die Hauptlager in Büchsen mit exzentrischer Außenfläche angeordnet,
welche die kraftbetätigte Einrichtung bilden und im Sinne des An- und Abstellens des
Zylinders verdrehbar sind und in einer Position festgelegt werden können, in der sich
eine jeweils gewünschte Vorspannkraft ergibt. Bei dieser Vorrichtung ist jedoch eine
Spalteinstellung nach Berührung der Stützkörper nicht möglich. Der Zweck einer solchen
Druckwerksausbildung sollte es deshalb auch nur sein, eine Abstützung für Druckwerkszylinder
zu schaffen, die eine dem Schmitzringbetrieb entsprechende Funktion erfüllt, dabei
jedoch bessere Reparaturbedingungen bietet.
[0003] Es ist eine Druckmaschine bekannt (GB-A-1 249004), die eine Anstellvorrichtung für
einen Offset-Zylinder aufweist, um diesen nacheinander in Arbeitskontakt mit einem
Formzylinder und einem Druckzylinder zu bringen. Der Offset-Zylinder ist mit Wälzlagern
auf einer Achse gelagert, auf der beiderseits des Zylinders Kurvenscheiben befestigt
sind. Jede Kurvenscheibe wird in der Betriebsposition mittels einer Andruckrolle in
Anlage an zwei festen Rollen gehalten, die von exzentrischen, in Seitenwänden des
Maschinengestells befestigten Zapfen getragen sind. Die Achse, auf der die Kurvenscheiben
sitzen, kann mittels einer Verstelleinrichtung um bestimmte, vorgegebene Winkelbeträge
gedreht werden. Die Verstelleinrichtung enthält eine drehbare Steuerkurvenscheibe,
die von einer Rolle am Ende eines Winkelhebels abgetastet wird. Eine Rolle am anderen
Ende des Winkelhebels liegt an einem Hebel an, der über eine Einstellschraube auf
einen auf der Achse des Offset-Zylinders befestigten Arm wirkt. Die Kurvenscheiben
auf der Achse des Offset-Zylinders sind an ihrem Umfang so geformt, daß sich bei der
Drehung durch die Verstelleinrichtung radiale Verlagerungen der Zylinder-Achse ergeben,
um dadurch den Offset-Zylinder nacheinander zum Formzylinder hin und zum Druckzylinder
hin zu bewegen.
[0004] Es handelt sich bei einer solchen Anstellvorrichtung ausschließlich um Verlagerungen
des Offset-Zylinders selbst, ohne daß dabei irgend ein Zusammenhang mit den beiden
anderen Zylindern besteht. Die Einstellbewegung des Offset-Zylinders geschieht allein
mit Bezug auf an den Seitenwänden der Maschine befestigte Teile. Sie wird also völlig
unabhängig von den anderen Zylindern und ohne Rücksicht auf deren Position vorgenommen.
Von welchen Elementen und auf welche Weise diese anderen Zylinder gehalten und gelagert
sind, darüber ist in der Veröffentlichung nichts gesagt.
[0005] Bisher geht man in der Drucktechnik gewöhnlich davon aus, daß grundsätzlich alle
Zylinder eines Druckwerks mit einer bestimmten Kraft aneinander angedrückt werden
müssen. Dies gilt gleichermaßen für verschiedene Druckverfahren. Wie z.B. in der Literaturstelle
«Die <Kiss-print-Methode, im Offsetdruck
", Zeitschrift «Der Polygraph» 23-80, S.2161, gesagt ist, wird für den Prozeß der Farbübertragung
in der Druckmaschine «guter Druck» oder
"Druckspannung» für erforderlich gehalten, und zwar zwischen allen Zylindern des Druckwerks.
Ausdrücklich wird dabei die seit jeher geltende Meinung bestätigt, daß die Vorgänge
der Farbannahme und der Farbabgabe unter einem bestimmten Druck erfolgen müssen bzw.
sich unter Druck erst richtig vollziehen lassen. Eine leichte Berührung von eingefärbter
Druckplatte und Gummituch reiche nicht aus. Zwischen zu hohem und zu niedrigem Druck
liege der sog. «Kiss-print-Druck», bei dem ein einwandfreies Ausdrucken der Fläche
ermöglicht werde. Dies sei ein guter, satter Druck-Kontakt zwischen den Zylindern
und nicht etwa nur ein flüchtiges, oberflächliches Berühren. Als Hilfsmittel zur Erzielung
eines solchen ausreichenden Druckes zwischen den zusammenarbeitenden Zylindern werden
kalibrierte Unterlagenbogen, Aufzüge usw. genannt. Dies bedeutet aber, daß in umständlicher
Arbeit derjenige Druck hergestellt werden muß, der nach herrschender Auffassung zu
einem guten Druckbild notwendig sein soll.
[0006] Bei der Erfindung wurde erkannt, daß die geltende Auffassung nicht geeignet ist,
das Problem der richtigen Farbübertragung und eines einwandfreien Druckes zu lösen.
Die üblicherweise für notwendig erachteten und angewendeten Pressungen bei zusammenarbeitenden
Zylindern führen zu sog. Standstreifen, d.h. flachen Pressungsflächen an den Zylindern,
mit einer Breite von z.B. 0,6 bis 0,7 mm bei einem Zylinderdurchmesser von etwa 200
mm. Es zeigt sich, daß bei Zylindern, die mit solcher oder ähnlicher Pressung aneinander
angestellt sind, ein Wegquetschen der Farbe vom «Punkt» stattfindet, so daß also die
Farbe zumindest überwiegend nicht dort bleibt, wo sie eigentlich sein sollte, sondern
in die Umgebung dieser Stelle weggedrückt wird. Damit läßt sich z. B. beim indirekten
Hochdruck eine verminderte Brillanz der Farbe, ein stumpfes oder ein blasses Druckbild
u.dgl. erklären. Nach der Erkenntnis der Erfindung ist es demzufolge richtig, die
Farbe auf ihrem Weg bei der Übergabe von einem Zylinder an den anderen nur auf dem
«Punkt» zu halten oder zu konzentrieren, also an der Stelle, die ebenso wie unzählige
andere eigentlich zum regulären Druckbild gehört und das Druckergebnis mit hervorbringen
soll. Erst bei einem Druckverfahren, welches dies leisten kann, läßt sich mit Recht
von einer «Kiss-print-Methode» sprechen.
[0007] Mit der Erfindung sollen hiernach die sich aus den vorstehenden Darlegungen erkennbaren
Probleme so weit wie möglich zu einer Lösung geführt werden. Mit der Erfindung ist
es nämlich möglich, auch nach der Kontaktierung der Stützkörper eine Feineinstellung
des Druckspaltes zu realisieren. Die Erfindung will die Voraussetzungen für einen
wirklichen «Kiss-print-Druck» und damit für ein einwandfreies Druckergebnis schaffen,
insbesondere für den indirekten Hochdruck, aber auch für andere Druckverfahren, bei
denen sich bisher Schwierigkeiten bei der Erzielung eines einwandfreien Druckbildes,
vornehmlich im Hinblick auf die Farbübertragung, ergeben haben. Es wird angestrebt,
bei zwei zusammenarbeitenden Zylindern, insbesondere einem Formzylinder und einem
Übertragungszylinder, die Farbe möglichst auf den «Punkt» zu bringen bzw. dort in
erster Linie zu konzentrieren und unter Aufrechterhaltung dieses Zustandes weiterzugeben,
um dadurch auch ein entsprechend gutes Resultat zu erzielen.
[0008] Gemäß der Erfindung führt der Weg dazu über den Verzicht auf die bisher üblichen
Pressungen zwischen zwei Zylindern mit den daraus resultierenden Standstreifen, ggfs.
mit Ausnahme der Relation zwischen einem Gegendruckzylinder und einem Übertragungszylinder
bei einem Druckwerk für Offset oder Trockenoffset. Dazu wird erfindungsgemäß ein Druckwerk
vorgesehen, bei dem die wichtigen Zylinder eine hohe Genauigkeit aufweisen und bei
dem feinfühlige Einstellmöglichkeiten bestehen. Ein solches Druckwerk weist die im
kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1 angegebenen Merkmale auf.
[0009] Damit ist ein Druckwerk geschaffen, das sich durch eine Reihe wesentlicher Vorteile
auszeichnet. Infolge seiner Genauigkeit und den Einstellmöglichkeiten kann damit tatsächlich
die «Kiss-print-Methode» im wirklichen Verständnis ausgeführt werden. Es läßt sich
eine einwandfreie Farbübertragung und damit ein ausgezeichnetes Druckergebnis erzielen.
Je nach dem Druckverfahren und Beschaffenheit der Farbe braucht nicht einmal eine
feste Berührung zwischen den zusammenarbeitenden Zylindern vorhanden zu sein, sondern
es kann im Ausgangszustand theoretisch ein Spalt in Mikrometer-Größe vorhanden sein.
[0010] Bei einem Druckwerk für indirekten Hochdruck, Offset oder ein ähnliches Verfahren
ist vorteilhaft der in den Ansprüchen als erster Zylinder bezeichnete Zylinder ein
Übertragungszylinder und der zweite Zylinder ein Formzylinder.
[0011] Die Stützkörper können jede Form haben, die zu einer einwandfreien Positionierung
der Teile des Systems im Sinne der Erfindung geeignet ist. So lassen sich als Stützkörper
Platten, Ansatzstücke, Ausleger, Böcke und ähnliche Elemente vorsehen, die an den
zur Anlage an den jeweils gegenüberliegenden Körpern entsprechende Flächen als Stützflächen
aufweisen. Vorteilhaft haben die Stützkörper jedoch die Form von Ringen oder Scheiben,
insbesondere mit zylindrischer Umfangsfläche, ggfs. auch mit ebenen Partien.
[0012] Mit einem Paar von Stützkörpern sind solche gemeint, die parallel und in axialem
Abstand voneinander angeordnet sind, beispielsweise die dem zweiten Zylinder zugehörigen,
auf beiden Seiten desselben angeordneten Stützkörper. Die Einstellbarkeit der Lage
der Stützflächen bedeutet eine Veränderbarkeit der radialen Position der jeweiligen
Abstützstelle für den anliegenden Stützkörper mit Bezug auf die Achse des zugehörigen
Zylinders (Drehmitte) oder, falls es sich um die Stützkörper der weiteren Abstützung
der Zweipunkt-Anlage handelt, mit Bezug auf eine gedachte, im wesentlichen parallel
zu einer Zylinderachse gerichtete Linie oder Achse. Bei einem Paar von zusammengehörenden
Stützkörpern ist die Lage der Stützflächen derselben zweckmäßig unabhängig voneinander
einstellbar. Es ist aber auch eine gemeinsame Einstellbarkeit nicht ausgeschlossen.
[0013] Bei einer vorteilhaften Ausführung sind am ersten Zylinder Stützkörper vorgesehen,
deren Stützflächen einen festen Abstand von der Drehachse des Zylinders haben, namentlich
in Form von auf der Achse des Zylinders befestigten Ringen oder Scheiben mit zylindrischer
Umfangsfläche als Stützfläche. Dem zweiten Zylinder sind dann Stützkörper mit einstellbarer
Lage der Stützflächen zugeordnet. Bei den weiteren, jeweils den zweiten Auflagepunkt
für die Stützkörper des ersten Zylinders bildenden Stützkörpern kann die Lage der
Stützflächen je nach den Umständen bzw. der sonstigen Ausbildung des Druckwerkes entweder
fest oder aber ebenfalls einstellbar sein. Letzteres gilt insbesondere für eine sehr
günstige Ausführung des Druckwerks, bei der die weiteren Stützflächen einem dritten
Zylinder zugeordnet sind, der mit dem ersten Zylinder zusammenarbeitet. Dieser dritte
Zylinder ist vorteilhaft ein Formzylinder. Handelt es sich auch bei dem zweiten Zylinder
um einen Formzylinder, so stellt dies eine besonders vorteilhafte Ausführung eines
Druckwerks für indirekten Hochdruck dar, bei dem dann die beiden Formzylinder mit
einem Übertragungszylinder zusammenarbeiten, namentlich mit verschiedenen Umfangsbereichen
des letzteren.
[0014] Bei Vorhandensein eines dritten Zylinders ist auch dieser zweckmäßig mit Wälzlagern
auf einer Achse drehbar gelagert, wobei die Stützkörper von dieser Achse getragen
sind.
[0015] Eine vorteilhafte Ausführung mit Einstellmöglichkeit besteht darin, daß wenigstens
ein Stützkörper mittels einer Verstellvorrichtung um eine Drehachse im Winkel einstellbar
ist und eine exzentrisch zu dieser Drehachse liegende Stützfläche aufweist. Bei Stützkörpern,
die einem Zylinder zugeordnet sind, ist die Drehachse zweckmäßig gleich der Achsmitte
des Zylinders. Vorteilhaft ist der Stützkörper dabei drehbar auf der Zylinderachse
gelagert, insbesondere mittels eines vorgespannten Wälzlagers. Bei fester Anbringung
eines Stützkörpers auf einer Zylinderachse muß dagegen die Achse selbst im Gestell
des Druckwerks drehbar gehalten sein. Der Ausdruck «exzentrisch» soll im weitesten
Sinne verstanden werden. Es kann sich um eine zylindrische Stützfläche handeln, deren
geometrische Achse um eine gewisse Exzentrität, insbesondere in der Größenordnung
von wenigen zehntel Millimetern, namentlich von 0,2 bis 0,5 mm, gegenüber der Drehachse
des Stützkörpers oder eines diesen tragenden Teiles versetzt ist. Es sollen unter
den genannten Begriff aber auch solche Umfangsflächen fallen, deren Abstand sich von
der Drehachse kontinuierlich, z.B. einer Spirale folgend, oder ggfs. auch in Stufen
ändert.
[0016] Eine zweckmäßige Ausführung einer Verstellvorrichtung für einen im Winkel drehbaren
Stützkörper enthält einen Schneckentrieb, dessen Schneckenrad drehfest mit dem Stützkörper
verbunden ist. Eine solche Vorrichtung gestattet eine sehr feine Verstellung des Stützkörpers
mit dessen Stützfläche und damit der Relativposition der Zylinder. Die Schnecke des
Schneckentriebs ist bei einer besonders günstigen Ausbildung auf der dem Schneckenrad
abgewandten Seite auf zwei Druckstücken abgestützt, die unter sie gegeneinander zu
bewegen suchender Kraft von Federn stehen, namentlich Tellerfedern. Dadurch wird die
Schnecke ständig in die Gänge des Schneckenrades hineingedrückt und der Schneckentrieb
wird in einfacher Weise spielfrei gehalten, so daß genaue Verstellungen in beiden
Richtungen möglich sind. Einer solchen Ausbildung eines Schneckentriebs kommt über
die Anwendung bei einer Verstellvorrichtung für einen Stützkörper hinaus selbständige
Bedeutung zu, insbesondere für andere Bewegungs- oder Einstelleinrichtungen bei Druckmaschinen.
[0017] In weiterer Ausgestaltung des Druckwerks sieht die Erfindung vor, daß die Enden der
Achse des ersten Zylinders von gabelförmigen Enden zweier an Gestellteilen gelagerter
Schwenkhebel aufgenommen sind, deren andere Enden mit der zum Bewegen der Hebel und
damit des Zylinders dienenden kraftbetätigten Einrichtung verbunden sind. Die Schwenkpunkte
der Hebel liegen im Bereich zwischen ihren Enden, und zwar vorteilhaft an solchen
Stellen, daß die Bewegung der Zylinderachse bzw. der davon getragenen Stützkörper
im wesentlichen symmetrisch zu den beiden Anlagepunkten erfolgt.
[0018] Das Druckwerk läßt sich weiterhin so gestalten, daß dem ersten Zylinder ein Gegendruckzylinder
mit Stützkörpern zugeordnet ist, die zur Anlage an den Stützkörpern des ersten Zylinders
bestimmt sind, wobei der Gegendruckzylinder relativ zu dem ersten Zylinder im Sinne
eines An- und Abstellens bewegbar ist. Eine solche Ausführung kann für verschiedene
Druckverfahren in Betracht kommen. Sie eignet sich insbesondere für ein Druckwerk
für indirekten Hochdruck, wobei dann der erste Zylinder ein Übertragungszylinder ist.
Der Gegendruckzylinder ist vorteilhaft ebenfalls auf einer Achse mit Wälzlagern drehbar
gelagert, wobei die Stützkörper von dieser Achse getragen sind, sei es im Sinne einer
festen Verbindung, sei es unter Verwendung einer Drehlagerung. Letzteres kommt insbesondere
dann in Betracht, wenn es sich um einstellbare Stützkörper handelt, wie es in vielen
Fällen vorteilhaft ist. Dann besteht auch hier eine zweckmäßige Ausführung darin,
daß die Stützkörper des Gegendruckzylinders exzentrisch zur Zylinder-Drehmitte verlaufende
Stützflächen aufweisen und um die Drehmitte im Winkel einstellbar sind. Das weiter
oben zum Begriff des exzentrischen Verlaufs und der Verstelleinrichtung Gesagte gilt
hier entsprechend.
[0019] Der Gegendruckzylinder kann insbesondere in zwei Hebeln gehalten sein, die mit einer
kraftbetätigten Einrichtung im Sinne eines An- und Abstellens des Gegendruckzylinders
schwenkbar sind. Vorteilhaft ist es so, daß eine Einrichtung zum Bewegen des ersten
Zylinders und eine Einrichtung zum Bewegen des Gegendruckzylinders mittels einer Steuereinrichtung
in vorgegebener Folge nacheinander betätigbar sind. Dies läßt sich mit dem Fachmann
zur Verfügung stehenden Mitteln auch automatisch ausführen.
[0020] Bei einem mit Wälzlagern auf einer Achse gelagerten Zylinder sind vorteilhaft die
Wälzlager vorgespannt. Dies trägt weiterhin zur Erhöhung der Genauigkeit bei. Eine
besonders günstige Ausführung eines Wälzlagers für die Zylinderlagerung besteht darin,
daß die Wälzkörper auf einer Schraubenlinie mit Abstand voneinander in einem zylindrischen
Käfig angeordnet sind. Das Lager kann dann außerdem in üblicher Weise einen Außenring
und einen Innenring enthalten.
[0021] Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung sind bei wenigstens einem Zylinder Durchflußwege
für ein Medium zur Temperaturbeeinflussung vorgesehen. Ein solches Medium ist insbesondere
Öl. Der Zylinder kann dadurch notfalls gekühlt oder, z. B. in der Anlaufphase der
Druckmaschine, auch beheizt werden, so daß sich im Betrieb eine zumindest weitgehend
konstante Temperatur einhalten läßt, was sich zusätzlich günstig auf die Genauigkeit
auswirkt.
[0022] Eine zweckmäßige Ausführung besteht im einzelnen darin, daß in beiden Enden der Achse
eines Zylinders Bohrungen vorhanden sind, die in der Nähe der Lagerung des Zylinders
in den Innenraum zwischen Zylinder und Achse münden, wobei der Zylinder an seinen
beiden Seiten nach außen abgedichtet ist. Zweckmäßig ist eine Steuer- oder Regeleinrichtung
zur Einhaltung einer vorgebbaren Temperatur des durch den Zylinder hindurchgeführten
Mediums vorgesehen. Dies kann eine gemeinsame Einrichtung für mehrere Zylinder sein.
Besonders vorteilhaft ist jedoch für jeden temperaturbeeinflußbaren Zylinder eine
gesonderte Einrichtung vorgesehen.
[0023] Die Erfindung richtet sich weiterhin auf die Fertigung eines Zylinders für ein Druckwerk
der erläuterten Art, welches darin besteht, daß der Zylinder mit den Wälzlagern auf
der Achse montiert wird, insbesondere mit Einbau der Lager unter Vorspannung, und
daß der Zylinder hernach bei festgespannter Achse unter Drehung um diese auf seiner
Umfangsfläche geschliffen wird. Das Aufspannen.der Achse kann in üblicher Weise auf
einer Schleifmaschine geschehen. Durch eine derartige Fertigbearbeitung des Zylinders
in seinem bereits endgültig gelagerten Zustand auf der Achse läßt sich eine außerordentlich
hohe Formgenauigkeit und auch eine entsprechende Oberflächengüte erzielen.
[0024] Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachstehenden
Beschreibung von Ausführungsbeispielen, aus der zugehörigen Zeichnung und aus den
Ansprüchen. Es zeigen:
Fig. 1 eine teils schematische Seitenansicht einer Druckmaschine mit mehreren Druckwerken
gemäß der Erfindung,
Fig. 2 eine Ausführung eines Druckwerks gemäß der Erfindung in Seitenansicht, wobei
einige Teile der Übersichtlichkeit halber weggelassen sind,
Fig. 3 einen Schnitt nach der Linie 111-111 in Fig. 2,
Fig. 4 einen Zylinder mit einstellbaren Stützkörpern im Axialschnitt,
Fig. 5 eine teils schematische Seitenansicht zu Fig. 4,
Fig. 6 eine Draufsicht zu Fig. 5,
Fig. 7 einen Teil eines Verstellantriebs für einen Stützkörper in größerem Maßstab,
teils in Seitenansicht, teils im Axialschnitt,
Fig. 8 eine Stirnansicht zu Fig. 7,
Fig. 9 eine Zylinderlagerung im Schnitt,
Fig. 10 eine Teilansicht eines Lagerkörpers der Lagerung nach Fig. 9,
Fig. 11 eine andere Ausführung einer Zylinderlagerung im Schnitt und
Fig. 12 einen Zylinder mit Temperaturbeeinflussung im Schnitt.
[0025] In Fig. 1 ist eine Druckmaschine für indirekten Hochdruck dargestellt, die mit drei
Druckwerken D in erfindungsgemäßer Ausbildung ausgerüstet ist. Damit kann eine die
Druckwerke nacheinander durchlaufende, strichpunktiert gezeichnete Bahn B in sechs
Farben bedruckt werden. Jedes Druckwerk enthält einen Übertragungszylinder 1, zwei
mit diesem zusammenarbeitende Formzylinder 2 und 3 sowie einen an anderer Stelle mit
dem Übertragungszylinder zusammenarbeitenden Gegendruckzylinder 4. Mit dem Buchstaben
F sind jeweils den Formzylindern 2 und 3 zugeordnete Farbwerke bezeichnet. Bei der
Bahn B kann es sich beispielsweise um eine mehrschichtige Bahn für Haftetiketten handeln,
bei der im Anschluß an den Druckvorgang noch ein Ausstanzvorgang sowie ggfs. noch
sonstige Behandlungsvorgänge durchgeführt werden. Die Bahn B kann durch nicht zur
Erfindung gehörende Einrichtungen im Bereich der Druckmaschine so bewegt werden, daß
fortlaufende Aufdrucke auf der Bahn erzeugt werden, obgleich die Übertragungszylinder
nur auf Teilen seines Umfangs eine für den Druck vorgesehene Fläche aufweist, wobei
die Formzylinder entsprechend ausgebildet und mit Druckplatten bestückt sind, derart,
daß solche Bereiche auf dem Übertragungszylinder entstehen. Es kann sich z. B. um
zwei für den Druck bestimmte Bereiche auf jedem Übertragungszylinder 1 handeln. Vorkehrungen,
um eine Bahn in der erforderlichen Weise intermittierend zu bewegen, sind dem Fachmann
bekannt.
[0026] In den Fig. 2 und 3 ist ein einzelnes Druckwerk in größerem Maßstab dargestellt.
Alle vier Zylinder 1, 2, 3, 4 weisen feste Achsen A1, A2, A3 und A4 auf, auf denen
die eigentlichen Zylinder, d.h. Zylindermäntel, mit Wälzlagern gelagert sind. Dies
wird später noch im einzelnen erläutert.
[0027] Auf den Enden der Achse A1 des Übertragungszylinders 1 sind ringförmige Stützkörper
11 befestigt, die zylindrische Umfangsflächen als Stützflächen 5 aufweisen. Der Radius
dieser Stützkörper 11 ist im wesentlichen gleich dem Radius des Zylinders selbst,
wobei beide Teile die gleiche Mittelachse M1 haben.
[0028] Die Achsen A2 und A3 der Zylinder 2 und 3 sind in Gestellteilen 9 des Druckwerks
mit angeschraubten Haltestücken 10 befestigt. Die Achse A2 trägt an jedem Ende einen
Stützkörper 12 mit einer Stützfläche 6 am Umfang und die Achse A3 an jedem Ende einen
Stützkörper 13 mit Stützfläche 7 am Umfang. Die Anordnung und Ausbildung ist so, daß
an jedem Ende der Zylinderachsen die Stützkörper 12 und 13 eine Zweipunktanlage für
den Stützkörper 11 des Übertragungszylinders 1 bilden. Die beiden Abstützstellen sind
in Fig. 2 mit den Pfeilen P bezeichnet.
[0029] Dem Übertragungszylinder 1 ist eine Beweglichkeit im Sinne eines An- und Abstellens
an die Formzylinder 2 und 3 gegeben. Bei der vorteilhaften Ausführung nach Fig. 2
und 3 sind dazu auf jeder Seite des Druckwerks Schwenkhebel 20 vorgesehen, von denen
in der Zeichnung nur einer erkennbar ist. Jeder Schwenkhebel 20 weist ein gabelförmiges
Ende 15 auf, mit dessen Öffnung er die Achse A1 des Übertragungszylinders 1 umgreift.
Am anderen Ende 16 des Schwenkhebels 20 greift über ein Verbindungsgestänge 17 eine
kraftbetätigte Bewegungseinrichtung 18 an, die insbesondere aus einem oder mehreren
Pneumatikzylindern besteht. Mit den Ziffern 18a und 18b sind die Luftanschlüsse eines
solchen Zylinders bezeichnet. Der Schwenkpunkt 19, z.B. ein stabiles Zapfenlager,
für den Hebel 20 ist im Bereich zwischen den Enden des letzteren so angeordnet, daß
sich die Achse A1 mit den von ihr getragenen Teilen etwa symmetrisch zu den Achsen
A2 und A3 der Zylinder 2 und 3 bewegt, wenn die Einrichtung 18 betätigt wird. Letztere
ist doppeltwirkend, so daß in beiden Richtungen eine zwangläufige Verstellung erfolgen
kann. In der Betriebsposition wird durch die beaufschlagten Einrichtungen 18 eine
solche Kraft erzeugt, daß die Stützkörper 11 des Zylinders 1 fest an die Stützkörper
12 und 13 der Zylinder 2 und 3 angedrückt werden. Die Achse A4 des Gegendruckzylinders
4 trägt Stützkörper 14 mit Stützflächen 8 und ist an jedem Ende in einem Hebel 21
lösbar befestigt. Jeder dieser beiden Hebel 21 ist an einem Ende auf einem stabilen
Zapfenlager 22 schwenkbar gelagert. Die Zapfenlager 19 und 22 für die beiden Hebelpaare
20 und 21 befinden sich an den beiderseitigen Gestellteilen 9. Am anderen Ende jedes
Hebels 21 greift über ein Verbindungsgestänge 23 eine weitere kraftbetätigte Bewegungseinrichtung
24 an, die zweckmäßig aus einem oder mehreren doppeltwirkenden Pneumatikzylindern
besteht. Mit den Ziffern 23a, 23b sind die Luftanschlüsse mit den zugehörigen Leitungen
bezeichnet. Mittels der Einrichtung 24 können die Hebel 21 gemeinsam in der einen
und der anderen Richtung geschwenkt werden, um den Gegendruckzylinder 4 an den Übertragungszylinder
1 anzustellen oder von diesem abzustellen. Dabei legen sich die Stützflächen 8 der
Stützkörper 14 an die Stützflächen 5 der Stützkörper 11 an. Die Abstützstelle ist
in Fig. 2 durch den Pfeil P1 bezeichnet.
[0030] Mit der Ziffer 25 ist in Fig. 2 eine gemeinsame Steuervorrichtung für die Bewegungseinrichtungen
18 und 24 bezeichnet, zu der eine Hauptversorgungsleitung 26 für das Druckmittel führt.
Diese Steuervorrichtung ist mit dem Fachmann zur Verfügung stehenden Bauelementen
so ausgebildet, daß bei ihrer Betätigung erst der Gegendruckzylinder 4 vom Übertragungszylinder
1 und dann der Übertragungszylinder 1 von den Formzylindern 2 und 3 abgestellt wird
bzw. umgekehrt erst der Übertragungszylinder 1 an die Formzylinder 2 und 3 und dann
der Gegendruckzylinder 4 an den Übertragungszylinder 1 angestellt wird. Mit Anstellen
ist dabei gemeint, daß jeweils die Stützflächen der Stützkörper 11, 12, 13, 14 in
feste gegenseitige Anlage kommen. Die genannten Vorgänge können auf eine Kommandogabe
hin auch vollautomatisch erfolgen. Der Weg beim Abstellen, d.h. beim Auseinanderbewegen
der betreffenden Zylinder kann verhältnismäßig klein sein. Er ist zweckmäßig nur so
groß, daß den Zylindern zugeordnete Zahnräder nicht völlig außer Eingriff kommen.
In Fig.3 sind zu den Zylindern 1, 2 und 4 gehörende Zahnräder 27, 28, 29 erkennbar.
Ebenso ist der Zylinder 3 mit einem Zahnrad versehen, das mit demjenigen des Übertragungszylinders
1 im Eingriff ist. Die Antriebsbewegung für die Zylinder wird von einem nicht dargestellten
Motor oder Getriebe in geeigneter Weise in eines der miteinander kämmenden Zahnräder
eingeleitet, wodurch alle vier Zylinder ihre Drehung erhalten.
[0031] Die beiden Gestellteile 9, die mit rahmenartigen Flanschen 9a versehen sind und zwischen
denen sich die Zylinder befinden, sind durch nicht wiedergegebene Traversen, Anker
oder andere geeignete Elemente starr miteinander verbunden. In Fig. 2 und 3 ist jeweils
nur einer dieser Gestellteile 9 erkennbar. Bei der dargestellten Ausführung sind die
Stützkörper 11, 12, 13, 14 außerhalb der Gestellteile 9 angeordnet. Sie können sich
bei einer abgewandelten Ausführung aber auch zwischen den Gestellteilen oder Wänden
des Druckwerks befinden.
[0032] Bei den beiden Formzylindern 2 und 3 ist jeweils die Lage der Stützflächen 6 und
7 der Stützkörper 12 und 13 mit Bezug auf die geometrische Mittelachse (Drehmitte)
M2 und M3 veränderbar und dadurch auch die Betriebsposition des Übertragungszylinders
1 relativ zu den Formzylindern 2 und 3 einstellbar. Eine vorteilhafte Ausführung einer
solchen Einstellbarkeit veranschaulichen die Fig. 4 bis 6 am Beispiel eines Formzylinders
2. Hier ist in Fig. 4 zugleich auch erkennbar, daß der eigentliche Zylinder 2 (praktisch
in Gestalt eines Zylindermantels) mit Wälzlagern 31 auf der Achse A2 drehbar gelagert
ist. Letztere ist undrehbar in den Gestellteilen 9 festgelegt. Die Stützkörper 12
sind mit Wälzlagern 32 auf den Enden der Achse A2 gelagert und drehfest mit Schneckenrädern
33 verbunden, in die Schnecken 34 eingreifen. Jede Schnecke kann über eine am Ende
eine Handkurbel 36 tragende Verstellwelle 35 gedreht werden und bewirkt dadurch über
das Schneckenrad 33 eine Drehung des Stützkörpers 12 um die geometrische Mitte M2
der Achse A2. Jeder der beiden Stützkörper 12 weist eine die Anlage für den Stützkörper
11 bildende zylindrische Stützfläche 6 auf, wobei jedoch die Stützkörper um einen
Betrag e exzentrisch zur Mitte M2 der Achse A2 angeordnet sind. Die Exzentrität kann
insbesondere im Bereich einiger zehntel Millimeter liegen. Hierdurch und infolge der
mit dem Schneckentrieb 33, 34 gegebenen Untersetzung wird eine äußerst feinfühlige
Einstellung der Lage der Stützfläche 6 relativ zur geometrischen Mitte M2 des Zylinders
2 erreicht.
[0033] Die Fig. 7 und 8 zeigen eine sehr vorteilhafte Ausführung eines Schneckentriebs,
wie er insbesondere für die vorstehend erläuterte Verstellvorrichtung in Betracht
kommt, aber auch sonst in anderen Fällen vorteilhafte Anwendung finden kann. Die Schnecke
34 ist dabei mit Zapfen 34a an ihren Enden in Wälzlagern 37 gelagert, deren Au- ßenringe
auf der dem Schneckenrad 33 abgewandten Seite auf zwei Druckstücken 38 abgestützt
sind. Diese Druckstücke sind vorteilhaft zylindrische Bolzen, die verschiebbar auf
durchgehenden Zapfen 39 gehalten sind. Diese Zapfen 39 sind in Endstücken 40 aufgenommen,
die z.B. durch Schrauben an einer Unterlage, Konsole 41 od.dgl. befestigt oder aber
auch nur gleitend auf einer solchen Unterlage abgestützt sein können. Zwischen den
Endstücken 40 und den Bolzen 38 sind jeweils Tellerfederpakete 42 angeordnet, die
auf den Zapfen 39 geführt sind. Dadurch werden die Bolzen 38 in Richtung aufeinander
zu gedrückt und drücken somit ihrerseits über die Wälzlager 37 die Gänge der Schnecke
34 in die Schneckenverzahnung des Schneckenrades 33. Damit ist auf einfache Weise
ein spielfreier Eingriff erzielt, so daß eine genaue Verstellbewegung in beiden Richtungen
möglich ist. In den Fig. und 8 ist zugleich ein exzentrisch zur Drehmitte M2 angeordneter,
mit dem Schneckenrad 33 verbundener Stützkörper 12 eingezeichnet.
[0034] Eine Einstellbarkeit der Lage der Stützflächen ist zweckmäßig auch beim zweiten Formzylinder
3 vorhanden. Sie kann weiterhin mit Vorteil bei Stützkörpern des Gegendruckzylinders
4 vorgesehen sein. Dabei läßt sich jeweils die Verstellvorrichtung in gleicher oder
ähnlicher Weise ausbilden, wie dies vorstehend in Verbindung mit den Fig. 4 bis 8
erläutert wurde. Es sind aber auch andere Ausführungen von Stützkörpern und Verstellvorrichtungen
möglich. Dies ist an anderer Stelle schon erläutert worden.
[0035] Vorteilhaft sind alle vier Zylinder 1, 2, 3, 4 des Druckwerks mit Wälzlagern auf
einer festen Achse gelagert, wie es im Prinzip in Fig. 4 für den Zylinder 2 gezeigt
ist (Wälzlager 31, z. B. als kombiniertes Axial- und Radiallager). Die Wälzlager der
Zylinderlagerungen sind zweckmäßig vorgespannt bzw. so eingebaut, daß sich eine Vorspannung
ergibt. Dies kann z.B. durch Montage eines Lagers mit entsprechendem Übermaß unter
Einpressen in die vorbereiteten Sitze auf der Achse und am Zylinder oder durch Einschieben
eines solchen Lagers nach vorheriger starker Abkühlung der Achse bzw. durch Erwärmung
des Zylinders oder auf andere geeignete Weise geschehen, die dem Fachmann zur Verfügung
steht.
[0036] Eine besonders vorteilhafte Ausführung eines Zylinders ist in den Fig. 9 und 10 wiedergegeben.
Dabei ist ein Zylinder Z auf einer Achse A mittels eines Axiallagers 44 und eines
Radiallagers 45 gelagert. Das Axiallager 44, z.B. ein Kugellager, wird durch eine
auf ein Gewinde der Achse A aufgeschraubte Mutter oder einen ein Untermaß aufweisenden
Ring 46 gehalten. Mit der Ziffer 47 ist ein Simmering oder eine andere Dichtung bezeichnet.
Das Radiallager 45 weist einen Außenring 48, einen Innenring 49 und einen zylindrischen
Käfig 50 mit Kugeln 51 als Wälzkörper auf, wobei die Besonderheit besteht, daß die
Aufnahmelöcher 52 für die Kugeln 51 im Käfig 50 und somit auch die Kugeln 51 selbst
auf einer Schraubenlinie S mit mehreren Windungen angeordnet sind. Ungeachtet dessen
können die Kugeln 51 in Richtung der Mantellinien des Käfigs 50 jeweils in einer Reihe
liegen, wie es Fig. 10 zeigt, oder aber auch in dieser Richtung versetzt zueinander
angeordnet sein. Durch die schraubenlinienförmige Anordnung der Wälzkörper ergibt
sich eine Vielzahl von axial zueinander versetzten Laufbahnen. Eine solche Lagerausbildung
hat sich als sehr günstig erwiesen. Der Käfig 50 kann aus Metall oder einem anderen
für diesen Zweck geeigneten Material bestehen.
[0037] Fig. 11 zeigt eine Ausführung, bei welcher der Zylinder Z auf der Achse A auf jeder
Seite mit einem Axiallager 44 und einem Radiallager 43 anderer Art, z. B. einem Rollenlager
oder Nadellager, gelagert ist. Mit der Ziffer 46 ist auch hier ein Ring oder eine
Mutter zum Festlegen der Lager und mit der Ziffer 47 eine Dichtung bezeichnet.
[0038] In Fig. 12 ist am Beispiel des Übertragungszylinders 1 eine Ausführung gezeigt, bei
der Mittel zur Temperaturbeeinflussung vorgesehen sind. Die Achse A1 istvon beiden
Enden her mit parallel zur geometrischen Längsachse M1 verlaufenden Bohrungen 54,
58 versehen, die jeweils hinter den Lagerungen 31 durch Radialbohrungen 55, 57 mit
dem Innenraum 56 des Zylinders verbunden sind. Dieser Raum ist außerhalb der Lager
31 durch Dichtungen 47 verschlossen. Ein durch eine Leitung 53 zugeführtes Medium,
insbesondere Öl, strömt, wie strichpunktiert angedeutet ist, durch die Bohrungen 54
und 55 in den Innenraum 56 und von dort durch die Bohrungen 57 und 58 zu einer Leitung
59, die zu einem Tank 60 mit einer Kühl-und/oder Heizeinrichtung 61 führt. Von dort
kann das Medium mittels einer Pumpe 62 wieder in die Leitung 53 gefördert werden.
In der Abströmleitung 59, ggfs. auch unmittelbar in oder am Ende der Bohrung 58, befindet
sich ein Temperaturfühler 63, der an eine Regeleinrichtung 64 angeschlossen ist. Durch
diese kann entweder ein in der Zuströmleitung 53 vorgesehenes Ventil 65 mittels Servoantriebs
geschlossen oder geöffnet bzw. in eine Zwischenstellung gebracht werden und/oder die
Pumpe 62 in ihrer Betriebsweise beeinflußt werden und/oder die Kühl- bzw. Heizeinrichtung
61 ein- oder ausgeschaltet werden. Mit solchen oder ähnlichen, dem Fachmann zur Verfügung
stehenden Bauelementen ist es möglich, die Temperatur des Zylinders 1 immer auf einem
bestimmten Wert zu halten. Mit der Ziffer 66 ist ein im Übertragungsweg von dem Temperaturfühler
zur Regeleinrichtung 64 liegendes Anzeigegerät bezeichnet.
[0039] Eine solche Temperaturbeeinflussung kann bei besonders hohen Genauigkeitsanforderungen
für mehrere oder für alle Zylinder des Druckwerks vorgesehen sein.
1. Druckwerk für Rotationsdruckmaschinen, insbesondere für indirekten Hochdruck, wie
Trockenoffset od. dgl., mit zwischen Gestellteilen (9) angeordneten Zylindern, wobei
einem ersten (1) und einem zweiten (2) von zusammenarbeitenden Zylindern (1, 2) auf
jeder Zylinderseite ein unabhängig von der Drehung der Zylinder auf der betreffenden
Zylinderachse gehaltener, ring- oder scheibenförmiger Stützkörper (11, 12) zugeordnet
ist und äußere Stützflächen (5, 6) an jedem der Stützkörper (11, 12) einander zugewandt
sind, so daß für jeden der beiden Stützkörper (11) des ersten Zylinders (1) eine Abstützung
durch jeweils einen Stützkörper (12) des zweiten Zylinders (2) gebildet ist, und wobei
die Enden der Achse (A2) des zweiten Zylinders (2) im Maschinengestell (9, 10) ortsfest
gehalten sind, während die Enden der Achse (A1) des ersten Zylinders (1) in Halterungen
(20) aufgenommen sind, die mittels einer kraftbetätigten Einrichtung (18) im Sinne
eines An- und Abstellens des ersten Zylinders (1) bewegbar sind, gekennzeichnet durch
folgende Merkmale:
- für die beiden Stützkörper (11) des ersten Zylinders (1) ist eine weitere Abstützung
mit Abstand von der ersten Abstützung in Umfangsrichtung vorgesehen, so daß beide
Abstützungen eine Zweipunkt-Anlage für die beiden Stützkörper (11) des ersten Zylinders
(1) bilden, wobei die weitere Abstützung durch zwei weitere, am Maschinengestell (9,
10) gelagerte Stützkörper (13) mit entsprechenden Stützflächen (7) gebildet ist,
- der erste und der zweite Zylinder (1, 2) sind jeweils auf einer Achse (A1, A2),
die vom Zylinder ein separates Teil bildet, mittels Wälzlagern (31) drehbar gelagert,
wobei die Stützkörper (11, 12) von diesen Achsen (A1, A2) getragen sind,
- dabei sind die Stützkörper (12) des zweiten Zylinders (2) radial verstellbar auf
der betreffenden Achse (A2) gelagert,
- die Enden der Achse (A1) des ersten Zylinders (1) sind derart schwimmend in ihren
Halterungen (20) aufgenommen, daß eine durch eine radiale Verstellung der Stützkörper
(12) des zweiten Zylinders (2) verursachte Bewegung der Achse (A1) des ersten Zylinders
(1) im wesentlichen symmetrisch zu den beiden, die Zweipunkt-Anlage bildenden Anlagepunkten
erfolgt,
- die kraftbetätigte Einrichtung (18) ist zur Aufbringung einer nachgiebigen Vorspannkraft
auf die Halterungen (20) ausgebildet.
2. Druckwerk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der erste Zylinder (1) ein
Übertragungszylinder und der zweite Zylinder (2) ein Formzylinder ist.
3. Druckwerk nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Stützkörper (11)
des ersten Zylinders (1) auf der Achse (A1) dieses Zylinders (1) radial unverstellbar
angeordnet sind.
4. Druckwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die weiteren
Stützkörper (13) einem dritten, zum Zusammenarbeiten mit dem ersten Zylinder (1) bestimmten
Zylinder (3) zugeordnet sind, der ebenfalls auf einer Achse (A3) als separates Teil
mittels Wälzlagern (31) drehbar gelagert ist, wobei die Stützkörper (13) von dieser
Achse (A3) getragen sind.
5. Druckwerk nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der dritte Zylinder (3)
ein Formzylinder ist.
6. Druckwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die weiteren
Stützkörper (13) radial einstellbar gelagert sind.
7. Druckwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß bei einem
Paar von zusammengehörenden Stützkörpern (12) dieselben unabhängig voneinander radial
verstellbar sind.
8. Druckwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens
ein Stützkörper (12) exzentrisch gelagert und zur radialen Verstellung mittels einer
Verstellvorrichtung (33-36) im Winkel einstellbar ist.
9. Druckwerk nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Verstellvorrichtung
(33-36) einen Schneckentrieb (33, 34) aufweist, dessen Schneckenrad (33) drehfest
mit dem Stützkörper (12) verbunden ist.
10. Druckwerk nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Schnecke (34) des Schnekkentriebs
(33, 34) auf der dem Schneckenrad (33) abgewandten Seite auf zwei Druckstücken (38)
abgestützt ist, die in Richtung aufeinander zu federnd (42) vorgespannt sind.
11. Druckwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Enden
der Achse (A1) des ersten Zylinders (1) von gabelförmigen Enden (15) zweier an Gestellteilen
(9) gelagerter Schwenkhebel (20) aufgenommen sind, deren andere Enden (16) mit der
kraftbetätigten Einrichtung (18) verbunden sind, wobei die Schwenkpunkte (19) der
Hebel (20) im Bereich zwischen ihren Enden liegen.
12. Druckwerk nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die kraftbetätigte Einrichtung
(18) eine Pneumatik-Zylinder-Anordnung ist.
13. Druckwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß dem ersten
Zylinder (19) ein Gegendruckzylinder (4) mit Stützkörpern (14) zugeordnet ist, die
zur Anlage an den Stützkörpern (11) des ersten Zylinders (1) bestimmt sind, wobei
der Gegendruckzylinder (4) relativ zu dem ersten Zylinder (1) im Sinne eines An- und
Abstellens bewegbar ist.
14. Druckwerk nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß der Gegendruckzylinder
(4) auf einer Achse (A4) mittels Wälzlagern (31) drehbar gelagert ist und die Stützkörper
(14) von dieser Achse (A4) getragen sind, die wiederum von im Sinne des An- und Abstellens
verschwenkbaren Schwenkhebeln (21) gehalten ist.
15. Druckwerk nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Stützkörper (14) des
Gegendruckzylinders (4) radial verstellbar gelagert sind.
16. Druckwerk nach einem der Ansprüche 13 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß eine
Einrichtung (24) zum Bewegen des Gegendruckzylinders (4) vorgesehen ist, die mittels
einer Steuereinrichtung (25) in vorgegebener Folge zur Einrichtung zum Bewegen des
ersten Zylinders (1) betätigbar ist.
17. Druckwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß die Wälzlager
(31) der Lagerung wenigstens eines Zylinders (1, 2, 3, 4) vorgespannt sind.
18. Druckwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens
ein Zylinder (1, 2, 3, 4) auf seiner Umfangsfläche nach seiner Montage mit den Lagern
(31) auf seiner Achse (A1, A2, A3, A4) geschliffen ist.
19. Druckwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 18, gekennzeichnet durch Wälzlager (45)
für die einzelnen Zylinder, deren Wälzkörper (51) auf einer Schraubenlinie mit Abstand
voneinander in einem zylindrischen Käfig (50) angeordnet sind.
20. Druckwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 19, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens
bei einem Zylinder (1) Durchflußwege (54-58) für ein Medium zur Temperaturbeeinflussung
vorgesehen sind.
1. Printing unit for rotary printing presses, in particular for indirect relief printing
such as dry offset or the like, with cylinders arranged between parts of the frame
(9), wherein a first (1) and a second (2) of co-operating cylinders (1, 2) on each
cylinder side is associated with a ring shaped or disc shaped support member (11,
12) which is held independently of the rotation of the cylinders on the cylinder axle
concerned, and outer support surfaces (5, 6) on each of the support members (11, 12)
are facing towards one another so that for each of the two support members (11) of
the first cylinder (1), a support is formed in each case by a support member (12)
of the second cylinder (2), and wherein the ends of the axle (A2) of the second cylinder
(2) are held fixedly in the machine frame (9, 10) whilst the ends of the axle (A1)
of the first cylinder (1) are received in mountings (20) which are movable by means
of a power-operated installation (18) in the direction of engaging and disengaging
the first cylinder (1), characterised by the following features:
- for the two support members (11) of the first cylinder (1) there is provided a further
support spaced at a distance from the first support, in the peripheral direction,
so that both supports form a two-point contact surface for both the support members
(11) of the first cylinder (1), the further support being formed by two further support
members (13) which have corresponding support surfaces (7) and are mounted on the
machine frame (9, 10);
- the first and the second cylinder (1, 2) are in each case mounted rotatably by means
of roller bearings (31) on an axle (A1, A2) which forms a separate part from the cylinder,
and the support members (11,12) are carried by these axles (A1, A2),
- the support members (12) of the second cylinder (2) are mounted in radially adjustable
manner on the axle (A2) concerned,
- the ends of the axle (A1) of the first cylinder (1) are received floatingly in their
mountings (20) in such a manner that as the result of a radial displacement of the
support members (12) of the second cylinder (2), a movement takes place of the axle
(A1) of the first cylinder (1), substantially symmetrical to both the contact points
which form the two-point contact surface,
- the power-operated installation (18) is of such construction as enables it to apply
a yielding initial stressing force onto the mountings (20).
2. Printing unit according to claim 1, characterised in that the first cylinder (1)
is a transfer cylinder and the second cylinder (2) is a forme cylinder.
3. Printing unit according to claim 1 or 2, characterised in that the support members
(11) of the first cylinder (1) are arranged in radially non-adjustable manner on the
axle (A1) of this cylinder (1).
4. Printing unit according to one of the claims 1 to 3, characterised in that the
further support members (13) are associated with a third cylinder (3) which is intended
for co-operating with the first cylinder (1) and which is likewise mounted rotatably
by means of roller bearings (31), as a separate part, on an axle (A3), the support
members (13) being carried by this axle (A3).
5. Printing unit according to claim 4, characterised in that the third cylinder (3)
is a forme cylinder.
6. Printing unit according to one of the claims 1 to 5, characterised in that the
further support members (13) are mounted in radially adjustable manner.
7. Printing unit according to one of the claims 1 to 6, characterised in that in a
pair of support members (12) which belong together, these latter are radially adjustable
independently of one another.
8. Printing unit according to one of the claims 1 to 7, characterised in that at least
one support member (12) is mounted eccentrically and is adjustable as regards its
angle, by means of an adjusting device (33-36), for radial adjustment purposes.
9. Printing unit according to claim 8, characterised in that the adjusting device
(33-36) has a worm drive (33, 34) whose worm wheel (33) is connected integrally rotatably
with the support member (12).
10. Printing unit according to claim 9, characterised in that the worm (34) of the
worm drive (33, 34) is supported, on the side facing away from the worm wheel (33),
on two thrust pieces (38) which are resiliently (42) initially tensioned in the direction
towards one another.
11. Printing unit according to one of the claims 1 to 10, characterised in that the
ends of the axle (A1) of the first cylinder (1) are received by fork shaped ends (15)
of two rocking levers (20) which are mounted on parts of the frame (9) and whose other
ends (16) are connected with the power-operated installation (18), the pivoting points
(19) of the levers (20) lying in the region between their ends.
12. Printing unit according to claim 11, characterised in that the power-operated
installation (18) is a pneumatic cylinder arrangement.
13. Printing unit according to one of the claims 1 to 12, characterised in that associated
with the first cylinder (1) there is an impression cylinder (4) with support members
(14) which are intended for bearing on the support members (11) of the first cylinder
(1), the impression cylinder (4) being movable relatively to the first cylinder (1)
in the direction of engaging and disengaging.
14. Printing unit according to claim 13, characterised in that the impression cylinder
(4) is mounted rotatably on an axle (A4) by means of roller bearings (31), and the
support members (14) are carried by this axle (A4) which in its turn is held by rocking
levers (21) which are pivotable in the direction of engaging and disengaging.
15. Printing unit according to claim 14, characterised in that the support members
(14) of the impression cylinder (4) are mounted in radially adjustable manner.
16. Printing unit according to one of the claims 13 to 15, characterised in that for
moving the impression cylinder (4), there is provided an installation (24) which is
actuatable by means of a control installation (25) in predetermined sequence to the
installation for moving the first cylinder (1).
17. Printing unit according to one of the claims 1 to 16, characterised in that the
foller bearings (31) of the mounting of at least one cylinder (1, 2, 3, 4) are initially
tensioned.
18. Printing unit according to one of the claims 1 to 17, characterised in that at
least one cylinder (1, 2, 3, 4) is ground on its peripheral surface, after its assembly
with the bearings (31) on its axle (A1, A2, A3, A4).
19. Printing unit according to one of the claims 1 to 18, characterised by roller
bearings (45) for the individual cylinders, whose roller members (51) are arranged
spirally, spaced apart from one another in a cylindrical cage (50).
20. Printing unit according to one of the claims 1 to 19, characterised in that at
least in one cylinder (1), throughpassages (54-58) are provided for the flow of a
medium for temperature influencing.
1. Dispositif d'impression pour rotatives, en particulier pour l'impression typographique
indirecte telle que l'offset à sec ou analogue, qui comporte des cylindres disposés
entre des éléments de bâti (9), dispositif dans lequel une pièce d'appui (11, 12)
en forme d'anneau ou de disque est placée à chaque extrémité d'un premier (1) et d'un
deuxième (2) cylindres (1, 2) qui travaillent conjointement et est montée sur l'axe
du cylindre associé en étant indépendante de la rotation du cylindre, dans lequel
des surfaces d'appui extérieures (5, 6), situées sur chacune des pièces d'appui (11,
12), sont tournées les unes vers les autres, de façon qu'un étayage de chacune des
deux pièces d'appui (11) du premier cylindre (1) soit assuré, pour chacune d'entre
elles, par une pièce d'appui (12) du deuxième cylindre (2), et dans lequel les extrémités
de l'axe (A2) du deuxième cylindre (2) sont immobilisées dans le bâti (9, 10) de la
machine, alors que les extrémités de l'axe (A1) du premier cylindre (1) sont reçues
dans des supports (20) qui, à l'aide d'un mécanisme (18) actionné par une force, sont
déplaçables dans le sens d'une mise en appui et d'un écartement du premier cylindre
(1), dispositif caractérisé par les particularités suivantes:
- à distance du premier étayage dans la direction circonférentielle, il est prévu
un autre étayage pour les deux pièces d'appui (11) du premier cylindre (1), de façon
que les deux étayages assurent un appui en deux points aux deux pièces d'appui (11)
du premier cylindre (1), l'autre étayage étant assuré par deux autres pièces d'appui
(13) qui sont munies de surfaces d'appui (7) correspondantes et sont montées sur le
bâti (9, 10) de la machine,
- le premier et le deuxième cylindres (1, 2) sont respectivement montés, au moyen
de paliers à roulement (31), de façon mobile en rotation sur un axe (A1, A2) qui forme
une pièce distincte du cylindre, les pièces d'appui (11, 12) étant portées par ces
axes (A1, A2),
- les pièces d'appui (12) du deuxième cylindre (2) sont en outre montées, de façon
réglable radialement, sur l'axe (A2) correspondant,
- les extrémités de l'axe (A1) du premier cylindre
(1) sont maintenues flottantes dans leurs supports (20), de telle façon qu'un mouvement
de l'axe (A1) du premier cylindre (1), provoqué par un déplacement de réglage radial
des pièces d'appui (12) du deuxième cylindre (2), se produit de façon pratiquement
symétrique par rapport aux deux points de contact qui forment l'appui en deux points,
- le mécanisme (18) actionné par une force est agencé de façon à appliquer une force
élastique de précontrainte sur les supports (20).
2. Dispositif d'impression selon la revendication 1, caractérisé en ce que le premier
cylindre (1) est un cylindre de report et le deuxième cylindre (2), un cylindre porte-forme.
3. Dispositif d'impression selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que les
pièces d'appui (11) du premier cylindre (1) sont agencées de manière à ne pouvoir
être réglées radialement en position, sur l'axe (A1) de ce cylindre (1).
4. Dispositif d'impression selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce
que les autres pièces d'appui (13) sont associées à un troisième cylindre (3) qui
est destiné à coopérer avec le premier cylindre (1) et qui est également monté mobile
en rotation, au moyen de paliers à roulement (31), sur un axe (A3) dont il est distinct,
les pièces d'appui (13) étant portées par cet axe (A3).
5. Dispositif d'impression selon la revendication 4, caractérisé en ce que le troisième
cylindre (3) est un cylindre porte-forme.
6. Dispositif d'impression selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce
que les autres pièces d'appui (13) sont montées de façon à pouvoir être réglées en
position radialement.
7. Dispositif d'impression selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce
que les pièces d'appui (12), appartenant à une même paire en coopération, sont réglables
en position radialement, indépendamment l'une de l'autre.
8. Dispositif d'impression selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce
qu'au moins une pièce d'appui (12) est montée excentrée et, pour assurer le réglage
radial en position, est ajustable angulairement à l'aide d'un mécanisme de réglage
(33-36).
9. Dispositif d'impression selon la revendication 8, caractérisé en ce que le mécanisme
de réglage (33-36) comporte une commande à vis sans fin (33, 34) dont la roue dentée
(33) est solidaire en rotation de la pièce d'appui (12).
10. Dispositif d'impression selon la revendication 9, caractérisé en ce que la vis
sans fin (34) de la commande à vis sans fin (33, 34) est appuyée, par sa face opposée
à la roue dentée (33), contre deux pièces de pression (38) qui sont sollicitées élastiquement
(42) l'une vers l'autre.
11. Dispositif d'impression selon l'une des revendications 1 à 10, caractérisé en
ce que les extrémités de l'axe (A1) du premier cylindre (1) sont reçues par des extrémités
fourchues (15) de deux leviers pivotants (20) qui sont montés sur des éléments de
bâti (9) et dont les autres extrémités (16) sont reliées au mécanisme (18) actionné
par une force, les points de pivotement (19) des leviers (20) se situant entre leurs
extrémités.
12. Dispositif d'impression selon la revendication 11, caractérisé en ce que le mécanisme
(18) actionné par une force est un mécanisme à vérin pneumatique.
13. Dispositif d'impression selon l'une des revendications 1 à 12, caractérisé en
ce qu'au premier cylindre (1) est adjoint un cylindre de contre-pression (4) qui est
muni de pièces d'appui (14) destinées à venir en appui contre les pièces d'appui (11)
du premier cylindre (1), le cylindre de contre-pression (4) étant déplaçable dans
le sens d'une mise en appui et d'un écartement par rapport au premier cylindre (1).
14. Dispositif d'impression selon la revendication 13, caractérisé en ce que le cylindre
de contre-pression (4) est monté mobile en rotation sur un axe (A4), à l'aide de paliers
à roulement (31), et les pièces d'appui (14) sont portées par cet axe (A4), lequel
est d'autre part supporté par des leviers pivotants (21) qui sont agencés de manière
à pouvoir osciller dans le sens de la mise en appui et de l'écartement.
15. Dispositif d'impression selon la revendication 14, caractérisé en ce que les pièces
d'appui (14) du cylindre de contre-pression (4) sont montées de façon réglable radialement
en position.
16. Dispositif d'impression selon l'une des revendications 13 à 15, caractérisé en
ce que, pour déplacer le cylindre de contre-pression (4), il est prévu un mécanisme
(24) qui, grâce à un mécanisme de commande (25), est actionnable dans une séquence
prédéterminée par rapport au mécanisme destiné au déplacement du premier cylindre
(1).
17. Dispositif d'impression selon l'une des revendications 1 à 16, caractérisé en
ce que les paliers à roulement (31) servant au montage de l'un au moins des cylindres
(1, 2, 3, 4) sont soumis à une précontrainte.
18. Dispositif d'impression selon l'une des revendications 1 à 17, caractérisé en
ce que l'un au moins des cylindres (1, 2, 3, 4) est rectifié à sa périphérie après
son montage, à l'aide des paliers (31), sur son axe (A1, A2, A3, A4).
19. Dispositif d'impression selon l'une des revendications 1 à 18, caractérisé en
ce que chaque cylindre comporte des paliers à roulement (45) dont les éléments roulants
(51) sont disposés à distance les uns des autres sur une ligne hélicoïdale, dans une
cage cylindrique (50).
20. Dispositif d'impression selon l'une des revendications 1 à 19, caractérisé en
ce que des conduits de passage (54-58) pour un fluide de régulation de la température
sont prévus dans un cylindre (1) au moins.