| (19) |
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(11) |
EP 0 182 922 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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03.01.1990 Patentblatt 1990/01 |
| (22) |
Anmeldetag: 19.10.1984 |
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Verfahren zum Geradeausziehen von Rundmaterial und Rohren sowie Voll- und Hohlprofil
und Anlage hierzu
Method of straight-drawing round material and tube, and solid and hollow profiles,
and installation therefor
Procédé d'étirage droit de ronds et de tubes, ainsi que de profilé plein et creux,
et installation à cet effet
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT DE FR GB IT |
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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04.06.1986 Patentblatt 1986/23 |
| (73) |
Patentinhaber: Schumag Aktiengesellschaft |
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D-5100 Aachen (DE) |
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Erfinder: |
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- Komp, Karl-Heinz
D-5100 Aachen-Oberforstbach (DE)
- Walczak, Bruno
D-5100 Aachen-Eilendorf (DE)
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| (74) |
Vertreter: Liermann, Manfred |
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Patentanwalt Manfred Liermann
Schillingsstrasse 335 D-52355 Düren D-52355 Düren (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 029 874 DE-C- 3 130 820 JP-A-55 040 015
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DE-A- 3 010 942 FR-A- 1 304 464 US-A- 3 375 692
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- "Lehrbuch der Umformtechnik, Band 2, Massivumformung", Kurt Lange, Springer Verlag,
Berlin-Heidelberg-New York, 1974, S 310 bis 315
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Geradeausziehen von langgestrecktem Material
prismatischen Querschnitts mit vollem oder hohlem Querschnitt zur Querschnittsverminderung
in mindestens zwei Ziehstufen, wobei mindestens die zweite Ziehstufe auf einer Zieheinrichtung
mit intermittierend arbeitendem, sich linear bewegendem Ziehschlitten durchgeführt
wird, sowie eine Anlage zur Durchführung dieses Verfahrens.
[0002] Es sind mit der DE-C-31 30 520 Schlittenziehmaschinen zur Durchführung des o.g. Verfahrens
bekannt geworden, die sich im Einsatz gut bewährt haben. Solche Maschinen arbeiten
einstufig und sind in der Lage, in Abhängigkeit von der Duktilität des zu ziehenden
Werkstoffes eine bestimmte Querschnittsverminderung in einer Ziehstufe zu erreichen.
Hierbei bewegen sich die Ziehschlitten gegenläufig hin und her. Zu Beginn des Ziehvorgangs,
also während des Einziehvorgangs, werden die Einziehklemmbacken eines Ziehschiittens
genau im vorderen Totpunkt dieses ersten Ziehschlittens geschlossen. Hierdurch wird
das zum Ziehen anstehende Material beim nachfolgenden Vorhub dieses ersten Ziehschiittens
ruckfrei eingezogen. Am Ende dieses vom ersten Ziehschiitten ausgeführten Einziehhubes,
spätestens jedoch mit Beginn des Rückhubs dieses Ziehschiittens, lösen sich die Einziehbacken
von dem nunmehr eingezogenen Ziehgut Dieser Einziehvorgang wiederholt sich nun mehrmals.
Hierbei wird durch sinngemäßes und abwechselndes Schließen und Öffnen der Klemmbacken
das Ziehgut bei der entsprechenden Unearbewegung des Ziehschlittens intermittierend
eingezogen. Es wird also bei diesem Einziehvorgang das Ziehgut vom ersten Ziehschlitten
mit unterbrochenen Einzelhüben eingezogen so lange, bis der Anfang des Ziehgutes sich
hinter dem zweiten Ziehschiitten befindet Nunmehr kann das Ziehgut vom zweiten Ziehschlitten
übernommen werden und es erfolgt nun bei entsprechender Steuerung beider Ziehschlitten
zu einer sinnvollen gleichzeitigen Bewegung ein ruckfreier Vorschub des Ziehgutes.
Am Ausgang einer solchen bekannten Ziehmaschine wird das Ziehgut mit einem für das
Ziehgut geeigneten Radius aufgetrommelt und nach vollständiger Auftrommlung zur nächsten
Ziehmaschine als gesamtes Werkstoffpaket weitertransportiert, worauf sich dort nach
Einfädelung der bereits beschriebene und bekannte Ziehvorgang für die nächste Querschnittsverminderung
wiederholt usw. An sich wäre es wünschenswert, ohne diese Zwischentrommelung des zu
ziehenden Werkstoffes oder mindestens mit möglichst wenig Zwischentrommelungen des
zu ziehenden Werkstoffes auszukommen und das Ziehgut von Ziehmaschine zu Ziehmaschine
direkt weiterzuleiten. Dies ist aber bei solchen Geradeziehmaschinen nicht möglich,
weil -wie eben beschriebenwährend des Einzuges die Ziehmaschine im intermittierenden
Betrieb arbeitet, also Stockungen des Ziehgutes erzwingt, während die vorangehende
Ziehmaschine mitten im Arbeitsfluß ist, also einen kontinuierlichen Werkstofftransport
erzwingt. Dazu kommt noch, daß beide hintereinander anzuordnenden Ziehmaschinen nicht
mit exakt gleicher Geschwindigkeit des Masseflusses des Ziehgutes arbeiten, so daß
auch aus diesem Grunde eine Hintereinanderkopplung von Geradeausziehmaschinen nicht
möglich erscheint Somit sind die den eigentlichen Ziehvorgang unterbrechenden Zwischentrommelungen
des Ziehgutes beim Einsatz solcher Ziehmaschinen notwendig. Eine ältere Bauart solcher
Geradeausziehmaschinen ist gezeigt in « Lehrbuch der Umformtechnik, Band 2, Massivumformung
», Kurt Lange, Springer Verlag, Berlin-Heidelberg - New York, 1974, S.312, Bild 5.55.
[0003] Der Erfindung liegt, ausgehend von dem Stand der Technik gemäß DE-C-31 30 820, die
Aufgabe zugrunde ein Verfahren der eingangs beschriebenen Art vorzuschlagen, mit dem
es möglich wird, Geradeausziehmaschinen hintereinander zu schalten und hierbei die
bisher notwendigen Zwischentrommelungen zu vermeiden.
[0004] Eine weitere Aufgabe der Erfindung liegt darin, eine zur Durchführung des Verfahrens
geeignete Anlage vorzuschlagen.
[0005] Die Lösung der erstgenannten Aufgabe wird nach der Erfindung darin gesehen, daß bei
einem Verfahren nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 das Ziehgut von einer Zieheinrichtung
mit intermittierend arbeitendem, sich linear bewegendem Ziehschlitten, soweit dies
nicht die erste Zieheinrichtung ist, aus der Geraden ausgelenkt wird, sobald die Zieheinrichtung
den Anfang des Ziehgutes übernommen hat Diese Auslenkung des Ziehgutes aus der Geraden
schafft einen Pufferbereich für die Bewegung des Ziehgutes, so daß die vorangehende,
im kontinuierlichen Ziehprozeß arbeitende Ziehmaschine ungestört in diesen entstehenden
Bogen hinein das Ziehgut transportieren kann, während die nachfolgende Ziehmaschine
im intermittierenden Betrieb während des Ziehbeginns das ankommende Ziehgut übemehmen
kann. Der von der vorangehenden Ziehmaschine zu schnell nachgelieferte Werkstoff fließt
aufgrund der Auslenkung des Ziehgutes einfach in den ausgelenkten Bogen und vergrößert
diesen Bogen soweit wie nötig. Mit dieser überraschend einfachen Maßnahme gelingt
es erstmals Geradeausziehmaschinen direkt und ohne Zwischentrommelung des Ziehgutes
hintereinander zu schalten und gleichzeitig arbeiten zu lassen. Das Ziehgut bleibt
in kontinuierlichem Durchfluß und der Ziehvorgang muß nicht zur Durchführung von Wickelvorgängen
und Transportvorgängen unterbrochen werden.
[0006] Die weitere der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe zur Schaffung einer zur Durchführung
des Verfahrens geeigneten Anlage ist dadurch gelöst, daß bei einer Anlage gemäß dem
Oberbegriff des Anspruchs 2 in Arbeitsrichtung gesehen, mindestens die zweite Zieheinrichtung
eine solche zum Geradeausziehen mit intermittierend arbeitenden, linear bewegten Ziehschiitten
und ortsfest zur Zieheinrichtung angeordneter Ziehdüse ist, wobei mindestens zwei
Zieheinrichtungen der Anlage mittels einer Führungseinrichtung zur Einführung des
Ziehgutes in die Ziehdüse der nachfolgenden Maschine miteinander verbunden sind und
wobei die Führungseinrichtung Mittel zur Auslenkung des Ziehgutes um weniger als 360
0 aus der geraden Flußrichtung aufweist. Hierdurch kann durch die Zwischenschaltung
der Führungseinrichtung eine jeweils zu einer vorangehenden Zieheinrichtung benachbarte
Zieheinrichtung direkt mit der vorangehenden Zieheinrichtung verbunden werden, so
daß das Ziehgut von Maschine zu Maschine mit dieser Führungseinrichtung weitergeleitet
werden kann und es ist in der Führungseinrichtung für die notwendige Auslenkung des
Materials aus der geraden Flußrichtung gesorgt, wodurch der notwendige Bogen für die
Pufferung des Ziehgutes hergestellt ist Ist erst einmal eine Auslenkung aus der geraden
Flußrichtung erzeugt, wird eine Vergrö- ßereung des entstandenen Bogens von selbst
bewirkt. Es kann auch nur eine Vergrößerung in Frage kommen, denn aus der vorangehenden
Zieheinrichtung wird das Ziehgut ja während des intermittierenden Betriebes der zweiten
Zieheinrichtung schneller ausgestoßen, als es von der zweiten Zieheinrichtung übernommen
werden kann.
[0007] Nach einer Ausgestaltung der Erfindung wird vorgeschlagen, daß die Führungseinrichtung
ein Führungselement und ein Verformungselement aufweist, wobei mindestens das Verformungseiement
beweglich geführt ist zur Durchführung der Verformung. Das Führungselement sorgt hierbei
für die Geradeausführung, während das Verformungselement für die Auslenkung aus der
geraden Flußrichtung sorgt. Somit können vorteilhafterweise die Funktionen « Führung
» und « Auslenkung getrennt werden. Die Geradeausführung wird hierbei solange wie
erforderlich aufrecht erhalten und dann wenn notwendig, durch das unabhängige Verformungselement
die Verformung eingeleitet.
[0008] Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung wird vorgeschlagen, daß als Führungselement
eine V-förmige Rinne den Ausgang einer ersten Maschine mit dem Eingang einer zweiten
Maschine verbindet, wobei die Rinne in ihrem Längsverlauf an mindestens einer Stelle
eine Unterbrechung aufweist und daß ein quer zum Verlauf der Rinne durch deren Unterbrechung
hindurch bewegbares Verformungselement vorgesehen ist. Die V-förmige Führungsrinne
ist ein besonders einfaches Führungselement von ausreichend sicherer Funktion. Es
ist ohne Funktionseinbuße in seinem Längsverlauf problemlos zu unterbrechen, so daß
in diesem Bereich ein durch diesen Bereich hindurch bewegbares Verformungselement
vorgesehen sein kann zur Ablenkung des Ziehgutes aus der geraden Flußrichtung. Besonders
vorteilhaft ist es hierbei, wenn dieses Verformungselement etwa in der Mitte des Abstandes
zwischen den beiden Ziehmaschinen vorgesehen ist. Hierdurch kann die von dem Verformungselement
auf das Ziehgut aufzubringende Kraft für die Verformung klein gehalten werden und
es wird eine zu beiden Seiten in Flußrichtung gesehen gleichmäßige Auslenkung erreicht.
[0009] Wiederum nach einer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß die V-förmige
Rinne beweglich angeordnet ist, um die Geradführung des Ziehgutes vor der Einleitung
der Verformung zu beenden. Durch dieses einfache Mittel gelingt es, die Radialebene,
in der die Verformung vorgenommen werden soll, unabhängig von der Winkellage der V-förmigen
Rinne zu wählen. Es muß dann nicht gezwungenermaßen die radiale Verformungsebene so
liegen, daß das Ziehgut durch den Verformungsvorgang aus der V-förmigen Rinne herausgehoben
wird, sondern es kann vielmehr die V-förmige Rinne so beweglich sein, daß sie dem
sich verformenden Ziehgut ausweicht.
[0010] Eine ergänzende Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, daß die Rinne absenkbar geführt
ist. Dies ist eine einfach zu gestaltende Bewegungsrichtung der Rinne.
[0011] Eine andere Ausgestaltung sieht vor, daß die Rinne um eine Achse parallel zu ihrem
Verlauf schwenkbar angeordnet ist Auch diese Bewegungsmöglichkeit ist einfach gestaltbar
und erlaubt, daß die Rinne der gewünschten Verformungsrichtung des Ziehgutes ausweicht.
[0012] Wiederum nach einer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgeschlagen, daß als Verformungselement
ein Auslenkschieber vorgesehen ist, der radial gegen das Ziehgut führbar ist. Auch
ein solcher Auslenkschieber ist einfach gestaltbar und einfach bewegbar und kann kraftschlüssig
und damit unter ständiger gewünschter Vorlast, radial gegen das Ziehgut geführt werden.
Auf diese Art und Weise wird eine sichere Auslenkung des Ziehgutes bewirkt und es
gelingt gleichzeitig dadurch, daß der Auslenkschieber nur kraftschlüssig am Ziehgut
anliegt, sowohl Vergrößerungen als auch Verkleinerungen des Auslenkbogens des Ziehgutes
problemlos mit dem Auslenkschieber zu verfolgen.
[0013] Eine weiterbildende Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, daß der Auslenkschieber
einen mit einer Betätigungseinrichtung verbundenen Träger und mindestens ein Anlageelement
für die Einwirkung auf das Ziehgut aufweist. Dies ist ebenfalls ein besonders einfacher
Aufbau und es gelingt, die die Bewegung und die Kraft ausübenden Elemente von den
Elementen, die direkt zur Anlage am Ziehgut kommen, zu trennen, so daß letztere den
besonderen Erfordernissen des jeweiligen Ziehgutes angepaßt werden können, ohne daß
gleichzeitig alle anderen Baugruppen oder Bauteile mit verändert werden müßten.
[0014] Es ist auch nach einer Ausgestaltung der Erfindung vorgesehen, daß mindestens ein
Anlageelement als ein um mindestens eine Achse rotationssymmetrischer Körper ausgebildet
und um mindestens diese Achse senkrecht zur Tangente an den Berührungspunkt von Ziehgut
und Anlageelement drehbar an dem Träger angeordnet ist. Es kann sich hierbei um ein
oder mehrere Rollen oder Räder handeln, wodurch auf einfache Art und Weise einerseits
der Biegeradius des Ziehgutes beeinflußbar ist und andererseits die Axialbewegung
nicht durch unnötig große Reibung behindert wird. Außerdem kann durch die Minderung
der Axialreibung eine nachteilige Beeinflussung der Oberfiächenfasem des Ziehgutes
vermieden werden.
[0015] In ergänzender Ausgestaltung ist nach der Erflndung noch vorgesehen, daß als Betätigungseinrichtung
eine strömungsmittelbetätigre Kolben-Zylinder-Einheit vorgesehen ist. Dies ist das
einfachste Mittel eine kraftschlüssige Anlage der Bauteile, die die Auslenkung des
Ziehgutes aus der Geraden bewirken, zu erzielen.
[0016] Eine andere Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, daß die Führungseinrichtung Gegenhaltestücke
im Bereich des Ausgangs einer vorangehenden und im Bereich des Eingangs einer nachfolgenden
Maschine aufweist Hierdurch werden die entsprechenden Führungselemente an den Maschinen,
die im Bereich des Ausgangs und des Eingangs angeordnet sind, entlastet und es kann
ein auch das Ziehgut selbst entlastender sanfter Übergangsbogen zum Auslenkbogen geschaffen
werden.
[0017] Eine alternative Entwicklung nach der Erfindung sieht vor, daß die Führungseinrichtung
als Kreisführung ausgebildet ist, die das aus einer ersten Maschine auslaufende Ziehgut
in tangentialer Richtung übernimmt und nach einer Umlenkung entlang einer Kreisbogenform
tangential in die nachfolgende Maschine einführt. Mit dieser Einrichtung gelingt es,
aufeinander folgende Maschinen parallel zueinander anzuordnen, so daß hierdurch eine
Anpassung an die jeweils zur Verfügung stehenden räumlichen Verhältnisse günstig möglich
wird. Besonders vorteilhaft ist dies, wenn die Umlenkung entlang einer Kreisbogenform
-um ca. 180°, erfolgt Bei vielstufigen Ziehvorgängen ist es auch möglich dann eine
Maschinengruppe aus mehreren Ziehmaschinen zunächst hintereinander anzuordnen und
dann über eine 180
0-Umlenkung weitere Maschinen parallel anzuordnen. Die Umlenkung entlang einer Kreisbogenform
um ca. 180° ist eine besonders günstige Pufferung, weil hier nahezu beliebige Geschwindigkeitsunterschiede
zwischen beiden Maschinen aufgefangen werden können lediglich dadurch, daß der Bogen
um 160° als Ganzes weiter von den beiden parallel zueinander stehenden Maschinen abrückt
oder näher herankommt Der Bogen selbst kann hierbei unverändert bleiben.
[0018] In ergänzender Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß die Führungseinrichtung
im wesentlichen aus einer Zentrallagerung besteht, an welcher ein Ausleger um eine
Hochachse schwenkbar gelagert angeordnet ist, wobei das freie Ende des Auslegers eine
Greifeinrichtung, geeignet zur Übernahme und zur Übergabe des Ziehgutes aufweist,
wobei zwei miteinander zu verbindende Ziehmaschinen derart zueinander angeordnet sind,
daß ihr Ausgang bzw. ihr Eingang im Wirkbereich der Greifeinrichtung des Auslegers
liegt. Auf diese Art und Weise gelingt es mit relativ einfachen Mitteln die gewünschte
Auslenkung und damit die erforderliche Pufferzone zu erzeugen. Es gelingt gleichzeitig
zwei Ziehmaschinen nicht nur in Reihe hintereinander miteinander zu verkoppeln, sondern
sie können nunmehr auch parallel zueinander angeordnet sein.
[0019] Ergänzend ist daher auch nach der Erfindung vorgeschlagen, daß die Ziehmaschinen
zueinander mit parallel verlaufender Arbeitsrichtung aufgestellt sind und daß die
sie verbindende Führungseinrichtung eine Umlenkung des Ziehgutes um ca. 180° durchführt.
[0020] Nach einer Weiterentwicklung ist noch vorgeschlagen, daß der Ausleger über einen
zugeordneten Antrieb drehantreibbar ist. Bei Ziehgut von größerem Querschnitt ist
dies nicht erforderlich. Es kann dann der Ausleger selbst, der ja zentral gelagert
ist und beispielsweise auch als Rad ausgebildet sein könnte, von der Arbeitsbewegung
des Ziehgutes angetrieben werden. Bei Ziehgut von geringerem Querschnitt führt dies
zu Schwierigkeiten, weil dann das Ziehgut an unerwünschten Stellen ausknickt. Der
Antrieb des Auslegers, der synchron zur Geschwindigkeit des ankommenden Ziehgutes
den Ausleger drehen muß, sorgt daher-dafür, daß die Ausknickung an unerwünschten Stellen
des Ziehgutes mit kleinerem Querschnitt verhindert wird.
[0021] Es ist schließlich nach einer Ausgestaltung der Erfindung noch vorgesehen, daß mehr
.als zwei Ziehmaschinen über Führungseinrichtungen miteinander verkettet sind. Auf
diese Art und Weise gelingt es, einen Ziehvorgang in beliebig viele Stufen zu unterteilen
und dennoch einen ununterbrochenen ArbeitsprozeB herzustellen durch Verkettung aller
Ziehmaschinen miteinander. Eine Unterbrechung des Ziehprozesses ist nicht mehr erforderlich.
[0022] Die Erfindung soll nun anhand der beigefügten Zeichnungen, die Ausführungsbeispiele
zeigen, näher erläutert werden.
[0023] Es zeigen :
Figur 1 perspektivische Darstellung einer Verkopplung von zwei Ziehmaschinen mit einer
zwischengeschalteten Führungseinrichtung Figur 2 ausschnittsweise Schnitt entlang
der Linie A-A nach Figur 1
Figur 3 Draufsicht auf eine Anlage nach Figur 1, jedoch mit veränderter Führungseinrichtung
Figur 4 Draufsicht auf zwei parallel angeordnete Ziehmaschinen mit Führungseinrichtung
zur Kreisbogenführung des Ziehguts
Figur 5 Ansicht in Richtung des Pfeils B nach Figur 4
Figur 6 Ansicht wie Figur 3, jedoch in der Verkettung von mehr als zwei Ziehmaschinen
Figur 7 Anlage mit zwei Gruppen von Ziehmaschinen, verkettet mit unterschiedlichen
Führungseinrichtungen
Figur 8 sechsstufige Anlage, verkettet mit unterschiedlichen Führungseinrichtungen
[0024] In Figur ` 1 ist eine Anlage dargestellt, in welcher zwei Ziehmaschinen 1 mittels
einer Führungseinrichtung 2 miteinander verkettet sind. Die Arbeitsrichtung der solcherart
zusammengestellten Anlage ist durch den Pfeil 23 gekennzeichnet. Das Ziehgut 7 wird
somit in Richtung des Pfeiles 23 weitertransportiert. Hierbei wird das Ziehgut 7 beispielsweise
in einer ersten Ziehstufe von der links von der Führungseinrichtung 2 angeordneten
Ziehmaschine 1 im Geradeausziehverfahren bearbeitet und tritt am Ausgang 12 dieser
Ziehmaschine in Geradeausrichtung aus.
[0025] Ein Bett 35 der Führungseinrichtung 2 trägt, in gerader Richtung des ausfließenden
Ziehgutes 7 ausgerichtet, eine V-förmige Rinne 30, die, nach oben offen, dort gelagert
ist. Im Ausführungsbeispiel ist als Winkel zwischen den beiden Schenkeln der Rinne
ein Winkel von 90° gewählt. Durch diese V-förmige Rinne kann geradeaus das Ziehgut
7 hindurchfließen und wird hierbei von dieser Rinne geradeaus geführt und in den Eingang
13 der rechts in der Anlage angeordneten Ziehmaschine 1 eingefädelt. Im vorderen Bereich
des Ziehgutes 7 ist in bekannter Weise eine sogen. Angel vorgesehen, die durch die
Ziehdüse 29 hindurchtritt, so daß an dieser üblichen Angel das Ziehgut 7 von dem Ziehschlitten
22 zunächst übernommen werden kann. Wenn das Ziehgut 7 den gesamten Weg von der linken
Maschine durch die V-förmige Rinne bis zur Ziehdüse 29 der rechten Ziehmaschine 1
zurückgelegt hat, ist die Angel am Anfang des Ziehgutes so, daß der Ziehschlitten
22 die Angel zur Einleitung des Ziehprozesses erfassen kann. Es wird daher auch sofort
die durch die Ziehdüse 29 hindurchtretende Angel von dem Ziehschlitten 22 erfaßt.
Da jedoch in der Ziehdüse 29 eine Querschnittsverminderung des Ziehgutes eintritt,
wird von der linken Ziehmaschine der rechten Ziehmaschine mehr Ziehgut 7 angeboten,
als von dem Ziehschlitten 22 durch die Ziehdüse 29 hindurchgezogen werden kann. Erschwerend
kommt während des Beginnes des Ziehprozesses noch hinzu, daß, bevor an der rechten
Ziehmaschine 1 ein kontinuierlicher Ziehbetrieb einsetzen kann, zunächst der Ziehschlitten
22 in mehreren, eingangs zum Stand der Technik bereits beschriebenen Schritten, das
Ziehgut nachfassen muß, so daß während des Nachfassens ein vollständiger Stillstand
des Ziehgutes in der rechten Ziehmaschine 1 eintritt. Die linke Ziehmaschine dieser
Anlage nach Figur 1 arbeitet jedoch indessen kontinuierlich weiter und so würde es
ohne besondere Maßnahmen zur Ausknickung und Zerstörung sowohl des Ziehgutes 7, als
in dessen Gefolge auch mindestens der nachgeordneten Ziehmaschine kommen. Die Führungseinrichtung
2 beseitigt dieses Problem. Hierzu ist im Verlauf der V-förmigen Rinne 30 etwa im
mittleren Bereich des Abstandes zwischen dem Ausgang 12 der linken Maschine und dem
Eingang 13 der rechten Ziehmaschine eine Unterbrechung 31 vorgesehen. In diesem Bereich
weist das Bett 35 einen Ausleger 36 auf, auf dem ein Verformungselement 21 angeordnet
ist. Dieses Verformungselement 21 ist auf der oberen Bettebene in radialer Richtung
zum Ziehgut verschiebbar und kann beispielsweise eine Lage einnehmen, die in Figur
1 gestrichelt dargestellt ist. Wird das Verformungselement 21 radial verschoben, so
wird hierdurch das Ziehgut 7 entsprechend verformt, also aus seiner geraden Richtung
ausgelenkt. Hierzu kann bei vorbeschriebener Anordnung die V-förmige Rinne 30 um eine
Achse 32 (Figur 2) geschwenkt werden, so daß die als Führung gedachte V-förmige Rinne
30 einer Auslenkung des Ziehgutes 7 nicht mehr hinderlich entgegen steht Zur Durchführung
der Auslenkung des Ziehgutes wird das Verformungselement 21 mit der notwendigen Kraft
radial gegen das Ziehgut 7 gefahren. Diese Kraft kann erzeugt werden beispielsweise
von einer strömungsmittelbetätigten Kolben-Zylinder-Einheit 19 (Figur 2), die das
Verformungselement 21 bei entsprechender Schaltung in Richtung des Pfeiles 37 und
umgekehrt mit der notwendigen Kraft bewegt. Die Kraft der Kolben-Zylinder-Einheit
19 ist hierbei so bemessen, daß zwar eine Auslenkung des Ziehgutes bewirkt, nicht
aber der ZiehprozeB selbst hiervon in unzulässiger Weise beeinflußt wird. Zur Betätigung
ist hierbei die Kolben-Zylinder-Einheit 19 über die Leitungen 40 und 41 und über das
Ventil 39 mit einer Pumpeneinheit 38 bzw. dem Tank 42 verbunden. In der dargestellten
Schaltlage des Ventils 39 wird die Kolben-Zylinder-Einheit 19 mittels der Pumpeneinheit
38 über die Leitung 40 mit Druckmedium versorgt, das dafür sorgt, daß die Kolbenstange
der Kolben-Zylinder-Einheit ausfährt und daher eine Bewegung des Verformungselementes
21 in Richtung des Pfeils 37 erfolgt, da die Kolbenstange der Kolben-Zylinder-Einheit
19 mit dem Verformungselement 21 in der in Figur 2 dargestellten Weise oder in einer
sonstigen geeigneten Weise verbunden ist. Der Zylinder der Kolben-Zylinder-Einheit
stützt sich hierbei vorzugsweise am Bett 35 der Führungseinrichtung 2 ab. Das auf
der Kolbenstangenseite der Kolben-Zylinder-Einheit 19 aus dem Zylinderraum verdrängte
Strömungsmittel wandert über die Leitung 41 und wiederum durch das Ventil 39 hindurch
in den Tank 42. Hierbei kann ein regelbares Gegendruckventil 43 dafür sorgen, daß
der Kolben der Kolben-Zylinder-Einheit 19 hydraulisch eingespannt bleibt. Eine Bewegung
der Kolbenstange der Kolben-Zylinder-Einheit 19 in umgekehrter Richtung wird dadurch
erreicht, daß das Ventil 39 in die zweite Schaltstellung gefahren wird.
[0026] Um eine Behinderung des Ziehgutes während der Verformung durch die V-förmige Rinne
30 zu vermeiden, wird diese um die Achse 32 geschwenkt und nimmt die in Figur 2 dargestellte
gestrichelte Lage ein.
[0027] Um eine unerwünschte Verformung des Ziehgutes im Ausgangsbereich 12 bzw. im Eingangsbereich
13 der jeweiligen Ziehmaschine 1 infolge der Betätigung des Verformungselementes 21
zu verhindern, können in den genannten Bereichen noch Gegenhaltestücke 17 bzw. 18
vorgesehen sein, die eine bestimmte und gewünschte Kontur des Ziehgutes 7 in diesem
Bereich erzwingen. Darüber hinaus kann die gesamte Anlage 24 noch mit einer Einrichtung
44 ausgerüstet sein, die die Größe der Radialverformung des Ziehgutes 7 überprüft
und ein entsprechendes Signal abgibt. Hierdurch wird es möglich, die Arbeitsgeschwindigkeiten
der Ziehmaschinen 1 der Anlage 24 in Abhängigkeit von der Größe der radialen Durchbiegung
des Ziehgutes so zu regeln, daß immer ein störungsfreier Materialfluß gewährleistet
ist Unzulässige Geschwindigkeitsunterschiede in der Arbeitsgeschwindigkeit der Maschinen
einer Anlage können verhindert werden. Dies ist ein besonders wichtiger Gesichtspunkt,
der auch dann vorteilhaft ist, wenn beispielsweise die Ziehmaschinen einer Anlage
durch einen Austausch der Ziehdüsen 29 umgerüstet werden für die Bearbeitung jeweils
wechselnder Querschnitte des Ziehgutes. Die Anpassung der Arbeitsgeschwindigkeiten
der Maschinen aufeinander kann dann mit Hilfe der Einrichtung 44 automatisch erfolgen.
Hierzu kann beispielsweise ein Stößel 45 radial von außen gegen das Ziehgut 7 geführt
sein. Stößel 45 ist radial beweglich und steht unter der Vorlast einer Feder 46. Die
Bewegungen des Stößels 45 in radialer Richtung werden von einem elektronischen Weggeber
47, beispielsweise in der Form eines handelsüblichen Linearweggebers, gemessen, wobei
die Impulse des Weggebers 47 an einen Rechner 48 weitergeleitet werden, der seinerseits
seine Rechenergebnisse an eine geeignete Anzeigeeinrichtung 49 weitergibt Die Anzeigeeinrichtung
49 kann auch entfallen und statt dessen werden die Werte des Rechners 48 einer hierfür
geeigneten Regeleinrichtung zur Abstimmung der Arbeitsgeschwindigkeiten der Ziehmaschinen
einer Anlage verwertet. Da der Aufbau eines Regelkreises grundsätzlich bekannt ist,
muß hierauf nicht näher eingegangen werden.
[0028] Es ist auch möglich bei einer Anlage 24 die Schwenkbarkeit und auch die Schwenkung
der V-förmigen Rinne 30 zu vermeiden, indem man das Bett 35 der Führungseinrichtung
2 um 90° gegenüber der Darstellung in Figur 1 schwenkt, so daß das Verformungselement
21 dann von unten nach oben verfahrbar ist und damit das Ziehgut 7 aus der V-förmigen
Rinne 30, die ihre Position beibehalten soll, bei Durchführung des Auslenkvorganges
heraushebt Hierzu reicht auch, je nach Winkelgestaltung und Winkellage der V-förmigen
Rinne 30, ein Schwenkwinkel für das Bett 35 von weniger als 90°. Insgesamt zeigt die
Anlage 24 eine funktionsfähige Verkettung von zwei Zieheinrichtungen, von denen mindestens
die in Arbeitsrichtung rechts liegende Zieheinrichtung eine solche zum Geradeausziehen
ist
[0029] Anlagen wie in Figur 1 dargestellt, können durchaus : mehrfach hintereinander gekoppelt
werden, so daß eine Anlage 25 nach Figur 6 entsteht. Auch bei der Anlage 25 nach Figur
6 ist es durchaus möglich, Führungseinrichtungen 2 nach Figur 1 zu verwenden. Aus
Gründen der weiteren Erläuterung sind jedoch in der Anlage 25 leicht abgewandelte
Führungseinrichtungen 3 als Verkettungsmittel zwischen den einzelnen Ziehmaschinen
1 eingesetzt worden. Eine solche Führungseinrichtung 3 ist deutlicher dargestellt
in Figur 3. Figur 3 zeigt eine Anlage des Aufbaus nach Figur 1, jedoch mit der veränderten
Führungseinrichtung 3.
[0030] Auf einem Bett 50, das eine ähnliche Funktion erfüllt wie das Bett 35 nach Figur
1, ist als Verformungselement 20, in ähnlicher Weise verschieblich wie das Verformungselement
21 ein Träger 33 in Richtung des Pfeiles 55. Auf dem Träger 33 sind entlang einer
Kreislinie Anlageelemente 34 in der Form von drehbaren Rollen befestigt. Im mittleren
Bereich sind hierbei in sich gegenüberliegender Anordnung zwei Rollen 34 vorgesehen,
zwischen denen das Ziehgut 7 hindurchgeführt ist. In Figur 3 markiert hierbei die
Stellung I des Trägers 33 die Ausgangsposition und die Stellung 11 des Trägers 33
die zulässige Endposition. Hierbei erfüllen die auf dem Bett 50 angeordneten Gegenhaltestücke
51 und 52 die gleiche Funktion wie die Gegenhaltestücke 17 und 18 nach Figur 1. Die
Gegenhaftestücke 51 und 52 weisen jedoch als Elemente zur Führung des Ziehgutes 7
nicht näher bezeichnete Rollen auf, in ähnlicher Anordnung wie die Rollen 34, die
auf dem Träger 33 angeordnet sind.
[0031] Die auf dem Träger 33 angeordneten Rollen 34 könnten in einer abweichenden Ausbildung
auch durch ein Rad 53 (gestrichelt markiert) ersetzt werden, das auf einem entsprechend
vergrößerten Träger 33 um die Achse 54 (gestrichelt markiert) drehbar gelagert wäre.
[0032] Die zu Figur 3 beschriebene gesamte Führungseinrichtung 3 kann im übrigen ebenso
aufgebaut sein wie die Führungseinrichtung 2 nach Figur 1. Es ist daher auf die nähere
Beschreibung beispielsweise der V-förmigen Rinne 30 nach Figur 1, die auch bei einer
Führungseinrichtung nach Figur 3 vorgesehen sein kann, verzichtet. Gleiches gilt für
die mögliche Schwenklage des Bettes 50.
[0033] Eine Führungseinrichtung nach Figur 3 hat den Vorteil, daß alle Führungselemente
für das Ziehgut 7 eine Wälzbewegung durchführen, so daß eine Reibung zwischen dem
Ziehgut und den entsprechenden Führungselementen weitgehend verhindert werden kann.
[0034] Einen anderen Aufbau einer Führungseinrichtung stellt die Führungseinrichtung 4 nach
den Figuren 4 und 5 dar. Eine Führungseinrichtung dieser Art ermöglicht es, Ziehmaschinen
1 z. B. in Parallelanordnung zueinander miteinander zu verketten. Bei einer solchen
Führungseinrichtung 4 wird eine Zentrallagerung 8 in Form einer Säule um eine Hochachse
9 gebildet und auf dieser Säule ein Ausleger 5 um die Hochachse 9 drehbar gelagert.
Im Ausführungsbeispiel wird der Ausleger 5 von einem Antrieb 6 drehangetrieben. Der
Ausleger 5 weist an seinem freien Ende 10 eine Greifeinrichtung 11 auf. In der in
Figur 4 dargestellten Lage kann die Greifeinrichtung 11 des Auslegers 5 das aus dem
Ausgang 12 einer ersten Ziehmaschine 1 austretende Ziehgut 7 greifen und durch seine
Drehbewegung um die Hochachse 9 kreisbogenförmig rund führen. Das Ziehgut 7 tritt
hierbei in tangentialer Richtung 14 zu seiner kreisbogenförmigen Umlenkung in die
Greifeinrichtung 11 des Auslegers 5 ein.
[0035] Ist nun der Ausleger 5 etwa um 180° geschwenkt, so ist der-Anfang des Ziehgutes 7
in tangentialer Richtung 16 zur kreisbogenförmigen Umlenkung in den Eingang 13 der
nächsten Ziehmaschine 1 eingeführt, so daß die Angel des Ziehgutes 7 vom Ziehschlitten
22 erfaßt werden kann. Die Umlenkrichtung und die Arbeitsrichtung ist hierbei so wie
Pfeil 15 in Figur 4 andeutet. Mittels der Führungseinrichtung 4 kann so eine Anlage
28 gebildet werden, bei denen die einzelnen parallel zueinander angeordneten Ziehmaschinen
vorteilhafterweise so angeordnet werden können, daß ihre Bedienungsseiten einander
zugekehrt sind, so daß beide Maschinen von einer einzigen Bedienungsperson bedient
werden können. Die kreisbogenförmige Umlenkung des Ziehgutes zwischen Austritt und
Eintritt der beiden Maschinen der Anlage 28 ist sehr einfach herstellbar und sehr
einfach beherrschbar, weil eine höhere Arbeitsgeschwindigkeit der ersten Maschine
einfach abgefangen wird durch eine Auswärtsverschiebung des beide Maschinen verkettenden
Kreisbogens des Ziehgutes 7, wie dies in Figur 4 gestrichelt dargestellt ist Bei bestimmten
Eigenschaften des Ziehgutes 7 kann es vorteilhaft sein, wenn die einmal hergestellte
Kreisbogenform des Ziehgutes 7 von einer Leiteinrichtung 56 aufrechterhalten wird
auch dann, wenn der Kreisbogen des Ziehgutes 7 radial weiter nach außen wandert. Es
ist je nach Eigenschaft des Ziehgutes 7 dann vorteilhaft, wenn die. Leiteinrichtung
56 unter leichter Vorlast gegen das Ziehgut angedrückt ist und mit dem Kreisbogen
des Ziehgutes ständig mitwandert, so daß eine saubere Umlenkung des Ziehgutes ständig
erhalten bleibt. Die Gefahr von unerwünschten Verformungen und Ausknickungen bei besonders
labilem Ziehgut kann damit beseitigt werden.
[0036] Es ist auch in Abhängigkeit von den mechanischen Eigenschaften des Ziehgutes denkbar,
daß der Antrieb 6 der Führungseinrichtung 4 entfallen kann, weil ja das sich bewegende
Ziehgut selbst den Antrieb des Auslegers 5 bewirken kann.
[0037] In den Figuren 7 und 8 sind Anlagen 26 und 27 schematisch dargestellt, die unterschiedliche
Anordnungen und Verkettungen der Geradeausziehmaschinen deutlich machen. Mit den beiden
unterschiedlichen Führungseinrichtungen 2 bzw. 3 sowie 4 gelingt es, die einzelnen
Ziehmaschinen sowohl in Reihe hintereinander als auch in Parallelanordnung zueinander
oder in parallelen Reihen zueinander zu verketten. Figur 7 zeigt hierbei eine Anlage
26, die aus zwei Dreiergruppen besteht, von denen jeweils zwei Maschinen parallel
zueinander und zwei Maschinen in Reihe hintereinander angeordnet sind. Diese Anordnung
hat den Vorteil, daß jeweils drei Maschinen von einer einzigen Bedienungsperson bedient
werden können. Die Anlage 26 erlaubt es somit, sechs Ziehmaschinen mit nur zwei Bedienem
zu bedienen. Hierzu ist bei beiden Gruppen jeweils eine Führungseinrichtung 4 und
eine Führungseinrichtung . 3 bzw. 2 erforderlich.
[0038] Bei der Anlage 27 nach Figur 8 sind sechs Maschinen hintereinander miteinander verkettet,
die ebenfalls von zwei Bedienem bedient werden können. Die Anlage 27 erlaubt es somit
einen sechsstufigen Ziehvorgang ohne Unterbrechung durchzuführen. Hierzu sind auf
der linken Seite der Figur 8 zwei Ziehmaschinen über eine Führungseinrichtung 4 miteinander
verkettet, so daß diese beiden Maschinen parallel zueinander angeordnet sind. Die
Arbeitsrichtung sei hierbei so wie Pfeil 57 in Figur 8 angibt. Der zweiten parallel
verketteten Maschine folgt in Linie eine weitere Maschine, die über eine Führungseinrichtung
3 in Geradeausverkettung mit der vorangehenden Maschine verbunden ist Auch die nachfolgende
Ziehmaschine (also vierte Stufe) ist zu der vorangehenden Maschine geradeausverkettet
über eine Führungseinrichtung 3. Dieser Maschine schließt sich jedoch als fünfte Stufe
eine weitere Ziehmaschine in Parallelanordnung an, die daher über eine Führungseinrichtung
4 mit der vorangehenden Maschine verkettet sein muß. Als sechste Stufe folgt dann
wieder eine geradeausverkettete Maschine, die daher zur vorangehenden Maschine wieder
mit einer Führungseinrichtung 3 verkettet sein kann. Es ist hierbei zu sehen, daß
es nicht nur gelingt Einzelmaschinen in Parallelanordnung zu verketten, sondern daß
auch eine Reihe geradeausverketteter Maschinen zu einer weiteren Reihe geradeausverketteter
Maschinen parallel angeordnet werden kann. Die beschriebenen unterschiedlichen Verkettungseinrichtungen
erlauben daher eine optimale Platzausnutzung und eine unterbrechungslose Verkettung
beliebig vieler Ziehmaschinen hintereinander, so daß auf günstigste Art und Weise
Ziehanlagen mit Geradeausziehmaschihen und beliebiger Anzahl von Ziehstufen gebildet
werden können. Es ist damit erstmals gelungen beliebige Anzahlen von Geradeausziehmaschinen
miteinander zu verketten so daß sie hintereinander arbeiten können, ohne daß hierzu
der Ziehvorgang unterbrochen werden müßte und es ist gleichzeitig gelungen die Art
der Verkettung so zu gestalten, daß alle Maschinen außerordentlich - platzgünstig
zueinander angeordnet werden können, wobei diese günstige Anordnung darüber hinaus
erlaubt, daß mehrere Maschinen einer Anlage von nur einer Bedienungsperson bedient
werden können. Das erfindungsgemäße Verfahren als solches ist natürlich für alle ziehfähigen
Querschnitte des Ziehgutes anwendbar.
Liste der verwendeten Bezugszeichen
[0039]
1 Ziehmaschine
2 Führungseinrichtung
3 Führungseinrichtung
4 Führungseinrichtung
5 Ausleger
6 Antrieb
7 Ziehgut
8 Zentrallagerung
9 Hochachse
10 freies Ende Ausleger
11 Greifeinrichtung
12 Ausgang
13 Eingang
14 tangentiale Richtung
15 Umlenkung
16 tangentiale Richtung
17 Gegenhaltestück
18 Gegenhaltestück
19 Kolben-Zylinder-Einheit
20 Verformungselement
21 Verformungselement
22 Ziehschlitten
23 Arbeitsrichtung
24 Anlage
25 Anlage
26 Anlage
27 Anlage
28 Anlage
29 Ziehdüse
30 Rinne
31 Unterbrechung
32 Achse
33 Träger
34 Anlageelement
35 Bett
36 Ausleger
37 Pfeil
38 Pumpeneinheit
39 Ventil
40 Leitung
41 Leitung
42 Tank
43 Gegendruckventil
44 Einrichtung
45 Stößel
46 Feder
47 Weggeber
48 Rechner
49 Anzeigeeinrichtung
50 Bett
51 Gegenhaltestück
52 Gegenhaltestück
53 Rad
54 Achse
55 Pfeil
56 Leiteinrichtung
57 Pfeil
1. Verfahren zum Geradeausziehen von langgestrecktem Material (7) prismatischen Querschnitts,
mit vollem oder hohlem Querschnitt, zur Querschnittsverminderung in mindestens zwei
Ziehstufen, wobei mindestens die zweite Ziehstufe auf einer Zieheinrichtung (1) mit
intermittierend arbeitenden, sich linear bewegenden Ziehschlitten (22) durchgeführt
wird und wobei das Material (7) kontinuierlich durch den Zieheinrichtungen (1) zugeordnete,
relativ zu diesen ortsfeste Ziehdüsen (29) hindurchgezogen wird, jedoch während des
Anfahrvorganges an der betroffenen Ziehdüse (29) intermittierend gezogen wird, dadurch
gekennzeichnet, daß das Ziehgut (7) vor einer Zieheinrichtung (1) mit intermittierend
arbeitenden, sich linear bewegenden Ziehschlitten (22), soweit dies nicht die erste
Zieheinrichtung ist, aus der Geraden ausgelenkt wird, sobald die Zieheinrichtung (22)
den Anfang des Ziehgutes (7) übernommen hat
2. Anlage zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, enthaltend zum Ziehen von
langgestrecktem Material (7) prismatischen Querschnitts, mit vollem oder hohlem Querschnitt,
zur Querschnittsverminderung in mindestens zwei Stufen mindestens zwei Zieheinrichtungen
(1), dadurch gekennzeichnet, daß in Arbeitsrichtung (23) gesehen mindestens die zweite
Zieheinrichtung (1) eine solche zum Geradeausziehen mit intermittierend arbeitenden,.
linear bewegten Ziehschlitten und ortsfest zur Zieheinrichtung angeordneter Ziehdüse
ist, wobei mindestens zwei Zieheinrichtungen (1) der Anlage (24-28) mittels einer
Führungseinrichtung (2, 3, 4) zur Einführung des Ziehgutes (7) in die Ziehdüse (29)
der nachfolgenden Maschine (1) miteinander verbunden sind und wobei die Führungseinrichtung
(2, 3, 4) Mittel zur Auslenkung des Ziehgutes (7) um weniger als 360° aus der geraden
Flußrichtung aufweist.
3. Anlage nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungseinrichtung (2,
3, 4) ein Führungselement (11, 30) und ein Verformungselement (5, 20, 21) als Mittel
zur Auslenkung aufweist, wobei mindestens das Verformungselement (5, 20, 21) beweglich
geführt ist zur Durchführung der Verformung.
4. Anlage nach mindestens einem der Ansprüche 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß
als Führungselement eine V-förmige Rinne (30) den Ausgang (12) einer ersten Maschine
(1) mit dem Eingang (13) einer zweiten Maschine (1) verbindet, wobei die Rinne (30)
in ihrem Längsverlauf an mindestens einer Stelle eine Unterbrechung (31) aufweist
und daß ein quer zum Verlauf der Rinne (30). durch deren Unterbrechung (31) hindurch
bewegbares Verformungselement (20, 21) vorgesehen ist
5. Anlage nach mindestens einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß
die-V-förmige Rinne (30) beweglich angeordnet ist, um die Geradführung des Ziehgutes
(7) vor der Einleitung der Verformung zu beenden.
6. Anlage nach mindestens einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß
die Rinne (30) absenkbar geführt ist.
7. Anlage nach mindestens einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß
die Rinne (30) um eine Achse (32) parallel zu ihrem Verlauf schwenkbar angeordnet
ist
8. Anlage nach mindestens einem der Ansprüche 2 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß
als Verformungselement (20, 21) ein Auslenkschieber vorgesehen ist, der radial gegen
das Ziehgut (7) führbar ist.
9. Anlage nach mindestens einem der Ansprüche 2 bis 8 dadurch gekennzeichnet, daß
der Auslenkschieber (20) einen mit einer Betätigungseinrichtung (19) verbundenen Träger
(33) und mindestens ein Anlageelement (34) für die Einwirkung auf das Ziehgut (7)
aufweist.
10. Anlage mindestens nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens ein
Aniageelement (34) als ein um mindestens eine Achse rotationssymmetrischer Körper
ausgebildet und um mindestens diese Achse senkrecht zur Tangente an den Berührungspunkt
von Ziehgut (7) und Anlageelement (34) drehbar an dem Träger (33) angeordnet ist.
11. Anlage nach mindestens einem der Ansprüche 2 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß
als Betätigungseinrichtung eine strömungsmittelbetätigte Kolben-Zylinder-Einheit (19)
vorgesehen ist.
- 12. Anlage nach mindestens einem der Ansprüche 2 bis 11, dadurch gekennzeichnet,
daß die Führungseinrichtung (2) Gegenhaltestücke (17, 18) im Bereich des Ausgangs
(12) einer vorangehenden und im Bereich des Eingangs (13) einer nachfolgenden Maschine
(1) aufweist.
13. Anlage nach mindestens einem der Ansprüche 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß
die Führungseinrichtung (4) als Kreisführung ausgebildet ist, die das aus einer ersten
Maschine (1) auslaufende Ziehgut (7) in tangentialer Richtung (14) übernimmt und nach
einer Umlenkung (15) entlang einer Kreisbogenform tangential (16) in die nachfolgende
Maschine (1) einführt.
14. Anlage mindestens nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungseinrichtung
(4) im wesentlichen aus einer Zentrallagerung (8) besteht, an welcher ein Ausleger
(5) um eine Hochachse (9) schwenkbar gelagert angeordnet ist, wobei das freie Ende
(10) des Auslegers (5) eine Greifeinrichtung (11), geeignet zur Obernahme und zur
Übergabe des Ziehgutes (7) aufweist, wobei zwei miteinander zu verbindende Ziehmaschinen
(1) derart zueinander angeordnet sind, daß ihr Ausgang (12) bzw. ihr Eingang (13)
im Wirkbereich der Greifeinrichtung (11) des Auslegers (5) liegt.
15. Anlage nach mindestens Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Ziehmaschinen
zueinander mit parallel verlaufender Arbeitsrichtung aufgestellt sind (Figur 4) und
daß die sie verbindende Führungseinrichtung (4) eine Umlenkung des Ziehgutes (7) um
ca. 180° durchführt.
16. Anlage nach mindestens einem der Ansprüche 13 bis 15, dadurch gekennzeichnet,
daß der Ausleger (5) über einen zugeordneten Antrieb (6) drehantreibbar ist.
17. Anlage nach mindestens einem der Ansprüche 2 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß
mehr als zwei Ziehmaschinen (1) über Führungseinrichtungen (2, 3, 4) miteinander verkettet
sind.
1. Method for the straight drawing of elongate material (7) of prismatic cross-section, with solid or hollow cross-section, in order to reduce
the cross-section in at least two drawing steps, in which at least the second drawing
step is carried out on a drawing device (1) with intermittently operating and linearly
moving drawing carriage (22), and in which the material (7) is continuously drawn
through drawing nozzles (29) which are associated with the drawing devices (1) and
which are stationary relative to the drawing devices, but is drawn intermittently
during the start-up process at the relevant drawing nozzle (29), characterised in
that the drawn product (7) is deflected from the straight line in advance of a drawing
device (1) with intermittently operating and linearly moving drawing carriage (22),
so long as this is not the first drawing device, as soon as the drawing device (22)
has taken up the forward end of the drawn product (7).
2. System for carrying out the method according to claim 1, including at least two
drawing devices (1) for the drawing of elongate material (7) of prismatic cross-section,
with solid or hollow cross-section, for the reduction of the cross-section in at least
two steps, characterised in that at least the second drawing device (1), taken in
the working direction (23), is a device for straight drawing with intermittently operating,
linearly movable drawing carriage and drawing nozzle arranged stationary relative
to the drawing device, in which at least two drawing devices (1) of the system (24-28)
are connected together by means of a guide device (2, 3, 4) for the introduction of
the drawn product (7) into the drawing nozzle (29) of the subsequent machine (1),
and in which the guide device (2, 3, 4) comprises means for deflecting the drawn product
(7) through less than 360° from the straight line direction of movement.
3. System according to claim 2, characterised in that the guide device (2, 3, 4) comprises
a guide member (11, 30) and a deflecting member (5, 20, 21) as means for the deflection,
in which at least the deflecting member (5, 20, 21) is movably guided for carrying
out the deflection.
4. System according to at least one of claims 2 and 3, characterised in that a V-shaped
channel (30) serves as guide member connecting the outlet (12) of a first machine
(1) with the inlet (13) of a second machine (1), in which the channel (30) has a break
(31) in its longitudinal extent at at least one position, and in that a movable deflecting
member (20, 21) is provided transversely to the length of the channel (30) over the
extent of its said break (31).
5. System according to at least one of claims 2 to 4, characterised in that the V-shaped
channel (30) is arranged to be movable in order to terminate the linear guidance of
the drawn product (7) before the beginning of the deflection.
6. System according to at least one of claims 2 to 5, characterised in that the channel
(30) is guided to be lowerable.
7. System according to at least one of claims 2 to 6, characterised in that the channel
(30) is arranged to be pivotable about an axis (32) parallel to its length.
8. System according to at least one of claims 2 to 7, characterised in that the deflecting
member (20, 21) is a deflecting slide which is guidable radially in relation to the
drawn product (7).
9. System according to at least one of claims 2 to 8, characterised in that the deflecting
slide (20) comprises a carrier (33) connected to an actuating device (19) and at least
one contact element (34) for pushing against the drawn product (7).
10. System at least according to claim 9, characterised in that at least one contact
element (34) is formed as a body which is symmetrically rotatable about at least one
axis, and is arranged to be rotatable on the carrier (33) about at least this axis
perpendicular to the tangent at the contact point of the drawn product (7) and contact
element (34).
11. System according to at least one of claims 2 to 10, characterised in that a fluid-actuated
piston-cylinder unit (19) is provided as actuating device.
12. System according to at least one of claims 2 to 11, characterised in that the
guide device (2), comprises counterpressure members (17, 18) in the region of the
outlet (12) of a preceding machine (1) and in the region of the inlet (13) of a following
machine (1).
13. System according to at least one of claims 2 and 3, characterised in that the
guide device (4) is formed as an arcuate guide which takes up the drawn product (7)
coming from a first machine (1) in the tangential direction (14) and after a deflection
(15) along an arcuate path introduces it tangentially (16) into the following machine
(1).
14. System at least according to claim 13, characterised in that the guide device
(4) essentially comprises a central mounting (8) on which a boom arm (5) is mounted
to be pivotable about a vertical axis (9), in which the free end (10) of the boom
arm (5) has a gripping device (11) suitable for accepting and transferring the drawn
product (7) in which two drawing machines (1) to be connected to each other are arranged
in relation to each other such that their respective outlet (12) and inlet (13) lie
in the working zone of the gripping device (11) of the boom arm (5).
15. System according to at least claim 14, characterised in that the drawing machines
are set up relative to each other with parallel extending directions of operation
(Figure 4) and in that the guide device (4) connecting them together effects a deflection
of the drawn product (7) through approximately 180°.
16. System according to at least one of claims 13 to 15, characterised in that the
boom arm (5) is rotatably drivable by means of an associated drive means (6).
17. System according to at least one of claims 2 to 16, characterised in that more
than two drawing machines (1) are linked together by guide devices (2, 3, 4).
1. Procédé d'étirage rectiligne d'un matériau (7) de forme allongée, de section prismatique,
pleine ou creuse, pour diminuer sa section en au moins deux étages d'étirage, étant
précisé qu'au moins le second étage d'étirage s'effectue sur un dispositif d'étirage
(1) comportant un chariot d'étirage (22) qui travaille de façon intermittente et se
déplace linéairement, et étant précisé que le matériau (7) est tiré de façon continue
à travers des filières d'étirage (29) associées aux dispositifs d'étirage (1) et fixes
en position par rapport à ceux-ci, mais qu'il est tiré de façon intermittente pendant
le processus de démarrage sur la filière d'étirage concernée (29), caractérisé en
ce qu'en avant d'un dispositif d'étirage (1) comportant un chariot d'étirage (22)
qui travaille de façon intermittente et se déplace linéairement, dans la mesure où
ce n'est pas le premier dispositif d'étirage, on fait dévier le produit étiré (7)
hors de la ligne droite dès que le dispositif d'étirage (22) a saisi le début du produit
étiré (7).
2. Installation pour l'exécution du procédé selon la revendication 1, contenant, pour
étirer un matériau (7) de forme allongée, de section prismatique pleine ou creuse
afin de diminuer sa section en au moins deux étages, au moins deux dispositifs d'étirage
(1), caractérisée en ce qu'au moins le second dispositif d'étirage (1), vu dans le
sens du travail (23), est un dispositif conçu pour l'étirage rectiligne, comportant
un chariot d'étirage qui travaille de façon intermittente et se déplace linéairement,
ainsi qu'une filière d'étirage disposée fixe par rapport au dispositif d'étirage,
étant précisé qu'au moins deux dispositifs d'étirage (1) de l'installation (24-28)
sont réunis l'un à l'autre au moyen d'un dispositif de guidage (2, 3, 4) pour introduire
le produit étiré (7) dans la filière (29) du banc (1) suivant et que le dispositif
de guidage (2, 3, 4) présente des moyens pour faire dévier te produit étiré (7) de
sa direction de passage rectiligne sur moins de 360°.
3. Installation selon la revendication 2, caractérisée en ce que le dispositif de
guidage (2, 3, 4) présente, comme moyens pour réaliser la déviation, un élément de
guidage (11, 30) et un élément de formage (5, 20, 21), étant précisé qu'au moins l'élément
de formage (5, 20, 21) se déplace pour l'exécution du formage.
4. Installation selon au moins l'une des revendications 2 et 3, caractérisée en ce
que, comme élément de guidage, c'est une goulotte en forme de V (30) qui relie la
sortie (12) d'un premier banc (1) à l'entrée (13) d'un second banc (1), étant précisé
que, sur sa longueur, la goulotte (30) présente, en au moins un endroit, une coupure
(31) ; et en ce qu'il est prévu un élément de formage (20, 21) qui peut se déplacer
à travers cette coupure (31), transversalement à la direction de la goulotte (30).
5. Installation selon au moins l'une des revendications 2 à 4, caractérisée en ce
que la goulotte en forme de V (30) est disposée mobile, pour mettre fin au guidage
rectiligne du produit étiré (7) avant l'intervention du formage.
6. Installation selon au moins l'une des revendications 2 à 5, caractérisée en ce
que la goulotte (30) est guidée en descente.
7. Installation selon au moins l'une des revendications 2 à 6, caractérisée en ce
que la goulotte est disposée de façon à pouvoir pivoter autour d'un axe (32), parallèlement
à sa direction.
8. Installation selon au moins l'une des revendications 2 à 7, caractérisée en ce
que comme élément de formage (20, 21) est prévu un coulisseau sur console qui peut
se déplacer radialement contre le produit étiré (7).
9. Installation selon au moins l'une des revendications 2 à 8, caractérisée en ce
que le coulisseau sur console (20) présente un support (33) relié à un dispositif
de manoeuvre (19) et au moins un élément d'appui (34) pour intervenir sur le produit
étiré (7).
10. Installation selon au moins la revendication 9, caractérisée en ce qu'au moins
un élément d'appui (34) est conçu sous forme d'un corps présentant une symétrie de
rotation autour d'au moins un axe et est disposé sur le support (33) avec liberté
de rotation autour d'au moins cet axe perpendiculaire à la tangente au point de contact
du produit étiré (7) et de l'élément d'appui (34).
11. Installation selon au moins l'une des revendications 2 à 10, caractérisée en ce
que comme dispositif de manoeuvre est prévu un vérin (19) manoeuvré par un fluide
en écoulement.
12. Installation selon au moins l'une des revendications 2 à 11, caractérisée en ce
que le dispositif de guidage (2) présente des contrebutées (17, 18) au voisinage de
la sortie (12) d'un banc (1) précédent et au voisinage de l'entrée (13) d'un banc
(1) suivant.
13. Installation selon au moins l'une des revendications 2 et 3, caractérisée en ce
que le dispositif de guidage (4) a la forme d'un guidage circulaire qui reprend en
direction tangentielle (14) le produit étiré (7) quï sort d'un premier banc (1) et,
après un changement de direction (15) le long d'une forme d'arc de cercle, l'introduit
tangentiellement (16) dans le banc (1) suivant
14. Installation selon au moins la revendication 13, caractérisée en ce que le dispositif
de guidage (4) est constitué essentiellement d'une portée centrale (8) sur laquelle
une console (5) porte, avec liberté de pivoter autour d'un axe vertical (9), étant
précisé que l'extrémité libre (10) de la console (5) présente un dispositif de prise
(11), convenant pour reprendre et transférer le produit étiré (7), et que deux bancs
30 d'étirage (1), à relier l'un à l'autre, sont disposés l'un par rapport à l'autre
de façon telle que leur sortie (12) ou leur entrée (13) se trouvent sur la plage d'intervention
du dispositif de prise (11) de la console (5).
15. Installation selon au moins la revendication 14, caractérisée en ce que les bancs
d'étirage sont installés avec leurs directions de travail parallèles l'une à l'autre
(figure 4) ; et en ce que le dispositif de guidage (4) qui les relie effectue un changement
de direction du produit étiré (7) d'environ 180°.
16. Installation selon au moins l'une des revendications 13 à 15, caractérisée en
ce que la console (5) peut être entraînée en rotation par un mécanisme d'entraînement
approprié (6).
17. Installation selon au moins l'une des revendications 2 à 16, caractérisée en ce
que plus de deux bancs d'étirage (1) sont mutuellement réunis en chaîne par l'intermédiaire
de dispositifs de guidage (2, 3, 4).