(19)
(11) EP 0 344 662 A2

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
06.12.1989  Patentblatt  1989/49

(21) Anmeldenummer: 89109595.2

(22) Anmeldetag:  27.05.1989
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)4G03C 1/78
(84) Benannte Vertragsstaaten:
BE DE FR GB NL

(30) Priorität: 03.06.1988 DE 8807274 U

(71) Anmelder: CURTIS 1000 EUROPE GMBH
D-5450 Neuwied 1 (DE)

(72) Erfinder:
  • Hafner, Ingo, Dipl.-Ing.
    D-5450 Neuwied 1 (DE)

(74) Vertreter: Kossobutzki, Walter, Dipl.-Ing.(FH) 
Hochstrasse 7
D-56244 Helferskirchen
D-56244 Helferskirchen (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Flächige Unterlage zur Herstellung von Lichtpausen


    (57) Die Erfindung bezieht sich auf eine flächige, papierartige, ins­besondere blatt- oder bandartige Unterlage zur Herstellung ei­ner Lichtpause von einer transparenten Vorlage, bestehend aus einer Tragschicht und einer einseitig darauf angeordneten, lichtempfindlichen Beschichtung.
    Um eine dimensionsstabile und reißfeste Unterlage zu schaffen, wird die Tragschicht aus einer faserigen, aus auf eine Fläche aufgespritzten und unter Druck und Temperatur verformten Ole­finfäden bestehenden Kunststoffolie gebildet.


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine flächige, papierartige, ins­besondere blatt- oder bandartige Unterlage zur Herstellung ei­ner Lichtpause von einer transparenten Vorlage, bestehend aus einer Tragschicht und einer einseitig darauf angeordneten, lichtempfindlichen Beschichtung.

    [0002] Kopien von technischen Zeichnungen, Bauzeichnungen und dgl. werden im sogenannten Lichtpausverfahren hergestellt. Das Lichtpauspapier besteht aus einer blatt- oder bandartigen Tragschicht aus Papier, die auf einer Seite mit einer licht­empfindlichen Beschichtung aus einer Diazoverbindung versehen ist. Nach dem Auf legen der transparenten Vorlage auf das Licht­pauspapier wird dasselbe im Durchlaufverfahren durch Tages- oder künstliches Licht belichtet. Anschließend wird durch die Einwirkung von Ammoniakdämpfen oder durch Zersetzung von drei­wertigen Eisenverbindungen in zweiwertige Eisenverbindungen entwickelt. Derartige Lichtpausen haben den Nachteil, daß sie bei unsachgemäßer, insbesondere aber bei häufiger Benutzung sehr leicht einreißen und damit unbrauchbar werden. Darüber hinaus sind derartige Lichtpausen nicht dimensionsstabil, d. h., mit der Benutzung und der Änderung der Luftfeuchtigkeit ver­ändern sich die Maße der Lichtpause, so daß ein sogenanntes "Abgreifen" von Maßen aus der Lichtpause zwar möglich, jedoch unzweckmäßig ist.

    [0003] Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, eine flächige, papierartige, insbesondere blatt- oder bandartige Unterlage zur Herstellung von Lichtpausen zu schaffen, die dimensions­stabil und reißfest ist.

    [0004] Zur Lösung dieser Aufgabe wird bei einer Unterlage der eingangs beschriebenen Gattung vorgeschlagen, daß die Tragschicht aus einer faserigen, aus auf eine Fläche aufgespritzten und unter Druck und Temperatur verformten Olefinfäden bestehenden Kunst­stoffolie gebildet ist.

    [0005] Durch diese besondere Kunststoffolie ist die Unterlage und da­mit die Lichtpause reißfest, d.h., sie kann auch oftmals ge­faltet und geknickt und unsachgemäß behandelt werden, ohne daß Risse entstehen. Darüber hinaus ist eine aus einer solchen Unterlage erstellte Lichtpause dimensionsstabil.

    [0006] Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines in vereinfachter Weise in einer Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles näher erläutert.

    [0007] In dieser Zeichnung ist ausschnittsweise eine flächige Unter­lage 1 in Seitenansicht gezeigt, die zur Herstellung einer Lichtpause von einer transparenten Vorlage besteht. Diese Un­terlage 1 besteht aus einer Tragschicht 2 und einer auf einer Seite derselben angeordneten, lichtempfindlichen Beschichtung 3.

    [0008] Die Tragschicht 2 besteht aus einer Kunststoffolie, die aus Olefinfäden gebildet ist. Zur Herstellung dieser Kunststoffo­lie werden zunächst sehr dünne Fasern aus Olefin über Düsen ge­sponnen und unregelmäßig auf eine Fläche gespritzt. Anschlie­ßend werden diese aufgespritzten Kunststoffasern lediglich un­ter Anwendung von Druck und Temperatur, also ohne Klebstoff oder dgl., zu einer Folie mit faseriger Struktur geformt. Diese Kunststoffolie, die beispielsweise bandartig ausgebil­det und auf einer Rolle aufgewickelt ist, wird anschließend mit der Beschichtung 3 aus lichtempfindlichen Diazoverbindungen be­schichtet. Bedarfsweise kann diese bandartige Unterlage 1 dann als Rollenware verwendet oder zu Blättern vorbestimmter Größe geschnitten werden. Aufgrund der faserigen Struktur der Trag­schicht 2 ist die Unterlage 1 und die daraus erstellte Licht­pause reißfest und dimensionsstabil.


    Ansprüche

    Flächige, papierartige, insbesondere blatt- oder bandartige Unterlage zur Herstellung einer Lichtpause von einer trans­parenten Vorlage, bestehend aus einer Tragschicht und einer einseitig darauf angeordneten, lichtempfindlichen Beschich­tung,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß die Tragschicht aus einer faserigen, aus auf eine Fläche aufgespritzten und unter Druck und Temperatur verformten Ole­finfäden bestehenden Kunststoffolie gebildet ist.
     




    Zeichnung