(19)
(11) EP 0 348 822 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
03.01.1990  Patentblatt  1990/01

(21) Anmeldenummer: 89111379.7

(22) Anmeldetag:  22.06.1989
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)5E04D 1/28, E04D 1/24
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH DE ES FR GB IT LI NL SE

(30) Priorität: 30.06.1988 DE 3822066
30.03.1989 DE 3910301

(71) Anmelder: Wacker, Heinz
D-4990 Lübbecke (DE)

(72) Erfinder:
  • Wacker, Heinz
    D-4990 Lübbecke (DE)

(74) Vertreter: Stracke, Alexander, Dipl.-Ing. et al
Jöllenbecker Strasse 164
33613 Bielefeld
33613 Bielefeld (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Dacheindeckung aus mit ihren Längs- und Querrändern einander überlappenden Dacheindeckungsplatten


    (57) Bei einer Dacheindeckung, bei der die Dacheindeckungsplatten an der Unterseite mit einem in eine Isolierkammer eingesetzten Wärmedämmstoff versehen sind, soll erreicht werden, daß eine Durchfeuchtung des Wärme­dämmstoffes vermieden wird.
    Zwischen dem Wärmedämmstoff (14) und der Plattenunterseite ist ein Hohlraum (15) vorgesehen. Am traufseitigen Ende ist außerdem durch einen Randsteg (17) eine Belüftungskammer (18) gebildet. Die die Be­lüftungskammer (18) begrenzenden Stege (12,17) sind mit Belüftungsöff­nungen zu versehen, um den Hohlraum (15) mit der Außenluft zu verbin­den. Damit keine Luft von außen in den durch die Dacheindeckung begrenz­ten Innenraum eindringt, ist vorgesehen, daß der wasserführende Falz (31) und der Deckfalz (32) im oberen firstseitigen Bereich jeweils mit einem sich im wesentlichen über die Breite der Dachlatte (21) erstrecken­des Füllstück (31a bzw. 32b) versehen sind. Dadurch wird ein verstärk­tes Auflager gebildet, dessen untere freie Fläche durch das Eigenge­wicht der Dacheindeckungsplatte (10) dichtend auf der Auflagerfläche (36) des Füllstückes (31a) des wasserführenden Falzes (31) aufliegt.




    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Dacheindeckung aus mit ihren Längs- und Querrändern einander überlappenden Dacheindeckungsplatten, die auf einer aus Dachsparren und Dachlatten gebildeten Unterkonstruktion ver­legt sind und die an ihrer Unterseite jeweils einen nach unten ragen­den, ringsumlaufenden Steg aufweisen, dessen Unterseite in einer Ebene liegt und der zusammen mit der Platte eine einen Wärmedämmstoff auf­nehmende Isolierkammer begrenzt, deren Größe etwa der Plattendeckfläche entspricht.

    [0002] Es ist eine Dacheindeckungsplatte der genannten Art bekannt (DE-PS 76 239), die aus Metall gefertigt ist, und bei der der Wärmedämmstoff die Isolierkammer vollständig ausfüllt. Die der Dacheindeckungsplatte zugewandten Flächen des Wärmedämmstoffes sind mit der Dacheindeckungs­platte verbunden. Sofern feuchte Warmluft auf den Wärmedämmstoff trifft und in den Wärmedämmstoff eindringt, wird diese Warmluft beim Auftref­fen auf die Unterseite der Dacheindeckungsplatte abgekühlt, so daß sich Kondenswasser niederschlägt. Dieses Kondenswasser durchfeuchtet den Wärmedämmstoff, der dadurch an Wärmedämmwirkung verliert.

    [0003] Außerdem ist bei einer Dacheindeckung mit den vorbekannten Dacheindek­kungsplatten keine Belüftung möglich, da das Isoliermaterial direkt an der Unterseite anliegt. Dadurch kommt es noch zusätzlich zu einem Hitzestau.

    [0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Dacheindeckung der ein­gangs genannten Art so auszubilden, daß in der oder in den Isolierkam­mern der einzelnen Dachziegel ein Wärmestau und eine Schwitzwasserbil­dung verhindert werden und unter den unterschiedlichsten Witterungsver­hältnissen die Isolierwirkung in den Isolierkammern der Dachziegel weitgehend konstant gehalten wird.

    [0005] Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des kennzeichnenden Teils des Patentanspruches 1 gelöst. Durch die Isolierkammer ist es nunmehr mög­lich, die Plattenunterseite zu belüften, so daß kein Kondenswasser oder ein Hitzestau auftritt. Flugschnee oder sonstige Flüssigkeitspar­tikel, die mit der Luft in die Belüftungskammer transportiert werden, werden dort aufgefangen. Da sie außerdem mit der Atmosphäre in Verbin­dung steht und sich an der Traufseite der Dacheindeckungsplatte befin­det, kann trotz der Sperrwirkung der Belüftungskammer an die Platten­unterseite gelangte Flüssigkeit durch die Belüftungskammer wieder ab­fließen. Die freien Ränder der Randstege können auch die Isolierkammer begrenzen. Die freien Ränder liegen dann auf einer Wärmedämmlage auf, die Bestandteil der Dacheindeckung ist. Da bekanntlich Luft ein schlechter Wärmeleiter ist, wird durch die erfindungsgemäße Dachein­deckung eine beachtliche Wärmedämmung erzielt. Anstelle einer Bahn aus einem wärmedämmenden Material ist es jedoch auch möglich, in jede Iso­lierkammer 13 einen Kern aus einem thermisch isolierenden Material einzusetzen, wobei zwischen dem Kern und der unteren, dem Kern zuge­wandt liegenden Seite jeder Dacheindeckungsplatte ein ebenfalls eine Isolierkammer bildender Hohlraum vorgesehen ist. Die Belüftungsöff­nungen müssen dann in den Randstegen so gesetzt werden, daß der Hohl­raum noch mit der Außenluft in Verbindung steht. Um beim Einsetzen des Kernes eine gleichbleibende Bautiefe des Hohlraumes zu erreichen, weist nach einer Ausführungsform der Erfindung der Kern an seiner der Plat­tenunterseite zugekehrten Oberseite Noppen auf. Um die Sicherheit ge­gen ein Eindringen von Flugschnee und Feuchtigkeit in den Hohlraum zu erhöhen, können die Belüftungsöffnungen im Randsteg und im traufseiti­gen Teil des ringsumlaufenden Stegs versetzt zueinander angeordnet sein. Es hat sich als zweckmäßig erwiesen, die Isolierkammer so zu ge­stalten, daß ihre Höhe zweidrittel der Gesamthöhe der Dacheindeckungs­platte beträgt.

    [0006] Um das Einsetzen des aus einem Wärmedämmstoff bestehenden Kernes in den Hohlraum zu erleichtern und ein Herausfallen beim Eindecken des Daches zu verhindern, ist in weiterer Ausgestaltung vorgesehen, daß der den Hohlraum begrenzende, ringsumlaufende Steg zumindest an seiner Stirn­seite eine Schrägfläche aufweist, derart, daß der Querschnitt an der unteren Seite der Isolierkammer am größten ist, und daß der aus einem Wärmedämmstoff bestehende Kern plattenförmig ausgebildet und formschlüs­sig in die Isolierkammer eingesetzt ist. Zweckmäßigerweise sind die den Längsseiten der Dacheindeckungsplatte zugeordneten Innenflächen des Randsteges als Schrägflächen oder alle vier Innenflächen als Schräg­flächen ausgebildet, so daß ein konischer Hohlraum entsteht. Der Schrä­gungswinkel darf nur so groß sein, daß der eingesetzte Kern nicht her­ausfällt. Der Kern wird im Sinne einer Selbsthemmung gehalten.

    [0007] Dacheindeckungsplatten weisen bekanntlich an ihrer Längsseite einen zur Wetterseite offenen, wasserführenden Falz und an der anderen Längs­seite einen den wasserführenden Falz abdeckenden, nach unten offenen Deckfalz auf, wobei der wasserführende Falz und der Deckfalz jeweils an der Außenseite durch einen Seitensteg begrenzt sind. Die Abmessungen der Dacheindeckungsplatten liegen innerhalb eines Toleranzbereiches, bedingt durch das Brennen oder durch die Trocknung. Diese Toleranzen werden in der Breite durch die Überdeckung in den seitlichen Falzen ausgeglichen, so daß insbesondere im oberen firstseitigen Bereich der seitlichen Falze Fugen entstehen, die einen Luftaustausch zu dem von der Dacheindeckung begrenzten Innenraum ermöglichen. Dieser Luftaus­ tausch ist bei den herkömmlichen Dacheindeckungsplatten sogar er­wünscht. Bei der erfindungsgemäßen Dacheindeckung ist dieser Luftaus­tausch nicht erwünscht, da die Isolierwirkung herabgesetzt wird. Um diesen Luftaustausch in einfacher Weise wirksam zu vermeiden, wobei gewährleistet ist, daß die Dacheindeckungsplatten stapelbar sind und die Wasserführung der eingedeckten Dacheindeckungsplatten günstig bleibt, ist in weiterer Ausgestaltung der vorliegenden Erfindung vor­gesehen, daß der wasserführende Falz im oberen firstseitigen Bereich ein sich im wesentlichen über die Breite der Dachlatte zwecks Verstär­kung ein Füllstück mit einer oberen Auflagerfläche aufweist, und der dem Füllstück des wasserführenden Falzes zugeordnete Bereich des Deck­falzes ebenfalls mit einem Füllstück mit verstärktem Auflager versehen ist, dessen untere freie Fläche durch das Eigengewicht der Dacheindek­ kungsplatte dichtend auf der Auflagerfläche des Füllstückes des was­serführenden Falzes aufliegt.

    [0008] Bei den Dacheindeckungsplatten der erfindungsgemäßen Dacheindeckung ist nunmehr als Abschluß am oberen Ende des wasserführenden Falzes ein Füllstück zur Verstärkung und zur Bildung einer Auflagerfläche zur Auf­nahme des entsprechenden Bereiches des Deckfalzes eingesetzt. Der Deck­falz ist ebenso mit einem Füllstück als Auflager verstärkt. Zweckmäßi­gerweise sind die Dicken beider Füllstücke so bemessen, daß die erzielte Verstärkung durch die beiden Füllstücke gleich ist, woraus sich ergibt, daß die einander berührenden und dichtenden Auflagerflächen in der Ebene liegen, die durch die halbe Dicke jeder Dacheindeckungsplatte bestimmt ist. Alle auf die Dachplatte einwirkenden Kräfte, also auch das Eigengewicht, werden durch die Auflagerflächen unmittelbar auf die unterhalb angeordnete Dachlatte übertragen. Da die Dachplatte nur unter­halb des wasserführenden Falzes auf der Dachlatte aufliegt, entsteht hier eine kontaktierende Erfindung.Dieser ansonsten undichte Spalt ist daher abgedichtet. Die Breite jeder Auflagerfläche entspricht der Breite des jeweiligen Falzes einschließlich der Breite des Seitenste­ges. Von der Belastbarkeit her ist diese Ausbildung der Dacheindeckungs­platte äußerst wichtig, da die Abtragung der Kräfte immer durch Flä­chen hindurch erfolgt. Außerdem wird die gefährdete Ecke jeder Dach­eindeckungsplatte durch das Füllstück verstärkt, welches beim Transport und bei der Eindeckung eines Daches vorteilhaft ist.

    [0009] In weiterer Ausgestaltung ist vorgesehen, daß an der Firstseite jeder Dacheindeckungsplatte ein sich vom wasserführenden Falz bis zum Deck­falz erstreckender, auf die kleinste Deckbreite ausgelegter, die zuge­ordnete Dachlatte hintergreifender Kopfsteg vorgesehen ist, dessen Stirnflächen gegenüber den Seitenflächen der Dacheindeckungsplatte zurückspringen. In Verbindung mit dem Füllstück des wasserführenden Falzes wird durch den Kopfsteg die Dichtigkeit noch zusätzlich erhöht. Die Stirnflächen des Kopfsteges liegen in etwa in der Mitte des wasser­führenden Falzes bzw. des Deckfalzes. Zur besseren Stapelbarkeit steht dieser Kopfsteg zweckmäßigerweise unter einem stumpfen Winkel zur Ebene der Dacheindeckungsplatte. In vorteilhafter Weise stehen die äußeren Endbereiche des Kopfsteges unter einem kleineren Winkel zur Ebene der Dacheindeckungsplatte als der mittlere Bereich, so daß nur die äußeren Endbereiche die zugehörige Dachlatte hintergreifen. Dadurch werden die Berührungsflächen zwischen dem Kopfsteg und der Dachlatte in vorteil­hafter Weise besonders klein. Außerdem ergeben sich in den Übergangs­bereichen sich zur Unterseite hin verjüngende dreieckige Flächen, gegen die sich die Dachlatte hintergreifende Endbereiche seitlich abstützen, wenn die Dacheindeckungsplatten im Stapel übereinanderliegen. Dadurch wird eine seitliche Verschiebung wirksam vermieden. Dabei ist es zweck­mäßig, wenn der mittlere Bereich an der unteren Seite eine Ausnehmung aufweist, deren untere Fläche in der Ebene liegt, die durch die unte­ren Flächen der den Hohlraum begrenzenden Randstege gebildet ist. Die äußeren Endbereiche sind dadurch im Sinne von Aufhängezapfen zu sehen. Die äußeren Endbereich des Kopfsteges erstrecken sich von den den Hohlraum begrenzenden Stegen bis in die mittleren Bereiche des wasser­führenden Falzes und des Abdeckfalzes. Dadurch werden diese Endbereiche dem Füllstück des wasserführenden Falzes zugeordnet, so daß alle Kräfte durch die Berührungsflächen in die Dachlatte abgetragen werden. Um den Spalt zwischen der Unterseite des Deckfalzes und der oberen freien Fläche des den wasserführenden Falz begrenzenden Seitensteges auszu­füllen, ist vorgesehen, daß in den Deckfalz oder an der freien Fläche des den wasserführenden Falz begrenzenden Seitensteges ein Dichtstrei­fen auf einem elastisch verformbaren Material eingesetzt ist. Zur besseren Wasserführung erweitert sich der wasserführende Falz zweck­mäßig in Richtung zum traufseitigen Ende. Der Durchflußquerschnitt wird dadurch größer. Außerdem wird eine Struktur der Wetterseite der Dacheindeckung erreicht, so daß der optische Eindruck besser wird. Dies gilt insbesondere dann, wenn die dafür in Frage kommenden Dach­ziegel an der Wetterseite glattflächig sind. Zur besseren Entlüftung der unterseitig durch das Wärmedämmaterial begrenzten Belüftungskammer kann der dem Deckfalz zugeordnete Randsteg im oberen Bereich noch mit Entlüftungsbohrungen versehen sein.

    [0010] Weitere Kennzeichen und Merkmale einer vorteilhaften Ausgestaltung der vorliegenden Erfindung sind Gegenstand von weiteren Unteransprü­chen und ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele. Es zeigen:

    Fig. 1 eine Dacheindeckungsplatte in Draufsicht,

    Fig. 2 die Dacheindeckungsplatte nach der Fig. 1 im Längsschnitt,

    Fig. 3 die Dacheindeckungsplatte nach der Fig. 1 im Querschnitt,

    Fig. 4 einen Teilvertikalschnitt einer Dacheindeckung,

    Fig. 5 eine Dacheindeckungsplatte in Draufsicht, jedoch in einer gegenüber der Fig. 1 geänderten Ausführung,

    Fig. 6 einen Schnitt längs der Linie VI-VI in der Fig. 5,

    Fig. 7 einen Schnitt längs der Linie VII-VII in der Fig. 5,

    Fig. 8 einen Schnitt längs der Linie VIII-VII in der Fig. 5,

    Fig. 9 einen Schnitt längs der Linie IX-IX in der Fig. 5 und

    Fig. 10 bis 12 drei verschiedene Dacheindeckungen, bei denen der was­serführende Falz über eine Teilstrecke konisch ausgebildet ist, diese Teilstrecken jedoch unterschiedlich lang sind.



    [0011] Die in den Fig. 1 bis 3 dargestellte Dacheindeckungsplatte 10 ist in ihrer Grundkontur rechteckig ausgebildet. Die Wetterseite ist im dar­gestellten Ausführungsbeispiel glattflächig gestaltet, kann jedoch auch profiliert oder strukturiert ausgebildet sein. Die längeren Sei­ten der Dacheindeckungsplatte 10 verlaufen in der Dacheindeckung pa­rallel zu den Sparren 11, während die kürzeren Seiten quer zu Sparren 11 sich erstrecken. Die Dacheindeckungsplatten 10 weisen an ihrer Unterseite einen nach unten ragenden, ringsumlaufenden Steg 12 auf, dessen Unterseite in einer Ebene liegt und der zusammen mit der Dach­eindeckungsplatte eine Isolierkammer 13 begrenzt. In diese Isolierkam­mer 13 ist ein Wärmedämmstoff 14 eingesetzt. Zwischen dem Wärmedämm­stoff 14 und der Plattenunterseite ist ein Hohlraum 15 vorgesehen. Zur Bildung dieses Hohlraumes 15 kann der Wärmedämmstoff 14 an seiner der Plattenunterseite zugekehrten Seite mit Noppen versehen sein, die sich beim Einsetzen des Wärmedämmstoffes in die Isolierkammer 13 an der Plattenunterseite abstützen. In nicht dargestellter Weise ist es jedoch auch möglich, daß zumindest eine Innenfläche des die Isolier­kammer begrenzenden Randsteges an der inneren Seite derart schräg ver­läuft, daß der Querschnitt an der unteren Seite der Isolierkammer am größten ist. Der Wärmedämmstoff läßt sich dann ohne Befestigungsteile selbsthemmend in die Isolierkammer 13 einsetzen.

    [0012] Die Breite des ringsumlaufenden Randsteges 12 entspricht der Dicke der Dacheindeckungsplatte 10. Die Höhe des Randsteges 12 ist wesentlich größer als die Dicke der Dacheindeckungsplatte 10. Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist sie etwa zwei- bis dreimal so groß.

    [0013] Die Dacheindeckungsplatte 10 weist an der in der Darstellung nach den Fig. 1 bis 3 linken und oberen Seite eine winkelförmige, zur Wetter­seite hin offene Nut 16 auf. An der rechten und unteren Seite ist ebenfalls eine Nut 16a vorgesehen, die jedoch zu den Sparren 11 bzw. zur Unterkonstruktion hin offen ist. Die Nuten 16,16a werden, wie die Fig. 3 zeigt, durch Winkelstege gebildet. Die parallel zu den Sparren 11 verlaufenden Winkelstege greifen in der Dacheindeckung ineinander. Die den Sparren 11 zugewandt liegende Stirnfläche des die Nut 16a bil­denden Winkelstegs liegt in der freien Ebene der freien Stirnfläche des ringsumlaufenden Randstegs 12. Zur Bildung einer Belüftungskammer 18 am traufseitigen Rand jeder Dacheindeckungsplatte 10 ist ein parallel zum traufseitigen Teil des ringsumlaufenden Stegs 12 verlaufender Rand­steg 17 vorgesehen, der die gleiche Höhe wie der Steg 12 aufweist. So­wohl der traufseitige Teil des ringsumlaufenden Stegs 12 als auch des Randsteges 17 sind mit mindestens einer Belüftungsöffnung 19,20 verse­hen. Diese Belüftungsöffnungen verbinden den Hohlraum 15 mit der Außen­luft. Um sicherzustellen, daß von außen über die Belüftungsöffnungen kein Flugschnee oder sonstige Flüssigkeit in den Hohlraum 15 gelangt, werden die Belüftungsöffnungen im Randsteg 17 und im traufseitigen Teil des ringsumlaufenden Stegs 12 versetzt zueinander angeordnet. Um die Dacheindeckungsplatten 10 auf Dachlatten 21 der Unterkonstruktion auf­hängen zu können, sind im dargestellten Ausführungsbeispiel an dem oberen, quer zu den Sparren verlaufenden Rand an der den Sparren zu­gewandt liegenden Seite zwei Nasen 22 angeformt.

    [0014] Bei dem Ausführungsbeispiel nach den Fig. 5 bis 12 ist der durch die Nut 16 gebildete wasserführende Falz 31 und der durch die Nut 16a ge­bildete Deckfalz mit 32 bezeichnet. Der wasserführende Falz 31 und der Deckfalz 32 sind an der Außenseite durch jeweils einen Seitensteg 33, 34 begrenzt. Wie allgemein bekannt, greift bei einer Dacheindeckung der äußere Seitensteg 34 des Deckfalzes 32 in den wasserführenden Falz 31 ein. Da die Breite des Seitensteges 34 deutlich geringer ist als die Breite des wasserführenden Falzes 31 können die Dacheindeckungs­platten zur Vergrößerung der Deckbreite auseinandergezogen werden.

    [0015] Der Seitensteg 34 des Deckfalzes 32 liegt mit seiner unteren freien Fläche in einem kleinen Abstand zum Grund des wasserführenden Falzes 31. Oberhalb einer andeutungsweise dargestellten Dachlatte 21 ist der wasserführende Falz 31 mit einem Füllstück 31a und der Deckfalz 32 mit einem Füllstück 32b versehen, wodurch sich die Wandungen verstärkend vergrößern. Die Füllstücke 31a und 32b und die Dacheindeckungsplatte 10 sind als einstückiges Formteil ausgebildet, wie aus den Figuren her­vorgeht. In den Figuren 8 und 9 ist die Dacheindeckungsplatte 10 als Einzelheit dargestellt. Die mit dieser Platte in Eingriff stehende, danebenliegende Platte ist in strichpunktierten Linien angedeutet. Des­halb ist auch die mit dem wasserführenden Falz 31 in Eingriff stehende, rechtwinklig zum Seitensteg 34 stehende Wandung mit 32a bezeichnet. Das Füllstück des Deckfalzes 32 trägt das Bezugszeichen 32b. Dadurch ist die Wandung 32a oberhalb der Dachlatte 21 so verdickt, daß sie an der oberen mit 36 bezeichneten Auflagerfläche des Füllstückes 31a des wasserführenden Falzes 31 anliegt, wenn die Dachplatten 10 verlegt sind. In der Fig. 5 ist die untere Auflagerfläche des Füllstückes 32b des Deckfalzes 32 aus diesem Grunde auch mit 36 bezeichnet. Besonders aus den Fig. 8 und 9 geht hervor, daß die Dicke der Füllstücke 31a und 32b gleich ist, d.h. die Auflagerflächen 16 liegen in einer Ebene, die durch die halbe Dicke der Dacheindeckungsplatte 10 bestimmt ist.

    [0016] Die Dacheindeckungsplatte 10 weist an der Firstseite einen die Dach­latte 21 hintergreifenden Kopfsteg 37 auf, der unter einem stumpfen Winkel zur Ebene der Dacheindeckungsplatte 10 steht. Dieser Kopfsteg 37 erstreckt sich etwa von der Mitte des wasserführenden Falzes 31 bis zur Mitte des Deckfalzes 32, springt also gegenüber den beiden äußeren Längsseiten der Dacheindeckungsplatte 10 zurück, wie die Fig. 5 zeigt. Die dem traufseitigen Ende zugewandte Fläche des Kopfesteges 37 ist als Schrägfläche 38 ausgebildet. Die dieser Schrägfläche 38 zugeordnete Fläche des Deckfalzes 32 ist mit 39 bezeichnet und verläuft in einem geringen Abstand zur Schrägfläche 38, wie die Fig. 8 zeigt. Die Endbe­reiche des Kopfsteges 37 sind mit 37a und 37b bezeichnet. Außerdem weist der Kopfsteg 37 an der unteren Seite eine vom wasserführenden Falz 31 bis zum Deckfalz 32 sich erstreckende Ausnehmung auf. Die Aus­nehmung und die Endbereiche 37a,37b sind so gestaltet, daß nur diese Endbereiche die Dachlatte 21 hintergreifen. Sie sind also mit den Nasen 22 nach der Ausführung nach den Fig. 1 bis 4 gleichzusetzen. Diese End­bereiche stehen unter einem kleineren Winkel zur Dacheindeckungsplatte 10, so daß sich im Übergangsbereich Dreieckflächen 40 bilden, die sich nach unten hin verjüngen. Wie die Fig. 7 zeigt, bilden diese Dreieck­flächen Seitenbegrenzungen für die Endbereiche 37a, 37b des Kopfsteges 37 bei übereinandergestapelten Dacheindeckungsplatten 10. Wie die Fig. 9 zeigt, wird eine weitere Dichtfläche 36a zwischen den kontaktieren­den Flächen der Endbereiche 37a,37b des Kopfsteges 37 und dem Füll­stück 31a des wasserführenden Falzes 31 gebildet. Die Flächen, die die Kräfte abtragen, sind in der Fig. 9 mit 41 und 41a bezeichnet. An der Unterseite weist die Dacheindeckungsplatte 10 den ringsumlaufenden Steg 12 auf, in die ein Wärmedämmstoff 14 eingesetzt ist, der im Ab­stand zur Unterseite der Dacheindeckungsplatte 10 liegt, so daß der Hohlraum 15 gebildet wird. Die Belüftung erfolgt durch die Öffnungen des unteren Steges 12. In weiterer Ausgestaltung ist vorgesehen, daß zumindest ein weiterer Steg, in der Darstellung nach den Fig. 5 und 6 der rechte Randsteg innenseitig eine Schrägfläche hat, so daß die Isolierkammer konisch ausgebildet ist und ein entsprechend gestalteter Isolierkern hineingeschoben und festgesetzt werden kann. Der dem Deckfalz 32 zugeordnete Randsteg 34 kann auch noch mit nicht darge­stellten Öffnungen versehen werden, so daß auch noch eine Entlüftung über den Deckfalz 32 möglich ist.

    [0017] Wie insbesondere die Fig. 5 zeigt, ist der untere Bereich des wasser­führenden Falzes 31 konisch ausgebildet. Der Querschnitt wird zum unteren Ende hin größer, da der äußere Seitensteg 32 und der dieser Seite zugeordnete, die Isolierkammer begrenzende Steg entgegengesetzt auseinanderlaufen. Der Seitensteg 34 des Deckfalzes 32 und der dieser Seite zugeordnete Steg der Isolierkammer laufen in etwa parallel zum Seitensteg 33 des wasserführenden Falzes 31. Dadurch ergeben sich zwi­schen den nebeneinanderliegenden Dacheindeckungsplatten 10, in der Projektion gesehen, Dreiecke 46, die das Erscheinungsbild eines Daches auflockern. Je nachdem, wann die besagten Stege schräg verlaufen, er­geben sich kleinere oder größere Dreiecke. Um dies besonders deutlich zu machen, sind die oberen Seiten mit Fasen 47 versehen. Die unter­schiedlichen Erscheinungsbilder aufgrund der verschieden hohen Dreiecke 46 sind in den Fig. 10 bis 12 dargestellt. Als Dicke der Dacheindek­kungsplatte 10 wird in dieser Anmeldung die größte bzw. gesamte Höhe verstanden.

    Bezugszeichen



    [0018] 

    10 Dacheindeckungsplatte

    11 Sparren

    12 Steg

    13 Isolierkammer

    14 Wärmedämmstoff

    15 Hohlraum

    16 Nut

    16a Nut

    17 Randsteg

    18 Belüftungskammer

    19 Belüftungsöffnung

    20 Belüftungsöffnung

    21 Dachlatte

    22 Nase

    31 Falz

    31a Füllstück

    32 Deckfalz

    32a Wandung

    32b Füllstück

    33 Seitensteg

    34 Seitensteg

    35

    36 Auflagerfläche

    37 Kopfsteg

    37a Endbereich

    37b Endbereich

    38 Schrägfläche

    39 Fläche des Deckfalzes

    40 Dreieckfläche

    41 Fläche

    41a Fläche

    46 Dreieck

    47 Fase




    Ansprüche

    1. Dacheindeckung aus mit ihren Längs- und Querrändern einander über­lappenden Dacheindeckungsplatten, die auf einer aus Dachsparren und Dachlatten gebildeten Unterkonstruktion verlegt sind und die an ihrer Unterseite jeweils einen nach unten ragenden, ringsumlaufenden Steg aufweisen, dessen Unterseite in einer Ebene liegt und eine Isolierkam­mer begrenzt, deren Größe etwa der Plattendeckfläche entspricht, dadurch gekennzeichnet, daß jede Dacheindeckungs­platte (10) an der unteren, dem First abgewandt liegenden Seite zur Bildung einer Belüftungskammer (18) zwei parallel und im Abstand zu­einander angeordnete, quer zu den Sparren (11) verlaufende Randstege (12,17) aufweist, und daß jeder Randsteg (12 bzw. 17) mit mindestens einer Belüftungsöffnung (19,20) versehen ist.
     
    2. Dacheindeckung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Be­lüftungsöffnungen (19,20) der Randstege (12,17) versetzt zueinander liegen.
     
    3. Dacheindeckung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß auch die die Belüftungskammer bildenden Randstege (12,17) in der Ebene der restlichen Randstege liegen.
     
    4. Dacheindeckung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß in jede Isolierkammer (13) ein Kern aus einem ther­misch isolierenden Material eingesetzt ist und daß zwischen dem Kern und der unteren, dem Kern zugewandt liegenden Seite jeder Dacheindek­kungsplatte ein eine Isolierkammer bildender Freiraum vorgesehen ist.
     
    5. Dacheindeckung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der in die Isolierkammer (13) eingesetzte Kern zur Bildung des Freiraumes an der den Sparren (11) abgewandt liegenden Seiten vorstehende Noppen auf­weist.
     
    6. Dacheindeckung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Höhe der Isolierkammer (13) ca. 2/3 der Gesamt­höhe der Dacheindeckungsplatte (10) beträgt.
     
    7. Dacheindeckung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der den Hohlraum (15) begrenzende ringsumlaufende Steg (12) zumindest an einer Innenseite eine Schrägfläche aufweist, derart, daß der Querschnitt an der unteren Seite der Isolierkammer (13) am größten ist, und daß der Wärmedämmstoff (14) plattenförmig ausgebildet ist und formschlüssig in die Isolierkammer (13) eingesetzt ist.
     
    8. Dacheindeckung aus mit ihren Längs- und Querrändern einander über­lappenden Dacheindeckungsplatten nach Anspruch 1, bei der die Dachein­deckungsplatten an ihrer Längsseite einen zur Wetterseite offenen was­serführenden Falz und an der anderen Längsseite einen den wasserführen­den Falz abdeckenden, nach unten offenen Deckfalz aufweisen, wobei der wasserführende Falz und der Deckfalz jeweils an der Außenseite durch einen Seitensteg begrenzt sind, dadurch gekennzeichnet, daß der wasser­führende Falz (31) im oberen firstseitigen Bereich ein sich im wesent­lichen über die Breite der Dachlatte (21) zwecks Verstärkung ein Füll­stück (31a) mit einer oberen Auflagerfläche (36) aufweist und der dem Füllstück (31a) des wasserführenden Falzes (31) zugeordnete Bereich des Deckfalzes (32) ebenso mit einem Füllstück (32b) mit verstärktem Auflager versehen ist, dessen untere freie Fläche durch das Eigenge­wicht der Dacheindeckungsplatte (10) dichtend auf der Auflagerfläche (36) des Füllstückes (31a) des wasserführenden Falzes (31) aufliegt.
     
    9. Dacheindeckung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß an der Firstseite jeder Dacheindeckungsplatte (10) ein sich vom wasserführen­den Falz (31) bis zum Deckfalz (32) erstreckender, auf die kleinste Deckbreite ausgelegter, die zugeordnete Dachlatte (21) hintergreifen­der Kopfsteg (37) vorgesehen ist, dessen Stirnflächen gegenüber den Seitenflächen der Dacheindeckungsplatte (10) zurückspringen.
     
    10. Dacheindeckung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Kopfsteg (37) unter einem stumpfen Winkel zur Ebene der Dacheindek­kungsplatte (10) steht.
     
    11. Dacheindeckung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die äußeren Endbereiche (37a,37b) des Kopfsteges (37) unter einem kleineren Winkel zur Ebene der Dacheindeckungsplatte (10) als der mittlere Be­reich stehen, und daß nur die äußeren Endbereiche (37a,37b) des Kopf­steges (37) die zugeordnete Dachlatte (21) hintergreifen.
     
    12. Dacheindeckung nach Anspruch 11,dadurch gekennzeichnet, daß der Kopfsteg (37) zwischen dem wasserführenden Falz (31) und dem Deckfalz (32) eine Ausnehmung aufweist, deren untere Fläche in der Ebene liegt, die durch die untere Fläche des die Isolierkammer (13) begrenzenden Randsteges (12) gebildet ist.
     
    13. Dacheindeckung nach Anspruch 11 ,dadurch gekennzeichnet, daß die äußeren Endbereiche des Kopfsteges (37) sich von dem die Isolierkammer (13) begrenzenden Randsteges (12) bis in den mittleren Bereich des wasserführenden Falzes (31) bzw. des Abdeckfalzes (32) erstrecken.
     
    14. Dacheindeckung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprü­che 8 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Deckfalz (32) oder an der freien Fläche des den wasserführenden Falz (31) begrenzenden Sei­tensteges (33) ein Dichtstreifen aus einem elastisch verformbaren Ma­terial eingesetzt ist.
     
    15. Dacheindeckung nach einem oder mehreren der vorhergehenden An­sprüche 8 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß im firstseitigen Bereich des dem Deckfalz (32) zugeordneten, die Isolierkammer (13) begrenzen­den Randsteg (12) eine oder mehrere die Hohlraum (15) mit dem Deckfalz (32) verbindende Öffnungen vorgesehen sind.
     
    16. Dacheindeckung nach einem oder mehreren der vorhergehenden An­sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die unteren, dem Kopfsteg (37) abgewandt liegenden Enden der den wasserführenden Falz (31) und den Deckfalz (32) begrenzenden Stege (12,33,34) schräg verlaufen, derart, daß sich der wasserführende Falz (31) zum unteren Ende hin im Quer­schnitt vergrößert.
     
    17. Dacheindeckung nach einem oder mehreren der vorhergehenden An­sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die sichtbaren Längskanten der Dacheindeckungsplatte (10) mit Fasen (47) versehen sind.
     
    18. Dacheindeckung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Dicke des Füllstückes (31a) des wasserführenden Falzes (31) mit der Dicke des Füllstückes (32b) des Deckfalzes (32) übereinstimmt oder annähernd übereinstimmt.
     




    Zeichnung



















    Recherchenbericht