(19)
(11) EP 0 230 565 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
22.03.1989  Patentblatt  1989/12

(21) Anmeldenummer: 86116719.5

(22) Anmeldetag:  02.12.1986
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)4C11D 3/37, C11D 3/18, C11D 3/22

(54)

Wäschenachbehandlungsmittel

Laundry aftertreating agent

Produit pour le post-traitement du linge


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH ES FR GB GR IT LI LU NL SE

(30) Priorität: 03.12.1985 DE 3542725

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
05.08.1987  Patentblatt  1987/32

(73) Patentinhaber: Hoffmann's Stärkefabriken AG
D-4902 Bad Salzuflen 1 (DE)

(72) Erfinder:
  • Burmeister, Dieter, Dr. Dipl.-Chem.
    D-4902 Bad Salzuflen 1 (DE)
  • Marzinkowski, Joachim, Dr. Dipl.-Chem.
    D-4902 Bad Salzuflen (DE)

(74) Vertreter: Müller-Boré & Partner Patentanwälte 
Grafinger Strasse 2
81671 München
81671 München (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A- 0 017 120
DE-A- 2 155 941
US-A- 3 833 393
EP-A- 0 075 989
FR-A- 1 336 408
US-A- 4 179 382
   
     
    Bemerkungen:
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    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft ein insbesondere als Bügelhilfe dienendes Wäschenachbehandlungsmittel.

    [0002] Es ist bekannt, als Bügelhilfe für Wäsche, insbesondere aus Baumwolle, eine wässerige Dispersion aus einem wasserunlöslichen Gleitmittel, insbesondere einem Siliconöl, und einem wasserlöslichen Filmbildner, insbesondere einem wasserlöslichen Stärkederivat, zu verwenden. Diese Dispersion wird auf die zu bügelnde Wäsche aufgesprüht und ermöglicht ein gegenüber einer nicht behandelten Wäsche leichteres Gleiten des Bügeleisens, wobei der Filmbildner der gebügelten Wäsche eine gewisse Steifigkeit verleiht, die insbesondere bei Hemden und Blusen erwünscht ist.

    [0003] Das Einsprühen der Wäsche mittels einer Spraydose ist jedoch kostspielig und daher vorwiegend nur auf die Anwendung bei Hemden und Blusen beschränkt. Darüber hinaus ist der mit der vorstehend beschriebenen bekannten Dispersion erzielte Gleiteffekt noch nicht ganz befriedigend. Ferner ist es schwierig, das Gewebe gleichmässig einzusprühen, ohne dieses völlig zu durchnässen. Dadurch kann es zu unerwünschten Flecken oder Randbildungen auf dem Gewebe kommen. Ein weiterer Nachteil besteht darin, dass sich die Spraydose oft trotz eines aufwendigen Sprühmechanismus nicht vollständig entleeren lässt.

    [0004] Die Erfindung hat sich daher die Aufgabe gestellt, ein Wäschenachbehandlungsmittel zur Bügelerleichterung zur Verfügung zu stellen, welches im Vergleich zu der vorstehend beschriebenen bekannten Bügelhilfe durch eine erhöhte Gleitwirkung ein noch leichteres Bügeln gestattet und kostensparender in der Anwendung ist.

    [0005] Diese Aufgabe wird durch das Wäschenachbehandlungsmittel gemäss Patentanspruch 1 gelöst, das vorzugsweise in den letzten Spülgang in der Waschmaschine eingebracht wird, so dass der Einsatz von kostenaufwendigen Sprühdosen entfällt.

    [0006] Das erfindungsgemässe Wäschenachbehandlungsmittel bedingt jedoch nicht nur einen höheren Gleiteffekt als die vorstehend beschriebene bekannte Bügelhilfe, sondern erhöht darüber hinaus auch noch die Saugfähigkeit des Gewebes gegenüber Wasser und verleiht dem Gewebe einen weichen flauschigen Griff, wobei ausserdem noch der gebügelten Wäsche eine leichte Appretur verliehen wird. Diese Wirkung des erfindungsgemässen Wäschenachbehandlungsmittels ist insofern überraschend, als eine Erzielung der Kombination der vorstehend geschilderten Eigenschaften bisher als unmöglich angesehen wurde, insbesondere die Kombination aus flauschigem Griff mit der Saugfähigkeit des Gewebes gegenüber Wasser. Zur Erzielung eines flauschigen Griffes wurden bisher als Wäschenachbehandlungsmittel sogenannte Weichspüler eingesetzt, die als Wirkstoffe quaternäre Ammoniumbasen mit langkettigen Alkylresten enthalten. Diese dem letzten Spülgang der Waschmaschine zugesetzten Mittel verleihen der Wäsche, insbesondere Frotteewaren und Trikotagen, einen weichen Griff, sie sind jedoch trotz einer gewissen Bügelerleichterung gegenüber unbehandelter Wäsche für die Nachbehandlung von Bügelwäsche ungeeignet. Ein gravierender Nachteil der Weichspüler ist ihre hydrophobierende Wirkung auf textilem Gewebe, insbesondere auf Baumwolle, verbunden mit einer starken Reduzierung der Saugfähigkeit der Wäsche.

    [0007] Das erfindungsgemässe Wäschenachbehandlungsmittel stellt daher nicht nur ein im Vergleich zu der bekannten Bügelhilfe verbessertes Bügelhilfsmittel dar, sondern gleichzeitig ein Mittel, durch welches der Körper und der Griff der Wäsche unter gleichzeitiger Erzielung einer weichmachenden Wirkung verbessert wird, ohne dass dabei die Saugfähigkeit der behandelten Wäsche beeinträchtigt wird. Darüber hinaus ermöglicht das erfindungsgemässe Wäschenachbehandlungsmittel das Bügeln trockener Wäsche, wobei gegenüber einer angefeuchteten Wäsche ein noch besserer Gleiteffekt erzielt wird. Nur bei hartnäckigen Knitterfalten ist ein leichtes Anfeuchten der Wäsche notwendig. Auch treten keine Nachteile beim Einsatz von Dampfbügeleisen ein. Bekanntlich kann ein Dampfbügeleisen nicht zum Bügeln von Wäsche eingesetzt werden, die mit dem vorstehend beschriebenen bekannten Bügelhilfsmittel behandelt worden ist.

    [0008] In der DE-OS 26 31 419 wird ein Wäschenachbehandlungsmittel, das ebenfalls in den letzten Spülgang einer Waschmaschine eingebracht werden kann, beschrieben, das mitdem erfindungsgemässen Wäschenachbehandlungsmittel den Einsatz eines Siliconöls gemeinsam hat, in dem bekannten Falle werden jedoch keine alkoxylierten Stärken und Cellulosen eingesetzt, bei deren erfindungsgemässer Verwendung in überraschender Weise nicht nur die Bauschigkeit und die Gleitfähigkeit, sondern auch die Saugfähigkeit der behandelten Gewebe erhöht werden. In dem bekannten Falle werden geröstete Dextrine eingesetzt, die nur als Eindickungsmittel wirken.

    [0009] Erfindungsgemäss werden Fettsäureamide im Gegensatzzu dem Einsatz von Fettsäureaminen im bekannten Falle verwendet. Diese bedingen eine geringere Schmutzredeposition und sind leichter hydrolysierbar als Amine und lassen sich damit besser auswaschen. Ausserdem sind sie leichter abbaubar und damit umweltfreundlicher als die im bekannten Falle eingesetzten Amine.

    [0010] Das kationisch in Wasser dispergierte Siliconöl (Komponente A) ist ein textilrelevantes Siliconöl mit einer Viskosität zwischen 500 und 50 000 mm, - S-1 bei 25° C, insbesondere 1000 bis 10 000 mm, - s-1 bei 25° C, wie es beispielsweise in «Textilveredelung», 19 (1984) Nr. 5 auf den Seiten 144 und 145 beschrieben wird. Insbesondere kommen Alkylsiliconöle, ganz besonders Methylsiliconöl mit einer Viskosität von 1000 bis 10 000 mm2· S-1, in Frage.

    [0011] Vorzugsweise kann das erfindungsgemässe Wäschenachbehandlungsmittel als Teilersatz für das Siliconöl auch ein Paraffinwachs enthalten, das vorzugsweise einen Schmelzpunkt ≧ 40° C und insbesondere von 50 bis 60° C besitzt.

    [0012] Als Siliconöl der Komponente A) kann ferner ein aminofunktionelles Siloxan verwendet werden, das vorzugsweise der vorliegenden Formel entspricht

    worin bedeuten:

    R1 = H R2 = R1 = -CH2CH3

    m =2bis3

    n = 1 bis 2

    M = 50 bis 2000

    N = 0,1 bis 2% Stickstoff



    [0013] Ferner kann das Siliconöl der Komponente A) ein quaternäres Siloxan sein, das vorzugsweise der folgenden Formel entspricht

    n = 50 bis 2000 m richtet sich nach dem Stickstoffgehalt von 1 bis 4%. Vorzugsweise besitzt dieses quaternäre Siloxan, das sich als Polysiloxan-dimethylalkylammoniumacetat-Copolymeres bezeichnen lässt, in einer 30%igen wässerigen Lösung eine Dichte bei 20° C von 1,053 g/cm3 und eine Viskosität bei 20° C von 60 bis 100 mPa·s, während der pH-Wert einer 30%igen Lösung 6 bis 7 beträgt.

    [0014] Ausserdem kann das Siliconöl der Komponente A) aus einem Siliconelastomeren bestehen, wie es in «Textilpraxis International» (1983), Dezember, auf den Seiten 1342 und 1343 beschrieben wird. Man kann als Komponente A) auch eine Mischung aus den genannten Substanzen verwenden.

    [0015] Die Komponente B) ist ein Kondensationsprodukt aus einer aliphatischen, gesättigten oder ungesättigten C10-C22-Monocarbonsäure mit einem Polyamin oder ein Additionsprodukt aus einem Polyamin mit Ethylenoxid oder Propylenoxid. Das Kondensationsprodukt entspricht vorzugsweise der Formel

    worin bedeuten:

    R, = Alkyl oder Alkylen mit 9 bis 21 Kohlenstoffatomen O

    R2 = -C-R1 oder Wasserstoff

    R3 = Wasserstoff oder Methyl

    m = 1 bis 4

    n = 0 bis 3



    [0016] Als Monocarbonsäuren kommen insbesondere Stearinsäure oder Ölsäure und als Polyamin Diethylentriamin und Diethylentriaminethanolamin in Frage.

    [0017] Die Komponente C) ist eine kationaktive alkoxylierte Stärke, wie sie beispielsweise in der DE-PS 21 55941 beschrieben wird, oder eine kationaktive alkoxylierte Cellulose.

    [0018] Die kationaktive alkoxylierte Stärke entspricht vorzugsweise der Formel

    worin bedeuten:

    R = H oder CH3

    m = 1 bis 3

    n = 0 bis 3



    [0019] Der Gehalt an Alkoxy liegt vorzugsweise zwischen 4 und 10% und der Stickstoffgehalt zwischen 0,1 und 0,5%.

    [0020] Das kationische Dispergiermittel für das Siliconöl der Komponente A) kann jedes kationaktive Emulgiermittel sein. Besonders bevorzugt wird erfindungsgemäss ein kationaktives lmidazoliniumsalz, insbesondere eine Verbindung der Formel

    worin R3 ein langkettiger Kohlenwasserstoffrest, der gesättigt oder ungesättigt sein kann und insbesondere 10 oder mehr Kohlenstoffatome aufweist, ist, R4 Wasserstoff oder einen Alkylrest, insbesondere mit 1 bis 5 Kohlenstoffatomen, wobei der AIkylrest substituiert und insbesondere an seinem Ende einen Hydroxyrest tragen kann, bedeutet, R5 ein niederer Alkylrest, insbesondere ein C1-C4-Alkylrest, ist, X ein anionischer Rest, vorzugsweise Halogenidrest, oder eine anionische Gruppe, insbesondere die Gruppe

    worin R6 für eine C1-C4-Alkylgruppe steht, oder die Acetatgruppe ist. Das kationaktive Dispergiermittel wird vorzugsweise in einer Menge von 2 bis 10%, bezogen auf den Siliconanteil, verwendet.

    [0021] Ferner enthält die Komponente A) ein alkoxyliertes, insbesondere ethoxyliertes, Fettamin in einer Menge bis zu 10 Gew.-%, bezogen auf den Siliconanteil.

    [0022] Vorzugsweise enthält das erfindungsgemässe Wäschenachbehandlungsmittel die Komponente A) in einer Menge von 0,5 bis 20 Gew.-%, insbesondere 3 bis 8 Gew.-%, die Komponente B) in einer Menge von 0,5 bis 15 Gew.-%, insbesondere 2 bis 8 Gew.-%, und die Komponente C) in einer Menge von 1 bis 15 Gew.-%, insbesondere 2,5 bis 7,5 Gew.-% (Rest Wasser).

    [0023] Ausserdem enthält das erfindungsgemässe Wäschenachbehandlungsmittel vorzugsweise Duftstoffe, Konservierungsmittel, Farbstoffe und organische Säuren, insbesondere organische aliphatische Carbonsäuren, wie Essigsäure oder Zitronensäure, zur Einstellung eines pH von vorzugsweise 3 bis 5.

    [0024] Die Komponenten des erfindungsgemässen Wäschenachbehandlungsmittels zeichnen sich durch eine relativ hohe Substantivität zur Textilfaser aus, d.h. sie ziehen aus einer kalten und langen Flotte insbesondere auf Baumwolle auf, so dass das erfindungsgemässe Wäschenachbehandlungsmittel insbesondere zur Behandlung von aus Baumwolle bestehender Wäsche oder einen Baumwollanteil enthaltender Wäsche geeignet ist.

    [0025] Da sich die Komponenten des erfindungsgemässen Wäschenachbehandlungsmittels wieder leicht auswaschen lassen, ist nicht die Gefahr gegeben, dass sie sich bei wiederholter Anwendung des Mittels auf den Fasern anreichern und damit die Wäscheeigenschaft beeinflussen.

    [0026] Ferner bedingt das erfindungsgemässe Wäschenachbehandlungsmittel keine vermehrte Wiederanschmutzung der behandelten Wäsche, desgleichen fördert sie keine Wäschevergilbung, die im Falle von herkömmlichen Weichmachern auftreten kann.

    [0027] In zweckmässiger Weise wird das erfindungsgemässe Wäschenachbehandlungsmittel dem letzten Spülgang nach dem Waschvorgang in einer Menge von 50 bis 80 Gramm zugesetzt, wobei das Wasservolumen des letzten Spülganges etwa 20 Liter beträgt.

    [0028] Das erfindungsgemässe Wäschenachbehandlungsmittel kann nach folgenden zwei Methoden hergestellt werden:

    Methode 1



    [0029] Kationaktive alkoxylierte Stärke wird in Wasser dispergiert. Diese Dispersion wird unter kräftigem Rühren auf 80 bis 90° C erhitzt, wobei eine mässig viskoseklare Lösung entsteht. Anschliessend wird auf 20 bis 25° C abgekühlt und die Lösung mit dem kationischen Fettsäurekondensationsprodukt, dispergiert in Wasser, versetzt. Sobald eine gleichmässige Dispersion erhalten worden ist, wird unter langsamem und kräftigem Rühren vorsichtig die mit einem kationischen Dispergator dispergierte Siliconöldispersion zugegeben. Die Dispersion wird mittels einer Säure auf einen sauren pH-Wert eingestellt. Abschliessend wird Farbstoff, Duftstoff und ein Konservierungsmittel zugefügt.

    Methode II



    [0030] Die Stärkelösung wird in der vorstehend beschriebenen Weise hergestellt. Zu der auf 90° C erhitzten Lösung wird das kationische Fettsäurekondensationsprodukt in reiner fester Form unter starkem Rühren zugegeben. Es wird gerührt, bis eine stabile Dispersion entstanden ist. Dann wird auf 20 bis 25° C abgekühlt und wie vorstehend beschrieben verfahren.

    Beispiel 1 :



    [0031] Dieses Beispiel beschreibt eine Rezeptur, mit der nach der Methode I ein erfindungsgemässes Wäschenachbehandlungsmittel hergestellt wird.

    1) 50%ige, wässerige Dispersion aus einer 1:1-Mischung eines Dimethylpolysiloxans mit einer Viskosität von 5000 mm2· S-1 und eines Paraffinwachses mit einem Schmelzbereich von 50 bis 55° C, emulgiert mit einem Dioleylimidazoliniumsulfat und einem Cocosaminethylenoxidaddukt mit 5 bis 10 Mol Ethylenoxid 6,00 Gew.-Teile

    2) 30%ige Dispersion eines Propylaminoethylamindimethylpolysiloxans mit einer Aminzahl von 0,1 bis 0,5 kationisch emulgiert mit Dioleylimidazoliniumsulfat und Cocosaminethylenoxidaddukt mit 5 bis 10 Mol Ethylenoxid 4,50 Gew.-Teile

    3) 20%ige wässerige, mit Essigsäure auf pH 3 eingestellte Dispersion von Distearinsäuredipropylentriaminethanolaminkondensat 10,00 Gew.-Teile

    4) Hydroxypropyltrimethylammoniumchloridhydroxypropylstärkeether mit einem N -Gehalt von 0,25% und einem Propoxygehalt von ca. 7% 7,50 Gew.-Teile

    5) Farbstoff, Duftstoff, Konservierungsmittel 0,20 Gew.-Teile

    &) Wasser



    [0032] 71,80 Gew.-Teile Der pH dieses Mittels beträgt 4. Es handelt sich um eine dünnflüssige, milchig aussehende Dispersion und mit einer Viskosität von 120 mPa - s.

    Beispiel 2:



    [0033] Unter Anwendung der Methode 11 wird nach folgender Rezeptur ein erfindungsgemässes Wäschenachbehandlungsmittel hergestellt:

    1) wie Beispiel 1 (Silicon/Wachs-Mischung) 6,20 Gew.-Teile

    2) Distearinsäurediethylentriaminkondensat (Fp: 90° C) 3,25 Gew.-Teile

    3) wie 4) in Beispiel 1 (Stärkeether) 5,00 Gew.-Teile

    4) Zitronensäuremonohydrat 3,00 Gew.-Teile

    5) Farbstoff, Duftstoff, Konservierungsmittel 0,20 Gew.-Teile

    6) Wasser



    [0034] 82,35 Gew.-Teile Der pH dieses Mittels beträgt 3 bis 4. Es handelt sich um eine dünnflüssige, milchig aussehende Dispersion mit einer Viskosität von 80 mPa' s.

    Beispiel 3:



    [0035] Ermittlung der Bügelwerte:

    [0036] Unter Einsatz des in Beispiel 2 hergestellten Mittels, das dem letzten Spülgang einer herkömmlichen Haushaltswaschmaschine in einer Menge von 50 bis 80 g zugesetzt wird, werden Wäschestücke aus Baumwolle und Baumwolle/Polyester-Mischgewebe, die zuvor unter Einsatz eines üblichen Waschmittels bei 95° C gewaschen wurden. zur Ermittlung der Bügelwerte behandelt. Der Bugeltest wird wie folgt durchgeführt:

    [0037] Ein Bügeleisen mit einer Temperatur von 200 ± 10°C wird über das Testgewebe mit konstanter, durch Gewichte einstellbarer Zugkraft entlang einer gleichbleibenden Messstrecke gezogen. Dieser Gleitversuch zerfällt in zwei Phasen, und zwar das «Anbügeln» des auf 30% Feuchtigkeit eingestellten Gewebes und das «Endbügeln» des trokkenen glatten Gewebes.

    [0038] Zu Vergleichszwecken wurde unbehandeltes Gewebe und mit einem herkömmlichen Bügelhilfsmittel behandeltes Gewebe dem Bügeltest unterzogen. Die dabei erhaltenen Ergebnisse sind in der folgenden Tabelle I zusammengefasst.



    [0039] Die Bügelwerte für das unbehandelte Gewebe schwanken um die in der Tabelle angegebenen Mittelwerte um + 10%. Das betrifft insbesondere die Gleitwerte. Die Ursache ist in der Ungleichmässigkeit der Oberflächenrauhigkeit des Gewebes zu suchen. Die mit «Bügelhilfe» und dem erfindungsgemässen Mittel ermittelten, deutlich niedrigeren Bügelwerte weisen eine wesentlich geringere Schwankungsbreite (maximal 5%) auf, da wegen der geringer werdenden Oberflächenrauhigkeit des behandelten Gewebes die Reproduzierbarkeit verbessert ist.

    Beispiel 4:



    [0040] Ermittlung der Auswaschbarkeit des erfindungsgemässen Mittels:

    [0041] Wäscheproben aus 100% Baumwollgewebe werden 5- bzw. 6mal bei 95° C und 60° C unter Einsatz eines herkömmlichen Waschmittels gewaschen und durch Zugabe des erfindungsgemässen Wäschenachbehandlungsmittels gemäss Beispiel 2 jeweils in dem letzten Spülgang in einer Menge von 80 g nachbehandelt.

    [0042] Zu Vergleichszwecken werden nichtbehandelte, in der gleichen Weise gewaschene Wäschestücke und mit «Bügelhilfe» behandelte Wäschestücke getestet. Als Untersuchungsmethode wird der Bügeltest herangezogen. Aus jeweils 6 einzelnen Gleittests werden die Mittelwerte gebildet, die in den beigefügten Figuren 1 und 2 aufgezeichnet sind.

    [0043] Die Bügelwerte von Fig. 1 bzw. Fig. 2 stellen die auf gleiche Zeit t = 10 s extrapolierte Zugkraft von bei 95° C (5mal) bzw. 60° C (6mal) gewaschenem und nachbehandeltem oder nicht nachbehandeltem Baumwollgewebe dar.

    [0044] Wie die Fig. 1 und 2 zeigen, stellt sich in überraschender Weise schon mit der ersten Wiederholung der Nachbehandlung ein Bügelwert ein, der nur geringfügig vom Glättewert der ersten Nachbehandlung abweicht.

    [0045] Daraus geht hervor, dass sich das erfindungsgemässe Wäschenachbehandlungsmittel sowohl bei einer 95° C-Wäsche als auch bei einer 60° C-Wäsche von der Wäscheprobe auswaschen lässt. Es treten daher keine nachteiligen Additionseffekte beim Einsatz des erfindungsgemässen Wäschenachbehandlungsmittels auf.

    Beispiel 5:



    [0046] Ermittlung der Bauschigkeit (Fülle):

    [0047] Frotteetücher (100% Baumwolle) werden in herkömmlicher Weise gewaschen und im letzten Spülgang einmal mit dem Mittel des Beispiels 2 in einer Konzentration von 50 bis 80 g/20 Liter und einmal zum Vergleich mit einem herkömmlichen Weichspüler (auf der Basis von Distearyldimethylammoniumchlorid) in der gleichen Konzentration behandelt. Zu Vergleichszwecken werden auch nichtbehandelte Frotteetücher herangezogen. Insgesamt werden je 15 Frotteetücher zweimal bei 60° C gewaschen. Nach einem Lufttrocknen auf einem Wäscheständer werden die Frotteetücher der drei Testgruppen getrennt zu Stapeln aufeinandergelegt- Die Stapelhöhen werden nach 10 Minuten bestimmt und die Ergebnisse sind in der Tabelle 11 dargestellt.



    [0048] Die Höhe des Stapels ist ein Mass für die Bauschigkeit der Frotteetücher und der Einzelfaserauflockerung. In überraschender Weise bewirkt das erfindungsgemässe Mittel eine noch grössere Stapelhöhe als der bekannte Weichmacher.

    Beispiel 6:



    [0049] Ermittlung der Saugfähigkeit (Trocknungsvermögen) :

    [0050] Die Saugfähigkeit ist ein Massstab für die Aufnahmefähigkeit von Feuchtigkeit von textilen Geweben (Frottee). Die Saugfähigkeit wird mit Hilfe der Steighöhenmethode nach DIN 53294 ermittelt. Die jeweils 3 cm breiten und 25 cm langen Baumwollstreifen (100% Baumwollgewebe, nicht ausgerüstet, mit einem Flächengewicht von 140 g/cm2) werden mit einem Ende in destilliertes Wasser eingetaucht, das aufgrund der Kapillarkräfte im Gewebe je nach der Saugfähigkeit mehr oder weniger hoch aufsteigt. Die Steighöhen nach 5 Minuten Testzeit sind in der Tabelle III dargestellt.



    [0051] Wie die vorstehende Tabelle III zeigt, wird durch das erfindungsgemässe Mittel die Saugfähigkeit gegenüber einer unbehandelten Gewebeprobe fast erreicht.


    Ansprüche

    1. Wäschenachbehandlungsmittel bestehend aus

    A) einer mit Hilfe eines kationischen Dispergiermittels hergestellten wässerigen Dispersion eines ggf. teilweise durch ein Paraffinwachs ersetzten Siliconöls aus der Gruppe der textilrelevanten Siliconöle mit einer Viskosität zwischen 500 und 50000 mm2· s-1 bei 25° C, der aminofunktionellen Siloxane, der quaternären Siloxane, der Siliconelastomeren und der Mischungen dieser Substanzen, wobei in Komponente A) ggf. noch ein alkoxyliertes Fettamin in einer Menge von bis zu 10 Gew.-%, bezogen auf den Siliconanteil, vorliegt,

    B) einem Kondensationsprodukt aus einer aliphatischen gesättigten oder ungesättigten C10-C22-Monocarbonsäure mit einem Polyamin oder einem Additionsprodukt aus einem Polyamin mit Ethylenoxid oder Propylenoxid,

    C) einem kationischen Filmbildner aus der Gruppe der kationaktiven alkoxylierten Stärken und der kationaktiven alkoxylierten Cellulosen,

    D) Wasser sowie ggf.

    E) weiteren Zusätzen aus der Gruppe der Duftstoffe, Konservierungsmittel, Farbstoffe und der zur Einstellung des pH-Wertes geeigneten organischen Säuren.


     
    2. Mittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Komponente A) ein textilrelevantes Siliconöl mit einer Viskosität zwischen 1000 bis 10 000 mm2 . s-1 bei 25° C ist.
     
    3. Mittel nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Siliconöl ein Alkylsiliconöl, insbesondere ein Methylsiliconöl ist.
     
    4. Mittel nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das kationische Dispergiermittel für die Komponente A) ein kationaktives Imidazoliniumsalz der Formel

    ist, worin R3 ein gesättigter oder ungesättigter Kohlenwasserstoffrest mit 10 oder mehr Kohlenstoffatomen ist, R4 Wasserstoff oder einen ggf. substituierten Alkylrest mit 1 bis 5 Kohlenstoffatomen bedeutet, R6 ein niederer Alkylrest ist und X ein anionischer Rest oder eine anionische Gruppe ist.
     
    5. Mittel nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass jeweils, bezogen auf das gesamte Produkt, die Komponente A) in einer Menge von 0,5 bis 20 Gew.-%, die Komponente B) in einer Menge von 0,5 bis 15 Gew.-% und die Komponente C) in einer Menge von 1 bis 15 Gew.-%, Rest Wasser, vorliegt.
     


    Claims

    1. Laundry aftertreatment composition consisting of

    A) an aqueous dispersion, prepared by means of a cationic dispersant, of a silicone oil, which may have been partly replaced by a paraffin wax, from the group consisting of silicone oils which have a viscosity between 500 and 50,000 mm2· S-1 at 25° C and are relevant to textile applications, aminofunctional siloxanes, quaternary siloxanes, silicone elastomers and mixtures thereof, which component A) may additionally contain an alkoxylated fatty amine in an amount of up to 10% by weight, based on the silicone content,

    B) a condensation product, of an aliphatic saturated or unsaturated C10-C22-monocarboxylic acid with a polyamine or an additional product of a polyamine with ethylene oxide or propyleneoxide,

    C) a cationic film former from the group consisting of cation-active alkoxylated starches and cation-active alkoxylated celluloses,

    D) water and optionally

    E) further additives from the group consisting of scents, preservatives, dyestuffs and organic acids suitable for standardising the pH.


     
    2. Composition according to Claim 1, characterized in that component A) is a silicone oil of a viscosity between 1,000 and 10,000 mm2 . s-1 at 25° C which is relevant for textile applications.
     
    3. Composition according to Claim 2, characterized in that the silicone oil is an alkylsilicone oil, in particular a methylsilicone oil.
     
    4. Composition according to any one of Claims 1 to 3, characterized in that the cationic dispersant forcomponentA) is a cation-active imidazolinium- salt of the formula

    where R3 is a saturated or unsaturated hydrocarbon radical of 10 or more carbon atoms, R4. is hydrogen or a substituted or unsubstituted alkyl radical of 1 to 5 carbon atoms, R5 is a lower alkyl radical and X an anionic radical or an anionic group.
     
    5. Composition of any one of Claims 1 to 4, characterized in that there are present, in each case based on the entire product, component A) in an amount of 0.5% to 20% by weight, component B) in an amount of 0.5 to 15% by weight and component C) in an amount of 1 to 15% by weight, the remainder being water.
     


    Revendications

    1. Produit pour le posttraitement du linge, comprenant

    A) une dispersion aqueuse, préparée à l'aide d'un dispersant cationique, d'une huile de silicone, éventuellement remplacée partiellement par une cire de paraffine, huile de silicone choisie dans le groupe comprenant les huiles de silicone à usage textile et ayant une viscosité comprise entre 500 et 50 000 mm2· s-1 à 25° C, les siloxanes aminofonc- tionnels, les siloxanes quaternaires, les élastomères siliconés et les mélanges de ces substances, le composant A) comportant éventuellement encore une amine grasse alcoxylée en une quantité allant jusqu'à 10% en poids par rapport à la partie silicone,

    B) un produit de condensation d'un acide mo- nocarboxylique aliphatique en C10-C22, saturé ou insaturé, et d'une polyamine ou d'un produit d'addition d'une polyamine et d'oxyde d'éthylène ou d'oxyde de propylène,

    C) un filmogène cationique du groupe des amidons alcoxylés cationiques et des celluloses al- coxylées cationiques,

    D) de l'eau, et éventuellement

    E) d'autres additifs du groupe des parfums, des conservants, des colorants et des acides organiques permettant d'ajuster le pH.


     
    2. Produit selon la revendication 1, caractérisé en ce que le composant A) est une huile de silicone pour utilisations textiles et ayant une viscosité comprise entre 1000 et 10 000 mm2· s-1 à 25° C.
     
    3. Produit selon la revendication 2, caractérisé en ce que l'huile de silicone est une huile d'alkylsilicone, en particulier une huile de méthylsilicone.
     
    4. Produit selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que le dispersant cationique du composant A) est un sel cationique d'imidazoli- nium ayant la formule suivante

    dans laquelle R3 est un radical hydrocarboné, saturé ou insaturé, ayant 10 atomes de carbone ou plus, R4 est un hydrogène ou un radical alkyle éventuellement substitué ayant de 1 à 5 atomes de carbone, R5 est un radical alkyle inférieur et X est un radical anionique ou un groupe anionique.
     
    5. Produit selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que le composant A) est présent en une quantité de 0,5 à 20% en poids, le composant B) en une quantité de 0,5 à 15% en poids et le composant C) en une quantité de 1 à 15% en poids, les pourcentages étant tous exprimés par rapport au produit total, le reste étant constitué d'eau.
     




    Zeichnung