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(11) |
EP 0 193 730 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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15.03.1989 Patentblatt 1989/11 |
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Anmeldetag: 30.01.1986 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)4: A61G 7/10 |
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Badewanneneinsatz
Accessory for a bath tub
Accessoire pour baignoire
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE FR GB IT LI LU NL SE |
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Priorität: |
07.03.1985 DE 3508056
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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10.09.1986 Patentblatt 1986/37 |
| (73) |
Patentinhaber: Schmidt, Peter |
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D-7989 Enkenhofen Gde. Argenbühl (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Schmidt, Peter
D-7989 Enkenhofen Gde. Argenbühl (DE)
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| (74) |
Vertreter: Hübner, Hans-Joachim, Dipl.-Ing. |
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Mozartstrasse 31 87435 Kempten 87435 Kempten (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-C- 101 196 US-A- 2 624 053
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GB-A- 2 008 400 US-A- 3 106 723
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen Badewanneneinsatz bestehend aus einem Bodengestell,
einer Sitzplatte, einer aus zwei Scherenarmpaaren bestehenden Führungseinrichtung
zwischen Bodengestell und Sitzplatte, sowie einem mit Wasser füllbaren Schlauch als
Hubeinrichtung, dessen geschlossene Enden je am Bodengestell und an der Sitzplatte
befestigt sind, wobei die Sitzplatte zwei seitliche, in die Ebene der Sitzplatte vorgespannte
Schwenkplatten aufweist.
[0002] Ein Badewanneneinsatz dieser Art ist aus der EP-A-74 460 bekannt. Die Sitzplatte
erstreckt sich über die ganze Länge der Badewanne und weist ebenfalls stirnseitige
Schwenkplatten auf, sodaß beim Absenken der Sitzplatte keine Spalten zwischen dieser
und der Badewanne entstehen können, in denen sich Behinderte einklemmen könnten. Solche
langen Badewanneneinsätze haben aus Stabilitätsgründen eine doppelte Führungseinrichtung,
also zwei vordere und zwei hintere Scherenarmpaare. Wenn der Behinderte auf das Liegen
in der Wanne verzichten kann, so genügt ein einfacherer Badewanneneinsatz, der eine
kürzere Sitzplatte hat, die sich nur über etwa die halbe Wannenlänge erstreckt. Solche
Badewanneneinsätze sind beispielsweise aus der US-A-2 725578 und 2 772 721 bekannt.
Bei beiden bekannten Badewanneneinsätzen besteht das Problem, daß der Behinderte beim
Absenken der Sitzplatte sich an dieser festzuhalten sucht und sich dabei durch Einklemmen
verletzen kann. Beim Gegenstand der US-A-27 25 578 kann dies zwischen den den Hubbalg
aussteifenden Innenringen bzw. dem obersten Innenring und der Sitzplatte geschehen,
während beim Badewanneneinsatz gemäß US-A-27 72 721 Verklemmungsgefahr zwischen den
Scherenarmen und der Sitzplatte und dem Bodengestell besteht. Behinderte haben erfahrungsgemäß
häufig nicht volle Kontrolle über die Bewegungen ihrer Glieder und so ist es nicht
nur möglich, sondern auch schon vorgekommen, daß bei bekannten Geräten Behinderte
ihre Beinunterschenkel unter die Sitzplatte schwenken. Beim Abwärtsfahren der Sitzplatte
sind dann erhebliche Verletzungen nicht vermeidbar.
[0003] Aufgabe der Erfindung ist es, den Badewanneneinsatz der eingangs genannten Art so
auszubilden, daß Verletzungen beim Gebrauch des Badewanneneinsatzes durch Behinderte
mit Sicherheit vermieden werden.
[0004] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß an der Vorderseite des Badewanneneinsatzes
zwischen Sitzplatte und Bodengestell eine rolloartige, flexible Abdeckung vorgesehen
ist, deren Breite nahezu gleich derjenigen des Bodengestells ist und deren eines Ende
an der Sitzplatte oder dem Bodengestell befestigt und deren anderes Ende auf einem,
am Bodengestell bzw. an der Sitzplatte drehbar gelagerten Wickelrohr befestigt ist,
in das eine Torsionsfeder mit einer, die Abdeckung auch in der Tiefstellung der Sitzplatte
in straffem Zustand haltenden Vorspannung eingesetzt ist.
[0005] Mit der Erfindung wird der Vorteil erreicht, daß sämtliche beweglichen Teile zwischen
Sitzplatte und Bodengestell abgedeckt sind, sodaß der Behinderte weder mit den Füßen
noch mit den Händen der Verklemmungsgefahr ausgesetzt ist. Die Abdeckung hat naturgemäß
in der Hochstellung der Sitzplatte die stärkste Spannung und diese ist so stark, daß
der Behinderte nicht einmal mutwillig die Abdeckung aus der geraden Strecklage einbuchten
kann. Aber auch in der Tiefstellung und kurz bevor Erreichen der Tiefstellung hat
die Abdeckung eine ausreichende Spannkraft, sodaß auch hier ein wirksamer Schutz besteht.
Ein weiterer Vorteil der Erfindung besteht darin, daß die Vorspannung der Abdeckung
ausreicht, daß die Sitzplatte von selbst an das Bodengestell herangezogen wird, sodaß
die Ruhestellung des Badewanneneinsatzes gleichzeitig die Transportstellung ist, sodaß
zusätzliche Verriegelungseinrichtungen entfallen. Die beiden seitlichen Schwenkplatten
der Sitzplatte legen sich an die Badewanne selbsttätig an und verhindern hier eine
Spaltenbildung. Seitlich ist der Behinderte also auch vor einem Einklemmen geschützt.
[0006] Eine Weiterbildung besteht noch darin, daß die Abdeckung in der Hochstellung der
Sitzplatte sich unter einem Winkel im Bereich von 10° bis etwa 20° nach oben und hinten
erstreckt. Die Zugwirkung der Abdeckung erfolgt also mit einer auf die Sitzplatte
ausgeübten Vorwärtskomponente. Dies ist insbesondere vorteilhaft in Verbindung mit
einer in bestimmter Form ausgebildeten Führungseinrichtung, die erfindungsgemäß dafür
sorgt, daß beim Heben der Sitzplatte sich diese gleichzeitig mit einer Komponente
nach hinten bewegt: Dies wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß die Enden der
vier Arme beider Scherenarmpaare jeweils ein festes Schwenklager und ein Schwenklager
in einem, in einer Schiene verschiebbaren Schiebestück aufweisen, daß die vier festen
Schwenklager im Hinterbereich des Badewanneneinsatzes angeordnet sind und daß die
zwischen der gemeinsamen Mittelgelenkachse aller vier Arme und den beiden Schwenklagern
an den vorderen bodenseitigen Schiebestücken jeweils gemessene Hebellänge größer als
die drei anderen jeweils zwischen der Mittelgelenkachse und den Schwenklagern gemessenen
Hebellängen ist. Mit dieser Maßnahme bewegt sich die Sitzplatte angenähert parallel
zur schrägen Wannenendfläche. Der zwischen Sitzplatte und Wannenendfläche gebildete
Spalt kann sich also nicht so verkleinern, daß hier eine Verletzungsgefahr durch Einklemmen
besteht. Gleichzeitig hat diese Art der Bewegung der Sitzplatte den Vorteil, daß diese
beim Heben allmählich eine leichte Neigungslage nach hinten einnimmt, was den großen
Vorteil hat, daß der Behinderte auf der Sitzplatte nicht nach vorn rutschen kann.
[0007] Um die Wasserfüllung in der Badewanne möglichst gut ausnützen zu können, muß eine
möglichst niedrige Tiefstellung der Sitzplatte erreicht werden. Dabei darf aber die
Stabilität der Führungseinricht nicht verringert werden. Zu diesem Zweck besteht ein
weiteres Erfindungsmerkmal darin, daß die zwischen der gemeinsamen Mittel-gelenkachse
und den beiden Schwenklagern an den vorderen tischplattenseitigen Schiebestücken jeweils
gemessene Hebellänge kleiner als die anderen drei Hebellängen ist. Diese Maßnahme
würde für sich allein genommen zu einer Neigung der Sitzplatte nach vorne führen,
was unerwünscht ist. In Verbindung mit der maßgeblichen Vergrößerung der an den bodenseitigen
Schiebestücken angreifenden Armhebein, wird jedoch eine solche Nachvorneneigung nicht
nur kompensiert sondern, in eine Abwärtsneigung nach hinten verwandelt, wenn die Sitzplatte
sich in der Hochstellung befindet. Die beiden hinteren, an den Festlagern angreifenden
Armhebel sind vorzugsweise gleich lang. Bezüglich dieser Armhebellängen ist die vordere
untere Armhebellänge im Bereich von etwa 10 % bis etwa 20 % größer, während die kürzere
obere vordere Armhebellänge etwa 7 % bis etwa 15 % kürzer ist. Dadurch ergibt sich,
daß die beiden Arme jedes Scherenarmpaars unterschiedlich lang sind und zwar ist der
zum hinteren oberen Festschwenklager der Sitzplatte führende Arm im Bereich von etwa
10 % bis etwa 15 % länger als der andere Arm. Vorzugsweise hat dieses Armlängenverhältnis
den Wert von 1,12.
[0008] Mit der vorstehenden Armlängenausbildung wird einmal erreicht, daß die vier Festschwenklager
in der Tiefstellung der Sitzplatte wenigstens angenähert koaxial liegen. Alle vier
Arme liegen weiterhin in der Tiefsteiiung der Schwenkplatte auf dem selben Niveau.
Daraus resultiert eine möglichst niedrige Tiefstellung der Schwenkplatte.
[0009] Um die Stabilität der Führungseinrichtung zu erhöhen sind je zwei gleichsinnig bewegte
Arme der beiden Scherenarmpaare im Nachbarbereich ihrer verschiebbaren Schwenklager
durch eine Querstrebe zu einem starren Schwenkrahmen verbunden. Somit ergeben sich
zwei starre Schwenkrahmen. Gleichwohl können dank der unterschiedlichen vorderen Armlängen
die Schwenkrahmen ineinander fahren, denn die Enden der die Schiebestücke tragenden
Arme des inneren Schwenkrahmens liegen in der Tiefsteilung der Sitzplatte unmittelbar
benachbart hinter der Querstrebe des äußeren Rahmens.
[0010] Ein weiterer besonderer Vorteil der straffgespannten Abdeckung ist darin zu sehen,
daß die Sitzplatte nach Gebrauch des Badewanneneinsatzes von selbst und ohne zusätzliche
Belastung in die abgesenkte Ruhestellung gelangt, wobei das Wasser im Hubschlauch
ausgepreßt wird, nachdem der Benutzer das Ventil umgeschaltet hat. Für das Personal
in Krankenhäusern usw. bedeutet dies eine maßgebliche Arbeitserleichterung.
[0011] Anhand der Zeichnung, die ein Ausführungsbeispiel darstellt, sei die Erfindung näher
beschrieben.
[0012] Es zeigt
FIG. 1 eine seitliche Schnittansicht durch den neuen Badewanneneinsatz,
FIG. 2 eine vordere Schnittansicht mit Darstellung der frontseitigen Abdeckung,
FIG. 3 eine Schnittansicht ähnlich der FIG. 1, jedoch in größerem Maßstab mit Darstellung
des Badewanneneinsatzes kurz vor Erreichen der Tiefstellung und
FIG. 4 eine Draufsicht auf den Badewanneneinsatz bei abgenommener Sitzplatte.
[0013] Der allgemein mit 10 bezeichnete Badewanneneinsatz besteht aus einem Bodengestell
12, einer Sitzplatte 14, zwei Scherenarmpaaren 16 sowie einer Hubeinrichtung in Form
eines Schlauches 18, dessen geschlossene Enden am Bodengestell 12 und an der Sitzplatte
befestigt sind. Die Sitzplatte 14 hat zwei seitliche, in die Ebene der Sitzplatte
vorgespannte Schwenkplatten 20, die über die ganze Länge der Sitzplatte 14 reichen.
Im Abstand vom Hinterende der Sitzplatte 14 ist in dieser eine Rückenlehne 22 lösbar
eingesteckt.
[0014] Das Vorderende des Badewanneneinsatzes 10 ist zwischen Bodengestell 12 und Sitzplatte
14 durch eine flexible rolloartige Abdeckung 24 geschlossen. Die Abdeckung 24 hat
nahezu dieselbe Breite wie das Bodengestell 12. Das obere Ende der Abdeckung 24 ist
mittels einer Leiste 26 an der Unterseite der Sitzplatte 14 befestigt, während das
untere Ende der Abdeckung 24 auf einem Wickelrohr 28 aufgewickelt ist, in das eine
etwa koaxiale Torsionsfeder 30 eingesetzt ist. Das eine Ende des Wickelrohres 28 ist
durch einen Stopfen 32 geschlossen, der einen koaxialen nach außen vorstehenden Achsstummel
34 aufweist, der in einem Lagerbock 36 an der Außenseite des Bodengestells 12 drehbar
gelagert ist. In das andere Ende des Wickelrohres 28 ist ein Endstück 37 undrehbar
eingesetzt, in welchem eine koaxiale Hohlachse 38 drehbar gelagert ist, deren gegenüberliegendes
Ende in einem in das Wickelrohr 28 eingesetzten Scheibenring 40 geführt ist. Durch
eine Bohrung im Endstück 37 ragt ein koaxialer Fortsatz 42 der Hohlachse 38 in diese
hinein und ist mit der Hohlachse 38 drehfest verklemmt. Dieser koaxialer Fortsatz
42 ist im linksseitigen Lagerbock 44 undrehbar gehaltert und mittels eines Radiaistiftes
46 gegen Drehung gesichert. Die Torsionsfeder 30 ist auf einem in das Wickelrohr 28
eingreifenden Gewindeabschnitt des Endstückes 37 aufgeschraubt. Das gegenüberliegende
Ende der Torsionsfeder 30 ist auf einen Innendurchmesser reduziert, der dem Außendurchmesser
der Hohlachse 28 entspricht. Dreht man vor der Montage des Wickelrohres 28 die Hohlachse
38 bei festgehaltenem Wickelrohr 28, so verklemmt sich das im Durchmesser reduzierte
Ende der Torsionsfeder 30 auf der Hohiachse 38 und die Torsionsfeder 30 läßt sich
in einen starken Spannungszustand versetzen. In diesem Zustand wird das Wickelrohr
28 dann in der beschriebenen Weise am Bodengestell 12 montiert und das andere Ende
der Abdeckung 24 wird an der Sitzplatte 14 befestigt.
[0015] Jedes Scherenarmpaar 16 besteht aus zwei unterschiedlich langen Armen 48, 50. Alle
vier Arme 48, 48, 50, 50 sind durch eine gemeinsame mittlere Gelenkachse 52 schwenkbar
miteinander verbunden. Der Arm 48 hat ein im Hinterbereich der Sitzplatte 14 fest
angebrachtes Schwenklager 54 und ein unteres, an einem Schiebestück 56 vorgesehenes
Schwenklager 58. Das Schiebestück 56 ist in einer Schiene 60 verschiebbar geführt,
wobei die Mittelachse des Armes 48 mit der Mittelachse der Schiene 60 in derselben
vertikalen Längsebene iiegt. Obwohl die Schiene 60 sich nur von vorn bis etwa in den
Mittelbereich des Bodengestells 12 zu erstrecken brauchte, reicht sie im Ausführungsbeispiel
über nahezu die gesamte Länge des hier als Platte dargestellten Bodengestells, wodurch
an Stabilität gewonnen wird.
[0016] In ähnlicher Weise sind die beiden Arme 50 jeweils innenseitig neben den Schienen
60 an hinteren festen Bodenschwenklagern 62 des Bodengestells 12 gelagert, während
ihre oberen Enden in Schwenklagern 64 von Schiebestücken 66 gelagert sind, die ihrerseits
in Schienen 68 längsverschiebbar geführt sind, welche an der Unterseite der Sitzplatte
14 befestigt sind. Auch hier würde es ansich genügen, die Schienen 68 nur in der vorderen
Hälfte der Sitzplatte 14 anzuordnen. Die Verlängerung nach hinten bewirkt aber eine
höhere Stabilität.
[0017] Nahe den bodenseitigen Schiebelagern 56 sind die Arme 48 durch eine hohle Querstrebe
70 miteinander zu einem starren Schwenkrahmen 72 verbunden. Die Montage erfolgt sehr
einfach unter Verwendung eines in die beiden Arme 48 hineinreichenden Zugankers 74,
auf den endseitig Muttern 76 aufgeschraubt sind. Der von den beiden äußeren Armen
48 und der Querstrebe 70 gebildete äußere Schwenkrahmen 72 hat also eine U-Form. Die
beiden inneren Arme 50 sind ebenfalls benachbart der oberen Schiebestücke 66 durch
eine Querstrebe 76 miteinander verbunden. Zusätzlich ist auch nahe den festen Schwenklagern
62 eine entsprechende Querstrebe 78 vorgesehen, sodaß ein innerer, ringsum geschlossener
Schwenkrahmen 80 gebildet wird.
[0018] In der in FIG. 4 dargestellten Tiefstellung des Badewanneneinsatzes liegt der äußere
Schwenkrahmen 72 auf den bodenseitigen Schienen 60 auf und der innere Schwenkrahmen
80 liegt zum äußeren Schwenkrahmen 72 niveaugleich, wobei die oberen Schienen 68 die
Arme 50 des inneren Schwenkrahmens 80 berühren.
[0019] Bezogen auf die mittlere Gelenkachse 52 hat der Arm 48 einen unteren Hebel 48a und
einen oberen Hebel 48b und der Arm 50 hat einen unteren Hebel 50a und einen oberen
Hebel 50b. Die beiden Hebellängen 50a und 48b sind gleich lang, sodaß die Schwenkachsen
54 und 62 aller vier Arme in Querrichtung ausgefluchtet sind, wenn sich der Badewanneneinsatz
in der Tiefstellung befindet. Der untere Hebel 48a ist etwa 13 % länger als die beiden
gleichlangen Hebel 50a, 48b. Dadurch wird erreicht, daß die Sitzplatte 14 beim Hubvorgang
sich gleichzeitig nach hinten verlagert und dabei die Sitzplatte 14 in eine nach hinten
abwärts geneigte Schrägstellung bringt. Der Hebel 50b des Armes 50 ist etwa 9 % kürzer
als die beiden gleich langen Armhebel 50a, 48b. Dadurch wird die nach hinten gerichtete
Abwärtsneigung der Sitzplatte 14 teilweise kompensiert. jedoch bleibt eine gewissen
Abwärtsneigung erhalten, die für das sichere Sitzen günstig ist. Die verringerte Länge
der Armhebel 50b gegenüber den Armhebeln 48a ermöglicht die Anordnung der Querstrebe
70 und damit die Bildung des äußeren starren Rahmens 72, denn die Enden dieser Armhebel
50b liegen dicht benachbart der Querstrebe 70 etwa in der gleichen Ebene, wenn die
Tiefstellung erreicht ist.
[0020] Verschiedene Abwandlungen liegen im Rahmen der Erfindung. So kann das Wickelrohr
28 an der Unterseite der Sitzplatte gelagert werden, während die Befestigungsleiste
26 am Bodengestell befestigt wird. Auch kann bei dem Bodengestell 12 auf die dargestellte
Bodenplatte verzichtet werden, wenn die Bodenschienen 60 durch Querschienen zu einem
Bodenrahmen verbunden werden, an dem dann die Schwenklager 62, die Lagerböcke 36,
44 für die Wickeltrommel 28 und das bodenseitige Ende des Schlauches 18 befestigt
werden.
1. Badewanneneinsatz bestehend aus einem Bodengestell (12), einer Sitzplatte (14),
einer aus zwei Scherenarmpaaren bestehenden Führungseinrichtung (16) zwischen Bodengestell
(12) und Sitzplatte (14), sowie einem mit Wasser füllbaren Schlauch (18) als Hubeinrichtung,
dessen geschlossene Enden je mit dem Bodengestell (12) und der Sitzplatte (14) verbunden
sind, wobei die Sitzplatte (14) zwei seitliche, in die Ebene der Sitzplatte (14) vorgespannte
Schwenkplatten (20) aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß an der Vorderseite des Badewanneneinsatzes
(10) zwischen Sitzplatte (14) und Bodengestell (12) eine rolloartige, flexible Abdeckung
(24) vorgesehen ist, deren Breite nahezu gleich derjenigen des Bodengestells (12)
ist und deren eines Ende an der Sitzplatte (14) oder dem Bodengestell (12) befestigt
und deren anderes Ende auf einem, am Bodengestell (12) bzw. an der Sitzplatte (14)
drehbar gelagerten Wickelrohr (28) befestigt ist, in das eine Torsionsfeder (30) mit
einer, die Abdeckung (24) auch in der Tiefstellung der Sitzplatte (14) in straffem
Zustand haltenden Vorspannung eingesetzt ist.
2. Badewanneneinsatz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in das Wickelrohr
(28) an einem Ende ein Stopfen (32) eingesetzt ist, der einen koaxialen, nach außen
vorstehenden Achsstummel (34) aufweist, derin einem Lagerbock (36) am Bodengestell
(12) oder an der Sitzplatte (14) drehbar gelagert ist und daß in das andere Ende des
Wickelrohres (28) ein Endstück (37) undrehbar eingesetzt ist, in dem eine Achse (38)
relativ drehbar gelagert ist, die von der als längliche Schraubenfeder ausgebildeten
Torsionsfeder (30) umgeben ist, deren eines Ende am Endstück (37) und deren anderes
Ende an der Achse (38) festgelegt sind und daß die Achse (38) einen, das Endstück
(37) durchsetzten und nach außen vorstehenden koaxialen Fortsatz (42) aufweist, der
in einem zweiten Lagerbock (44) undrehbar festgehalten ist.
3. Badewanneneinsatz nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Abdeckung
(24) in der Hochstellung der Sitzplatte (14) sich unter einem Winkel im Bereich von
10° bis etwa 20° nach oben und hinten erstreckt.
4. Badewanneneinsatz nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß
die Enden der beiden Scherenarmpaare (16) jeweils ein festes Schwenklager (54, 62)
und ein Schwenklager (58, 64) an einem in einer Schiene (60, 68) verschiebbaren Schiebestück
(56, 66) aufweisen, daß die vier festen Schwenklager (54, 62) im Hinterbereich des
Badewanneneinsatzes (10) angeordnet sind und daß die zwischen der gemeinsamen Mittelgelenkachse
(52) aller vier Arme (48, 50) und den beiden Schwenklagern (58) an den vorderen bodenseitigen
Schiebestücken (56) jeweils gemessene Hebellänge (48a) größer als die drei anderen,
jeweils zwischen der Mitteigeienkachse (52) und den Schwenklagern (54, 62, 64) gemessenen
Hebellängen (48b, 50a, 50b) ist.
5. Badewanneneinsatz nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die zwischen der
gemeinsamen Mittelgelenkachse (52) und den beiden Schwenklagern (64) an den vorderen
tischplattenseitigen Schiebestücken (66) jeweils gemessene Hebellänge (50b) kleiner
als die drei anderen Hebellängen (48a, 48b, 50a) ist.
6. Badewanneneinsatz nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß die vier
Festschwenklager (62) in der Tiefstellung der Sitzplatte (14) wenigstens angenähert
koaxial liegen.
7. Badewanneneinsatz nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß
die Enden der vier Arme (48, 50) beider Scherenarmpaare (16) jeweils ein festes Schwenklager
(54, 62) und ein Schwenklager (58, 64) in einem, in einer Schiene (60, 68) verschiebbaren
Schiebestück (56, 66) aufweisen und daß je zwei gleichsinnig bewegte Arme (48 bzw.
50) im Nachbarbereich ihrer verschiebbaren Schwenklager (58, 64) durch eine Querstrebe
(70, 76) zu einem starren Schwenkrahmen (72, 80) verbunden sind, wobei ein innerer
(80) und ein äußerer Schwenkrahmen (72) gebildet sind und beide Schwenkrahmen (72,
80) in der TiefsteDung der Sitzplatte (14) oben und unten bündig liegen.
8. Badewanneneinsatz nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Enden der die
Schiebestücke (66) tragenden Arme (50) des inneren Schwenkrahmens (80) in der Tiefstellung
der Sitzplatte (14) unmittelbar benachbart hinter der vorderen Querstrebe (70) des
äußeren Rahmens (72) liegen.
9. Badewanneneinsatz nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Querstreben
(70, 76, 78) mit den jeweiligen Armen (48, 50) stirnseitig verschraubt sind.
10. Badewanneneinsatz nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Querstreben
(70, 76, 78) hohl ausgebildet sind und in ihnen durchgehende Zugschrauben (74) angeordnet
sind.
1. A bathtub insert comprising a base frame (12), a seat (14), a guide device (16)
between the base frame (12) and the seat (14) and comprising two pairs of scissor
arms, and a hose (18) which can be filled with water and serves as a lifting device
and whose closed ends are each connected with the base frame (12) and the seat (14),
the seat (14) having two lateral swivel plates (20) pre-tensioned into the plane of
the seat, characterised in that a roller-blind-like flexible cover (24) is provided
at the front of the bathtub insert (10) between the seat (14) and the base frame (12),
the width of which cover is almost equal to that of the base frame (12) and one end
of which is fixed to the seat (14) or to the base frame (12) and the other end of
which is fixed on a winding tube (28) rotatably mounted on the base frame (12) or
the seat (14), into which tube a torsion spring (30) is inserted with a pre-tension
which keeps the cover (24) in a taut state even in the lowered position of the seat
(14).
2. A bathtub insert according to Claim 1, characterised in that a plug (32) is inserted
into the winding tube (28) at one end, this plug having an outwardly projecting coaxial
axle stub (34) which is rotatably mounted in a bearing block (36) on the base frame
(12) or on the seat (14), and in that an endpiece (37) is non-rotatably inserted into
the other end of the winding tube (29), in which endpiece an axle (38) is relatively
rotatably mounted and is surrounded by the torsion spring (30) constructed as an oblong
helical spring, one end of which is secured to the endpiece (37) and the other end
to the axle (38) ; and in that the axle (38) has a coaxial outwardly projecting extension
(42) which penetrates the endpiece (37) and is non-rotatably secured in a second bearing
block (44).
3. A bathtub insert according to Claim 1 or 2, characterised in that, in the raised
position of the seat (14), the cover (24) extends upwardly and rearwardly at an angle
in the range of 10° to about 20°.
4. A bathtub insert according to one of Claims 1 to 3, characterised in that the ends
of the two pairs of scissor arms (16) have in each case a fixed swivel bearing (54,
62) and a swivel bearing (58, 64) on a sliding member (56, 66) displaceable in a rail
(60, 68) ; in that the four fixed swivel bearings (54, 62) are arranged in the rear
area of the bathtub insert (10) and in that the lever length (48a), measured in each
case between the common central articulated axle (52) of all four arms (48, 50) and
the two swivel bearings (58) on the front sliding members (56) nearest the base, is
greater than the three other lever lengths (48b, 50a, 50b) measured in each case between
the central articulated axle (52) and the swivel bearings (54, 62, 64).
5. A bathtub insert according to Claim 4, characterised in that the lever length (50b),
measured in each case between the common central articulated axle (52) and the two
swivel bearings (64) on the front sliding members (66) nearest the table board, is
less than the three other lever lengths (48a, 48b, 50a).
6. A bathtub insert according to Claim 4 or 5, characterised in that the four fixed
swivel bearings (62) lie at least approximately coaxial, in the lowered position of
the seat (14).
7. A bathtub insert according to one of Claims 1 to 6, characterised in that the ends
of the four arms (48, 50) of both pairs of scissor arms (16) have in each case a fixed
swivel bearing (54, 62) and a swivel bearing (58, 64) in a sliding member (56, 66)
displaceable in a rail (60, 68) and in that two arms (48 and 50 respectively) moved
in the same direction are each joined in the region next to their displaceable swivel
bearings (58, 64) by a cross-strut (70, 76) to form a rigid swivel framework (72,
80), an inner (80) and an outer swivel framework (72) being formed and both swivel
frameworks (72, 80) lying snugly above and below, in the lowered position of the seat
(14).
8. A bathtub insert according to Claim 7, characterised in that the ends of the arms
(50) of the inner swivel framework (80), carrying the sliding members (66), lie directly
adjacent behind the front cross-strut (70) of the outer framework (72), in the lowered
position of the seat (14).
9. A bathtub insert according to Claim 7 or 8, characterised in that the cross-struts
(70, 76, 78) are screwed to the relevant arms (49, 50) at the front.
10. A bathtub insert according to Claim 9, characterised in that the cross-struts
(70, 76, 78) are constructed hollow and draw-in bolts (74) are arranged passing through
them.
1. Accessoire pour baignoire se composant d'un châssis de fond (12), d'une plaque
de siège (14), d'un mécanisme de guidage (18) constitué de deux paires de bras en
ciseaux entre le châssis de fond (12) et la plaque de siège (14), ainsi que d'un tuyau
(18) à même d'être rempli d'eau, servant de système de levage et dont les extrémités
fermées sont raccordées chacune au châssis de fond (12) et à la plaque de siège (14),
ladite plaque de siège comprenant deux plaques pivotantes latérales (20), disposées
dans le plan de la plaque de siège (14), caractérisé en ce qu'on a prévu, sur la face
avant de l'accessoire pour baignoire (10), entre la plaque de siège (14) et le châssis
de fond (12), un revêtement flexible du genre store (24), dont la largeur est presque
égale à celle du châssis de fond (12) et dont l'une des extrémités est fixée sur la
plaque de siège (14) ou le châssis de fond (12) et l'autre extrémité sur un tube enroulé
(28) monté à l'état rotatif sur le châssis de fond (12) ou la plaque de siège (14)
et dans lequel est introduit un ressort de torsion (30) pourvu d'une précontrainte
maintenant à l'état tendu le revêtement (24), également dans la position en profondeur
de la plaque de siège (14).
2. Accessoire pour baignoire selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'on a introduit,
dans le tube enroulé (28), à l'une des extrémités, un bouchon (32) comprenant une
pièce d'axe coaxiale (34), faisant saillie vers l'extérieur et dans laquelle est monté
à l'état rotatif un palier (36) présent sur le châssis de fond (12) ou la plaque de
siège (14) ; en ce qu'on a inséré, dans l'autre extrémité du tube enroulé (28), à
l'état fixe, une pièce d'extrémité dans laquelle est monté d'une manière relativement
rotative un axe (38) entouré du ressort de torsion (30) réalisé comme un ressort hélicoïdal
oblong et dont une extrémité est fixée sur la pièce d'extrémité (37) et l'autre extrémité
sur l'axe (38) ; et en ce que ledit axe (38) comprend un prolongement coaxial (42)
faisant saillie vers l'extérieur, traversant la pièce d'extrémité (37) et maintenu
fixement et solidement dans un deuxième palier (44).
3. Accessoire pour baignoire selon l'une quelconque des revendications 1 et 2, caractérisé
en ce que le revêtement (24) s'étend vers l'arrière et vers le haut, dans la position
élevée de la plaque de siège (14), en formant un angle de l'ordre de 10° à environ
20°.
4. Accessoire pour baignoire selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé
en ce que les extrémités des deux paires de bras en ciseaux (16) comprennent chacune
un palier pivotant fixe (54, 62) et un palier pivotant (58, 64) adjoint à une pièce
coulissante (56, 66) déplaçable dans un rail (60, 68) ; en ce que les quatre paliers
pivotants fixes (54, 62) sont disposés dans la zone arrière de la garniture (10) pour
baignoire et en ce que la longueur de levier (48a), mesurée chaque fois entre l'axe
d'articulation médian commun (52) des quatre bras (48, 50) et les deux paliers pivotants
(58) des pièces coulissantes avant (56) côté fond, est plus grande que les trois autres
longueurs de levier (48b, 50a, 50b) mesurées chacune entre l'axe d'articulation médian
(52) et les paliers pivotants (54, 62, 64).
5. Accessoire pour baignoire selon la revendication 4, caractérisé en ce que la longueur
de levier (50b), mesurée chaque fois entre l'axe d'articulation médian commun (52)
et les deux paliers pivotants (64) des pièces coulissantes avant (66) côté plaque
de siège, est plus petite que les trois autres longueurs de levier (48a, 48b et 50a).
6. Accessoire pour baignoire selon l'une quelconque des revendications 4 et 5, caractérisé
en ce que les quatre paliers pivotants fixes sont disposés au moins coaxialement approximativement
dans la position en profondeur de la plaque de siège (14).
7. Accessoire pour baignoire selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisé
en ce que les extrémités des quatre bras (48, 50) des deux paires de bras en ciseaux
(16) comprennent chacune un palier de pivotement fixe (54, 82) et un palier pivotant
(58, 64) adjoint à une pièce coulissante (56, 66) déplaçable dans un rail (60, 68)
et en ce que deux bras (48 ou 50) déplacés dans le même sens sont raccordés à un cadre
de pivotement rigide (72, 80) par une entretoise transversale (70, 76) dans le voisinage
de leur palier pivotant déplaçable (58, 64), un cadre de pivotement intérieur (80)
et un cadre de pivotement extérieur (72) étant formés et ces deux cadres de pivotement
(72, 80) étant à fleur dans le haut et dans le bas lorsque la plaque de siège occupe
le position en profondeur.
8. Accessoire pour baignoire selon la revendication 7, caractérisé en ce que les extrémités
des bras (50), dotés des pièces coulissantes (66), du cadre de pivotement intérieur
(80) se trouvent, dans la position en profondeur de la plaque de siège (14) à l'état
directement contigu derrière l'entretoise transversale avant (70) du cadre extérieur
(72).
9. Accessoire pour baignoire selon l'une quelconque des revendications 7 et 8, caractérisé
en ce que les entretoises transversales (70, 76, 78) sont vissées frontalement à chacun
des bras (48, 50).
10. Accessoire pour baignoire selon la revendication 9, caractérisé en ce que les
entretoises transversales (70, 76, 78) sont réalisées sous une forme creuse et sont
disposées dans des vis de tension (74) qui les traversent.