[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Gasregelgerät nach dem Oberbegriff des Anspruchs
1.
[0002] Aus EP-B1 0062856 ist ein Gasregelgerät mit Servodruckregler bekannt, dessen Sollwert
mit Hilfe eines auf den Druckregler aufgesetzten Elektromagnetantriebs verstellbar
ist. Er erhält als Hilfsenergie über eine Drosselstelle und ein Einschaltmagnetventil
den am Einlaß des Gasregelgeräts anstehenden Versorgungsgasdruck. Er regelt den Druck
am Ausgang des Gasregelgerätes, welcher zu diesem Zweck auf eine Membran einwirkt,
die auf der gegenüberliegenden Seite an einer Regelfeder anliegt. Der gehäusefeste
Abstützpunkt dieser Regelfeder wird durch den genannten Magnetantrieb verstellt, wodurch
der Sollwert des Druckreglers einstellbar ist.
[0003] Aufgabe der Erfindung ist es, ein demgegenüber vereinfachtes Regelgerät zu schaffen,
welches zudem leicht an unterschiedliche Betriebsbedingungen des angeschlossenen Gasverbrauchers
angepaßt werden kann.
[0004] Diese Aufgabe wird durch das in Anspruch 1 angegebene Gasregelgerät gelöst.
[0005] Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
Sie wird nachfolgend anhand eines in der Zeichnung wiedergegebenen Ausfürungsbeispieles
erläutert. Dabei zeigt:
Fig. 1 in Draufsicht (Fig. 1 a), sowie in zwei orthogonalen Schnitten (Fig. 1 b und
1 c) die hier interessierenden Teile des Gasregelgeräts, nämlich den Elektromagnetantrieb,
das Einschaltventil den Servodruckregler und das Hauptregelventil;
Fig. 2 schematisch die Wirkverbindung zwischen dem Anker des Elektromagneten einerseits
und der Ventilstange des Einschaltventils sowie dem Betätigungsstift des Druckreglers
andererseits in verschiedenen Betriebsstellungen;
Fig. 3 den Verlauf des Ausgangsdrucks P des Druckreglers in Abhängigkeit vom Strom
i durch die Spule des Elektromagneten.
[0006] In Fig. 1 trägt ein Gehäuseoberteil 1 einen Elektromagneten 2, einen Servodruckregler
3 sowie ein Einschaltventil 4. Dabei ist in Fig. 1 die tatsächliche räumliche Lage
von Servodruckregler 3 und Einschaltventil 4 wiedergegeben, während in Fig. 1 b das
Einschaltventil 4 gegenüber dem Servodruckregler 3 um den Betrag A nach links seitlich
versetzt dargestellt ist, um ein gegenseitiges verdecken zu vermeiden. Der Elektromagnet
2 besteht aus einem Joch 5, einem über ein Federblech 6 hieran kippbar befestigten
Anker 7, einem Magnetkern 8 und einer diesen umgebenden Erregerspule 9. Der ebenfalls
vom Gehäuseoberteil 1 getragene Servodruckregler 3 besteht aus einer Membran 11, einer
Regelfeder 12, einem von der Membran 11 getragenen Schließkörper 13 sowie einem mit
diesem zusammenwirkenden Ventilsitz 14, wobei Schließkörper und Ventilsitz ein Servoventil
bilden. Die Regelfeder 12 ist mit ihrem der Membran 11 abgewandten Ende auf ein Haltestück
15 aufgesetzt, das am freien Ende des Betätigungsstifts 16 sitzt. Die Membrankammer
17 zwischen Membran 11 und Ventilsitz 14 ist über einen Kanal 18 an die Auslaßseite
19 des Gasregelventils angeschlossen. Der Raum 20 unterhalb des Ventilsitzes 14 steht
einerseits über das Einschaltventil 4 und eine Drosselstelle 21 mit dem Einlaß 22
des Gasregelgeräts in Verbindung und bildet andererseits die Antriebskammer des membranbetätigten
Gasregelventils. Dieses besteht aus einem zwischen Gaseinlaß 22 und Gasauslaß 19 befindlichen
Ventilsitz 23 und einem zugehörigen, in Schließrichtung durch eine Feder 24 vorgespannten
Schließkörper 25, der über eine Membran 26 vom Druck in der Antriebskammer 20 in Öffnungsrichtung
beaufschlagt ist. Das Gasregelventil 23 bis 26 ist in einem Gehäuseunterteil 27 untergebracht,
welches unter Zwischenfügung einer Dichtplatte 28 mit dem Gehäuseoberteil 1 verschraubt
ist.
[0007] Bei hohem Steuerdruck in der Kammer 20 wird über die Membran 26 das Regelventil 23,
25 weiter geöffnet als bei niedrigem Steuerdruck. Zur Verringerung des Steuerdrucks
in der Antriebskammer 20 kann der Schließkörper 13 vom Ventilsitz 14 abheben, um den
Steuerdruck in der Kammer 20 über die Membrankammer 17 und den Kanal 18 zum Auslaß
19 des Gasregelgeräts hin abzubauen. Aufbau und Wirkungsweise solcher Servodruckregler
sind an sich bekannt, beispielsweise aus EP-PS 00 62 856 und 00 39 000.
[0008] Schließlich trägt das Gehäuseoberteil 1 noch das in Fig. 1 und 1 c dargestellte Einschaltventil
4, bestehend aus einem Ventilsitz 31 und einem an der Ventilstange 32 befestigten
Schließkörper 33 sowie einem dem Sitz 31 gegenüberliegenden zweiten Ventilsitz 34,
der einen Durchlaß 35 zum Auslaß 19 des Gasregelgeräts hin aufweist. Eine Dichtmembran
36 dichtet die Kammer 37 oberhalb des Ventilsitzes 31 gegenüber der diese Membran
durchdringenden Ventilstange 32 ab. Über die Drosselstelle 21 ist die Kammer 37 an
den Einlaß 22 des Gasregelgeräts angeschlossen. Über einen Kanal 38 steht der Raum
zwichen den beiden Ventilsitzen 31 und 34 des Einschaltventils 4 mit der Antriebskammer
20 (vergl. Fig. 1b) in Verbindung. Eine Schließfeder 39 stützt sich einseitig am Gehäuseoberteil
1 ab und liegt andererseits an einem Bund 40 der Ventilstange 32 an. Sie spannt den
Schließkörper 33 des Einschaltventils 4 in Schließrichtung des Ventilsitzes 31 vor.
[0009] Wird das Einschaltventil 31, 33 geöffnet, so gelangt der Eingangsgasdruck über die
Drosselstelle 21 in die Antriebskammer 20. Auf diese Weise wird die Antriebskammer
des Regelventils 23 bis 26 mit der erforderlichen Hilfsenergie, nämlich dem Eingangsgasdruck
versorgt. Steigt der Gasdruck am Auslaß 19 über einen durch den Betätigungsstift 16
über die Regelfeder 12 vorgegebenen Sollwert an, so verschiebt dieser auf die Unterseite
der Regelmembran 11 einwirkende Ausgangsdruck die Membran 11 und hebt den Schließkörper
13 vom Ventilsitz 14 ab. Der Steuerdruck in der Antriebskammer 20 wird über das Ventil
13/14 teilweise zum Auslaß 19 abgebaut. Infolge dieser Verringerung des Steuerdrucks
in der Kammer 20 kann die Schließfeder 24 des Regelventils dessen Schließkörper 25
in Richtung Schließstellung verschieben. Er drosselt damit den Gasdurchsatz zwischen
Einlaß 22 und Auslaß 19 und verringert folglich den Ausgangsdruck des Gasregelgeräts.
Sinkt hingegen der Gasdruck am Auslaß 19 und damit auch die von unten auf die Regelmembran
11 einwirkende Kraft, so baut sich in der Antriebskammer 20 ein höherer Steuerdruck
auf, weil das Abblasventil 13/14 durch die Kraft der Regelfeder 12 geschlossen gehalten
wird. Dieser erhöhte Steuerdruck in der Kammer 20 bewegt die Antriebsmembran 26 und
mit ihr den Schließkörper 25 des Regelventils 23, 25 nach unten. Hierdurch wird das
Regelventil weiter geöffnet, und der Auslaßdruck steigt wieder an.
[0010] Am Anker 7 des Elektromagneten ist mittels zweier Niete 41 eine Blattfeder 42 befestigt,
deren freies Ende 43 auf die Ventilstange 32 des Einschaltventils 4 einwirkt. Die
Ventilstange 32 ist hierzu mit einem Bund 44 versehen, an dem das mit einem Loch ausgestattete
freie Ende 43 der Blattfeder 42 anliegt. Ein im Durchmesser verringertes Endstück
45 der Ventilstange 22 trägt in einer umlaufenden Nut einen Sperring 46. Die Ventilstange
32 steht unter dem Einfluß der Rückstellfeder 39, die sich einerseits gehäusefest
an einer Zwischenwand 47 und andererseits am Bund 40 der Ventilstange 32 abstützt.
Sie wirkt in Schließrichtung ds Einschaltventils 31, 33.
[0011] Weiterhin ist am Anker 7 mittels zweier Niete 51 ein relativ steifer Ausleger 52
in Form eines flachen Blechs befestigt, dessen freies Ende 53 ein Loch 54 aufweist,
durch welches ein im Durchmesser verringertes Endstück 55 des Betätigungsstifts 16
hindurchragt. Der Stift hat einen Bund 56, gegen den sich im Betrieb das freie Ende
53 des Auslegers 52 legt und damit den Stift 16 mitnimmt. Die Bewegung des Stifts
16 in Achsrichtung ist durch zwei Anschläge in Form von Sprengringen 57 und 58 begrenzt.
Der Sprengring 57 wirkt mit einer Schraubhülse 59 zusammen, die in einer Buchse 60
durch Verschrauben verstellbar ist. Die Buchse 60 ihrerseits kann im Gewinde 61 des
gehäusefesten Rohrstücks 62 verstellt werden.
[0012] Der Ausleger 52 ist, wie Fig. 1 b zeigt, mit seinem freien Ende gegenüber der Ebene
des Ankers 7 von diesem weg abgebogen und steht unter der Vorspanung einer in ein
Gewindeloch des Ankers 7 eingeschraubten Zylinderkopfschraube 63, deren Kopf den Ausleger
52 in Richtung auf den Anker 7 drückt.
[0013] Der Anker 7 wird, wie Fig. 1c zeigt, von einer Rückstellfeder 64 vom Polstück 65
des Magnetkerns 8 weggedrückt. Zu diesem Zweck stützt sich die Feder 64 einerseits
am Gehäuseoberteil 1 ab und trägt andererseits an ihrem freien Ende ein Übertragungsstück
66, in welches eine im Anker 7 verstellbare Justierschraube 67 mit ihrem Stiftansatz
68 hineinragt. Sobald dieser Stiftansatz 68 am Boden 69 der Zylinderbohrung des Übertragungsstücks
66 anliegt, drückt die Rückstellfeder 64 über die Justierschraube 67 den Anker 7 vom
Polstück 65 weg. Der Anker steht ferner unter dem Einfluß der durch die Schließfeder
39 vorgespannten Ventilstange 32, welche über den Bund 44 und die Blattfeder 42 den
Anker ebenfalls vom Polstück 65 wegzudrücken sucht.
[0014] Zur Erläuterung der Arbeitsweise des Gasregelgeräts wird nachfolgend zusätzlich auf
Fig. 2 Bezug genommen, in der
Fig. 2a schematisch die Lage von Anker 7, Ventilstange 32 und Betätigungsstift 16
bei abgeschaltetem Gasregelgerät und geschlossenem Einschaltventil 4;
Fig. 2b die Lage der genannten Teile bei geöffnetem Einschaltventil 4 aber noch unwirksamen
Servodruckregler, d. h. bei minimalen Ausgangsdruck des Gasregelgerätes; und schließlich
Fig. 2c die Lage der genannten Teile bei einer Einstellung des Servodruckreglers auf
einen zwischen minimalem und maximalem Ausgangsdruck liegenden Sollwert, d. h. im
Modulationsbereich des Servodruckreglers wiedergibt.
[0015] Bei stromloser Erregerspule 9 hält die Schließfeder 39 über den Bund 40 und die Ventilstange
32 das Einschaltventil 31, 33 geschlossen, während die Schließfeder 24 den Schließkörper
25 des Gasregelventils ebenfalls in Schließlage hält. Damit ist der Ausgangsdruck
P am Auslaß 19 des Gasregelgeräts gleich Null (vergl. Fig. 3). Unter dem Einfluß der
Regelfeder 12 liegt der Betätigungsstift 16 mit seinem Sprengring 58 an der Buchse
60 an. Die Regelfeder 12 hat somit die geringstmögliche Vorspannung.
[0016] Sobald der Strom durch die Erregerspule 9 eingeschaltet wird und eine gewisse Mindestgröße
erreicht, kippt der Anker 7 um das Federgelenk 6 und drückt mit der Blattfeder 42
die Ventilstange 32 gegen die Kraft der Rückstellfeder 39 nach unten Damit hebt der
Schließkörper 33 vom Ventilsitz 31 ab und Gas kann vom Einlaß 22 des Gasregelgeräts
über die Düse 21 durch das Einschaltventil 31, 33 hindurch in die Antriebskammer 20
des Membranantriebs für das Gasregelventil 23 bis 26 einströmen. Zugleich verschließt
der Schließkörper 33 den gegenüberliegenden Ventilsitz 34 und sperrt damit die Verbindung
der Antriebskammer 20 über den Durchlaß 35 zum Auslaß 19. Sobald in der Kammer 20
ein ausreichender Druck aufgebaut ist, verschiebt die Membran 26 über den Stößel 29
den Schließkörper 25 nach unten und hebt diesen vom Ventilsitz 23 ab. Damit kann Gas
vom Einlaß 22 zum Auslaß 19 strömen. Der am Auslaß 19 antstehende Ausgangsdruck gelangt
zugleich über den Kanal 18 in die Kammer 17 unterhalb der Regelmembran 11 des Druckreglers.
Steigt der Ausgangsdruck über denjenigen Wert an, bei dem die von oben auf die Membran
11 einwirkende Kraft der Regelfeder 12 die vom Gasdruck in der Kammer 17 von unten
her auf die Membran 11 ausgeübte Kraft übersteigt, so hebt der Schließkörper 13 vom
Ventilsitz 14 ab, und der in der Antriebskammer 20 herrschende Steuerdruck wird durch
das Steuerventil 13, 14 hindurch und den Kanal 18 zum Auslaß 19 hin abgebaut. Diese
Druckverringerung führt dazu, daß die auf die Antriebsmembran 26 von oben einwirkende
Kraft nachläßt und die Schließfeder 24 des Regelventils 23 bis 26 dessen Schließkörper
25 in eine Position mit geringerem Gasdurchlaß verschiebt. Damit nimmt der Druck am
Auslaß 19 wieder ab. Es stellt sich ein Kräftegleichgewicht ein, welches den minimalen
Gasdruck P am Auslaß 19 bestimmt. Fig. 3 zeigt im Bereich von i = 0 bis i = i, den
Bereich, in welchem der Anker 7 zwar bewegt aber das Einschaltventil 4 noch nicht
geöffnet ist. Mit dem Strom 1
1 öffnet das Einschaltventil 4 und läßt in der geschilderten Weise am Ausgang den minimalen
Ausgangsdruck Pmin entstehen. Die Höhe dieses Drucks läßt sich mit Hilfe der Buchse
60 verstellen, welche wie erwähnt mit dem Sprengring 58 auf dem Betätigungsstift 16
zusammenwirkt. Bei der geschilderten Betätigung des Einschaltventils, d. h. beim Übergang
von der Position der Teile gemäß Fig. 2a auf diejenige nach Fig. 2b liegt einerseits
die Justierschraube 67 noch nicht am Übertragungsstück 66 der Rückstellfeder 64 an
und andererseits wirkt der Ausleger 52 noch nicht über den Bund 56 auf den Betätigungsstift
16 ein.
[0017] Erst wenn bei weiterer Erhöhung des Stroms i der Wert i
2 erreicht wird, ergibt sich die aus Fig. 2b ersichtliche Position der Geräteteile.
Nunmehr liegt die Justierschraube 67 mit ihrem Zylinderansatz 68 am Boden 69 des Übertragungs
stücks 66 an. Außerdem hat der Ausleger 52 die Totzone Z bis zum Bund 56 des Betätigungsstifts
16 durchlaufen und wird bei weiterer Stromerhöhung über diesen Bund 56 den Betätigungsstift
16 mitnehmen. Zuvor hat die Blattfeder 42 die Ventilstange 32 so weit verschoben,
daß die Rückstellfeder 39 stark zusammengedrückt und gespannt ist und der Schließkörper
33 auf dem gegenüberliegenden Sitz 34 aufsitzt. Damit verschließt der Schließkörper
33 den Kanal 35 zum Auslaß 19 des Gasregelgeräts. Steigt der Strom i über den Wert
i
2 hinaus weiter an und durchläuft den Modulationsbereich bis zum Wert i
3, so wird über den Ausleger 52 der Betätigungsstift 16, wie in Fig. 2c gezeigt, mit
nach unten genommen und die Regelfeder 12 zusammengedrückt. Damit erhöht sich die
auf die Oberseite der Membran 11 einwirkende, den Sollwert des Ausgangsdrucks des
Gasregelgeräts bestimmende Kraft. Je weiter der Betätigungsstift 16 nach unten gedrückt
wird, umso größer wird diese Kraft und umso größer muß der in der Kammer 17 wirksame,
über den Kanal 18 zugeführte Ausgangsdruck des Gasregelgerätes werden, ehe er über
die Membran 11 den Schließkörper 13 des Abblasventils 13, 14 von seinem Sitz 14 abzuheben
vermag. Erst wenn der Ausgangsdruck diese erhöhte Kraft der Regelfeder 12 übersteigt
und das Ventil 13, 14 öffnet, wird der Steuerdruck in der Antreibskammer 20 über das
genannte Ventil und den Kanal 18 zum Auslaß 19 hin abgebaut, so daß die Schließfeder
24 des Regelventils seinen Schließkörper 25 nach oben bewegt und damit den Gasdurchsatz
durch das Regelventil und folglich auch den Ausgangsdruck P verringert. Mit zunehmendem
Ankerstrom steigt somit im Modulationsbereich zwischen den Stromwerten i
2 und is der Ausgangsdruck P an. Diese Situation ist in Fig. 2c wiedergegeben.
[0018] Schließlich wird beim Erreichen des Stromwerts i
3 der Betätigungsstößel 16 so weit nach unten verschoben sein, daß der Sprengring 57
an der Schraubhülse 59 anliegt. Damit ist der maximale Ausgangsdruck Pmax erreicht.
Dieser läßt sich durch Verstellen der Schraubhülse 59 in der Buchse 60 einstellen.
Andererseits kann der minimale Ausgangsdruck Pmin durch Verstellen der Buchse 60 im
Gewinde 61 des gehäusefesten Rohrstücks 62 eingestellt werden.
[0019] Sobald, wie in Fig. 2b gezeigt, die Justierschraube 67 am Übertragungsstück 66 anliegt,
wird bei der weiteren Bewegung des Ankers 7 auch die Rückstellfeder 64 unter Spannung
gesetzt. Sie unterstützt damit die Regelfeder 12, und durch Verstellen der Justierschraube
67 kann die Größe bzw. der Einfluß der von der Feder 64 auf den Anker 7 ausgeübten
Rückstellkraft einjustiert werden. Hiermit läßt sich die Steilheit der Druck/Stromkennlinie
im Modulationsbereich einstellen. Der Betrag der Totzone Z wird mit der Schraube 63
vorgegeben, die mit ihrem Kopf am Ausleger 52 anliegend, dessen Abspreizung von der
Ebene des Ankers 7 bestimmt. Ein nichtmagnetisches Abstandsstück 70 am Anker 7 gewährleistet,
daß der Anker unter keinen Umständen am Polstück 65 anliegen und haften kann.
[0020] Zum Abschalten des Gasregelgerätes wird der Strom i unterbrochen, wodurch der Anker
7 unter dem Einfluß der Rückstellfeder 64 und der Regelfeder 12 in die aus den Figuren
1 und 2a ersichtliche Ruhestellung zurückgeht und somit auch mit seiner Blattfeder
42 die Ventilstange 32 freigibt, so daß deren Rückstellfeder 39 den Schließkörper
33 in die aus Fig. 2a ersichtliche Schließlage zurückbewegen kann. Damit ist der Druckregler
über den Schließkörper 33 vom Eingangsdruck abgeschnitten, und der in der Steuerkammer
20 herrschende Steuerdruck entweicht über den Kanal 35 zum Auslaß hin. Als Folge hiervon
bewegt die Schließfeder 24 des Gasregelventils, dessen Schließkörper 25 in Schließlage.
[0021] Ein wesentlicher Vorteil der Erfindung liegt darin, daß mit einem einzigen Magnetantrieb
und unter Verwendung herkömmlicher Federn und sonstiger Bauteile sowohl die Betätigung
des Einschaltmagnetventils als auch die Steuerung des Sollwerts des Servodruckreglers
durch einen elektrischen Strom erreicht wird. Dabei kann der Sollwert kontinuierlich
zwischen einem Minimalwert und einem Maximalwert des Geräteausgangsdrucks verstellt
werden. Sowohl der minimale als auch der maximale Druck lassen sich getrennt einstellen,
und auch die Steilheit der Regelkennlinie im Modulationsbereich ist veränderbar. Man
erhält somit ein vielseitiges und leicht an unterschiedliche Einsatzbedingungen anpaßbares
Gasregelgerät.
1. Gasregelgerät mit einem durch einen Servodruckregler (3) steuerbaren Hauptventil
(23-25), dessen Schließkörper (25) durch eine Feder (24) in Schließrichtung vorgespannt
ist, wobei
a) eine Membran (11) des Servodruckreglers (3) den Schließköper (13) eines Abblasventils
(13, 14) trägt, welches eine Steuerdruckkammer (20) des Hauptventils (23-25) mit dem
Gasauslaß (19) des Regelgeräts verbindet;
b) auf die Membran (11) eine den Sollwert des Gasdrucks bestimmende Regelfeder (12)
einwirkt, deren der Membran abgewandte Abstützung (15) verstellbar ist;
c) ein unter der Vorspannung einer Ventilschließfeder (39) stehendes Einschaltventil
(31, 33) im Gasweg zwischen dem Einlaß (22) des Gasregelgeräts und dem Druckregler
(3) liegt;
dadurch gekennzeichnet, daß
d) die Membran (11) des Servodruckreglers (3) dem zu regelnden Gasdruck ausgesetzt
ist;
e) ein aus Spule (9), Magnetkern (8) und Kippanker (7) bestehender Elektromagnet (2)
mit seinem Anker (7) einerseits auf die Ventilstange (32) des Einschaltventils (31,
33) und andererseits auf einen die membranferne Abstützung (15) der Regelfeder (12)
tragenden Stift (16) einwirkt; und
f) eine sich einseitig gehäusefest abstützende Ankerrückstellfeder (64) erst dann
am Anker (7) angreift, wenn dieser einen zum Öffnen des Einschaltventils (31, 33)
ausreichenden Leerhub durchlaufen hat.
2. Gasregelgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß am Anker (7) einerseits
eine mit ihrem freien Ende (43) an der Ventilstange (32) angreifende Blattfeder und
andererseits ein sich im wesentlichen parallel zur Blattfeder (42) erstreckender Ausleger
(52) jeweils einseitig befestigt ist.
3. Gasregelgerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die relative Lage von
Ausleger (52) und Anker (7) zueinander in Betätigungsrichtung des Stifts (16) verstellbar
ist.
4. Gasregelgerät nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Ausleger (52) ein
zwischen seiner Befestigungsstelle (51) am Anker (7) und seinem freien Ende (53) vom
Anker (7) weggebogenes, relativ steifes Blech ist und eine in den Anker (7) eingeschraubte
Justierschraube (63) durch eine Bohrung des Auslegers (52) hindurchragt und dieser
vom Kopf der Justierschraube (63) in Richtung auf den Anker vorgespannt ist.
5. Gasregelgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die
Ankerrückstellfeder (64) am freien Ende ein hülsenförmiges Übertragungsstück (66)
trägt, in welches eine im Anker (7) verstellbare Einstellschraube (67) mit einem Stiftansatz
(68) so weit hineinragt, daß sie erst nach dem Öffnen des Einschaltventils (31,33)
am Boden des Übertragungsstücks (66) anliegt und auf die Ankerrückstellfeder (64)
einwirkt.
6. Gasregelgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen
dem Ausleger (52) und dem Betätigungsstift (16) des Druckreglers (3) ein durch die
Justierschraube (63) einstellbarer Leerhub (Z) solcher Länge vorgesehen ist, daß die
Verstellung des Betätigungsstifts (16) durch den Ausleger (52) und das Einwirken der
Ankerrückstellfeder (64) auf den Anker (7) gleichzeitig beginnt.
7. Gasregelgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß am
Betätigungsstift (16) zwei Anschläge (57,58) vorgesehen sind, von denen jeder mit
einem zur Einstellung des minimalen und des maximalen Ausgangsdrucks des Gasregelgeräts
im Gehäuse verstellbaren Gegenanschlag (59,61) zusammenwirkt.
8. Gasregelgerät nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß beide Gegenanschläge
(59,61) durch in einem Rohrstück (62) verstellbare Schraubhülsen gebildet sind.
9. Gasregelgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die
Ankerrückstellfeder (64) und/oder die Regelfeder (12) als Schraubenfeder ausgebildet
ist.
1. Gas control apparatus comprising a main valve (23-25) controlled by means of a
servopressure regulator (3), with the closure member (25) of the main valve being
biased in closing direction by means of a spring (24), whereat
a) a diaphragm (11) of the servopressure regulator (3) carries the closure member
(13) of a vent valve (13, 14) which connects a control pressure chamber (20) of the
main valve (23 to 25) to the gas outlet (19) of the control apparatus;
b) a control spring (12) determining the set point of the gas pressure acts upon said
diaphragm (11) with the abutment (15) for said control spring which is remote from
the diaphragm being adjustable;
c) a switch-on valve (31, 33) biased by a valve closure spring (29) is provided within
the gas path between the inlet (22) of the gas control apparatus and the pressure
regulator (3);
characterized in that
d) the diaphragm (11) of the servopressure regulator (3) is exposed to the gas pressure
to be controlled;
e) a solenoid (2) consisting of a coil (9), a magnetic core (8) and a tiltable armature
(7) acts with its armature (7) at the one side upon the valve rod (32) of the switch-on
valve (31, 33) and at the other side upon a pin (16) which carries the abutment (15)
of the control spring (12) which is remote from said diaphragm; and
f) an armature return spring (64) which with its one end abuts against the housing
engages the armature (7) not earlier after said armature has travelled through an
idle stroke sufficient for opening the switch-on valve (31, 33).
2. Gas control apparatus according to claim 1, characterized in that on the one side
a spring blade engaging with its free end (43) the valve rod (32) and on the other
side a cantilever (52) essentially extending in parallel to said spring blade (42)
are fixed with one end to the armature (7).
3. Gas control apparatus according claim 2, characterized in that the relative position
of the cantilever (52) and the armature (7) with respect to each other can be adjusted
along the operating direction of the pin (16).
4. Gas control apparatus according to claim 3, characterized in that the cantilever
(52) is a relatively stiff blade which between its connecting portion (51) at the
armature (7) and its free end (53) is bent away from said armature, and whereat an
adjusting screw (63) screwed into the armature (7) projects through a hole within
said cantilever such that the cantilever (52) by means of the head of the adjusting
screw (63) is spring biased in the direction to the armature (7).
5. Gas control apparatus according to one of the claims 1 to 4, characterized in that
the armature return spring (64) carries at its free end a sleeve shaped transmission
member (66) into which an adjusting screw (67) projects with a pin shaped projection
(68) so far that it engages the bottom of the transmission member (66) not before
opening the switch-on valve (31, 33) and then acts upon the armature return spring
(64), and whereat said adjusting screw (64) is adjustable within the armature (7).
6. Gas control apparatus according to one of the claims 1 to 5, characterized in that
an idle stroke (Z), adjustable by means of the adjusting screw (63) is provided between
the cantilever (52) and the operating pin (16) of the pressure regulator with said
idle stroke having such a length that the adjustment of the operating pin (16) by
means of the cantilever (52) and the influence of the armature return spring (64)
onto the armature (7) start simultaneously.
7. Gas control apparatus according to one of the claims 1 to 6, characterized in that
two abutments (57, 58) are provided at the operating pin (16) with each abutment cooperating
with a counter abutment (59,61) which for adjusting the minimum and the maximum outlet
pressure of the gas control apparatus can be positioned with respect to the housing.
8. Gas control apparatus according to claim 7, characterized in that both counter
abutments (59, 61) are formed by a screw bushing which can be adjusted within a tube
like member (62).
9. Gas control apparatus according to one of the claims 1 to 8, characterized in that
the armature return spring (64) and/or the control spring (12) are provided in the
form of a coil spring.
1. Appareil de régulation pour gaz comprenant une soupape principale (23-25) pouvant
être commandée par un régulateur automatique de pression (3) et dont l'organe de fermeture
(25) est précontraint par un ressort (24) dans le sens de la fermeture, comportant
a) une membrane (31) du régulateur automatique de pression (3) portant l'organe de
fermeture (13) d'une soupape d'évacuation (13, 14) qui met en communication une chambre
de pression de commande (20) de la soupape principale (23-25) avec l'évacuation du
gaz (19) de l'appareil de régulation;
b) un ressort de régulation (12) déterminant la valeur de consigne de la pression
du gaz et dont le support (15) opposé à la membrane est réglable, agissant sur la
membrane (11);
c) une soupape de mise en marche (31, 33) subissant l'action de la précontrainte d'un
ressort de fermeture de soupape (39) étant disposée sur la voie de circulation du
gaz entre l'admission (22) de l'appareil de régulation et le régulateur automatique
de pression (3);
caractérisé en ce que
d) la membrane (11) du régulateur automatique de pression (3) subit l'action de la
pression de gaz à réguler;
e) un électroaimant (2) comprenant un enroulement (9), un noyau magnétique (8) et
un induit de basculement (7) agit avec son induit (7) sur la tige de soupape (32)
de la soupape de mise en marche (31, 33) d'une part et sur un axe (16) portant le
support (15) du ressort de régulation (12) distant de la membrane d'autre part; et
f) un ressort de rappel de l'induit (64) en appui fixe d'un côté sur le boiter agit
seulement sur l'induit (7) lorsque celui-ci aura effectué une course à vide suffisante
pour ouvrir la soupape de mise en marche (31, 33).
2. Appareil de régulation selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'un ressort
à lame agissant avec son extrémité libre (43) sur la tige de soupape (32) d'une part
et un bras (52) s'étendant essentiellement de manière parallèle au ressort à lame
(42) d'autre part sont respectivement fixés d'un côté sur l'induit (7).
3. Appareil de régulation selon la revendication 2, caractérisé en ce que la position
relative réciproque du bras (52) et de l'induit (7) est réglable dans le sens d'actionnement
de l'axe (16).
4. Appareil de régulation selon la revendication 3, caractérisé en ce que le bras
(52) est constitué par une tôle relativement rigide recourbée vers l'extérieur entre
son point de fixation (51) au niveau de l'induit (7) et son extrémité libre (53) par
rapport à l'induit (7) et qu'une vis d'ajustement (63) vissée dans l'induit (7) passe
à travers un alésage du bras (52), celui-ci étant précontraint par la tête de la vis
(63) en direction de l'induit.
5. Appareil de régulation selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce
que le ressort de rappel (64) de l'induit porte à son extrémité libre une pièce de
transmission (66) en forme de douille, dans laquelle une vis de réglage (67) réglable
dans l'induit (7) pénètre avec un appendice (68) de manière qu'elle vienne en appui
dans le fond de la pièce de transmission (66) seulement après l'ouverture de la soupape
de mise en marche (31, 33) et agit sur le ressort de rappel (64) de l'induit.
6. Appareil de régulation selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce
qui une course à vide (2) est prévue entre le bras (52) et l'axe de manoeuvre (16)
du régulateur automatique de pression (3 ) dont la longueur est réglable par une vis
d'ajustement (63) de telle sorte que le déplacement de l'axe d'actionnement (16) par
le bras (52) et l'action du ressort de rappel (64) sur l'induit (7) commencent simultanément.
7. Appareil de régulation selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce
que l'axe d'actionnement, (16) comporte deux butées (57, 58) dont chacune coopère
avec une contrebutée (59, 61) réglable dans le boîtier pour l'ajustement de la pression
minimale et maximale initiale de l'appareil de régulation.
8. Appareil de régulation selon la revendication 7, caractérisé en ce que les deux
contrebutées (59, 61) sont constituées par des douilles à visser réglables à l'intérieur
d'une pièce tubulaire.
9. Appareil de régulation selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce
que le ressort de rappel de l'induit (64) et/ou le ressort de réglage (12) est un
ressort hélicoïdal.