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EP 0 240 672 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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22.03.1989 Patentblatt 1989/12 |
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Anmeldetag: 12.02.1987 |
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Schürf- und Fördereinrichtung einer unterirdisch arbeitenden Vortriebsvorrichtung
für Rohrleitungen
Digging and transporting device of a driving apparatus for pipelines being operated
subterraneously
Dispositif de creusement et de transport d'une installation d'avance travaillant sous
terre pour des conduites
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE ES FR GB GR IT LI LU NL SE |
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Priorität: |
07.03.1986 DE 3607461 23.01.1987 DE 3701851
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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14.10.1987 Patentblatt 1987/42 |
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Patentinhaber: Soltau, Gerd, Dr. Ing. |
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D-2120 Lüneburg (DE) |
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Erfinder: |
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- Soltau, Gerd, Dr. Ing.
D-2120 Lüneburg (DE)
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| (74) |
Vertreter: Kupfermann, Fritz-Joachim, Dipl.-Ing. |
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Philips Patentverwaltung GmbH,
Wendenstrasse 35c 20097 Hamburg 20097 Hamburg (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 100 748 US-A- 1 741 497
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NL-A- 7 905 512
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Schürf- und Fördereinrichtung einer unterirdisch
arbeitenden Vortriebsvorrichtung für Rohrleitungen mit vorzugsweise nicht-begehbarem
Nennquerschnitt, die von einem Preßschacht aus in das anstehende Erdreich eingetrieben
wird und aus einem Schürfkopf und wenigstens einem diesen vorpressenden Nachläufer
und nachgepreßten Produktrohrschüssen besteht, wobei im Stirnbereich des Schürfkopfes
eine Schürfscheibe umläuft, die von einer Welle in Umlauf versetzt wird, wobei die
Welle mit Abstand von einem Förderrohr umgeben ist, dessen Wand im Bereich des Schürfkopfes
gegenüber dessen Außenzylindermantel abgeschottet ist, wobei im Förderrohr Fördermittel
zum Zurückfördern des Schürfgutes in Richtung auf den Schacht vorgesehen sind und
wobei im Förderquerschnitt zwischen der Welle und der Förderrohrwand gegen Grundwassereinbrüche
wirkende Schleusenmittel vorgesehen sind.
[0002] Ein derartiges Schleusenmittel ist bekannt aus der EP-A 0 100 748. Das Schleusenmittel
besteht aus einer in der Förderrohrwand randseitig fest eingespannten Membran, mittels
der eine Abschottung gegen Wassereinbrüche erzielt werden soll. Die Standfestigkeit
einer solchen Membran ist jedoch begrenzt. Die Membran wird eingesetzt im Rahmen einer
Fördervorrichtung, die Bestandteil einer Vorrichtung zum Vortreiben von Produktrohren
oder Rohrschüssen aus Rohren mit nicht-begehbaren Rohrnennweiten ist. Das Vortreiben
der Rohrleitungen mit Hilfe der Vortriebsvorrichtung erfolgt von einem in den Boden
abgesenkten Preßschacht aus. Vom Preßschacht aus ist durch das Förderrohr hindurch
bis zu einem Schürfkopf eine Welle geführt, die eine Schürfscheibe innerhalb des Schürfkopfes
dreht, wodurch anstehendes Erdreich abgetragen wird. Das abgetragene Erdreich wird
von der die Welle umgebenden Förderschnecke nach hinten zum Preßschacht zurückgefördert.
Von dort wird es zur Oberfläche gebracht und abtransportiert. Damit das abgetragene
Erdreich nicht zwischen einen Außenzylindermantel des Schürfkopfes und die nachgedrückten
Produktrohre einerseits und das Förderrohr kleineren Durchmessers andererseits gelangen
kann, ist der Außenzylindermantel des Schürfkopfes gegenüber dem Förderrohr abgeschottet
mittels einer kegelstumpfförmigen Ortsbrust.
[0003] Aus der NL-A 7 905 512 ist es bekannt, wenigstens zwei auf Abstand angeordnete Schleusenmittel
vorzusehen, die abwechselnd geöffnet oder geschlossen werden können. Die Schleusenmittel
bestehen aus Scheibenpaaren, wobei jeweils eine Scheibe eine Durchgangsöffnung hat
und die andere Scheibe einen Ausschnitt. Beim Drehen der Scheibe mit dem Ausschnitt,
beispielsweise zusammen mit der umlaufenden Förderschnecke, kann diese Scheibe den
Durchlaß periodisch öffnen und schließen. Sind die Scheiben mit dem Ausschnitt in
der Drehlage gegeneinander versetzt, dann öffnen sich die Schleusenmittel wechselweise.
Der Aufbau ist beim Auftreten von Steinen empfindlich gegen ein Verstopfen. Der Durchlaßquerschnitt
ist ständig teilweise abgeschottet. Diese Teilabschottung ist unvermeidlich.
[0004] Aus der US-A 1 741 497 ist es bekannt, bei kerdbohrmaschinen den Raum zwischen einem
Bohrrohr und dem umgebenden Gehäuse mittels eines aufblasbaren Verschlusses zu schließen.
Dieser aufblasbare Verschluß füllt den zu verschließenden Raum auch im Ruhezustand
ständig teilweise an. Der zu verschließende Raum dient nicht dem ständigen Fördern
von abzutragendem Erdreich. Deshalb stört es nicht, wenn der Verschluß den Hohlraum
ständig teilweise und im Bedarfsfalle ganz verschließt.
[0005] Es ist Aufgabe der Erfindung, eine Einrichtung der eingangs erwähnten Art zu schaffen,
mit der eine bedarfsgerecht dosierte Abschottung möglich ist, die einen Bereich ohne
Abschottung über eine Teilabschottung bis hin zur Totalabschottung umfaßt.
[0006] Die gestellte Aufgabe ist erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Schleusenmittel
aus wenigstens einem mittels eines strömungsfähigen Mediums aufweitbaren Ringbalg
bestehen, durch den sich die Welle hindurch erstreckt und mit dem entsprechend dem
Abschottungsbedarf und dem Ausmaß des Aufweitens der Förderquerschnitt ganz oder teilweise
verschlossen wird oder völlig offen bleibt.
[0007] Damit ist eine einstellbare Grundwasserschleuse im Förderbereich des abgetragenen
Erdreiches geschaffen. Mit Hilfe des über den Ringbalg einstellbaren Durchlaßquerschnittes
ist es möglich, bei zunehmendem Wasserandrang den Durchlaßquerschnitt, damit den Gesamtdurchlaß
an Wasser und Erdreich und somit Bodenerosionen an der Ortsbrust zu vermindern bis
zu einer Totalabschottung. Ist der Wasserandrang geringer, dann kann mit größerem
Durchlaßquerschnitt gearbeitet werden; der dem Grundwasser entgegenwirkende Druck
läßt sich auf diese Weise so einstellen, daß vor der Ortsbrust keine Bodenerosionen
infolge eines Wassereinbruches auftreten. Bei einem geringeren Wasseranteil kann die
Erdreichförderung erhöht und damit die Arbeitsgeschwindigkeit der Vortriebsvorrichtung
verbessert werden. Mit Hilfe des aufweitbaren Ringbalges läßt sich also die Arbeitsgeschwindigkeit
optimal anpassen an die vor Ort herrschenden Arbeitsbedingungen, insbesondere die
Grundwasserverhältnisse.
[0008] Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß in einem gegenseitigen
Abstand zwei Ringbälge vorgesehen sind. Mit zwei auf Abstand angeordneten Ringbälgen
läßt sich die Abschottungswirkung bei starkem Grundwasseranfall und Druck verstärken.
[0009] Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß die Ringbälge
zur Ausbildung einer Abschottung periodisch gegensinnig schleusenbildend aufweitbar
und wieder zurückziehbar sind. Durch das periodische gegensinnige Zurückziehen und
Aufweiten der Ringbälge läßt sich ein absatzweiser Schleusenbetrieb einführen, wobei
die Abschottung immer besser wird, je mehr Ringbälge nach einer weiteren Ausgestaltung
der Erfindung jeweils im Abstand voneinander vorgesehen sind. Immer wenn beispielsweise
beim Einsatz von zwei Ringbälgen ein Ringbalg in seinem Wirkbereich eine Abschottung
herbeiführt, hebt der andere Ringbalg die Abschottung auf. In dem Raum zwischen den
beiden Ringbälgen läßt sich dabei das abgetragene Erdreich und Wasser in einem Arbeitstakt
sammeln und im anderen Arbeitstakt abführen. Jeweils ein Ringbalg führt eine Totalabschottung
herbei.
[0010] Das Zurückfördern des Schürfgutes kann nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung
dadurch erfolgen, daß auf der Welle eine Förderschnecke vorgesehen und der Arbeitsbereich
der Ringbälge frei ist von Förderschneckenteilen. Eine einfache und zweckmäßige Förderart
ist damit mit einer im Querschnitt regelbaren Grundwasserschleuse kombiniert.
[0011] Der Ringbalg kann sowohl von innen nach außen als auch von außen nach innen wirken.
Nach einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist aber vorgesehen, daß der
oder die Ringbälge an der Förderrohrwand angeordnet und von dort aus nach innen aufweitbar
sind. Das Anschließen des strömungsfähigen Mediums läßt sich so leichter bewerkstelligen.
[0012] Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß das strömungsfähige
Medium Preßluft oder eine Flüssigkeit ist. Als Flüssigkeit kommt nach einer Weiterbildung
der Erfindung vor allem eine inkompressible Flüssigkeit, wie eine Hydraulikflüssigkeit,
in Betracht. Mit einer inkompressiblen Flüssigkeit läßt sich gegebenenfalls eine feinere
Regulierung oder Dosierung der Menge des strömungsfähigen Mediums im Ringbalg erreichen.
[0013] Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß der Zufluß des
strömungsfähigen Mediums zu den Ringbälgen regelbar ist mittels Schleusenventilen
in das Medium zuführenden Leitungen. Solche Schleusenventile können sowohl Druck-
als auch Mengenregelventile sein, die vom Preßschacht oder von einer Übertage-Station
aus ferngesteuert werden.
[0014] Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß beim Einsatz
von Preßluft als strömungsfähiges Medium diese außer der besonders geregelten Zufuhr
zu den Ringbälgen ständig in den Schürfbereich des Schürfkopfes vor der Ortsbrust
eindrückbar ist. Das Medium Preßluft hat damit den Vorteil einer Doppelwirkung, indem
es in den Ringbälgen und im Bereich Schürfbereich wirksam ist. Durch das ständige
Eindrücken von Preßluft in den Schürfbereich des Schürfkopfes wird bereits ein an
sich bekannter Rückhaltedruck auf anstehendes Wasser ausgeübt.
[0015] Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß eine Spülleitung
vorgesehen ist, mittels der Spülwasser in Vortriebsrichtung gesehen, vorzugsweise
jeweils vor den Wirkbereichen der Ringbälge, in diese Wirkbereiche einspritzbar ist.
Sollte sich bei der Rückführung von abgetragenem Erdreich eine Verstopfung ergeben,
dann wird diese durch das eingedrückte Spülwasser beseitigt.
[0016] Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß der Abstand zwischen
zwei Wirkbereichen der Ringbälge etwa der axialen Länge zweier Schneckengänge auf
der Welle entspricht. Ein derartiger Abstand der Wirkbereiche hat sich für einen störungsfreien
Betrieb als geeignet erwiesen.
[0017] Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß die Ringbälge
aus flexiblem, hochzähem Kunststoff, wie Pur-Zell oder Zell-Vulcolanschaum, bestehen.
Ein derartiges Material hat sich für den rauhen Betrieb beim unterirdischen Vortreiben
von Rohren mit nicht-begehbaren Rohrnennweiten als außerordentlich geeignet erwiesen.
[0018] Die Erfindung wird anhand des in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles
näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 bis 3 den Schürfteil einer unterirdisch arbeitenden Vorrichtung zum Vortreiben
von Rohrleitungen mit einer ringbalgförmigen Grundwasserschleuse in voll geöffneter,
halb geöffneter und geschlossener Stellung, teilweise im Schnitt,
Fig. 4 eine Vorrichtung nach Fig. 1 mit einem Ringbalg als Grundwasserschleuse, wobei
der Vortrieb aus einem Preßschacht heraus erfolgt,
Fig. 5 bis 7 eine Vorrichtung mit zwei im Gegentakt betriebenen ringbalgförmigen Grundwasserschleusen
im Taktbetrieb.
[0019] Der in Fig. 1 dargestellte Schürfteil 1 einer Vorrichtung zum unterirdischen Vortreiben
von Rohrleitungen besteht aus einem Schürf- oder Steuerkopf 3 und einem in der Vortriebsrichtung
nach Pfeil 5 dem Schürfkopf nachlaufenden Nachläufer 7. Dem Nachläufer 7 sind wiederum
Rohrschüsse 9 nachgesetzt, die aus dem in Fig. 4 dargestellten Preßschacht 10 heraus
mittels einer Vortriebsvorrichtung 11 dem Nachläufer 7 und dem Schürfkopf 3 hinterhergedrückt
werden. Dieses Vortriebsverfahren durch Vorpressen einzelner, hintereinander gesetzter
Rohrschüsse 9 und diesen vorlaufender Nachläufer 7 und Schürfköpfe 3 ist bekannt,
ebenso wie die Möglichkeit, den Schürf- oder Steuerkopf 3 vor dem Nachläufer 7 in
der Vortriebsrichtung zu steuern. Einzelheiten der gegeneinander anliegenden Druckflächen
der einzelnen Rohrteile und die Steuerungsvorrichtung für den Schürf- bzw. Steuerkopf
3 sind deshalb nicht näher erläutert.
[0020] Innerhalb des Schürfkopfes 3 befindet sich eine kegelstumpfförmig aufgeweitete Ortsbrust
12. Diese Ortsbrust endet an der Stirn 13 des Schürfkopfes 3, der nach vorn hin eine
Öffnung 14 aufweist, in der eine Schürfscheibe 15 umlaufen kann. Diese Schürfscheibe
15 ist an dem vorderen Ende 16 einer Welle 17 angeordnet, die von der Vortriebsvorrichtung
11 im Preßschacht 10 in Umlauf versetzt wird. Auf der Welle 17 ist eine Förderschnecke
18 angeordnet, mit der von der Schürfscheibe 15 abgetragenes Erdreich zum Preßschacht
zurückgefördert wird.
[0021] Die Welle 17 mit der auf ihr angeordneten Förderschnecke 18 läuft in einem Förderrohr
19 um. Dadurch kann das abgetragene Erdreich innerhalb der Rohrschüsse 9 und des Nachläufers
7 sicher geführt zum Preßschacht 10 geleitet werden. Die Welle 17 mit der Förderschnecke
18 und das Förderrohr 19 sind unterteilt in zusammenfügbare Teilstücke, deren Länge
der Länge der Rohrschüsse entspricht. Die Teilungen sind durch mit T bezeichnete Striche
angedeutet und in ihrer Bauweise bekannt.
[0022] Die Förderschnecke 18 weist innerhalb des Nachläufers 7 einen Unterbrechungsbereich
20a auf. An der Wand des Förderrohres ist innerhalb des Unterbrechungsbereiches 20a
ein als Grundwasserschleuse wirkender, schlauchartiger Ringbalg 21 angeordnet. Der
Ringbalg 21 besteht aus einem flexiblen, hochzähen Kunststoff, insbesondere Schaumkunststoff.
Der Ringbalg 21 ist so ausgebildet, daß er durch Einleiten eines strömungsfähigen
Mediums nach innen aufgeweitet werden kann, und zwar in den Querschnitt 22 des Förderrohres
19 hinein in Richtung auf die Welle 17. Es wäre aber auch denkbar, falls notwendig
oder gewünscht, den Ringbalg 21 an der Welle 17 zu befestigen und nach außen in Richtung
auf die Wand des Förderrohres 19 aufzuweiten. In beiden Fällen wirkt der Ringbalg
21 als Schleusenteil, mit dessen Hilfe der Durchlaßquerschnitt des Rohres 22 verändert
werden kann.
[0023] Das Aufweiten des Ringbalges 21 kann entweder mit Hilfe von Preßluft oder einer Flüssigkeit
erfolgen. Als strömungsfähiges flüssiges Medium kommt vorzugsweise eine inkompressible
Flüssigkeit, beispielsweise Hydraulik-Flüssigkeit, in Betracht.
[0024] Der Unterbrechungsbereich 20a für den Ringbalg 21 muß im Bereich des schürfkopfseitigen
Endes 23 des Förderrohres vorgesehen sein. Sein Abstand von der Schürfscheibe sollte
1,0 m betragen, kann aus konstruktiven Gründen aber auch weiter hinten angeordnet
werden.
[0025] Das strömungsfähige Medium wird über eine Rohrleitung 24 vom Preßschacht 10 her herangeführt.
Ist das Medium eine Hydraulik-Flüssigkeit, dann ist das Rohr 24 hinter einem Durchflußmengen-Meßventil
25 an einer mit 26 bezeichneten Stelle geschlossen. Ist das Aufweitmedium jedoch Luft,
dann ist das Rohr 24 mit einem Rohrteil 24a weitergeführt, bis es schließlich in dem
Schürfraum 27 vor der Ortsbrust 12 mündet. In einer Abzweigung von dem Rohrbereich
24a, die zum Ringbalg 21 führt, befindet sich ein Druckregelventil 28, mit dem sich
der Druck innerhalb des Ringbalges 21 einstellen läßt. Gegebenfalls genügt auch eines
der als Schleusenventile arbeitenden Ventile 25 und 28. Durch eine Austrittsöffnung
24b am Ende des Rohrteiles 24a wird der Schürfraum 27 zusätzlich mit Druckluft beaufschlagt,
wodurch Bodenerosionen vor der Schürfscheibe 15 verhindert oder vermindert werden.
[0026] Um sicherzugehen, daß es im Unterbrechungsbereich 20a keine bleibenden Verstopfungen
gibt, ist eine Spülwasserleitung 29 vorgesehen, die vorzugsweise vor dem Unterbrechungsbereich
20a, jedoch in dessen Nähe, in den Innenraum 31 des Förderrohres 19 mündet. Die Einspritzrichtung
über die Öffnung 32 ist schräg nach hinten gelegt, so daß das Spülwasser unmittelbar
in den Bereich vor dem Ringbalg 21 einspritzt.
[0027] Das Schleusenteil in Form des Ringbalges 21 soll den Querschnitt 22 im Innenraum
31 des Förderrohres 19 in gewünschtem Ausmaß verschließen können, um so eine Anpassung
an die Fließfähigkeit des geschürften Erdreiches herbeizuführen. Enthält das geschürfte
Erdreich einen höheren Grundwasseranteil, dann ist seine Fließfähigkeit größer als
bei einem kleineren Grundwasseranteil. Außerdem ist die Förderfähigkeit des Erdreiches
aufgrund seiner Zusammensetzung bereits unterschiedlich. Um hier eine optimale Anpassung
zu erhalten und damit zu optimalen Vortriebsgeschwindigkeiten zu kommen, ist der Ringbalg
aufblasbar, und Fig. 2 zeigt, daß der Ringbalg 21 beispielsweise den Querschnitt 22
des Innenraumes 31 des Förderrohres 19 zur Hälfte verschließt. Fig. 3 zeigt, wie der
Ringbalg 21 derart aufgeweitet ist, daß er sich an die Welle 17 anlegt. Das bedeutet
einen vollständigen Verschluß des Querschnittes 22, beispielsweise bei Arbeitspausen
oder bei plötzlich einbrechendem Grundwasser. Die Standfestigkeit eines solchen Ringbalges
aus flexiblem, zähem und hochfestem Kunststoff reicht aus für alle im Kanalbaubetrieb
insbesondere bei nicht-begehbaren Rohrnennweiten auftretenden Anforderungen.
[0028] Fig. 5 zeigt eine andere Ausführungsform einer Schürf- und Fördereinrichtung mit
dem Steuerkopf 3 und dem Nachläufer 7a. Der Steuerkopf 3 und der Nachläufer 7a werden
auch in diesem Fall mit Hilfe der nachgesetzten Rohrschüsse 9 aus dem Preßschacht
10 mittels der Vortriebsvorrichtung 11 (Fig. 4) in das anstehende Erdreich vorgetrieben.
Die Zylinderaußenwand 65 des Steuerkopfes 3 hat einen Durchmesser, der dem der Außenwand
66 des Nachläufers 7a und der Außenwand 67 der nachgesetzten Rohrschüsse 9 entspricht.
Innerhalb des Nachläufers 7a befindet sich das Förderrohr 19, in dem die Welle 17
drehbar ist, die die Förderschnecke 18 trägt.
[0029] Die Welle 17 treibt im Bereich der Stirn 13 des Steuerkopfes 3 die Schürfscheibe
15 an. Das Förderrohr 19 mündet innerhalb des Steuerkopfes 3 in die sich kegelstumpfförmig
aufweitende Ortsbrust 12.
[0030] Die Förderschnecke 18 weist innerhalb des Nachläufers 7 Unterbrechungsbereiche 20b
und 20c auf. In der Wand 19a des Förderrohres 19 sind in den Unterbrechungsbereichen
20c und 20b schlauchförmige Ringbälge 39, 41 vorgesehen. Diese Ringbälge 39, 41 bestehen
wieder aus einem flexiblen, hochzähen Kunststoff, beispielsweise einem Schaumkunststoff.
Die Ringbälge 39, 41 sind derart ausgebildet, daß sie beim Einblasen von Preßluft
derart in den Innenraum 31 des Förderrohres 19 aufweitbar sind, daß sie von außen
her die Welle 17 umschließen. Aus diesem Abschottungszustand sind sie jedoch auch
zurückziehbar an die Wand 19a des Förderrohres 19, so daß gefördertes Erdreich an
ihnen vorbei weitergefördert werden kann. Die Ringbälge 39 und 41 werden mit Preßluft
versorgt über die Leitung 24, die über eine Öffnung 24b in den Schürfraum 27 vor der
Ortsbrust 12 mündet. Es sind Auf/Zu-Schleusenventile 49 und 51 vorgesehen, mittels
der die Preßluft in die beiden Ringbälge 49 und 51 einleitbar ist. Die Auf/Zu-Schleusenventile
49 und 51 weisen auch eine nicht dargestellte Luftablaßstellung auf, über die die
Preßluft aus den Ringbälgen in den Hohlraum 33 zwischen der Außenwand des Außenläufers
7a und dem Förderrohr 19 abblasbar ist.
[0031] Weiterhin ist eine Spülwasserleitung 29 vorgesehen, mittels der Spülwasser über Mündungen
55 und 57 in die Unterbrechungsbereiche 20b, 20c einspritzbar ist. In der Spülwasserleitung
29 sind Auf/Zu-Ventile 59 und 61 angeordnet. Die Rohrmündungen 55 und 57 sind so gehalten,
daß einfließendes Spülwasser so in die Unterbrechungsbereiche 20b, 20c einspritzt,
daß es aufgestautes Erdreich in Richtung auf den Preßschacht 10 löst und vortreibt.
Die Auslässe 55 und 57 befinden sich dabei vorzugsweise, in Vortriebsrichtung gesehen,
vor den Unterbrechungsbereichen 20b und 20c.
[0032] In Längsrichtung der Schneckenfördereinrichtung lassen sich drei Förderräume I, II
und 111 unterscheiden. Der Förderraum I befindet sich in Vortriebsrichtung vor der
ersten von dem Ringbalg 39 gebildeten Schleuse A. Es folgt dann der Förderraum II
zwischen den Schleusen A und B, wobei die Schleuse B von dem Ringbalg 41 bildbar ist.
Der Förderraum III befindet sich in Vortriebsrichtung hinter der Schleuse B und führt
zu dem Preßschacht 10.
[0033] Fig. 5 zeigt nun einen Förderzustand, in dem die Schleuse A durch Aufblasen des Ringbalges
39 geschlossen ist. Auch die Spülwasserventile 59 und 61 sind geschlossen. Das Schleusenventil
49 ist geöffnet, das Schleusenventil 51 ist geschlossen. Die Druckluft strömt außer
in den Ringbalg 39 auch noch durch die Ortsbrust 12. Die Schleuse B ist geöffnet.
Dreht sich nun die Welle 17, dann fördert die Schürfscheibe 15 abgetragenes Erdreich
in den Raum I bis vor die Schleuse A. Erdreich, das sich in den Förderräumen II und
III befand, wird von der Förderschnecke 18 zum Preßschacht 10 weggeführt.
[0034] Ist der Förderraum II geleert, dann wird durch Schließen des Schleusenventiles 49
die Luft aus dem Ringbalg 39 in den Raum 33 entleert, und der Ringbalg zieht sich
in Richtung auf die Wand des Förderrohres 19 zurück. Die Schleuse A ist damit geöffnet.
Zugleich wurde das Schleusenventil 51 geöffnet. Damit hat sich der Ringbalg 41 aufgeweitet,
und er umschließt nun fest die Welle 17. Bei diesem in Fig. 6 dargestellten Arbeitszustand
fördert die Schürfscheibe 15 abgetragenes Erdreich an der Schleuse A vorbei bis zur
Schleuse B. Damit füllt sich der Förderraum II auf. Aus dem Förderraum 111 wird abgetragenes
Erdreich weiter in Richtung auf den Preßschacht 10 weggeführt.
[0035] Ist der Förderraum II aufgefüllt, dann wird wieder die Schleuse B geschlossen, während
sich die Schleuse A öffnet. Durch dieses gegensinnige Öffnen und Schließen erfolgt
ein periodisches Auffüllen und Entleeren des Förderraumes II. Dieses gegensinnige
Öffnen und Schließen kann nach einem fest vorgegebenen Takt automatisch gesteuert
werden; es ist aber auch möglich, die Taktlänge von der Geschwindigkeit des Verfüllens
durch besondere Sonden einzeln zu bestimmen und teilgeschlossene Zwischenstellungen
einzuführen.
[0036] Es hat sich als geeignet erwiesen, den Abstand zwischen zwei Schneckenunterbrechungen
20b, 20c bzw. zwei Schleusen A, B in axialer Länge etwa auf die Länge von zwei Schneckengängen
zu bemessen. Es ist ohne weiteres möglich, weitere Schleusen nachzuschieben, um evtl.
noch eine größere Dichtung herbeizuführen.
[0037] Fig. 7 zeigt nun einen Zustand, wo evtl. das abgetragene Erdreich die Unterbrechungsbereiche
20b und 20c verstopft hat. In diesem Fall werden die Spülwasserventile 59 und 61 bei
geöffneten Schleusen A, B geöffnet, so daß das Spülwasser in der Förderrichtung in
die Unterbrechungsbereiche 20b, 20c einspritzen kann, bis sich das verfestigte Erdreich
durch Aufschwemmen gelöst hat und dann in Richtung auf den Preßschacht 10 weiter gefördert
werden kann.
1. Schürf- und Fördereinrichtung an einer unterirdisch arbeitenden Vortriebsvorrichtung
(11) für Rohrleitungen mit vorzugsweise nicht-begehbarem Nennquerschnitt, die von
einem Preßschacht (10) aus in das anstehende Erdreich eingetrieben wird und aus einem
Schürfkopf (3) und wenigstens einem diesen vorpressenden Nachläufer (7, 7a) und nachgepreßten
Produktrohrschüssen (9) besteht, wobei im Stirnbereich (12) des Schürfkopfes (3) eine
Schürfscheibe (15) umläuft, die von einer Welle (17) in Umlauf versetzt wird, wobei
die Welle (17) mit Abstand von einem Förderrohr (19, 29) umgeben ist, dessen Wand
(19) im Bereich des Schürfkopfes (3) gegenüber dessen Außenzylindermantel (65) abgeschottet
ist, wobei im Förderrohr (19) Fördermittel (18) zum Zurückfördem des Schürfgutes in
Richtung auf den Schacht (10) vorgesehen sind, und wobei im Förderquerschnitt zwischen
der Welle (17) und der Förderrohrwand (19a) gegen Grundwassereinbrüche wirkende Schleusenmittel
(21) vorgesehen sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Schleusenmittel (21) aus wenigstens
einem mittels eines strömungsfähigen Mediums aufweitbaren Ringbalg bestehen, durch
den sich die Welle (17) hindurch erstreckt und mit dem entsprechend dem Abschottungsbedarf
und dem Ausmaß des Aufweitens der Förderquerschnitt (22) ganz oder teilweise verschlossen
wird oder völlig offen bleibt.
2. Schürf- und Fördereinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in einem
gegenseitigen Abstand zwei Ringbälge (39, 41) vorgesehen sind.
3. Schürf- und Fördereinrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die
Ringbälge (39, 41) zur Ausbildung einer Abschottung periodisch gegensinnig schleusenbildend
aufweitbar und wieder zurückziehbar sind.
4. Schürf- und Fördereinrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß auf der Welle (17) eine Förderschnecke (18) vorgesehen und der Arbeitsbereich
der Ringbälge (39, 41) frei ist von Förderschneckenteilen.
5. Schürf- und Fördereinrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß der oder die Ringbälge (21, 39, 41) an der Förderrohrwand (19) angeordnet und
von dort aus nach innen aufweitbar sind.
6. Schürf- und Fördereinrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß das strömungsfähige Medium Preßluft oder eine Flüssigkeit ist.
7. Schürf- und Fördereinrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß das
strömungsfähige Medium eine inkompressible Flüssigkeit ist.
8. Schürf- und Fördereinrichtung nach den Ansprüchen 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß der Zufluß des strömungsfähigen Mediums zu den Ringbälgen (21, 39, 41) regelbar
ist mittels Schleusenventilen (25, 28, 49, 51) in das Medium zuführenden Leitungen
(24).
9. Schürf- und Fördereinrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß beim
Einsatz von Preßluft als strömungsfähiges Medium diese außer der besonders geregelten
Zufuhr zu den Ringbälgen (21, 39, 41) ständig in den Schürfbereich (17) des Schürfkopfes
(3) von der Ortsbrust (12) eindrückbar ist.
10. Schürf- und Fördereinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine
Spülleitung (29) vorgesehen ist, mittels der Spülwasser, in Vortriebsrichtung gesehen,
vorzugsweise jeweils vor den Wirkbereichen (20a bis 20c) der Ringbälge, in diese Wirkbereiche
(20a bis 20c) einspritzbar ist.
11. Schürf- und Fördereinrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der
Abstand zwischen zwei Wirkbereichen (20b, 20c) der Ringbälge etwa der axialen Länge
zweier Schneckengänge auf der Welle (17) entspricht.
12. Schürf- und Fördereinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der
Ringbalg (21) aus flexiblem, hochzähem Kunststoff, insbesondere flexiblem, hochzähem
Schaumkunststoff, besteht.
1. Dispositif de creusement et d'extraction d'une installation d'avance (11) travaillant
sous terre pour des conduites avec, de préférence, une section nominale non praticable,
qui est percée depuis un puits aggloméré (10) dans le sous-sol existant et se compose
d'une tête de creusement (3) et au moins d'un corps suiveur (7, 7a) pressant celle-ci
vers l'avant et de viroles tubulaires de produit (9), un disque de creusement (15)
tournant à cette occasion dans la zone frontale (12) de la tête de creusement (3),
qui est déplacé en rotation par un arbre (17), l'arbre (17) étant, à cette occasion
entouré à une certaine distance par un tube d'extraction (19, 29), dont la paroi (19)
est cloisonnée vis-à-vis de son enveloppe extérieure (65) cylindrique, dans la zone
de la tête de creusement (3), des moyens de transports (18) étant à cette occasion
prévus dans le tube d'extraction (19) pour ramener le produit issu du creusement en
direction du puits (10) et des moyens de sas (21) étant prévus à cette occasion dans
la section de l'extraction, entre l'arbre (17) et la paroi de tube de transport (19a),
agissant contre les irruptions d'eau souterraine, caractérisé en ce que le moyen de
sas (21) se compose d'au moins un soufflet annulaire extensible au moyen d'un fluide
capable de s'écouler, à travers lequel s'étend l'arbre (17) et avec lequel il est
partiellement ou complètement obturé ou reste complètement ouvert, en fonction du
besoin de cloisonnement et de la taille de l'élargissement de la section de l'extraction
(22).
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que les deux soufflets annulaires
(39, 41) sont prévus à distance réciproque.
3. Dispositif selon la revendication 2, caractérisé en ce que les soufflets annulaires
(39, 41) sont périodiquement extensibles et rétractables à nouveau, à contre sens
et en formant un sas, pour réaliser un cloisonnement.
4. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 ou 2, caractérisé en ce
que'une vis d'extraction (18) est prévue sur l'arbre (17) et que la zone de travail
des soufflets annulaires (39, 41) est exempte des parties de vis d'extraction.
5. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 ou 2, caractérisé en ce
que le ou les soufflet(s) annulaire(s) (21, 39, 41) sont disposés sur la paroi de
tube d'extraction (19) et sont extensibles à partir de là vers l'intérieur.
6. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 ou 2, caractérisé en ce
que le fluide capable de s'écouler est de l'air comprimé ou un liquide.
7. Dispositif selon la revendication 6, caractérisé en ce que le fluide capable de
s'écouler est un liquide incompressible.
8. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 ou 2, caractérisé en ce
que l'amenée aux soufflets annulaire (21, 39, 41) de fluide capable de s'écouler est
susceptible d'être réglée au moyen de soupapes de sas (25, 28, 49, 51) situées dans
les conduites (24) amenant le fluide.
9. Dispositif selon la revendication 6, caractérisé en ce que, dans le cas d'utilisation
d'air comprimé pour le fluide capable de s'écouler, cet air est constamment admissible
sous pression dans la zone de creusement (17) de la tête de creusement (3) du front
d'attaque (12), à l'exception de l'amenée spéciale réglée aux soufflets annulaires
(21, 39, 41).
10. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'une conduite de rinçage
(29) est prévue au moyen de laquelle de l'eau de rinçage est susceptible d'être injectée,
vu dans le sens d'avancement, de préférence chaque fois devant les zones d'action
(20a à 20c) des soufflets annulaires, dans ces zones d'action (20a à 20c).
11. Dispositif selon la revendication 2, caractérisé en ce que la distance entre deux
zones d'action (20b, 20c) des soufflets annulaires correspond approximativement à
la longueur axiale de deux pas de vis sur l'arbre (17).
12. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 ou 2, caractérisé en ce
que le soufflet annulaire (21) est composé d'une matière plastique flexible à haute
dureté, en particulier une mousse de matière plastique flexible à haute dureté.
1. Excavating and conveying equipment at an underground advancing equipment (11) for
pipe ducts of preferably inaccessible nominal cross-section, which equipment is driven
from a press shaft (10) into the soil that is present and consists of an excavator
head (3), at least one follower (7, 7a) pressing this forward and product pipe lengths
(9) pressed on from behind, wherein an excavator disc (15) is set into rotation by
a shaft (17) and rotates in the end region (12) of the excavator head (3), wherein
the shaft (17) is surrounded at a spacing by a conveyor pipe (19, 29), the wall (19)
of which is partitioned off in the region of the excavator head (3) from the outer
cylindrical shell (65) thereof, wherein conveyor means (18) for the rearward conveying
of the excavated material in the direction of the shaft (10) are provided in the conveyor
pipe (19) and wherein sluice means (21) acting against inrushes of ground water are
provided between the shaft (17) and the conveyor pipe wall (19a), characterised thereby,
that the sluice means (21) consist of at least one annular bellows, which is distendable
by means of a flowable medium and through which the shaft (17) extends and by which
the conveying cross-section (22) is closed entirely or partially or remains fully
open in accordance with the need for partitioning and the extent of the distension.
2. Excavating and conveying equipment according to claim 1, characterised thereby,
that two annular bellows (39, 41) are provided at a mutual spacing.
3. Excavating and conveying equipment according to claim 2, characterised thereby,
that the annular bellows (39, 41) are for the formation of a partition periodically
distensible in opposite sense while forming a sluice and again retractable.
4. Excavating and conveying equipment according to either claim 1 or claim 2, characterised
thereby, that a conveyor worm (18) is provided on the shaft (17) and the operating
range of the annular bellows (39, 41) is free of conveyor worm parts.
5. Excavating and conveying equipment according to either claim 1 or claim 2, characterised
thereby, that the or each annular bellows (21, 39, 41) is or are arranged at the conveyor
pipe wall (19) and distensible inwardly from there.
6. Excavating and conveying equipment according to either claim 1 or claim 2, characterised
thereby, that the flowable medium is compressed air or a liquid.
7. Excavating and conveying equipment according to claim 6, characterised thereby,
that the flowable medium is an incompressible liquid.
8. Excavating and conveying equipment according to either claim 1 or claim 2, characterised
thereby, that the inflow of the flowable medium to the annular bellows (21, 39, 41)
is regulable by means of sluice valves (25, 28, 49, 51) in ducts (24) supplying the
medium.
9. Excavating and conveying equipment according to claim 6, characterised thereby,
that on the use of compressed air as the flowable medium, this is - apart from the
specially regulated feed to the annular bellows (21, 39, 41) - constantly impressible
from the face shield (12) into the excavating range (17) of the excavator head (3).
10. Excavating and conveying equipment according to claim 1, characterised thereby,
that a rinsing duct (29) is provided, by means of rinsing water is injectable into
the operating ranges (20a to 20c) of the annular bellows, preferably in front of these
operating ranges (20a to 20c) as seen in direction of advance.
11. Excavating and conveying equipment according to claim 2, characterised thereby,
that the spacing between two operating ranges (20b, 20c) of the annular bellows about
corresponds to the axial length of two worm pitches on the shaft (17).
12. Excavating and conveying equipment according to claim 1, characterised thereby,
that the annular bellows (21) consists of flexible and highly tough synthetic material,
in particular of flexible and highly tough synthetic foam material.