[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung entsprechend dem Gattungsbegriff des Anspruches
1 (DE-A-25 23 062). Diese bekannte Vorrichtung weist als Auftragsvorrichtung einen
Kasten auf, bel dem ein Verschieben der seitlichen Begrenzungsbleche je nach Breite
der Warenbahn ermöglicht ist. Diese Vorrichtung dient als Schaumverteilungs- sowie
Auftragskammer, in den der von einem Schaumgenerator erzeugte Schaum eintritt. In
dem Kasten befinden sich räumlich versetzt angeordnete Stolperstufen, die eine Verteilung
des Schaumes über die Kastenbreite bewerkstelligen. Die Vorrichtung arbeitet somit
auf der gesamten unteren offenen Fläche des Kastens, wobei eine einstellbare Rakel
die Durchlaßhöhe des Schaumauftrages auf der kontinuierlich laufenden Warenbahn bestimmt.
Mit dieser Vorrichtung ist ein gleichmäßiges exaktes Auftragen von Schaum auf eine
Ware nicht möglich.
[0002] Der Erfindung liegt-die Aufgabe zugrunde, die bekannte Vorrichtung derart weiterzubilden,
daß eine genaue Breiteneinstellung und auch Verlagerung der Auftragsebene sichergestellt
ist.
[0003] Diese Aufgabe wird durch die im Kennzeichen des Anspruches 1 aufgeführten Merkmale
gelöst.
[0004] Mit der Vorrichtung nach der Erfindung ist es nun möglich, ein Aufnahme- oder Rakelrohr
als geschlossenes Zuführungssystem zu benutzen, wobei sich dasselbe über die gesamte
Arbeitsbreite erstreckt und eine gleichmäßige Zufuhr der verschäumten Flotte bis zur
Auftragsebene ermöglicht wird und dabei die Auftragsbreite und die Lage der Auftragsebene
beliebig veränderbar ist. Zweckmäßige Weiterbildungen des Gegenstandes nach Anspruch
1 sind in den Unteransprüchen beschrieben.
[0005] Ausführungsbeispiele der Erfindung werden anhand einer Zeichnung erläutert. Dabei
zeigt :
Fig. 1 ein Schaubild einer Vorrichtung,
Fig. 2 einen Teilausschnitt eines weiteren Ausführungsbeispieles,
Fig. 3 ein Ausführungsbeispiel im Schnitt,
Fig. 4 und 5 jeweils eine Einzelansicht,
Fig. 6 einen Querschnitt nach der Linie VI-VI der Fig. 5,
Fig. 7 einen Querschnitt durch die Vorrichtung gemäß der Linie VII-VII der Fig. 8
etwas verkleinert,
Fig. 8 ein weiteres Ausführungsbeispiel im Schnitt,
Fig. 9 als Schlitzbegrenzung einen Schlitzschieber im Schnitt,
Fig. 10 ein weit6,!,%s Ausführungsbeispiel im Schnitt,
Fig. 11 einen Schnitt nach der Linie XI-XI der Fig. 10.
[0006] Auf einer nicht dargestellten Vorrichtung ähnlich einer Siebdruckmaschine, wie sie
beispielsweise in der DE-C-20 26 492 dargestellt und beschrieben ist, oder aber auch
Siebdruckmaschine, wie sie beispielsweise in der DE-C-22 58 892 beschrieben ist, wird
eine Warenbahn 2 in den angegebenen Pfeilrichtungen A der Fig. 1 transportiert, beispielsweise
mittels eines Drucktuches, das nicht dargestellt ist.
[0007] Die Schablone oder das Sieb 3 kann bei der Vorrichtung angeordnet sein, muß aber
nicht unbedingt vorhanden sein. Die Vorrichtung arbeitet aber besonders vorteilhaft
in rotierenden Sieben oder Schablonen, in die sie wegen ihrer geringen Abmessungen
leicht eingeführt werden kann.
[0008] Die Vorrichtung zum Zuführen und Auftragen von verschäumten Flotten auf eine Warenbahn
1 besteht zunächst aus einem sich über die Arbeitsbreite erstreckenden Aufnahmerohr
10, das vorzugsweise als kreisrundes Rohr ausgebildet ist, aber auch einen anderen
Querschnitt haben kann, nämlich viereckig, polygon, dreieckig oder oval. Dieses Aufnahmerohr
10 wird über seine Breite hinweg über Zuführungsrohre 11 mit verschäumter Flotte gespeist,
wobei die Flotte von einem Schaumgenerator erzeugt werden kann, wie er beispielsweise
in der DE-A-25 23 062 dargestellt und beschrieben ist.
[0009] Die Zuführungsrohre können außen liegend sein, sie können aber auch von der Seite
her kommend durch das Innere des Aufnahmerohres 10 hindurchgeführt werden, wie in
der Fig. 1 gezeigt. Dabei durchlaufen sie einen rohrartigen Verdrängungskörper 13.
[0010] Das Aufnahmerohr 10 weist ferner einen Austrittsquerschnitt in Form von Öffnungen
110 auf, die vorzugsweise in einen Auftragsschlitz 112 eines Rakelfußes 12 führen.
Der Rakelfuß 12 liegt im Bereich zur Auftragsebene und kann aus beliebigem Material
hergestellt sein und paßt sich der Auftragsfläche bzw. der Formgebung der Schablone
oder des Siebes 3 an.
[0011] Im Inneren des Aufnahmerohres 10 befindet sich ein Verdrängungskörper 13, der ebenfalls
rohrartig ausgebildet ist. Dieser hat wiederum einen beliebigen Querschnitt und befindet
sich in axialer Richtung verlaufend, vorzugsweise außermittig liegend, den Zuführungsbereichen
des Schaumes zugeordnet im Aufnahmerohr 10. Er bildet mit der Innenwand des Aufnahmerohres
10 Zufluß- und Verteilungskanäle für den Schaum.
[0012] Das einströmende Medium gelangt auf der Oberfläche des Verdrängungskörpers 13, wird
hier nach rechts und links verteilt und füllt dann gleichmäßig den gesamten Innenraum
14 des Aufnahmerohres 10 voll auf. Hier, im Innenraum 14 können weitere Verdrängungskörper
113 vorgesehen sein, wie es in Fig. 8 dargestellt ist, nämlich beliebige Kleinteile,
Glaskugeln oder dgl.
[0013] Der Austrittsquerschnitt in Form von Öffnungen 110 des Aufnahmerohres 10 ist bis
über die maximale Arbeitsbreite verteilt angeordnet und kann auf eine oder mehrere
Reihen verteilt sein. Die Öffnungen sollten nicht zu groß ausgebildet sein, um auch
von dieser Seite her einen Widerstand dem zugeführten Schaum entgegenzusetzen, damit
von vornherein im Gesamtsystem ein gewisser Druck vorhanden ist, um eine gleichmäßige
Verteilung des verschäumten Mediums auf der Gesamtarbeitsbreite, die 5 m und mehr
betragen kann, zu erzielen.
[0014] Die Öffnungen 110 müssen durch Begrenzungsscheiben 4 vom Zustrom abgedeckt werden,
wobei die Begrenzungsscheiben 4 in ihrer Lage im Rohr 10 stufenlos verschiebbar und
arretierbar angeordnet sind.
[0015] In Fig. 1 ist ein Ausführungsbeispiel einer motorischen Verstellung dargestellt,
Das Aufnahmerohr 10 ist mit seinem Verdrängungskörper 13 geschnitten gezeigt und kann
auf der nicht dargestellten Seite genauso ausgebildet sein wie auf der dargestellte
Seite.
[0016] Die Warenbahn 2 wird durch eine Kantenabtastvorrichtung 5 an sich bekannter Art in
ihrer Breite abgetastet. Zwei derartige Kantenabtastvorrichtungen 5 können vorgesehen
sein. Diese arbeiten im allgemeinen elektrisch und sind jeweils mit einem Verstellvorrichtung
6 für die zugehörige Begrenzungsscheibe 4 verbunden. Es kann sich um eine elektrische
Verbindung handeln.
[0017] In Fig. 1 und 3 ist als Verstelleinrichtung 6 ein Motor 60 mit Getriebe 61 gezeigt,
durch das eine Spindel 62 bewegbar ist. Diese Spindet greift in eine ein Muttergewinde
tragende Halterung 63, die mit der verdrehsicher angeordneten Begrenzungsscheibe 4
verbunden ist. Die Begrenzungsscheibe 4 umgreift das Rohr des Verdrängungskörpers
13 und ist auf dem fest angeordneten Verdrängungskörper 13 verschiebbar gelagert.
Durch die Exzentrizität des rohrartigen Verdrängungskörpers 13 läßt sich die Begrenzungsscheibe
drehfest im Inneren des Aufnahmerohres 10 lagern. In Fig. 1 ist die Halterung 63 nicht
dargestellt und die Begrenzungsscheibe nur angedeutet. Wie aus Fig. 2 ersichtlich,
besteht die Möglichkeit, das Aufnahmerohr 10 mit einer Abschlußkappe 15 zu versehen
und beispielsweise an dieser Stelle einen Mehrstellungszylinder als pneumatische oder
hydrauliche Verstellung anzuordnen. In diesem Fall ist dann keine Gewindespindel zu
betätigen, sondern die Kolbenstange 162 des Mehrstellungszylinders 160. Dieser Mehrstellungszylinder
kann durch einen Querbolzen 64 im Rohrstutzen 115 gelagert sein. Die Kolbenstange
162 kann wiederum eine Halterung 63 angreifen oder auch die Begrenzungsscheibe 4 selbst.
In Fig. 3 ist ein Ausführungsbeispiel gezeigt, das im wesentlichen dem Ausführungsbeispiel
der Fig. 1 entspricht. Motor 60, Getriebe 61, Kupplung 65 mit Kupplung 161 bewegen
wiederum eine Spindel 62, die eine Halterung 63 im Inneren des Aufnahmerohres 10 angreift
und ein Muttergewinde aufweist, so daß bei Drehung der Spindel 62 eine Verstellung
in den Pfeilrichtungen B möglich ist. Eine Verdrehsicherung 16 verhindert das Mitlaufen
der Begrenzungsscheibe 4, die durch 0-Ringe 40 gegenüber dem Aufnahmerohr 10 und auch
gegenüber dem Verdrängungskörper 13 abgedichtet ist. Die Zuführungsrohre 11 liegen
hier außen.
[0018] Im unteren Bereich des Aufnahmerohres 10 befindet sich wieder ein Rakelfuß 12, dessen
Auftragsschlitz ebenfalls im Seitenbereich veränderbar geschlossen werden soll. In
diesen Auftragsschlitz 112 ist ein Schlitzschieber 44 eingebracht. der in Fig. 4 als
Schaubild herausgestellt ist. Dieser Schlitzschieber 44 trägt einen Befestigungsansatz
144, der mit der Halterung 63 über einen Ausleger 163 fest verbunden ist. Bewegt sich
die Halterung 63 unter Einwirkung des Motors 60 in eine der Pfeilrichtungen B, wird
der Schlitzschieber 44 mitgenommen und die Endbegrenzungswand 244 verlagert sich gleichzeitig
mit der Innenwand 41 der Begrenzungsscheibe 4, die beide auf einer Linie stehen. Damit
ist der Raum, den das verschäumte Medium durchfließt, genau begrenzt bis zum Auftrag
auf die Ware bzw. die Warenbahn 2.
[0019] Um eine Verschiebung des Schlitzschiebers 44 im Bereich des Aufnahmerohres 10 zu
ermöglichen, ist das Rohr in seinem Endbereich mit einem Schlitz 17 versehen. Dieser
Schlitz ist in den Fig. 3 und 5 dargestellt.
[0020] In Fig. 6 ist die Ausbildung des Auftragsschlitzes 112 gezeigt, der sich zur Auftragsebene
7 hin verjüngt und zu einem schmalen Schlitz geführt ist. Gleitleisten 18 liegen rechts
und links des Auftragsschlitzes 112 im Rakelschuh 12.
[0021] In Fig. 7 ist ein Querschnitt durch die Vorrichtung gezeigt, wobei die Vorrichtung
In einer rotierenden Siebschablone oder einem Siebzylinder 3 dargestellt ist. Wie
aus dieser Figur ersichtlich, bildet die gesamte Auftragsvorrichtung 1 ein geschlossenes
System, bestehend aus Aufnahmerohr 10 mit Rakelfuß 12, Auftragsschlitz 112 und den
darüber angeordneten Austrittsöffnungen 110. Im Inneren des Aufnahmerohres 10 befindet
sich der vorzugsweise rohrartige Verdrängungskörper 13, wobei beide Rohre achsparallel
zueinander liegen und der Verdrängungskörper über Halterungen 213 an der Innenmantelfläche
des Aufnahmerohres 10 befestigt ist. Zuführungsrohre 11 erstrecken sich ebenfalls
achsparallel zu den beiden Rohren.
[0022] Die Rohre können unterschiedliche Querschnitt haben, rund, polygon, dreieckig. Sie
können aus einem Stück oder aus mehreren Teilen gefertigt sein. Im Innenraum 14 können
weitere Kleinteile, Schüttgut oder dgl. als zusätzliche Verdrängungskörper vorgesehen
sein.
[0023] In Fig. 8 ist die Vorrichtung noch einmal dargestellt mit der Schaumzuführung von
außen und mit der Möglichkeit zweier getrennter Handverstellungen. Die Spindel 62
ist an einem Rohrstutzen 115 festgelegt und mit einer Handkurbel 262 versehen. Durch
Drehung wird die Begrenzungsscheibe 4 verstellt. Bei dieser Vorrichtung ist ferner
die Möglichkeit gezeigt, den Abdichtungsschieber 44 von Hand in Pfeilrichtungen C
im Auftragsschlitz 112 des Rakelfußes 12 zu verschieben. Dies ist unabhängig von der
Kurbelverstellung. Der Schieber wird tiefer in den Auftragsschlitz 112 hineingeschoben
oder zurückgezogen. Ein Griffstück 344 oder auch eine entsprechende Öffnung erleichtert
die Verschiebebewegung.
[0024] Der Schlitzschieber 44 entspricht in seiner Formgebung und Größe der Formgebung und
Größe des Auftragsschlitzes 112 des Rakelschuhes 12 und ist im oberen Bereich breiter
gehalten als im unteren Ansatzbereich, wobei die aufeinanderzu geführten Seitenwände
jeweils vorzugsweise parallel zueinanderstehen.
[0025] Eine solcher Schlitzschieber 44 ist in Fig. 4 schaubildlich dargestellt..
[0026] In Fig. 10 ist ein Ausführungsbeispiel gezeigt, bei dem die Zuführungsrohre 11 durch
das Innere der Verstellvorrichtung geführt sind. Es ist nur ein Zuführungsrohr 11
als Beispiel gezeigt. Die Verstellvorrichtung besteht wiederum aus einem Motor 60
mit Getriebe 61, das ein Ritzel 65 treibt, das seinerseits in ein Zahnrad 66 einer
hohlen Spindel 62 eingreift. Diese hohle Spindel ist drehbar in einem Lager 67 gelagert,
das außerhalb des Schablonenantriebsringes bzw. Schablonenlageringes 30 liegt. In
welcher Form nun der Endring 31 und der Antriebs- oder Lagerring 30 ausgebildet sind,
ist im vorliegenden Zusammenhang unerheblich. Das Aufnahmerohr 10 nimmt auch bei diesem
Ausführungsbeispiel einen rohrartigen Verdrängungskörper 13 auf und die Zuführungsrohre
11, die von der angegebenen Pfeilrichtung B her gespeist werden von einem beliebigen
Schaumgenerator her, geben den Schaum in den Zwischenraum zwischen Verdrängungskörper
13 und Aufnahmerohr 10 ab. Dieser Raum ist als Inneraum 14 bezeichnet.
[0027] Das Lager 67 ist mit dem Aufnahmerohr 10 wiederum durch einen Rohrstutzen 115 vef
bun. den, in dem die drehbare angetriebene Spindel 62 liegt.
[0028] Die angetriebene Spindel bewegt einerseits die Begrenzungsscheibe 4, der über eine
rohrartige Halterung 63 eine Lagerscheibe 67 bewegt, an der der Schlitzschieber 44
befestigt ist.
[0029] Bei Normalbetrieb läuft die Schablone oder das Sieb 3 in an sich bekannter Weise
um und wird von seinem Antriebs- oder Lagerring 30 über den Endring 31 mitgenommen,
wobei beide Seiten der Schablone gleich ausgebildet sein können. Die Lagerung und
der Antrieb derartiger Siebruckschablonen ist bekannt. Während des Umlaufes der Schablone
oder des Siebes 3 bleibt die Vorrichtung zum Zuführen und Auftragen verschäumter Flotten
stehen. Von einem beliebigen Schaumgenerator her kommend wird in Pfeilrichtung B durch
eine Anzahl von in gleichmäßigen Abständen mündenden Zuführungsrohren 11 der gesamte
Innenraum 14 mit Schaum gefüllt und der Schaum auf einer Arbeitsbreite aufgetragen,
der den freigegebenen Durchtrittsöffnungen 110 entspricht.
[0030] Der Abstand aer Innenwände 41 bzw. der Endbegrenzungswände 244 voneinander entspricht
in etwa der Warenbahnbreite, evtl. ist der Abstand geringfügig kleiner gehalten.
[0031] Soll eine andere Warenbahnbreite mit verschäumter Flotte versehen werden, so wird
der Motor 60 eingeschaltet, und über die hohle Spindel 62 wird die jeweils zu verlagernde
Begrenzungsscheibe 4 und damit auch der Schlitzscheiber 44 verschoben. Die Verschiebung
erfolgt konform, da beide Teile bei diesem Ausführungsbeispiel durch die rohrartige
Halterung 63 miteinander verbunden sind.
[0032] Im Inneren des Verdrängungskörpers 13 ist noch ein Stabilisierungsrohr 313 angeordnet,
das die Lager 167 der drehbaren Spindel 62 in seinem Inneren aufnimmt.
[0033] Bei Bewegung des gesamten seitlichen Abdichtungssystems also der Begrenzungsscheibe
des Aufnahmerohres 10, bleiden die Zuführungsrohre 11 während der Verstellung unverändert
liegen.
[0034] In Fig. 10 ist nur eine Seite der Vorrichtung gezeigt. Die gegenüberliegende Seite
kann identisch ausgebildet sein, sie kann aber auch mit feststehenden Begrenzungsscheiben
4 versehen werden. Diese Ausführung ist besonders vorteilhaft, da der Durchgang durch
den Endring der Schablone in senem Querschnitt begrenzt ist. Dadurch daß die Zuführungsrohre
11 in das Innere der Verstellwelle, also der Spindel 62 gelegt werden, kann der Duchmesser
des Aufnahmerohres 10 im Verhältnis zum Schablonendurchmesser sehr viel größer gewählt
werden.
[0035] Die Zuführung des Schaumes erfolgt von einem Schaumgenerator über Schläuche, deren
Anschluß. nicht dargestellt ist.
[0036] In Fig. 11 ist ein Querschnitt nach der Linie XI-XI der Fig. 10 gezeigt. Hier wird
deutlich, wie die Teile im Verhältnis zueinander liegen und die Zuführung der Zuführungsrohre
11 durch die hohle Spindel 62. Die Lagerscheibe 67 ist mit einer ein Muttergewinde
tragenden Hülse 267 versehen, die die Bewegung des gesamten Verstellsystems bei Drehung
der Spindel 62 ermöglicht. Auch die Verbindung zum Schlitzscheiber 44 wird hier deutlich.
Dieser kann in einem Gleitlager 440 liegen.
[0037] Der Erfindungsgegenstand ist nicht auf die gezeigten Ausführungsbeispiele beschränkt.
So ist die Ausbildung des Aufnahmerohres 10 und auch des Verdrängungskörpers 13 in
Kreiszylinderform nicht unbedingt notwendig. Wie bereits erwähnt, können andere Formen
gewählt werden, polygon, dreieckig, viereckig, sechseckig und dgl. Rein herstellungsmäßig
wird sich aber die Kreiszylinderform anbieten. Ein weiterer Vorteil besteht darin,
daß die runden Wandungen ein weiches Fließen des verschäumten Mediums gewährleisten.
Auch die Relation zwischen der Größe des Verdrängungskörpers 13 und dem Innenraum
14 der Auftragsvorrichtung 1 ist beliebig wählbar. Will man kanalartige Zuflüsse rechts
und links des Verdrängungskörpers 13 erzielen, muß dieser größer ausgebildet sein
als dargestellt und nur den Querschnitt freilassen, der jeweils für den Zufluß zu
den Durchtrittsquerschnitten 110 bleiben soll.
[0038] Auch die Begrenzungsscheiben 4 müssen der jeweiligen Formgebung des Aufnahmerohres
10 bzw. des Verdrängungskörpers angepaßt sein und sowohl dichtend zu dem einen als
auch zu dem anderen liegen. Wesentlich ist, daß sie die Breite des Aufnahmeraumes
und die Austrittsbreite verstellen.
[0039] Insbesondere das Ausführungsbeispiel der Fig. 1 ist vorteilhaft, bei dem die Möglichkeit
gegeben ist, durch Kantenabtaster bzw. Kantenabtastung eine Beeinflussung der Verstellung
zu verursachen, d. h. daß feingeregelt wird und daß genau dem kantenabtaster folgend
die Verstellung der Begrenzungsscheiben 4 erfolgt. Dies kann einseitig oder auch zweiseitig
sein. Bei der Vorrichtung ist im wesentlichen an Schaumauftrag gedacht, dieser kann
durch ein Sieb oder durch eine - Schablone hindurch vorgenommen werden. Auch ist es
möglich, den Schaum direkt auf das Substrat zu bringen. Siebe oder Schablone können
gemustert oder ungemustert sein. Bei Siebdruckmaschinen bzw. siebdruckähnlichen Maschinen
kann der Auftragsvorrichtung 1 z. B. auch auf der gegenüberliegenden Seite der Warenbahn,
also rückseitig zu Warenbahn liegend, ein Saugkasten oder dgl. zugeordnet werden.
Derartige Anordnungen sind bekannt.
[0040] Als verschäumtes Medium lassen sich die unterschiedlichsten Chemikalien denken, zunächst
ist an den Auftrag von Farbe gedacht bzw. an verschäumte Farbflotte oder Farbstoffe.
Diese sollen zum Drucken oder Färben dienen. Sind nämlich die Siebe oder Schablonen
nicht gemustert, so kann mit der Vorrichtung gefärbt werden. Es kann aber auch direkt
auf die Ware gefärbt werden.
[0041] Es kann aber auch eine Chemikalie, z. B. Latexschaum oder dgl. auf die Ware aufgetragen
werden als Schicht. Ferner besteht die Möglichkeit, daß die Warenbahn durch den Schaum
durch eine Ausrüstungschemikalie behandelt wird bzw. gewaschen wird.
[0042] Als Substrat kommen insbesondere Warenbahnen mit faseriger Struktur in Betracht,
wie Textilien aller Art, darunter auch Teppiche, Florware, wie Samte, ferner Vliese,
aber auch Filze. Der Übergang zu Non-woven bis Papier ist möglich. Ggf. können auch
feste Stoffe, z. B. Kunststoffe, mit einer derartigen Vorrichtung beschichtet werden.
Insbesondere ist an den Auftrag auf eine Warenbahn gedacht, es können aber auch andere
flächige Erzeugnisse als Substrat eingesetzt werden.
[0043] Je nach zu erzielendem Ergebnis wird der Schaum nur auf die Oberfläche gebracht oder
tief in die Ware hineingerakelt.
[0044] Als Schaumgenerator kommen an sich bekannte Schaumgeneratoren der verschiedensten
Art in Betracht.
[0045] Der Vorteil der Vorrichtung besteht darin, daß nicht nur variable Auftragsbreiten
einstellbar sind, sondern der Innenraum 14 unterschiedliche Vorratskapazität freigibt,
wobei z. B. bei Abtastung einer Warenbahn nur wenige Millimeter Verstellraum bleibt
und bei Wechsel einer Warenbahn große Verstellwege einstellbar sind.
[0046] Der Schlitzschieber 44 kann auch als einfacher Abdichtungskeil ausgebildet sein und
ggf. nur ausgewechselt werden, wenn die Vorrichtung einfacher gestaltet werden soll.
Die Verstelleinrichtung zur Endbegrenzung kann und sollte nach Möglichkeit beide Teile,
und zwar die Begrenzungsschieber des Aufnahmerohres 10 und die Endabdichtung des Rakelfußes
10 bewegen. Es besteht aber auch die Möglichkeit, diesen Verstellmechanismus dem einen
der anderen Teil zuzuordnen.
[0047] Ist die Verstelleinrichtung nur einseitig angeordnet, ist selbstverständlich die
andere Seite des Aufnahmerohres vorzugsweise durch eine abnehmbare Kappe geschlossen.
Durch diese abnehmbare Kappe hindurch können die zusätzlichen Verdrängungskörpers
113 in die Vorrichtung eingebracht und aus dieser herausgebracht werden.
1. Vorrichtung zum Zuführen und Auftragen von verschäumten Flotten auf eine Warenbahn
(1) oder dgl., bei der ein sich über die Arbeitsbreite erstreckender, den zugeführten
Schaum aufnehmender Behälter (10) vorgesehen ist, welcher mit einem Austrittsquerschnitt
versehen ist und mindestens in einem Seitenbereich eine Endbegrenzung aufweist, die
in ihrer Lage im Behälter verschiebbar angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß
der Behälter ein Aufnahmerohr (10) ist, dessen mindestens eine Endbegrenzung als dichtende
Begrenzungsscheibe (4) ausgebildet ist, die einen in axialer Richtung durch das Aufnahmerohr
(10) hindurchgeführten Verdrängungskörper (13) dichtend verschiebbar aufnimmt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine stufenlose Verstellung
der Lage der dichtenden Begrenzungsscheibe (4) vorgesehen ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2 mit einem Rakelfuß am Aufnahmerohr, dadurch
gekennzeichnet, daß ein durchgehender Auftragsschlitz (112) des Rakelfußes (12) mindestens
eine verstellbare Endabdichtung (44) aufweist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß beide Endabdichtungen
(44) des Rakelfußes (12) verstellbar ausgebildet sind.
5. Vorrichtung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die dichtende Begrenzungsscheibe
(4) des Aufnahmerohrs (10) und die Endabdichtung (44) des Rakelfußes (12) miteinander
verbunden und gemeinsam verstellbar sind.
6. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
mindestens eine Begrenzungsscheibe (4) mit einer Verstelleinrichtung (6) verbunden
ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Verstelleinrichtung
(6) sowohl mit einer Begrenzungsscheibe des Aufnahmerohres (10) als auch mit einer
Endabdichtung (44) des Rakelfußes (12) verbunden ist.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß als Endabdichtung
des Rakelfußes (12) ein der Querschnittsform des Auftragsschlitzes (112) angepaßter
Schlitzschieber (44) vorgesehen ist, der in Achsrichtung des Aufnahmerohres (10) bzw.
des entsprechenden Rakelfußes (12) verschiebbar im Auftragsschlitz (112) angeordnet
ist.
9. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
die Vorrichtung als geschlossenes Zuführungssystem eines verschäumten Auftragsmittels
ausgebildet ist und in eine vorzugsweise rotierende Siebschablone oder ein rotierendes
Sieb einsetzbar ist.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die
Verstelleinrichtung (6) mit einer Kantenabtastvorrichtung (5) verbunden ist.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die
Schaumzuführung durch das Innere der Verstelleinrichtung (6) hindurchgehend vorgesehen
ist.
1. An apparatus for supplying and applying foamed scouring solutions on a cloth web
(1) or the like wherein a tank (10) is provided which extends over the working width,
receives the supplied foam, has an exit cross-section and has at least in one side
zone an end limit so arranged that its position is movable in the tank, characterised
in that the tank is a receiving tube (10), at least one end boundary of which is in
the form of a sealing boundary disc (4) which receives seal- ingiy and movingly a
displacement member (13) extending axially through the tube (10).
2. An apparatus according to claim 1, characterised in that the position of :he sealing
boundary disc (4) is steplessly adjustable.
3. An apparatus according to claim 1 or 2 having a wiper base on the receiving tube,
characterised in that a continuous application slot (112) of the wiper base (12) has
at least one adjustable end seal (44).
4. An apparatus according to claim 3, characterised in that the two ends seals (44)
of the wiper base (12) are adjustable.
5. An apparatus according to claim 3 or 4, characterised in that the sealing boundary
disc (4) of the tube (10) and the end seal (44) of the wiper base (12) are interconnected
and are adjustable jointly.
6. An apparatus according to any of the previous claims, characterised in that at
least one boundary disc (4) is connected to an adjuster (6).
7. An apparatus according to claim 6, characterised in that the adjuster (6) is connected
to a boundary disc of the tube (10) and to an end seal (44) of the wiper base (12).
8. An aoparatus according to any of claims 3-7, characterised in that the end seal
of the wiper base (12) is in the form of a slotted slider (44) which is adapted to
the cross-sectional shape of the application slot (112) and which is so disposed therein
as to be movable axially of the tube (10) or corresponding wiper base (12).
9. An apparatus according to any of the previous claims, characterised in that it
is in the form of a closed system for supplying a foamed application agent and is
introducible into a preferably rotating screen stencil or a rotating screen.
10. An apparatus according to any of claims 6-9, characterised in that the adjuster
(6) is connected to an edge sensor (5).
11. An apparatus according to any of claims 6-10, characterised in that the foam is
supplied through the interior of the adjuster (6).
1. Dispositif pour amener et appliquer des bains expansés sur une nappe de marchandise
(1) ou analogue, dans lequel il est prévu un récipient (10) recevant la matière alvéolaire
amenée et s'étendant sur la largeur de travail, et qui est muni d'une section de sortie
et présente, au moins dans une zone de côté, une borne d'extrémité dont la position
est déplaçable dans le récipient, caractérisé par le fait que le récipient est un
tube collecteur (10) dont au moins une de ses bornes d'extrémité est en forme de disque
de limitation (4) assurant l'étanchéité, qui reçoit, mobile et avec étanchéité, un
corps de déplacement (13) passant à travers le tube collecteur (10) en direction axiale.
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé par le fait qu'il est prévu un
réglage continu de la position du disque de limitation assurant l'étanchéité (4).
3. Dispositif selon la revendication 1 ou 2, à pied de racle sur le tube collecteur,
caractérisé par le fait qu'une fente d'application traversante (112) du pied de racle
(12) présente au moins un joint d'étanchéité d'extrémité (44) déplaçable.
4. Dispositif selon la revendication 3, caractérisé par le fait que les deux joints
d'éxtrémité (44) du pied de racle (12) sont réglables.
5. Dispositif selon la revendication 3 ou 4, caractérisé par le fait que le disque
de limitation assurant l'étanchéité (4) du tube collecteur (10) et le joint d'extrémité
(44) du pied de racle (12) sont reliés l'un à l'autre et déplaçables ensemble.
6. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé par le fait
qu'au moins un disque de limitation (4) est relié à un moyen de réglage (6).
7. Dispositif selon la revendication 6, caractérisé par le fait que le moyen de réglage
(6) est relié aussi bien à un disque de limitation du tube collecteur (10) qu'à un
joint d'extrémité (44) du pied de racle (12).
8. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé par le fait
que, comme joint d'étanchéité du pied de racle (12), il est prévu un tiroir à fente
(44) adapté à la forme de section de la fente d'application (112) et qui est monté
déplaçable dans la fente d'application (112) en direction axiale du tube collecteur
(10) et du pied de racle correspondant (12).
9. Dispositif selon l'une des revendications pré- cédentés, caractérisé par le fait
qu'il est constitué en système d'amenée fermé d'un milieu d'application expansé et
est insérable dans un gabarit de tamisage, de préférence rotatif ou un tamis rotatif.
10. Dispositif selon l'une des revendications 6 à 9, caractérisé par le fait que le
moyen de réglage (6) est relié à un dispositif de palpage des lisières (5).
11. Dispositif selon l'une des revendications 6 à 10, caractérisé par le fait que
l'amenée de la matière expansée est prévue passant par l'intérieur du moyen de réglage
(6).