[0001] Die Erfindung betrifft eine drehbare Steckkupplung für den Anschluß eines mit elektrischen
Leitern versehenen Saugschlauches an ein Staubsaugergehäuse, bei welcher Steckkupplung
im oder am Saugschlauch vorgesehene elektrische Leitungen über eine bewegliche Kontaktanordnung,
die aus an einer mit dem Saugschlauch verbundenen steckbaren Kupplungshülse und einer
am Staubsaugergehäuse vorgesehenen Kupplungsaufnahme angeordneten Schleifringen
und Schleifkontakten besteht, mit einem im Staubsaugergehäuse vorhandenen Stromkreis
elektrisch verbunden sind, wobei die Schleifringe und Schleifkontakte gleichzeitig
die mechanische Trennstelle des Stromkreises in der Steckkupplung bilden.
[0002] Eine solche Kupplung ist durch die DE-AS 17 28 486 bekannt. Bei dieser Kupplung sind
am Innenumfang der am Staubsaugergehäuse vorgesehenen Kupplungsaufnahme zwei Schleifringe
in axialem Abstand angeordnet. Am Außenumfang der mit dem Saugschlauch verbundenen
Kupplungshülse befinden sich zwei radial vorstehende Kontaktstifte, die als Schleifkontakte
dienen. Diese Kontaktstifte sind umfangsmäßig gegeneinander versetzt und in axialer
Richtung um das gleiche Maß wie die Schleifringe voneinander beabstandet. Um die Kupplungshülse
in die Kupplungsaufnahme einführen zu können weist diese entsprechende, sich in axialer
Richtung erstreckende Nuten auf, durch die die radial vorstehenden Kontaktstifte
bis zu den Schleifringen hin durchgeschoben werden können.
[0003] Eine derartige Ausbildung einer Steckkupplung hat verschiedene Nachteile. Zunächst
sind die radial vorstehenden Kontaktstifte ständig der Gefahr einer Beschädigung ausgesetzt.
Die am Innenumfang der Kupplungsaufnahme befindlichen Schleifringe können leicht
verschmutzt werden. Die Kupplungshülse des Saugschlauches kann nur in bestimmten
Stellungen in die Kupplungsaufnahme eingeführt werden. Bei jedem Einstecken einer
Kupplungshülse in die Kupplungsaufnahme gleitet der eine Kontaktstift quer über den
einen Schleifring, wodurch störende Riefen entstehen können. Durch die axiale Beabstandung
der Schleifringe ergibt sich eine relativ große axiale Länge der Kupplungsteile. Infolge
dieser Länge treten bei quer zur Längsrichtung der Kupplung wirkendem Zug des Saugschlauches
hohe Momentenkräfte innerhalb der Kupplung auf.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Steckkupplung der eingangs beschriebenen
Art zu schaffen, die diese Nachteile nicht aufweist.
[0005] Die Lösung der gestellten Aufgabe gelingt nach der Erfindung dadurch, daß die Schleifringe
in radialer Richtung konzentrisch an dem in die Kupplungsaufnahme einsteckbaren Teil
der Kupplungshülse und die Schleifkontakte in der Kupplungaufnahme unter Federkraft
axial beweglich angeordnet sind. Die Schleifringe sind dabei vollkommen aus dem durch
Schmutz beaufschlagbaren Bereich herausgenommen. Beim Zusammenstecken der Kupplung
gleiten die Teile der Schleifkontaktanordnung nicht mehr übereinander, so daß auch
keine Beschädigungen auftreten können. Auch über die Außenkontur vorstehende und damit
einer Gefährdung ausgesetzten Teile sind bei der beschriebenen Ausbildung der Kupplung
nicht vorhanden. Durch die radial konzentrisch zueinander angeordneten Schleifringe
ergibt sich eine entsprechende Verkürzung der axialen Baulänge der Kupplungsteile.
[0006] Zur Montageerleichterung trägt es wesentlich bei, daß die Schleifringe an einem ringförmigen
Träger angeordnet sind, der außen auf ein Innenrohr der Kupplungshülse aufsteckbar
und in seiner Lage an dem Innenrohr fixierbar ist. Dadurch, daß die Schleifringe in
konzentrisch zueinander ausgebildeten Nuten des Trägers eingesetzt sind, ergibt sich
eine sehr stabile und vor eventuellen Verformungen schützende Anordnung der Schleifringe.
[0007] In solchen Nuten können die Schleifringe durch angeformte Befestigungslaschen, die
auf der der Schleifseite gegenüberliegenden Seite durch entsprechende Öffnungen des
Trägers hindurchgesteckt und verstemmt sind, sehr sicher gehalten werden.
[0008] Die Schleifkontakte wiederum werden zweckmäßigerweise ebenfalls an einem gesonderten
Kontaktträger angeordnet. Dabei können die Schleifkontakte an dem Kontaktträger durch
eine Dreipunktauflage entsprechend verspannt werden. Zur Erzeugung des notwendigen
Anlagedruckes der Schleifkontakte an den Schleifringen werden die Schleifkontakte
durch die Schleifringe gegen die Verspannung am Kontaktträger etwas verstellt. Dies
wird durch den im Kontaktträger vorhandenen Bewegungsfreiraum ermöglicht.
[0009] Anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles wird der Anmeldungsgegenstand
nachfolgend näher beschrieben. Es zeigt:
FIG 1 eine vollständige Kupplung im Schnitt,
FIG 2 eine Draufsicht eines Kontaktträgers für die Schleifkontakte,
FIG 3 eine Draufsicht eines Kontaktträgers für die Schleifringe,
FIG 4 einen Schnitt entlang der Linie IV-IV in FIG 3.
[0010] Mit 1 ist ein angedeutetes Staubsaugergehäuse bezeichnet, an dem eine den Saugeinlaß
bildende Kupplungsaufnahme 2 vorgesehen ist. Ein Saugschlauch 3 ist mit einer an seinem
einen Ende angeordneten Kupplungshülse 5 in die Kupplungsaufnahme 2 eingesteckt und
wird durch eine in der Zeichnung nicht im Detail dargestellte, beispielsweise durch
das DE-GM 85 22 551 bekannte Rasteinrichtung 4, verdrehbar gehalten.
[0011] Die Kupplungshülse 5 ist entsprechend dem Anschluß des Saugschlauches 3 auf der
Oberseite des Staubsaugergehäuses 1 abgewinkelt ausgebildet. An ihrem in die Kupplungsaufnahme
2 einführbaren Ende weist die Kupplungshülse 5 ein Innenrohr 6 auf, das in einen rohrförmigen
Teil 7 der Kupplungsaufnahme 2 mündet. Das Innenrohr 6 ist von einem zum Ende des
Innenrohres hin offenen Rohransatz 8 konzentisch umgeben, der mit seinem freien Ende
in die nach außen entsprechend erweiterte Kupplungsaufnahme 2 eingreift. Zwischen
dem Innenrohr 6 und dem Rohransatz 8 besteht ein Ringraum 9, der zur Aufnahme der
Rasteinrichtung 4 und eines Trägers 10 für Schleifringe 11 und 12 dient, die in entsprechende
Nuten 13 und 14 des Trägers 10 eingesetzt sind. Der Träger 10 ist außen auf das Innenrohr
6 aufgeschoben und wird durch einen mit Krallen 15 versehenen Schieber 16 auf dem
Innenrohr 6 gehalten. Zur weiteren Lagefixierung des Trägers 10 dienen Anschlagrippen
am Rohransatz 8, die außerdem ein Mindestspiel zur leichten Betätigung der Rasteinrichtung
4 sicherstellen. Mittel eines radial vorstehenden Zapfens 38, der in einen entsprechenden,
in der Zeichnung nicht sichtbaren Schlitz in der Wand der Kupplungshülse 5 eingreift,
ist der Träger 10 gegen Verdrehen gesichert. Durch diesen Zapfen 38 erfolgt auch gleichzeitig
die richtige Positionierung des Trägers im Hinblick auf den elektrischen Anschluß
der Schleifringe 11 und 12.
[0012] Durch die Anordnung der Schleifringe 11 und 12 in den Nuten 13 und 14 sind diese
gegen Verformungen geschützt. Außerdem ist die Montage der Schleifringe 11 und 12
dadurch sehr vereinfacht, da diese lediglich in die angefasten Nuten 13 und 14 eingeschoben
werden brauchen. Die axiale Halterung der Schleifringe 11 und 12 in den Nuten 13
und 14 erfolgt mittels Befestigungslaschen 17, die in am Träger 10 vorgesehene Öffnungen
18 eingesteckt und in diesen Öffnungen 18 verstemmt sind, wie dies die FIG 4 zeigt.
Dabei ist es besonders vorteilhaft, daß sich die Öffnungen 18 nach außen hin konisch
erweitern. Der Anschluß von Zwischenleitungen 19 an die Schleifringe 11 und 12 erfolgt
auf der dem Nutgrund zugewandten Seite der Schleifringe 11 und 12. Hierzu sind an
dem Träger 10 Aussparungen 20 vorhanden, die den Durchtritt der Zwischenleitungen
19 gestatten (FIG 3).
[0013] Mit den Schleifringen 11 und 12 zusammenwirkende Schleifkontakte 21 und 22 sind an
einem gesonderten, mit dem Staubsaugergehäuse 1 im Bereich der Kupplungsaufnahme 2
verbindbaren Kontaktträger 23 angeordnet. Die Schleifkontakte 21 und 22 bestehen aus
S-förmig gebogenen Metallstreifen, an deren einem Ende 24 eine Zuführleitung 26 angeschlossen
ist. Mit ihrem anderen Ende 25 liegen die Schleifkontakte 21 und 22 an den Schleifringen
11 und 12 federnd an und stellen somit die elektrische Verbindung her.
[0014] Die Schleifkontakte 21 und 22 sind so geformt, daß sie in ihrer Ruhelage, d.h. bei
nicht eingesteckter Kupplungshülse 5, durch eine Dreipunktauflage verspannt sind.
Diese Dreipunktauflage wird durch eine Anschlagleiste 27, an der die Schleifkontakte
21 und 22 jeweils mit ihrem einen Ende 24 anliegen, eine Stützleiste 28, auf der
die Schleifkontakte 21 und 22 im Bereich ihres einen S-Bogens aufliegen und durch
Rastzungen 29, die an elastischen Laschen 30 angeformt sind und an denen die Schleifkontakte
21 und 22 im Bereich ihres anderen S-Bogens anliegen, gebildet. An jeder Anschlagleiste
ist jeweils eine Haltenocke 27a angeformt, die durch eine entsprechende Öffnung in
dem einen Ende 24 der Schleifkontakte 21 und 22 hindurchgreift und somit den betreffenden
Schleifkontakt 21 bzw.22 in senkrechter Richtung sichert. Ferner ist an jedem Schleifkontakt
noch eine Anschlagzunge 27b angestanzt, die mit ihrem freien Ende seitlich an der
Stützleiste 28 anliegt und dadurch den jeweiligen Schleifkontakt 21 bzw.22 in waagrechter
Richtung sichert.
[0015] Unterhalb des anderen S-Bogens ist an dem Kontaktträger 23 ein Bewegungsfreiraum
31 vorhanden, so daß die Schleifkontakte 21 und 22 beim Einstecken der Kupplungshülse
5 in die Kupplungsaufnahme 2 aus ihrer Ruhelage, in der sie mit ihrem anderen S-Bogen
durch die Verspannung an den Rastzungen 29 der Laschen 30 anliegen entsprechend ausweichen
können. Durch die Verspannung wird dabei ein ausreichender Kontaktdruck erzeugt,
der die Schleifkontakte 21 und 22 in Anlage an den Schleifringen 11 und 12 hält. Die
Laschen 30 sind durch Einschnitte 32 in den Seitenwänden 33 des Bewegungsfreiraumes
31 gebildet.
[0016] In einem mit dem Saugschlauch 3 verbundenen Anschlußkasten 34 ist eine Leiterplatte
35 eingesetzt, an der die Zwischenleitungen 19 mit im Mantel des Saugschlauches 3
verlegten Steuerleitungen 36 verbunden sind. Durch eine auf an der Kupplungshülse
5 angeformte Rastnocken aufschnappbare Abdeckung 39 wird ein Leitungskanal 37 für
die Zwischenleitungen 19 gebildet, so daß keine freiliegenden Leitungsteile mehr vorhanden
sind. Die Abdeckung 39 greift mit einer Verschlußlasche 40 in eine Einführöffnung
41 des Anschlußkastens 34 ein. Hierdurch wird der Anschlußkasten 34 nicht nur verschlossen,
sondern die Zwischenleitungen 19 gegen Verdrehen gesichert.
1. Drehbare Steckkupplung für den Anschluß eines mit elektrischen Leitern versehenen
Saugschlauches an ein Staubsaugergehäuse, bei welcher Kupplung im oder am Saugschlauch
vorgesehene elektrische Leitungen über eine drehbewegliche Kontaktanordnung, die
aus an einer mit dem Saugschlauch verbundenen, steckbaren Kupplungshülse und einer
am Staubsaugergehäuse vorgesehenen Kupplungsaufnahme angeordneten Schleifringen und
Schleifkontakten besteht, mit einem im Staubsaugergehäuse vorhandenen Stromkreis
elektrisch verbunden sind, wobei die Schleifringe und Schleifkontakte gleichzeitig
die mechanische Trennstelle des Stromkreises in der Steckkupplung bilden, dadurch gekennzeichnet, daß die Schleifringe (11 und 12) in radialer Richtung konzentrisch an dem in die
Kupplungsaufnahme (2) einsteckbaren Teil (6) der Kupplungshülse (5) und die Schleifkontakte
(21 und 22) in der Kupplungsaufnahme (2) unter Federkraft axial beweglich angeordnet
sind.
2. Kupplung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schleifringe (11 und 12) an einem ringförmigen Träger (10) angeordnet sind,
der außen auf ein Innenrohr (6) der Kupplungshülse (5) aufsteckbar und in seiner Lage
an dem Innenrohr (6) fixierbar ist.
3. Kupplung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Schleifringe (11 und 12) in an dem Träger (10) konzentrisch zueinander ausgebildete
Nuten (13 und 14) eingesetzt sind.
4. Kupplung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Schleifringe (11 und 12) durch Verstemmen von an der ihrer Schleifseite
gegenüberliegenden Seite angeformten, durch entsprechende Öffnungen (18) des Trägers
(10) hindurchragenden Befestigungslaschen (17) gehalten sind.
5. Kupplung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Schleifkontakte (21 und 22) an einem gesonderten, im Bereich der Kupplungsaufnahme
(2) an dem Staubsaugergehäuse (1) anbaubaren Kontaktträger (23) angeordnet sind.
6. Kupplung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Schleifkontakte (21 und 22) aus einem elastischen Material bestehen und durch
eine Dreipunktauflage (27,28,29) in Kontaktrichtung zu den Schleifringen (11 und
12) hin in ihrer Ruhelage verspannt sind und daß am Kontaktträger (23) in Gegenrichtung
zu der Verspannung ein Bewegungsfreiraum (31) für die Schleifkontakte (21 und 22)
ausgebildet ist.
7. Kupplung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens an einer Seitenwand (33) des Bewegungsfreiraumes (31) durch Einschnitte
(32) eine elastische Lasche (30) gebildet und an deren freiem Ende eine Rastzunge
(29) angeformt ist, welche den in dem Bewegungsfreiraum angeordneten Teil des Schleifkontaktes
(21 bzw.22) entsprechend übergreift.