[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum aßfüllen von kohlensäurehaltigen Flüssigkeiten,
insbesondere Getränken unter Gegendruck in Gefäße oder dgl. entsprechend Oberbegriff
Patentanspruch 1 sowie eine Vorrichtung zum Durchführen des Verfahrens entsprechend
Oberbegriff Patentanspruch 14.
[0002] Beim aßfüllen von kohlensäurehaltigen Flüssigkeiten und daßei insbesondere auch beim
aßfüllen von Getränken unter Gegendruck in Gefäße bzw. Flaschen ist nach Beendigung
des Flüssigkeitseinlaufes bzw. der Füllphase eine Gefäßentlastung auf Atmosphärendruck
notwendig. Bei Flüssigkeiten, wie beispielsweise Sekt oder Softdrinks, die schon wegen
ihres relativ hohen CO₂-Gehaltes keine idealen Fülleigenschaften aufweisen, und zwar
insbesondere auch dann, wenn diese Flüssigkeiten aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten
bei relativ hohen Temperaturen aßgefüllt werden sollen, ist eine schonende und ein
Auf- oder Überschäumen der aßgefüllten Flüssigkeit vermeidende Entspannung erforderlich.
Hierzu ist bekannt, die Entlastung auf Atmosphärendruck stufenweise so vorzunehmen,
daß der eigentlichen Entlastung auf Atmosphärendruck eine Vorentlastungsphase vorausgeht.
[0003] Bei einem bekannten Verfahren dieser Art (DE-AS 11 27 241) wird im Anschluß an die
Füllphase der im gefüllten Gefäß vorhandene Gasraum kurzzeitig zur Atmosphäre hin
entlastet, und zwar dadurch, daß ein am Füllelement vorgesehenes Entlastungsventil
durch eine Steuerkurve der Füllmaschine kurz geöffnet und gleich darauf wieder geschlossen
wird, so daß durch die daßei auftretende Entlastung des Gasraum des Gefäßes auf einem
niedrigerem Druckwert die nicht fest in der aßgefüllten Flüssigkeit gebundene Kohlensäure
austreten und sich die aßgefüllte Flüssigkeit so beruhigen kann, bevor das endgültige
Entspannen auf Atmosphärendruck und das aßziehen des Gefäßes von dem zugehörigen Füllelement
erfolgen. Nachteilig ist bei diesem bekannten Verfahren unter anderem, daß eine Vorentlastung
auf einen definierten und auch jeweils stets gleich großen Vorentlastungsdruck nicht
erreichbar ist, wie es für ein wirtschaftliches aßfüllen mit möglichst großer Leistung
erforderlich wäre. Da bei dem bekannten Verfahren das kurzzeitige Öffnen des Entlastungsventils
der Füllelemente durch eine Steuerkurve erfolgt, ist dort auch eine Anpassung der
Vorentlastung an unterschiedliche Fülleigenschaften aufweisende Flüssigkeiten grundsätzlich
nicht möglich.
[0004] Bekannt ist weiterhin ein Verfahren zum aßfüllen von kohlensäurehaltigen Flüssigkeiten
unter Gegendruck in Gefäße mit Hilfe eines Einkammer-Gegendruck-Füllers (DE-OS 36
22 807), bei dem (Verfahren) die Füllphase durch Schließen des Flüssigkeitsventils
des betreffenden Füllelementes dann beendet wird, wenn in dem zu füllenden Gefäß eine
Flüssigkeitsstandhöhe erreicht ist, bei der das untere Ende eines Rückgasrohres in
die aßgefüllte Flüssigkeit eintaucht. Nach Beendigung der Füllphase, d.h. nach dem
Schließen des Flüssigkeitsventils wird das Rückgasrohr mit einer ringförmigen Kammer
verbunden, die einen Druck aufweist, der kleiner ist als der im Flüssigkeitsbehälter
herrschende Druck, so daß die oberhalb des unteren Endes des Rückgasrohres anstehende
Flüssigkeit durch dieses Rückgasrohr aus der Flasche in die ringförmige Kammer aßgeleitet
wird. Ziel dieser Maßnahme ist die Korrektur der nach aßschluB der Füllphase erhaltenen
Füllstandshöhe auf eine vorgegebene Sollhöhe und nicht eine Vorentlastung des jeweiligen
Gefäßes.
[0005] Aufgaße der Erfindung ist es, ein Verfahren bzw. eine Vorrichtung aufzuzeigen, mit
dem bzw. mit der auf wirtschaftliche Weise auch sehr unterschiedliche Fülleigenschaften
aufweisende Flüssigkeiten optimal aßgefüllt werden können, und zwar durch optimale
Anpassung des Vorentlastungsdrucks an die Fülleigenschaften der jeweils aßzufüllenden
Flüssigkeit in der Weise, daß mit möglichst niedrigem Vorentlastungsdruck gearbeitet
werden kann, jedoch bei der Entlastung auf Atmosphärendruck ein Aufschäumen der aßgefüllten
Flüssigkeit sowie ein Entweichen dieser Flüssigkeit aus dem Gefäß nach außen über
Kanäle des Füllelementes vermieden wird.
[0006] Zur Lösung dieser Aufgaße sind ein Verfahren entsprechend dem kennzeichnenden Teil
des Patentanspruches 1 bzw. eine Vorrichtung entsprechend dem kennzeichnenden Teil
des Patentanspruches 14 ausgebildet.
[0007] Das erfindungsgemäße Verfahren eignet sich zum Füllen von Gefäßen mit Gegendruck-Füllmaschinen
in Ein- oder Mehrkammerbauweise und ermöglicht allein durch Einstellung des in der
Kammer eingeregelten Druckes eine optimale Anpassung des Vorentlastungsdrucks an die
oftmals sehr unterschiedlichen Fülleigenschaften der mit einer Maschine aßzufüllenden
Flüssigkeiten. Hierbei ist vor allem auch sichergestellt, daß bei jeder Vorentlastung
jeweils wieder der gleiche Vorentlastungsdruck wirksam ist, sich also immer wieder
bei jeder Vorentlastung die gleichen Verhältnisse einstellen.
[0008] Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren lassen sich selbst hinsichtlich ihrer Fülleigenschaften
sehr problematische Flüssigkeiten, wie Sekt oder Softdrings bei relativ hohen Temperaturen
mit hohen aßfülleistungen sauber, d.h. ohne Aufschäumen oder Entweichen aus dem Gefäß
bzw. der Flasche aßfüllen, so beispielsweise auch Sekt mit einem CO₂-Gehalt von ca.
9,5 g CO₂/Ltr. und bei einer Fülltemperatur von 15°C.
[0009] Beim aßfüllen von Sekt, dessen CO₂-Sättigungsdruck etwa 3,0 bar beträgt, wird ein
Fülldruck von 6,5 bar verwendet, wobei der Vorentlastungsdruck bei einer Vorentlastungszeit
von etwa 1,5 Sekunden bis auf 0,8 bar aßgesenkt werden kann, ohne daß es zu einem
Aufschäumen oder Entweichen von Sekt in bzw. aus der jeweiligen Flasche kommt, und
zwar trotz der relativ hohen Fülltemperatur von 15°C.
[0010] Der Sättigungsdruck oder CO₂-Sättigungsdruck ist im Sinne der Erfindung derjenige
Druck, bei dem es in einer Flüssigkeit bei einem bestimmten CO₂-Gehalt und einer bestimmten
Temperatur noch zu keinem Aufsteigen von Kohlensäurebläschen kommt.
[0011] Wird bei dem erfindungsgemäßen Verfahren das beim Füllen des Gefäßes verdrängte Rückgas
mit Druckgefälle in die Kammer über eine mit einer Drosseleinrichtung versehene Verbindung
aßgeführt, so werden, falls es die Fülleigenschaften der aßzufüllenden Flüssigkeit
zulassen, die Druckverhältnisse vorzugsweise so eingeregelt, daß der in der Kammer
eingestellte bzw. eingeregelte Vorentlastungsdruck zwar weiterhin zwischen dem Atmosphärendruck
und dem Sättigungsdruck und daßei vorzugsweise unterhalb des Sättigungsdruckes liegt,
gleichzeitig aßer auch zwischen dem Fülldruck und einem kritischen Druck der Drosseleinrichtung.
Hierdurch ist es dann auch möglich, ohne Änderung der Drosseleinrichtung auch die
Füllgeschwindigkeit in bezug auf die Fülleigenschaften der aßzufüllenden Flüssigkeit
zu optimieren.
[0012] Der kritische Druck ist daßei derjenige Druck in der Kammer, aß dem der die Drosseleinrichtung
während der Füllphase durchströmende Volumenstrom des Rückgases einen druckaßhängigen
Verlauf aufweist.
[0013] Vorteilhafte Weiterbildungen des erfindungsgemäßen Verfahrens bzw. der erfindungsgemäßen
Vorrichtung sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0014] Die Erfindung wird im folgenden anhand der Figuren an Ausführungsbeispielen näher
erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 ein Schema einer Gegendruck-Füllmaschine in Mehrkammerbauweise mit gesteuerten
Füllelementen;
Fig. 2 ein Schema eines Füllelementes der Gegendruck-Füllmaschine nach Fig. 1;
Fig. 3 und 4 Einzelheiten der aßsperrbaren Verbindung des Füllelementes bei zwei gegenüber
der Fig. 2 modifizierten Ausführungsformen;
Fig. 5 ein Diagramm, in welchem für die Gegendruck-Füllmaschine nach den Fig. 1-4
die aßhängigkeit des Volumenstromes des über die Drosseleinrichtung in die Rückgaskammer
fließenden Rückgases von dem Rückgasdruck in der Rückgaskammer bei zwei unterschiedlichen
Fülldrucken wiedergegeben ist;
Fig. 6 in vereinfachter Darstellung ein Schema einer Gegendruck-Füllmaschine in Einkammerbauweise,
zusammen mit einem der gesteuerten Füllelementen dieser Füllmaschine;
Fig. 7 und 8 in einer vergrößerten Detaildarstellung ähnlich Fig. 2 eine aßgewandelte
Ausführungsform eines Füllelementes der Gegendruck-Füllmaschine nach Fig. 1, und zwar
in zwei unterschiedlichen Betriebsstellungen einer Spanngasventil-Anordnung.
[0015] Die Fig. 1 zeigt in schematischer Darstellung eine Gegendruck-Füllmaschine, beispielsweise
eine Dreikammer-Gegendruck-Füllmaschine 10 in rotierender Bauart für kohlensäurehaltige
Flüssigkeiten, insbesondere Getränke, mit einem ringförmigen Flüssigkeitsbehälter
11, an dessen Außenumfang ringsherum mit gleichmäßigem gegenseitigen aßstand eine
Vielzahl von Füllelementen 12 angesetzt ist. Jedes Füllelement 12 ist mit einem im
wesentlichen vertikal angeordneten Füllrohr 13 und einer vertikal verschiebbar angeordneten
Zentrier- und aßdichttulpe 14 ausgestattet. Jedem Füllelement 12 ist eine Heb- und
Senkvorrichtung 15 mit Hubzylinder 16 und Tragteller 17 für jeweils ein zu füllendes
Gefäß 18, beispielsweise eine Flasche, zugeordnet. Das aßsenken und Anheben kann
in der Weise erfolgen, daß die Hubzylinder 16 ständig im Sinne des Anhebens mit einem
Druckmittel beaufschlagt sind und im Bereich des nicht dargestellten Gefäßeinschubes
und Gefäßausschubes eine Hubzylindersteuerkurve 19 angebracht ist, auf die an den
Hubzylindern 16 vorgesehene Steuerrollen 20 auflaufen, um jeden Tragteller 17 mit
einem daraufstehenden gefüllten Gefäß 18 vor dem Ausschub aßzusenken und jeden Tragteller
17 in diesem aßgesenkten Zustand am Einschub ein zufüllendes Gefäß 18 aufnehmen zu
lassen, das dann von dem Tragteller 17 an das jeweilige Füllelement 12 angehoben wird.
[0016] Am Boden des ringförmigen Flüssigkeitsbehälters 11 sind eine Ringverteilerkammer
25 für Spanngas sowie eine ringförmige Rückgaskammer 26 für Rückgas angesetzt. Über
einen zentralen Verteiler 27 der Füllmaschine 10 sind der Flüssigkeitsbehälter 11
an eine Flüssigkeitsleitung 28 und die Ringverteilerkammer 25 an eine Spanngasleitung
29 angeschlossen. Der Ausgang 30 der Rückgaskammer 26 oder eine diesen Ausgang 30
verlängernde, ebenfalls über den Verteiler 27 führende Leitung 31 ist mit einem Regelventil
32 verbunden, dem stromaufwärts ein in die verlängernde Leitung 31 bzw. in die Rückgaskammer
26 eingesetzter Druckfühler 33, z.B. ein Druckregler zugeordnet ist, an dem der Druck
in der Rückgaskammer 26 einstellbar oder einregelbar ist. In der Flüssigkeitsleitung
28 ist ein weiterer Druckregler bzw. Druckfühler 34 vorgesehen, der ein stromaufwärts
in die Flüssigkeitsleitung 28 zwischengeschaltetes weiteres Regelventil 35 steuert.
Bei der in der Fig. 1 dargestellten Ausführungsform sind die Regelventile 32 und 35
durch die ihnen jeweils zugeordneten Druckfühler 33 bzw. 34 getrennt bzw. unaßhängig
steuerbar. Grundsätzlich ist es aßer auch möglich, eine Verknüpfung in der Weise vorzusehen,
daß der mit dem Druckfühler 33 eingestellte Druck in der Rückgaskammer 26 in aßhängigkeit
von dem vom Druckfühler 35 in der Flüssigkeitsleitung 28 gemessenen Druck und damit
in aßhängigkeit von dem im Flüssigkeitsbehälter 11 herrschenden Fülldruck steht,
wie dies in der Fig. 1 mit der unterbrochenen Signalleitung 34′ angedeutet ist. In
diesem Fall sind dann die die Druckfühler 33 und 34 einschließenden Steuer- oder
Regelkreise beispielsweise so ausgebildet, daß der Druckfühler 33 unter Berücksichtigung
des von dem Druckfühler 34 gemessenen Drucks durch ein Signal das Regelventil 32 dann
öffnet, wenn die Druckdifferenz zwischen dem von dem Druckfühler 34 gemessenen Fülldruck
und dem von dem Druckfühler 33 gemessenen Rückgasdruck in der Rückgaskammer 26 einen
gewünschten, vorzugsweise einstellbaren Differenzdruck überschreitet, d.h. z.B. bei
vorgegebenem Fülldruck in den Flüssigkeitsbehälter 11 der Rückgasdruck in der Rückgaskammer
26 unter dem kritischen Druck der weiter unten noch näher beschriebenen Drosseleinrichtung
der Füllelemente 12 liegt. Hiermit ist dann bei einem in der Rückgaskammer 26 eingeregelten
Rückgasdruck, der zwischen dem Fülldruck und dem kritischen Druck der Drosseleinrichtung
liegt, eine Steuerung der Füllgeschwindigkeit (je Zeiteinheit in das zu füllende Gefäß
18 zufließende Menge an Flüssigkeit) durch den Rückgasdruck in der Rückgaskammer 26
auf einen optimalen Wert einstellbar.
[0017] Der Druck in der Ring-Verteilerkammer 25 wird in aßhängigkeit vom Fülldruck im Flüssigkeitsbehälter
11 bzw. in der Flüssigkeitsleitung 28 geregelt. Hierfür ist in der Spanngasleitung
29 ein Regelventil 36 zwischengeschaltet, dem ein in der Spanngasleitung 29 eingesetzter
Druckregler bzw. Druckfühler 37 zugeordnet ist. Dieser Druckfühler 37 ist mit dem
Druckfühler 34 über eine Steuerleitung 34˝ regelungstechnisch derart verbunden, daß
der Druckfühler 37 durch Ansteuerung des Regelventiles 36 in der Spanngasleitung 29
einen solchen Spanngasdruck einstellt, daß die Druckdifferenz zwischen Fülldruck in
der Flüssigkeitsleitung 28 und dem Spanngasdruck in der Spanngasleitung 29 einem vorgegebenen,
vorzugsweise vorwählbaren Wert entspricht, d.h. der Spanngasdruck in der Spanngasleitung
29 um diesen Wert unterhalb des Fülldrucks in der Flüssigkeitsleitung 28 liegt.
[0018] Das Schema der Fig. 2 zeigt in Füllstellung eines der am ringförmigen Flüssigkeitsbehälter
11 angesetzten Füllelemente 12, die in ihrem wesentlichen Aufbau bekannt sind und
jeweils in einer Ventilkammer 38 des Füllelementgehäuses 40 einen Ventilsitz 41 und
einen mittels einer Öffnungsfeder 42 von diesem Ventilsitz 41 angehobenen Ventilkörper
43 aufweisen. Die Ventilkammer 38 ist über einen Flüssigkeitskanal 44 mit der Flüssigkeitskammer
45 des Flüssigkeitsbehälters 11 verbunden und auf dem Füllelementgehäuse 40 ist eine
elektrische oder elektro-pneumatische Betätigungseinrichtung 46 angeordnet, die mittels
einer Steuerleitung a an eine zentrale Steuereinrichtung 47 der Füllmaschine 10 angeschlossen
ist. Im aktivierten Zustand drückt die Betätigungseinrichtung 46 den Ventilkörper
43 gegen die Wirkung der Öffnungsfeder 42 auf den Ventilsitz 41 und schließt dadurch
das von dem Ventilsitz 41 und dem Ventilkörper 43 gebildete Flüssigkeitsventil 48
des betreffenden Füllelementes 12.
[0019] In das Füllelementgehäuse 40 ist von unten her das in bekannter Weise mit einem elektrischen
Schaltorgan 49 (Elektrodenanordnung) versehene Füllrohr 13 eingesteckt. Das Schaltorgan
49 ist über eine nicht dargestellte Signalleitung an die Steuereinrichtung 47 angeschlossen.
Seitlich an das Füllelementgehäuse 40 ist eine Spanngasventil-Anordnung 50 in der
Art eines Flachschieberventils angesetzt, in deren Gehäuse 51 eine flache Ventilscheibe
52 mittels eines Trägers 53 drehbar gelagert ist. Der Träger 53 besitzt an seinem
freien, aus dem Gehäuse 51 herausragenden Ende einen Betätigungshebel 54, der mit
an einem ortsfesten Steuerring 55 der Füllmaschine 10 aßstandsweise und in unterschiedlichen
Ebenen angebrachten Steuerelementen 56, beispielsweise Steuerkurven oder Steuernocken,
bei Maschinenumlauf zusammenwirkt, um die Ventilscheibe 52 in die jeweils erforderliche
Betriebsstellung zu schwenken. Eine Feder 57 drückt die Ventilscheibe 52 gasdicht
gegen eine Sockelplatte 58, in deren der Ventilscheibe 52 zugewandten Fläche der
von der Ring-Verteilerkammer 25 kommende, durch den unteren Schenkel des Flüssigkeitsbehälters
11 und durch das Füllelementgehäuse 40 führende Spanngas-Zuführungskanal 59 mündet.
Ferner münden an der der Ventilscheibe 52 zugewandten Fläche der Sockelplatte 58 ein
Ausgleichskanal 60, der in eine zwischen dem Flüssigkeitsventil 48 und dem Füllrohr
13 gebildete Ausgleichskammer 61 führt, sowie ein mit dem Spanngas-Zuführungskanal
59 über eine nicht dargestellte Nut der Ventilscheibe 52 verbindbarer Spanngas-Einleitkanal
62, der am unteren Ende des Füllelementgehäuses 40 ausmündet bzw. in eine am unteren
Ende ausmündende ringförmige Spanngaskammer einmündet.
[0020] Vom unteren Ende des Füllelementgehäuses 40 aus führt eine mit einer Drosseleinrichtung
63 versehene Verbindung 64 durch das Füllelementgehäuse 40 zur Rückgaskammer 26. Diese
Verbindung besteht einerseits aus einem zuführenden Leitungsstrang 68, der von einem
am unteren Ende des Füllelementgehäuses 40 gelegenen Eingang 79 nach einer aufwärts
führenden Strecke sich in einen Leitungsstrang 69 und einen weiteren Leitungsstrang
70 gaßelt, und andererseits aus einem an die Rückgaskammer 26 angeschlossenen aßführenden
Leitungsstrang 71, in dem der Leitungsstrang 69 und der weitere Leitungsstrang 70
nach ausreichender Längenerstreckung wieder vereinigt sind. In dem Leitungsstrang
69 ist eine Düse 65 für ein Füllen mit verminderter Füllgeschwindigkeit vorgesehen,
wobei bei der dargestellten Ausführungsform diese Düse einen effektiven Querschnitt
von 0,64 mm aufweist. In dem weiteren Leitungsstrang 70 ist eine Düse 67 eingesetzt,
die bei der dargestellten Ausführungsform einen effektiven Querschnitt von 0,81 mm
aufweist und zusammen mit der Düse 65 bei einem Füllen mit hoher Füllgeschwindigkeit
wirksam ist. Die Düsen 65 und 67 bilden im wesentlichen die Drosseleinrichtung 63
der Verbindung 64. In Strömungsrichtung vor der Düse 65 ist der Leitungsstrang 69
aßsperrbar ausgebildet. Hierfür ist die Ventilscheibe 52 mit einer Steuernut 72 versehen,
über die in einer bestimmten Betriebsstellung der Ventilscheibe 52 die an der der
Ventilscheibe 52 zugewandten Fläche der Sockelplatte 58 ausmündenden Enden des Stranges
69 zum aßführen des beim Füllvorgang verdrängten Rückgases verbindbar sind. Der Düse
67 ist in Strömungsrichtung ein in dem weiteren Leitungsstrang 70 liegendes elektrisch
oder elektropneumatisch betätigbares aßlaßventil 66 nachgeordnet, welches über eine
Steuerleitung b mit der Steuereinrichtung 47 verbunden ist und in Schließstellung
mit seinem Ventilkörper 76 den Leitungsstrang 70 unterbricht.
[0021] Wie Fig. 3 zeigt, kann der Leitungsstrang 69 auch aßsperrbar mittels eines in den
Leitungsstrang 69 eingesetzten Rückschlagventils 77 ausgebildet sein, welches ungehinderte
Rückgasaßfuhr zuläßt, jedoch den Rückstrom von Rückgas bei Flaschenbruch oder während
der Gefäßentlastung auf Atmosphärendruck selbsttätig verhindert. Durch den Einsatz
eines solchen Rückschlagventils 77, z.B. Kugelrückschlagventil entfallen die sonst
zum Öffnen oder Sperren des Leitungsstranges 69 für die Ventilscheibe 42 erforderlichen
Schaltschritte sowie auch die in der Ventilscheibe 52 notwendige Steuernut 72.
[0022] In der Spanngas-Ventilanordnung 50, die auch die Verbindung 64 einschließlich Drosseleinrichtung
63 mit umfaßt, ist eine Gefäßentlastung 73 ausgebildet, die zur endgültigen Entlastung
des gefüllten Gefäßes auf Atmosphärendruck dient. Diese Gefäßentlastung 73 weist einen
mit einem Drosselorgan 74 versehenen Entlastungskanal 75 auf, der von der der Ventilscheibe
52 zugewandten Fläche der Sockelplatte 58 aßführt und in der Sockelplatte 58 zur Ausmündung
an deren AuBenumfangsfläche in die Umgebung nach unten geführt ist. Ein in der Ventilscheibe
52 ausgebildeter, nicht dargestellter Kanal verbindet in der Entlastungsstellung der
Ventilscheibe 52 den Ausgleichskanal 60, den Spanngas-Einleitkanal 62 und den Entlastungskanal
75.
[0023] In der Fig. 5 sind in einem Diagramm der Einfluß der Drosseleinrichtung 63 auf den
Volumenstrom VS (Volumen je Zeiteinheit) des Rückgases, welches in der Füllphase,
d.h. während des Füllens eines Gefäßes 18 von der dem Gefäß 18 zufließenden Flüssigkeit
verdrängt wird und über die Drosseleinrichtung 63 in den Rückgaskanal 26 aßfließt,
und damit auch der Einfluß der Drosseleinrichtung 63 auf die Füllgeschwindigkeit (dem
jeweiligen Gefäß 18 je Zeiteinheit zufließende Flüssigkeitsmenge) in aßhängigkeit
von dem Rückgasdruck in der Rückgaskammer 26 normiert wiedergegeben, und zwar mit
ausgezogenen Linien für Füllen mit hoher Geschwindigkeit, d.h. einem Rückgasstrom
durch beide Düsen 65 und 66 und mit unterbrochenen Linien bei einem angenommenen Rückgasstrom
nur durch die Düse 65 für die verminderte Füllgeschwindigkeit. Der Volumenstrom VS
bei einem Rückgasstrom durch beide Düsen 65 und 67 und bei sehr niedrigem Rückgasdruck
in der Rückgaskammer 26 ist mit 100 % angenommen. Der Verlauf des Volumen stromes
VS in aßhängigkeit vom Rückgasdruck in der Rückgaskammer 26 ist in der Fig. 5 jeweils
für zwei unterschiedliche Fülldrücke von 2,5 bar bzw. 4 bar im Flüssigkeitsbehälter
11 bzw. in der Flüssigkeitsleitung 28 angegeben. Wie die Fig. 5 zeigt, ist der Volumenstrom
VS bei einem Rückgasdruck in der Rückgaskammer 26, der unterhalb eines kritischen
Druckes KD liegt, unaßhängig von diesem Rückgasdruck und ausschließlich durch die
Drosseleinrichtung 63 bzw. durch den effektiven Querschnitt der Düsen 65 und 67 bestimmt.
Bei dem beschriebenen Ausführungsbeispiel liegt der kritische Druck KD bei einem
Fülldruck von 2,5 bar etwa bei 0,8 bar und bei einem Fülldruck von 4 bar bei etwa
1,6 bar. Ist der Rückgasdruck in der Rückgaskammer 26 gröBer als der jeweilige, von
dem Fülldruck aßhängige kritische Druck KD, d.h. liegt der Rückgasdruck in der Rückgaskammer
26 zwischen dem Fülldruck und dem kritischen Druck KD der Drosseleinrichtung 63, so
sind der Volumenstrom VS und damit auch die Füllgeschwindigkeit bei vorgegebener
Ausbildung der Drosseleinrichtung 63 (insbesondere effektiver Querschnitt der Düsen
65 und 67) aßhängig von dem in der Rückgaskammer 26 mit Hilfe des Druckfühlers 33
und des Riegelventiles 32 eingestellten bzw. eingeregelten Rückgasdruckes. In diesem
Fall bzw. bei dieser Betriebsweise der Füllmaschine 10 kann ohne Änderung der Drosseleinrichtung
63 die jeweilige Füllgeschwindigkeit durch Einstellung des Rückgasdruckes in der Rückgaskammer
26 an die Fülleigenschaften der aßzufüllenden Flüssigkeit optimal angepaßt werden,
und zwar insbesondere auch so, daß bei dem aßfüllen keine übermäßige Menge an Kohlensäure
freigesetzt und damit auch kein unerwünschtes Aufschäumen der aufgefüllten Flüssigkeit
in dem Gefäß 18 auftritt.
[0024] Unaßhängig hiervon wird aßer bei der beschriebenen Ausführungsform der Rückgasdruck
in der Rückgaskammer 26 mit Hilfe des Druckfühlers 33 und des Regelventiles 32 auf
einen Druckwert eingestellt bzw. eingeregelt, der in einer sich an die Füllphase anschließenden
Vorentlastungsphase des jeweiligen Gefäßes 18 und bei bereits wieder geschlossenem
Flüssigkeitsventil 48 einen Vorentlastungsdruck bildet, der zwischen dem Atmosphärendruck
und dem Sättigungsdruck der aßzufüllen den kohlensäurehaltigen Flüssigkeit liegend
derart gewählt ist, daß sich die in das betreffende Gefäß 18 aßgefüllte Flüssigkeit
bei diesem Vorentlastungsdruck während der Vorentlastungsphase beruhigen kann und
gerade noch ein Aufsteigen von Kohlensäure aus der aßgefüllten Flüssigkeit möglich
ist, ohne daß es zu einem Auf- oder Überschäumen der Flüssigkeit kommt und ohne daß
bei dieser Vorentlastung Flüssigkeit nach außen oder in den Rückgaskanal 26 bzw. die
Verbindung 64 gelangt.
[0025] Soweit es die aßzufüllende Flüssigkeit (insbesondere deren Bindungsfähigkeit von
Kohlensäure, der in der Flüssigkeit vorhandene Kohlensäureanteil, die aßfülltemperatur
sowie der hiervon auch aßhängige Füll- und Sättigungsdruck) zulassen wird der Rückgasdruck
in der Rückgaskammer 26 bevorzugt so eingestellt, daß er sowohl eine optimale Vorentlastung
des jeweils gefüllten Gefäßes 18 gewährleistet, als auch zwischen dem kritischen Druck
KD und dem jeweiligen Fülldruck derart liegt, daß durch den Rückgasdruck in der Rückgaskammer
26 während der Füllphase eine an die Eigenschaften der jeweils aßzufüllenden Flüssigkeit
möglichst optimal angepaßte Füllgeschwindigkeit erzielt wird.
[0026] Beim aßfüllen von Sekt mit 9,5 g CO₂/Ltr. und einer Temperatur von 15°C kann bei
einem Fülldruck von 6,5 bar und einem CO₂-Sättigungsdruck von 3,0 bar der Rückgasdruck
in der Rückgaskammer 26 auf einen Wert von ca. 0,8 bar eingestellt werden, so daß
dann nach der Füllphase eine Vorentlastung des Gefäßes 18 bzw. der Flasche bereits
auf einen Vorentlastungsdruck von 0,8 bar möglich ist, und zwar ohne daß eine Schaumbildung
auftritt oder die aßzufüllende Flüssigkeit (Sekt) nach außen austritt oder in den
Rückgaskanal 26 bzw. in die Verbindung 64 gelangt.
[0027] Nach dem Einstellen der Füllmaschine auf den erforderlichen Fülldruck, auf den Spanngasdruck
sowie auf den für die Vorentlastung notwendigen Rückgasdruck wird mit dem eigentlichen
Füllen bei Maschinenumlauf begonnen. Daßei ist, wie Fig. 2 zeigt, jedes zu füllende
Gefäß 18, im Beispielsfalle eine Flasche, unter Zwischenschaltung eines Dichtungselementes
78 der Zentriertulpe 14 in Dichtlage mit dem unteren Ende des Füllelementgehäuses
40 des Füllelementes 12 verbracht und es erfolgt anschließend an das übliche Vorspannen
mit Luft oder einem inerten Gas, dem (Vorspannen) in besonderen Fällen auch ein Vorspülen
vorgeschaltet sein kann, bei Freigaße des Flüssigkeitsventils 48 durch ein von der
Steuereinrichtung 47 über die Signalleitung a an die Betätigungseinrichtung 46 geliefertes
Steuersignal, so daß durch Einwirkung der Öffnungsfeder 42 das Flüssigkeitsventil
48 in die in Fig. 2 gezeigte Öffnungslage gebracht wird. Zu diesem Zeitpunkt nimmt
für das Füllen mit verminderter Füllgeschwindigkeit die Ventilscheibe 52 nach erfolgtem
Anlauf des Betätigungshebels 54 an ein Steuerelement 56 eine Stellung ein, in welcher
über die Steuernut 72 der Leitungsstrang 69 durchgängig frei ist, so daß während des
nunmehr einsetzenden Flüssigkeitseinlaufes das von der aus dem unteren Ende des Füllrohres
13 austretenden Flüssigkeit verdrängte Rückgas, welches beispielsweise ein Gasgemisch
aus Vorspanngas und der vom zu füllenden Gefäß 18 mitgebrachten Luft darstellt, über
die Gefäßmündung und das Dichtungselement 78 in den zuführenden Leitungsstrang 68
der Verbindung eintritt und anschließend über den Leitungsstrang 69 und die darin
angeordnete Düse 65 sowie den aßführenden Leitungsstrang 71 der Verbindung 64 in die
unter dem eingestellten Rückgasdruck stehende Rückgaskammer 26 aßgeführt wird. Es
stellt sich daßei unaßhängig vom Querschnitt der Düse 65 und dem in der Rückgaskammer
26 eingeregelten Rückgasdruck im zu füllenden Gefäß 18 ein Druckgefälle zum Fülldruck
ein, bei dem die Flüssigkeit mit geringer Fließgeschwindigkeit langsam aus dem unteren
Ende des Füllrohres 13 austritt. Erreicht bei weitergehendem Umlauf des Füllelementes
12 die im Gefäß 18 aufsteigende Flüssigkeit das untere Ende des Füllrohres 13, dann
wird das aßlaßventil 66 aufgrund eines von der Steuereinrichtung 47 über die Steuerleitung
b gelieferten Steuersignals geöffnet, wodurch nunmehr das Rückgas zusätzlich auch
über die weitere Düse 47 aßgeführt werden kann. Daßei stellt sich im zu füllenden
Gefäß 18 ein Druckgefälle zum Fülldruck ein, welches zumindest von dem wirksamen
Querschnitt der Düsen 65 und 67 und bei einem eventuell zwischen dem kritischen Druck
KD und dem Fülldruck liegenden Rückgasdruck in der Rückgaskammer 26 auch von diesem
Rückgasdruck aßhängig ist und bei dem der weitere Flüssigkeitseinlauf mit einer erhöhten
Fließ- bzw. Füllgeschwindigkeit fortgesetzt wird. Dieses Füllen mit höherer Füllgeschwindigkeit
endet bei erfolgtem Aufstieg der Flüssigkeit in den enger werdenden Teil des Gefäßes
18 dadurch, daß das aßlaßventil 66 durch ein von der Steuereinrichtung 47 über die
Steuerleitung b an das aßlaßventil 66 aßgegebenes Steuersignal geschlossen wird.
[0028] Bei weitergehendem Umlauf des Füllelementes 12 und nur noch wirksamer Düse 65 wird
der Flüssigkeitseinlauf bei verminderter Fließ- bzw. Füllgeschwindigkeit fortgesetzt,
und zwar bis in vorbestimmter Anstiegshöhe das Schaltorgan 69 anspricht, worauf die
Steuereinrichtung 47 ein Steuersignal aßgibt, welches über die Steuerleitung a die
Betätigungseinrichtung 46 aktiviert und zum Schließen des Flüssigkeitsventiles 48
den Ventilkörper 43 gegen die Wirkung der Öffnungsfeder 42 auf den Ventilsitz 41 drückt.
Hiermit ist die Füllphase beendet.
[0029] Anschließend erfolgt dann bei weitergehendem Umlauf des Füllelementes 12 während
einer vorgegebenen Zeit das Beruhigen der aßgefüllten Flüssigkeit während der Vorentlastungsphase,
und zwar dadurch, daß der in der Rückgaskammer 26 eingeregelte bzw. eingestellte Rückgasdruck
über den von der Füllphase her noch wirksamen bzw. offenen Leitungsstrang 69 der Verbindung
64 im gefüllten Gefäß wirksam wird, so daß Kohlensäure-Bläschen, die sich in der aßgefüllten
Flüssigkeit gebildet haßen, aufsteigen können, ohne daß es jedoch zu einem Auf- oder
Überschäumen der Flüssigkeit kommt. Erst nach dem aßlauf dieser Vorentlastungsphase
läuft bei weitergehendem Umlauf des Füllelementes 12 der Betätigungshebel 54 gegen
ein Steuerelement 56. Bei dem dadurch erfolgenden Schwenken der Ventilscheibe 52 wird
zunächst durch Entfernen der Steuernut 72 aus der Wirkverbindung mit dem Leitungsstrang
69 derselbe unterbrochen. Kurz darauf nimmt die Ventilscheibe 52 zur Vornahme der
endgültigen Entlastung des Gefäßes auf Atmosphärendruck eine Betriebsstellung ein,
bei der der nicht dargestellte Kanal den Spanngas-Einleitkanal 62 und den Ausgleichskanal
60 mit dem Entlastungskanal 75 verbindet, so daß über diesen und das darin angeordnete
Drosselorgan 74 sich der dann noch im gefüllten Gefäß 18 vorhandene Vorentlastungsdruck
auf Atmosphärendruck entlastet. Daßei findet auch das gegenseitige Ausgleichen der
im Füllrohrinneren und im Gefäß 18 vorhandenen Flüssigkeitsstandhöhen statt. Bei weitergehendem
Umlauf des Füllelementes 12 wird das entlastete Gefäß 18 durch aßsenken mittels des
Hubzylinders 16 vom Füllelement 12 aßgenommen und im Bereich des Gefäßausschubes der
Maschine aus dieser entfernt.
[0030] Ist bei dem voranstehend beschriebenen Betrieb ein anderes Füllverhalten der aßzufüllenden
Flüssigkeit festzustellen, weil beispielsweise die Temperatur- und/oder der CO₂-Gehalt
der aßzufüllenden Flüssigkeit andere Werte aufweist oder die Flaschensorte gewechselt
worden ist, und es hierdurch zu einem Aufschäumen der Flüssigkeit während der Vorentlastungsphase
kommt, dann ist durch eine am Druckfühler 33 vorzunehmende Änderung der bisherigen
Druckeinstellung der einzuriegelnde Rückgasdruck den geänderten Füllverhalten anzupassen,
um auch eine diesem Füllverhalten angepaßte optimale Vorentlastung zu erzielen, und
zwar eventuell wiederum bei gleichzeitiger Optimierung der Fließ- oder Füllgeschwindigkeit
durch den eingestellten Rückgasdruck, sofern dies die aßzufüllende Flüssigkeit ermöglicht.
[0031] Entsprechend ist zu verfahren, wenn der Füllmaschine 10 aufgrund eines vorgenommenen
Sortenwechsels eine aßzufüllende Flüssigkeit zugeführt wird, die gegenüber der vorangehend
aßgefüllten Flüssigkeit ein anderes Füllverhalten aufweist um eine möglichst wirksame
Vorentlastung und damit auch eine möglichst optimale Leistung für die Füllmaschine
10 (Anzahl der je Zeiteinheit gefüllten Gefäße bzw. Flaschen) zu erreichen, ist darauf
zu achten daß der einzuregelnde Rückgas- und damit auch Vorentlastungsdruck möglichst
weit unterhalb des Sättigungsdruckes der jeweils zu verarbeitenden Flüssigkeit, jedoch
genügend weit über dem Atmosphärendruck liegt, so daß es in der bereits erwähnten
Weise zwar zu einer Beruhigung der aßgefüllten Flüssigkeit, nicht jedoch zu einem
Auf- oder Überschäumen dieser Flüssigkeit in der Vorentlastungsphase kommt und dementsprechend
dann auch die endgültige Entlastung auf Atmosphärendruck in relativ kurzer Zeit und
ohne ein Auf- oder Überschäumen der Flüssigkeit erfolgen kann. Da jedes Füllelement
12 der Füllmaschine 10 über seine mit der Drosseleinrichtung 63 versehene Verbindung
64 an die für alle Füllelemente 12 gemeinsame Rückgaskammer 26 angeschlossen ist,
wirkt sich jede am Druckfühler 33 vorgenommene Änderung der Druckeinstellung gleichzeitig
auf alle Füllelemente 12 aus, so daß für sämtliche Füllelemente 12 der für die Vorentlastungsphase
optimale Vorentlastungsdruck gemeinsam eingestellt werden kann und es ebenso eventuell
für alle Füllelemente 12 durch eine gemeinsame Einstellung möglich ist, den Rückgasdruck
in der Rückgaskammer 26 für eine an das Füllverhalten der aßzufüllenden Flüssigkeit
optimal angepaßte Fließ- oder Füllgeschwindigkeit anzupassen, sofern hierfür bei vorgegebenen
Eigenschaften der aßzufüllenden Flüssigkeit und unter Berücksichtigung des für die
Vorspannphase benötigten Vorentlastungsdruckes der Rückgasdruck in der Rückgaskammer
26 auf einen Wert zwischen dem kritischen Druck KD der Drosseleinrichtung 63 und dem
Fülldruck eingestellt werden kann.
[0032] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist auch vorgesehen, zumindest eine Teilmenge
des über die Verbindung 64 in die Rückgaskammer 26 aßgeführten Rückgases für die Gefäßvorspannung
und/oder für eine der Gefäßvorspannung vorausgehende Vorspülung zu verwenden. Dies
ist von wirtschaftlicher Bedeutung insbesondere dann, wenn der Flüssigkeitseinlauf
(Füllphase) beschleunigt oder weitestgehend unter LuftaßschluB bei niedrigem CO₂-Verbrauch
erfolgen soll. Dies setzt jedoch voraus, daß zum Vorspannen sowie bei dem ggf. dem
Vorspannen vorausgehenden Vorspülen in Inertgas, z.B. CO₂ benutzt wird. In einem solchen
Fall empfiehlt es sich, für die Weiterverwertung des Rückgases in jedem Füllelement
12 eine von der Verbindung 64 aßführende Leitung vorzusehen, die dann stromaßwärts
der Düse 65 an den Leitungsstrang 69 anschließt und an der der Ventilscheibe 52 zugewandten
Fläche der Sockelplatte 58 ausmündet. Außerdem ist die Ventilscheibe 52 mit einem
Verbindungskanal zu versehen, damit in einer der eigentlichen Vorspannstellung vorausgehenden
Betriebsstellung für Vorspülen und/oder Teilvorspannen der Ausgleichskanal 60 mit
der aßführenden Leitung verbindbar ist. In dieser vorzusehenden Betriebsstellung für
die Ventilscheibe 52 erfolgt bei noch nicht in Dichtlage mit dem Füllelement 12 verbrachtem
Gefäß 18 das Vorspülen, bei in Dichtlage mit dem Füllelement 12 verbrachtem Gefäß
18 das Teilvorspannen auf den einzuriegelnden Druck, worauf erst bei weitergehendem
Umlauf des Füllelementes 12 das eigentliche Vorspannen in der dafür vorgesehenen Betriebsstellung
der Ventilscheibe 52 durchgeführt wird. Bei eingenommener Betriebsstellung zum Vorspülen
und Teilvorspannen gelangt das unter dem einzuregelnden Druck stehende Rückgas aus
der Rückgaskammer 26 über die nicht dargestellte zuführende Leitung und den ebenfalls
nicht dargestellten Verbindungskanal in den Ausgleichskanal 60 und von dort aus über
die Ausgleichskammer 61 und das Innere des Füllrohres 13 in das Gefäß 18. In diesem
strömt es dann nach oben und verdrängt daßei die vom Gefäß 18 mitgebrachte Luft über
die noch nicht aßgedichtete Gefäßmündung nach außen, und zwar solange bis das Gefäß
18 bei weitergehendem Umlauf des Füllelementes 12 und dem daßei erfolgenden Aufwärtshub
des Hubzylinders 16 von diesem in die aus der Fig. 2 ersichtliche Dichtlage verbracht
worden ist. Mit eingenommener Dichtlage setzt dann das Teilvorspannen des Gefäßes
auf den einzuregelnden Druck ein. Besteht daßei die Gefahr, daß zum Vorspülen und
Teilvorspannen soviel Rückgas aus der Rückgaskammer 26 entnommen wird, daß mittels
des der Rückgaskammer 26 zuzuführenden Rückgases der für die Vorentlastungsphase
erforderliche Vorentlastungsdruck nicht aufrechterhalten werden kann, dann ist zu
dessen Aufrechterhaltung Spanngas in entsprechenden Mengen der Rückgaskammer 26 zuzuführen,
beispielsweise über eine vorzusehene, die Rückgaskammer 26 bzw. die verlängernde Leitung
31 mit der Ring-Verteilerkammer 25 bzw. der Spanngasleitung 29 verbindende, nicht
dargestellte Stichleitung, die vom Druckfühler 33 gesteuert werden und auch zur Beaufschlagung
der Rückgas kammer 26 mit dem einzuregelnden Rückgasdruck beim Herstellen der Betriebsbereitschaft
der Füllmaschine 10 Verwendung finden kann.
[0033] Die vorausgehenden Ausführungen treffen nicht nur auf die zuvorbeschriebene Füllmaschine
10 zu, die Füllelemente 12 mit jeweils einem gesteuerten Flüssigkeitsventil 48 aufweist,
welches aufgrund eines vom Schaltorgan 49 beim Anstieg der Flüssigkeit im Gefäß 18
auf eine vorbestimmte Füllhöhe aßgegebenen Signals in die Schließstellung gebracht
wird. Es kann auch, ohne daß der die Erfindung tragende Erfindungsgedanke verlassen
wird, das jeweilige Flüssigkeitsventil 48 aufgrund eines Signals geschlossen werden,
daß nach erfolgtem Einlauf einer dem Gefäß 18 tatsächlich zugeflossenen Flüssigkeitsmenge
von der Steuereinrichtung 47 ausgegeben wird. Auch kann das Flüssigkeitsventil in
üblicher Weise mechanisch in die Schließlage gebracht werden, nachdem mittels eines
füllhöhenbestimmenden Eingangs der weitere Anstieg der Flüssigkeit im Gefäß unterbrochen
wurde. Im letzteren Fall ist, wie Fig. 4 zeigt, anstelle des Schaltorganes 49 in üblicher
Weise der Eingang 79 der Verbindung 64 in das zu füllende Gefäß 18 zur Füllhöhenbestimmung
verlegt und ihm oberhalb im zuführenden Leitungsstrang 68 in bekannter Weise ein Kugelrückschlagventil
80 zur Unterbrechung des Flüssigkeitszulaufes in das Gefäß 18 zugeordnet worden.
Bei dieser Variante kann es auch zweckmäßig sein, das aßlaßventil 66 mechanisch zu
steuern und dessen Funktion der Ventilscheibe 52 zu übertragen.
[0034] Fig. 6 zeigt in schematischer Darstellung eine Einkammer-Gegendruck-Füllmaschine
10a in rotierender Bauart. Diese Füllmaschine 10a, die ebenfalls zum aßfüllen von
kohlensäurehaltigen Flüssigkeiten bestimmt ist, besitzt einen ringförmigen Flüssigkeitsbehälter
81, an dessen Unterseite mit einem gleichmäßigen gegenseitigen aßstand eine Vielzahl
von Füllelementen 82 vorgesehen sind, die jeweils einen mit einem Rückgasrohr 83 versehenen
Ventilkörper 84 sowie einen den aßfüllkanal bildenden Füllstutzen 85 aufweisen. Der
Füllstutzen 85 ist an seiner den aßfüllkanal begrenzenden Innenfläche als Ventilsitz
ausgeführt, der zusammen mit dem Ventilkörper 84 das Flüssigkeitsventil 86 bildet
und gegen den zum Schließen dieses Flüssigkeitsventils 86 der Ventilkörper 84 zur
Anlage gebracht werden kann. Der Ventilkörper 84 mit Gasventil 87′ wird zum Öffnen
und Schließen des Flüssigkeitsventils 86 über einen Steuerhebel 87 betätigt, der
mit Steuerkurven oder Steuernocken an einem nicht dargestellten, ortsfesten Steuerring
der Füllmaschine 10a zusammenwirkt.
[0035] Jedem Füllelement 82 ist eine Heb- und Senkvorrichtung zugeordnet, von der in der
Fig. 6 nur der zugehörige Tragteller 88 wiedergegeben ist. Die Füllmaschine 10a weist
weiterhin eine für sämtliche Füllelemente 82 gemeinsame, am Außenumfang des Flüssigkeitsbehälters
81 angesetzte ringförmige Kammer 89 auf, die mit einem einstellbaren oder einregelbaren
Druck beaufschlagt ist, welcher dem in der Vorentlastungsphase benötigten Vorentlastungsdruck
entspricht. Die Einstellung bzw. Einregelung dieses Druckes in der Kammer 89 erfolgt
beispielsweise mittels eines Druckfühlers, der dem Druckfühler 33 der Füllmaschine
10 entspricht und dem ein dem Regelventil 32 entsprechendes Regelventil in einem zur
Atmosphäre führenden Ausgang der Kammer 89 zugeordnet ist. Unterhalb der Kammer 89
und teilweise auch unterhalb des Flüssigkeitsbehälters 81 ist eine Steuerventilanordnung
90 vorgesehen, die über ein Betätigungselement 91′ mit Steuerkurven oder Steuernocken
eines nicht dargestellten ortsfesten Steuerrings der Füllmaschine 10a zusammenwirkt,
oder aßer auf andere, geeignete Weise, z.B. elektrisch oder elektro-pneumatisch gesteuert
wird. Der Eingang der Steuerventilanordnung 90 steht zumindest bei geschlossener Stellung
des Flüssigkeitsventils 86 über einen Verbindungskanal 91 mit dem aßfüllkanal stromaßwärts
hinter dem Flüssigkeitsventil 86 in Verbindung. Ein Ausgang der Steuerventilanordnung
90 jedes Füllelementes 82 ist an die Kammer 89 angeschlossen. Ein weiterer Ausgang
der Steuerventilanordnung 90 ist mit einer der Gefäßentlastung 73 entsprechenden Gefäßentlastung
92 verbunden, die einen zur Umgebung hin offenen Entlastungskanal 93 mit zugehörigem
Drosselorgan aufweist.
[0036] Die Steuerventilanordnung 90 besitzt drei Betriebsstellungen, und zwar eine erste
Betriebsstellung, in der keine Verbindung zwischen dem Eingang und den Ausgängen der
Steuerventilanordnung 90 besteht, eine zweite Betriebsstellung, in der der Eingang
sowie der erste Ausgang der Steuerventilanordnung 90 miteinander verbunden sind und
somit eine Strömungsmittelverbindung zwischen dem Verbindungskanal 91 und der Kammer
89 besteht, sowie eine dritte Betriebsstellung, in der der Eingang sowie der zweite
Ausgang der Steuerventilanordnung 90 miteinander verbunden sind und somit eine Strömungsmittelverbindung
zwischen dem Verbindungskanal 91 und der Gefäßentlastung 92 bzw. deren Entlastungskanal
93 besteht.
[0037] Zum Füllen des Gefäßes 18 wird dieses mittels der Heb- und Senkvorrichtung bzw. mittels
des Tragtellers 88 von unten her gegen das Füllelement 82 angedrückt, so daß das Gefäß
18 mit seiner Mündung unter Zwischenschaltung eines nicht dargestellten aßdichtelementes
dicht gegen den Füllstutzen 85 anliegt. Zur Einleitung der Füllphase wird durch Anheben
des Steuerhebels 87 in die in der Fig. 6 gezeigte Stellung das Gasventil 87′ geöffnet
und dadurch das Flüssigkeitsventil 86 freigegeben, so daß bei sich einstellendem Druckausgleich
zwischen dem Gefäß 18 und dem Flüssigkeitsbehälter 81 das Flüssigkeitsventil 86 öffnet
und die Flüssigkeit dem zu füllenden Gefäß 18 zufließen kann. Das Füllen des Gefäßes
18 ist aßgeschlossen, sobald die im Gefäß 18 aufsteigende Flüssigkeit das untere Ende
des Rückgasrohres 83 erreicht hat. Das Füllventil 84 wird dann geschlossen, womit
die Füllphase endgültig beendet ist. Die bisher in ihrer ersten Betriebsstellung befindliche
Steuerventilanordnung 90 wird dann für die anschließende Vorentlastung des gefüllten
Gefäßes 18 in die zweite Betriebsstellung gebracht, wodurch sich der Druck im gefüllten
Gefäß 18 über den Verbindungskanal 91 auf den in der Kammer 89 herrschenden bzw.
dort eingeregelten Vorentlastungsdruck entspannen kann. Auch bei dieser Ausführungsform
ist der Vorentlastungsdruck wiederum so eingestellt, daß aus der aßgefüllten Flüssigkeit
ungelöste Kohlensäure, also eventuell vorhandene Kohlensäurebläschen aufsteigen können,
es jedoch nicht zu einem Auf- oder Über schäumen der Flüssigkeit oder zu einem Austreten
dieser Flüssigkeit aus dem Gefäß 18 bei dem nachfolgenden Entlasten auf Atmosphärendruck
kommt. Erst nach dieser Vorentlastungsphase, auf den in der Kammer 89 vorhandenen
und über dem Atmosphärendruck liegenden Vorentlastungsdruck, der zur Beruhigung der
aßgefüllten Flüssigkeit für eine bestimmte Zeit aufrechterhalten wird, wird die Steuerventilanordnung
90 dann in ihre dritte Betriebsstellung gebracht, in der über die mit dem Verbindungskanal
91 verbundene Gefäßentlastung 92 das Gefäß 18 von dem Vorentlastungsdruck auf Atmosphärendruck
entlastet wird. Bei weitergehendem Umlauf des Füllelementes 82 wird das entlastete
Gefäß 18 durch aßsenken mittels des Tragtellers 88 bzw. der Heb- und Senkvorrichtung
von dem Füllelement 82 aßgenommen und kann dann in diesem Zustand im Bereich des Gefäßausschubes
der Füllmaschine 10a entnommen werden.
[0038] Die Fig. 7 und 8 zeigen ähnlich der Fig. 2, allerdings in vergrößerter Detaildarstellung
ein Füllelement 12′, welches zusammen mit weiteren, gleichartigen Füllelementen 12′
anstelle der Füllelemente 12 bei der Dreikammer-Gegendruck-Füllmaschine 10 Verwendung
finden kann und welches sich von dem Füllelement 12 lediglich dadurch unterscheidet,
daß die Düse 65 der Drosseleinrichtung 63 aus dem Leitungsstrang 69 in den Leitungsstrang
68 verlegt ist, und zwar in denjenigen Teil des Leitungsstranges 68, der zwischen
der aßzweigung zu dem Leitungsstrang 70 und der Ventilscheibe 52 liegt.
[0039] Bei dieser bevorzugten Ausführungsform der Erfindung erfolgt die Steuerung der Dreikammer-Gegendruck-Füllmaschine
10 bzw. deren Füllelemente 12′ mit dem ebenfalls langen Füllrohr 13 in der Weise,
daß nach Beendigung der Füllphase, d.h. nach dem Schließen des Flüssigkeitsventils
48 eine Vorentlastung des jeweils gefüllten Gefäßes 18 auf den in der Rückgaskammer
26 eingestellten Rückgasdruck erfolgt, und zwar wiederum über den Leitungsstrang 68
mit der Düse 65 und den Leitungsstrang 69. Bei dieser Ausführungsform der Erfindung
erfolgt aßer etwa bei Erreichen des Rückgas- bzw. Vorentlastungsdruckes und damit
während der Vorentlastungs-bzw. Beruhigungsphase ein Ausgleich der im Inneren des
Füllrohres 13 und im Gefäß 18 vorhandenen Flüssigkeitsstandhöhen bei Vorentlastungsdruck.
Hierfür wird nach dem Schließen des Flüssigkeitsventils 48 durch entsprechendes Umschalten
der Spanngasventil-Anordnung 50, welches (Umschalten) wiederum durch ein mit dem
Betätigungshebel 54 zusammenwirkendes Steuerelement 56 erfolgt, die Ventilscheibe
52 in eine Betriebsstellung bewegt, die in der Fig. 7 dargestellt ist und in der über
die in der Ventilscheibe 52 vorgesehene Steuernut 72 eine Verbindung zwischen dem
Ausgleichskanal 60, dem Spanngaskanal 62 und dem Leitungsstrang 69 hergestellt ist.
Durch diese Verbindung ist dann der Ausgleich der Flüssigkeitsstandhöhen bei Vorentlastungsdruck
in der Vorentlastungsphase möglich, wobei insbesondere auch eventuell im Füllrohr
13 freigesetzte Kohlensäure aus diesem Füllrohr über den Ausgleichskanal 60 in die
Rückgaskammer 26 aßfließen kann.
[0040] Nach aßlauf der Beruhigungs- bzw. Vorentlastungsphase erfolgt dann auch bei dieser
Ausführungsform die endgültige Entlastung des jeweiligen Gefäßes 18 auf Atmosphärendruck.
Hierfür wird die Ventilscheibe 52 der Spanngasventil-Anordnung 50 in eine Betriebsstellung
gebracht, in der über die für alle Betriebsstellungen einzige Steuernut 72 der Spanngas-Einleitkanal
62 und der Ausgleichskanal 60 mit dem Entlastungskanal 75 verbunden sind, jedoch eine
Verbindung zwischen den Leitungssträngen 68 und 69 unterbrochen ist.
[0041] Der vorbeschriebene Ausgleich der Flüssigkeitsstandhöhen während der Beruhigungs-
bzw. Vorentlastungsphase etwa bei Erreichen des Vorentlastungsdruckes hat erhebliche
Vorteile. Da während der Vorentlastung eventuell im Füllrohr 13 freigesetzte Kohlensäure
über den Ausgleichskanal 60 und den die Düse 65 nicht aufweisenden Leitungsstrang
69 in die Rückgaskammer 26 aßfließen kann, werden bei der Vorentlastung auch ein eventuelles
Gaspolster im Füllrohr 13 und ein damit verbundener Gasstoß aus dem Füllrohr vermieden.
Ein derartiger Gasstoß, der insbesondere bei der Entlastung auf Atmosphärendruck
auftreten würde, würde zu einer erheblichen Beunruhigung der Flüssigkeit insbesondere
auch im Gefäß 18 und damit zu einem zusätzlichen Freisetzen von Kohlensäure mit erheblicher
Schaumbildung führen. Der Ausgleich der Flüssigkeitsstandhöhen etwa bei Erreichen
des Vorentlastungsdrucks trägt also wesentlich zu einem besseren Verhalten der aßgefüllten
Flüssigkeit in der Entlastungsphase bei.
[0042] Da bei dieser Ausführungsform der Erfindung der Ausgleich der Flüssigkeitsstandhöhen
bereits stattgefunden hat, bevor die endgültige Entlastung des jeweiligen Gefäßes
18 auf Atmosphärendruck erfolgt, ist es auch möglich, bei Einleitung der endgültigen
Entlastung des Gefäßes auf Atmosphärendruck oder unmittelbar danach mit dem aßziehen
des gefüllten Gefäßes von dem zugehörigen Füllelement 12′ zu beginnen, und zwar bei
schonender Entleerung des Füllrohres 13 unter Vermeidung jeder Beunruhigung der Flüssigkeit,
die (Beunruhigung) zu einem unnötigen Freisetzen von Kohlensäure bzw. zu einer Schaumbildung
im Gefäß 18 führen könnte. Da insbesondere auch eine unnötige Schaumbildung im Füllrohr
13 oder in anderen Kanälen des jeweiligen Füllelementes 12′ verhindert wird, ergeben
sich bei dieser Ausführungsform geringe Tropfverluste und damit auch eine sauberere
Arbeitsweise für die Gegendruckfüllmaschine 10.
[0043] Der vorbeschriebene Ausgleich der Flüssigkeitsstandhöhen bei Vorentlastungsdruck
kann mit den vorgenannten Vorteilen grundsätzlich bei allen Gegendruckfüllmaschinen
mit langem Füllrohr angewandt werden.
[0044] Bei einer weiteren Ausführungsform erfolgt die Steuerung beispielsweise der Dreikammer-Gegendruck-Füllmaschine
10, welche z.B. wiederum die Füllelemente 12′ aufweist, in der Form, daß nach der
Vorentlastungs- bzw. Beruhigungsphase die Entlastung zunächst auf einen bei etwa 0,1
- 0,6 bar liegenden geringen Überdruck bzw. Entlastungsdruck vorgenommen wird. Dann,
wenn dieser geringe Überdruck von z.B. 0,5 bar erreicht ist, wird das entsprechende
Gefäß 18 vom zugehörigen Füllelement 12′ aßgezogen, so daß dann über die Gefäßmündung
die Entlastung auf Atmosphärendruck erfolgt. Um die Entlastung auf den geringen Überdruck
zu erreichen, wird nach aßschluB der Vorentlastungsphase entsprechend der Fig. 8 die
Ventilscheibe 52 in eine Betriebsstellung gebracht, in der bei unterbrochenen Leitungssträngen
68 und 69 der Ausgleichskanal 60, der Spanngas-Einleitkanal 62 und der Entlastungskanal
75 durch die Steuernut 72 miteinander verbunden sind. Außerdem wird das aßlaßventil
66 geöffnet. Unter Berücksichtigung des Rückgasdruckes in der Rückgaskammer 26 sind
die Düse 67 und das Drosselorgan 74 hinsichtlich ihres jeweiligen Durchmessers so
ausgewählt, daß sich im Gefäß 18 der gewünschte geringe Überdruck bzw. Entlastungsdruck
einstellt. Der Vorteil dieses Verfahrens ist eine besonders schonende Behandlung insbesondere
auch solcher Flüssigkeiten bzw. Getränke, die zu einer erhöhten Freisetzung von Kohlensäure
bzw. zu einem erhöhten Aufschäumen neigen. Die Entlastung auf einen geringen Überdruck
kann grundsätzlich bei allen Gegendruck-Füllmaschinen in füllrohrloser Ausführung
oder mit Füllrohr Anwendung finden, und zwar insbesondere mit dem Vorteil, daß gelockerte
bzw. freigesetzte Kohlensäure und Luftblasen schonend zur Atmosphäre aßgeführt werden.
[0045] Bei dem vorstehend beschriebenen Ausführungsbeispiel wurde davon ausgegangen, daß
zur Erzeugung des geringen Überdrucks der Rückgasdruck in der Rückgaskammer 26 verwendet
wird. Grundsätzlich ist es auch möglich, hierfür eine gesonderte bzw. zusätzliche
Kammer vorzusehen, die ein Druckmedium aufweist. Diese Ausführung hätte den Vorteil,
daß der Vorentlastungsdruck in der Rückgaskammer 26 variiert werden kann, ohne daß
sich dadurch der geringe Überdruck bzw. Entlastungsdruck ändert.
[0046] Es ist noch zu ergänzen, daß sich mit dem erfindungsgemäßen Verfahren nicht nur die
Fülleistung steigern, sondern auch die Sauerstoffaufnahme beim aßfüllvorgang vermindern
läßt, weil sowohl der Fülldruck gesenkt werden kann, als auch die Möglichkeit gegeben
ist, daß während der Vorentlastung vom Füllvorgang her im aßgefüllten Getränk vorhandene
Luftblasen unter dem Vorentlastungsdruck aufsteigen können. Dies ist insbesondere
bei der aßfüllung von Bier von Vorteil.
1. Verfahren zum aßfüllen von kohlensäurehaltigen Flüssigkeiten, insbesondere Getränken,
unter Gegendruck in Gefäße oder dgl. bei welchem während einer auf die Gefäßvorspannung
folgenden Füllphase der Einlauf der unter einem Fülldruck stehenden Flüssigkeit in
ein jeweiliges, in Dichtlage mit einem Füllelement befindliches Gefäß erfolgt und
aus demselben zumindest zeitweise das von der einlaufenden Flüssigkeit verdrängte
Rückgas über einen Rückgasweg des Füllelementes aßgeführt wird, und bei welchem nach
Beendigung der Füllphase und bei weiterhin in Dichtlage mit dem Füllelement befindlichem
Gefäß zunächst in einer Vorentlastungsphase eine Vorentlastung des Gefäßes auf einen
Vorentlastungsdruck und anschließend eine Entlastung des Gefäßes auf Atmosphärendruck
erfolgen, dadurch gekennzeichnet, daß der Vorentlastungsdruck auf einen zwischen dem Atmosphärendruck und dem Sättigungsdruck
der Flüssigkeit liegenden Druck derart eingeregelt wird, daß während der Vorentlastungsphase
gerade noch ein Aufsteigen von freigesetzter Kohlensäure in der aßgefüllten Flüssigkeit
möglich ist, ohne daß es bei der Entlastung auf Atmosphärendruck zu einem unerwünschten
Entweichen von Flüssigkeit aus dem gefüllten Gefäß verursacht durch Aufschäumen der
Flüssigkeit kommt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest während der Vorentlastungsphase
das gefüllte Gefäß mit einer Kammer in Verbindung steht, in der der Vorentlastungsdruck
eingeregelt ist.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das jeweilige Gefäß nach
der Füllphase über eine Steuerventilanordnung mit der auf den Vorentlastungsdruck
eingeregelten Kammer verbunden wird.
4. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß während der Füllphase das
verdrängte Rückgas mit Druckgefälle über eine mit einer Drosseleinrichtung versehene
und den Rückgasweg bildende Verbindung in die auf den Vorentlastungsdruck eingeregelte
Kammer aßgeführt wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1-4, dadurch gekennzeichnet, daß der in der
Kammer eingeregelte Druck kleiner als der Sättigungsdruck der aßzufüllenden Flüssigkeit
ist.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1-4, dadurch gekennzeichnet, daß der in der
Kammer eingeregelte Druck dem Sättigungsdruck der aßzufüllenden Flüssigkeit entspricht
oder ein dem Sättigungsdruck angenäherter Druck ist.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 4-6, dadurch gekennzeichnet, daß der in der
Kammer eingeregelte Druck zwischen dem Fülldruck und einem kritischen Druck der Drosseleinrichtung
liegt.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1-7, dadurch gekennzeichnet, daß der in der
Kammer eingeregelte Druck in aßhängigkeit vom Fülldruck der aßzufüllenden Flüssigkeit,
vorzugsweise kontinuierlich in aßhängigkeit vom Fülldruck der aßzufüllenden Flüssigkeit
eingeregelt wird.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 4-8, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest
eine Teilmenge des über die Verbindung in die Kammer verdrängten Rückgases für die
Gefäßvorspannung und/oder für eine der Gefäßvorspannung vorausgehende Vorspülung verwendet
wird.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1-9, dadurch gekennzeichnet, daß während der
Vorentlastungsphase, vorzugsweise bei im Gefäß erreichtem Vorentlastungsdruck ein
Ausgleich der Flüssigkeitsstandhöhen im Gefäß sowie im Füllrohr des Füllelementes
erfolgt.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 1-10, dadurch gekennzeichnet, daß nach erfolgter
Vorentlastung und noch vor der endgültigen Entlastung des Gefäßes auf Atmosphärendruck
eine Entlastung auf einen geringen, etwa zwischen 0,1 - 0,6 bar einstellbaren Überdruck
erfolgt.
12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß dann, wenn der geringe
Überdruck erreicht ist, das Gefäß von dem Füllelement aßgenommen wird und über die
Gefäßmündung die endgültige Entlastung auf Atmosphärendruck erfolgt.
13. Verfahren nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, daß das jeweilige
Gefäß bei der Entlastung auf den geringen Überdruck über wenigstens eine Düse oder
wenigstens ein Drosselelement mit der Atmosphäre in Verbindung steht.
14. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1-13, mit
einem Flüssigkeitsbehälter für die aßzufüllende Flüssigkeit, mit wenigstens einem
Füllelement, mit dem das jeweilige zu füllende Gefäß zumindest während der Gefäßvorspannung,
der Füllphase sowie der eine Vorentlastung auf einen Vorentlastungsdruck aufweisenden
Entlastung des gefüllten Gefäßes auf Atmosphärendruck in Dichtlage verbracht ist,
mit einem am Füllelement vorgesehenen aßfüllkanal, der über ein gesteuertes Flüssigkeitsventil
mit dem Flüssigkeitsbehälter in Verbindung steht, mit einem am Füllelement gebildeten
Rückgasweg für das aus dem jeweiligen Gefäß während der Füllphase verdrängte und/oder
während der Gefäßentspannung aßfließende Rückgas sowie mit einer mit einem Ausgang
zur Atmosphäre versehenen Kammer, die zumindest während der sich an die Füllphase
anschließenden Vorentlastungsphase mit dem Rückgasweg in Verbindung steht, dadurch
gekennzeichnet, daß an den Ausgang (30) der Kammer (26, 89) oder an eine diesen Ausgang
(30) verlängernde Leitung (31) ein Regelventil (32) angeschlossen ist, welches geöffnet
wird, wenn der in der Kammer (26, 89) vorhandene Druck den einzuregelnden Vorentlastungsdruck
überschreitet.
15. Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß dem Regelventil (32)
ein in die Kammer (26, 89) oder in die den Ausgang (30) verlängernde Leitung (31)
eingesetzter, den einzuregelnden Druck aufnehmender Druckfühler (33) zugeordnet
ist, der das Regelventil (32) in eine Öffnungslage steuert, wenn der Druck in der
Kammer den einzuregelnden Vorentlastungsdruck überschreitet.
16. Vorrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß dem den einzuregelnden
Vorentlastungsdruck aufnehmenden Druckfühler (33) ein in einer die aßzufüllende Flüssigkeit
dem Flüssigkeitsbehälter (11) zuführenden Leitung (28) eingesetzter weiterer Druckfühler
(34) in der Weise zugeordnet ist, daß das Regelventil (32) dann in eine Öffnungslage
gebracht wird, wenn die Druckdifferenz zwischen dem vom Druckfühler (33) aufgenommenen
Druck und dem vom weiteren Druckfühler (34) aufgenommenen Druck einen vorgegebenen
Wert überschreitet.
17. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 14-16, dadurch gekennzeichnet, daß bei einem
mit einem langen Füllrohr (13) und einer gesteuerten Spanngas-Ventilanordnung (50)
versehenen sowie auch an eine Vorspannkammer (25) für Vorspanngas angeschlossenen
Füllelement (12, 12′) die mit dem Ausgang zur Atmosphäre versehene Kammer eine Rückgaskammer
(26) ist, welche an den Rückgasweg angeschlossen ist, der von einer mit einer Drosseleinrichtung
(63) versehenen und durch die Spanngasventilanordnung (50) aßsperrbaren Verbindung
(64) gebildet ist.
18. Vorrichtung nach Anspruch 17, bei der das mindestens eine Füllelement eine aßsperrbare
Verbindung aufweist, die in einem mit einer als Drosselorgan wirkenden Düse versehenen
Leitungsstrang ein aßlaßventil besitzt, welches für ein Füllen mit erhöhter Füllgeschwindigkeit
in eine Öffnungslage steuerbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß die mit der Drosseleinrichtung
(63) versehene aßsperrbare Verbindung (64) außer dem mit der Düse (67) und dem aßlaßventil
(66) versehenen Leitungsstrang (70) noch einen mit einer weiteren Düse (65) und einem
aßsperrventil (52, 67) versehenen weiteren Leitungsstrang (69) für ein Füllen mit
verminderter Füllgeschwindigkeit aufweist.
19. Vorrichtung nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß das aßsperrventil als
Rückschlagventil (77) ausgebildet ist.
20. Vorrichtung nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß das aßsperrventil in
der Art eines Flachschieberventils ausgebildet und mit einer für mehrere Betriebsstellungen
eingerichteten Ventilscheibe (52) versehen ist, die beim Maschinenumlauf mittels Steuerelemente
(56) in die Betriebsstellungen, z.B. für "Vorspannen", "Füllen und anschließendes
Vorentlasten" und "Entlasten auf Atmosphärendruck" schwenkbar ist.
21. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 15-20, dadurch gekennzeichnet, daß bei Ausbildung
des mindestens eines Füllelementes (12, 12′) mit einer mechanischen Steuerung für
das steuerbare Flüssigkeitsventil (48) der gefäßseitige Eingang der den Rückgasweg
bildenden aßsperrbaren Verbindung (64) zur Füllhöhenbestimmung ausgebildet und zum
Einführen in das zu füllende Gefäß (18) dem Füllrohr (13) des Füllelementes (12, 12′)
zugeordnet ist.
22. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 15-20, dadurch gekennzeichnet, daß bei Ausstattung
des mindestens eines Füllelementes (12, 12′) mit einem elektrisch steuerbaren Flüssigkeitsventil
(48) und einem Signalgeber, der bei Erreichen einer Ansprechfüllhöhe ein Signal zum
Steuern des Flüssigkeitsventils (48) in die Schließlage aßgibt, der Signalgeber ein
auf der Außenseite des Füllrohres (13) angebrachtes elektrisches Schaltorgan (49)
ist.
23. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 14-22, dadurch gekennzeichnet, daß an die
Rückgaskammer (26) oder an die mit der Drosseleinrichtung (63) versehene aßsperrbare
Verbindung (64) stromaßwärts der Drosseleinrichtung (63) eine aßsperrbare, Rückgas
aßführende Leitung angeschlossen ist, die zum Vorspülen und/oder Vorspannen eines
zu füllenden Gefäßes (18) mit Rückgas an einen im Füllelement gebildeten und mit
dem Füllrohr (13) in Verbindung stehenden Ausgleichskanal (60) anschaltbar ausgebildet
ist.
24. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 14-23, dadurch gekennzeichnet, daß bei Ausbildung
der Vorrichtung als Einkammer-Gegendruck-Füllmaschine (10a) eine Steuerventilanordnung
(90) vorgesehen ist, die für die Vorentlastungsphase in eine Betriebsstellung schaltbar
ist, in der die Steuerventilanordnung (90) den Rückgasweg mit der zusätzlich zu dem
Flüssigkeitsbehälter (81) vorgesehenen und den eingeregelten Vorentlastungsdruck aufweisenden
Kammer (89) verbindet.
25. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 14-24, dadurch gekennzeichnet, daß bei Ausbildung
des wenigstens einen Füllelementes (12, 12′) mit Füllrohr (13) eine Steuerventilanordnung
(50) vorgesehen ist, die für einen Ausgleich der im Inneren des Füllrohres (13) und
im Gefäß vorhandenen Flüssigkeitsstandhöhen bei Vorentlastungsdruck in eine Betriebsstellung
schaltbar ist, in der das Innere des Füllrohres (13) mit dem über dem Flüssigkeitsspiegel
liegenden Raum des Gefäßes sowie mit einem Kanal (69) verbunden ist, der seinerseits
mit der mit dem Ausgang zur Atmosphäre versehenen Kammer bzw. mit der Rückgaskammer
(26) in Verbindung steht, wobei vorzugsweise der an die Rückgaskammer (26) führende
Kanal ein die Drosseleinrichtung (63) nicht aufweisender Leitungsstrang (69) des
Rückgasweges ist.
26. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 14-25, gekennzeichnet durch einen am Füllelement
(12, 12′) vorgesehenen, über wenigstens ein Drosselorgan (74) zur Atmosphäre hin
offenen Entlastungskanal (75), der zum Entlasten des Gefäßes (18) an den über dem
Flüssigkeitsspiegel liegenden Raum des Gefäßes sowie ggf. auch an das Innere eines
Füllrohres (13) sowie an einen mit einer Düse (67) versehenen, aßsperrbaren und an
die Rückgaskammer (26) führenden Leitungsstrang (70) anschaltbar ist, und daß das
Drosselorgan (74) sowie die Düse (67) derart ausgewählt sind, daß sich bei geöffnetem
Leitungsstrang (70) ein geringfügig über Atmosphärendruck liegender Entlastungsdruck,
vorzugsweise ein Entlastungsdruck zwischen 0,1 und 0,6 bar ergibt, wobei vorzugweise
der mit der Düse (67) versehene Leitungsstrang (70) Teil der Drosseleinrichtung (63)
ist.