[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Überwachungssystem entsprechend dem Oberbegriff
des Anspruchs 1.
[0002] Bei der Benutzung der temporären Verbindungsleitungen zwischen zwei oder mehreren
Rohrleitungen besteht insbesondere bei automatisiert betriebenen Anlagen das Problem,
festzustellen, ob bestimmte Rohrleitungsenden jeweils offen oder mit einem Schlauch
gekuppelt sind. Dieses Problem stellt sich insbesondere dann, wenn in diesen Rohrleitungen
umweltgefährdende, toxische oder brennbare Stoffe transportiert werden, deren unkontrolliertes
Austreten in die Umgebung in jedem Fall verhindert werden muß. Lediglich beispielhaft
sei in diesem Zusammenhang die Beschickung einer Industrieanlage mit verschiedenen
Flüssigkeiten aus unterschiedlichen Tanklagern genannt, wobei die Verknüpfung der
Rohrleitungen der Tanklager einerseits und derjenigen der Industrie anlage andererseits
über flexible oder starre Verbindungsleitungen hergestellt wird. Da die einzelnen
Rohrleitungen mit ferngesteuerten Pumpen und Absperrorganen zusammenwirken, sind
beim Anschließen der Verbindungsleitungen sowie bei der Förderung des Produktes aus
den Tanklagern in die genannte Anlage zahlreiche Fehlhandlungen vorstellbar, die zum
Teil ein beträchtliches Sicherheitsrisiko mit sich bringen.
[0003] Es müssen in diesem Zusammenhang häufig nichtmetallische, elektrisch leitfähige Schläuche
eingesetzt werden, um lokale elektrostatische Aufladungen zu verhindern. Hieraus kann
eine weitere Gefahrenquelle durch den Betriebszustand der Verbindungsleitungen selbst
entstehen, die als Folge äußerer Einwirkungen beispielsweise erheblich beschädigt
und damit in ihrer elektrischen Leitfähigkeit beeinträchtigt werden können.
[0004] Aus der Tatsache, daß der Verknüpfungszustand der Enden der Rohrleitungen eines Tanklagers
einerseits und der Enden einer Industrieanlage andererseits nicht zentral unmittelbar
verfügbar ist, ergibt sich der weitere Nachteil, daß zur Kontrolle der aus dem Tanklager
transportierten Produktmengen jeder Pumpe ein Zähler zugeordnet werden muß, woraus
sich ein bedeutender Kostenfaktor ergibt.
[0005] Es ist daher die Aufgabe der Erfindung, ein Überwachungssystem für den Verknüpfungszustand
zwischen wenigstens zwei Rohrleitungen der eingangs bezeichneten Gattung zu entwerfen,
durch welches der Zustand der Verbindungsleitungen zwischen den genannten Rohrleitungen
einwandfrei überprüfbar ist und wobei aus dieser Überprüfung Sicherheitsfunktionen,
die den Produktfluß über die temporäre Verbindung betreffen, abgeleitet werden. Gelöst
ist diese Aufgabe bei einem gattungsgemäßen Überwachungssystem durch die Merkmale
des Kennzeichnungsteils des Anspruchs 1. Erfindungswesentlidh ist, daß ein geschlos
sener elektrischer Stromkreis, der durch die Verbindungsleitung beispielsweise einen
flexiblen Verbindungssschlauch, die Enden der zu verknüpfenden Rohrleitungen und eine
Überwachungseinrichtung gebildet wird, zur Überprüfung des Betriebszustands der Verknüpfung
herangezogen wird. Diese Überprüfung besteht im wesentlichen in einer Prüfung der
elektrischen Leitfähigkeit einer Strecke, die durch das Ende der einen Rohrleitung,
die Verbindungsleitung und das Ende der anderen Rohrleitung begrenzt wird. Erkennbar
ist aus einer derartigen Überprüfung unmittelbar, ob überhaupt eine Verbindungsleitung
angekuppelt ist bzw. ob die Verbindungsleitung gegebenenfalls beschädigt ist, sofern
diese Beschädigung in einer Vermiderung der elektrischen Leitfähigkeit zum Ausdruck
kommt. Erfindungswesentlich ist ferner, daß von der genannten Überwachungseinrichtung
und ausschließlich durch diese eine Steuereinrichtung aktiviert wird, durch welche
die Absperrorgane der über die Verbindungsleitung zu verknüpfenden Rohrleitungen
geöffnet werden. Diese Verknüpfung zwischen der Überwachungs- und der Steuereinrichtung
wird erfindungsgemäß dazu benutzt, daß vor der Öffnung der Absperrorgane automatisch
eine Sic herheitsüberprüfung der Verknüpfung stattfindet, wobei eine Öffnung unterbleibt,
wenn Störungen der dargestellten Art erkannt werden. Wesentlich ist hierbei ferner,
daß auch während des laufenden Produktflusses eine kontinuierliche Überwachung des
Betriebszustands der Verknüpfung möglich ist, wobei wiederum bei plötzlich auftretenden
Störungen ein selbsttätiges Schließen der an den Enden der Rohrleitungen angeordneten
Absperrorgane ausgelöst wird.
[0006] Aufgrund der Merkmale des Anspruchs 2 ist die elektrisch leitfähige Verbindungsleitung
gegenüber den Rohrleitungen isoliert angeordnet. Gegebenenfalls können Widerstände
zur Ableitung statischer Elektrizität vorgesehen sein, durch welche die genannten
isolierten Verknüpfung der Verbin dungsleitung überbrückt werden. Es werden bei Anlegen
einer Spannung an die eingangs genannte Strecke im Bereich der Endstücke definierte
Potentialverhältnisse geschaffen, welche ein eindeutiges Erkennen von Störungen im
Bereich jeder Verbindungsleitung ermöglichen.
[0007] Die Merkmale des Anspruchs 3 bringen den Vorteil mit sich, daß die Rohrleigungsenden,
die miteinander verknüpft sind, stets eindeutig identifieziert werden, woraus sich
insbesondere bei automatisiert betriebenen Anlagen der Vorteil ergibt, daß der Verknüpfungszustand
zwischen den unterschiedlichen gruppen von Rohrleitungen beispielsweise in einer
Schaltwarte stets genau verfügbar ist. Aufgrund dieser Information kann beispielsweise
das Signal eines Zählers grundsätzlich auch unterschiedlichen Pumpen zugeordnet werden.
Aus der zentralen Verfügbarkeit des Verknüpfungszustands der Rohrleitungsenden ergibt
sich der weitere Vorteil, daß Fehlverbindungen aufgrund von Verwechslungen schnell
erkennbar sind, ein Gesichtspunkt, der insbesondere bei komplexen Anlagen von großer
Bedeutung ist.
[0008] Die Merkmale der Ansprüche 4 bis 6 sind auf unterschiedliche Varianten gerichtet,
die sich im wesentlichen durch die Zahl der miteinander zu verknüpfenden Rohrleitungen
unterscheiden. So kann beispielsweise die Identifizierung von zwei Leitungen durch
die Polarität der an deren jeweilige Enden gelegten Gleichspannung bzw. die Richtung
des durch diese sich in dem jeweiligen Stromkreis ergebenden Stromes vorgenommen
werden. Die Identifizierung einer bestimmten Verbindung wird somit anhand des jeweiligen
Stromkreises in Verbindung mit der jeweiligen Stromrichtung vorgenommen. Im allgemeinsten
Fall hingegen, in dem einer ersten Gruppe von Leitungen eine zweite Gruppe von Leitungen
gegenübersteht, findet erfin dungsgemäß ein zeitlich gestaffeltes Überprüfen der
einzelnen Stromkreise statt, wobei nunmehr die Identifizierung einer bestimmten Verbindung
mittels des jeweiligen Stromkreises in Verbindung mit einem Taktsignal erfolgt. Somit
stehen - von dem einfachen Fall der Verbindung lediglich zweier Rohrleitungen abgesehen
- stets zwei Parameter zur Identifizierung der jeweils gekuppelten Rohrleitungen zur
Verfügung.
[0009] Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den folgenden, anhand
der Zeichnungen schematisch wiedergegebenen Ausführungsbeispielen. Es zeigen:
Fig. 1 ein erstes Ausführungsbeispiel eines Überwachungssystems mit lediglich zwei
Rohrleitungen;
Fig. 2 ein zweites Ausführungsbeispiel eines Überwachungssystems, bei dem einer Rohrleitung
fünf Rohrleitungen gegenüberstehen;
Fig. 3 ein drittes Ausführungsbeispiel eines Überwachungssystems, bei dem zwei Rohrleitungen
sechs Rohrleitungen gegenüberstehen;
Fig. 4 eine Darstellung des allgemeinsten Falles eines Überwachungssystems, bei dem
zwei Gruppen von Rohrleitungssystemen einander gegenüberstehen.
[0010] Mit 1 ist in Fig. 1 eine Rohrleitung bezeichnet, welche an ihrem einen Ende mit einem
Anschlußflansch 2 versehen ist. Es ist diese Rohrleitung 1 über eine Verbindungsleitung
3 an eine Rohrleitung 4 angeschlossen, die an ihrem, der Verbindungsleitung 3 zugekehrten
Ende einen Anschlußflansch 5 aufweist. Die Verbindungsleitung 3 weist an ihren beiden
Enden Kupplungen 6 auf, welche die Verbindungsglieder zu Endstücken 7 bilden, die
an ihren jeweiligen, den Rohrleitungen 1, 4 zugekehrten Enden Anschlußflansch 8 aufweisen.
[0011] Die durch die Paarungen der Anschlußflansche 2, 8 bzw. 5, 8 gebildeten Flanschverbindungen
sind elektrisch isolierend ausgestaltet, wobei zur Vermeidung lokaler elektrostatischer
Aufladungen Widerstände 9 vorgesehen sind, durch welche die Isolierflanschverbindungen
überbrückt werden. Die Verbindungsleitung 3 in Verbindung mit den Endstücken ist
im übrigen elektrisch leitfähig ausgebildet.
[0012] Mit 10, 11 sind beispielsweise elektromagnetisch schaltbare, an den Enden der Rohrleitungen
1, 4 angeordnete Absperrorgane bezeichnet, die mittels einer Steuereinrichtung 12
betätigbar sind.
[0013] Mit 13 ist eine Überwachungseinrichtung bezeichnet, die über Leitungselemente 15,
15′ mit den beiden, jeweils den Rhorleitungen 1 bzw. 4 zugekehrten Endstücken elektrisch
in Verbindung steht. Es ergibt sich auf diese Weise ausgehend von der Überwachungseinrichtung
13 über das Leitungselement 15′, das erste Endstück 7, den Verbindungsschlauch 3,
das zweite Endstück 7 sowie das Leitungselement 15 ein geschlossener Stromkreis. Die
Überwachungseinrichtung 13, die im folgenden noch anhand ihrer Funktionen beschrieben
werden wird, dient der Aufprägung einer definierten Spannung auf diesen Stromkreis,
wobei aus dessen Widerstand bzw. einem gemessenen Strom Information bezüglich des
Bestehens oder Nichtbestehens einer geeigneten Verbindung zwischen den Rohrleitungen
1, 4 hergeleitet werden. Die bauteilmäßige Realisierung der Überwachungseinrichtung
13 ist beliebig, so daß auf diese im folgenden nicht näher eingegangen wird.
[0014] Mit 14 ist eine der Spannungsversorgung dienende Leitung bezeichnet.
[0015] Es steht die Überwachungseinrichtung 13 über eine Leitung 16 mit der Steuereinrichtung
12 in Verbindung. Eine elektrische Verbindung besteht auch zwischen der Steuereinheit
12 und einer Anzeigeeinheit 17, welche praktisch beispielsweise de Monitor einer EDV-Anlage
sein kann.
[0016] Das in Fig. 1 gezeigte Überwachungssystem, welches der ferngesteuerten Betätigung
der Absperrorgane 10, 11 und damit der Einleitung oder Unterbindung eines Produktflusses
zwischen den Rohrleitungen 1, 4 unter Einhaltung bestimmter Sicherheitsvorkehrungen
dient, kann räumlich verzweigt angeordnet sein. So können beispielsweise die Stuereinrichtung,
die Überwachungseinrichtung sowie die Anzeigeeinheit in einer Schaltwarte und damit
in beträchtlicher Entfernung von den Rohrleitungen 1, 4 angeordnet sein. Wesentlich
ist, daß ausgehend von dieser Schaltwarte über die Überwachungseinrichtung 13 ein
Produktfluß eingeleitet werden kann, wobei über die Anzeigeeinheit 17 der Betriebszustand
der Verbindung zwischen den Rohrleitungen 1, 4 nebst eventuellen Störungen angezeigt
wird. Im folgenden soll kurz auf die Wirkungsweise dieses Überwachungssystems eingegangen
werden.
[0017] Bei der Einleitung eines auf die Herstellung eines Produktflusses gerichteten Steuerbefehls
in die Überwachungseinrichtung 13 wird vor Abgabe eines entsprechenden Signals an
die Stuereinrichtung 12 der obengenannte Stromkreis überprüft, wobei anhand dessen
Gesamtwiderstandes unmittelbar erkennbar ist, ob überhaupt eine Verbindung zwischen
den Enden der Rohrleitungen 1, 4 besteht. Diese Widerstands- bzw. Strommessung findet
während eines definierten Zeitintervalls statt, nach dessen Ablauf, falls sich aus
der Messung die Information ableiten läßt, daß die genannte Verbindung besteht, über
die Leitung 16 ein Signal der Steuereinrichtung 12 übertragen wird, durch welche diese
veranlaßt wird, die beiden Absperrorgane 10, 11 in den Öffnungszustand umzusteuern.
Während des nunmehr einsetzenden Produktflusses bleibt das Überwachungssystem aktiviert,
d.h. es wird insbesondere laufend überwacht, ob die anfangs festgestellte Verbindung
zwischen den Rohrleitungen 1, 4 fortbesteht bzw. ob gegebenenfalls als Folge von Beschädigungen
die elektrische Leitfähigkeit der Verbindungsleitung 3 beeinträchtigt ist, wodurch
gegebenenfalls die Gefahr örtlicher elektrostatischer Ladungen auftreten könnte.
In allen diesen Fällen wird über die Leitung 16 und die Steuereinrichtung 12 ein sofortiges
Schließen der Absperrorgane 10, 11 veranlaßt und über Anzeigeeinheit 17 die Art der
Störung signalisiert.
[0018] Mit 18 ist ein Betätigungselement, beispielsweise ein Not-Ausschalter bezeichnet,
durch welchen der eigensicher ausgelegte ober bezeichnete Stromkreis im Bedarfsfall
unterbrochen werden kann, wobei dieses Betätigungselement beispielsweise in der Nähe
der Rohrleitung vorgesehen sein kann.
[0019] Man erkennt aus den vorangegangenen Darstellungen bereits, daß ein Öffnen der Absperrorgane
10, 11 trotz eines der Überwachungseinrichtung 13 übermittelten Steuerbefehls dann
ausgeschlossen ist, wenn zwischen den Rohrleitungen 1, 4 tatsächlich keine Verbindung
besteht. Darüber hinaus würde eine plötzlich auftretende Beschädigung der Verbindungsleitung
3 ein automatisches Schließen der Absperrorgane 10, 11 auslösen, sofern dieser Beschädigung
eine hinreichende Änderung des elektrischen Widerstands gegenübersteht.
[0020] Bei den in den Zeichnungsfiguren 2 bis 4 dargestellten weiteren Ausführungsbeispielen,
welche unterschiedliche Ausgestaltungen und Weiterentwicklungen des Prinzips gemäß
Fig. 1 wiedergeben, sind vergleichbare Funktionselemente identisch bezeichnet, so
daß auf eine wiederholte Beschreibung verzichtet wird.
[0021] Gemäß Fig. 2 kann eine Rohrleitung 1 mittels einer Verbindungsleitung 3 wahlweise
mit einer aus der Gruppe von Rohrleitungen 19, 19′, 19˝, 19‴, 19˝˝ verbunden werden.
Jeder Rohrleitung 19 bis 19˝˝ dieser Gruppe ist ein beispielsweise elektromagnetisch
schaltbares Absperrorgan 20, 20′, 20˝, 20‴, 20˝˝ zugeordnet, welches über eine entsprechende
Leitung mit einer Steuereinrichtung 12′ in Wirkverbindung steht.
[0022] Mit 21 ist eine Überwachungseinrichtung bezeichnet, die einerseits über ein Leitungselement
22 mit dem Endstück 7 der Rohrleitung 1 und andererseits über eine Gruppe von Leitungselementen
23 mit den Endstücken 7 der Rohrleitungen 19 bis 19˝˝ elektrisch in Verbindung steht.
Im Verlauf eines jeden Leitungselementes der Gruppe 23 befindet sich ein Sensor 24,
wobei diese Sensoren 24 ihrerseits über individuelle Leitungen 25 mit der Steuereinrichtung
12′ in Verbindung stehen. Diese Sensoren können praktisch beliebig ausgebildet sein
- es handelt sich in jedem Fall um Funktionselemente, durch welche in Abhängigkeit
von dem in der jeweiligen Leitung der Gruppe 23 fließenden elektrischen Strom ein
dementsprechendes Signal an die Steuereinrichtung 12′ übertragen wird. Beispielsweise
können die Sensoren als Relais- oder Transistorschalter ausgestaltet sein.
[0023] Man erkennt, daß bei der in Fig. 2 gezeigten Konstellation von Rohrleitungen, bei
welcher eine Rohrleitung 1 wahlweise mit einer aus einer Gruppe von Rohrleitungen
ausgewählten Rohrleitungen verbunden werden kann, sich ein geschlossener Stromkreis
entsprechend dem Ausführungsbeispiel der Fig. 1 nur über die miteinander verbundenen
Rohrleitungen, hier die Rohrleitungen 1 und 19′ ausbilden kann.
[0024] Die Auslösung eines Produktflusses durch Öffnung von Ventilen erfolgt wie bei dem
Ausführungsbeispiel der Fig. 1 über die Überwachungseinrichtung 21, durch welche zunächst
der Kupplungszustand der Verbindungsleitung in der oben dargestellten Weise überprüft
wird. Erst anschließend werden die Ventile, hier die Ventile 10 und 20′ mittels der
Steuereinrichtung 12′ geöffnet. Eine Überwachung bleibt aufrechterhalten, so lange
das Produkt fließt, so daß bei Beschädigungen der Verbindungsleitung, welche entsprechende
Veränderungen in dessen elektrischer Leitfähigkeit zur Folge haben, ein selbsttätiges
Schließen der Absperrorgane ausgelöst wird.
[0025] Über den Schaltzustand der Sensoren 24, welche als Bauelemente beispielsweise in
die Überwachungseinrichtung 21 integriert sein können, ergibt sich ein genaues Bild
des Verknüpfungszustands zwischen den Rohrleitungen 1 und 19 bis 19˝˝. In Verbindung
mit besonderen Zähleinrichtungen steht somit auch stets eine genaue Information betreffend
die Zuordnung von zwischen beliebigen Rohrleitungspaaren übertragenen Produktmengen
zur Verfügung. Insbesondere besteht aufgrund des bekannten Verknüpfungszustands die
Möglichkeit, das Signal eines Zählers unterschiedlichen Rohrleitungen zuzuordnen.
[0026] Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 3 besteht die Möglichkeit, zwei Rohrleitungen
26, 26′ einerseits in beliebiger Weise mit zwei einer Gruppe von Rohrleitungen 19
bis 19‴˝ mittels Verbindungsleitungen 3, beispielsweise flexibler Verbindungsschläuche
zu verknüpfen. Die Verknüpfung erfolgt in gleicher Weise wie bei den vorangestellten
Ausführungsbeispielen, nämlich mittels Kupplungen 6 und Endstücken 7, welch letztere
über elektrisch isoliert ausgebildete Flanschverbindungen an die jeweiligen Rohrleitungen
26, 26′ einerseits bzw. 19′, 19‴ andererseits angeschlossen sind. Die genannten Rhorleitungen
26, 26′ werden durch beispielsweise elektromagnetisch schaltbare Absperrorgane 27,
27′ abgeschlossen während jeder Rohrleitung der Gruppe von Rohrleitungen 19 bis
19‴˝ ebenfalls ein elektromagnetisch schaltbares Absperrorgan 28 bis 28‴˝ zugeordnet
ist.
[0027] Auch bei dieser Konstellation von Rohrleitungen besteht das grundsätzliche Problem,
Informationen betreffend den Verknüpfungszustand der Rohrleitungen in einer Schaltzentrale
verfügbar zu machen und darüber hinaus während eines Produktflusses den Zustand der
Verbindungs leitungen zu überwachen.
[0028] Mit 29, 30 sind Funktionselemente einer Überwachungseinrichtung bezeichnet, die
über eine Leitung 14 mit einem gemeinsamen Netzanschluß in Verbindung stehen.
[0029] Die Funktionselemente 29, 30 stehen jeweils über Leitungselemente 31, 32 mit den
Endstücken 7 der Rohrleitungen 26, 26′ in elektrischer Verbindung.
[0030] Mit 33 ist eine Gruppe von individuellen, jeweils einem Endstück 7 der Gruppe von
Rohrleitungen 19 bis 19‴˝ zugeordneten elektrischen Leitungen bezeichnet, in deren
Verlauf jeweils ein Sensor 34 angeordnet ist. Von jedem Sensor 34 führt eine erste
Leitung 35 zu einer Steuereinrichtung 36 sowie zweite und dritte Leitungen 37, 37′
zu jeweils einem der Funktionselemente 29, 30. Eine mit 38 bezeichnete Gruppe individueller
Leitungen führt von der Steuereinrichtung 36 zu den einzelnen Ventilen 28 bis 28‴˝.
[0031] Die Unterteilung der Überwachungseinrichtung in die Funktionselemente 29, 30 dient
dem Zweck, an die Endstücke 7 der Rohrleitungen 26, 26′ Spannungen unterschiedlicher
Polarität zu legen. Die Sensoren 34 sind demzufolge Bauteile, durch welche - jeweils
bezogen auf eine elektrische Leitung der Gruppe 33 - festgestellt wird, ob in dieser
ein elektrischer Strom fließt und welche Richtung dieser Strom aufweist. Aus dieser
Information wird über die durch die Leitungen 35 gebildete Leitungsgruppe ein entsprechendes
Signal der Steuereinrichtung 36 zugeleitet, so daß durch diese sowohl die Absperrorgane
27, 27′ als auch - im hier gezeigten Ausführungsbeispiel - die Absperrorgane 28′ und
28‴ geöffnet werden, falls die Überprüfung der, im wesentlichen durch die Verbindungsleitungen
3 sowie die Funktionselemente der Überwachungseinrichtung 29, 30 gebildeten Stromkreise
betreffend deren elektrische Leitfähigkeiten die Aussage zuläßt, daß eine Verknüpfung
der Rohrleitungen 26, 26′ einerseits und 19′ und 19‴ andererseits besteht.
[0032] Als Sensoren 34 können jegliche elektrische Bauelemente benutzt werden, durch welche
die obengenannten Funktionen erfüllbar sind. So können hier beispielsweise wiederum
Relaisschalter oder auch entsprechende Halbleiterschaltkreise benutzt werden.
[0033] Man erkennt, daß auch bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 3 aus der Schaltstellung
der Sensoren 34 ein genaues Abbild des Verknüpfungszustands der Rohrleitungen 26,
26′ einerseits und 19 bis 19‴˝ andererseits verfügbar ist und daß während eines Produktflusses
über dieser Verknüpfungen eine kontinuierliche Überwachung möglich ist.
[0034] Das in Fig. 4 gezeigte Ausführungsbeispiel unterscheidet sich von demjenigen gemäß
Fig. 3 lediglich darin, daß nunmehr drei Rohrleitungen 39, 39′, 39˝ über Verbindungsleitungen
3 mit drei Rohrleitungen aus einer Gruppe von Rohrleitungen 19 bis 19‴˝ zu verknüpfen
sind. Mit 40, 40′, und 40˝ sind jeweils die in Rohrleitungen 39 bis 39˝ zugeordneten
Absperrorgane bezeichnet. Es ist das hier gezeigte Funktionsprinzip jedoch nicht
auf drei Rohrleitungen 39 bis 39˝ beschränkt, sondern kann in weitem Rahmen auch zur
Kombination einer ersten Gruppe von n Rohrleitungen einerseits mit ausgewählten Rohrleitungen
aus einer zweiten Gruppe von m Rohrleitungen benutzt werden.
[0035] Mit 41 ist wiederum eine Überwachungseinrichtung bezeichnet, die über eine Gruppe
42 von Leitungen mit den Endstücken 7 der Rohrleitungen 39, 39′ und 39˝ in elektrischer
Verbindung steht. Mit 43 sind wiederum Sensoren bezeichnet, von denen in jeder Leitung
der Gruppe 33 einer angeordnet ist und deren jeder mit einer Steuereinrichtung 44
in Verbindung steht. Diese Sensoren 43 dienen lediglich der Feststellung eines elektrischen
Stromes in der jeweiligen Leitung und der Übertragung eines dieses anzeigenden Signales
zu der Steuereinrichtung 44.
[0036] Mit 45 sind weitere Sensoren bezeichnet, die jeweils einer, die Überwachungseinrichtung
41 mit den Endstücken 7 der Rohrleitungen 39, 39′, 39˝ verbindenden Leitungselementen
zugeordnet sind. Das Überwachungssystem gemäß Fig. 4 ist entsprechend der Vielzahl
der Rohrleitungen 39, 39′, 39˝ dahingehend ausgelegt, daß die Überprüfung der Verknüpfungen
taktweise erfolgt, d.h. daß durch die Überwachungseinrichtung 41 der Strom über die
Verbindungsleitungen 3 zeitlich gestaffelt übertragen wird. Die Sensoren 45 dienen
demzufolge der Feststellung, daß auf der jeweiligen Leitung gerade ein "Überprüfungsstrom"
übertragen wird, so daß über den jeweiligen Sensor 45 ein entsprechendes Taktsignal
der Steuereinrichtung 44 übertragen wird. Das heißt die Identifizierung einer der
jeweiligen Gruppe von Rohrleitungen 39 bis 39˝ erfolgt anhand dieses Taktsignals,
so daß aus der Verbindung dieses Taktsignals mit dem über die Sensoren 43 übertragenen
Signals ein Bild des Verknüpfungszustands der Rohrleitungen 39 bis 39˝ einerseits
und 19 bis 19‴˝ andererseits gewinnbar ist. Die praktische Realisierung dieses elektrischen
Konzepts kann mittels an sich bekannter Bauteile ausgeführt werden, so daß hierauf
nicht näher eingegangen wird. Die Wirkungsweise der Überprüfung der Verknüpfung vor
der Einleitung eines Produktflusses sowie die Überwachung während des Produktflusses
läuft in gleicher Weise wie bei den vorangegangenen Ausführungsbeispielen ab.
1. Überwachungssystem für den Verknüpfungszustand zwischen wenigstens zwei, mittels
einer Verbindungsleitung (3) aneinander kuppelbarer, jeweils durch Absperrorgane (10,
11; 10, 20 bis 20˝˝; 27, 27′, 28 bis 28‴˝; 40 bis 40˝, 28 bis 28‴˝) endseitig verschließbarer
Rohrleitungen (1, 4; 1, 19 bis 19˝˝; 26, 26′, 19 bis 19‴˝; 39 bis 39˝, 19 bis 19‴˝)
dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindungsleitung elektrisch leitfähig ausgebildet
ist, daß über die Enden der zu kuppelnden Rohrleitungen, die Verbindungsleitung und
eine Überwachungseinrichtung (13, 21, 29, 30, 41) ein geschlossener Stromkreis gebildet
wird, daß die Absperrorgane der Rohrleitungen durch eine ausschließlich durch die
Überwachungseinrichtung aktivierbare Steuereinrichtung (12, 12′, 36, 44) betätigbar
sind und daß zumindest die Überwachungseinrichtung mit Mitteln zur Erfassung des
Betriebszustandes des Stromkreises ausgerüstet ist.
2. Überwachungssystem nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch metallische Endstücke
(7), die an den Enden der zu kuppelnden Rohrleitungen isoliert angeordnet sind und
die Anschlußstellen für den Stromkreis bilden, wobei an diesen Endstücken die Verbindungsleitung
(3) angebracht ist.
3. Überwachungssystem nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß bei der
Verknüpfung einer ersten Gruppe von Rohrleitungen einerseits mit einer zweiten Gruppe
von Rohrleitungen andererseits mittels Verbindungsleitungen (3), die Steuereinrichtung
(12, 12′, 36, 44) und/oder die Überwachungseinrichtung (13, 21, 29, 30, 41) mit Einrichtungen
zur Identifizierung der miteinander verknüpften Rohrleitungen aisgerüstet sind.
4. Überwachungssystem nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtungen
zur Identifizierung der verknüpften Rohrleitungen der genannten beiden Gruppen Sensoren
(24, 43, 45) umfassen, durch welche der Betriebszustand der Stromkreises erfaßbar
ist, in den das Ende der jeweiligen Rohrleitungen eingebunden ist und daß die Steuereinrichtung
(12′, 44) mit Mitteln zur Auswertung der von den Sensoren (24, 43, 45) übertragenen
Signale ausgerüstet ist.
5. Überwachungssystem nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Überwachungseinrichtung
(41) mit Mitteln zur zeitlich nacheinander erfolgenden Überprüfung der einzelnen Stromkreise
ausgerüstet ist.
6. Überwachungssystem nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß bei der
Verknüpfung einer ersten Gruppe von zwei Rohrleitungen (26, 26′) einerseits mit einer
zweiten Gruppe von Rohrleitungen (19 bis 19 ‴˝) andererseits die Überwachungseinrichtung
(29, 30) und/oder die Steuereinrichtung (36) mit Einrichtungen zur Idenfizierung
der mit einander verknüpften Rohrleitungen ausgerüstet sind, daß die genannten Einrichtungen
aus Sensoren (34) bestehen, durch welche der Betriebszustand des Stromkreises erfaßbar
ist, in den die Enden der jeweiligen Rohrleitungen der genannten zweiten Gruppe eingebunden
ist, wobei durch die Sensoren (34) zumindest zwei elektrische Parameter des jeweiligen
Stromkreises feststellbar sind und wobei dementsprechende elektrische Signale der
Überwachungseinrichtung übertragbar sind, und daß die Steuereinrichtung (36) mit Mitteln
zur Auswertung der von den Sensoren übertragenen Signale ausgerüstet ist.