[0001] Die Erfindung betrifft einen Deckel zur Herstellung eines mindestens einen Spund
aufweisenden Behälters mit einem vorzugsweise zylindrischen Rumpf, dessen unteres
Ende mit einem Boden und dessen oberes Ende mit einem Deckel jeweils dicht und fest
abschließend verbunden sind, wobei der Deckel einen zur Verbindung mit dem Rumpf vorgesehenen
Rand aufweist, an den sich ein zum Eingriff in den Rumpf vorgesehener, seine Deckfläche
umschließender kurzer Mantelbereich anschließt, und bei dem die Deckfläche mit mindestens
einer Füllöffnung versehen ist, deren Rand mit einem Stutzen eines Verschlusses
(Spund) verbindbar ist.
[0002] Bei derartigen Behältern werden üblicherweise Deckel mit eben ausgeführten Deckflächen
verwendet; als nachteilig zeigt sich hierbei, daß solche eben ausgeführten Deckel
sich leicht verformen und schon durch relativ geringe, von außen angreifende Kräfte
unschön bleibend verformt werden. Bei Behältern geringerer Größe, beispielsweise Konservendosen
oder Behältern für geringe Mengen von Lacken oder Farben, aber auch Lebensmitteln,
werden in die Grundflächen der Böden sowie der Deckel kreisförmige Sicken geringer
Tiefe eingeprägt, um diese Grundflächen zu stabilisieren. Bei größeren Behältern,
insbesondere Fässern, werden mit Vorliebe Deckel mit leicht konvex bombierten Deckflächen
benutzt, die gegen Verformungen ein vorteilhaft erhöhtes Widerstandsmoment aufweisen.
Als unangenehm jedoch macht sich hierbei bemerkbar, daß in solche Deckel eingebrachte,
bzw. eingeschweißte, Flansche oder Stutzen von Verschlüssen bzw. Spunden im allgemeinen
nicht rechtwinklig auf dem sie tragenden Flächenbereich stehen, sondern daß bei mit
bombierten Deckeln ausgestatteten Spundfässern die beiden meist an einander gegenüberliegenden
Seiten vorgesehenen Spunde schräg stehen und divergierende Achsen zeigen. Des weiteren
hat es sich bei Spundfässern gezeigt, daß deren völlige Entleerung problematisch
ist: beim Entleeren über Saugrohre von Pumpen werden diese im allgemeinen eine letzte
Lache im Bodenbereiche nicht aufzunehmen vermögen, und beim Versuche des restlosen
Leerens durch Ausgießen lassen sich ebenfalls nicht unerhebliche Restmengen beispielsweise
einer Flüssigkeit nicht entnehmen.
[0003] Zwar wurde bereits in der DE-OS 37 06 581 empfohlen, nicht übliche Flansche eines
Spundes mit dem Deckel eines Spundfasses zu verpressen, zu verschrauben oder zu verschweißen,
sondern vielmehr Stutzen zu benutzen, die mit einem Ansatz etwa der Länge der Blechstärke
des Deckels die Füllöffnung durchgreifen, und, vorzugsweise durch eine Laser-Schweißnaht,
mit dem Deckel verbunden sind. Derartige Stutzen kragen nicht, wie die meisten Flansche,
in das Innere des Behälters ein, sondern schließen vielmehr praktisch glatt mit der
inneren Fläche des Deckels ab, so daß ein evtl. Ausgießen erleichtert und relativ
weitgehend durchführbar ist.
[0004] Die Erfindung geht von der Aufgabe aus, einen der Gattung entsprechenden Deckel
für einen Behälter, insbesondere ein Faß, zu schaffen, das im Bedarfsfalle sich ohne
übertriebenen Aufwand durch Aufstellen auf seinen Deckel oder dessen Randbereiche
praktisch restlos entleeren läßt, und dessen auf die Füllöffnungen aufgesetzte Füllstutzen
sich wirtschaftlich so mit dem Deckel verbinden lassen, daß sie nicht oder nur unwesentlich
über die Ränder der Füllöffnung in das Behälterinnere hervorstehen.
[0005] Gelöst wird diese Aufgabe mit den Merkmalen des Patentanspruches 1. Das Herausdrücken
der Füllöffnungen aufweisenden Flächenbereiche des Deckels aus dessen Deckfläche
derart, daß diese Flächenbereiche in Ebenen stehen, die zur Vertikalachse des Deckels
normal bzw. senkrecht stehen, erleichtert nicht nur das Einschweißen nach innen nicht
vorstehender Verschlußstutzen, durch das vertikal nach Oben-Außen-Durchdrücken zumindest
eines dieser Flächenbereiche wird auch gleichzeitig eine Art von die Füllöffnung umschließendem
Trichter gebildet, welcher die weitgehende bzw. restlose Entleerung des Behälters
begünstigt. Die Erfindung weiterführende Merkmale sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet.
[0006] Im einzelnen sind die Merkmale der Erfindung anhand der folgenden Beschreibung von
Ausführungsbeispielen in Verbindung mit diese darstellenden Zeichnungen erläutert.
Es zeigen hierbei:
Fig. 1 einen Vertikalschnitt eines Deckels eines Behälters entlang einer die Vertikalachsen
der Füllöffnungen enthaltenden Ebene,
Fig. 2 eine Aufsicht auf den Deckel der Fig. 1,
Fig. 3 einen Vertikalschnitt eines mit einer umlaufenden Ringzone ausgestatteten Deckels,
Fig. 4 einen entsprechenden Vertikalschnitt eines mit bombierter Deckfläche ausgeführten
Deckels,
Fig. 5 eine Aufsicht auf den Deckel nach Fig. 3,
Fig. 6 einen Horizontalschnitt durch einen Deckel, dessen Ringzone an einen umlaufenden
Wulst anschließt, und
Fig. 7 eine Aufsicht auf den Deckel nach Fig. 6.
[0007] In den Figuren 1 und 2 ist im Vertikalschnitt und in der Aufsicht ein Deckel 1 gezeigt,
der zur Herstellung eines Spundfasses vorgesehen ist. Von einem zur Herstellung der
Verbindung durch insbesondere Verfalzen und/oder Schweißen mit dem Rumpf des Spundfasses
dienenden Rand 2 aus erstreckt sich nach unten ein Mantelbereich 3 geringer Höhe,
der zum Eingriff in den Rumpf des zu bildenden Spundfasses vorgesehen ist und sowohl
den Sitz des Deckels zu sichern als auch den oberen Rand des Mantels des Rumpfes zu
stabilisieren vermag. An den Mantelbereich 3 schließt sich eine aus Gründen der Stabilität
sowie der Formbeständigkeit bombierte Deckfläche 12 an, in die zur Aufnahme von Stutzen
bzw. Flanschen der Behälterverschlüsse bzw. Spunde Füllöffnungen 6 und 8 eingearbeitet,
beispielsweise ausgestanzt sind, von denen die Füllöffnung 6 mit einem größeren Durchmesser
von beispielsweise 2" und die Füllöffnung 8 mit geringerem Durchmesser von beispielsweise
3/4" ausgeführt sind. Um die Stutzen von nur unwesentlich in Behälter einkragenden
Spunden mit geringem Aufwand und sicher einschweißen zu können, sind die Füllöffnungen
6 bzw. 8 umschließende Flächenbereiche 5 bzw. 7 normal stehend aus der bombierten
Deckfläche 12 des Deckels 1 herausgedrückt. Hierbei ergeben sich Übergangsbereiche
17, die im wesentlichen kegelmantelstumpfförmig ausgebildet sind, wenn auch, wie
insbesondere in der Fig. 1 erkenntlich, die bei 17 anliegende und damit nach außen
weisende Mantellinie länger ausgebildet ist als die nach innen gerichtete und mit
18 bezeichnete Mantellinie. Andererseits besteht aber auch die Möglichkeit, die Mantellinien
gleich lang zu formen und mit unterschiedlichen Steigungen in die bombierte Deckfläche
12 auslaufen zu lassen.
[0008] Beim Herauspressen der hier ringförmigen Flächenbereiche 5 bzw. 7 erweist es sich
als wesentlich, daß diese herausgedrückten Flächenbereiche normal bzw. senkrecht
zur Vertikalachse des Deckels 1 gerichtet sind. Die Grundform selbst kann wesentlich
geändert werden. So ist es möglich, die zu den Flächenbereichen 5 bzw. 7 führenden
Einformungen tiefer auszugestalten bzw. dieser Flächenbereiche 5 bzw. 7 stärker durchzudrücken.
Die die Füllöffnungen aufweisenden Flächenbereiche müssen auch nicht notwendigerweise
ringförmig ausgebildet sein, sie können auch die Form regelmäßiger Vielecke oder
von Ellipsen aufweisen, ohne daß ihre Ausgestaltung auf streng erfaßbare geometrische
Formen beschränkt ist. Ebenso ist es möglich, den Übergangsbereich 17 beispielsweise
pyramidenstumpfförmig auszubilden.
[0009] In allen dieser Fälle wird zunächst erreicht, daß durch die zusätzliche Verformung
zur Gewinnung der normal stehenden Flächenbereiche 5 und 7 die Deckfläche 12 des Deckels
1 weiterhin stabilisiert bzw. mit höherem Verformungswiderstand ausgestattet ist,
der sich sowohl durch die eine Verstärkung bewirkende Form selbst ergibt als auch
durch die bei der Kaltverformung erzielte Materialverfestigung. In jedem Falle aber
ergeben durch die achsnormalen Flächenbereiche 5 bzw. 7 nach dem Einschweißen von
Stutzen in die Füllöffnungen sich achsparallele Anordnungen der Stutzen, und die in
Fig. 1 dargestellten konischen Erhöhungen ergeben nach Umstellen eines Fasses auf
seinen Deckel trichterförmige, das Entleeren begünstigende Vertiefungen, so daß selbst
bei üblichen, in das Behälterinnere auskragende Flanschen, Rohransätzen und dergleichen
sich durch die Trichterwirkung eine weitgehendere Entleerung als bisher möglich ergibt.
[0010] In Fig. 3 ist im Vertikalschnitt ein weiterer Deckel 1 mit planem, der späteren Verbindung
dienenden Rand 2 gezeigt, an den sich ein Mantelbereich 3 anschließt. Zur Begünstigung
der restlosen Entleerung ist am unteren Ende des Mantelbereiches der Deckel zu einer
Ringzone 4 vorzugsweise entlang des Umfanges und gleicher Breite umgestaltet, wobei
diese Ringzone zwar innerhalb einer achsachsnormalen Ebene verlaufen kann, vorzugsweise
jedoch zur nicht dargestellten Vertikalachse des Deckels hin, d. h. in radialer Richtung,
geringfügig, beispielsweise um 0,5° bis 5°,ansteigt, so daß beim Drehen des einen
solchen Deckel aufweisenden Fasses um 180° zum Zwecke der Entleerung diese Ringzone
ein nach innen auf die Deckfläche 10 hin weisendes Gefälle aufweist.
[0011] Einseitig schließt sich an die Ringzone 4 ein Flächenbereich 5 an, der im wesentlichen
horizontal angeordnet ist, und der eine Füllöffnung 6 umschließt, in die bei der weiteren
Verarbeitung des Deckels 1 der Stutzen eines Spundverschlusses eingeschweißt wird.
Damit steht der Flächenbereich 5 auf gleichem Niveau wie die innere, die Ringzone
4 abschließende Grenze 15 dieser Ringzone, die durch einen kurzen Querstrich ebenso
angedeutet ist wie das gegenüberliegende Ende des Flächenbereiches 5 sowie weitere
Zonenenden.
[0012] Von dem Flächenbereich 5 sowie der diesem benachbarten inneren Grenze 15 der Ringzone
4 aus erstreckt sich die wesentliche, die Grundfläche des Deckels 1 schließende Deckfläche
10 mit einem zur inneren Grenze der gegenüberliegenden Bereiche der Ringzone 4 gerichteten
Gefälle, das mindestens 0,2°, besser 0,5° bis 5°, betragen kann. Da damit das dem
gegenüberliegenden Randbereich der Ringzone 4 zugewandte Ende der Deckfläche 10 auf
tieferem Niveau liegt als die innere Grenze 15 der Ringzone steigt dieses Niveau
über eine Übergangszone 9 wieder bis zu dieser inneren Grenze an. In dem Bereiche,
in dem die Deckfläche 10 und die Übergangszone 9 ineinander übergehen, ist ein weiterer
horizontaler Flächenbereich 6 eingeprägt, der eine Füllöffnung 8 aufweist, deren Durchmesser
geringer ist als der der Füllöffnung 6. Auch hier wird bei der Fertigstellung des
Deckels 1 ein Stutzen eingeschweißt, so daß er dann die üblichen Spunde mit 2" und
3/3" Durchmesser zeigt.
[0013] Da der Deckel aus einem Blechzuschnitt geprägt ist, ergeben sich entsprechend geformte
Übergangsbereiche; beispielsweise die Übergangszone 9 wird, wie die Aufsicht der Fig.
5 zeigt, etwa mondförmig die Deckfläche 10 umschließen und im rechts in der Zeichnung
dargestellten, tieferen Bereiche das Maximum ihrer Breite zeigen und nach beiden Schenkeln
hin in ihrer Breite abnehmen.
[0014] Mit der Fig. 4 werden einige alternative Merkmale dargestellt. So ist zur Erhöhung
der Stabilität und Beanspruchbarkeit die Deckfläche leicht bombiert ausgeführt. Um
die Entleerung nicht zu beeinträchtigen, ist hierbei darauf zu achten, daß
jeder Teilbereich der ja unterschiedliche Neigungen aufweisenden bombierten Deckfläche
11 mit Gefälle verläuft. Nach Fig. 3 wurde dies erreicht, indem die Deckfläche 10
im wesentlichen entlang einer die Mittelpunkte der Füllöffnungen 6 und 8 schneidenden
Graden 16 geführt war. Bei der bombierten Deckfläche 11 der Fig. 4 beginnt diese im
an den Flächenbereich 5 anschließenden Bereiche dieser Deckfläche mit einer, wenn
auch nur geringen, Neigung, die durch das Bombieren sich in der Zeichnung nach rechts
hin entsprechend verstärkt. Es ist auch möglich, wie dargestellt, die Krümmungsradien
der Wölbung nicht konstant zu belassen, sondern nach rechts hin zu verkürzen. Des
weiteren ist der die größere der Füllöffnungen 6 aufweisenden Flächenbereich 5 nach
oben über die durch die Ringzone 4 beschriebene Ebene herausgedrückt. Hierbei ist
es auch noch möglich, die Flächenbereiche mit unterschiedlich langen Mantellinien
in die eigentliche Deckfläche übergehen zu lassen. Hiermit wird erreicht, daß nach
Drehen des Behälters um 180° und Abstellen desselben auf seinemDeckel oder dessen
Randbereichen, praktisch ausschließlich abfallende Flächen vorhanden sind, die in
Richtung auf die große der Füllöffnungen 6 und damit auf den größeren der anzubringenden
Stutzen hin geneigt sind. In ein solches Spundfaß eingebrachte Flüssigkeiten, aber
auch Füllmittel höherer Viskosität, lassen sich damit durch einfaches Umwenden des
Fasses um 180° restlos entleeren. Unterstützt wird dieses durch die zweite, kleinere
Füllöffnung, die in der Normal stellung des Fasses auf tieferem Niveau und in umgekehrter
Stellung auf höherem Niveau liegt: Hier vermag den Behälter füllende Luft ohne weiteres
einzudringen, ohne vom Restinhalt gestört zu werden oder diesem einen zweiten Austritt
zu ermöglichen. Damit wird die Restentleerung einerseits optimal vorangetrieben, andererseits
aber auch noch zusätzlich weitgehend erleichtert. Der hierfür zu treibende Aufwand
ist nur mäßig, da ohnehin die Deckfläche aus dem Zuschnitt auszupressen ist und die
zusätzliche Formgebung sich ohne wesentlichen zusätzlichen Kraft- bzw. Arbeitsbedarf
durchführen läßt, und gleichzeitig noch eine vorteilhafte Erhöhung des Widerstandsmomentes
des Deckels bedingt.
[0015] Eine weitere Variante ist anhand der Fig. 6 und 7 erläutert, welche mit den schon
bekannten Referenznummern versehen sind, so daß sich eine grundsätzliche Beschreibung
erübrigt. Als wesentlich zeigt sich aber, daß zusätzlich ein an die innere Grenze
der Ringzone 4 anschließender Wulst 14 eingeprägt ist. Dieser Wulst beginnt auf der
rechten Seite der Zeichnung etwa mit dem Niveau der inneren Grenze 15 der Ringzone
4 und steigt dann mit seinem Scheitel so an, daß dieser mit dem Niveau des Flächenbereiches
5 der Füllöffnung 6 breit in diesen Flächenbereich einmündet.
[0016] Hierdurch wird folgendes erreicht: Nach dem Aufstellen des Fasses auf seinen Deckel
zur restlosen Entleerung desselben fällt die Ringzone 4 in Richtung auf den anschließenden
Wulst 14 ab, der nach seiner Umkehrung sich als Rinne erweist. Diese Rinne umzieht
die gesamte innere Grenze 15 der Ringzone 4 mit Gefälle auf die gegenüberliegende
Ringfläche 5 hin und mündet in diese und vermag so die gesamte aufgefangene Flüssigkeit
der Füllöffnung 6 zuzuführen. Der Flächenbereich 7, in Fig. 6 nach unten, d.h. in
das spätere Behälterinnere, weisend, erweist nach nach Umkehren des Fasses als Erhebung,
von der aus der Behälterinhalt über die Deckfläche 13 oder über den nunmehr eine Rinne
bildenden Wulst 14 abfließt.
[0017] Die Deckfläche 13 selbst kann in sich eben ausgeführt sein, und sie kann entweder
konvex oder konkav ausgebildet sein. Es besteht auch die Möglichkeit, im Bereiche
der Geraden 16 die Deckfläche entlang einer geraden, die einander zugewandten Enden
der Flächenbereiche 5 und 7 verbindenden Linie zu führen, wobei die Deckfläche 13
sowohl als diese Strecke als Gradienten aufweisende Ebene ausgeführt sein kann oder
aber zylindrisch oder elliptisch so durchgewölbt sein kann, daß diese Linie als Mantellinie
erscheint. Desweiteren ist es auch möglich, beliebige Wölbungen zusammenzustellen,
beispielsweise indem bei der Bildung der Oberfläche der Deckfläche eine erste zylindrische
Wölbung eingeführt wird, deren Achse der Geraden 16 parallel verläuft, und die von
einer zweiten Wölbung überlagert wird, deren Achse einer innerhalb der Zeichenebene
auf der Geraden 16 senkrecht stehenden weiteren Geraden parallel verläuft. Es ist
ferner möglich, hierbei für die beiden orthogonalen Krümmungen ungleiche Krümmungsradien
zu verwenden, und ebenso ist es möglich, die Krümmungsradien einer Krümmung entlang
des gebildeten Umfanges zu variieren, so daß nicht nur kreisbogenförmige Krümmungen
erreicht werden. Desweiteren ist es sogar möglich, zusätzlich zu einem oder mehreren
dieser Krümmungsmerkmale eine der Krümmungen konvex und die andere konkav auszuführen.
Wesentlich ist nur, daß hierbei jeweils ein Gefälle mindestens auf die durch den Wulst
14 gebildeten Rinne bzw. auf den um den Flächenbereich 5 gebildeten Trichter erzielt
wird. Damit läßt sich eine restlose Entleerung eines mit einem solchen Deckel ausgestatteten
Spundfasses erreichen, ohne daß auf eine oft gewünschte Bombierung des Deckels verzichtet
werden muß. Die hier mit geringen zusätzlichen Maßnahmen erreichbare weitgehende
oder vollständige Entleerbarkeit gestattet nicht nur, den Inhalt eines Behälters
praktisch restlos auszunutzen, es werden auch Reinigungsarbeiten eines Behälters erheblich
erleichtert, falls dieser nochmals benutzt werden soll, und in jedem Falle werden
auch die Entsorgungsprobleme bei dem Außerdienststellen eines solchen Behälters vorteilhaft
in erheblichem Ausmaße reduziert.
1. Deckel zur Herstellung eines mindestens einen Spund aufweisenden Behälters mit
einem vorzugsweise zylindrischen Rumpf, dessen unteres Ende mit einem Boden und dessen
oberes Ende mit einem Deckel jeweils dicht und fest abschließend verbunden sind, wobei
der Deckel einen zur Verbindung mit dem Rumpf vorgesehenen Rand aufweist, an den sich
ein zum Eingriff in den Rumpf vorgesehener, die Deckfläche des Deckels umschließender
kurzer Mantelbereich anschließt, und bei dem die Deckfläche mit mindestens einer Füllöffnung
versehen ist, deren Rand mit einem Stutzen eines Verschlusses verbindbar ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß Füllöffnungen (6,8) aufweisende Flächenbereiche (5,7) aus der Deckfläche (10 bis
13) des Deckels (1) heraus in jeweils eine zur Vertikalachse des Deckels normal stehende
Ebene gedrückt sind, und daß mindestens einer der Füllöffnungen aufweisenden Flächenbereiche
nach oben aus der Deckfläche herausgedrückt ist.
2. Deckel nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der zweite der Füllöffnungen (8) aufweisenden Flächenbereiche nach unten aus der
Deckfläche (10 bis 13) des Deckels (1) herausgedrückt ist.
3. Deckel nach einem der Ansprüche 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß an den Mantelbereich (3) sich eine schmale Ringzone (4) anschließt, die zur Vertikalachse
des Deckels (1) hin leicht ansteigt,
daß mindestens in der Höhe der inneren Grenze der Ringzone die erste der achsnormal
berichteten, eine Füllöffnung (6) aufweisenden Flächenbereiche (5) vorgesehen ist,
und
daß die sich allseitig an die innere Grenze (15) der Ringzone anschließende Deckfläche
(10) von dem Flächenbereich (5) aus abfällt, um an ihren Enden über eine Übergangszone
(9) an die innere Grenze der Ringzone anzuschließen.
4. Deckel nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Ringzone (4) radial um einen Steigungswinkel im Bereiche von 0° bis 12° ansteigt.
5. Deckel nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Ringzone (4) radial um einen Steigungswinkel im Bereiche von 0,5° bis 7° ansteigt.
6. Deckel nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Deckfläche (10) um 0,2° bis 7° abfällt.
7. Deckel nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Deckfläche (10) um 0,5° bis 5° abfällt.
8. Deckel nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß an die innere Grenze (15) der Ringzone (4) sich ein umlaufender, nach oben gerichteter
Wulst (14) anschließt.
9. Deckel nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Scheitel des Wulstes (14) im Winkelbereich des auf geringerem Niveau stehenden
Flächenbereiches (7) vom Niveau der inneren Grenze (15) der Ringzone oder einem geringfügig
höheren Niveau ausgeht und beidseitig entlang seiner Länge bis auf das Niveau des
höher gelegenen Flächenbereiches (5) ansteigt.
10. Deckel nach Anspruch 8 oder 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Wulst (14),sich verbreiternd, in den höher gelegenen der Flächenbereiche
(5) mit dessen Niveau in diesen einmündet.
11. Deckel nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet,
daß mindestens Randbereiche der Flächenbereiche (5) kegelstumpfmantelartig zur Deckfläche
(10 bis 13) abfallen.
12. Deckel nach einem der Ansprüche 1 bis 11,
dadurch gekennzeichnet,
daß mindestens Randbereiche des tiefer gelegenen Flächenbereiches (7) kegelstumpfmantelartig
zur Deckfläche (10 bis 13) hin ansteigen.
13. Deckel nach einem der Ansprüche 1 bis 12,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Deckfläche (11, 13) etwa entlang einer die Mitte der Füllöffnungen verbindenden
Geraden (16) im wesentlichen eben verläuft und quer zu dieser konkav oder konvex
durchgewölbt ist.
14. Deckel nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Deckfläche (11,13) entlang einer die Mitte der Füllöffnung verbindenden Geraden
(16) konkav oder konvex durchgewölbt ist, und daß die Deckfläche, gegebenenfalls mit
anderem Krümmungsradius, auch quer zur Geraden (16) konvex oder konkav gekrümmt verläuft.
15. Deckel nach einem der Ansprüche 13 oder 14,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Krümmungsradien von Deckflächen (10,11,13) sich entlang der die Mitten der
Füllöffnungen (6,8) verbindenden Geraden (16) ändern.