[0001] Die Erfindung betrifft einen quaderförmigen Container, vorzugsweise zur Aufnahme
von Müll, mit einer an einer Stirnseite angeordneten, vorzugsweise dem Einfüllen dienenden
Öffnung, die durch eine Klappe oder einen Deckel verschließbar ist.
[0002] Aus der europäischen Patentveröffentlichung Nr. 163 859 ist ein Müllsammelfahrzeug
bekannt, das mit einem als Wechselbehälter ausgebildeten und durch lösbare Kupplungen
mit dem Chassis verriegelten Container der eingangs angegebenen Art zur Aufnahme
von Müll und mit einer mit diesem fest verbundenen Schütteinheit und mit einer Förder-
und Presseinrichtung zum Transportieren des in die Einschüttöffnung der Schütteinheit
entleerten Mülls in den Container durch dessen Einfüllöffnung versehen ist. Bei diesem
bekannten Container ist die Öffnung durch einen Schieber verschließbar, der durch
eine mit entsprechenden Klinken bzw. Kupplungseinrichtungen versehenen Hydraulikzylinder
bewegbar ist, der Teil der Schütteinheit ist. Der bekannte Schieberverschluß kann
verkanten oder sich durch in den Führungen des Schiebers festsetzende Gegenstände
verklemmen. Weiterhin kann der Schieberverschluß nicht zur Anwendung kommen, wenn
die Einschüttöffnung überragende Teile, wie beispielsweise vorstehende Befestigungslaschen,
oder mit der Stirnwandung des Behälters verbundene Ösen zum Ankuppeln des Behälters
o.dgl. vorhanden sind, die in dem Verschiebeweg des Verschlußschiebers liegen.
[0003] Aus der europäischen Patentveröffentlichung 235 824 ist ein Container der eingangs
angegebenen Art bekannt, bei dem die dessen Einfüllöffnung verschließende Verschlußklappe
um eine Schwenkwelle zwischen ihrer Öffnungs- und Verschlußstellung schwenkbar ist.
Bei diesem bekannten Container muß jedoch verhältnismäßig viel Raum zum Betätigen
der Verschlußklappe vorhanden sein, der möglicherweise insbesondere dann nicht immer
zur Verfügung steht, wenn die Einfüllöffnung bei auf dem Müllsammelfahrzeug befindlichem
Container geöffnet oder verschlossen werden soll.
[0004] Aufgabe der Erfindung ist es daher, einen Container der eingangs angegebenen Art
zu schaffen, dessen Deckel sich bei geringem Raumbedarf zwischen seiner Öffnungs-
und Verschlußstellung bewegen läßt.
[0005] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe bei einem Container der gattungsgemäßen Art dadurch
gelöst, daß an den seitlichen Rändern des Deckels die äußeren Enden von Parallelenkern
angelenkt sind, deren inneren Enden auf mit den Behälterseitenwänden verbundenen
Bolzen oder Zapfen gelagert sind, und daß eine Betätigungseinrichtung zum Verschwenken
des Deckels zwischen seiner Verschluß- und Offenstellung und eine Verriegelungseinrichtung
zum Verriegeln des Deckels in der Schließstellung vorgesehen sind. Die erfindungsgemäß
vorgesehenen Parallellenker, deren zueinander parallelen durch die zugehörigen Gelenkpunkte
gezogenen Linien schräg zur Längsmittelebene des Behälters verlaufen, definieren mit
dem Deckel ein Viergelenksystem, in dem sich der Deckel in seinen jeweiligen Endlagen
entweder in der Öffnungs- oder in der Verschlußstellung befindet. Durch die Parallellenker
ist der Deckel an vier Punkten geführt, so daß er in seiner Verschlußstellung bei
entsprechender Verriegelung große von innen her durch das Füllgut auf diesen wirkende
Kräfte aufzunehmen vermag. Ein selbsttätiges Öffnen des Containerdeckels beispielsweise
infolge von während des Containertransports beim Bremsen und Beschleunigen auf diesen
wirkenden Kräften ist ausgeschlossen.
[0006] Weiterhin wird der Container durch die Verriegelung vollständig abgedichtet.
[0007] Weiterhin ist der Deckel zwischen seiner Verschluß- und Öffnungsstellung aus der
Ebene der Stirnwandung des Containers abgehoben, so daß er über aus der Behälteröffnung
herausragende Einbauten und Einrichtungen, die sich auf der Behälterstirnseite befinden,
hinweggehoben wird.
[0008] Die Verriegelungseinrichtungen für den Deckel können beliebiger Art sein. Diese können
unmittelbar an dem Behälterdeckel oder aber auch an den Parallellenkern angreifen.
In einfachster Form können die Verriegelungseinrichtungen aus einem Verriegelungsbolzen
bestehen, der durch der Verriegelung dienende Ösen oder Bohrungen greift.
[0009] Die Betätigungseinrichtung zum Öffnen und Schließen kann beispielsweise aus einem
einen der Lenker über den behälterseitigen Zapfen hinaus verlängernden Arm bestehen.
[0010] Die Lenker können aus Winkelhebeln bestehen, wobei zweckmäßigerweise die inneren
Parallellenker äußere Teile aufweisen, die in der Schließstellung parallel zu dem
Rand des Deckels verlaufen.
[0011] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß der Deckel mit einer
haubenartigen Ausbuchtung versehen ist, die in der Schließstellung die Behälteröffnung
überragende Einbauteile, z.B. vorstehende Befestigungslaschen, überdeckt.
[0012] Ist der Behälter oberhalb des in seiner Verschlußstellung befindlichen Deckels mit
Laschen oder Ösen zum Ankuppeln versehen, weist der Deckel in weiterer Ausgestaltung
der Erfindung eine haubenartige Ausbuchtung auf, die sich in der Öffnungsstellung
über diese Laschen oder Ösen legt.
[0013] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachstehend anhand der Zeichnung näher
erläutert. In dieser zeigt
Fig.1 eine Seitenansicht der mit dem Deckel versehenen Seite des Containers,
Fig.2 eine Draufsicht auf die mit dem Deckel versehene Stirnseite des Behälters,
Fig.3 einen Schnitt durch die Anlenkung eines Parallellenkers an den Deckel längs
der Linie A-B in Fig.1 und
Fig.4 einen Schnitt durch die Anlenkung eines Lenkers an eine Behälterseitenwandung
längs der Linie C-D in Fig.1.
[0014] Fig.1 zeigt die linke Seite eines quaderförmigen Containers 1, der als Wechselbehälter
für Müllsammelfahrzeuge der Aufnahme von Müll dient. Die linke Stirnseite 2 des Behälters
1 ist mit einer in Fig.2 gestrichelt eingezeichneten Einfüllöffnung 3 versehen, die
sich im unteren Teil der Stirnseite 2 befindet. Diese Einfüllöffnung 3 ist durch einen
in Draufsicht rechteckigen Deckel 4 verschließbar. Dieser Deckel 4 ist durch Parallellenker
5,6,5′,6′ mit den Seitenwänden des Behälters gelenkig verbunden. Der Lenker 5 ist
in seinem inneren Endbereich auf einem mit der Behälterseitenwandung 7 verschweißten
Bolzen 8 schwenkbar gelagert. Der äußere Endbereich des Lenkers 5 ist auf einem Bolzen
9 schwenkbar gelagert, der im mittleren Bereich mit dem seitlichen Randprofil 10 des
Behälterdeckels 4 verschweißt ist. Entsprechend ist der innere Teil des Lenkers 6
auf dem Bolzen 11 gelagert, der mit der Behälterseitenwandung 7 verschweißt ist. während
der äußere Endbereich auf einem Bolzen 12 gelagert ist, der sich im Bereich des unteren
oder äußeren Endes des seitlichen Randprofils 10 des Deckels 4 befindet.
[0015] Die Lenker 5,5′ sind abgewinkelt, wobei die äußeren Enden der Lenker 5,5′ in der
aus Fig.1 ersichtlichen Weise in der Verschlußstellung parallel zu dem Randprofil
10 des Deckels 4 verlaufen. Auch die äußeren Arme der Lenker 6, 6′ sind in der aus
Fig. 1 ersichtlichen Weise abgewinkelt. Die Abwinkelungen der Lenker 5, 5′ und 6,
6′ sind vorgesehen, damit diese nicht mit den auf die Seitenwandungen des Containers
aufgesetzten Schienen 22 kollidieren können. Sowohl in der Öffnungs- als auch in der
Schließstellung greifen die Lenker 5, 5′ und 6, 6′ aufgrund ihrer Abwinkelungen um
die Schienen 22 herum.
[0016] Der Lenker 6 ist mit einem diesen über den Gelenkbolzen 11 hinaus verlängernden Arm
13 versehen, der als Betätigungseinrichtung zum Öffnen und Schließen des Behälters
1 dient.
[0017] Im übrigen sind Verriegelungseinrichtungen vorgesehen, die den Behälterdeckel 4 in
der aus den Fig. 1 und 2 ersichtlichen Verschlußstellung verriegeln.
[0018] Zur Parallelführung des Deckels 4 während seiner Bewegung zwischen der Öffnungs-
und Verschlußstellung weisen die Bolzen 8,11 einerseits und die Bolzen 9,12 andererseits
gleiche Abstände voneinander auf. Die durch die Gelenkbolzen verbundenen Verbindungslinien
sind derart zur Mittelebene des Containers 1 geneigt, daß der Deckel 4 während seiner
Verschwenkung zwischen seiner Schließ- und Öffnungsstellung in der gewünschten Weise
abgehoben und einen genügend großen Schwenkweg zurücklegt.
[0019] Das Seitenprofil 14 der Verschlußöffnung 3 ist in seinen oberen seitlichen Bereichen
mit ösenförmigen Laschen 15 versehen, in die in der Verriegelungsstellung des Containers
1 auf einem Müllsammelfahrzeug Haken oder Riegel greifen, die den Container 1 mit
der Schütt- und Presseinrichtung verriegeln. Der Deckel 4 ist mit zwei im Querschnitt
trapezförmigen Ausbuchtungen 16 versehen, die diese Verschlußlaschen 15 in der Schließstellung
des Deckels 4 übergreifen. Durch das der Verriegelung und Verschwenkung dienende Viergelenksystem
wird beim Öffnen des Deckels 4 dieser so weit von den der Verriegelung dienenden Laschen
15 abgehoben, daß er behinderungsfrei von diesen freikommt.
[0020] Im oberen Teil der Stirnwandung 2 des Containers 1 befindet sich eine Öse 17, die
aus einem Bolzen 18 besteht, der in Aufnahmebohrungen von gabelförmig angeordneten
Laschen 19,20 eingeschweißt ist, die mit einem Verstärkungsprofil der Stirnseite
2 verschweißt sind. Die Öse 17 dient als Schleppöse der Handhabung des Containers,
beispielsweise zur Verladung auf spezielle Transportfahrzeuge.
[0021] Der Deckel 4 ist mit einer weiteren mittleren im Querschnitt trapezförmigen Ausbuchtung
21 versehen, die in der Fig.1 gestrichelt eingezeichneten Öffnungsstellung des Deckels
die Öse 17 überdeckt.
[0022] Wie aus Fig.3 ersichtlich ist, ist das äußere Ende des Lenkers 5 auf dem Zapfen 9
schwenkbar gelagert, der mit dem Randprofil des Behälterdeckels 4 verschweißt ist.
Zur Sicherung der Lagerung ist auf den Bolzen 9 eine Scheibe 24 aufgesetzt, die durch
einen Splint 25 festgelegt ist.
[0023] Entsprechend ist das innere Ende des Lenkers 6 auf dem mit der Behälterseitenwandung
verschweißten Bolzen 11 festgelegt, der ebenfalls auf diesem durch eine Schweibe 25
und einen Splint 26 gesichert ist.
1. Quaderförmiger Container, vorzugsweise zur Aufnahme von Müll, mit einer an einer
Stirnseite angeordneten, vorzugsweise dem Einfüllen dienenden Öffnung, die durch
eine Klappe oder einen Deckel verschließbar ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß an den seitlichen Rändern des Deckels (4) die äußeren Enden von Parallellenkern
(5,6,5′,6′) angelenkt sind, deren inneren Enden auf mit den Behälterseitenwänden (7)
verbundenen Bolzen (8,11) oder Zapfen gelagert sind, und
daß eine Betätigungseinrichtung zum Verschwenken des Deckels (4) zwischen seiner Verschluß-
und Öffnungsstellung und eine Verriegelung zum Verriegeln des Deckels (4) in der Verschlußstellung
vorgesehen sind.
2. Container nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Betätigungseinrichtung
aus einem einen der Lenker (6) über den behälterseitigen Zapfen (11) hinaus verlängernden
Arm (13) besteht.
3. Container nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Lenker (5,6,5′,6′)
aus Winkelhebeln bestehen.
4. Container nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß sich eine
rechteckige Öffnung (3) an einer Seite der Stirnseite (2) des Behälters (1) befindet
und daß die inneren Parallellenker (5,5′) äußere Teile aufweisen, die in der Schließstellung
parallel zu dem Rand (10) des Deckels (4) verlaufen.
5. Container nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Deckel
(4) mit einer haubenartigen Ausbuchtung (16) versehen ist, die in der Schließstellung
die Behälteröffnung (3) überragende Einbauteile, z.B. vorstehende Befestigungslaschen
(15), überdecken.
6. Container nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Deckel
(4) mit einer weiteren haubenartigen Ausbuchtung (21) versehen ist, die in der Öffnungsstellung
Ösen (17) zum Ankuppeln o.dgl. überdeckt.