[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Zwischenspeichern von in Schuppenformation
anfallenden Druckereierzeugnissen, wie Zeitungen, Zeitschriften und dergleichen, gemäss
Oberbegriff des Anspruches 1 sowie eine Wickeleinheit bestehend aus einem hohlzylindrischen
Wickelkern und einem Wickelband, die zur Durchführung dieses Verfahrens geeignet ist.
[0002] Aus der CH-PS 652 379 bzw. der dieser inhaltlich entsprechenden US-PS 4 532 750 ist
eine Wickeleinheit bekannt, die aus einem hohlzylindrischen Wickelkörper, auf den
die Druckereierzeugnisse in Schuppenformation aufgewickelt werden, und einer im Innern
desselben angeordneten Vorratsspule für ein Wickelband besteht. Der Wickelkörper ist
über Rippen auf einer durchgehenden und über den Wickelkörper vorstehenden Welle abgestützt,
auf der drehbar die Vorratsspule gelagert ist. Mit letzterer mitdrehbar ist ein Antriebsrad
verbunden, das ebenfalls auf der Welle gelagert ist und das mit einem schwenkbar gelagerten
Reibrad in Berührung gebracht werden kann, um die Vorratsspule in Drehung zu versetzen.
Im Wickelkern ist ein Schlitz vorgesehen, durch den das im Innern des Wickelkörpers
angeordnete Wickelband hindurchtreten kann.
[0003] Das Wickelband wird immer mit dem Wickelkörper mittransportiert und mitgelagert.
Vor dem Aufwickeln von Druckereierzeugnissen wird die erforderliche Wickelbandlänge
von der Vorratsspule abgespult und zur Zwischenspeicherung auf eine ausserhalb des
Wickelkörpers angeordnete Bandspule aufgewickelt. Das Wickelband wird beim Aufwickeln
der Druckereierzeugnisse von dieser Bandspule abgezogen und mit den Druckereierzeugnissen
auf den Wickelkörper aufgewickelt. Die nicht benötigte Wickelbandlänge bleibt auf
der Vorratsspule aufgewickelt.
[0004] Für das Herausführen des Wickelbandes aus dem Innern des Wickelkörpers ist in diesem
wie bereits erwähnt ein Schlitz vorhanden. Um nun das Wickelband in der richtigen
Richtung, d.h. in Richtung gegen die Bandspule zu, ausgeben zu können, muss der Wickelkörper
zuerst in eine bestimmte Position gedreht werden, in der dieser Austrittsschlitz für
das Wickelband die richtige Lage einnimmt, bevor mit dem Abspulen des Wickelbandes
begonnen werden kann. Dieses Positionieren des Wickelkörpers ist bei manueller Betätigung
verhältnismässig zeitaufwendig oder erfordert einen entsprechenden apparativen Aufwand,
falls dieses Positionieren automatisch erfolgen soll.
[0005] Im weitem ist der Aufbau der bekannten Wickeleinheit sehr aufwendig, was die Herstellung
verteuert. Dies fällt vor allem deswegen ins Gewicht, weil in einem Druckereibetrieb
eine sehr grosse Anzahl solcher Wickeleinheiten benötigt werden. Im weitem benötigt
diese Wickeleinheit in Richtung der Welle, die ja seitlich über den Wickelkörper vorsteht,
viel Platz.
[0006] Der vorliegenden Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren der eingangs
genannten Art zu schaffen, das ein Aufwickeln von Druckereierzeugnissen auf die Wickelkerne
ohne allzu grosse Vorbereitungshandlungen und unter Verwendung möglichst einfacher
und ein Mindestmass an Platz benötigender Mittel erlaubt.
[0007] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss durch die Merkmale des kennzeichnenden Teiles
des Anspruches 1 gelöst. Die zur Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens geeigneten
Wickeleinheiten sind gemäss den Merkmalen des kennzeichnenden Teiles des Anspruches
5 ausgebildet.
[0008] Da das Wickelband auf die Aussenseite des Wickelkernes aufgewickelt wird, lässt sich
dieses Wickelband ohne grosse Schwierigkeiten und auf einfache Weise wieder vom Wickelkern
abwickeln. Dabei dreht sich der Wickelkern ohne weiteres in die für das Abziehen des
Wickelbandes richtige Lage, ohne dass ein eigentliches Positionieren des Wickelkernes
nötig ist. Die aus dem Wickelkern und dem auf diesen aufgewickelten Wickelband bestehende
Einheit ist äusserst einfach im Aufbau, da der Wickelkern, auf den die Druckereierzeugnisse
aufgewickelt werden, gleichzeitig auch Träger für das Wickelband ist. Ein gesonderter
Spulenkern für letzteres ist demzufolge nicht notwendig. Da eine mit dem Wickelkern
fest verbundene Welle nicht erforderlich ist, lassen sich die Wickeleinheiten kostengünstig
herstellen. Zudem ist ein platzsparendes Stapeln sowohl der leeren wie auch der einen
Wickel tragenden Wickelkerne möglich.
[0009] Wegen des notwendigerweise verhältnismässig grossen Durchmessers des Wickelkernes
sind zur Speicherung einer gewissen Wickelbandlänge auf dem Wickelkern nur vergleichsweise
wenig Windungen nötig, was bedeutet, dass der Aussendurchmesser der Wickeleinheit
durch das aufgewickelte Wickelband nur wenig grösser als der Durchmesser des Wickelkernes
wird. Dies trifft vor allem dann zu, wenn das Wickelband mit in Richtung der Längsachse
des Wickelkernes gegeneinander versetzten Windungen aufgewickelt wird.
[0010] Bevorzugte Weiterausgestaltungen des erfindungsgemässen Verfahrens bzw. der erfindungsgemässen
Wickeleinheit bilden Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
[0011] Im folgenden wird die Erfindung anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigen rein
schematisch:
Fig. 1 und 2 In Vorder- bzw. Seitenansicht einen Wickelkern mit aufgewickeltem Wickelband;
Fig. 3 und 4 Ebenfalls in Vorder- bzw. Seitenansicht einen aus auf den Wickelkern
aufgewickelten Druckprodukten bestehenden Wickel;
Fig. 5 In Vorderansicht und teilweise im Schnitt einen Wickelkern mit spiralförmig
aufgewickeltem Wickelband;
Fig. 6 bis 13 In zu den Fig. 1 und 3 entsprechender Darstellung verschiedene Ausführungsformen
von Wickelkernen mit aufgewickeltem Wickelband bzw. aufgewickelten Druckprodukten;
Fig. 14 In Seitenansicht eine Aufwickelstation, und
Fig. 15 Ebenfalls in Seitenansicht eine Abwickelstation.
[0012] In den Fig. 1 und 2 ist in Vorderansicht und in Seitenansicht eine Wickeleinheit
1 gezeigt, die einen hohlzylindrischen Wickelkern 2 aufweist, dessen Längsachse mit
2a bezeichnet ist. Auf der Innenseite ist der Wickelkern 2 mit zwei in einem Abstand
angeordneten umlaufenden Rippen 3 und 4 versehen, die zum Handhaben und Abstützen
des Wickelkernes 2 dienen. Auf der Aussenseite 5 des Wickelkernes 2 ist ein Wickelband
6 aufgewickelt, das mit seinem einen Ende fest mit dem Wickelkern 2 verbunden ist.
Dabei liegen die Windungen 7 des Wickelbandes 6 übereinander, wie das insbesondere
aus Fig. 1 hervorgeht. Das freie Ende 6a des Wickelbandes 6 ist auf geeignete Weise
lösbar mit der letzten vollständigen Windung 7 verbunden, z.B. mittels eines Klebebandes
oder eines Klettenverschlusses. Dies ist ohne Schwierigkeiten möglich, da dieses Ende
6a im wesentlichen immer dieselbe Lage am Umfang einnimmt, da ja die Länge des aufgewickelten
Wickelbandes 6 gleich bleibt und das Wickelband mit dem Wickelkern 2 verbunden bleibt.
[0013] In den Fig. 3 und 4 ist nun ein fertiger Wickel 8 gezeigt, der auf die anhand der
Fig. 14 noch zu erläuternde Weise gebildet wurde. Dieser Wickel 8 besteht aus in Schuppenformation
auf den Wickelkern 2 aufgewickelten Druckprodukten, wie Zeitungen, Zeitschriften,
Beilagen zu letzteren und dergleichen. Das Wickelband 6 ist dabei zwischen die einzelnen
Wicklungslagen 9 eingewickelt. Das freie Ende 6a des Wickelbandes 6 haftet lösbar
an der äussersten vollständigen Windung 7 des Wickelbandes 6 (Fig. 4).
[0014] Anstatt das Wickelband 6 wie in den Fig. 1 und 2 gezeigt in übereinanderliegenden
Windungen 7 auf den Wickelkern 2 aufzuwickeln, ist es auch möglich, das Wickelband
6 spiralförmig auf die Aussenseite 5 des Wickelkernes 2 aufzuwickeln, wie das in Fig.
5 dargestellt ist. Die einzelnen Windungen 7' sind dabei über die ganze Breite des
Wickelkernes 2 verteilt. Auf diese Weise wird über die ganze Breite des Wickelkernes
2 eine zylindrische Aussenmantelfläche gebildet, was bei der Ausführungsform gemäss
Fig. 1 und 2 nicht der Fall ist. Es ist auch möglich, das Wickelband 6 so auf den
Wickelkern aufzuwickeln, dass die einzelnen Windungen 7' sich gegenseitig etwas überlappen
und nicht wie in Fig. 5 dargestellt, nebeneinanderliegen.
[0015] Wird das Wickelband 6 wie in Fig. 5 gezeigt mit in Richtung der Längsachse 2a des
Wickelkernes 2 seitlich gegeneinander versetzten Windungen 7' aufgewickelt, so hat
dies den Vorteil, dass auch dann eine zylindrische Aussenmantelfläche gebildet wird,
wenn nur ein Teil des Wickelbandes 6 vom Wickelkern 2 abgewickelt ist.
[0016] Anhand der Fig. 6 bis 13, die in der Darstellung den Fig. 1 und 3 entsprechen, werden
nun weitere Ausführungsformen von Wickeleinheiten 1 erläutert.
[0017] Bei der Ausführungsform gemäss den Fig. 6 und 7 wird ein gegenüber der Ausführungsform
gemäss den Fig. 1 und 3 breiteres Wickelband 6 verwendet, das nur geringfügig weniger
breit ist als der Wickelkern 2. Dies hat den Vorteil, dass ähnlich wie bei der Ausführungsform
gemäss Fig. 5 die Aussenmantelfläche der Wickeleinheit 1 immer etwa eine Zylindermantelfläche
ist.
[0018] Bei der in den Fig. 8 und 9 dargestellten Ausführungsform ist das auf die Aussenseite
5 des Wickelkernes 2 aufgewickelte Wickelband 6 in einer Nut 10 untergebracht, die
nach aussen offen ist und sich über den ganzen Umfang des Wickelkernes 2 erstreckt.
Vorzugsweise ist diese Nut gegenüber einer senkrecht zur Längsachse 2a des Wickelkernes
2 verlaufenden Mittelebene M seitlich versetzt. Eine solche Lösung hat den Vorteil,
dass die aufgewickelten Druckprodukte nicht in die nun leere Nut 10 hineingezogen
werden, da das Wickelband 6 im Wickel 8, wie in Fig. 9 gezeigt, etwa im Bereich der
besagten Mittelebene M und nicht im Bereich der Nut 10 verläuft.
[0019] Wie aus den Fig. 10 und 11 hervorgeht, können auch zwei Wickelbänder 6 und 6' vorgesehen
werden, die etwa parallel zueinander auf die Aussenseite 5 des Wickelkernes 2 aufgewickelt
sind. Eine solche Lösung hat gegenüber einer Ausführungsform mit nur einem Wickelband
6 den Nachteil eines grösseren Aufwandes nicht nur hinsichtlich der Menge des benötigten
Wickelbandmaterials sondern auch der erforderlichen Einrichtungen zum Auf- und Abwickeln
der Wickelbänder 6, 6'.
[0020] Die in den Fig. 12 und 13 dargestellte Ausführungsform entspricht mit Ausnahme der
Konstruktion des Wickelkernes 2 der Ausführungsform gemäss den Fig. 1 und 3. Gegenüber
letzterer weist der in den Fig. 12 und 13 gezeigte Wickelkern 2 keine nach innen vorstehende
Rippen auf. Vielmehr ist die Innenfläche 11 des Wickelkernes 2 über dessen ganzen
Breite als Zylindermantelfläche ausgebildet. Eine solche Ausführungsform des Wickelkernes
2 ermöglicht eine einfachere und kostengünstigere Herstellungsweise.
[0021] Anhand der Fig. 14 wird im folgenden die Bildung von Wickeln 8 und die damit verbundenen
vorbereitenden Handlungen näher erläutert.
[0022] In dieser Fig. 14 werden eine fahrbare Aufwickelstation 12 gezeigt, welche mit zwei
übereinander angeordneten Aufwickelstellen 13 und 14 versehen ist. An jeder Aufwickelstelle
13, 14 ist eine nur schematisch angedeutete Lagerung 15 bzw. 16 für Wickelkerne 2
vorhanden. Zu jeder Aufwickelstelle 13, 14 gehört ferner eine drehbar gelagerte Spule
17, 18 für das Wickelband 6. Auf diesen Spulen 17, 18 wird das Wickelband 6 auf noch
näher zu beschreibende Weise zu Bandwickeln 19 aufgewickelt. Den Spulen 17, 18 vorgelagert
sind Führungsrollen 20, 21 für das Wickelband 6.
[0023] Zu jeder Aufwickelstelle 13, 14 führt ein nur rein schematisch dargestellter Zuförderer
22 bzw. 23, dessen Endteil 22a bzw. 23a als schwenkbar gelagerte Wippe ausgebildet
ist. Den Zuförderern 22, 23 ist eine diesen gemeinsame Zubringeinrichtung 24 vorgeschaltet,
die die in Schuppenformation S anfallenden und aufzuwickelnden Druckprodukte 25 zuführt
und wahlweise an einen der beiden Zuförderer 22, 23 übergibt.
[0024] In Vorbereitung zum Aufwickeln der zugeführten Schuppenformation S wird ein Wickelkern
2 mit auf seiner Aussenseite aufgewickeltem Wickelband 6 auf die Lagerung 15 bzw.
16 aufgesetzt. Anschliessend wird das freie Wickelbandende 6a über die Führungsrolle
20 bzw. 21 geführt und mit der leeren Spule 17 bzw. 18 lösbar verbunden. Dabei dreht
sich der frei drehbar auf der Lagerung 15, 16 gelagerte Wickelkern 2 automatisch in
die richtige Lage. Nun wird die Spule 17, 18 auf nicht näher dargestellte Weise angetrieben,
was zur Folge hat, dass das Wickelband 6 vom sich in Richtung des Pfeiles B drehenden
Wickelkern 2, der dabei leicht gebremt wird, abwickelt, wie das in der untern Aufwickelstelle
14 dargestellt ist. Sobald die erforderliche Wickelbandlänge vom Wickelkern abgewickelt
und auf die Spule 17, 18 aufgewickelt ist, wird deren Antrieb stillgesetzt. Der Wickelkern
ist nun zur Aufnahme der Druckprodukte 25 bereit.
[0025] Zum nachfolgenden Aufwickeln der durch die Zubringeinrichtung 24 in Schuppenformation
S zugeführten Druckprodukte 25 wird nun der Wickelkern 2 in Richtung des Pfeiles A
angetrieben, wie das an der obern Aufwickelstelle 13 dargestellt ist. Das mit dem
Wickelkern 2 festverbundene Wickelband 6 wird vom Bandwickel 19 abgewickelt und unter
Zugspannung stehend mit der Schuppenformation S aufgewickelt, wie das in der CH-PS
642 602 und der dieser inhaltlich entsprechenden US-PS 4 438 618 näher erläutert ist.
Am Ende des Wickelvorganges wird das Wickelband 6 ein- oder mehrmals um den fertigen
Wickel 8 herumgeschlungen, um so ein Auseinanderfallen des Wickels 8 zu verhindern.
Gegebenenfalls kann, wie bereits anhand der Fig. 3 und 4 erwähnt, das freie Wickelbandende
durch geeignete Mittel lösbar mit der äussersten vollständigen Windung verbunden werden.
[0026] Der fertige Wickel 8 wird nun von der Lagerung 15 bzw. 16 entfernt, worauf erneut
ein leerer Wickelkern 2 mit auf seiner Aussenseite 5 aufgewickeltem Wickelband 6 auf
die Lagerung 15, 16 aufgesetzt wird.
[0027] Das Abwickeln der Druckprodukte 25 wird nun nachstehend anhand der Fig. 15 erläutert.
[0028] In dieser Fig. 15 ist eine Abwickelstation 26 gezeigt, die grundsätzlich gleich aufgebaut
ist wie die Aufwickelstation 12 gemäss Fig. 14. Die Abwickelstation 26 ist mit zwei
übereinander angeordneten Abwickelstellen 27, 28 versehen, von denen jede eine Lagerung
29 bzw. 30 für die Wickelkerne 2 aufweist. Zu jeder Abwickelstelle 27, 28 gehört eine
Spule 31 bzw. 32, auf die das Wickelband 6 zu einem Bandwickel 33 aufgewickelt wird.
Das Wickelband 6 wird über Führungsrollen 34 und 35 geführt. Zum Wegführen der abgewickelten
Druckprodukte 25 von jeder Abwickelstelle 27, 28 sind zwei nur schematisch dargestellte
Wegförderer 36 und 37 vorhanden, an die eine diesen gemeinsame Wegführeinrichtung
38 anschliesst. Die Anfangsteile 36a, 37a der Wegförderer 36, 37 sind als schwenkbar
gelagerte Wippe ausgebildet.
[0029] Nachdem der Wickelkern 2 eines Wickels 8 auf die Lagerung 29 bzw. 30 aufgesetzt worden
ist, wird das freie Ende des Wickelbandes 8 über die Führungsrolle 34 bzw. 35 zur
Spule 31 bzw. 32 geführt und mit dieser verbunden. Anschliessend wird diese Spule
31, 32 und allenfalls auch die Führungsrollen 34, 35 auf nicht näher dargestellte
Weise angetrieben. Dadurch wird das Wickelband 6 vom Wickel 8 abgezogen und auf der
Spule 31, 32 zu einem Bandwickel 33 aufgewickelt. Dabei läuft die Schuppenformation
S vom sich in Richtung des Pfeiles D drehenden und leicht gebremsten Wickel 8 ab,
wie das an der obern Abwickelstelle 27 dargestellt ist. Die abgewickelte Schuppenformation
S wird in Richtung des Pfeiles E weggeführt.
[0030] Sind alle Druckprodukte 25 vom Wickelkern 2 abgewickelt, so wird dieser wie an der
untern Abwickelstelle 28 dargestellt auf nicht näher gezeigte Weise in Gegenrichtung,
d.h. in Richtung des Pfeiles F angetrieben. Das Wickelband 6 wird nun vom allenfalls
leicht gebremsten Bandwickel 33 abgewickelt und auf die Aussenseite 5 des Wickelkernes
aufgewickelt, bis sich das gesamte Wickelband 6 auf dem Wickelkern 2 befindet. Das
freie Ende des Wickelbandes 6 wird wie anhand der Fig. 2 erläutert lösbar an der äussersten
vollständigen Windung festgehalten. Der leere Wickelkern 2 mit aufgewickeltem Wickelband
6 kann nun entfernt und durch einen neuen Wickel 8 ersetzt werden. Dieser leere Wickelkern
2 kann nun wieder für ein erneutes Aufwickeln von Druckprodukten 25 verwendet werden.
[0031] Das Wickelband 6 wird immer in seiner gesamten Länge mit dem Wickelkern 2 mittransportiert
und mitgelagert. Dabei ist das Wickelband 6 entweder in seiner ganzen Länge auf die
Aussenseite 5 des Wickelkernes 2 aufgewickelt oder bildet mit wenigstens einem Teil
seiner Länge die Trennlagen zwischen den Wicklungslagen 9 des Wickels 8. Da jeweils
nur die zur Bildung eines Wickels 8 benötigte Bandlänge vom Wickelkern 2 abgewickelt
wird, verbleibt nach Fertigstellung eines Wickels 8 kein Bandrest mehr auf den Spulen
17 bzw. 18. So können mit einem Wickelband 6 bestimmter Länge Wickel 8 mit unterschiedlichem
Bedarf an Wickelbandlänge gebildet werden, ohne dass das Wickelband 6 entzweigeschnitten
werden muss oder am Ende des Aufwickelvorganges die restliche Wickelbandlänge aussen
auf den Wickel 8 aufgewickelt werden muss, was einen Zeitverlust mit sich bringen
würde.
[0032] Die beschriebenen Wickelkerne 2 lassen sich nicht nur mit aufgewickelten Druckprodukten
25 sondern auch leer, d.h. nur mit aufgewickeltem Wickelband 6, platzsparend lagern.
Dank ihrer einfachen Konstruktion lassen sich die Wickelkerne 2 einfach herstellen
und handhaben.
[0033] Die Wickeleinheiten 1 eignen sich vor allem zur Bildung von Wickeln 8 nicht allzugrossen
Durchmessers, d.h. von solchen mit einem Durchmesser von weniger als 2 Metern.
1. Verfahren zum Zwischenspeichern von in Schuppenformation anfallenden Druckereierzeugnissen,
wie Zeitungen, Zeitschriften und dergleichen, bei dem die Schuppenformation zusammen
mit wenigstens einem unter Zugspannung stehenden und von einer Wickelbandspule abgewickelten
Wickelband auf einen drehend angetriebenen hohlzylindrischen Wickelkern aufgewickelt
wird, wobei das Wickelband vor Beginn des Aufwickelvorganges von einem mit dem Wickelkern
mitgeführten Wickelbandvorrat abgezogen und auf die Wickelbandspule aufgewickelt wird,
dadurch gekennzeichnet, dass das Wickelband (6) auf die Aussenseite (5) des Wickelkernes
(2) aufgewickelt und vor Beginn des Aufwickelvorganges von letzterem abgewickelt und
auf die Wickelbandspule (17, 18) aufgespult wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Wickelband (6) in übereinanderliegenden
Windungen (7) auf die Aussenseite (5) des Wickelkernes (2) aufgewickelt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Wickelband (6) in in
Richtung der Längsachse (2a) des Wickelkernes (2) gegeneinander versetzten Windungen
(7') auf die Aussenseite (5) des Wickelkernes (2) aufgewickelt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Wickelband (6) spiralförmig
aufgewickelt wird.
5. Wickeleinheit mit einem hohlzylindrischen Wickelkern und einem Wickelband zur Durchführung
des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Wickelband (6) auf
die Aussenseite (5) des Wickelkernes (2) aufgewickelt und am einen Ende mit dem Wickelkern
(2) verbunden ist.
6. Wickeleinheit nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Wickelband (6)
in übereinanderliegenden Windungen (7) aufgewickelt ist.
7. Wickeleinheit nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Wickelband (6)
in, in Richtung der Längsachse (2a) des Wickelkernes (2) gegeneinander versetzten,
Windungen (7') aufgewickelt ist.
8. Wickeleinheit nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Wickelband (6)
spiralförmig aufgewickelt ist.
9. Wickeleinheit nach einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das
aufgewickelte Wickelband (6) in einer sich in Umfangsrichtung des Wickelkernes (2)
erstreckenden, gegen aussen offenen Nut (10) im Wickelkern (2) untergebracht ist.
10. Wickeleinheit nach einem der Ansprüche 5 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die
Innenseite (11) des Wickelkernes (2) über die gesamte Länge durch eine Zylindermantelfläche
gebildet ist.
1. Process for the temporary storage of printing products arriving in an imbricated
formation, such as newspapers, periodicals and the like, in which the imbricated formation
is wound, together with at least one tensioned winding band unwound from a winding
band reel, onto a rotatably driven hollow-cylindrical winding core, the winding band
being drawn off, before commencement of the winding operation, from a winding band
supply accompanying the winding core, and wound onto the winding band reel, characterized
in that the winding band (6) is wound onto the outside (5) of the winding core (2)
and, before commencement of the winding operation, is unwound from the latter and
reeled onto the winding band reel (17, 18).
2. Process according to Claim 1, characterized in that the winding band (6) is wound
in superposed windings (7) onto the outside (5) of the winding core (2).
3. Process according to Claim 1, characterized in that the winding band (6) is wound
in windings (7') mutually offset in the direction of the longitudinal axis (2a) of
the winding core (2), onto the outside (5) of the winding core (2).
4. Process according to Claim 3, characterized in that the winding band (6) is wound
on spirally.
5. Winding unit having a hollow-cylindrical winding core and a winding band for carrying
out the process according to Claim 1, characterized in that the winding band (6) is
wound onto the outside (5) of the winding core (2) and is connected at one end to
the winding core (2).
6. Winding unit according to Claim 5, characterized in that the winding band (6) is
wound on in superposed windings (7).
7. Winding unit according to Claim 5, characterized in that the winding band (6) is
wound on in windings (7') mutually offset in the direction of the longitudinal axis
(2a) of the winding core (2).
8. Winding unit according to Claim 7, characterized in that the winding band (6) is
wound on spirally.
9. Winding unit according to one of Claims 5 to 8, characterized in that the wound-on
winding band (6) is accommodated in a groove (10) in the winding core (2) which is
open towards the outside and extends in circumferential direction of the winding core
(2).
10. Winding unit according to one of Claims 5 to 9, characterized in that the inside
(11) of the winding core (2) is formed over the entire length by a cylinder-jacket
surface.
1. Procédé d'emmagasinage temporaire de produits d'imprimerie, tels que journeaux,
publications périodiques et analogues, qui se présentent en formation imbriquée, dans
lequel la formation imbriquée est enroulée, conjointement avec au moins une bande
d'enroulement déroulée d'une bobine de bande d'enroulement et se trouvant sous contrainte
de traction, sur un mandrin d'enroulement cylindrique creux entraîné en rotation,
la bande d'enroulement étant, avant le commencement de l'opération d'enroulement,
tirée d'une réserve de bande d'enroulement amenée avec le mandrin d'enroulement et
enroulée sur la bobine de bande d'enroulement, caractérisé par le fait que la bande
d'enroulement (6) est enroulée sur le côté extérieur (5) du mandrin d'enroulement
(2) et, avant le début de l'opération d'enroulement, est déroulée de ce dernier et
bobinée sur la bobine de bande d'enroulement (17, 18).
2. Procédé selon revendication 1, caractérisé par le fait que la bande d'enroulement
(6) est enroulée en spires superposées (7) sur le côté extérieur (5) du mandrin d'enroulement
(2).
3. Procédé selon revendication 1, caractérisé par le fait que la bande d'enroulement
(6) est enroulée sur le côté extérieur (5) du mandrin d'enroulement (2), en spires
mutuellement décalées sur la direction de l'axe longitudinal (2a) du mandrin d'enroulement
(2).
4. Procédé selon revendication 3, caractérisé par le fait que la bande d'enroulement
(6) est enroulée en hélice.
5. Unité d'enroulement avec un mandrin d'enroulement cylindrique creux et une bande
d'enroulement, pour mettre en oeuvre le procédé selon revendication 1, caractérisée
par le fait que la bande d'enroulement (6) est enroulée sur le côté extérieur (5)
du mandrin d'enroulement (2) et est liée en une extrémité au mandrin d'enroulement
(2).
6. Unité d'enroulement selon revendication 5, caractérisée par le fait que la bande
d'enroulement (6) est enroulée en spires superposées (7).
7. Unité d'enroulement selon revendication 5, caractérisée par le fait que la bande
d'enroulement (6) est enroulée en spires (7') mutuellement décalées sur la direction
de l'axe longitudinal (2a) du mandrin d'enroulement (2).
8. Unité d'enroulement selon revendication 7, caractérisée par le fait que la bande
d'enroulement (6) est enroulée en hélice.
9. Unité d'enroulement selon l'une des revendications 5 à 8, caractérisée par le fait
que la bande d'enroulement enroulée (6) est agencée dans une rainure (10) dans le
mandrin d'enroulement (2), laquelle est ouverte vers l'extérieur et s'étend dans la
direction circonférentielle du mandrin d'enroulement (2).
10. Unité d'enroulement selon l'une des revendications 5 à 9, caractérisée par le
fait que le côté intérieur (11) du mandrin d'enroulement (2) est formé sur toute sa
longueur par une surface périphérique cylindrique.