[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Dacheindeckung aus mit ihren Längs- und Querrändern
einander überlappenden Dacheindeckungsplatten, die auf einer aus Dachsparren und Dachlatten
gebildeten Unterkonstruktion verlegt sind und die an ihrer Unterseite jeweils einen
nach unten ragenden, ringsumlaufenden Steg aufweisen, dessen Unterseite in einer
Ebene liegt und der zusammen mit der Platte eine einen Wärmedämmstoff aufnehmende
Isolierkammer begrenzt, deren Größe etwa der Plattendeckfläche entspricht.
[0002] Es ist eine Dacheindeckungsplatte der genannten Art bekannt (DE-PS 76 239), die aus
Metall gefertigt ist, und bei der der Wärmedämmstoff die Isolierkammer vollständig
ausfüllt. Die der Dacheindeckungsplatte zugewandten Flächen des Wärmedämmstoffes sind
mit der Dacheindeckungsplatte verbunden. Sofern feuchte Warmluft auf den Wärmedämmstoff
trifft und in den Wärmedämmstoff eindringt, wird diese Warmluft beim Auftreffen auf
die Unterseite der Dacheindeckungsplatte abgekühlt, so daß sich Kondenswasser niederschlägt.
Dieses Kondenswasser durchfeuchtet den Wärmedämmstoff, der dadurch an Wärmedämmwirkung
verliert.
[0003] Außerdem ist bei einer Dacheindeckung mit den vorbekannten Dacheindekkungsplatten
keine Belüftung möglich, da das Isoliermaterial direkt an der Unterseite anliegt.
Dadurch kommt es noch zusätzlich zu einem Hitzestau.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Dacheindeckung der eingangs genannten
Art so auszubilden, daß in der oder in den Isolierkammern der einzelnen Dachziegel
ein Wärmestau und eine Schwitzwasserbildung verhindert werden und unter den unterschiedlichsten
Witterungsverhältnissen die Isolierwirkung in den Isolierkammern der Dachziegel weitgehend
konstant gehalten wird.
[0005] Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des kennzeichnenden Teils des Patentanspruches
1 gelöst. Durch die Isolierkammer ist es nunmehr möglich, die Plattenunterseite zu
belüften, so daß kein Kondenswasser oder ein Hitzestau auftritt. Flugschnee oder sonstige
Flüssigkeitspartikel, die mit der Luft in die Belüftungskammer transportiert werden,
werden dort aufgefangen. Da sie außerdem mit der Atmosphäre in Verbindung steht und
sich an der Traufseite der Dacheindeckungsplatte befindet, kann trotz der Sperrwirkung
der Belüftungskammer an die Plattenunterseite gelangte Flüssigkeit durch die Belüftungskammer
wieder abfließen. Die freien Ränder der Randstege können auch die Isolierkammer begrenzen.
Die freien Ränder liegen dann auf einer Wärmedämmlage auf, die Bestandteil der Dacheindeckung
ist. Da bekanntlich Luft ein schlechter Wärmeleiter ist, wird durch die erfindungsgemäße
Dacheindeckung eine beachtliche Wärmedämmung erzielt. Anstelle einer Bahn aus einem
wärmedämmenden Material ist es jedoch auch möglich, in jede Isolierkammer 13 einen
Kern aus einem thermisch isolierenden Material einzusetzen, wobei zwischen dem Kern
und der unteren, dem Kern zugewandt liegenden Seite jeder Dacheindeckungsplatte ein
ebenfalls eine Isolierkammer bildender Hohlraum vorgesehen ist. Die Belüftungsöffnungen
müssen dann in den Randstegen so gesetzt werden, daß der Hohlraum noch mit der Außenluft
in Verbindung steht. Um beim Einsetzen des Kernes eine gleichbleibende Bautiefe des
Hohlraumes zu erreichen, weist nach einer Ausführungsform der Erfindung der Kern an
seiner der Plattenunterseite zugekehrten Oberseite Noppen auf. Um die Sicherheit
gegen ein Eindringen von Flugschnee und Feuchtigkeit in den Hohlraum zu erhöhen,
können die Belüftungsöffnungen im Randsteg und im traufseitigen Teil des ringsumlaufenden
Stegs versetzt zueinander angeordnet sein. Es hat sich als zweckmäßig erwiesen, die
Isolierkammer so zu gestalten, daß ihre Höhe zweidrittel der Gesamthöhe der Dacheindeckungsplatte
beträgt.
[0006] Um das Einsetzen des aus einem Wärmedämmstoff bestehenden Kernes in den Hohlraum
zu erleichtern und ein Herausfallen beim Eindecken des Daches zu verhindern, ist in
weiterer Ausgestaltung vorgesehen, daß der den Hohlraum begrenzende, ringsumlaufende
Steg zumindest an seiner Stirnseite eine Schrägfläche aufweist, derart, daß der Querschnitt
an der unteren Seite der Isolierkammer am größten ist, und daß der aus einem Wärmedämmstoff
bestehende Kern plattenförmig ausgebildet und formschlüssig in die Isolierkammer
eingesetzt ist. Zweckmäßigerweise sind die den Längsseiten der Dacheindeckungsplatte
zugeordneten Innenflächen des Randsteges als Schrägflächen oder alle vier Innenflächen
als Schrägflächen ausgebildet, so daß ein konischer Hohlraum entsteht. Der Schrägungswinkel
darf nur so groß sein, daß der eingesetzte Kern nicht herausfällt. Der Kern wird
im Sinne einer Selbsthemmung gehalten.
[0007] Dacheindeckungsplatten weisen bekanntlich an ihrer Längsseite einen zur Wetterseite
offenen, wasserführenden Falz und an der anderen Längsseite einen den wasserführenden
Falz abdeckenden, nach unten offenen Deckfalz auf, wobei der wasserführende Falz und
der Deckfalz jeweils an der Außenseite durch einen Seitensteg begrenzt sind. Die Abmessungen
der Dacheindeckungsplatten liegen innerhalb eines Toleranzbereiches, bedingt durch
das Brennen oder durch die Trocknung. Diese Toleranzen werden in der Breite durch
die Überdeckung in den seitlichen Falzen ausgeglichen, so daß insbesondere im oberen
firstseitigen Bereich der seitlichen Falze Fugen entstehen, die einen Luftaustausch
zu dem von der Dacheindeckung begrenzten Innenraum ermöglichen. Dieser Luftaus tausch
ist bei den herkömmlichen Dacheindeckungsplatten sogar erwünscht. Bei der erfindungsgemäßen
Dacheindeckung ist dieser Luftaustausch nicht erwünscht, da die Isolierwirkung herabgesetzt
wird. Um diesen Luftaustausch in einfacher Weise wirksam zu vermeiden, wobei gewährleistet
ist, daß die Dacheindeckungsplatten stapelbar sind und die Wasserführung der eingedeckten
Dacheindeckungsplatten günstig bleibt, ist in weiterer Ausgestaltung der vorliegenden
Erfindung vorgesehen, daß der wasserführende Falz im oberen firstseitigen Bereich
ein sich im wesentlichen über die Breite der Dachlatte zwecks Verstärkung ein Füllstück
mit einer oberen Auflagerfläche aufweist, und der dem Füllstück des wasserführenden
Falzes zugeordnete Bereich des Deckfalzes ebenfalls mit einem Füllstück mit verstärktem
Auflager versehen ist, dessen untere freie Fläche durch das Eigengewicht der Dacheindek
kungsplatte dichtend auf der Auflagerfläche des Füllstückes des wasserführenden Falzes
aufliegt.
[0008] Bei den Dacheindeckungsplatten der erfindungsgemäßen Dacheindeckung ist nunmehr als
Abschluß am oberen Ende des wasserführenden Falzes ein Füllstück zur Verstärkung und
zur Bildung einer Auflagerfläche zur Aufnahme des entsprechenden Bereiches des Deckfalzes
eingesetzt. Der Deckfalz ist ebenso mit einem Füllstück als Auflager verstärkt. Zweckmäßigerweise
sind die Dicken beider Füllstücke so bemessen, daß die erzielte Verstärkung durch
die beiden Füllstücke gleich ist, woraus sich ergibt, daß die einander berührenden
und dichtenden Auflagerflächen in der Ebene liegen, die durch die halbe Dicke jeder
Dacheindeckungsplatte bestimmt ist. Alle auf die Dachplatte einwirkenden Kräfte, also
auch das Eigengewicht, werden durch die Auflagerflächen unmittelbar auf die unterhalb
angeordnete Dachlatte übertragen. Da die Dachplatte nur unterhalb des wasserführenden
Falzes auf der Dachlatte aufliegt, entsteht hier eine kontaktierende Erfindung.Dieser
ansonsten undichte Spalt ist daher abgedichtet. Die Breite jeder Auflagerfläche entspricht
der Breite des jeweiligen Falzes einschließlich der Breite des Seitensteges. Von
der Belastbarkeit her ist diese Ausbildung der Dacheindeckungsplatte äußerst wichtig,
da die Abtragung der Kräfte immer durch Flächen hindurch erfolgt. Außerdem wird die
gefährdete Ecke jeder Dacheindeckungsplatte durch das Füllstück verstärkt, welches
beim Transport und bei der Eindeckung eines Daches vorteilhaft ist.
[0009] In weiterer Ausgestaltung ist vorgesehen, daß an der Firstseite jeder Dacheindeckungsplatte
ein sich vom wasserführenden Falz bis zum Deckfalz erstreckender, auf die kleinste
Deckbreite ausgelegter, die zugeordnete Dachlatte hintergreifender Kopfsteg vorgesehen
ist, dessen Stirnflächen gegenüber den Seitenflächen der Dacheindeckungsplatte zurückspringen.
In Verbindung mit dem Füllstück des wasserführenden Falzes wird durch den Kopfsteg
die Dichtigkeit noch zusätzlich erhöht. Die Stirnflächen des Kopfsteges liegen in
etwa in der Mitte des wasserführenden Falzes bzw. des Deckfalzes. Zur besseren Stapelbarkeit
steht dieser Kopfsteg zweckmäßigerweise unter einem stumpfen Winkel zur Ebene der
Dacheindeckungsplatte. In vorteilhafter Weise stehen die äußeren Endbereiche des Kopfsteges
unter einem kleineren Winkel zur Ebene der Dacheindeckungsplatte als der mittlere
Bereich, so daß nur die äußeren Endbereiche die zugehörige Dachlatte hintergreifen.
Dadurch werden die Berührungsflächen zwischen dem Kopfsteg und der Dachlatte in vorteilhafter
Weise besonders klein. Außerdem ergeben sich in den Übergangsbereichen sich zur Unterseite
hin verjüngende dreieckige Flächen, gegen die sich die Dachlatte hintergreifende Endbereiche
seitlich abstützen, wenn die Dacheindeckungsplatten im Stapel übereinanderliegen.
Dadurch wird eine seitliche Verschiebung wirksam vermieden. Dabei ist es zweckmäßig,
wenn der mittlere Bereich an der unteren Seite eine Ausnehmung aufweist, deren untere
Fläche in der Ebene liegt, die durch die unteren Flächen der den Hohlraum begrenzenden
Randstege gebildet ist. Die äußeren Endbereiche sind dadurch im Sinne von Aufhängezapfen
zu sehen. Die äußeren Endbereich des Kopfsteges erstrecken sich von den den Hohlraum
begrenzenden Stegen bis in die mittleren Bereiche des wasserführenden Falzes und
des Abdeckfalzes. Dadurch werden diese Endbereiche dem Füllstück des wasserführenden
Falzes zugeordnet, so daß alle Kräfte durch die Berührungsflächen in die Dachlatte
abgetragen werden. Um den Spalt zwischen der Unterseite des Deckfalzes und der oberen
freien Fläche des den wasserführenden Falz begrenzenden Seitensteges auszufüllen,
ist vorgesehen, daß in den Deckfalz oder an der freien Fläche des den wasserführenden
Falz begrenzenden Seitensteges ein Dichtstreifen auf einem elastisch verformbaren
Material eingesetzt ist. Zur besseren Wasserführung erweitert sich der wasserführende
Falz zweckmäßig in Richtung zum traufseitigen Ende. Der Durchflußquerschnitt wird
dadurch größer. Außerdem wird eine Struktur der Wetterseite der Dacheindeckung erreicht,
so daß der optische Eindruck besser wird. Dies gilt insbesondere dann, wenn die dafür
in Frage kommenden Dachziegel an der Wetterseite glattflächig sind. Zur besseren
Entlüftung der unterseitig durch das Wärmedämmaterial begrenzten Belüftungskammer
kann der dem Deckfalz zugeordnete Randsteg im oberen Bereich noch mit Entlüftungsbohrungen
versehen sein.
[0010] Weitere Kennzeichen und Merkmale einer vorteilhaften Ausgestaltung der vorliegenden
Erfindung sind Gegenstand von weiteren Unteransprüchen und ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele. Es zeigen:
Fig. 1 eine Dacheindeckungsplatte in Draufsicht,
Fig. 2 die Dacheindeckungsplatte nach der Fig. 1 im Längsschnitt,
Fig. 3 die Dacheindeckungsplatte nach der Fig. 1 im Querschnitt,
Fig. 4 einen Teilvertikalschnitt einer Dacheindeckung,
Fig. 5 eine Dacheindeckungsplatte in Draufsicht, jedoch in einer gegenüber der Fig.
1 geänderten Ausführung,
Fig. 6 einen Schnitt längs der Linie VI-VI in der Fig. 5,
Fig. 7 einen Schnitt längs der Linie VII-VII in der Fig. 5,
Fig. 8 einen Schnitt längs der Linie VIII-VII in der Fig. 5,
Fig. 9 einen Schnitt längs der Linie IX-IX in der Fig. 5 und
Fig. 10 bis 12 drei verschiedene Dacheindeckungen, bei denen der wasserführende Falz
über eine Teilstrecke konisch ausgebildet ist, diese Teilstrecken jedoch unterschiedlich
lang sind.
[0011] Die in den Fig. 1 bis 3 dargestellte Dacheindeckungsplatte 10 ist in ihrer Grundkontur
rechteckig ausgebildet. Die Wetterseite ist im dargestellten Ausführungsbeispiel
glattflächig gestaltet, kann jedoch auch profiliert oder strukturiert ausgebildet
sein. Die längeren Seiten der Dacheindeckungsplatte 10 verlaufen in der Dacheindeckung
parallel zu den Sparren 11, während die kürzeren Seiten quer zu Sparren 11 sich erstrecken.
Die Dacheindeckungsplatten 10 weisen an ihrer Unterseite einen nach unten ragenden,
ringsumlaufenden Steg 12 auf, dessen Unterseite in einer Ebene liegt und der zusammen
mit der Dacheindeckungsplatte eine Isolierkammer 13 begrenzt. In diese Isolierkammer
13 ist ein Wärmedämmstoff 14 eingesetzt. Zwischen dem Wärmedämmstoff 14 und der Plattenunterseite
ist ein Hohlraum 15 vorgesehen. Zur Bildung dieses Hohlraumes 15 kann der Wärmedämmstoff
14 an seiner der Plattenunterseite zugekehrten Seite mit Noppen versehen sein, die
sich beim Einsetzen des Wärmedämmstoffes in die Isolierkammer 13 an der Plattenunterseite
abstützen. In nicht dargestellter Weise ist es jedoch auch möglich, daß zumindest
eine Innenfläche des die Isolierkammer begrenzenden Randsteges an der inneren Seite
derart schräg verläuft, daß der Querschnitt an der unteren Seite der Isolierkammer
am größten ist. Der Wärmedämmstoff läßt sich dann ohne Befestigungsteile selbsthemmend
in die Isolierkammer 13 einsetzen.
[0012] Die Breite des ringsumlaufenden Randsteges 12 entspricht der Dicke der Dacheindeckungsplatte
10. Die Höhe des Randsteges 12 ist wesentlich größer als die Dicke der Dacheindeckungsplatte
10. Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist sie etwa zwei- bis dreimal so groß.
[0013] Die Dacheindeckungsplatte 10 weist an der in der Darstellung nach den Fig. 1 bis
3 linken und oberen Seite eine winkelförmige, zur Wetterseite hin offene Nut 16 auf.
An der rechten und unteren Seite ist ebenfalls eine Nut 16a vorgesehen, die jedoch
zu den Sparren 11 bzw. zur Unterkonstruktion hin offen ist. Die Nuten 16,16a werden,
wie die Fig. 3 zeigt, durch Winkelstege gebildet. Die parallel zu den Sparren 11 verlaufenden
Winkelstege greifen in der Dacheindeckung ineinander. Die den Sparren 11 zugewandt
liegende Stirnfläche des die Nut 16a bildenden Winkelstegs liegt in der freien Ebene
der freien Stirnfläche des ringsumlaufenden Randstegs 12. Zur Bildung einer Belüftungskammer
18 am traufseitigen Rand jeder Dacheindeckungsplatte 10 ist ein parallel zum traufseitigen
Teil des ringsumlaufenden Stegs 12 verlaufender Randsteg 17 vorgesehen, der die gleiche
Höhe wie der Steg 12 aufweist. Sowohl der traufseitige Teil des ringsumlaufenden
Stegs 12 als auch des Randsteges 17 sind mit mindestens einer Belüftungsöffnung 19,20
versehen. Diese Belüftungsöffnungen verbinden den Hohlraum 15 mit der Außenluft.
Um sicherzustellen, daß von außen über die Belüftungsöffnungen kein Flugschnee oder
sonstige Flüssigkeit in den Hohlraum 15 gelangt, werden die Belüftungsöffnungen im
Randsteg 17 und im traufseitigen Teil des ringsumlaufenden Stegs 12 versetzt zueinander
angeordnet. Um die Dacheindeckungsplatten 10 auf Dachlatten 21 der Unterkonstruktion
aufhängen zu können, sind im dargestellten Ausführungsbeispiel an dem oberen, quer
zu den Sparren verlaufenden Rand an der den Sparren zugewandt liegenden Seite zwei
Nasen 22 angeformt.
[0014] Bei dem Ausführungsbeispiel nach den Fig. 5 bis 12 ist der durch die Nut 16 gebildete
wasserführende Falz 31 und der durch die Nut 16a gebildete Deckfalz mit 32 bezeichnet.
Der wasserführende Falz 31 und der Deckfalz 32 sind an der Außenseite durch jeweils
einen Seitensteg 33, 34 begrenzt. Wie allgemein bekannt, greift bei einer Dacheindeckung
der äußere Seitensteg 34 des Deckfalzes 32 in den wasserführenden Falz 31 ein. Da
die Breite des Seitensteges 34 deutlich geringer ist als die Breite des wasserführenden
Falzes 31 können die Dacheindeckungsplatten zur Vergrößerung der Deckbreite auseinandergezogen
werden.
[0015] Der Seitensteg 34 des Deckfalzes 32 liegt mit seiner unteren freien Fläche in einem
kleinen Abstand zum Grund des wasserführenden Falzes 31. Oberhalb einer andeutungsweise
dargestellten Dachlatte 21 ist der wasserführende Falz 31 mit einem Füllstück 31a
und der Deckfalz 32 mit einem Füllstück 32b versehen, wodurch sich die Wandungen verstärkend
vergrößern. Die Füllstücke 31a und 32b und die Dacheindeckungsplatte 10 sind als einstückiges
Formteil ausgebildet, wie aus den Figuren hervorgeht. In den Figuren 8 und 9 ist
die Dacheindeckungsplatte 10 als Einzelheit dargestellt. Die mit dieser Platte in
Eingriff stehende, danebenliegende Platte ist in strichpunktierten Linien angedeutet.
Deshalb ist auch die mit dem wasserführenden Falz 31 in Eingriff stehende, rechtwinklig
zum Seitensteg 34 stehende Wandung mit 32a bezeichnet. Das Füllstück des Deckfalzes
32 trägt das Bezugszeichen 32b. Dadurch ist die Wandung 32a oberhalb der Dachlatte
21 so verdickt, daß sie an der oberen mit 36 bezeichneten Auflagerfläche des Füllstückes
31a des wasserführenden Falzes 31 anliegt, wenn die Dachplatten 10 verlegt sind. In
der Fig. 5 ist die untere Auflagerfläche des Füllstückes 32b des Deckfalzes 32 aus
diesem Grunde auch mit 36 bezeichnet. Besonders aus den Fig. 8 und 9 geht hervor,
daß die Dicke der Füllstücke 31a und 32b gleich ist, d.h. die Auflagerflächen 16 liegen
in einer Ebene, die durch die halbe Dicke der Dacheindeckungsplatte 10 bestimmt ist.
[0016] Die Dacheindeckungsplatte 10 weist an der Firstseite einen die Dachlatte 21 hintergreifenden
Kopfsteg 37 auf, der unter einem stumpfen Winkel zur Ebene der Dacheindeckungsplatte
10 steht. Dieser Kopfsteg 37 erstreckt sich etwa von der Mitte des wasserführenden
Falzes 31 bis zur Mitte des Deckfalzes 32, springt also gegenüber den beiden äußeren
Längsseiten der Dacheindeckungsplatte 10 zurück, wie die Fig. 5 zeigt. Die dem traufseitigen
Ende zugewandte Fläche des Kopfesteges 37 ist als Schrägfläche 38 ausgebildet. Die
dieser Schrägfläche 38 zugeordnete Fläche des Deckfalzes 32 ist mit 39 bezeichnet
und verläuft in einem geringen Abstand zur Schrägfläche 38, wie die Fig. 8 zeigt.
Die Endbereiche des Kopfsteges 37 sind mit 37a und 37b bezeichnet. Außerdem weist
der Kopfsteg 37 an der unteren Seite eine vom wasserführenden Falz 31 bis zum Deckfalz
32 sich erstreckende Ausnehmung auf. Die Ausnehmung und die Endbereiche 37a,37b sind
so gestaltet, daß nur diese Endbereiche die Dachlatte 21 hintergreifen. Sie sind also
mit den Nasen 22 nach der Ausführung nach den Fig. 1 bis 4 gleichzusetzen. Diese Endbereiche
stehen unter einem kleineren Winkel zur Dacheindeckungsplatte 10, so daß sich im Übergangsbereich
Dreieckflächen 40 bilden, die sich nach unten hin verjüngen. Wie die Fig. 7 zeigt,
bilden diese Dreieckflächen Seitenbegrenzungen für die Endbereiche 37a, 37b des Kopfsteges
37 bei übereinandergestapelten Dacheindeckungsplatten 10. Wie die Fig. 9 zeigt, wird
eine weitere Dichtfläche 36a zwischen den kontaktierenden Flächen der Endbereiche
37a,37b des Kopfsteges 37 und dem Füllstück 31a des wasserführenden Falzes 31 gebildet.
Die Flächen, die die Kräfte abtragen, sind in der Fig. 9 mit 41 und 41a bezeichnet.
An der Unterseite weist die Dacheindeckungsplatte 10 den ringsumlaufenden Steg 12
auf, in die ein Wärmedämmstoff 14 eingesetzt ist, der im Abstand zur Unterseite der
Dacheindeckungsplatte 10 liegt, so daß der Hohlraum 15 gebildet wird. Die Belüftung
erfolgt durch die Öffnungen des unteren Steges 12. In weiterer Ausgestaltung ist vorgesehen,
daß zumindest ein weiterer Steg, in der Darstellung nach den Fig. 5 und 6 der rechte
Randsteg innenseitig eine Schrägfläche hat, so daß die Isolierkammer konisch ausgebildet
ist und ein entsprechend gestalteter Isolierkern hineingeschoben und festgesetzt werden
kann. Der dem Deckfalz 32 zugeordnete Randsteg 34 kann auch noch mit nicht dargestellten
Öffnungen versehen werden, so daß auch noch eine Entlüftung über den Deckfalz 32 möglich
ist.
[0017] Wie insbesondere die Fig. 5 zeigt, ist der untere Bereich des wasserführenden Falzes
31 konisch ausgebildet. Der Querschnitt wird zum unteren Ende hin größer, da der äußere
Seitensteg 32 und der dieser Seite zugeordnete, die Isolierkammer begrenzende Steg
entgegengesetzt auseinanderlaufen. Der Seitensteg 34 des Deckfalzes 32 und der dieser
Seite zugeordnete Steg der Isolierkammer laufen in etwa parallel zum Seitensteg 33
des wasserführenden Falzes 31. Dadurch ergeben sich zwischen den nebeneinanderliegenden
Dacheindeckungsplatten 10, in der Projektion gesehen, Dreiecke 46, die das Erscheinungsbild
eines Daches auflockern. Je nachdem, wann die besagten Stege schräg verlaufen, ergeben
sich kleinere oder größere Dreiecke. Um dies besonders deutlich zu machen, sind die
oberen Seiten mit Fasen 47 versehen. Die unterschiedlichen Erscheinungsbilder aufgrund
der verschieden hohen Dreiecke 46 sind in den Fig. 10 bis 12 dargestellt. Als Dicke
der Dacheindekkungsplatte 10 wird in dieser Anmeldung die größte bzw. gesamte Höhe
verstanden.
Bezugszeichen
[0018]
10 Dacheindeckungsplatte
11 Sparren
12 Steg
13 Isolierkammer
14 Wärmedämmstoff
15 Hohlraum
16 Nut
16a Nut
17 Randsteg
18 Belüftungskammer
19 Belüftungsöffnung
20 Belüftungsöffnung
21 Dachlatte
22 Nase
31 Falz
31a Füllstück
32 Deckfalz
32a Wandung
32b Füllstück
33 Seitensteg
34 Seitensteg
35
36 Auflagerfläche
37 Kopfsteg
37a Endbereich
37b Endbereich
38 Schrägfläche
39 Fläche des Deckfalzes
40 Dreieckfläche
41 Fläche
41a Fläche
46 Dreieck
47 Fase
1. Dacheindeckung aus mit ihren Längs- und Querrändern einander überlappenden Dacheindeckungsplatten,
die auf einer aus Dachsparren und Dachlatten gebildeten Unterkonstruktion verlegt
sind und die an ihrer Unterseite jeweils einen nach unten ragenden, ringsumlaufenden
Steg aufweisen, dessen Unterseite in einer Ebene liegt und eine Isolierkammer begrenzt,
deren Größe etwa der Plattendeckfläche entspricht, dadurch gekennzeichnet, daß jede Dacheindeckungsplatte (10) an der unteren, dem First abgewandt liegenden
Seite zur Bildung einer Belüftungskammer (18) zwei parallel und im Abstand zueinander
angeordnete, quer zu den Sparren (11) verlaufende Randstege (12,17) aufweist, und
daß jeder Randsteg (12 bzw. 17) mit mindestens einer Belüftungsöffnung (19,20) versehen
ist.
2. Dacheindeckung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Belüftungsöffnungen
(19,20) der Randstege (12,17) versetzt zueinander liegen.
3. Dacheindeckung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß auch die die Belüftungskammer
bildenden Randstege (12,17) in der Ebene der restlichen Randstege liegen.
4. Dacheindeckung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß in jede Isolierkammer (13) ein Kern aus einem thermisch isolierenden Material
eingesetzt ist und daß zwischen dem Kern und der unteren, dem Kern zugewandt liegenden
Seite jeder Dacheindekkungsplatte ein eine Isolierkammer bildender Freiraum vorgesehen
ist.
5. Dacheindeckung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der in die Isolierkammer
(13) eingesetzte Kern zur Bildung des Freiraumes an der den Sparren (11) abgewandt
liegenden Seiten vorstehende Noppen aufweist.
6. Dacheindeckung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Höhe der Isolierkammer (13) ca. 2/3 der Gesamthöhe der Dacheindeckungsplatte
(10) beträgt.
7. Dacheindeckung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der den Hohlraum (15)
begrenzende ringsumlaufende Steg (12) zumindest an einer Innenseite eine Schrägfläche
aufweist, derart, daß der Querschnitt an der unteren Seite der Isolierkammer (13)
am größten ist, und daß der Wärmedämmstoff (14) plattenförmig ausgebildet ist und
formschlüssig in die Isolierkammer (13) eingesetzt ist.
8. Dacheindeckung aus mit ihren Längs- und Querrändern einander überlappenden Dacheindeckungsplatten
nach Anspruch 1, bei der die Dacheindeckungsplatten an ihrer Längsseite einen zur
Wetterseite offenen wasserführenden Falz und an der anderen Längsseite einen den
wasserführenden Falz abdeckenden, nach unten offenen Deckfalz aufweisen, wobei der
wasserführende Falz und der Deckfalz jeweils an der Außenseite durch einen Seitensteg
begrenzt sind, dadurch gekennzeichnet, daß der wasserführende Falz (31) im oberen
firstseitigen Bereich ein sich im wesentlichen über die Breite der Dachlatte (21)
zwecks Verstärkung ein Füllstück (31a) mit einer oberen Auflagerfläche (36) aufweist
und der dem Füllstück (31a) des wasserführenden Falzes (31) zugeordnete Bereich des
Deckfalzes (32) ebenso mit einem Füllstück (32b) mit verstärktem Auflager versehen
ist, dessen untere freie Fläche durch das Eigengewicht der Dacheindeckungsplatte
(10) dichtend auf der Auflagerfläche (36) des Füllstückes (31a) des wasserführenden
Falzes (31) aufliegt.
9. Dacheindeckung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß an der Firstseite jeder
Dacheindeckungsplatte (10) ein sich vom wasserführenden Falz (31) bis zum Deckfalz
(32) erstreckender, auf die kleinste Deckbreite ausgelegter, die zugeordnete Dachlatte
(21) hintergreifender Kopfsteg (37) vorgesehen ist, dessen Stirnflächen gegenüber
den Seitenflächen der Dacheindeckungsplatte (10) zurückspringen.
10. Dacheindeckung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Kopfsteg (37)
unter einem stumpfen Winkel zur Ebene der Dacheindekkungsplatte (10) steht.
11. Dacheindeckung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die äußeren Endbereiche
(37a,37b) des Kopfsteges (37) unter einem kleineren Winkel zur Ebene der Dacheindeckungsplatte
(10) als der mittlere Bereich stehen, und daß nur die äußeren Endbereiche (37a,37b)
des Kopfsteges (37) die zugeordnete Dachlatte (21) hintergreifen.
12. Dacheindeckung nach Anspruch 11,dadurch gekennzeichnet, daß der Kopfsteg (37)
zwischen dem wasserführenden Falz (31) und dem Deckfalz (32) eine Ausnehmung aufweist,
deren untere Fläche in der Ebene liegt, die durch die untere Fläche des die Isolierkammer
(13) begrenzenden Randsteges (12) gebildet ist.
13. Dacheindeckung nach Anspruch 11 ,dadurch gekennzeichnet, daß die äußeren Endbereiche
des Kopfsteges (37) sich von dem die Isolierkammer (13) begrenzenden Randsteges (12)
bis in den mittleren Bereich des wasserführenden Falzes (31) bzw. des Abdeckfalzes
(32) erstrecken.
14. Dacheindeckung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche 8 bis 13,
dadurch gekennzeichnet, daß in dem Deckfalz (32) oder an der freien Fläche des den
wasserführenden Falz (31) begrenzenden Seitensteges (33) ein Dichtstreifen aus einem
elastisch verformbaren Material eingesetzt ist.
15. Dacheindeckung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche 8 bis 14,
dadurch gekennzeichnet, daß im firstseitigen Bereich des dem Deckfalz (32) zugeordneten,
die Isolierkammer (13) begrenzenden Randsteg (12) eine oder mehrere die Hohlraum
(15) mit dem Deckfalz (32) verbindende Öffnungen vorgesehen sind.
16. Dacheindeckung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die unteren, dem Kopfsteg (37) abgewandt liegenden Enden der den
wasserführenden Falz (31) und den Deckfalz (32) begrenzenden Stege (12,33,34) schräg
verlaufen, derart, daß sich der wasserführende Falz (31) zum unteren Ende hin im Querschnitt
vergrößert.
17. Dacheindeckung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die sichtbaren Längskanten der Dacheindeckungsplatte (10) mit
Fasen (47) versehen sind.
18. Dacheindeckung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Dicke des Füllstückes
(31a) des wasserführenden Falzes (31) mit der Dicke des Füllstückes (32b) des Deckfalzes
(32) übereinstimmt oder annähernd übereinstimmt.